Boracay – Panay

Boracay ist und bleibt eines der beliebtesten Reiseziele auf den Philippinen. Als die Insel in den spaeten 70er jahren von europaeischen Backpackern entdeckt worden war, wurde sie sehr lange als Geheimtip gehandelt.  Bedauerlicherweise blieb es nicht so, da immer mehr Reisefuehrer die Insel in ihr Programm aufnahmen und bereits in den spaeten 80er Jahren war alles sehr kommerziell auf Boracay geworden. Auch die Pinoys begannen ihr eigenes Land zu entdecken, und der lokale Tourismus stieg in unerwartete Hoehen. Natuerlich wurden mehr und mehr Hotels gebaut und namhafte Hotelketten begannen sich fuer die Insel zu interessieren und auch zu bauen. Heute ist der „White Beach“ zugebaut und selbst ausserhalb der Saison ist ziemlich viel los.

Wir flogen im Oktober 2007 nach Boracay, weil ein Freund aus Deutschland mit seinen Kindern kommen wollte und unbedingt einen Teil seiner Zeit auf Boracay verbringen mochte.  Unser Flug ging von GenSan via Manila nach Kalibo und dort kamen wir nach 16 Uhr an. Wir nahmen den naechsten Van nach Caticlan und setzten dann von dort auf Boracay ueber. Dafuer bezahlten wir einschliesslich der Bootsfahrt 200 Pesos pro Kopf. Am Pier wurden dann noch Umweltschutzgebuehren und Terminalfee verlangt. Knapp ueber 100 Pesos pro Person sind das zusaetzlich gewesen. Um 7.15 am Abend waren wir dann auf Boracay angekommen.

Da wir keine Lust hatten abends lange nach einem Hotel zu suchen, haben wir uns erstmal im Boracay Holiday Inn einquartiert. Dort kostete das Doppelzimmer 2000 Pesos mit Klimaanlage, TV, Bad mit heissem Wasser usw. Auch die Benutzung des  Swimmingpools war im Preis inbegriffen. Das Abendessen nahmen wir im Hotel zu uns. Nach einem kleinen „Nachtschwimmen“ im Pool verschwanden wir gegen 11 Uhr auf unseren Zimmern.

Am naechsten Morgen zog ich nach dem Fruehstueck gegen 9 Uhr los um etwas am Strand zu suchen. Wir wollten ja am Wasser sein und nicht kilometerweit zum Strand laufen. Da mein Freund am spaeten Nachmittag ankommen wollte, suchte ich ja nicht nur was fuer uns und die Kinder, sondern auch fuer ihn. Das war aber gar nicht so einfach. Wir wollten eine Woche bleiben, aber kein Hotel oder Resort wollte eine Zusage fuer eine Woche machen. Die grossen Hotels hatten zwar Zimmer frei, aber deren Preise wollten wir nicht bezahlen. Schliesslich wurde ich im La Reserve fuendig. Sehr zentral gelegen direkt am Strand hatten sie nicht nur nette Cottages, sondern auch noch akzeptable Preise, da es ja Nebensaison war. Dort mietete ich also ein normales und ein groesseres Deluxe Cottage fuer 66 bzw. 99 Dollar pro Nacht.

Gegen 12 Uhr zogen wir dann um vom Inneren der Insel direkt an den white Beach. Die Lage des Resorts war ideal:  In drei Minuten waren wir in der D’Mall und ueberall gab es Bars und Restaurants, so dass man gar nicht wusste, wo man essen sollte. Die Auswahl war gigantisch. Am ersten Abend trafen wir uns auch mit Dani, einem Mitglied in unserem Philippinenforum und hatten ein gutes Dinner im Steakhaus mit angenehmer Unterhaltung den ganzen Abend.

Am spaeten Nachmittag war auch mein Freund mit seinen beiden Kindern angekommen und war sehr zufrieden mit der Wahl des Resortes. Allerdings waren die von der Reise etwas muede gewesen, so dass unser Treffen mit Dani nicht den Ablauf stoerte.

Am naechsten Tag machten wir eine Bootsfahrt mit Schnorcheln und waren den ganzen Nachmittag unterwegs gewesen. Leider gab es nur viele kleine bunte Fische zu sehen, die grossen machten sich rar. Nach der Bootsfahrt gingen wir ins Jonahs, deren Shakes sollten angeblich die besten der ganzen Philippinen sein und das waren sie in der Tat. Ein Besuch bei Jonahs ist ein absolutes Muss fuer jeden Boracay Besucher. Wir testeten in den naechsten Tagen die verschiedensten Restaurants einschliesslich Aria und den Griechen hinter dem Strand, aber das Don Vito sollte unser Favorit werden. Da gab es ausgezeichnete italienische Kueche und Life Entertainment jeden Abend vom feinsten. An einem anderen Abend kauften wir etliche Kilo lebende Langusten fuer 600 Pesos das Kilo und liessen die in einem der kleinen Restaurants hinter der D’Mall fuer 100 Pesos „cooking charge“ mit Knoblauchbutter zubereiten. Ein Gedicht kann ich euch sagen.

Tagsueber nuzten insbesondere die Kinder die verschiedenen Sportmoeglichkeiten mit Segelboot, Bananaboat Ride und Parasailing. Beim Jetski fahren gab es fast einen Unfall und die Meute waere um ein Haar ins Wasser gefallen. Aber es ging alles gut.

Wir genossen unsere Urlaubstage sehr auf Boracay und nur all zu schnell war die eine Woche vorbei und wir mussten uns auf die Heimreise machen. Leider hatten wir einige Verspaetungen auf der Rueckreise und der Flug nach Manila war extrem unruhig. Die kleine Maschine wurde von Turbolenzen gebeutelt so dass etliche Passagiere luftkrank wurden. Brechbeutel wurden fleissig benutzt.

Der Heimflug von Manila nach GenSan war wesentlich ruhiger aber durch die Verspaetungen war es dunkel geworden, als wir zu Hause ankamen.

Boracay ist sicherlich unterhaltsam fuer den der Trubel mag. Ich persoenlich bevorzuge eine ruhigere Insel, den Kindern gefiel es sehr gut. Aber fuer eine Woche kann man Boracay auch als Liebhaber einsamer Straende geniessen.

Zu den Fotos:

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