Amway und die Pinoys 2. Teil

Trotz einigem an harter Arbeit gelang es leider nicht eine Nachfolge fuer Maribel in Dipolog heranzuziehen. Camela wollten wir eigentlich fuer den „Job“ haben, aber sie entschoss sich nach Manila zu gehen und das war das. Ein Deutscher und dessen Frau gingen zurueck nach Hause und so langsam zerfiel die Gruppe in Dipolog. Ich fuhr dann auch seltener hin, insbesonders auch weil Alan Probleme mit Angestellten hatte und sich weniger um das Amway Geschaeft kuemmern konnte.

Ich traf dann auf einer Veranstaltung in Marawi eine juengere Chinesin, die sich eine Gruppe in Koronadal aufbauen wollte. Damit kam ich auch zum ersten Mal in diese Stadt. Im Vorfeld des Krieges des Jahres 2000 sah man damals schon sehr viele Bewaffnete auf den Strassen, etwas das man in Marawi nicht sehen konnte. Ich pendelte nun hauptsaechlich zwischen Marawi City und Coronadal City hin und her. Gelegentlich war ich auch in Surigao und Bukidnon, da wir dort auch Gruppen hatten. Unsere „Down Lines“ waren auf knappe 1000 angewachsen, aber der Umsatz entsprach nicht den Erwartungen. Immer wieder versuchte ich den Leuten klar zu machen, dass man Produkte verkaufen muss, bzw selbst die Produkte auch verwenden sollte. Amway Produkte sind wirklich gut und obwohl sie auf den ersten Blick nicht billig erscheinen, so sind sie in der Nutzung doch billiger wegen der hohen Konzentration und der erforderlichen Verduennung. Eine Klage die ich diesbezueglich hoerte war zum Beispiel die Verschwendung durch Haushaltshilfen, da die das mit der Konzentration scheinbar nicht verstanden oder verstehen wollten. Ein weiterer Beschwerdegrund war die Tatsache, dass es keine Sachets gab, wie sie auf den Philippinen einfach ueblich sind. Und so gab es fuer viele immer einen Grund sich nicht so einzusetzen, wie man es muesste, wenn man erfolg haben moechte. Die besten Mitglieder kamen immer aus der Mittelklasse. Die unteren Klassen, die das Geld noetig gehabt haetten, arbeiteten fast nichts.

Koronadal wuchs und gedieh und wurde bald mein staerkster Arm. Marawi war guter zweiter, aber der dritte Arm wollte und wollte nicht zustande kommen. Les und Karen kamen zwei bis drei mal im Jahr und halfen fleissig, aber auch sie vermochten nicht die Leute aus den untersten Einkommensgruppen zu motivieren und bei der Stange zu halten.

Auch in Dumaguete und auf  Siquijor hatte ich je eine Gruppe aufgebaut mit dem gleichen schwachen Ergebnis.

Als in Cagayan de Oro ein Amway Store eroeffnet hatte, wurde es vorruebergehend besser, aber nach drei Monaten war auch dieser Enthusiasmus vergangen. Mir schien es als ob die Pinoys, die Geld am noetigsten hatten, einfach keinen Bock auf Arbeit hatten.

Die begonnene Gruppe in Surigao hatte auch nur noch ein einziges aktives Mitglied und die Mitglieder, die zu den Treffen kamen wurden immer weniger. Ich kam so langsam zu der Erkenntnis, dass dieses Konzept hier wohl nicht laufen wuerde, auch wenn es in anderen Laendern sehr gut lief.

Und so entschloss ich mich alles auf sich beruhen zu lassen. Allerdings hatte die ganze Aktion doch einiges gebracht, denn ich hatte viele nette und zum Teil auch interessante Menschen kennen gelernt, unter anderem den erfolgreichen Pinoy aus Dipolog, sehr nette Menschen aus Marawi und Koronadal, sowie einige Politiker unter anderem Neri Acosta aus Bukidnon. Alleine dieser Aspekt machte die Angelegenheit zumindest zum Spass.

Ich verwende Amway Produkte heute noch, allerdings ohne jedwede Aktivitaet.

 

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