Camiguin 3. Teil

Am naechsten Morgen stand eine Rundfahrt um die Insel auf dem Programm um eben einige der Schoenheiten der Insel zu sehen. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck im Resort brachen wir auf und unser erster Stop war am Sunken Cemtery einige Kilometer hinter Yumbing. Die alte Hauptstadt von Camiguin zusammen mit dem Friedhof versank hier waehrend eines Ausbruches des Mount Vulcan im Jahr 1871. In den folgenden Jahren konnte man die alten Graeber und auch Reste der Haeuser bei Ebbe sehen. 1951 brach Mount Vulcan erneut aus und verschuettete die Ueberbleibsel, so dass die Graeber und die Reste der Town nun von etwa 20 Fuss Lava bedeckt sind. 1982 wurde an der Stelle ein grosses Gedenkkreuz im Meer errichtet. Auf den nahen Mount Vulcan fuehren nun Treppen mit den 12 Stationen des Kreuzes und jedes Jahr an Ostern pilgern zehntausende von Filipinos auf die Insel um die 64 Kilometer lange Rundstrasse zu laufen und zum Abschluss den Kreuzweg am Mount Vulcan zu begehen. Besondere „Buesser“ rutschen den Kreuzweg auf Knien hoch. Waehrend der Osterwoche ist es unmoeglich auf Camiguin eine Unterkunft ohne Reservierung zu bekommen.

Nur einige Meter weiter finded man die alte San Roque Kirche, die beim gleichen Vulkanausbruch zerstoert wurde und heute mit zu den interessantesten Ruinen der Philippinen gehoert. Man kann die Ueberreste der Kirche mitsamt Turm und Nebengebaeuden bestaunen, die zum Teil vom Mauerwerk her noch recht gut erhalten sind. Deutlich kann man den bautypischen Erdbebenbarock erkennen, den man auch bei vielen anderen alten spanischen Kirchen sehen kann. Was die ganze Besichtigung dort interessant macht ist die Kirche in der Kirche. Die dort lebenden Menschen haben naemlich in den Ruinen eine kleine Kirche erbaut, in der auch heute noch Gottesdienste abgehalten werden.

Ein paar Kilometer weiter muss man dann rechts abbiegen um den etwa drei Kilometer entfernten Soda Swimmingpool zu erreichen. Eine Sodaquelle wurde dort gefasst und das Wasser in einen Pool geleitet in dem man ganz toll baden kann. Die im Wasser enthaltene Kohlensaeure perlt dann so richtig auf der Haut; sozusagen ein echtes Sprudelbad!

Bei der Weiterfahrt kommt man dann zu den Sto. Nino Cold Springs. Auch hier wurden Quellen in einen Pool geleitet, in dem man sich in sehr kuehlem Wasser erfrischen kann. Wir haben allerdings auf einen Besuch verzichtet.

Auf der Weiterfahrt kann man um diese Jahreszeit in der Gegend von Catarman und Sagay tolle Landschaften sehen, wie zum Beispiel ausgetrocknete Fluesse und auch steinige schoene Kiesstraende mit einem seht guten Blick nach Mindanao.

In Guinsiliban findet man hinter der Schule einen alten Moro Wachturm, der in alten Zeiten dazu diente nach pluendernden Piraten Ausschau zu halten. Interessant ist hier die Gestaltung der Treppe in einer Ecke des Turmes mit gutem Blick auf das Meer. Sven stieg die alten rutschigen Treppen nach oben und spielte fuer ein Weilchen einen Waechter.

Hinter Guinsiliban findet man wunderschoene alte Mangroven in der Naehe des Strandes. Die meisten dieser maechtigen alten Baeume wurden leider gefaellt, da das sehr harte Holz begehrt war. Es wurde zwar in den letzten Jahren ueberall im Land wieder aufgeforstet, aber solch alte Baeume findet man dann doch sehr selten.

