Biri – Samar

Auf der Insel Biri im Norden von Samar – Ausgangspunkt fuer diesen Trip ist Lavezares – gibt es fantastische Felsformationen, die wir unbedingt sehen wollten. Allerdings sind diese Formationen fast nur vom Meer her erreichbar; es soll aber bei Ebbe moeglich sein auch von der Insel Biri aus zu Fuss hinzukommen. Wir mieteten ein Boot in Lavezares nicht nur um nach Biri zu fahren, sondern eben die Formationen auch auf dem Seeweg anzugehen. Ausserdem hatten wir Flut und der Landweg von Biri aus waere nicht moeglich gewesen. Die Miete fuer das Boot hin und zurueck einschliesslich vier Stunden Aufenthalt betrug 1100 Pesos und hielt sich in Grenzen, wenn man in Betracht zieht, dass es eine fast zweistuendige Anfahrt ist.

An der Hafenausfahrt von Lavezares ueberrascht einen erst mal die „White Lady“ oder war es der „White Gentleman“? So ganz schluessig bin ich mir da bis heute nicht. Auf jedenfall ist die Statue von Kopf bis Fuss weiss und reicht einem scheinbar Ertrinkendem die Hand. Aber wer wer ist? Gute Frage, vielleicht weiss ein Leser die Antwort.

Das Boot tuckerte vor sich hin, es war nicht schnell aber relativ gross und geraeumig, so dass das Fotographieren nicht zum Balanzierakt zwischen Baenken und dem Wasser wurde. In der Naehe der vorgelagerten Inseln und damit auch Biri, war das Wasser zum Teil seicht genug um bis auf den Grund zu sehen. Dort gab es sehr schoene Korallenfelder und da wuerde sich wohl auch das Tauchen und Schnorcheln lohnen. Leider gibt es keine Tauchbasis.

Unweit von Biri liegt das Barangay Santo Nino, das durch einen Meeresarm in zwei Teile geteilt wird. Der „Verkehr“ wird durch Barutos aufrecht erhalten zwischen den beiden Teilen des Dorfes. Es gibt dort auch einen Resort namens Blue Water, der vom Meer aus gesehen recht ordentlich aussah. Leider konnte unser Bootsmann auch nichts naeheres dazu sagen. In Santo Nino legten wir an um Benzin nachzukaufen. Warum der Bootsmann sich nicht in Lavezares zu billigeren Preisen eindeckte, war uns ein Raetsel. Denn hier kostete die Gallone immerhin 280 Pesos, also gute 70 Pesos der Liter. Wir fuhren weiter in den Norden der Insel und hier machte sich die Naehe der San Bernadino Strait deutlich bemerkbar. Es gab sehr starke Stroemungen und viele kleine Strudel sowie eine schoene Duenung.

Am Anfang sind die Felsgrruppen und Formationen nicht so begeisternd, aber je weiter man in Richtung der San Bernadino Strasse kommt, um so verrueckter und ausgefallener werden die Formationen. Gesteinschichtungen in allen Formen, Farben und Neigungen einschliesslich Wellen und Kreise praegen die Oberflaeche der Felsen. Aehnliches hatten wir zwar auch in Caramoan gesehen, aber bei weitem nicht so toll und ausgepraegt. Einige der Schichten drehten sich wie eine Spirale, andere formten flache Inseln, die wie Blauwale aussahen, wieder andere hatten eher die Form von Pottwalen. Einige waren mit Gestruepp bewachsen und gelegentlich auch mit der „beruehmten einzelnen Palme“ aus den Witzzeichnungen von Schiffsbruechigen. Es war eine einzige verwirrende Welt von Felsen.

In den Klippen nisteten viele Moewen und andere Seevoegel und es war teilweise ein Riesengeschrei von all den Voegeln.

Nach einiger Zeit des „Erforschens“ der Klippen und Inseln, mussten wir uns leider auf den Rueckweg machen, denn am Himmel tauchten drohende Wolken auf und wie ich ja noch vom Vortag wusste, kann es ganz schnell zu einem „Subasco“ kommen. Und es kam auch wie es kommen musste, der Gewittersturm erwischte uns auf halbem Weg zurueck. Gluecklicherweise waren wir bereits innerhalb der Inseln, sonst haetten wir wesentlich hoeher Wellen bekommen als die, die wir eh schon hatten. Die haben meiner Frau gereicht, fuer mich persoenlich war es aber noch okay.

Jeder der den Norden Samars besucht sollte auf keinen Fall die Felsen von Biri auslassen. Aber auch die Kuestenstrasse nach Catarman ist sehr schoen mit einer fantastischen Landschaft und vielen netten Straenden.

Zu den Fotos hier klicken

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1 Comment
  • Lars Steffen
    Reply

    Das Blue Water Resort gehört Arthur einen Australier.Netter Kerl aber schwer zu verstehen..komisches Aussie Englich.Ist im übrigen ein Verwadter meiner Freundin.

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