Auf Bohol mit Sven

Sven und ich hatten im Khan Iraq Hotel uebernachtet und wollten uns eigentlich sehr frueh auf die Reise nach Bohol machen, aber leider wie es oft so kommt….

Da ich mich in Cebu nicht mehr so recht auskannte – es war ja doch schon 23 Jahre her, dass wir dort ein halbes Jahr lebten – hielten wir ein Taxi an und erklaerten dem Fahrer, was wir wollten. Der fuhr dann auch brav vor uns her und brachte uns zum ersten Pier, wo die Faehre nach Tubigon abgehen sollte. Nun die Faehre hatte den Abflug ohne uns gemacht und die naechste sollte erst gegen Abend gehen. Der Taxifahrer wusste aber Rat und brachte uns an eine andere Stelle zum Pier und dort war ein LCT, der nach Calapa fahren sollte, aber dort konnte man uns nicht versichern, dass wir drauf kaemen, da alles gegen Voranmeldung im Buero laeuft und das Boot waere voll. Allerdings koennten wir drauf, wenn einer der LKWs nicht kaeme. Der Taxifahrer machte eine Reservierung und meinte hinter dem Hilton gaebe es auch eine Faehre. Wir fuhren also dorthin und der Taxifahrer bretterte wie Schumi durch die Stadt mit uns hinten dran. Wieviele Verkehrsregeln wir dabei gebrochen haben – nun wer weiss – sicherlich einige. Beim Hilton angekommen mussten wir feststellen, dass die Faehre im Trockendock war und fuer einige Wochen nicht gehen wuerde. Wir fuhren wesentlich langsamer zurueck zum Pier und kamen gerade noch rechtzeitig an um gegen einen Obulus von 200 Pesos drauf gelassen zu werden. Ich bezahlte den Taxifahrer und wir mussten nur wenige Minuten warten bis die Faehre ablegte.

Gegen vier Uhr nachmittags kamen wir in Calape an. Rainer, ein Freund von mir – der auch als „Waserbueffel“ bekannt ist – hatte uns eine Reservierung im Anda White Beach Resort gemacht. Wir fuhren also ueber Clarin und Carmen Richtung Anda. In Carmen fragten wir nach dem Weg und wurden prompt in die Wueste geschickt, obwohl wir unterwegs noch einmal nachhakten und die gleiche Auskunft bekamen. Als wir in Dagohoy ankamen, wusste ich, dass wir falsch geschickt worden waren, sollten wir doch bei Alicia auf die Nord – Suedverbindung stossen. Ich schaute auf die Karte und sahe einen roten „Feldweg“, der nach Sueden fuehrte und uns auf die Strasse von Pilar nach Alicia bringen sollte. Wir fragten, bekamen diesesmal eine richtige Auskunft und fuhren dann auf einer philippinischen „Rumpelstrasse“ in Richtung Sueden. Nach etwa einer halben Stunde kamen wir auf den begehrten Highway und bald darauf erreichten wir Alicia und bogen rechts ab in Richtung Guindulman. In Anda erwartete uns Rainer an der Strasse und brachte uns zum Resort.

Am naechsten Morgen schauten wir uns nach dem Fruehstueck den Resort genauer an und ich machte auch einige Fotos. Gegen elf  Uhr checkten wir aus und fuhren zum Rainer. Dort liessen wir unser Gepaeck zurueck und machten uns auf den Weg nach Jagna. Wir wollten naemlich heute die Strecke Jagna nach Sierra Bullones fahren, wo es sehr schoene Reisterassen in den Bergen gab.

Als wir der Strasse in die Berge folgten, sahen wir jede Menge Baustellen und zum Teil war die alte Piste schon betoniert worden. Es ist immer und ueberall auf den Philippien so, dass vor den Wahlen die Strassen repariert werden und die Wahlen waren ja nur knappe drei Monate entfernt. Wir hielten an den verschiedenen Reisterassen, machten Fotos und staunten. Die waren sehr schoen, aber im Vergleich mit Banaue natuerlich gar nichts. An einer Stelle hatte man ueber die Terassen hinweg eine Aussicht aufs Meer und konnte in der Ferne Camiguin sehen, das unser naechstes Ziel werden sollte. Nach der Durchquerung der Berge erreichten wir die zentrale Ebene von Bohol und hielten in Pilar am Stausee. Dieser See diente nicht der Stromerzeugung, sondern der Bewaesserung von vielen Reisfeldern. Ein grosser U-foermiger Ueberlauf bildete den „Damm“. Dort sahen wir auch eine Zipline im Bau, die mindestens 500 Meter quer ueber den See fuehrte.

