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	<title>Phil-Life.net &#187; Erlebnisse</title>
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		<title>Behoerdenaerger zum zweiten&#8230;..</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 03:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun geht die Delica Geschichte also weiter. Patrick von Palawan versuchte taeglich mit der LTO in Puerto Princesa zu reden, aber Erfolg hatte er keinen. Die LTO in Gensan informierte das Headoffice in Manila, hatte aber bis heute auch keinen Erfolg vorzuweisen. Rueckfragen bei der LTO Palawan endeten mit der gleichen Antwort: &#8220;Ich muesse mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun geht die Delica Geschichte also weiter.</p>
<p>Patrick von Palawan versuchte taeglich mit der LTO in Puerto Princesa zu reden, aber Erfolg hatte er keinen. Die LTO in Gensan informierte das Headoffice in Manila, hatte aber bis heute auch keinen Erfolg vorzuweisen. Rueckfragen bei der LTO Palawan endeten mit der gleichen Antwort: &#8220;Ich muesse mit dem Delica vorbei kommen.&#8221; Es wurde vorgeschlagen, dass die LTO in Davao den Check uebernimmt und die Ergebnisse nach Palawan weiterleitet, aber Palawan stellte sich stur.</p>
<p>Wochenlang hingen wir im Limbo. Danny versuchte auch immer wieder etwas zu erreichen und endich Anfang Dezember stimmte der Chef zu uns eine provisorische Zulassung zu geben, wobei es das offiziell ueberhaupt nicht gibt. <span id="more-2806"></span>Wir konnten bezahlen, wir bekamen eine Quittung und wir bekamen die Sticker. Aber das Ganze war eben nicht im Computer. Sollten wir woanders z.B. einen Unfall haben, dann wuerde das natuerlich einer Ueberpruefung nicht standhalten. Deswegen wurde uns auch gesagt, dass wir nur im Raum Gensan &#8211; Davao fahren sollen, dann koennte er es im Falle eines Problemes jederzeit loesen, da er dort eben auch die Chefs sehr gut kannte.</p>
<p>Die endgueltige Zulassung schwebt immer noch. Unser Anwalt hat mittlerweile durch einen Kollegen in Puerto eine Klage auf ein &#8220;Mandamus&#8221; eingereicht. Wenn dieser Klage statt gegeben wird, befiehlt der Richter der Behoerde taetig zu werden und diesen Computereintrag zu entfernen. Vor Ende Januar duerften wir hier aber nix erwarten.</p>
<p>Aber wenigstens koennen wir das Auto nun in der Gegend benutzen.</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/auto/" title="auto" rel="tag">auto</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/palawan/" title="palawan" rel="tag">palawan</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/zulassung/" title="zulassung" rel="tag">zulassung</a><br />
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		<title>Behoerdenaerger</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 11:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, mir ist heute wieder mal der Kragen geplatzt. Nein nein, ich habe nicht &#8216;rum geschrien,  ich habe auch nicht HB maennchen gespielt, aber ich habe innerlich gekocht! Mein Delica war ja als Mietauto auf Palawan genutzt und die letzte Zulassung war auch dort kurz vor der Ueberfuehrung gemacht worden. Voellig problemlos uebrigens. Aber nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, mir ist heute wieder mal der Kragen geplatzt. Nein nein, ich habe nicht &#8216;rum geschrien,  ich habe auch nicht HB maennchen gespielt, aber ich habe innerlich gekocht!</p>
<p>Mein Delica war ja als Mietauto auf Palawan genutzt und die letzte Zulassung war auch dort kurz vor der Ueberfuehrung gemacht worden. Voellig problemlos uebrigens. Aber nun ist das Auto in General Santos und die Zulassung muss erneuert werden. Also gingen wir letzte Woche schoen zur LTO nachdem wir aber zuerst den Abgastest genacht hatten, der voellig in Ordnung war. Auf der LTO kam dann auch der &#8220;komische&#8221; Inspektor, der mit seinem Bleistift und Tesafilm die Motorennummer und die Chassisnummer abnahm. Danach ging es also an den Schalter und dort wurde folgendes fest gestellt: Gemaess Computer hatte ich fuer 2010/11 noch keinen Sticker erhalten, auch wenn die Zulassung ansonsten in Ordnung war. <span id="more-2793"></span>Patrick, der meine letzte Zulassung auf Palawan gemacht hatte, hatte mir die Sticker etwa drei Wochen  nach der Zulassung geschickt, da die LTO keine Sticker vorraetig hatten, was sie auch brav auf die offizielle Quittung gestempelt haben. Das Problem war hier, dass das System meine Neuregistrierung nicht annahm, da Palawan es bei der Ausgabe versaeumt hatte, die &#8220;nicht ausgebenen Sticker&#8221; zu entfernen, nachdem Patrick sie abgeholt hatte.</p>
<p>Also setzte sich der gute Mann mit Palawan in Verbindung &#8211; man verwendet dafuer heute einen Chat &#8211; und Palawan antwortete nicht. Der Mann schickte uns also erst mal heim und meinte, er wuerde am Ball bleiben. Das war letzten Mittwoch. Auch am Donnerstag schwieg die LTO in Palawan und am Freitag kam die lapidare Nachricht, dass wir uns am Mittwoch melden sollten, es sei schliesslich Wochenende und Allerheiligen und die meisten Mitarbeiter haben den Freitag auch frei genommen. Wir zogen also unverrichteter Dinge unter Absingen haesslicher Lieder (nur in Gedanken natuerlich) wieder ab.</p>
<p>Auch am Mittwoch schwieg die LTO sich mehr oder weniger aus, der Sachbearbeiter sei noch nicht von Kalag-kalag zurueck und morgen waere er da.</p>
<p>Nun sind wir heute also wieder bei der LTO angetanzt und siehe da, es gab eine Antwort. Nachdem der Angestellte das mit dem Boss besprochen hatte &#8211; er kann das ohne Zustimmung von &#8220;oben&#8221; nicht heraus nehmen &#8211; schrieb er zurueck, dass sie die Angaben der Sticker nicht &#8216;raus nehmen koennen. Es habe da wohl in Vergangenheit einmal Probleme gegeben, als Palawan die Hilfe der LTO in Gensan benoetigte, sie aber nicht bekam. Und nun sollte es wohl absoluter &#8220;Dienst nach Vorschrift&#8221; werden, und die Vorschrift wuerde besagen, dass ich mit meinem Delica nach Puerta Princesa kommen muesse und nach Inspektion koenne man dann darueber reden, ob man die Informationen am Computer anpassen koenne.</p>
<p>Die haben echt einen Knall, dachte ich mir und rief Danny, meinen Freund, an, der den neuen Boss sehr gut kannte. Der alte Chef, mit dem ich ein recht gutes Verhaeltnis hatte, war leider nicht mehr da. Also sprachen wir mit dem Boss und der waere ja willig gewesen zu helfen, da er verstand, dass wir keinerlei Schuld daran haben, aber es gibt keinen &#8220;Override&#8221; im System. Noch nicht mal der &#8220;Verkehrsminister&#8221; koennte das raus nehmen, nur Palawan kann es. Ein Override war vom Programmierer einfach nicht vorgesehen, wurde uns erklaert. Ausserdem gaebe es keine Vorschrift, dass ich dann mit dem Auto dort hin fahren muesse, das sei wohl Schikane.</p>
