Category : Erlebnisse

A1 Sprachkurs und ein geplagter Ehemann

Wie ihr ja wisst geht es zurueck nach Deutschland. Das ist mit viel Papierkram und jeder Menge Vorbereitungen verbunden. Bin also „sozusagen“ im Stress mit all dem buerokratischen Schmarrn. Aber leider fuehrt entweder kein Weg vorbei, oder das Vorbefuehren koennte eklatante Nachteile bei der Visumserteilung haben. Also machen wir jetzt erst mal alles so, wie die Behoerden das gerne haetten, aber laden „nichtsdestotrotz“ schon mal die Kanonen fuer die spaeteren Beschwerden und den nachfolgenden „Krieg“. Und es stehen jetzt schon einige unangenehme Themen zur Debatte.

Heute geht es um den bei allen Visumsapplikanten so beliebten A1 Sprachkurs. Bedauerlicherweise muss er gemacht werden und auch die Auslaenderbehoerde des Zuzugsortes ist dieser Ansicht. Dabei gibt es doch den schoenen Paragraphen, dass zurueckkehrende Deutsche, die viele Jahre im Ausland gelebt haben, und einen auslaendischem Ehepartner haben, per se wie Investoren oder Hochqualifizierte zu behandeln sind und damit die A1 Pruefung nicht benoetigen, vorausgesetzt der Ehegatte spricht Deutsch auf dem C1 Level.

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Zurueck nach Deutschland

Es wird viele ueberraschen, aber bedauerlicherweise geht es fuer mich wieder nach Deutschland. Lust habe ich echt keine dazu, aber leider keine andere Wahl. Urspruenglich war nur ein temporaerer Aufenthalt vorgesehen, da ich mich einer Rueckenoperation unterziehen muss, und ich nicht gerne philippinische Aerzte an mir „rumschnippeln“ lasse. Zu einem Leben im Rollstuhl eigne ich mich nicht. Aber ich habe auch eine Erkrankung des rechten Auges. Es nennt sich „trockene Degeneration der Makula“ und fuehrt im Laufe der Jahre zu einer fast voelligenen Erblindung. Am Ende bleiben Schatten, Konturen und Schemen alles was man sieht. Auf den Philippinen wuerde diese Erkrankung sehr viel schneller ablaufen als in Deutschland, da die UV Strahlung der Sonne ungefaehr das 1000 fache der Strahlung in mittleren Breiten betraegt.Ich werde aber auch in Deutschland immer Sonnenbrille tragen muessen. 

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Der raetselhafte Goldschwund

Ich bin ja nun seit ueber 25 Jahren verheiratet und wir hatten keine Eheringe, da ich das nicht wollte. Der Grund dafuer war einfach; meine erste Ehe ging trotz Ringe in die „Hosen“, also wollte ich keine Ringe. Meine Frau wollte Ringe hat es aber akzeptiert und es wurde nach unsere Eheschliessung nie ueber die Ringe gesprochen. Als die Silberhochzeit nahte wollte ich eigentlich eine kirchliche Hochzeit mit Ringen und allem Pipapo nachholen, aber leider klappte nicht alles so wie ich es wollte, da es Probleme innerhalb ihrer Familie gab, so dass sie nicht alle Familienteile haette einladen koennen, da die miteinander zerstritten waren. (Der Streitgrund war sehr schwerwiegend) Also entschied sie sich – nicht wissend, was ich genau plante – unsere „Silberhochzeitsparty“ abzusagen. Ich fand das sehr schade, denn nun gab es nur eine Party im engeren Familienkreis und die krichlichen Heiratsplaene waren „gestorben“. Die Ringe wurden aber trotzdem getauscht und passten natuerlich nicht ohne vorherige Anprobe. Nun hatte leider mein Stammjuwelier seinen Laden schon laenger dicht gemacht und wir fanden keinen anderen.

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Unfall mit dem Bus

Es war 1992 gewesen, und ich war auf dem Weg von Cagayan de Oro nach Bukidnon zu unserer Farm. Ich bestieg im Agora Busbahnhof am fruehen nachmittag den Bus nach Malaybalay und wir rollten so gegen 14 Uhr los.  Der Busfahrer ging recht forsch zu werke, aber das machen ja die meisten – auch heute noch. Bereits 45 Minuten spaeter erreichten wir Manolo Fortich und kamen in das Gebiet, vor dem ich am einen echten Respekt habe, dem Mangima River Canyon. Es handelt sich um eine tiefe Schlucht mit einem Hoehenunterschied of zirka 400m zum daruebergelegenen Hochplateu, in das der Mangima River im Laufe von einigen Milllionen Jahren eine tiefe Schlucht eingekerbt hat. Um eine Bruecke zu bauen ist der Canyon mit einigen Kilometern Breite dann doch zu breit, und so windet sich die Strasse in etlichen Haarnadelkurven von Manolo kommend in die Tiefe.

Wie ueblich bretterte der Bus viel zu schnell bergab und einige Mitfahrer beschwerten sich, so dass der Fahrer etwas langsamer fuhr. Unterwegs ging die Musik aus und der „Pilot“ begann die Kasette zu wechseln. Als wir auf die letzte Kurve zuschossen – viel zu schnell – war der Fahrer mit dem Wechseln beschaeftigt. Ich sah den Unfall kommen, denn wir schossen geradewegs auf die 160 Grad Kurve zu und wuerden mit Sicherheit in den Canyon fallen.

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Der Diebstahl

Anfang Mai hatten sich meine Kinder entschlossen zu Hause auszuziehen und gemeinsam ein Apartment zu nehmen. In Deutschland ist das ganz normal, aber hier auf den Philippinen haben alle Bekannten erst mal vermutet, dass es Aerger gegeben haette.  Den gab es zwar nicht, aber es war fast unmoeglich denen das klar zu machen. Auf den Philippinen leben naemlich oft auch „aeltere Kinder“ bei den Eltern.

Der Monat Mai stand also voll im Zeichen des Umzugs und seit Anfang Juni leben sie nun im eigenen Apartment, aber nur fuenf Minuten zu Fuss von unserem Haus entfernt.  Marion hat oefter Termine und musste Mitte des Monats nach Manila fuer ein paar Fotoshoots. Vor der Abreise uebergab sie Ihrem Bruder 150k Pesos mit der Bitte diese doch gleich auf der Bank einzuzahlen.  Mein Sohn nahm das Geld aber mit ins Apartment. Auch am naechsten Tag ging er nicht auf die Bank und nachmittags war er dann mit seiner Freundin zum einkaufen in einer Mall unterwegs.

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