Archive for the ‘Erlebnisse’ Category
13.März.2010
Walter zieht um…..
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Es war im Maerz 2009 als Walter einsehen musste, dass das mit dem Internetcafe nun ueberhaupt nichts werden wuerde und dass die Besitzer von Computern wohl weiterhin ihre Geraete nach Surigao bringen wuerden, anstatt zu ihm zu kommen, obwohl er da ja wirklich extrem viel drauf hatte und den meisten Pinoys etwas vormachen konnte. Auch die Sache mit den Bildern “aus alt mach neu” lief nicht und so wurde beratschlagt, was als naechstes moeglich waere. Geld kam ja aus Deutschland nicht mehr, nachdem die Rentengeschichte vorlaeufig auf Eis lag, zumindest solange bis er sich in Deutschland einer Untersuchung unterzogen hatte, und die Wiedergenehmigung durch ist, aber wie kommt man ohne Geld nach Deutschland? Zum Schwimmen ist dann doch ein wenig zu weit.
Die Loesung hiess Paniog, das Heimatdorf von Helen und auch die Heimat meiner Frau. Ein grosser Umzug waere es ja nicht nur etwa 5 Kilometer ueber die Melgar Bay hinueber und schon war man da. (weiterlesen…)
Tags: dinagat, Erlebnisse, motorrad, philippinen, walter09.März.2010
Ein “nettes” Erlebnis
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Am 1. Maerz war die Deadline fuer meinen jaehrlichen Report beim Immigrationbuero. Ich war ja unterwegs gewesen und erst am Samstag zuvor zusammen mit Sven zu Hause angekommen. Sven musste auch sein Visum verlaengern, da er bei der Eiinreise ja nur die ueblichen 21 Tage bekommen hatte.
Am Montag fuhren wir also zusammen zum Buero der Immigration am National Highway im Royal Asia Komplex. Als wir die Treppen hoch gestiegen waren, sahen wir dann, das die Tuere offen stand. Wieder einmal war Stromausfall und im Buero traf ich dann Werner, der auch gekommen war um seinen jaehrlichen Obulus abzuliefern. Werner teilte mir sogleich mit, dass man nun auch ein Residence Certificate (auch als Cedula bekannt) benoetigen wuerde und gab sich dann auch gleich seiner Lieblingsbeschaeftigung – dem Schimpfen ueber die Pinoys – hin. (weiterlesen…)
Tags: Erlebnisse, immigration, philippinen, visum08.März.2010
Ein verstauchter Fuss, das war aber erst der Anfang…..
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Es war im Januar 1994 und die Trockenzeit hatte begonnen. Das Wetter war sehr schoen, aber wegen der Hoehenlage unserer Farm in Bukidnon war es kuehl und ich spielte mit meinen beiden Kindern im Garten fangen. Natuerlich hatten sie es darauf angelegt, dass ich immer der Faenger war und sie wichen mir oft mit geschickten Haken aus, so dass ich sie oefter verfehlte. Hatte ich dann z. B. meine Tochter erwischt, liess ich mich leicht wieder “fangen” da das fuer die beiden Kleinen der groesste Spass war. Unser Gelaechter fiel dabei sogar vorbei gehenden Fussgaengern auf. Solche Spiele machen philippinische Eltern mit ihren Kindern eher selten.
Mein vier-jaehriger Sohn war gerade dran und rannte auf mich zu. Ich wollte mit einem geschickten Schritt zur Seite ausweichen, aber mein linker Fuss war wie fest genagelt am Boden und ich knickte um, wobei mein Fuss fuer einen Augenblick fast im 90 Grad Winkel zum Bein stand. Ich spuerte wie die Sehne ueber den Knoechel rutschte und beim Hinfallen zurueck glitt. (weiterlesen…)
Tags: bukidnon, erlebnis, farm, Mindanao30.Januar.2010
Walters Motorrad – Eine Fahrt mit “Hindernissen”
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Es war Anfang Februar 2009 als Walter sich entschloss zu Helen nach Surigao zu fahren und dort zu leben. Ich warnte ihn wegen der Naehe der Familie, aber er erwies sich wie so oft als beratungsresistent und begann die Reise kurzfristig zu planen. Er wollte mit dem Motorrad fahren und ich beschrieb ihm den Weg und die Strassen sehr genau und informierte ihn auch ueber die Bruecken und Bergdurchfahrten, also alles wo Hoehen vorkamen, da er ja wegen seiner Hoehenangst eingeschraenkt war. Zudem machte ich eine Farbkopie meiner Strassenkarte. Er entschloss sich nachts zu fahren nach dem Motto “Was ich nicht sehen kann, macht mir auch keine Angst”.