<p>Was nun? Der Boss sah trotz  nicht existierender Vorschrift keinen anderen Weg als nach Palawan zu fahren, was mich mal so auf die Schnelle hin und zurueck 100k kosten wuerde und natuerlich waere ich etliche Tage unterwegs. Alles andere wuerde wesentlich laenger dauern. Da kommt Freude auf.</p>
<p>Nun war ich anschliessend bei meinem Anwalt und der meinte, er koennte ein &#8220;Mandamus&#8221; vor Gericht beantragen, aber das dauert ein paar Monate, wobei er aber sehr zuversichtlich war, dass dem stattgegeben wuerde. Eine Beschwerde bei Mar Roxas koennte fruchten, meinte er noch, aber ich entschloss mich dann erstmal zu versuchen mit Patrick Kontakt aufzunehmen. Der laesst seit vielen Jahren Autos dort bei der LTO zu und koennte vielleicht etwas erreichen. Ueber einen Forumskollegen bekam ich dann auch die Nummer von Patrick und der versprach sich der Sache znzunehmen, konnte aber nicht versprechen, ob es klappen wuerde, schliesslich ist da wohl der Aerger von der LTO Palawan auf unsere im Weg. Ich sagte ihm noch, dass unsere LTO einen neuen Boss habe und vielleicht wuerde das &#8220;seinen&#8221; Boss versoehnlicher stimmen.</p>
<p>Mal sehen was passiert, ich halte euch hier auf dem laufenden.</p>

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		<title>Juergen 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 02:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach meinem Abgang von Juergens Haus brachte der naechste Tag eine dramatische Entwicklung. Juergen tauchte naemlich hinten an meinem Haus auf  (Die Haeuser standen ja &#8220;Ruecken an Ruecken&#8221;) und begann zu schreien, wobei er  uebelste Schimpfwoerter aller Art benutzte. Auf seine Kenntnisse von Schimpfwoertern koennte sogar ein Bierkutscher neidisch werden. Ich war stinksauer und als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meinem Abgang von Juergens Haus brachte der naechste Tag eine dramatische Entwicklung. Juergen tauchte naemlich hinten an meinem Haus auf  (Die Haeuser standen ja &#8220;Ruecken an Ruecken&#8221;) und begann zu schreien, wobei er  uebelste Schimpfwoerter aller Art benutzte. Auf seine Kenntnisse von Schimpfwoertern koennte sogar ein Bierkutscher neidisch werden. Ich war stinksauer und als er bruellte, dass er mich &#8220;hie&#8221; macht, riss bei mir der Faden und ich rannte los zu seinem Haus um ihm den &#8220;Garaus&#8221; zu machen. Meine Frau und zwei Freunde, die auf Besuch da waren, hielten mich mit Gewalt zurueck. Ich war dermassen veraergert, dass ich ihn verpruegelt haette, wenn ich nicht zurueck gehalten worden waere. Spaeter sagte ich mir, was solls, der alte Saeufer hat eh kein Hirn mehr.<span id="more-2782"></span></p>
<p>Apropos Saufen, Juergen wurde direkt von der Barauerei angefahren und bekam jeden Monat 40 Kisten Bier, die bei Neulieferung immer zu 90% verbraucht waren. Da kann man sich gut vorstellen, was da so alles die Gurgel &#8216;runter lief.</p>
<p>Dann aber tauchte wie erwaehnt ein alter Bekannter auf. Unser aller &#8220;Freund&#8221; Otto fand seinen Weg zu Juergen und es dauerte nur wenige Tage, da waren ueber mich die uebelsten Geruechte im Umlauf. Otto erzaehlte dem Juergen die &#8220;tollsten Stories&#8221; und dessen Freundin, eine ausgemachte alte Ratschn, verbreitete alles in Windeseile. Meine Frau hatte ganz schoen was zu tun unseren Ruf in der Nachbarschaft wieder herzustellen. Natuerlich hoerte die Geruechtemacherei trotz einige Mahnungen muendlich und schriftlich nicht auf, so dass wir uns am Ende an den Barangay Captain wandten, der Juergen vorlud. Dort behauptete er natuerlich: &#8220;Was, ich?&#8221; und machte die unschuldigste Miene dazu. Aber es gab zu viele Zeugen und so versprach er schriftlich, dass er sich nie mehr ueber mich und uns aessern wuerde, denn natuerlich hatte er auch die tollsten Geschichten ueber meine Frau und Kinder verbreitet. Angeblich habe ihm alles der Otto erzaehlt.</p>
<p>So wie er aufgetaucht war verschwand der Otto auch wieder. Nachdem er bei einem Nachbarn ein Zimmer gemietet hatte fuer etwa drei Monate und nachdem er sich ohne zu zahlen empfohlen hatte, war der Nachbar ueber die Sauerei, die Otto hinterlassen hatte, so empoert, dass er mich holen liess um mir alles zu zeigen. Junge Junge, sah das vielleicht aus!</p>
<p>Juergen war auch ein Religionshasser und da er ziemlich kraenklich war, war er oefter im Krankenhaus, wo er dann immer das dort obligatorische Kreuz im Zimmer entfernen liess. Als die Verwaltung sich einmal weigerte das Kreuz zu entfernen, liess er es von seiner Freundin zu kleben.</p>
<p>Etwa vier Monate spaeter zog Juergen weg und wir waren zumindest von seiner Anwesenheit erloest.</p>
<p>Spaeter hoerte ich dann, dass er nach Malaybalay gezogen war und dort in der Naehe des Friedhofes lebte. Auch unser &#8220;Freund&#8221; Otto lebte in Malaybalay und so konnten die beiden dort einen auf &#8220;Freundschaft&#8221; machen. Otto war ja ein alter Schnorrer und Juergen versorgte ihn recht gut. Aber auch das sollte sich aendern, denn eines Tages bekam ich einen Anruf von Juergen der mit einer Entschuldigung an mich begann und mit Schimpftiraden gegen Otto endete. Anscheinend hatte Otto bei einer Meinungsverschiedenheit der beiden gegen Juergen Gewalt angewandt und ihn mit der Kruecke &#8216;vermoebelt&#8221;. Juergen war drei Tage im Krankenhaus und danach weinte er sich bei mir am Telefon aus.</p>
<p>Dem Ausweinen folgte eine Einladung, die ich aber nie wahr nahm. Juergen meldet sich manchmal &#8211; so etwa alle zwei Jahre &#8211; aber ich halte mich geflissentlich zurueck und habe kein Interesse mit dem alten Knaben zusammen zu treffen, zumal ein Teil seiner &#8220;Ansprache&#8221; eh nur Hasstiraden gegen Otto sind.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Juergen 1. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 01:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann so um 1992 herum traf ich Juergen im Shakeys in Ororama in Cagayan de Oro. Die Begegnung war nichts besonderes &#8211; wir unterhielten uns ein wenig &#8211; und so entfiel sie mir recht schnell. Aber Juergen gehoert zu den Expats, die in dein Leben &#8220;kriechen&#8221; ob man will oder nicht. Nach einigen Wochen bestellte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann so um 1992 herum traf ich Juergen im Shakeys in Ororama in Cagayan de Oro. Die Begegnung war nichts besonderes &#8211; wir unterhielten uns ein wenig &#8211; und so entfiel sie mir recht schnell. Aber Juergen gehoert zu den Expats, die in dein Leben &#8220;kriechen&#8221; ob man will oder nicht.</p>
<p>Nach einigen Wochen bestellte mir Macrena, die Einkaeuferin und Leiterin vom Wet Market in Ororama schoene Gruesse und Juergen sei besonders gluecklich, da wir ja nun auch frischen Spinat liefern wuerden. Fuer die, die es nicht wissen, wir hatten damals eine Gemuesefarm in Bukidnon. Ich registrierte die Gruesse, aber dachte nicht weiter drueber nach.</p>
