Als zwei Adam und Eva spielten…. 3. Teil

Wie ueblich machten die Muellers aus jeder Mahlzeit einen riesigen Verhau und ab dem zweiten Tag entschloss sich Vicky bei ihren Geschwistern im anderen Haus zu essen. Claus konnte sich nicht an die Schlampereien gewoehnen, aber weder zureden noch schelten half etwas. Am dritten Tag begann es im Haus zu stinken und Claus ging der Sache nach. Im Zimmer der Muellers lag wie vorher alles auf dem Fussboden herum und mitten in dem Tohuwabohu lagen einige „Kackhaufen“. Nun wurde Claus echt sauer und verpasste Helmut einen ordentlichen Anschiss und forderte ihn auf  in den Schweinestall zu kacken, wenn er schon keine Toilette benutzen mochte.

Einige Tage spaeter ging Claus zur Immigration und erzaehlte dem Leiter des Bueros wo die Muellers seit ihrer Einreise gewesen waren. Zudem bat er ihn doch vorerst keinen Druck zu machen, da die Muellers wirklich verwirrt erschienen und Monika sowieso nicht reisefaehig sei. Der Chef der Immigration bat Claus lediglich ihn auf dem laufenden zu halten, ansonsten wuerde er gelegentlich unverbindlich anrufen um sich zu erkundigen. Er schlug auch vor sich doch mit der deutschen Botschaft in Verbindung zu setzen. Die koenne vielleicht helfen in einem so extremen Fall.

Monika ging es von Tag zu Tag schlechter und Claus entschied sie ins Krankenhaus zu bringen. Erwartungsgemaess opponierte Helmut, aber keiner kuemmerte sich um seine verbalen Attacken. Im Krankenhaus wurde Monika erst einmal an einen Tropf gehaengt und zahlreiche Laboruntersuchungen eingeleitet. Da Helmut sich nun um seine Frau kuemmern musste, lieh Claus ihm ein Fahrrad, damit er leicht zwischen Haus und Klinik hin und her fahren konnte. Simone brachte Claus bei Vickys Schwester unter und Nicole blieb bei Claus im Haus. Die Zeit wurde nun erstmal genutzt die Schweinerei der Muellers zu entfernen und alles zu saeubern und zu desinifizieren.

Monika entpuppte sich als sehr schwierige Patientin. Einige Tage nach der Einlieferung begann sie jede Kooperation zu verweigern. Obwohl sie  Gelbsucht hatte, wollte sie keine Medikamente nehmen;  zudem hatte sie verschiedene Wuermer, die auch dringend der Behandlung bedurften. Auf Antrag der Immigration entschied dann ein Richter, dass Monika zeitweise entmuendigt wurde und die Entscheidungsgewalt war nun in den Haenden des behandelten Arztes.  Von da an ging es aufwaerts mit Monikas Gesundheit.

Zwischenzeitlich gab es einen Riesenkrach mit Helmut, da er nicht erlauben wollte, dass Nicole die Medikamente zum Entwurmen nahm. Claus drohte nun dem Helmut Pruegel an, wenn er nicht endlich zustimmen wuerde. Eingeschuechtert gab er nun seine Erlaubnis, aber behauptete immer, dass er das mit seinen Kraeutern wohl auch haette heilen koennen.

Wenn Claus Monika im Krankenhaus besuchte, erzaehlte die ein wenig aus dem Leben in Deutschland unter anderem eben auch, dass die Idee im Urwald zu leben auf dem Mist von Helmut gewachsen war. Sie selbst habe nur mitgespielt weil sie ihn eben liebte und dort oben im Wald war es fuer sie schon schwierig gewesen, insbesondere in den letzten Wochen vor der Entbindung. Claus sah das Auftauen von Monika als positive Entwicklung an, aber wie sehr er sich doch taeuschen sollte.  Die Geschehnisse sollten sich in Kuerze ueberschlagen.

Im Gegensatz dazu wurde Helmut immer verstockter und sturer und wollte in keiner Weise von seinen Plaenen lassen. Unter anderem konfrontierte ihn Claus nun mit der Behauptung des Reporters das Baby verkaufen zu wollen und erstaunlicherweise leugnete Helmut dies nicht ab.  „Wir dachten es waere leichter ohne das Baby und etwas Geld zu haben waere sicherlich nicht das schlechteste gewesen.“  Das war alles was er zu diesem Thema zu sagen hatte.

Einige Tage spaeter gab es erneut wegen des total verschmutzten Zimmers Streit zwischen Claus und Helmut in dessem Verlauf Helmut den Wunsch aeusserte,  sobald wie moeglich weiter zu ziehen. Claus konnte dem natuerlich wegen seines Versprechens dem Chef der Immigration gegenueber nicht zustimmen, aber sagte  erstmal nichts weiter,  sondern entschloss sich die Entwicklung  zu beobachten. Die Streitereien mit Helmut stiessen ihm langsam sauer auf. Der war wirklich ein Sturkopf der ersten Klasse.

Einige Tage spaeter war Helmut mit Nicole verschwunden.  Nachfragen ergaben, dass auch das Baby nicht mehr im Haus der Schwester verblieben war und von Helmut abgeholt worden war.  Claus und Vicky fuhren ins Krankenhaus zu Monika, aber auch die war weg. Die Rechnung war natuerlich unbezahlt geblieben. Die beiden hatten keine Ahnung wo die Muellers haetten sein koennen. Am Abend bekam Claus dann einen Anruf von Fritz, der ihm erzaehlte, dass seine Frau Linda die Uebersiedlung der Muellers heimlich in die Wege geleitet haette, da Helmut sich bei Fritz beschwert haette,  dass Claus  hinter seinem Geld her sei und er haette ihn ausserdem einmal zusammen geschlagen. Nun war es an Claus wuetend zu werden ob der Luegen, die Helmut verbreitet hatte. „Der hat doch ueberhaupt kein Geld“, schrie er wuetend, „der wollte doch sogar das Baby verkaufen.“ Nach langem Hin und Her meinte Claus, dass er morgen den Boss vom Immigration Office ueber den „Umzug“ von den Muellers nach Polomolok verstaendigen wuerde. Claus erzaehlte dann noch von den merkwuerdigen Angewohnheiten der Muellers und wuenschte Fritz viel Spass mit seinen neuen Hausgaesten.

Am naechsten Morgen fuhr Claus als erstes zur Immigration um dort Bescheid zu sagen, denn er wollte auf keinen Fall irgendwelche Nachteile erleiden, weil die Muellers sich abgesetzt hatten. Zum Glueck hatte das Immigration Office in GenSan auch Polomolok unter sich und der Boss meinte, man wuerde heute oder morgen dort hin fahren und dann wohl Naegel mit Koepfen machen, schliesslich haetten die Muellers kein gueltiges Visum. Am Nachmittag bekam Claus einen Anruf und wurde von den Leuten im Immigration Buero gefragt, ob er denn mitfahren wolllte um die Muellers abzuholen. Claus verneinte und so fuhren die Beamten ohne ihn los.

Um sechs Uhr abends kamen die Beamten bei Claus in der Wohnung vorbei. „Die Muellers sind verschwunden, die ganze Familie ist weg und sie haben etliche Gebrauchsgegenstaende geklaut und mitgenommen“, wurde ihm aufgeregt erzaehlt. „Niemand hat etwas gesehen und gehoert, aber wir haben sie nun offiziell zur Fahndung ausgeschrieben.“

Fortetzung folgt….

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