Zwei Tage nach seinem Entschluss brach er dann abends gegen acht Uhr auf, nachdem er alles in die Satteltaschen gepackt hatte, die er sich schon vor einiger Zeit gekauft hatte. Alles andere liess er bei uns und das sollten wir mitbringen wenn unser Truck nach Surigao fuhr um Teile fuer den Bootsbau dort hinzubringen. Wir verabschiedeten uns und wuenschten gute Reise. Es war bereits nach acht Uhr, als er los fuhr. (weiterlesen…)
Tags: Mindanao, motorrad, philippinen, reise, walter27.Januar.2010
General Santos zum Zweiten…..
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Wieder zu Hause angekommen, verbrachte ich in den naechsten Tagen und Wochen viel Zeit im Internet Cafe um Kunden zu finden. Ich setzte Anzeigen auf einigen Webseiten und suchte, nach Importeuren was das Zeug hielt um Angebote zu machen. Meine Augen waren auf dem besten Weg rechteckig zu werden. Und nach etwa zwei Wochen wurde ich fuendig. Eine Firma in Miami wollte Thunfisch zu den angebotenen Preisen erwerben. Zuerst erkundigte ich mich nach den Transportmoeglichkeiten, um dem Kunden mitzuteilen, wie es mit den Frachtkosten ausgehen wuerde. DHL machte mir das beste Angebot und ich informierte den Kunden, der die Frachtpreise absegnete. Bezahlung vereinbarten wir uber Letter of Credit. Der kam dann auch in der Tat eine Woche spaeter bei meiner Bank an und die erklaerte die LC fuer gut, nachdem sie geprueft worden war. (weiterlesen…)
Tags: boot, Erlebnisse, Mindanao, philippinen, thunfisch26.Januar.2010
General Santos zum Ersten….
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Nachdem unser Gemuese -und Fischgeschaeft ja nicht mehr am Laufen war – diese Geschichte werde ich ein anderen Mal erzaehlen – hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung wie es finanziell weiter gehen soll. Im November 2000 hatten die Kinder des bisherigen Management in Gaisano und Ororama in Cagayan alle Lieferanten im “wet market” durch Neue ersetzt und wir waren seitdem “arbeitslos”. Mir wollte in den ersten Wochen absolut nichts einfallen wie es weiter gehen sollte und wir ueberlegten uns nicht nur ernsthaft nach Deutschland zurueck zu gehen, sondern meine Frau war im Janauar 2001 sogar auf der deutschen Botschaft in Manila um ein Visum zu beantragen. Sie wollte voraus fliegen und dort alles vorbereiten fuer den grossen Umzug. Warum sie und nicht ich? Nun ein Freund war Manager in einem McDonalds und meine Frau haette von ihm sofort einen Job bekommen. Ich mit meinen 50 Jahren sah keine grossen Chancen auf die schnelle dort Arbeit zu finden. (weiterlesen…)
Tags: boot, Erlebnisse, Mindanao, philippinen, thunfisch23.Januar.2010
Ein Tag wie jeder andere……
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Der Tag begann wie immer.
Ich stand am Morgen auf, und trank zu allerest mal den obligatorischen Kaffee. (Erst 1995 begann ich Tee zu trinken) Fruehstuecken tat ich damals auch nicht und der Kaffee war mein ganzes “Breakfast”. Es war 8.30 morgens, als meine Frau vom Markt zurueck kam, wo sie nach ihrem Verleihgeschaeft geschaut hatte. Sie erzaehlte von einigen Geruechten eines Coup de Etats, aber es schien nur heisse Luft zu sein, da in den Nachrichten im Radio nichts erwaehnt wurde. Bombo Radyo hatte nichts dazu zu sagen und Bombo war sozusagen die philippinische “Bildzeitung” des Rundfunks. Also machten wir uns auch weiter keine Sorgen.