<p>Ein paar Wochen spaeter sah ich ihn wieder im Shakeys. Wir unterhielten uns nur kurz, da ich wenig Zeit hatte. Solche gelegentlichen Begegnungen im Shakeys waren fast unvermeidbar, da ich dort immer wartete, bis um zwei Uhr das Buero oeffnete, wo ich meine Lieferungen kassierte. Juergen erzaehlte mir, dass er in Damilag in Bukidnon ein Haus hatte und sich dort mit einem Nachbarn herumaergerte, <span id="more-2777"></span>den er immer &#8220;Schweinekarl&#8221; nannte, weil der angeblich mal Sex mit einem Schwein gehabt haben soll. (Sagt zumindest der Juerge) Dieser Karl terrorisierte nicht nur die Nachbarschaft, sondern scheinbar das ganze Dorf und Juergen hatte echt Angst vor ihm. Auch die benachbarten Pinoys hatten die Hosen voll und so konnte der Kerl dort oben fleissig &#8220;mithelfen&#8221; uns Deutschen einen schlechten Ruf zu verpassen. Juergen als Alkoholiker half fleissig mit diesen Ruf zu laedieren.</p>
<p>Ausser einigen zufaelligen Begegnungen trafen wir uns nie geziehlt. Das aenderte sich, als meine Frau mal im Shakeys dabei war und meinte sie muesse ihn auf unsere Fiesta in Maagnao einladen.</p>
<p>Im November 1993 kam er also am nachmittag bei uns in Maagnao an und bis zum Abendessen hatte er 12 Biere getrunken, die natuerlich nur zusaetzliche Nahrung zu den Bieren unterwegs gewesen sind. Hier stellte sich auch heraus, dass Juergen ein Nazi war, und ich machte ihm unmissverstaendlich klar, dass er bei mir diesbezueglich nichts zu reden hatte, da ich eher leicht links eingestellt war. Juergen hielt sich daran und so verlief der restliche Abend friedlich.</p>
<p>Am naechsten Morgen bot ich ihm Fruehstueck mit Kaffee an, aber er wollte nur Bier. Bier um sieben am Morgen! Tagsueber besuchten wir ein paar Leute und Juergen benahm sich trotz Sauferei recht ordentlich. Bis zum Abend waren es dann 19 Biere ud bis zum ins Bett gehen 27 Flaschen.</p>
<p>Am naechsten Tag fuhr er mit seiner damaligen Freundin wieder nach Damilag zurueck.</p>
<p>Es vergingen ein paar Jahre und wie gehabt traf man sich nur per zufall im Shakeys oder in der Stadt.</p>
<p>Im Jahr 1997 eskalierte sein Streit mit Karl dermassen, dass er aus Angst Damilag verliess und nach Carmen in Cagayan zog. Sein Haus verkaufte er weit unter Preis und lebte von da an nur noch in Miete. Juergen war seit seinem 42. Lebensjahr Fruehrentner und bekam von der Post eine recht ordentliche Pension, die ihm ein gutes Leben ermoeglichte.</p>
<p>Im Juli 2000 zogen wir nach Bulua in eine Subdivision namens Villa Candida  (Diese Zweitwohnung hatten wir wegen der Kinder gemietet, da die in Cagayan zur Schule gingen und unsere vorige Zweitwohnung einfach zu klein geworden war.)  Wir waren gerade mal einen Monat dort, als in der Parallelstrasse Juergen einzog und unsere Haueser standen sozusagen Ruecken an Ruecken. Er besuchte uns natuerlich oefter und erwartete auch unseren Besuch und so wurde die Bekanntschaft etwas intensiver, wobei ich nicht gerne hinging aber meine Frau aus Gruenden der &#8220;Nachbarschaftspflege&#8221; darauf bestand. Bei einer Einladung lernte ich dann Albert kennen, einen Nuernberger, der auch seit 15 Jahren im Land lebte, und fuenf Kinder mit seiner Frau Joy hatte, die sehr religoes war und auf Verhuetung verzichtete. Von einem Deutschen haette ich aber erwartet, dass er seine Kinder mit ein wenig mehr Disziplin aufzieht, als er es getan hat. Seine Kinder waren echte Rabauken und wurden zum Schrecken der Strasse, wenn sie Juergen besuchten.</p>
<p>Ich erinnere mich, dass die beiden Groessten &#8211; auch immerhin schon 12 und 14 Jahre alt &#8211; auf die Motorhaube eines geparkten Toyotas &#8220;schoene Zeichnungen&#8221; eingravierten. Den Besitzer des Wagen freute das nicht und er kam ins Haus um sich zu beschweren. Albert stimmte zu den Schaden zu bezahlen und in der Folgewoche brachte der Besitzer einen Kostenvoranschlag ueber 4000 Pesos. Albert versprach in der naechsten Woche zu bezahlen, aber kaum war der Typ aus dem Haus lachte er sich einen und meinte, dass der spinnen muesste, wenn er glaube, er wuerde bezahlen. Soll er halt seine Karre woanders parken und nicht da wo seine Kinder spielen. Das regte mich zwar auf aber ich sagte nichts weiter, weil es mich ja eigentlich nichts anging. Als dann Juergen entgegen unserer Abmachung wieder von Hitler anfing zu reden und mich dabei als Judenfreund und Helfer titulierte, ging ich und machte ihm klar, dass ich ihn weder besuchen werde noch sei sein Besuch bei mir erwuenscht.</p>
<p>Die Nachwirkungen sollten einem Erdbeben gleich noch einige Jahre Folgen haben, insbesondere weil in den naechsten Wochen ein alter bekannter auftauchte, der fleissig Oel ins Feuer goss.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Eine Autofahrt ist lustig, eine Autofahrt ist schoen&#8230;&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 04:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war letzten Montag, dass ich einmal mehr nach Panabo gefahren bin und einmal mehr war es eine &#8220;spassige&#8221; Sache. Ich fuhr kurz nach acht Uhr am morgen ab, tankte und macht mich auf den Weg. Der erste Stop war Malalag um Jungfische abzuholen. Bis dahin war alles relativ normal verlaufen, aber was man hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war letzten Montag, dass ich einmal mehr nach Panabo gefahren bin und einmal mehr war es eine &#8220;spassige&#8221; Sache. Ich fuhr kurz nach acht Uhr am morgen ab, tankte und macht mich auf den Weg. Der erste Stop war Malalag um Jungfische abzuholen. Bis dahin war alles relativ normal verlaufen, aber was man hier verkehrsmaessig als normal bezeichnet, kann sicherlich nicht fuer Deutschland gelten.</p>
<p>In Malalag wurden die Fische in Styroporboxen verpackt und gegen elf Uhr hatte ich 14 Boxen in meinem Delica geladen. Zurueck auf dem Highway begannen dann auch gleich die Baustellen. Davon haben wir auf den 25 Kilometern bis Digos im Moment etwa 20 Kilometer davon, und es ist eine langsame und staubige Angelegenheit. Teilweise ging es nur im besseren Schrittempo vorwaerts. Auf der Umgehungsstrasse bei Digos hatte ich den ersten &#8220;Idioten&#8221; vor mir. Die Strasse ist vierspurig und jedesmal wenn ich ueberholen wollte, fuhr der Typ auf beiden Spuren Slalom. <span id="more-2766"></span>Als die Gegenfahrbahn frei war, versuchte ich es dort, aber der Fahrer erweiterte seinen Slalom auch auf diese Spur. Als er dann selbst ein anderes Fahrzeug rechts ueberholte, ging ich auf die linke Spur, gab Vollgas und war vor ihm an dem Wagen vorbei. Er hupte mir &#8220;freundlich&#8221; hinterher, wenn man ein Hupkonzert als &#8220;freundlich&#8221; bezeichnen will.</p>
