Camiguin 1. Teil

Viele Expats haben sich dafuer entschieden auf Camiguin zu leben und das trotz der Ferne zum naechsten besseren Krankenhaus. Denn im guenstigsten Fall ist man etwa 4 Stunden von einer Einlieferung im Krankenhaus entfernt, das im unguenstigen Fall auch 14 Stunden werden koennten. Um dieses Risiko einzugehen muss man Camiguin gesehen haben, denn diese Insel ist wunderschoen und hat auf  kleinem Platz sehr viel mehr zu bieten als so manch groessere Insel.

Seit 1999 bin ich etliche Male auf Camiguin gewesen, das letztemal 2006 waehrend der Fussballweltmeisterschaft. Damals hatte Dream TV die Weltmeisterschaft uebertragen und im Seascape Resort konnten wir einige Spiele sehen.

Mein Besuch vor einigen Tagen hatte nicht nur den Zweck Camiguin wiederzusehen, sondern ich wollte in erster Linie Fotos machen, da ich beim letzten Mal noch mit einer billigen Kamera dort war und mit Film fotographiert hatte. Zudem war damals das Wetter eher wolkig und in den letzten Wochen hat ja die Sonne auf den Philippinen das Sagen gehabt.

Wir waren von Bohol aus angereist, denn da gibt es ja nun die Faehrverbindung von Jagna nach Balbagon bei Mambajao. Die Faehrkosten fuer das Auto betrugen 3750 Pesos und pro Person wurden 200 Pesos verlangt, ein Promo Preis der 50% unter dem Normalpreis lag. Allerdings handelt es sich bei den Booten der Super Shuttle Ferry um Seelenverkaeufer der uebelsten Sorte. Bei schlechtem Wetter haetten wir diese Schiffe bestimmt nicht benutzt. Aber die Sonne schien und die See war ruhig also fuhren wir gegen zwei Uhr nachmittags  mit einer Stunde Verspaetung ab.  Es hatte aber noch vor dem Laden des Autos eine Auseinandersetzung mit dem Security Guard am Tor gegeben. Der hatte sich entschlossen seinen Platz am Tor zu verlassen und uns darauf hinzuweisen, dass wir alles an Gepaeck ausladen muessen und durch den Scanner laufen lassen muessten. Der Scanner war hinter einer Sperrholzwand verborgen und das ermoeglichte den Leuten dahinter Gepaeck zu oeffnen und Dinge herauszunehmen. Aus diesem Grund war ich nicht gewillt meine Laptop Tasche und die Fotoausruestung dort durchzulassen. Ich diskutierte mit den Typen aber der war – wie fast alle Securities  – der Meinung er sei die „Polizei“ und war unnachgiebig trotz des Angebotes die Wertsachen manuell zu checken. Da er ja nicht zustaendig war, redete ich mit dem Guard am Scanner und der stimmte zu, dass wir das normale Gepaeck scannen und er sich die anderen Dinge ansah. Das passte dem Guard am Tor nun ueberhaupt nicht nicht und er kam her um zu motzen und meinte: „Filipinos haben damit kein Problem, aber du bist ja nur ein Auslaender und willst eine Sonderregelung.“ Darauf wurde ich fuschsteufelswild und schrie ihn an:“ Gib mir bloss nicht deine ‚nur-ein-auslaender-rassistische-scheisse‘. Davon habe ich mehr als genug gehoert in all den Jahren hier. Geh zurueck an deinen Platz und mach deine Arbeit, sonst werde ich mich ueber dich beschweren.“  Der Guard trollte sich unter Gemaule, der andere checkte die Fotoausruestung, wir scannten den Rest des Gepaecks und alles war bestens. Als wir dann in den anderen Teil des Hafens fuhren um das Auto zu laden, laechelte besagter Guard am Tor allerdings sehr freundlich. Ich nickte nur und wir fuhren auf die Faehre.

Auf der Faehre sahen wir erst den schlimmen Zustand des Schiffes. Auf dem oberen Deck waren sehr viele Rostloecher durch die man auf das Autodeck hinunterschauen konnte. Die Faehre fuhr recht langsam und wir waren insgesamt 4 Stunden unterwegs und wir hatten  das einzige Auto an Bord. Als wir in Balbagon ankamen, war es bereits dunkel geworden und wir legten neben einer anderen Faehre einer anderen Gesellschaft an, die allerdings so komisch gedockt hatte, dass unser Boot drehen musste und wir diagonal anlegten, wobei auf der linken Seite etwa ein Meter Abstand zum festen Boden des Hafens war und rechts lag die Rampe ziemlich weit innen auf. Das stoerte die Crew aber nicht im geringsten und mit zwei dicken Bohlen wurde ein Fahrweg fuer unser Auto gemacht und wir rollten von der Faehre.

Der Hafen hatte sich veraendert und war sehr viel moderner geworden, die zahlreichen Stores und Carenderias auf der linken Seite beim ‚rausfahren gab es nicht mehr.

Unser erster Weg fuehrte uns nun nach Mambajao wo wir nach einer Unterkunft suchten. Ein Hotel oder eine Pension waren ok, da wir erst am naechsten Morgen in ein Resort wollten. Wir checkten nach kurzer Suche in das GV Hotel ein, das zum Teil noch im Bau war. Nette kleine Zimmer mit AC und TV gab es fuer 500 Pesos. Das war gut genug fuer mich und Sven.

Anschliessend wollten wir zum Abendessen in die „Green Tropical Hut“ gehen, da es dort frueher mal sehr gutes Chilli con Carne gab.Als wir die Speisekarte sahen, war das allerdings nicht mehr drauf und wir erfuhren, dass einige Monate vorher der Besitzer wechselte und es kein Chilli mehr gaebe. Ich wollte dann „Sizzling Gambas“ essen aber die Bedienung meinte: „Sorry Sir, out of Stock“ Auch bei den naechsten zwei Bestellungen gab es nur „Fehlanzeige“, so dass ich mir dann eine ungarische Wurst mit Fritten bestellte und Sven ass ein Chicken Curry. Mein Essen war schlimm und kaum zu geniessen, Svens Curry war aber ok.

Nach einem Besuch im Park am Meer gingen wir zurueck ins Hotel. Sven checkte spaeter noch das Nightlife von Mambajao, nur um festzustellen dass es fast kein Nightlife gab.

Ach ja Sven, den kennt ihr ja noch nicht. Nun Sven spielt wie ich beim Yahoo Fussball Manager mit und dort sind wir im gleichen Forum einer sogenannten Miniliga. Und da er Semesterferien wegen Wechsel des Studiengang hatte, kam er auf die Philippinen. Ich musste sowieso nach Dumaguete und dort trafen wir uns und er stimmte zu – auf unsere Einladung hin- eine Weile mit uns verbringen.

Fortsetzung folgt

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1 Comment
  • suckie
    Reply

    hallo, ihr zwei!
    na ihr erlebt ja einiges da auf eurer tour! finde das richtig toll, da sieht man wieder, dass das internet auch seine guten seiten hat!

    genießt die tage und lasst es euch gut gehen – und sven – hör auf den onkel – pass auf im nachtleben und komm gut wieder zurück – freu mich schon, wenn du den cup wieder übernimmst – übrigens: rafi hat diese saison gewonnen!

    bei uns wird das wetter schön langsam auch wieder erträglicher – die sonne traut sich schon raus und der schnee ist – bis auf die grossen haufen – schon weg!

    bis bald und tolle tage – suckie :-)

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