Wir arbeiteten im Haus, wo ich gerade dabei war ein Buecherragal zu bauen, da es das, was mir vorschwebte, auf den Philippinen nicht zu kaufen gab. (weiterlesen…)
Tags: cebu, philippinen, rebellion, reise08.Januar.2010
Wie eine Made im Speck….. 1. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Overseas Foreign Workers (OFW) sind ja wohl definitiv ein wirtschaftliches Rueckgrat fuer die Philippinen. Sie gehen ins Ausland um dort zu arbeiten, sind jahrelang von der Familie getrennt, sehen ihre Kinder oftmals nur alle zwei Jahre fuer einen Monat, leben und arbeiten in vielen Faellen unter unwuerdigen Bedingungen und sind meist sehr einsam dort in der Ferne.
Viele dieser OFWs sind fuer die Familie wichtige “Geld Verdiener” und es ist oftmals so, dass die Familie in Armut versinken wuerde ohne die Hilfe dieser “anonymen Helden und Heldinnen”. Und in vielen Faellen wird die Hilfsbereitschaft dieses Familienmitglieds hemmungslos ausgenutzt.
Ich moechte hier von einem Fall erzaehlen, in dem die negative Seite aufgezeigt werden soll, moechte aber gleichzeitig jetzt und hier feststellen, dass die Mehrzahl der Familien wohl nicht so “gierig” sind. (weiterlesen…)
Tags: erzaehlung, geschichte, OFW, philippinen, reise07.Januar.2010
Wie eine Made im Speck….. 2. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Aber bevor sich die Eltern bei Jay Jay “beliebt” machen konnten, mussten sie sie erst mal kraeftig veraergern, denn sie hatten – oder wisst ihr es alle schon – die 20000 Pesos fuer den Rueckflug von Jay Jay verbraten. Und das musste nun zuerst eingestanden werden. Und so gestanden sie, ganz wie arme Suender im japanischen Stil mit Sumimasen ohne Ende. Jay Jay war zwar sauer, aber bei sovielen Bitten um Vergebung konnte sie nicht laenger ueber die Eltern veraergert sein und sie vergab, hatte sie ja schliesslich als Tochter sowieso “lebenslangen Utang na Loob” und konnte deswegen nicht anders.
Am darauf folgenden Tag bereiteten die Eltern ein nettes Dinner vor mit einigen engen Verwandten und Freunden um ihren Plan, sich den Lebensunterhalt zu sichern weiter zu verfolgen und zur Durchfuehrungsreife zu bringen. Nach dem Dinner und einigem Trinken mit dem ueblichen Karaoke Gesang, der bei eingen mit zusaetzlichem Tanduay Genuss immer schauerlicher wurde, kam man dann zur Sache: (weiterlesen…)
Tags: erzaehlung, geschichte, OFW, philippinen, reise06.Januar.2010
Wie eine Made im Speck….. 3. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
So vergingen die Monate mit dem neuen Geschaeft und die Kinder erhoehten das Kapital um weiter 800.000 Pesos auf insgesamt 2,3 Millionen. Zusaetzliche 700.000 Pesos wurden in eine grosse Piggery (Schweinezucht) auf Dinagat investiert und die Berichte der Eltern waren sehr positiv. Das Geschaeft bluehe an beiden Enden und die Gewinne wuerden regelmaessig wieder investiert. Fuer sich selbst wuerden sie nur die 30.000 Pesos monatlich entnehmen, die ausgemacht waren.
Im Augsut 2009, die Gehaelter von allen Geschwistern waren wegen der internationalen Wirtschaftskrise gekuerzt worden, bekam meine Frau einen Anruf von Jay Jay. Sie war sehr bedrueckt und wollte dass Inday mit einem Steuerpruefer die beiden Firmen aus checkt. Jay Jay hatte wohl eine anonyme Nachricht bekommen, dass die Firmen mehr oder weniger kurz vor der Pleite stuenden. Wir berieten uns und ich sprach mit Anny unsere Steuerberaterin. (weiterlesen…)
Tags: erzaehlung, geschichte, OFW, philippinen, reise




