Biliran 1. Teil

Wir sind nach Biliran von Tacloban aus angereist. Die Landschaft ist bis Carigara eher ein bisserl langweilig, brettleben und viele Palmen. Hinter Carigara machten wir halt um etwas im „Bambus Cafe“ an der Strasse zu trinken. Dort trafen wir einen jungen Mestizo – der Vater war Amerikaner gewesen – und der 14  Jaehrige arbeitete nun in diesem Cafe, das – wie so oft – auch als Videoke in der Nacht dient. Meine Frau unterhielt sich laenger mit ihm und es stellte sich heraus, dass sein Vater seine Mutter verliess, nachdem sie schwanger geworden war und sich nie um ihn gekuemmert hatte. Nun hatte er nicht mal die High School fertig gemacht und muss arbeiten um zu ueberleben.Es war schon ein trauriges Schicksal, das der junge Mann hatte.

Spaeter wird es aber landschaftlich sehr viel interessanter mit den Bergen vom noerdlichen Leyte und hin und wieder erhaschten wir auch einen ersten Blick von Biliran mit seinen doch recht hohen Bergen. Nachdem wir etliche Kilometer auf einer sehr kurvenreichen Strecke gefahren waren, erreichten wir eine Bruecke und diese fuehrte rueber nach Biliran. Leider war das Fotographieren erschwert wegen der sehr dicken Telefon -und Stromleitungen, die wie immer auf der Seite mit dem schoenen Ausblick verlegt waren. So war ein bisserl klettern angesagt um einige brauchbare Bilder zu bekommen.

Von der Gemeinde Biliran fuhren wir dann weiter nach Naval, wo wir in der TJ Lodge eincheckten. Dort gab es sehr schoene grosse Zimmer mit TV und Klimaanlage  fuer nur 450 Pesos.

Zum Abendessen fuhren wir dann zu Marvins Beach House, das ein wenig ausserhalb von Naval liegt. Das Angebot auf der Speisekarte war reichlich und das Essen recht ordentlich. Auch die Preise fuer Zimmer sind ok und morgen werden wir wohl umziehen, da es uns dort am Meer doch besser gefiel. Wir hatten im Garten gerade zu essen begonnen  als urploetzlich ein Gewitter zuschlug. Unsere Tischdecke flog und mit ihr unser Essen, das nun  im Dreck lag. Wir rannten ins Hotel und wurden pitschnass auf den paar Metern. Der Wind zerstoerte auch den Windschutz im Garten. Es war wie ein „Mini Taifun“. Nach 30 Minuten war der Zauber vorbei.

Wir bestellten neu und konnten diesesmal im Restaurant drinnen zu Ende essen. Nach dem Essen bezahlten wir und mussten leider auch das „fort geblasene Essen“ bezahlen.

Anschliessend fuhren wir zurueck zu unserer Pension, wo ich dann noch ein wenig an meinen Reiseberichten schrieb.

Am Morgen fuhren wir zu allererst zum Capitol um uns zu informieren was so alles geboten wird auf Biliran. Das Tourismus Buero findet man im 2. Stock eines Nebengebaeudes. Leider war kein Angestellter  da und so bekamen wir nur zwei Karten und ein paar Broschueren in die Hand gedrueckt. Auf unsere Fragen kamen dann auch teilweise falsche Auskuenfte insbesondere bezueglich Fahrzeiten und Strassenzustand. Guides findet man fuer 300 Pesos pro Tag in der Touristenabteilung von NIT – eine Schule – in der eben auch touristische Berufe gelehrt wurden.

Wir fuhren also los auf der zentralen Strasse, die die Insel in zwei Haelften teilt,  in die Berge hinein zur Ostkueste nach Caibiran. Das erste was uns auffiel waren die zahlreichen Reisterassen. Sicherlich sind das  die schoensten Reisterassen der Philippinen nach denen in den Kordilleren. Die Strasse war auf den ersten 10 Kilometern noch betoniert und wurde dann zur Piste,  die zum Teil in sehr schlechtem Zustand war. Viele Schlagloecher und tiefe Rinnen machten das Fahren schwierig und die grossen Steine ruettelten uns ordentlich durch.

Unser erster Stop war dann bei den Tinago Falls (die in Iligan sind schoener) und wir waren schon etwas geschockt, als wir sahen wie die Faelle „ueberentwickelt“ worden waren. Betonierte Treppen in Ueberbreite, Guardhouse und Sesssion Hall, betonierte Tribuenen neben dem Fluss; wofuer das alles? Keine Ahnung wofuer, es gab sogar einen betonierten Watch Tower zum ansehen des Wasserfalles. Es war gar grauslich was mit der Natur hier gemacht worden war. Im Tourismus Office sprach man von einem Eco-park, aber von Eco keine Spur. Die Natur wurde regelrecht „vergewaltigt“ hier. Der ca 20 Meter hohe Wasserfall ist aber sehr schoen und im Pool unter dem Fall kann man klasse schwimmen. Die Wasserqualitaet ist auch sehr gut.

Danach ging es weiter zu den Mainit Hot Springs, die vor etlichen Jahren auch mal entwickelt worden waren. Allerdings hat man wohl aus mangelndem Zuspruch die Maintainance eingestellt und so sieht das alles ein wenig vergammelt  aus. Der Schwefelgeruch in der Luft gehoert dazu, aber es bildete sich auch ueberall brauner Schaum unterhalb der heissen Quellen. Wir waren die einzigen Besucher was auch verstaendlich war, da die Quellen letztendlich doch nichts Besonderes waren.

In Caibiran versuchten wir zu essen, aber die beiden existierenden Carenderias in der Naehe vom Terminal hatten nichts mehr. (Man sollte vor 12 Uhr da sein, sonst faehrt man „hungrig“ weiter.)

Fortsetzung folgt

Zu den Fotos bitte hier klicken

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