Am Lake Balanan auf Negros

Der Lake Balanan war fuer mich eigentlich nichts Neues, da ich ja 2008 schon einmal dort gewesen bin, wir uns aber auf Grund der merkwuerdigen Bestimmungen im Resort nicht zu einer Uebernachtung entschliessen konnten. Nun das hat sich auch nicht geaendert. Man verhaelt sich immer noch sehr bigottisch dort oben. Keine Spielen, kein Rauchen, nichts alkoholisches trinken und wenn man uebernachten will, muss man verheiratet sein.Damals wurden wir nach einem Nachweis gefragt, ob das heute noch so ist kann ich nicht sagen.

Am Samstag morgen sind Sven und ich von Dumaguete los gefahren gegen Sueden und kamen an all den bekannten Resorts von Dauin und Zamboangita vorbei. Wir hielten uns dort aber nirgendwo auf, sondern machten unseren ersten Halt am Strand von Malatapay, wo man einen traumhaften Blick aufs Meer und die unter Tauchern sehr bekannte Insel Apo Island sehen kann. Der Strand ist wohl sehr schoen anzusehen, aber voller Boote und zum Schwimmen wohl nicht sehr gut geeignet. Am heutigen Tag war es sehr windig und die Wellen waren auch dementsprechend. Malatapay selbst ist bekannt durch seinen farbenpraechtigen Markt, der dort jeden Mittwoch abgehalten wird. Bei meinem letzten Besuch war Markttag, aber dieses Mal war dort alles ruhig. Waehrend des Marktes kommen die Bauern von den Bergen um ihre Produkte anzubieten und zahlreiche Haendler sind vor Ort um alles zu kaufen. Viele Haendler kommen auch von allen moeglichen Orten auf Negros um ihre Waren anzubieten und man kann dort alles zum Bedarf des taeglichen Lebens kaufen. Es gibt Reis ebenso wie Trockenfisch, Messer und Toepfe, Koerbe und Werkzeuge usw.

Im Anschluss daran fuhren wir weiter bis nach Siaton. Im Ort erkundigten wir uns nochmal nach dem See und fuhren dann durch den Ort durch. Nach der grossen Bruecke muss man dann rechts Richtung Berge abbiegen um zum See zu kommen. Von der Abzweigung am Highway sind es noch etwa 10 Kilometer zum Lake Balanan. Die Strasse ist zum Teil betoniert und zum Teil Schotter, aber sehr viel besser zu befahren als im Jahr 2008. Damals war der Zustand der Strasse doch recht schlecht. Am Eingang zum See und Resort wurde der Eintritt kassiert. Danach fuhren wir die Strasse zum See hoch, die immer noch ueber eine Art Spillway voller Wasser fuehrt, bevor man im Resort selbst ankommt. Das erste was uns auffiel und was uns auch beim Zahlen des Eintritts gesagt wurde, dass man am ganzen See nirgendwo mehr rauchen darf. Noch nicht einmal im Freien! Ich denke, man kann alles uebertreiben, auch ein Rauchverbot.

Unten am Seeufer stehen noch viele uralte riesige Urwaldbaeume und beschatten den Teil des Sees der am Resort liegt. Das Wechselspiel von Licht und Schatten macht das Fotografieren schon recht schwer, da der Dynamicumfang fuer digitale Fotos enorm hoch ist. Vom Resort weg fuehrt ein betonierter Weg am See entlang. Den gab es damals noch nicht. Wir liefen also da entlang und an einigen Stellen hatte man eine tolle Ausicht auf den See. Schliesslich kamen wir an eine Ecke, an der der Weg steil anstieg und vom See weg fuehrte. Ich machte eine Zigarettenpause – Verbot oder nicht interessierte mich dort im Wald recht wenig – und Sven „erforschte“ den Weg nach oben. Etwa 20 Minuten spaeter kam er zurueck um zu erzaehlen, dass der Weg immer weiter anstieg. Zurueck zum See wuerde er innerhalb der gelaufenen Strecke nicht fuehren. Wir verzichteten darauf, den Weg weiter zu erforschen und gingen zum Resort zurueck und tranken etwas kaltes, da es trotz der Hoehenlage sehr warm war.

Anschliessend fuhren wir weiter, da wir noch zur Tambobo Bay wollten. Der Weg ab der Abzeigung war Schotter und zum Teil in sehr schlechtem Zustand. Die Landschaft erschien karg, trocken und gelbbraun gefaerbt. Hier hatte es wohl echt laenger nicht geregnet. Als wir an der Bay ankamen, stand die Sonne recht tief und die Landschaft erschien fast in einem etwas unwirklichem Licht. Es war extrem heiss in der Ecke und wir hielten uns nicht lange auf und fuhren weiter, da wir noch kurz beim Antulang Beach Resort rein schauen wollten. Wir fuhren die 5 Kilometer vom Highway zum Meer, aber als wir dort ankamen, wollten die 200 Pesos Eintritt auch fuer die paar Minuten, in denen wir uns das Resort anschauen wollten. Da verzichteten wir dankend auf das Resort und machten uns auf den Rueckweg nach Dumaguete wo wir mit Einbruch der Dunkelheit auch ankamen.

Das Why Not wartete wie immer auf uns mit einem sehr guten Abendessen.

Zu den Fotos: Hier klicken

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2 Comments
  • Reply

    Wenn ich die selbe Stelle meine an der ihr umgekehrt seit so war das war das wohl ein Fehler. Ihr seit links herum geloffen oder? Ganz oben gibt es ein Rasthäuschen mit Tisch und wunderbarer Aussicht über den ganzen See. Leider muss man sich diese Aussicht erarbeiten b.w. erlaufen 😉

    Gruss
    casa

    • Kai
      Reply

      Sven war ja nach oben gelaufen und nachdem da „scheinbar“ – nach mehr als 10 Minuten aufwaerts laufen – nichts war sind wir auch nicht mehr hoch. Aber ich werde wieder kommen und dann geht es nach oben.

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