<p>Als ich den Highway Cotabato City &#8211; Davao erreichte nahm der Verkehr zu und auch hier gibt es anfaenglich noch einige Baustellen. Einige Kilometer vor Santa Cruz passierte es dann. In einer Linkskurve kam mir ein ueberholender Bus entgegen. Die Kurve war so eng, dass ich weniger als 50 Meter zum reagieren hatte. Instinktiv riss ich das Steuer nach rechts um auf die Schulter der Strasse zu kommen und mit etwa 90 km/h raste der Buss unter Aufbruellen seiner Hupe an mir vorbei. Da fehlten nur Zentimeter! Durch das ploetzliche Herumreissen des Steuers und dem Kies auf der &#8220;Standspur&#8221; kam der Delica schwer ins Schlingern und Schleudern und ich dachte schon das war es gewesen. Mit Muehe fing ich den Wagen ab und parkte erstmal fuer fuenf Minuten um mich von dem Schrecken zu erholen. Danach ging es weiter und kurz nachdem ich die Kontrollstelle der Task Force Davao passiert hatte, ging es im Schneckentempo weiter. Trycicles ueber Trycicles mit jeder Menge LKWs dazwischen machten das Fahren extrem langsam. Erst als ich das Pepsi Plant in Davao erreichte und die Strasse wieder vierspurig wurde, konnte ich normal weiter fahren. Auf der Umgehungsstrasse von Davao war der Verkehr normal und auch nach Panabo gab es keine weiteren nennenswerten Probleme ausser eben dem ueblichen, alltaeglichen und zum Grossteil regelwidrig fahrenden Verkehr.</p>
<p>In Panabo wurden die Fische ausgeladen und ich fuhr anschliessend ins Distriktkankenhaus nach Carmen, da dort einer meiner Mitarbeiter eingeliefert worden war. Der brauchte Geld fuer Medikamente und ich wollte mit dem Arzt sprechen. Als ich dann zurueck nach Panabo wollte, begann der grose Platzregen in dem Moment in dem ich am Eingang ankam. Es kuebelte! Nachdem ich 20 Minuten gewartet hatte lief ich dann durch den heftigen Regen zum Auto und war natuerlich tropfnass. In Panabo angekommen checkte ich ins Hotel und trocknete mich erstmal ab.</p>
<p>Am naechsten Morgen traf ich mich mit meinem Partner und unseren Mitarbeitern, es wurde noch einiges besprochen und gegen 11 Uhr machte ich mich auf die Rueckfahrt nach Gensan. Aber kurz nachdem ich in Toril durch den Ort gefahren war, traf ich auf stehenden Verkehr. Auch auf der Gegenfahrbahn kamen keinerlei Fahrzeuge und nachdem kurz nacheinander drei Polizeiautos mit laufender Sirene vorbei gerast waren, dachte ich an einen Unfall, der die Strasse blockierte. Ungeduldige Autofahrer draengelten sich nun auf der &#8220;Standspur&#8221; und sogar auf der Gegenfahrbahn einschliesslich linker &#8220;Standspur&#8221;  nach vorne, bis die Strasse ueber vier Spuren (einschliesslich zweier unbefestigten Standspuren) vollkommen blockiert war. Und so stand ich da und wartete. Und wartete. Wartete immer noch. Nichts ging mehr! Nach etwa zwei Stunden kam Bewgung in die Fahrzeug Kolonnen auf den beiden linken Spuren und als die alle weg waren begann auch wieder der Gegenverkehr. Dann kam auch die rechte Standspur in Bewegung und nur wir standen immer noch. Alle die gedraengelt hatten waren eher aus dem Stau heraus, als die, die sich an die Regeln gehalten hatten. Um 3.30 begann so langsam auch unsere Spur zu rollen und 15 Minuten spaeter passierten wir die Kontrollstelle der Task Force Davao. Aber stadtauswaerts wird ja nicht kontrolliert. Innerhalb von einer halben Minute war der Stau aufgeloest und es ging normal weiter. Aber selbst aufmerksamstes Schauen erschloss mir den Grund fuer den Stau nicht. Es gab weder einen Unfall noch lagen Leichen von einer Schiesserei herum. Es war auch keine Bombe explodiert und Schaulustige standen auch nicht herum. Auch keinerlei Baumaschinen waren zu sehen gewesen. Bis heute weiss ich nicht warum ich da ueber 3 Stunden im Stau hing.</p>
<p>Die restliche Fahrt verlief ergebnislos und kurz vor sechs kam ich zu Hause an.</p>

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		<title>Amway und die Pinoys 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 05:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trotz einigem an harter Arbeit gelang es leider nicht eine Nachfolge fuer Maribel in Dipolog heranzuziehen. Camela wollten wir eigentlich fuer den &#8220;Job&#8221; haben, aber sie entschoss sich nach Manila zu gehen und das war das. Ein Deutscher und dessen Frau gingen zurueck nach Hause und so langsam zerfiel die Gruppe in Dipolog. Ich fuhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz einigem an harter Arbeit gelang es leider nicht eine Nachfolge fuer Maribel in Dipolog heranzuziehen. Camela wollten wir eigentlich fuer den &#8220;Job&#8221; haben, aber sie entschoss sich nach Manila zu gehen und das war das. Ein Deutscher und dessen Frau gingen zurueck nach Hause und so langsam zerfiel die Gruppe in Dipolog. Ich fuhr dann auch seltener hin, insbesonders auch weil Alan Probleme mit Angestellten hatte und sich weniger um das Amway Geschaeft kuemmern konnte.</p>
<p>Ich traf dann auf einer Veranstaltung in Marawi eine juengere Chinesin, die sich eine Gruppe in Koronadal aufbauen wollte. Damit kam ich auch zum ersten Mal in diese Stadt. Im Vorfeld des Krieges des Jahres 2000 sah man damals schon sehr viele Bewaffnete auf den Strassen, etwas das man in Marawi nicht sehen konnte. Ich pendelte nun hauptsaechlich zwischen Marawi City und Coronadal City hin und her.<span id="more-2739"></span> Gelegentlich war ich auch in Surigao und Bukidnon, da wir dort auch Gruppen hatten. Unsere &#8220;Down Lines&#8221; waren auf knappe 1000 angewachsen, aber der Umsatz entsprach nicht den Erwartungen. Immer wieder versuchte ich den Leuten klar zu machen, dass man Produkte verkaufen muss, bzw selbst die Produkte auch verwenden sollte. Amway Produkte sind wirklich gut und obwohl sie auf den ersten Blick nicht billig erscheinen, so sind sie in der Nutzung doch billiger wegen der hohen Konzentration und der erforderlichen Verduennung. Eine Klage die ich diesbezueglich hoerte war zum Beispiel die Verschwendung durch Haushaltshilfen, da die das mit der Konzentration scheinbar nicht verstanden oder verstehen wollten. Ein weiterer Beschwerdegrund war die Tatsache, dass es keine Sachets gab, wie sie auf den Philippinen einfach ueblich sind. Und so gab es fuer viele immer einen Grund sich nicht so einzusetzen, wie man es muesste, wenn man erfolg haben moechte. Die besten Mitglieder kamen immer aus der Mittelklasse. Die unteren Klassen, die das Geld noetig gehabt haetten, arbeiteten fast nichts.</p>
<p>Koronadal wuchs und gedieh und wurde bald mein staerkster Arm. Marawi war guter zweiter, aber der dritte Arm wollte und wollte nicht zustande kommen. Les und Karen kamen zwei bis drei mal im Jahr und halfen fleissig, aber auch sie vermochten nicht die Leute aus den untersten Einkommensgruppen zu motivieren und bei der Stange zu halten.</p>
<p>Auch in Dumaguete und auf  Siquijor hatte ich je eine Gruppe aufgebaut mit dem gleichen schwachen Ergebnis.</p>
<p>Als in Cagayan de Oro ein Amway Store eroeffnet hatte, wurde es vorruebergehend besser, aber nach drei Monaten war auch dieser Enthusiasmus vergangen. Mir schien es als ob die Pinoys, die Geld am noetigsten hatten, einfach keinen Bock auf Arbeit hatten.</p>
