Beeline 3. Teil

Meinem philippinischen Partner gefiel es nun ueberhaupt nicht, dass ich Cherry an die frische Luft gesetzt hatte und wir hatten eine Auseinandersetzung darueber. Meiner Argumentation der Verschwiegenheit wollte er nicht folgen, obwohl er als verheirateter Mann ja nun wirklich kein Kind von Traurigkeit war und gelegentlich auch auf etwas Diskretion angewiesen war um einen grossen Ehekrach zu verhindern. Erst spaeter lernte ich dazu, dass er ein Verhaeltnis mit ihr hatte und sie deswegen unbedingt behalten wollte. Ich gab nach und der erste Bruch war da, denn ich wollte solche Leute nicht einstellen.

Die naechsten Tage entwickelten sich sehr negativ mit Cherry, denn sie liess mich bei jeder Gelegenheit fuehlen, dass sie meinen Partner hinter sich wusste. Ich war auf Dauer aber nicht gewillt mir ihre Frechheiten gefallen zu lassen. Im Moment liess ich es aber darauf beruhen.

„Sekt“ der besonderem Art

Einige Tage spaeter hatten wir einen deutschen Gast, der hier lebte und sich mit einer kleinen Baeckerei etwas dazu verdiente, aber leider keine Ahnung vom backen hatte und dementsprechend wurde meine Hoffnung vernuenftiges Brot zu bekommen wieder zerschlagen, da ein Pinoy sein Brot backte. Wir backten zwar selbst, aber eben nur Mischbrot und einige andere Sachen waeren uns schon willkommen gewesen.

Der Baecker soff den ganzen Nachmittag und war gegen sieben Uhr stockbesoffen und ich wollte ihn eigentlich los haben, da ich keine Lust hatte, dass er die nun ankommenden Dinnergaeste beleidigte. Allerdings war er nicht gewillt zu gehen. Etwas spaeter verspuerte er ein menschliches Ruehren und pinkelte einfach an die Theke von seinem Stuhl herunter. Meine Leute mussten den Dreck aufwischen und irgend jemand verfrachtete ihn in eines der Zimmer oben. Auch die Pakete mussten aus seinem offenen Jeep geholt und verstaut werden, damit sie nicht weg kamen. Am naechsten Morgen geigte ich ihm aber ordentlich die Meinung. Er kam dann nicht mehr zu uns.

Selbst ist der Mann

Einer unserer Utility Boys namens Ronny versetzte unsere Kellnerinnen eines Nachts in helle Aufregung. Susan wollte sich noch Zigaretten kaufen nach Ladenschluss und sah ihn im Gastraum durch die Glastuere, als er eifrigst am onanieren war. Sie informierte die anderen Maedels und die kamen um auch zuzuschauen. Nachdem er fertig war, weckten sie mich auf um mir lautstark ueber das „Sexmonster“ ihr Leid zu klagen. Ich liess mich nicht weiter darauf ein, da sie schliesslich alle zugeschaut hatten und die Beschwerden erst nach der „Tat“ kamen. Fuer einige Wochen wurde das nun zum „Ritual“.  Ronny masturbierte und die Maedels schauten heimlich zu. Es hatte den Anschein, dass er wusste, dass die Maedels gafften. Als ich von dem „Ritual“ hoerte, knoepfte ich mir Ronny und die Maedels vor und beendete das Ganze mit einer Drohung des Hinauswurfes an alle Beteiligten, was den Maedels nicht gefiel, aber ich setzte mich durch. Damit waren die naechtlichen „Exzesse“ beendet.

Der Schuss im Ofen

Nonoy, einer der Hilfskoeche hatte eine Waffe und prahlte manchmal damit herum. Es war ein normaler 38er Colt „Made in Danao“, wo die ganze lokale illegale Waffenindustrie sitzt, die so ziemlich alles an tragbaren Feuerwaffen herstellte, was sich nur kopieren liess. Eines Tages kurz nach Feierabend – ich war schon im Bett – gab es Streit unter den Mitarbeitern und Nonoy fuchtelte mit seiner Knarre herum. Dabei bedrohte er wohl auch den Guard, und der versuchte ihm die Waffe abzunehmen. Ein Schuss loeste sich und durch die offene Tuere der Kueche krachte die Kugel durch die Glastuere in den Ofen, durchschlug auch die islolierte Blechwand hinten am Ofen und blieb in der Wand stecken. Ich war aufgewacht und als ich unten ankam, nahm ich die Knarre an mich und machte klar, dass Nonoy die Reperatur des Ofens bezahlen muesse. Als Alternative bot ich ihm eine Meldung bei der Polizei an und er zog es vor zu bezahlen. Die Waffe uebergab ich am naechsten Morgen Ric und der verwahrte sie, da ich keine Lust hatte, dass die Polizei in meinem Schrank eines Tages eine Pistole finden koennte.

Die Band streikt

Eines Tages gab es Krach in der Band. Der Schlagzeuger und der Bassist hatten sich in den Haaren und als ich dazu kam, lag der Bassist bereits auf dem Boden und der Schlagzeuger trat ihm wiederholt in die Rippen. Ich sprang dazwischen und versuchte den Drummer aufzuhalten, aber nun trat er nach mir und schrie, das er wohl keine Angst vor mir haette. Ich versuchte auf ihn einzureden, aber das war vergebliche Liebesmueh, denn nun begann er nach mir zu schlagen. Ich holte aus und landete einen perfekten Uppercut – da war wohl Glueck dabei – der den Schlagzeuger auf den Boden warf. Seine Freundin Shelly hielt den Drummer nun vor einer Ausweitung des Aergers zurueck, aber die anderen Bandmitglieder mit Ausnahme des Bassisten und Sologittaristen erklaerten sich solidarisch mit dem Drummer und packten ihre Sachen mit der Drohung nicht wieder zu kommen.

Am naechsten Morgen redete ich mit Junjun und Manny Bels und die meinten sie haetten bis zum Abend neue Musiker beinander. Natuerlich wuerden wir keinen Saxspieler wie Borge Macale mehr bekommen, denn der alte Mann war wohl der Beste weit und breit. Aber als der Abend kam, schlich die Band kleinlaut herein, denn sie hatten gehoert, dass wir andere Musiker verpflichten wollten und sie wuerden wohl einige Wochen ohne Arbeit sein, bis sie ein neues Engagement gefunden haetten. Der Drummer entschuldigte sich und die Sache war damit erledigt. Einen Streit dieser Art gab es danach nie mehr.

Fortsetzung folgt

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