Wir erfrischten uns mit Softdrinks und machten uns auf den Weg nach Anda zurueck. Diese und die naechste Nacht wuerden wir bei Rainer im Cottage schlafen, da es im Resort kein freies Zimmer mehr gab. Das Abendessen bei Rainer war gut und der Tanduay hinterher sogar noch besser.

Am naechsten Morgen stand eine weitere „Rundfahrt“ an. Rainer wuerde uns spaeter folgen, da er geschaeftlich noch einiges zu erledigen hatte.

Wir fuhren los und unser erstes Ziel waren die Chocolate Hills bei Carmen. Es war wolkig geworden und ich liess die Kamera im Auto, da ich hier ja schoen oefter war. Wir stiegen zum Aussichtspunkt hoch und sahen uns alles an. Es waren wie so oft sehr viele Koreaner unterwegs, die trifft man mittlerweile in „Mengen“ in den touristischen Zentren.

Zwischendurch meldete sich der „Waserbueffel“ um uns mitzuteilen, dass er unterwegs sei. Wir trafen uns am naechsten Ziel, einer der beiden Schmetterlingsgaerten auf Bohol. Ich war etwas enttaeuscht, da hatte der Schmetterlingsgarten in Mambucal doch wesentlich mehr zu bieten, aber interessant war es allemal.

Unser naechstes Ziel war einer der wenigen ueberlebenden Regenwaelder auf Bohol. Wir fuhren durch eine tiefe Schlucht und kamen in einen kleinen Talkessel, der ganz von Felsen und Waeldern umgeben war. Dort koenne man nach Auskunft von Rainer sehr gut Affen beobachten und in der Tat, wir sahen recht viele, die sich am Waldrand tummelten. Danach entdeckte einer der anwesenden Einheimischen einen Fluglemur im Wald. Wir folgten ihm und sahen den Lemur auch in den Baeumen haengen. Es war sehr duester und  die Fotos sind deswegen etwas „verwackelt“.

Wir verliessen den Wald und fuhren weiter durch den „man made forest“ ein vor vielen Jahren aufgeforsteter Mahagoniewald. Danach ging es an dem bekannten Resort Nuts Huts vorbei zur Tarsier Foundation. Carlito Pizarras hatte dort die Tarsier Foundation gegruendet um diesen kleinsten aller Primaten zu schuetzen. Interessant ist dabei, dass Carlito vom „Saulus zum Paulus“ wurde, da er in jungen Jahren selbst ein Tarsierjaeger gewesen war. Auf einigen Hektar umzaeunten Land leben dort etwa 10 Tarsier und man kann auf Pfaden durch das Gehege laufen. Der „care taker“ zeigte uns dann die schlafenden Tiere. Tarsier sind nachtaktiv.

Rainer trennte sich dann von uns um nach Panglao zu fahren, da er dort einige Handwerker auf seinem Grundstueck am arbeiten hatte. Wir fuhren weiter zu den Mag-aso Wasserfaellen, die auch fuer mich Neuland waren. Dort angekommen stiegen wir die Treppen hinunter und bestaunten die Wasserfaelle, die aber auf Grund der Trockenzeit nicht so viel Wasser fuehrten. Dabei koennen diese Faelle durch ploetzliche „flash floods“ ganz schoen gefaehrlich sein. Im letzten Jahr sind dort zwei junge Maenner ertrunken.

Anschliessend fuhren wir nach Panglao um dort den Rainer zu treffen. Nach einer Besichtigung seines Grundstueckes assen wir dort auch zu abend und fuhren erst in der Nacht zurueck nach Anda.

Am naechsten Morgen verabschiedeten wir uns vom Rainer, denn nun sollte es nach Camiguin gehen.

Und hier sind die Fotos: klick

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    Thanks for the info!!

    By the way, have you ever heard about yummy-cebu.com? I hear they just finished a new contest called Mama’s day out!

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