Einige wenige Kilometer weiter kommt man dann an eine Lagune. Die Strasse fuehrt ueber einen Damm der die Lagune vom Meer trennt. Auf der inneren Seite der Lagune findet man ein ausgezeichnetes Seafood Restaurant „Fish Pen“ genannt. Die Auswahl an allen Arten von Fisch und Meeresfruechten ist traumhaft und die verschiedenen Zubereitungsarten sind sehr lecker und das Restaurant bietet einen herlichen Blick ueber die Lagune. Wir assen unter anderem einen ueber zwei Kilo grossen Mamsa, der ganz selten in Restaurants angeboten wird und mit zu den besten Speisefischen im Land zaehlt.Die Preise sind guenstig und es schmeckt.

Auf dem Weg zurueck nach Mambajao steht ein alter maechtiger Balete Baum am Meer der die Uferstrasse beschattet und durch seine Groesse besticht. Es handelt sich wohl um den aeltesten Baum auf Camiguin, obwohl der dem alten Balete Baum bei Kanlaon City auf Negros keine Konkurrenz machen kann.

Unser naechster Stop war am Macaw Pool, einem Swimmingpool der von einer stark mineralhaltigen Quelle gespeist wird. Das Wasser ist sehr blau und wirk manchmal schon unecht in der Farbe. Macaw Cold Springs ist ein beliebter Ausflugsort fuer die einheimische Jugend.

Eines der sehenswertesten Ziele in Mambajao ist der Katibawasan Fall ein zirka 80 Meter hoher Wasserfall, der ueber eine Felskante hinweg frei in einen Pool am Fuss der Felswand faellt. Im November letzten Jahres haben allerdings heftige Regenfaelle zu grossen Erdrutschen gefuehrt, die den halben Pool verschuettet haben. Man ist dabei die Schaeden zu beseitigen, aber es wird wohl noch ein Weilchen dauern bis die Infrastrukteur bei den Faellen wieder in Ordnung ist. Aber ein Besuch des Falles lohnt sich in jedem Fall.

Mit diesem letzten Ziel des Tages war auch unsere Rundfahrt beendet. Wir hatten uns nicht alles angesehen, da die Zeit nicht reichte. Es gibt ja noch einiges mehr wie z.b. die Tuwason Faelle und Ardent Hot Springs, wo man hervorragend in 38 Grad warmem Wasser baden kann. Auch das Hochtal unterhalb der Tres Marias ist sehr interessant und sehenswert.

Am Abend waren wir bei einem Mitglied des PFD sowie Schweizer Forums zum Dinner eingeladen und als wir das Haus von Lo Svevo (so nennt er sich im PFD) erreichten wurden wir freundlichst begruesst. Er hat zwei Cottages zu vermieten und wenn man oben am Pool sitzt sieht sein Haus fast nur wie ein drittes Cottage aus. Aber wenn man das Haus betritt und ein Stockwerk tiefer geht, kommt man in einem riesigem Wohnzimmer an mit offener Seite zum Meer. Das Haus ist sicherlich eines der eindrucksvollsten Haeuser, die ich auf den Philippinen gesehen habe und wer nach Camiguin kommt, sollte sich mit Lo Svevo gut stellen um eingeladen zu werden. Die Lage am Hang, der herrliche Blick und der balinesische Stil machen das Haus zu einem sehenswerten Objekt.

Das Essen war ausgezeichnet und wir verbrachten einen sehr netten Abend bei guter Unterhaltung mit Lo Svevo und seiner Frau. Ich moechte mich hier an dieser Stelle auch im Namen meiner Begleiter noch einmal recht herzlich bedanken.

Nach der Ankunft im Resort unterhielten wir uns noch eine Weile bevor wir alle doch relativ frueh zu Bett gingen.  Fuer morgen war dann ein Ausflug nach Mantigue Island und White Island geplant.

Zu den Fotos geht es hier:

Fortsetzung folgt

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