<p>Die begonnene Gruppe in Surigao hatte auch nur noch ein einziges aktives Mitglied und die Mitglieder, die zu den Treffen kamen wurden immer weniger. Ich kam so langsam zu der Erkenntnis, dass dieses Konzept hier wohl nicht laufen wuerde, auch wenn es in anderen Laendern sehr gut lief.</p>
<p>Und so entschloss ich mich alles auf sich beruhen zu lassen. Allerdings hatte die ganze Aktion doch einiges gebracht, denn ich hatte viele nette und zum Teil auch interessante Menschen kennen gelernt, unter anderem den erfolgreichen Pinoy aus Dipolog, sehr nette Menschen aus Marawi und Koronadal, sowie einige Politiker unter anderem Neri Acosta aus Bukidnon. Alleine dieser Aspekt machte die Angelegenheit zumindest zum Spass.</p>
<p>Ich verwende Amway Produkte heute noch, allerdings ohne jedwede Aktivitaet.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Amway und die Pinoys 1. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 07:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im April 1997 eroeffnete Amway auf den Phlippinen und nachdem Bekannte von mir in Deutschland in den fruehen 80er Jahren eigentlich recht erfolgreich waren, dachte ich mir ich koennte es doch auch mal versuchen. Ich fuhr daher in den ersten Tagen nach Cebu um an der Eroeffnung dort teilzunehmen und mich ausfuehrlich zu informieren. Das erste was ich dort lernte, war die Tatsache, dass ich mich nicht einfach anmelden konnte, sondern ich musste einen Sponsor haben, d.h. ich haette entweder einen Pinoy ueber mir oder ich wuerde einen auslaendischen Sponsor benoetigen.</p>
<p>Die ganzen anfaenglichen Meetings waren im Cebu Midtown Hotel und es waren ziemlich viele Amerikaner anwesend. Ich habe mich also in den naechsten zwei Tagen mit ziemlich vielen von denen unterhalten und am Ende traf ich meine Wahl, wer mich sponsern koennte. Unter all den typischen Amis war ein Paar, die ich sehr nett und sympathisch fand und ich unterhielt mich mit ihnen. <span id="more-2731"></span>Leider hatten sie das direct sponsoring material nicht dabei und so wurde die Anmeldung erstmal ueber einen Pinoy gemacht, der direkt von ihnen gesponsert worden war. Innerhalb von zwei Wochen konnten die beiden das aendern und ich informierte mich ausfuehrlich ueber die ganzen Businessplaene und was es sonst noch so alles gab. Amway war 1959 gegruendet worden und gehoerte zu den altesten &#8220;direct sellers&#8221; und Multi Marketing Level Companies. Also sollte ich bei denen schon in guten Haenden sein.</p>
<p>Wie ueblich begann ich im Bekannten und Freundeskreis &#8211; die Verwandten liess ich aus, die hatten eh keine Kohle &#8211; und bereits im ersten Monat hatte ich mein erstes Quicksilver gemacht. Ich bekam bereits einen 6%igen  Kommissionscheck und es liess sich recht ordentlich an. Dann sponserte ich Alan, den ihr ja aus der Geschichte mit dem Grill kennt. Alan hatte selbst ein &#8220;direct selling business&#8221; damals und verkaufte Novelty Items in den verschiedenen Kaufhaeusern in Mindanao und er plante in Dipolog groesser einzusteigen und meinte, das waere eine gute Gelegenheit dort auch sogenannte Amway Downlines aufzubauen.</p>
<p>Und so kam unser erster Trip nach Dipolog, wo wir in einem Hotel dann auch drei Tage spaeter unseren ersten Vortrag hielten und etliche Mitglieder werben konnten. Die sollten natuerlich Amway Produkte selbst verwenden und ausserdem Verkaufen und Mitglieder werben. Wenn es nicht so gemacht wird, dann kann das ganze System einfach nicht funktionieren.</p>
<p>Noch gab es nur in Manila einen Amway Store, der Bestellungen entgegen nahm und verschickte. Diese Art von Versand war fuer Filipinos total neu und es lief sehr schleppend, da die Pinoys einfach nicht bestellen wollten. Um das ganze anzukurbeln uebernahmen wir das Bestellen und lieferten beim naechsten Besuch alles beim Besteller ab, wobei einige Vorauszahlungen leisteten und andere bei Anlieferung bezahlten. Aber ihr koennt euch natuerlich denken, dass es wie immer einige gab, die Ihre Bestellungen erst nach dem Verkauf &#8211; wenn ueberhaupt &#8211; bezahlen wollten, wobei wir natuerlich nicht zustimmten. Wir entschieden keinerlei Ware ohne Bezahlung auszugeben. Aber einige schafften es doch von Alan Ware zu bekommen mit dem Versprechen sofort nach der Lieferung an die Kunden zu bezahlen also noch am gleichen Tag. Die Ausreden die denen dann eingefallen sind warum sie eben nicht nach Lieferung bezahlen konnten waren erstaunlich. Damals dachte ich, dass die Filipinos ueberaus erfolgreich waeren, wenn sie in die Ausfuehrung einer Arbeit oder eines Geschaeftes ebenso viel Energie hinein stecken wuerden, wie in das Erfinden von Ausreden.</p>
<p>Das ganze System hatte jedoch einen Vorteil; die unfaehigen oder unwilligen  Pinoys sortierten sich selbst aus. Auf der anderen Seite zeigte es sich, dass das ganze System nur dann funktionierte, wenn man laufend nachhakte zumindest  zu dem Punkt, bis man dort jemanden aufgebaut hatte, der selbst diese Gruppe voran trieb. Das ist aber ein extrem schwieriges Unternehmen, denn leider gibt es nicht so viele Pinoys, die in der Selbstaendigkeit Erfolg haben. Die meisten erfolgreichen Pinoys hatten schon ein anderes Geschaeft am laufen und die noch nicht erfolgreich waren benoetigten die Peitsche. Mit Zuckerbrot kam man da nicht weit.</p>
<p>Etwa drei Monate nach der Eroeffnung von Amway kamen Les und Karen auf die Philippinen um sich den Fortschritt anzusehen und mitzuhelfen hier etwas aufzubauen. Aber auch die beiden verzweifelten recht bald an der philippinischen &#8220;Schlaraffenlandmentalitaet&#8221;. Es wollte ihnen einfach nicht in den Kopf, dass man Erfolg erwartete, aber nicht dafuer arbeiten wollte.</p>
<p>Trotzdem waren wir in der Lage einiges an kleineren Erfolgen zu verbuchen. So war die Gruppe in Dipolog zwar die groesste, aber eine andere Gruppe, die hauptsaechlich aus Studenten der Mindanao State University in Marawi bestand und zu 50% aus  moslemische Mitglieder hatte, die da etwas energetischer waren, als die Christen aus der gleichen Universitaet. So bauten wir die Gruppe in Marawi auf und ich war bestimmt alle sechs Wochen dort, wobei ich nicht ein einziges Mal schlechte Erfahrungen machte. Ich blieb aber nie ueber Nacht sondern schlief immer in Iligan. Mittlerweile hatte ich auch 18% an Kommissionen erreicht und Silber schien nicht mehr fern. Aber es sollte nicht mehr soweit kommen.</p>
<p>In Dipolog hatten wir mit Maribel eine &#8220;treibende Kraft&#8221; aufgebaut und es wurde besser, aber eines schoenen Tages 1998 teilte sie uns mit, dass sie nach Kanada auswandert, da sie da einen Job bekommen hatte. Wir waren also wieder am Anfang und die Gruppe drohte einzuschlafen. Ein weiter Besuch von Les und Karen brachte uns auch nicht weiter.</p>
