Die Abra – Kalinga Road – Luzon 3. Teil

Am naechsten Morgen standen wir recht frueh auf und gingen zuerst runter zum Restaurant, um Kaffee zu trinken. Wir stiegen die 120 Stufen hinunter, nur um heraus zu finden, dass die Eigentuemerin nach Tabuk gefahren war und das Restaurant fuer zwei Tage geschlossen sei. Wir schauten nach einer Carenderia, aber es gab keine. Auf dem Rueckweg kamen wir dann an einer Baeckerei vorbei, und die freundliche Eigentuemerin lud uns auf einen Kaffee ein. Dazu moechte ich erwaehnen, dass uns nirgendwo in den Kordillieren Neskaffee serviert wurde. Hier trinkt man nur aufgebruehten Kaffee. Je nachdem wird er aehnlich wie bei uns gebrueht, oder aber auf „tuerkische Art“. Wobei er immer recht stark war.

Wir hatten eine sehr nette Unterhaltung mit ihr ueber die Umstaende hier in der Gegend. So hielten sich die Staemme hier fuer gewoehnlich aus Stammesfehden und sonstigen Streitereien heraus. Es gibt andere Staemme, wie zum Beispiel die Budbud, die sind bei jeder Streiterei und jedem Kampf dabei.

Anschliessend gingen wir auf die Dachterasse der Polizeistation, von der man eine herrliche Sicht hat und machten dort noch einige Fotos.

Danach packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg. Die Strasse war nicht ganz so eng wie der Saltan Abschnitt gestern, aber schmal war sie allemal und die  Seiten der Strasse hatten keinerlei Abgrenzungen. Der Weg fuehrte praktisch mitten durch die Reisterassen. Den Hang hinunter waren tausende, ebenso wie den Hang hinauf. Im Gegensatz zu Banaue, sahen wir Reis in allen Wachstumstufen. Vom frischen Setzling im silbrig glaenzendem Wasser, ueber die saftig gruenen Reispflanzen im vollen Wuchs, bis hin zu den leuchtend gelben reifen Pflanzen waren alle Farbschattierungen verteten.

Die Fahrt ging vorbei an Wasserfaellen, die auf die Strasse prasselten, oder ueber die Strasse abliefen, bis wir schliesslich am Balbalan Gate ankamen, ein natuerlicher Felsdurchbruch, durch den die Strasse wie durch eine Hoehle fuehrte. Das war natuerlich ein tolles Fotomotiv und wir hielten uns dort auch eine Zeit lang auf. Nun hatten wir auch manchmal Gegenverkehr, der in erster Linie aus Jeepneys bestand. Gelegentlich trafen wir auch auf einen Truck. Privatfahrzeuge sahen wir ueberhaupt keine. (Wir hatten seit Ba-ay ueberhaupt kein privates Fahrzeug mehr gesehen.) Reisterassen waren allgegenwaertig auf den ersten Kilometern und wir sahen so manches Dorf inmitten dieser Terassen.

Nnach vier Stunden Fahrzeit kamen wir in Lubuagan an und lunchten im Pines Inn, wo wir freudig begruesst wurden. Nun mussten wir natuerlich erzaehlen, wo wir ueberall gewesen sind und hielten uns etwas laenger auf als wir wollten. Aber auf der Herfahrt vor einem knappen Monat hatten wir dort uebernachtet und die Leute waren sehr, sehr freundlich gewesen.

Die Strecke von Lubuagan nach Tinglayan waren wir ja schon gefahren; allerdings wegen der Verspaetung durch den Erdrutsch war es nachmittags geworden und wir hatten Regen und Nebel und sahen nicht allzuviel. Aber diesesmal erblickten wir die zum Teil sehr tiefen Abgruende hinunter ins Tal,  so dass uns im nachhinein schon ein bisserl anders wurde, wenn man bedenkt, dass wir vorher nur wussten es geht hinunter, aber wir hatten wegen des Regens und der Wolken keine Ahnung wie tief es wirklich gewesen war. (Das waren mindestens 500 Meter und mehr)

Uebrigens war der Erdrutsch, der uns auf der Hochfahrt aufgehalten hatte,  total wegeraeumt worden, was eher unueblich ist. Normalerweise wird die Oberflaeche nur soweit begradigt, dass man drueber fahren kann, das heisst es gibt bei jedem Landslide eine Art Rampe zum hochfahren und eine zum wieder runterfahren.

Als wir gegen fuenf Uhr in Tinglayan ankamen fing es wieder an zu regnen.  Wir schliefen einmal mehr  in der „Sleeping Beauty“,  unserem „minus sechs Sterne Hotel“ und da wir diesmal ein Zimmer mit Fenster und Bad bekamen (das war damals belegt), habe ich ihnen einen Stern gutgeschrieben, so dass es nun nur noch „minus fuenf Sterne sind“.  (der gute Samariter war wegen Renovierung noch immer geschlossen)

Es regnete bis spaet in die Nacht und da es keinen Internetzugang gab, lasen wir ein wenig und waermten uns mit Tee mit Rum.

Zu den Fotos: Hier klicken Bitte beachten, es sind insegsamt fuenf Seiten Fotos fuer diesen Bericht

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