Camiguin 4. Teil

Am naechsten Morgen schien eine strahlende Sonne und nach einem spaeten Fruehstueck machten wir uns auf die Socken und fuhren nach San Roque in der Naehe von Benoni um einen Ausflug nach Mantigue Island zu machen. Mantigue Island – auch als Magsaysay Island bekannt – ist ein Naturschutzgebiet und liegt nur wenige Kilometer vor der Kueste Camiguins. Mantigue ist gerade mal 4 Hektar gross und in 20 Minuten kann man locker um die Insel herumwandern. Aber es gibt dort eben herrlichen, pulverfeinen weissen Sand, der perfekt zum baden und schwimmen ist.  Zudem ist Mantigue ein Paradies fuer Schnorchler und Taucher mit einer herrlichen intakten Korallenwelt.

Als wir in San Roque ankamen glitzerte und funkelte das Meer in der Sonne und die Farben des Himmels und der See waren von einem fast schon unirdischen blau. Jede Verwendung von Polfiltern beim Fotographieren  war ueberfluessig.

Die Ueberfahrt kostete 550 Pesos hin und zurueck einschliesslich 4 Stunden Aufenthalt. Der Preis wurde vom Department of Tourism festgelegt um die sonst so haeufige Touristenabzocke wie am Lake Taal oder bei den Pagsanjan Faellen im Keim zu ersticken. Die Boote werden von einem Typ zugeteilt, so dass jeder regelmaessig dran kommt und alle die gleiche Anzahl Fahrten bekommen. Finde ich fair und gut organisiert.

Wir bekamen unser Boot und bezahlten und dann ging die Ueberfahrt los. Die Wellenbildung war trotz des Nordostmonsuns nur sehr maessig und es spritzte nicht einmal, wie es sonst so haeufig in den kleinen Bankas vorkommt. Die Fahrt dauerte gute 20 Minuten und wir landeten im pulverfeinen Sand der Koralleninsel. Auf der Insel selbst gibt es eine Rangerstation und einen kleinen Laden, wo man Essen und trinken kann. Der Eintritt betrug 20 Pesos pro Kopf ohne den sonst so haeufigen Aufschlag fuer Auslaender in Naturschutzgebieten.  Wir tranken erstmal eine Cola und unterhielten uns eine Weile mit den Leuten auf der Rangerstation. Es kommen im Durchschnitt 20 – 100 Menschen taeglich nach Mantigue Island je nach Saison und Wetter. Die Insel ist also auch an gut besuchten Tagen nicht ueberlaufen.

Anschliessend wanderten wir um die Insel herum. Auf der Nordseite leben noch etwa 22 Familien, die aber nach und nach umgesiedelt werden, da jede Art von Umweltverschmutzung vermieden werden soll. Vor einem Jahr waren das noch ueber 40 Familien. Zudem gibt es kein Wasser auf der Insel, es muss also alles gebracht werden. Die Regierung gibt den umgesiedelten Familien Land und Material zum Hausbau sowie 50000 Pesos in bar um wieder auf die Beine zu kommen.

Die Rundwanderung war bald beendet und ich machte noch einen kurzen Ausflug in den Wald. Anschliessend sassen wir noch an einem der Tische und unterhielten uns oder zogen zwischendurch wieder mal los um dieses oder jenes nochmal zu sehen. Was auffaellt, es gibt auf der Insel noch keine Palmen, aber die wurden bereits gepflanzt, so dass der „Suedsee-eindruck“ in einigen Jahren vollkommen sein wird.

Gegen drei Uhr nachmittags fuhren wir zurueck nach Camiguin.

Unser naechstes Ziel war White Island, eine grosse Sandbank aus weissem Korallensand vor der Kueste von Agoho auf Camiguin. Wer sich gerne sonnt, schwimmt oder schnorchelt ist dort sicherlich gut aufgehoben. Aber Vorsicht, es gibt keinen Schatten auf der „Insel“ und es kann insbesondere am fruehen Nachmittag sehr heiss werden. Deswegen waehlte ich auch die spaeten Nachmittagsstunden um hinzufahren.Diese Insel hat nie die gleiche Form und ist manchmal wie in C geformt, manchmal auch wie ein I mit den Querstrichen und manchmal bei Flut auch geteilt. An der Nordseite findet man eine kleine Lagune, die dem Meer zu von Riffen abgeschlossen ist, so dass dort auch bei hoeherem Wellengang das Meer spiegelglatt ist.

Wir mieteten ein Boot im Caves Dives Resort und bezahlten fuer Hin und Rueckfahrt 400 Pesos. Nachdem wir nicht vorhatten so lange zu bleiben, beschloss der Bootsfuehrer auf uns zu warten. Ueblicherweise aber wird man hingebracht und dann zu einer vorher ausgemachten Zeit wieder abgeholt.  Auch hier wird ein Eintritt von 20 Pesos pro Kopf  kassiert.

Wir stromerten ueber die Insel, machten viele Fotos und Sven, der sich entschlossen hatte barfuss zu laufen, bekamm einige kleine Schnitte von den wenigen scharfen Korallenstuecken, die man ab und zu im weissen Sand finden kann.

Anschliessend unterhielten wir uns noch eine Weile mit den Caretakern.

Als ich 2006 zuletzt auf der Insel war, gab es etliche provisorische „Gebaeude“ wo man auch mal ein Bier trinken konnte, aber heute ist die Insel geraeumt und das ist gut so. So bleibt uns White Island sicherlich noch lange in seiner heutigen schoenen Erhaltung.

Unser Abendessen gab es am heutigen Tag bei Pedros, da wir einstimmig der Meinung waren, dass es dort am besten schmeckt. Anschliessend waren wir noch ein Weilchen im dunklen Stadtpark am Meer bevor wir wieder in den Resort zurueck kehrten. Dabei entstand ein sehr lustiges Foto von Sven und meiner Frau.

Zu den Fotos ab Seite drei hier klicken.

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    mal wieder ein wunderschoener Bericht von Kay und eine hervorragende Werbung fuer Camiguin, der wohl freundlichsten Insel der Phils.

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