<p>Irgendwo sind solche Rueckschlaege auch nicht gerade aufbauend, aber aufgeben wollte ich nicht, da ich viel zu viel Zeit investiert hatte.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Philippinische Familie &#8211; hoch gelobt, aber&#8230;&#8230;.</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 04:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute will ich mal ueber die philippinische Familie schreiben und auch mit Beispielen zeigen, was da neben den allgemeinen Erwartungen oft so ablaufen kann. Hier ist ja die Grossfamilie noch ueblich &#8211; zumindest auf dem Land &#8211; und diese Familie dient in erster Linie auch der Altersversorgung ihrer alten Mitglieder, die nicht mehr arbeiten koennen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute will ich mal ueber die philippinische Familie schreiben und auch mit Beispielen zeigen, was da neben den allgemeinen Erwartungen oft so ablaufen kann. Hier ist ja die Grossfamilie noch ueblich &#8211; zumindest auf dem Land &#8211; und diese Familie dient in erster Linie auch der Altersversorgung ihrer alten Mitglieder, die nicht mehr arbeiten koennen, da die Pensionen finanziell ja ein echter Witz sind und auch nur dann bezahlt werden, wenn man brav viele Jahre seine SSS bezahlt hat. Zudem ist es zum Beispiel auch ueblich, dass aeltere Geschwister, die bereits im Berufsleben stehen, den juengeren Geschwistern Ausbildung und Studium finanzieren.</p>
<p>Familienmitglieder werden auch im Krankheitsfall umsorgt, die Alten werden in keine Altersheime abgeschoben sondern duerfen bis zum Lebensende im Schutze der Familie bleiben. Dazu kommt, dass man alten Menschen auch noch sehr viel Respekt zeigt und deren Ansichten akzeptiert.<span id="more-2691"></span> Die Familie hat also auf den Philippinen eine viel groessere Bedeutung als soziale Einheit, als wie in vielen &#8220;zivilisierten&#8221; und &#8220;entwickelten&#8221; Laendern. Das wirkt auf uns Europaeer sicherlich auf den ersten Blick sehr sympathisch.</p>
<p>Aber es laufen nebenher auch manchmal Dinge innerhalb der Familie ab, die wir als &#8220;Westler&#8221; nur sehr schwer verstehen koennen. So gibt es sehr haeufig Erbstreitigkeiten, die fuer gewoehnlich beginnen, bevor der Erblasser ueberhaupt verstorben ist, denn die Kinder wollen ihr Erbe fruehzeitig haben. Dass Erben sich streiten ist auch fuer uns nicht ungeweohnlich, aber dass man das Erbe vor der Zeit einfordert eher schon. Zum anderen nutzen viele Familien den OFW Status von Kindern oder engen Verwandten aus. Oftmals werden existierende Jobs aufgegeben, Gelder fuer Geschaeftsgruendungen sinnlos verbraten und allerlei anderer Unsinn mit den Ueberweisungen gemacht. Man ist ja nun mit dem &#8220;Auslaender&#8221; in der Familie bestens versorgt. Auch ansonsten gibt es oft sinnlose Streitereien innerhalb der Familien, aber gegenueber Aussenstehenden halten sie dann sofort zusammen und wuerden sogar Meineide schwoeren.</p>
<p>Ich glaube einige Beispiele aus dem Leben geben einen besseren Einblick.  Ich hatte ja schon einmal ueber Ausnutzung von OFWs geschrieben und zwar <a href="http://www.phil-life.net/2010/01/08/wie-eine-made-im-speck/" target="_self">hier</a>,  (sind insgesamt drei Teile) aber ich kenne natuerlich noch mehr Faelle, moechte mich aber nicht wiederholen.</p>
<p>Einen typischen Fall von Familienzusammenhalt gegen einen &#8220;Aussenseiter&#8221; habe ich vor etlichen Jahren erlebt. Wobei ich als der &#8220;Aussenseiter&#8221; eigentlich kein richtiger &#8220;Aussenseiter&#8221; war. Die Frau meines Schwager (Bruder meiner Frau) hatte, ohne uns ueberhaupt um Erlaubnis zu fragen, einen juengeren Neffen mit auf die Farm nach Bukidnon gebracht. Einige Tage spaeter benoetigte meine Frau dringend etwas von Valencia, und da niemand Zeit hatte, bat sie eben jenen Neffen doch dies und jenes in Valencia zu kaufen. Einige Stunden spaeter kam er wieder und bei der Abrechnung fehlten 250 Pesos. Meine Frau war ziemlich sauer und schiss ihn ordentlich zusammen. Was dazu fuehrte, dass Minda, die Frau meines Schwagers, zum Haus kam und sich auffuehrte wie der &#8220;Rotz am Aermel&#8221;. Sie schrie herum und meinte, ihr Neffe kann fuer einen Snack ausgeben was er will usw. Ich erlaubte mir zu sagen (in aller Ruhe natuerlich) dass 250 Pesos fuer einen Snack einfach zu viel seien und wenn er schon einen Snack kauft, haette er das ja beim Abrechnen sagen koennen. Nun brach der offene &#8220;Krieg&#8221; aus und Minda schrie mich zusammen und fuehrte sich noch schlimmer auf als vorher. Ich ignorierte sie und sagte zu meiner Frau, dass ich den Joseph besuchen gehe und erst zurueck kaeme, wenn sie nicht mehr &#8220;buang&#8221; sei. Das fuehrte natuerlich zu noch mehr Toberei.</p>
<p>Am naechsten Tag entschuldigte sie sich bei meiner Frau, aber nicht bei mir. Meine Frau wollte wissen, warum sie sich nicht bei mir entschuldigen wuerde und sie meinte dann nur, dass ich ja &#8220;nur&#8221; ein Auslaender sei und da braeuchte man sich nicht zu entschuldigen. Ich habe mit Minda seither kein Wort mehr gesprochen und der Neffe musste am folgenden Tag abreisen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt, dass man bei etlichen Pinoys aus der Verwandtschaft auch nach was weiss ich nach wieviel Jahren Ehe immer noch nicht repektiert wird. Allerdings ist das nicht unbedingt die Norm, sondern eher die Ausnahme.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel habe ich diese Tage erlebt. Vincio  (<a href="http://www.phil-life.net/2010/01/26/general-santos-zum-ersten/" target="_self">Hier</a> und <a href="http://www.phil-life.net/2010/01/27/general-santos-zum-zweiten/" target="_self">hier</a> habe ich bereits von ihm erzaehlt) ist ja schon seit laengerem von Krankheiten geplagt. Begonnen hatte es 2002  im Novemeber mit einem Schlaganfall, der durch seine vorhandene Diabetes noch verstaerkt wurde. Durch die linksseitige Laehmung war er niemals mehr der Alte geworden. Das Geschaeft ging schlechter und schlechter und fast alle alten Freunde meldeten sich nicht mehr bei ihm.Vor ueber einem Jahr bekam er zusaetzlich Elefantiasis und sein linkes Bein schwoll zu einem enormen Umfang an. Geld fuer Krankenhausbehandlung hatte er schon lange nicht mehr. Letzte Woche rief er mich an, dass er dringend Geld zur Aufnahme ins Krankenhaus braeuchte. Wir liessen ihn einliefern und kuemmerten uns um die finanzielle Seite. Vincio stammt urspruenglich von Bohol und wegen seines Erfolges sind auch die Brueder und Schwestern schon in den 70er Jahren nach Gensan gezogen. Drei Brueder und zwei Schwestern leben hier und allen hatte er geholfen gutgehende Geschaefte aufzubauen, damit sie ein besseres Leben haben koennten. Auch ansonsten war Vincio immer hilfsbereit auch Freunden gegenueber.  Als er krank wurde und alles Geld fuer die Aerzte, Krankenhaeuser und Medikamente &#8220;drauf&#8221; ging, half ihm nicht eines seiner Geschwister. Auch dieses mal wendeten sie sich ab, als er um Hilfe bat, und das obwohl sich ein jeder Hilfe haette leisten koennen.</p>
