Archive for Januar, 2010
30.Januar.2010
Walters Motorrad – Eine Fahrt mit “Hindernissen”
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Es war Anfang Februar 2009 als Walter sich entschloss zu Helen nach Surigao zu fahren und dort zu leben. Ich warnte ihn wegen der Naehe der Familie, aber er erwies sich wie so oft als beratungsresistent und begann die Reise kurzfristig zu planen. Er wollte mit dem Motorrad fahren und ich beschrieb ihm den Weg und die Strassen sehr genau und informierte ihn auch ueber die Bruecken und Bergdurchfahrten, also alles wo Hoehen vorkamen, da er ja wegen seiner Hoehenangst eingeschraenkt war. Zudem machte ich eine Farbkopie meiner Strassenkarte. Er entschloss sich nachts zu fahren nach dem Motto “Was ich nicht sehen kann, macht mir auch keine Angst”.
Zwei Tage nach seinem Entschluss brach er dann abends gegen acht Uhr auf, nachdem er alles in die Satteltaschen gepackt hatte, die er sich schon vor einiger Zeit gekauft hatte. Alles andere liess er bei uns und das sollten wir mitbringen wenn unser Truck nach Surigao fuhr um Teile fuer den Bootsbau dort hinzubringen. Wir verabschiedeten uns und wuenschten gute Reise. Es war bereits nach acht Uhr, als er los fuhr. (weiterlesen…)
Tags: Mindanao, motorrad, philippinen, reise, walter29.Januar.2010
Murphy’s Gesetz a la Philippinen
von Kai | Kategorie Allgemein
Jeder hier ansaessige Deutsche muss mit gewissen Unzulaenglichkeiten leben und damit auch fertig werden. Nicht selten ist dies aber auch, was den Charme dieses Landes ausmacht.
Wer will schon in solch einer perfektionierten Welt wie in Deutschland leben, mit einer Staatsquote am Einkommen von ueber 60% ?
Und so mache ich den Versuch, das Leben hier, in Manila, nach Murphy zu beschreiben.
Das ist keine Frustbewaeltigung, dann diese Wort ist mir fremd.
Und nun zu Murphy: (weiterlesen…)
Tags: auswanderung, Erlebnisse, manila, philippinen28.Januar.2010
Thunfisch Bann gefaehrdet 150000 Arbeitstellen
von Kai | Kategorie Allgemein
150.000 Menschen, die von ihrer Anstellung in der Thunfisch Industrie abhaengen, koennten 2010 ihre Arbeitsstellen verlieren. Seit Anfang Januar ist ein Bann zum Fangen von Thunfischen in Kraft getreten, der auch die Industrie von Palau und den anderen pazifischen Inseln gefaehrdet. Mit diesem Bann will man erreichen, dass sich die Bestaende erholen, aber verschiedene Fachleute hegen den Verdacht, dass sich industrialisierte Laender die Fischgruende sichern wollen und die Pazifik Staaten aus dem Geschaeft draengen wollen.
Der Bann betrifft allerdings nur Gewaesser ausserhalb einer 12 Meilen Zone, da man ja die kleinen Fischerleute nicht arbeitslos machen will, wobei aber vergessen wurde, dass alle motorisierten Bangkas ausserhalb der 12 Meilen Zone fischen. Nicht betroffen sind damit einzig die Baruto Fischer, die mit ihren Paddelbooten gar nicht so weit kommen. (weiterlesen…)
Tags: bangka, Mindanao, philippinen, thunfisch27.Januar.2010
General Santos zum Zweiten…..
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Wieder zu Hause angekommen, verbrachte ich in den naechsten Tagen und Wochen viel Zeit im Internet Cafe um Kunden zu finden. Ich setzte Anzeigen auf einigen Webseiten und suchte, nach Importeuren was das Zeug hielt um Angebote zu machen. Meine Augen waren auf dem besten Weg rechteckig zu werden. Und nach etwa zwei Wochen wurde ich fuendig. Eine Firma in Miami wollte Thunfisch zu den angebotenen Preisen erwerben. Zuerst erkundigte ich mich nach den Transportmoeglichkeiten, um dem Kunden mitzuteilen, wie es mit den Frachtkosten ausgehen wuerde. DHL machte mir das beste Angebot und ich informierte den Kunden, der die Frachtpreise absegnete. Bezahlung vereinbarten wir uber Letter of Credit. Der kam dann auch in der Tat eine Woche spaeter bei meiner Bank an und die erklaerte die LC fuer gut, nachdem sie geprueft worden war. (weiterlesen…)
Tags: boot, Erlebnisse, Mindanao, philippinen, thunfisch26.Januar.2010
General Santos zum Ersten….
