Durch Mindanao’s Zentrum…..

Wie oft bin ich diese Strecke schon gefahren, obwohl ich vor dem suedlichen Teil oft gewarnt wurde, da man durch vier Provinzen faehrt, in denen viele Mosleme leben und in denen die MILF auch aktiv ist;  South Cotabato, Sultan Kuderat, Maguindanao und North Cotabato. Aber bei all meinen Fahrten hat es in diesen Provinzen noch nie einen Zwischenfall gegeben. Allerdings fahre ich immer nur tagsueber.

Man faehrt also erst einmal von GenSan nach Marbel, das heute Koronadal City heisst, aber die Einheimischen nennen es immer noch beim alten Namen. Die Strasse dort ist sehr gut und mit etwas Glueck kann man den Mount Matutum hinter Polomolok ohne Wolken sehen. Marbel als Stadt gibt nicht viel her und von dort geht es weiter nach Tacurong, das bereits in Sultan Kuderat liegt. Die Landschaft ist von intensiver Feldwirtschaft gepraegt und man wird wohl etliche Handtraktoren ueberholen, die das Strassenbild bestimmen. Interessant wird es wieder hinter Tacurung, denn nun kommt man in Moslem Gebiete und das in letzter Zeit negativ aufgefallene Maguindanao. Zunaechst kommt man nach Buluan, das in der Naehe des gleichnamigen Sees liegt. Ein Abstecher koennte sich wohl lohnen, obwohl ich selbst noch nicht dort war. Man ueberquert dann den Buluan River der vom See direkt in die Liguasan Suempfe fuehrt, in der sich oft Verbaende der MILF verstecken. Ein Ausflug dort waere alleine auf Grund der reichhaltigen Vogel -und Tierwelt lohnenswert, aber man muesste wohl mit den oertlichen Politikern abstimmen, wie man das sicher machen koennte. Bis nach den Wahlen 2010 wuerde ich einen solchen Trip aber nicht empfehlen.

Man faehrt nun weiter noerdlich auf recht ordentlichen Strassen, die eigentlich nur in der Gegend um Buluan durch Schlagloecher negativ auffallen. Ueber M’Lang kommt man nun nach Matalam und hat den Highway, der von Cotabato City nach Davao fuehrt, erreicht. Nun geht es ein paar Kilometer westlich bevor man bei Kabacan rechts abbiegt um in Richtung Carmen und Bukidnon zu fahren. Hier ueberquert man nun den Pulangi River, der kurz vor der Bruecke mit dem Kabacan River zusammen fliesst und sich ab dort Rio Grande nennen darf. Etwa 20 Kilometer faehrt man jetzt auf geraden Strassen, die die Huegel ueberqueren wie sie kommen, und man nie weiss, was hinter naechsten Kuppe auf einen wartet, bevor man die  Berge im Norden von North Cotabato erreicht. Es geht nun mit vielen Kurven bergauf und bergab gerade wie bei einer Achterbahnfahrt. Der Uebergang von Beton zu Asphalt zeigt dann auch die Grenze zur Provinz Bukidnon an, die durch extreme Sauberkeit auffaellt. Die Zubiris haben den Sueden Bukidnons fest im Griff, aber man sieht auch, dass dieser Clan viel Positives fuer die Provinz getan hat.

Die Qualitaet der Strasse hier ist excellent und auftretende Schlagloecher werden sofort repariert. Man kommt nun ueber Kibawe und Don Carlos zur Abzweigung des Highways nach Davao. Hier sollte man ein paar Kilometer Richtung Quezon fahren, wo eine grosse Bruecke den Pulangi ueberquert, als der gerade aus einer Schlucht heraus kommt. Der Anblick lohnt sich. In der Naehe von Maramag sieht man einen doch recht grossen Stausee, der das Pulangi River Kraftwerk speist und sich mehr und mehr zu einem Ausflugsgebiet entwickelt. Ueberall wird entlang der Strasse nun frisch gefangener Aal angeboten.

Die naechste Stadt ist Valencia und das ist das Handelszentrum vom zentralen Mindanao, eine Stadt in der der Tricycle Verkehr sehr stark ist und man nur im Schneckentempo durch kommt. Fuer eine Uebernachtung empfiehlt sich das Hotel Valencia mit dem angeschlossenen Taipan Restaurant. Das Hotel kann der oberen Mittelklasse zu gerechnet werden, besticht aber durch ein ausgezeichnetes Preis – Leistungsverhaeltnis. Doppelzimmer gibt es mit TV und Bad ab 900 Pesos. Im Restaurant werden ueberwiegend chinesische Gerichte angeboten und das Essen ist preiswert und gut. Vorbuchen ist empfehlenswert, da das Hotel haeufig belegt ist.

Zwischen Valencia und Malaybalay sollten man einen Anstecher nach Nasuli machen, das nur knappe zwei Kilometer vom Highway entfernt ist. Hier findet man eine grosse Karstquelle, die geradezu zum Baden im Schatten der alten Urwaldriesen einlaedt. Auch in Matinao in der Naehe von Bancud gibt es einen schoenen Badesee, da ist das Wasser etwas waermer.Zur linken sieht man nun bei wolkenfreiem Himmel das massive Berggebiet des Mount Kitanglad, des zweithoechsten Berges der Philippinen, der nur acht Meter niedriger ist als der Mount Apo.

Die naechste Stadt ist dann auch schon Malaybalay, die Hauptstadt von Bukidnon. Der Ort hat ausser dem Kaamulan Festival im Februar nicht viel zu bieten. Dann aber ist die Stadt gerammelt voll, denn auf diesem Festival sieht man viele alte Braeuche und Trachten der Higaonon, Manobo, Talaandig und Bukidnon. Ueber letztere gib es ein Buch das sich „Keepers of Dreams“ nennt und das viele Geschichten und Maerchen dieses Stammes erzaehlt.

In Sumilao, frueher unter dem Namen Kisolon bekannt, kann man einen sehr schoenen Wasserfall sehen, der etwa 30 Meter in die Tiefe einer Schlucht faellt. Das naechste Highlight ist dann der „Grand Canyon of Bukidnon“ auf dessen Grund der Mangima River fliesst, der diesen Canyon in Aeonen ausgewaschen hat.

Einige Kilometer weiter ist man dann auch schon am Ende des Bukidnon Hochplateaus angekommen und hat einen fantastischen Blick auf Cagayan und die Makajalar Bay. An schoenen klaren Tagen kann man bis nach Camiguin schauen.

Zu den Photos: Hier klicken

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