<p>Leider ist es oft mit der vielgepriesenen Hilfeleistung innerhalb von Familien gar nicht so weit her, wie man uns glauben machen moechte.</p>

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		<title>Christy</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 04:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Geschichte vom Tod meines Freundes Claus wurde Christy ja schon erwaehnt, aber es gibt viel mehr ueber sie zu erzaehlen, als was dort steht. Zum ersten Mal traf ich Christy 2003. Damals arbeitete sie bei EPCI Bank und sie kam mit einer Kollegin vorbei um uns einen Investmentfond der Bank anzubieten. Esther, meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Geschichte vom Tod meines Freundes Claus wurde Christy ja schon erwaehnt, aber es gibt viel mehr ueber sie zu erzaehlen, als was dort steht.</p>
<p>Zum ersten Mal traf ich Christy 2003. Damals arbeitete sie bei EPCI Bank und sie kam mit einer Kollegin vorbei um uns einen Investmentfond der Bank anzubieten. Esther, meine Bankerin, hatte mich auf ihr Kommen bereits hin gewiesen. Wir hatten allerdings am Fond kein Interesse.</p>
<p>Wir sahen Christy dann fuer einige Zeit nicht, da sie ja in einer anderen Zweigstelle arbeitete und ich immer alles ueber meine abwickelte und Esther sich um alles kuemmerte. Claus war allerdings in Christys Zweigstelle und erwaehnte sie gelegentlich. Irgendwann im Herbst 2004 erwaehnte Claus, dass er Christy Geld geliehen hatte und sie die Zinsen immer sehr unpuenktlich bezahlte. Ich riet ihm, doch das Geld einzufordern, auch ratenweise, denn ich hatte das Gefuehl, dass Claus frueher oder spaeter bei ihr einen groesseren Verlust erleiden wuerde. <span id="more-2688"></span>Claus folgte meinem Rat nicht und so passierte, was zu erwarten war.  Im Juni 2005 verkuendigte Claus dann stolz, dass Christy alles zurueck gezahlt hatte und er ihr kein Geld mehr leihen wuerde. Recht hatte er ja, denn wenn man Geld verleiht, dann eben nur an Menschen, die sich als zuverlaessig erwiesen haben. Christy baute zu der Zeit neben dem neuen Haus von Claus ein Badmintonzentrum mit Restaurant und einigen Shops drin. Das kostete um die 15 Millionen und ich machte mir mal die Muehe eine moegliche Rendite auszurechnen, aber selbst bei bestem Geschaeftsgang wuerde man mit Mueh und Not nur die Kapitalkosten erwirtschaften koennen. Von &#8220;Capital Return&#8221; und &#8220;Gain&#8221; keine Spur. Das war mal wieder eine Unternehmung, die ohne weiteres Nachdenken begonnen worden war.</p>
<p>Finanziert wurde das Ganze nicht mit eigenem Kapital sondern mit Krediten von der Bank und von Privatleuten, wobei alle moeglichen Landtitel als Sicherheiten dienten, denn da hatte sie nach dem Tod ihrer Tante eine ganze Reihe geerbt. Auch das Grundstueck, auf dem Claus gerade sein Haus baute war eines dieser Grundstuecke. Claus hatte das voll bezahlt, aber er war Deutscher und konnte kein Land besitzen. Deswegen machte er mit Christy aus, dass er den Titel erst verlangen wuerde, wenn seine &#8220;Adoptivtochter&#8221; 18 wuerde, und dann koennte man das Ganze auf sie umschreiben. Sicherlich kein schlechter Gedanke, aber nun kommt eben der &#8220;Hammer&#8221;: Es gab keinen Kaufvertrag und keinerlei schriftliche Unterlagen ueber diesen &#8220;Deal&#8221;. Wie ja schon erwaehnt war Claus im Geldverleih taetig und hatte zum Zeitpunkt seines Todes Millionen von Aussenstaenden. Auch ueber diese &#8220;Verleihgeschichten&#8221; gab es keinerlei schriftliche Vertraege. Der sonst ach so &#8220;genaue Claus&#8221;, der von allen Verwandten, Bekannnten und Freunden Genauigkeit verlangte, hatte hier uebelst gepfuscht. Und dieser Pfusch mit dem Grubdstueck sollte am Ende sehr teuer werden.</p>
<p>Im September 2005 laesterte Claus einmal mehr ab, dass Christy ihre Schulden nicht bezahlen wuerde. &#8220;Was&#8221; unterbrach ich ihn, &#8220;du hast doch der nicht etwa wieder Geld geliehen?&#8221; Claus nickte und ich schalt ihn: &#8220;Nachdem du schon Schwierigkeiten beim letzten Mal hattest und dir vor genommen hattest nichts mehr zu geben, leihst du ihr schon wieder was? Wieviel denn?&#8221; &#8220;1,9 Millionen!&#8221; kam kleinlaut die Anywort. &#8220;Du hast sie doch nicht alle&#8221; warf ich ihm an den Kopf, &#8220;die Kohle kannst du dir wohl abschminken, da mir Apple erst vor ein paar Tagen gesagt hatte, dass Christy in Schwierigkeiten stecke.&#8221; &#8220;ich werde ihr dieses Mal aber wirklich nichts mehr geben,&#8221; warf er ein &#8220;vorausgesetzt ich kann diese Aussenstaende kassieren.&#8221; &#8220;Viel Glueck dabei,&#8221; meinte ich lakonisch.</p>
<p>Christy hatte natuerlich alle Titel verpfaendet, und so war auch der Titel von Claus&#8217; Grundstueck als Sicherheit bei der Bank gelandet. Aber oh weh, sie hatte zwei Titel vom selben Grundstueck und der zweite Titel war an eine reiche Familie als Sicherheit vergeben worden. Das wusste Claus damals noch nicht und wir hatten das auch erst nach seinem Tod erfahren.</p>
<p>Am 7. November war Claus gestorben (<a href="http://www.phil-life.net/2011/04/01/der-tod-von-claus-1-teil/" target="_self">siehe hier</a>)  und danach sollte es wirklich chaotisch werden. Wie schon erzaehlt, hatte Christy sich ja schriftlich verpflichtet das Grundstueck samt Haus zu erwerben als sogenannten &#8220;Repurchase&#8221; und die 1,7 Millionen Schulden waren da auch mit drin in diesem Vertrag. (200k hatte sie ja bereits an das Krankenhaus bezahlt gehabt) Aber es kam wie es kommen musste; Christy war in grossen finanziellen Schwierigkeiten und durch das doppelte Vergeben von Titeln verschiedenster Laendereien war sie dermassen ueberbelastet, dass an eine Rueckzahlung ueberhaupt nicht zu denken war. So verstrich auch der Termin zum Rueckkauf von Claus&#8217; Grundstueck und dann passierte es. Christy verschwand! Eines Tages war sie weg samt der Familie und kein Mensch wusste, wo sie abgeblieben war. Die Bank lief Amok und Apple und Esther hielten mich auf dem Laufenden. Als es eine Revision gab, stellte die EPCI Bank fest, dass Christy still liegende Konten gemolken hatte und da bei still liegenden Konten jede Transaktion genehmigt werden musste, unterzeichnete sie das selbst, da sie als Assistant Manager dazu befugt war. Insgesamt ergaunerte sie sich auf diese Art ueber 30 Millionen Pesos. Wenn man dann noch die Bank- und die privaten Schulden dazu zaehlt, hatte sie ueber 80 Millionen Aussenstaende liegen, von denen im besten Fall 20 Millionen durch Sicherheiten abgedeckt waren, aber diese Sicherheiten noch viele Jahre durch Prozesse gebunden sein wuerden.</p>
<p>Eine der Schuldnerinnen schnappte sich in einer Nacht und Nebelaktion das Haus von Claus und mit drei &#8220;Claimants&#8221; konnte das vor Gericht nur chaotisch werden. Es ist auch heute noch chaotisch und die Anwaelte sind kein Stueck weiter gekommen. Besitz ist nun mal 80% des Gesetzes. Die Erben von Claus duerften wohl leer ausgehen.</p>
