Biliran 2. Teil

Von Caibiran ging es weiter nach Looc und dort fanden wir dann einen Mangroven Trail zum anschauen und „erwandern“. Der Trail duerfte so einen guten halben Kilometer lang sein und fuehrt durch die Mangroven ins Meer und dann wieder hinein in den „waessrigen Wald“. Dazwischen gibt es genug Moeglichkeiten sich hinzusetzen in einem waiting shed um die Ruhe zu geniessen, die nur vom gelegentlichen Geschrei eines Tokee unterbrochen wurde. Allerdings fiel mir auf, dass es fast keine Voegel gab.  (Ueberall in Biliran war der Mangel an Voegel gegenwaertig, es gab schon einige, aber nicht viele)

Dort lernten wir dann auch nach der Rueckkehr vom „walk“ einen Deutschen kennen, der seit 2006 mit einer Pinay aus der Gegend verheiratet war und dort gerade Urlaub machte. Wir unterhielten uns fuer eine geraume Zeit und trennten uns dann wieder mit dem Versprechen Kontakt zu halten.

Unser naechster Stop waren dann die Kasabangan Falls und auch dort gab es jede Menge Beton, allerdings nicht auf der Zufahrtstrasse, die man nur mit Allrad befahren konnte. Hier hatte man zwei Tribuenen errichtet, der Fluss fliesst dazwischen durch.

Bei den Kasabangan Falls handelt es sich um einen vielleicht 8 Meter hohen Hauptfall und darunter einigen kleineren Faellen und Stromschnellen, auch sehr nett anzusehen, waere nicht wieder die Vergewaltigung der Natur gewesen.

Mittlerweile war es nach vier Uhr nachmittags geworden und ausser in den verhangenen Bergen hatten wir keine Regen gehabt. Wir sind dann wieder ueber Biliran nach Naval zurueck gefahren und hatten damit die Suedhaelfte der Insel umrundet. In naval gab es dann endlich ein verspaetetes Mittagessen oder ein etwas vorgezogenes Abendessen. Und Stromausfall hatten wir auch.

Im uebrigen findet das Leben zu 95% an der Kueste statt. Das Innere Bilirans ist unberuehrt, wenn man von der Strasse zwischen Naval und Caibiran absieht. Berge, Waelder, Fluesse und – man glaubt es kaum – elf Wasserfaelle. Fuer Naturliebhaber also allererste Sahne, wenn man zu den unerschlossenen Naturschoenheiten wandern moechte.

Am naechsten Tag  fuhren wir zuerst  zu den Iyusan Reisterassen hoch. Bei einer Kirche der Filipinistas musste man von Naval kommend nach etwa acht Kilometern rechts abbiegen und es geht dann fuer etwa sieben Kilometer den Berg hoch, bevor man an einem „waiting shed“ links abbiegt und dann schon die ersten Reisterassen sieht. Aber lange bevor man Iyusan selbst erreicht sieht man dann schon viele schoene Terassen, die sich entlang der Huegel hinziehen. Diese Terassen haben alle Erdwaelle und der Erhaltungszustand war gemischt. Manche Terassen war sehr gepflegt, andere am Rande des Zerfalls. Man sah alle „Stadien“,  von neu gepflanzt bis voll im Wuchs und schon wieder geerntet. Es ist also nicht so wie in den Kordilleren, dass die Terassen alle zu einer bestimmten Jahreszeit gruen sind.

Danach fuhren wir zurueck zum „waiting shed“ um dann weiter den Berg hoch zu fahren, denn dort oben findet man noch die Kinaraha Wasserfaelle. (aufpassen es kommt eine Weggabelung hier die linke Strasse nehmen)

Im Dorf Sampao muss man dann sein Auto parken (die meisten werden wohl mit einem Habal Habal hier hoch kommen) und dann zu den Faellen hinlaufen. Der Abstieg ist truegerisch und wenn es geregnet hat, dann wird es eine „Non Stop Rutschpartie“ bis zum Fluss hinunter. Auf dieser Art von lehmiger Erde kommt man schneller ins Rutschen, als man sich vorstellen kann.

Anschliessend fuhren wir zurueck zum Highway um in einem der beiden Resort bei Almeria zu mittag zu essen. Dabei stellte sich heraus, das das Talahid Resort ueberhaupt kein Restaurant hat und das Agta Resort keines mehr.(im Jens Peters steht noch drin mit Restaurant)

Auf der Runterfahrt von Sampao hat man einen fantastischen Blick ueber verschiedene Reisterassen bis hinunter zum Meer.

Daher fuhren wir gezwungener massen nach Naval zurueck, da es in ganz Almeria auch sonst nichts gab, noch nicht mal eine Carenderia.

Nach dem essen im Marvin’s fuhren wir dann nach Almeria zurueck, da wir mit dem Boot nach Higatangan Island wollten.

Wir verhandelten mit den Bootseigentuemern und die wollten 3000 Pesos fuer den 45 Minuten Trip haben. Das fanden wir nun  nun total ueberteuert, insbesonders da der Spritverbrauch hin und zurueck keine zwei Gallonen erreichte und damit so knappe 2500 Pesos Entlohnung fuer Boot und Operator uebrig geblieben waeren und wir fuer laengere Fahrten in Samar noch nicht mal die Haelfte gezahlt haben. Die Bootseigentuemer bestanden aber auf dem Preis und so wurde nichts daraus. Eine Frau am Pier sagte uns auch, dass deswegen die Haelfte aller Urlauber, die hier fragen keine Boote mieten, weil die so teuer seien. Nun wer nichts verdienen will der hat wohl schon genug.

Wir fuhren dann noch die paar Kilometer nach Kawayan hoch, aber da gibt es nichts besonderes zu sehen. Von Kawayan aus kann man dann auch Marapipi sehen.

Am spaeten Nachmittag waren wir dann wieder in Naval.

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