Banaue – Luzon

Beim Fruehstueck in der Green View Lodge sollte man  schon gegen 6.30 am Morgen sitzen, denn dann kommt die Sonne ueber die Berge und im Gegenlicht ist die Aussicht absoulut spektakulaer und fuer einen Fotographen ein Traum.  Das sollte weiter oben bei all den verschiedenen Viewpoints auch nicht anders sein und wir entschieden uns frueh loszufahren, was wir nicht bereuen sollten.  Die kurvenreiche Strecke in Richtung Bontoc ist hier in Banaue in einem sehr guten Zustand und wir fuhren die vier Kilometer den Berg hoch bis zum obersten Viewpoint. Der Blick auf die Reisterassen ist absolut atemberaubend,  aber was am schoensten war, war die Tatsache, dass durch die relative tiefstehende Morgensonne nur die Oberflaechen der Terassen in der Sonne lagen und der Rest im dunklen Schatten. Das Gruen der Reispflanzen leuchtete und funkelte im Gegenlicht  wie Smaragde der allerbesten Qualitaet. Es war absolut unbeschreiblich schoen. Diesen Anblick sollte sich jeder Besucher von Banaue goennen. Langschlaefer haben keine Vorstellung was sie hier versaeumen.  Leider  wurde die Belichtungsutomatik der Kamera mit den Kontrasten nicht fertig und ich musste  alles manuell belichten.  Mit den Resultaten war ich mehr als zufrieden und ihr koennt die Aufnahmen in der Galerie sehen.

So frueh am Morgen wird man auch nicht von Souvenir Verkaeufern gestoert. Die aelteren Igorots, die man sonst immer in ihrer heimischen Tracht an den Viewpoints sehen kann, schlafen wohl auch noch zu dieser fruehen Stunde.

Anschliessend fuhren wir weiter nach Norden – zirka 2 Kilometer – und besuchten das Native Village Resort. Allerdings ist es mit Ausnahme der Huetten,  die die Entwicklung der Ifugao Huetten  zeigen nicht weiter interessant. Da machte es dann schon mehr Spass den dort arbeitenden Holzschnitzern bei einer guten Tasse Kaffee fuer eine Weile zuzusehen.

Auf dem Rueckweg nach Banaue hielten wir an all den anderen View Points an und sahen nun deutlich den Unterschied bei den Reisterassen.  Im Tageslicht sind sie zwar immer noch wunderschoen, aber mit dem Morgenlicht laesst sich das ueberhaupt nicht vergleichen. Zudem machen nun die ganzen Andenkenlaeden auf und es sind auch mehr und mehr Touristen unterwegs.

Als naechstes stand dann ein Besuch von Tam-an Village auf dem Programm. Das liegt unterhalb vom Banaue Hotel. Eigentlich ist dieses Dorf schon etwas enttaeuschend, denn viele Haeuser sind nun normale philippinische und die drei uebrig gebliebenen Ifugao Huetten haben leider auch schon Wellblechdaecher bekommen. Das war den Abstieg mit den vielen Stufen nicht wert. Auf halbem Weg gibt es dann noch einen Laden in dem man typische Ifugao Schnitzereien und Webereien erwerben kann.

Anschliessend schwammen wir eine Runde im Pool mit etlichen russischen Touristinnen zusammen. Sie waren ganz nett und ohne ihre Maenner unterwegs. Die waren  zum Saufen in Manila geblieben.

An einer Tankstelle fanden wir dann noch eine lustige Toilette, die so richtig die „politische Situation“ im Lande wiederspiegelt.

Nach dem Mittagessen  im Las Vegas Inn (hier schmeckt die Gemuesesuppe) machten wir eine kleine Wanderung zum Guiob Pool etwa 4 Kilometer ausserhalb von Banaue in Richtung Banga-an. Unterwegs sahen wir auch hier recht schoene – eher versteckte – Reisterassen. Als wir am Pool ankamen waren einige Igorots dort aber leider so betrunken, dass wir uns innerhalb von wenigen Minuten wieder empfahlen. Betrunkene koennen manchmal ganz schoen aufdringlich sein und das moegen wir gar nicht.

Nach dem Abendessen in der Green View Lodge – die Gemuesesuppe dort ist ein Graus und ueberhaupt nicht zu empfehlen – liessen wir den Abend in netter Unterhaltung mit anderen Gaesten ausklingen.

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