<p>Christy war angeblich erst in Pampanga, dann in Ilocos, wo sie einen nahmhaften Politiker sehr gut kannte und dann angeblich in Japan. Wo sie wirklich steckt, weiss kein Mensch und bis heute hat sie sich nicht gemeldet. Das wird sie auch schoen bleiben lassen, warten doch ueber 20 Haftbefehle aus den verschiedensten Klagen auf sie.</p>
<p>Wahrscheinlich lebt sie ganz woanders wie die Made im Speck und lacht sich eins ueber die Dummheit ihrer Geldgeber.</p>
<p>The End</p>

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		<title>Der Tod von Claus 4. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 07:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf vom Beerdigungsunternehmer, der wohl entweder mit der Ex oder mit dem Sohn gesprochen hatte, und der teilte mir mit, dass wir in Zukunft &#8220;in charge&#8221; waeren. Ich habe damals natuerlich nicht ausgeschlossen, dass die Bezahlung dabei eine grosse Rolle spielte.</p>
<p>Meist kamen die Leute der Ex erst am Abend und auch die &#8220;Tochter samt Mutter&#8221; tauchte erst spaetnachmittags oder Abends auf. Zumindesr gab es an diesem Abend keinen Streit. Selbst als ich bemaengelte, dass ich Saufen und Karten spielen nicht dulden werde, wurde das stillschweigend befolgt.</p>
<p>Zwei Tage spaeter stand die Ankunft des Sohnes auf dem Programm und ich machte mit ihm aus, dass wir ihn vom Flughafen abholen wuerden. Anhand der Passkopie, die er in Zusammenhang mit der Power of Attorney gefaxt hatte, wusste ich ja wie er aussah. <span id="more-2677"></span>Das Flugzeug landete puenktlich und nun sah ich dass auch die Exfrau zum Abholen gekommen war. Das ergab aber kein Problem, da der Sohn nur kurz mit der Ex sprach und dann mit uns in die Stadt fuhr. In der Stadt quartierte ich ihn erst einmal im Sidney Hotel ein. Spaeter am nachmittag trafen wir uns beim Bestatter, der ganz in der Naehe des Hotels wohnte. Danach fuhren wir mit Apple zum Haus von Claus. Der Sohn gab Apple ein altes Wagenrad, dass Claus als Verzierung im Wohnzimmer hatte. Mir gab er auch einige Kleinigkeiten. Ein alter Tisch und ein Beistellwagen (beides echte Antiquitaeten) wurden vorerst bei mir untergestellt, denn die wollte der Sohn nach Deutschland verschiffen lassen.</p>
<p>Am naechsten Tag stand ein Treffen mit der Ex und der &#8220;Tochter&#8221; beim Anwalt an. Ein extrajudicial Settlement sollte ausgearbeitet werden. Claus hatte noch ein Schliessfach bei der Bank und das konnte ohne das Settlement nicht geoeffnet werden. Auch die Erbschaft konnte nicht verteilt werden ohne dieses Dokument. Man wurde sich beim Anwalt sehr schnell einig und alle unterzeichneten das Dokument. Gesetzlich hatte die Tochter ja keinen Anspruch, da sie nie legal adoptiert worden war, aber der Sohn erlaubte ihr den gesetzlichen Anteil, da sie ja wie eine Tochter behandelt worden war. Da die Ehe in Deutschland geschlossen worden war, betrug der gesetzliche Anteil der Frau 25%, die restlichen 75% teilten der Sohn und die Tochter. Danach gingen alle zur Bank &#8211; ich war bei der ganzen Aktion nicht anwesend &#8211; um in das Schliessfach zu schauen. Die Enttaeuschung war sehr gross, denn im Schliessfach fand sich nur der Reisepass von Claus sonst nichts.</p>
<p>Am folgenden Tag war der Gedenkgottesdienst von Claus angesagt. Da er ein Baptist geworden war, wurde der Gottesdienst auch in deren Kirche abgehalten. Der Sarg war vorne aufgebahrt, der Priester hielt eine ergreifende Rede und die Ex und ich sagten auch ein paar Worte.  Anschliessend blieb der Sohn noch eine Weile in der Kirche alleine um eine letzte Zwiesprache mit seinem Vater zu halten. Danach wurde der Sarg, der nun verschlossen war, zum Bestattungsunternehmer fuer die letzte Totenwache zurueck gebracht.</p>
<p>Am naechsten Morgen gegen 5 Uhr frueh wurde der Sarg, begleitet von Tochter, Sohn und Ex, nach Davao zum Krematorium gebracht, wo der Leichnam verbrannt wurde. Die Asche wurde vorerst von der Tochter &#8220;verwaltet&#8221;, sollte aber die Tage in der Sarangani Bay verstreut werden.</p>
<p>Ich uebernahm nun das Verkaufen der persoenlichen Dinge, die die Erben nicht haben wollte. Davon durfte ich dann alle meine Kosten abziehen und hatte den Rest des Geldes an den gemeinsamen Anwalt zu uebergeben. Der hatte noch einiges zu tun, da der Titel des Grundstueckes nie umgeschrieben worden war und nicht mal ein Kaufvertrag existierte. Also sprach der zu allererst mit Christy, die das Grundstueck an Claus verkauft hatte und die stimmte einem Rueckkauf zu, der dann gleich vertraglich organisiert wurde, da es ansonsten ja keinen Nachweis ueber das Eigentum des Grundstueckes gab. Nun gab es diesen Beweis wenigstens im &#8220;Agreement to Repurchase&#8221;. Zudem versicherte Christy in schriftlicher Form die ausstehenden Krankenhauskosten zu begleichen, was sie am naechsten Tag per Scheck auch machte. Schliesslich hatte Christy ja S noch ausstehende Schulden von 1,7 Millionen.</p>
<p>Zwei Tage spaeter war es soweit und wir fuhren nach Alabel um ein Boot zu mieten und die Asche von Claus in der Bay zu zerstreuen. Wir fanden  auch ein Boot und da die Wellen ziemlich hoch waren, wollte der Eigentuemer 500 Pesos haben. Der Sohn wollte nicht verhandeln und bezahlte den geforderterten Preis und so fuhren wir los. Meine Frau lieb zurueck aber der Sohn, die &#8220;Tochter&#8221; und die Ex waren dabei und mitten in der Bay verstreute das Maedel die Asche im Meer. Die Wellen waren sehr hoch und so kamen wir alle patschnass zum Ufer zurueck Ich musste in Unterhosen nach Hause fahren, da ich mir die Sitze des damals doch neuen Autos nicht versauen wollte.</p>
<p>Damit war Claus endgueltig von uns gegangen, aber die Erbschaftsangelegenheiten insbesonders wegen des Hauses und einiger damit verbundenen Vorkommnisse sollten sich noch lange hin ziehen und da der Sohn mich zu seinem Vertreter bestimmte, hatte ich auch noch lange damit zu tun. Aber das werde ich eines Tages unter dem Thema Christy erzaehlen, denn da war noch sehr viel passiert. Die Gaunereien und Betruegereien, die sich da noch ergaben (die meisten hatten mit Claus nichts zu tun) waren schon jenseits von Gut und Boese. Der Sohn flog am naechsten Tag nach Hause, wir vekauften den Hausrat und etliches an anderen Dingen und bekamen am Ende alle unsere Auslagen fuer Krankenhaus und Beerdigung zurueck und zahlten das uebrige Geld an den Anwalt, der das an die Erben weiter leitete. Waehrend der Verkaufaktion stellte ich fest, dass das noch zu montierende Dach fuer die Garage und den Eingangsbereich fehlte. Spaeter erfuhren wir, dass die Ex das schon abgeholt hatte. Auch die Handpumpe im Garten fehlte.</p>
<p>Claus war tot, aber die &#8220;Nachbeben&#8221; sollten noch lange zu spueren sein.</p>
<p>The End!</p>

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