Biak na Bato National Park – Bulacan

Im Osten von San Miguel an den Westhaengen der Sierra Madre auf Luzon findet man den nicht so sehr bekannten Biak na Bato National Park. Der Park ist nicht nur landschaftlich aeusserst reizvoll, sondern er hatte auch eine sehr interessante Geschichte aufzuweisen. Denn hier hatten die philippinischen Revolutionaere, die am Ende des 19. Jahrhunderts gegen die Spanier kaempften,  ihr Hauptquartier. Und es war hier, wo die Katipuneros die erste Philippinische Republik im Jahre 1898 beschlossen und die Malolos Verfassung unterschrieben wurde. Hier lebten sie in den Hoehlen – es gibt ueber 100 davon –  jagten in den Waeldern der Sierra Madre, tranken das Wasser aus den zahlreichen Quellen und bekaempften die spanischen Kolonialherren.

Als wir bei Daniel auf Besuch waren im letzten Jahr machten wir einen Tagesausflug dorthin.

Wir fuhren also am Morgen los um die 12 Kilometer von Daniels Haus zum Nationalpark zurueck zu legen. Die Strasse war in einem sehr maessigen Zustand und die Fahrt eigentlich mehr eine Hoppelei als eine vernuenftige Fahrt.

Der Eintritt in den Park betrug 30 Pesos pro Kopf und es gab dort nicht den sonst so haeufigen Unterschied zwischen lokalen Touristen und Auslaendern. Am Eingang hing eine grosse Karte des Parks, auf der man all die vielen eingerichteten Wanderwege sehen konnte. Wir suchten einen raus, den Daniel kannte und auf dem es viel zu sehen geben sollte.

Zuerst fuehrte der Weg ueber eine Haengebruecke ueber einen Flusse, der durch den gesamten Nationalpark in vielen Biegungen floss, und dem wir immer wieder begegnen sollten.  Der Wald, durch den wir wanderten war sekundaerer Wuchs, aber es hatten einige der alten Urwaldriesen ueberlebt, die bis zu 50 Meter Hoehe aufragten. Den ganzen Weg entlang hatte man immer wieder verschiedene Aussichten auf den Fluss mit vielen Stromschnellen, kleinen Wasserfaellen und gruenen Pools.

Wir wanderten zur Fledermaushoehle und auf dem Weg dorthin kamen wir an riesigen Kliffs vorbei und schliesslich auch zur Hoehle. Um in die Hoehle zu gelangen, musste man nun ueber grosse Felsbrocken hinweg klettern um dann im riesigen Eingangsportal der Hoehle zu stehen. Die Grotte hatte auch einen wesentlich kleineren „Hintereingang“. Neben der Bat Cave gibt es auch eine Aguinaldo Cave und etliche andere, von denen die meisten nicht einmal vernuenftig erforscht sind. Durch die Aguinaldo Cave fliesst auch ein unterirdischer Fluss.Eine weitere bekannte Hoehle im Park ist die Bahay Paniki Cave, deren Eingang so gross ist, dass eine grosse Kirche ohne weiteres samt Turm hinein passt.

Nach dem „Erforschen“ der Hoehle wanderten wir am Fluss entlang und machten an den verschiedensten Stellen Abstecher zum Fluss um uns alles anzusehen und natuerlich auch zu fotographieren. Leider machten die extremen hell-dunkel Unterschiede das Fotographieren sehr schwierig.

Ueberall im Park findet man Picknick Tische und Grillplaetze, so dass man hier einen schoenen Tag mit grillen, wandern, klettern und eben Spass im Wald verbringen kann. Wer den Park ausgiebig erforschen und alle Wege erwandern will,  sollte schon eine Woche Zeit mitbringen.

Nach einigen Stunden wanderten wir dann zurueck zum Eingang, wo wir einen Tricycle Fahrer mit einem lustigen T-Shirt trafen, den ich auch abgelichtet habe. Danach ging es dann wieder zurueck nach San Miguel.

Der Biak na Bato Park ist auch als Tagesausflug von Manila zu empfehlen mit einer Fahrzeit von ca. 2 Stunden bis zum Nationalpark.

Zu den Fotos:


Biak Na Bato Cave, San Miguel, Bulacan, Philippines in Philippines

Das ist ein 360 Grad Panorama der Aguinaldo Cave. Einfach die Maus auf dem Bild nach rechts oder links ziehen. Oder ueber den Kontrollknopf links oben bedienen.

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