Casa de la Rustica (oder so ähnlich … ) 3. Teil

Schon rollt die nächste Welle an: Milch für die Kinder. Zwar kalt, aber immerhin Milch. Die wollten aber Milo (vergleichbar mit Kaba) in warmer Milch trinken. Na wenigstens ist das „reparierbar“. Das Essen kam dann auch noch, wobei da auch wieder einiges durcheinander war, wobei ich die Details jetzt lieber weglasse. „Aber wo ist denn unser Juice, der stand doch auf der Menükarte drauf?“ fragt meine Frau. „Ja, aber weil wir Milch statt Kaffee für die Kinder bestellt haben, können wir den nicht bringen.“ erklärt man uns. Ich erspare mir die Frage warum denn keiner danach fragt, „ob wir das nicht vielleicht zusätzlich wollen?“, sondern bestelle es und fertig.

Nun, wir sitzten noch am Frühstück und sehen direkt aufs Meer, wobei vorm Speisesaal der Besitzer (Pilot bei der Philippine Airlines) mit seiner Frau (sie managed die Pension) sitzen. Während wir noch so rausschauen, ist wieder der Pinoy mit dem „speziellen Dresscode“ unterwegs: obere Hälfte nackt, untere Hälfte Schlafanzughose. Während ich beobachte, wie denn jetzt die Besitzer auf ihn reagieren, – Nein – die drehen sich weg, als würden sie Nix sehen! Da fällt Dir doch das Gesicht ins Essen! Wäre das gleiche in Deutschland passiert, gäbe es einen Aufschrei – „Rassismus!“. Der Schlafanzugpinoy kann tun und lassen was er will (es traut sich keiner was zu sagen!), hingegen der Foreigner soll seine Badehose wegwerfen und eine neue Badehose kaufen, die auch eine Oma der Provinz als solche erkennt! Während ich langsam das ganze registriere, meint mein Sohn noch, dass unser „Schlafhosenpinoy“ vor ein paar Minuten im gleichen Dress in den Speisesaal platzte und sich das Bündel Zahnstocher aus dem Ständer krallte und in die Hosentasche steckte. Na sowas sind doch wenigstens kontinuierliche „Wesenszüge“ …

Wir warten auf den Block zum Unterschreiben. Während wir warten und zum Meer hinschauen – toller Ausblick -, sehen wir einen jungen Mann, der sich umschaut wie ein Pinoy-Taxidriver, der mal an die Seite ranfährt, die Autotür aufstellt und beim größten Straßenverkehr in die Natur pinkelt. Nochmal schauen, neee, nicht wie, der steht am Pool und pisst ins Meer! Na da gibts wenigstens Unterhaltungswert beim Frühstück! Als er fertig ist, kommt er vor, läuft ins Haus (an der Toilette vorbei, wobei ich wette, dass er erst mal eine Erklärung braucht wie die funktioniert) holt irgendwelche Mittel zum Poolreinigen und kehrt an seine Stelle des Verbrechens zurück.

Klar dass mein Feedbackbogen das Personal zu einem „Lesewettbewerb“ herausforderte. Trotzdem wollte ich das nicht so stehen lassen und reklamierte per email. Als Antwort bekam ich dann von der Besitzerin u.a. folgenden Satz zurück: „and about the swimwear, my employees made mistakes for doing so, and ‚Stevaro‘ please erase in your mind that Filipinos treated foreigners differently, that is not true,we treated each and everyone fairly,please dont generalised,ok?“

Zu deutsch: die Angestellten machten den Fehler, aber sie und ihr Mann machen das alles richtig und behandeln alle gleich und angemessen. Den Nachsatz empfinde ich dann doch als eine Zumutung. Jetzt bin ich noch daran schuld, dass ich mich ungerecht behandelt fühle … ? Hätte sie das weggelassen und so wie bei den anderen Fehlern auch sich dafür entschuldigt, hätten sie eine weitere Chance verdient.

Schade, schade, … ein so schönes Haus mit engagiertem Personal, das inzwischen sicher schon einiges dazu lernte. Denn die entstandenen Ärgerlichkeiten, deuten für mich schon etwas in die Richtung von „Anfängerfehlern“. Jeder der mich kennt, kann bestätigen dass ich wirklich nicht nachtragend bin und im Zweifel eher das Positive sehe. Deshalb deute ich deren Patzer auch als „verzeihbar“ und die Aufregung ist ohnehin schnell verflogen. Allerdings wollen die ja ausländisches Publikum und da hat man keine lange Anpassungszeit!

Ob aber die Inhaber selbst was lernen oder besser gesagt ihre Einstellung ändern, bezweifle ich sehr. SO, steht dieses Haus jedenfalls für mich künftig auf „ignorieren“.

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