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Nachdem unser Gemuese -und Fischgeschaeft ja nicht mehr am Laufen war – diese Geschichte werde ich ein anderen Mal erzaehlen – hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung wie es finanziell weiter gehen soll. Im November 2000 hatten die Kinder des bisherigen Management in Gaisano und Ororama in Cagayan alle Lieferanten im “wet market” durch Neue ersetzt und wir waren seitdem “arbeitslos”. Mir wollte in den ersten Wochen absolut nichts einfallen wie es weiter gehen sollte und wir ueberlegten uns nicht nur ernsthaft nach Deutschland zurueck zu gehen, sondern meine Frau war im Janauar 2001 sogar auf der deutschen Botschaft in Manila um ein Visum zu beantragen. Sie wollte voraus fliegen und dort alles vorbereiten fuer den grossen Umzug. Warum sie und nicht ich? Nun ein Freund war Manager in einem McDonalds und meine Frau haette von ihm sofort einen Job bekommen. Ich mit meinen 50 Jahren sah keine grossen Chancen auf die schnelle dort Arbeit zu finden. (weiterlesen…)
Tags: boot, Erlebnisse, Mindanao, philippinen, thunfisch26.Januar.2010
Hilfe trotz Armut
von Kai | Kategorie Nachrichten
Filipinos sind an Naturkatastrophen gewoehnt. Vulkanausbrueche, Erdbeben, Ueberflutungen, Taifune und Erdrutsche sind auf den Philippinen fast schon an der Tagesordnung und es ist oftmals bewundernswert, wie die Pinoys damit umgehen.
Nun hat Praesident Arroy ein medizinisches Hilfsteam von 21 Mann nach Haiti geschickt um dort zu helfen. Haiti war vor einigen Tagen von einem sehr starken Erdbeben erschuettert worden mit Toten, die nun schon die Anzahl von 150000 ueberschreiten. Aber obwohl die Philippinen selbst nicht genug Geld haben um bei eigenen Katastrophen ausreichend zu helfen, schicken sie trotzdem Hilfe nach Haiti, wenn auch keine finanzielle Hilfe. Aber die mit Naturkatastrophen erfahrenen Filipinos koennen vor Ort ganz sicher mehr mit Rat und Tat erreichen, als andere mit weniger Erfahrung.
Eine Bewundernswerte Aktion!
Tags: erdbeben, hilfe, philippinen, reise25.Januar.2010
Eduardo Masferre – Der Vater philippinischer Photographie 1.Teil
von Kai | Kategorie Allgemein
1. Teil
Kaum jemand kennt diesen Namen und die ihn kennen sind meist Insider wie ernsthafte Hobbyfotografen, Ethnologen oder Antropologen. Masferre ist massgeblich dafuer verantwortlich, dass uns viele Fotos der Igorots erhalten sind, die das Leben in den 30er bis 50er Jahren zeigen und eine fantastische Dokumentation dieser Staemme darstellen, die doch in vielem von den anderen Staemmen der Ebenen abweichen.
Eduardo Masferre wurde am 18. April 1909 in Sagada geboren. Sein Vater, Jaime Masferre war Spanier und seine Mutter, Mercedes Langkew eine Einheimische aus Sagada. Urspruenglich war Jaime ein spanischer Soldat, der zum Bauern wurde und insbesondere Zitrusfruechte und Kaffee anbaute. Noch vor Eduardos Geburt kamen episkopalische Missionare nach Sagada, die Jaime in seiner Residenz aufnahm und die das Wort Gottes unter den Einheimischen verbreiteten. (weiterlesen…)
Tags: berg, foto, kordillera, masferre, philippinen, reise24.Januar.2010
Eduardo Masferre – Der Vater philippinischer Photographie 2. Teil
von Kai | Kategorie Allgemein
2. Teil
Nach der Hochzeit half Nena im Studio, insbesondere zeichnete sie etliche Fotos mit Farbe aus. (Hand Coloring) Eduardo begann die Farm seines Vater wieder zu bewirtschaften und pflanzte fast alles neu. Neben den Obstbaeumen zuechtete er Gefluegel und Kaninchen um seine wachsende Familie zu unterstuetzen. Die beiden hatten insgesamt sechs Kinder und anfaenglich kam das Fotografieren etwas zu kurz, aber bald nahm er seine Wanderungen zu den verschiedenen Staemmen in den Kordilleren wieder auf.
Seine Fotos blieben lange Zeit in den Philippinen ohne jede Anerkennung, aber im Ausland wurden einige Spezialisten auf seine Arbeiten aufmerksam. Hier im Land dauerte es bis in die spaeten 80er Jahre um das Talent Masferre als solches anzuerkennen. (weiterlesen…)
Tags: berg, foto, kordillera, masferre, philippinen, reise23.Januar.2010
Ein Tag wie jeder andere……
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Der Tag begann wie immer.
Ich stand am Morgen auf, und trank zu allerest mal den obligatorischen Kaffee. (Erst 1995 begann ich Tee zu trinken) Fruehstuecken tat ich damals auch nicht und der Kaffee war mein ganzes “Breakfast”. Es war 8.30 morgens, als meine Frau vom Markt zurueck kam, wo sie nach ihrem Verleihgeschaeft geschaut hatte. Sie erzaehlte von einigen Geruechten eines Coup de Etats, aber es schien nur heisse Luft zu sein, da in den Nachrichten im Radio nichts erwaehnt wurde. Bombo Radyo hatte nichts dazu zu sagen und Bombo war sozusagen die philippinische “Bildzeitung” des Rundfunks. Also machten wir uns auch weiter keine Sorgen.
Wir arbeiteten im Haus, wo ich gerade dabei war ein Buecherragal zu bauen, da es das, was mir vorschwebte, auf den Philippinen nicht zu kaufen gab. (weiterlesen…)
Tags: cebu, philippinen, rebellion, reise





