Von einem der auszog um Expat zu werden… 1.Teil

In einen Philippinenblog gehoert eigentlich alles was auch im weiteren Sinn etwas mit den Philippinen zu tun hat. Diese Geschichte begann in Deutschland zu einer Zeit, als Hartz IV noch relativ neu war. Der Betroffene hatte zu der Zeit alles Moegliche im Sinn, aber ganz sicher nicht die Philippinen.  Das Chatten im Internet kam immer mehr in Mode und viele Maedels aus sogenannten „Drittweltlaendern“ merkten recht schnell, das damit Kohle zu machen ist.  Die Filipinas gehoerten natuerlich zu den Vorreitern, zu deutsch,  sie sind fast immer vorne dran, wenn es etwas zu holen gibt. Ich habe mich schon oft gefragt, was passieren wuerde, wenn diese Energie bei ehrlicher Arbeit eingesetzt wuerde. Und der Deutsche um den es in dieser Geschichte geht, begann mit der „Chatterei“, ohne die diese Story niemals geschrieben worden  waere.

Im Sommer 2007 wurde ich dann in die Sache hinein gezogen und sollte erste „Erfahrung“ in Bezug auf Chat Girls sammeln. Halt!  Nicht was ihr jetzt alle denkt, nein, sondern…. aber lasst mich das von Anfang an erzaehlen.

Es war Juli und ich war seit einigen Monaten im Philippinenforum Deutschland angemeldet aber erste seit zirka Mitte Juni aktiv. Ich war also ein „Jungspund“ im Forum und trotzdem kam diese private Nachricht – in Kuerze PN genannt – bei mir an. Warum? Nicht weil ich so ein erfahrener „Forumsschreiberling“ gewesen waere, sondern weil ich eben in General Santos lebte.  Der „junge“  Mann – im Vergleich zu mir war er das wohl – erkundigte sich bei mir, wie er am besten von Davao nach GenSan kaeme. Er hatte einen Flug gebucht, der in Davao landete und wollte also Mitte September hier in GenSan ankommen um seine Internet Bekanntschaft kennen zu lernen.

Nun in den naechsten Wochen unterhielten wir uns sehr oft im Messenger und Walter – so wollen wir ihn der Einfachheit halber mal nennen – hatte sehr viele Fragen. Ich habe den Namen Walter bewusst gewaehlt, denn das „Mein Gott“ steht dann sozusagen schon im Raum. Und ich moechte mich im Vorfeld bei allen, die Walter heissen, entschuldigen.

Aber zurueck zur Geschichte:  Nach vielen Chats im Messenger bot ich Walter an, dass ich ihn gerne auch in Davao am Flughafen abholen koenne, wenn er mir den Sprit bezahlen wuerde. Walter hatte naemlich etwas Angst am Ende ueberall anzukommen nur eben nicht da, wo er hin wollte.  Naja und bescheuert wie ich bin, sagte ich ihm auch noch er koenne bei uns schlafen. Aber er war auch ein sehr netter Mensch.

Nun ja Walter erzaehlte mir nun, dass er das Maedel schon seit einem Jahr kannte – zuvor hatte er auch mit Girls aus anderen Laendern gechattet, und seit 2006 – da war er in China – hatte er sich auf Asiatinnen „eingeschossen“,  aber eine Chinesin wollte er nicht, weil er die Sprache nicht erlernen wollte und er beim Englisch reden mit deren Akzent Probleme haette. Das wundert mich nicht, denn diese Probleme habe ich auch, obwohl ich geschaeftlich schon oft genug mit Chinesen zu tun hatte.  Je besser wir uns kennen lernten um so mehr erzaehlte er, und dabei stellte sich nun heraus, dass er des oefteren Geld an seine „Internetliebe“ geschickt hatte, immerhin den stolzen Betrag von guten 3000 Euro im Verlauf von elf  Monaten.

Nachdem er nun im Chat angekuendigt hatte, dass er eben Mitte September auf Besuch kommen wollte, reagierte seine Angebetete nicht ganz so, wie er es sich erhoffte. Nachtigall ick hoer dir trappsen!  (Hoppla, als Bayer sollte ich da eigentlich sagen: Jo mie leckst am Arsch, aber do is der Wurm drin) Haben wir das denn nicht schon oefter gehoert? Er erzaehlte es mir und ich bot ihm an, dass wir uns ja mal erkundigen koennten, um welche „Dame“ es sich bei seiner „Liebsten“ handelte. Er stimmte zu und gab mir den Namen und die Adresse seiner hoffentlich zukuenftigen Lebenspartnerin.  Ein Bild schickte er mir auch – es war eine Webcam Aufnahme –  und – ohlala – ich konnte ihn verstehen. Ein bildhuebsches Maedel, vielleicht ein bisserl zu sehr geschminkt fuer meinen Geschmack,  lachte mich vom Bildschirm an.

Am Abend dieses Tages unterhielt ich mich mit meiner Tochter und fragte ob sie dieses Maedchen – sie wohnte uebrigens in Alabel, einer Staedtchen nur neun Kilometer von GenSan entfernt, aber bereits in Sarangani der Nachbarprovinz – kenne, was sie aber verneinte. Nun ich erzaehlte ihr von Walters Bedenken und fragte Marion, ob sie sich vielleicht in Alabel  ueber das Maedel erkundigen koennte. Meine Tochter bejahte, koenne aber erst am Wochenende hin, da es sonst mit der Schule Probleme geben koennte, sie wollte deswegen nicht abwesend sein. Ich erzaehlte Walter von seinem Glueck und er war schon sehr gespannt, was Marion heraus finden wuerde.

Das Wochenende kam, und am Sonntag Nachmittag machte sich meine Tochter auf, zusammen mit meiner Schwaegerin um hier Informationen zu bekommen. Wir anderen blieben daheim und vertrieben uns den Nachmittag mit der Glotze und angeregter Unterhaltung. Die Stunden vergingen und wir wunderten uns schon ein wenig, dass die „Ermittlungen“ von Marion so lange dauerten. Musste wohl doch ein wenig komplizierter sein als es ausgesehen hatte.  Nun der Schlag mit dem „Hammer“ sollte uns noch frueh genug treffen.

Gegen halb sieben kamen die beiden dann nach Hause und noch bevor sie zu erzaehlen begannen, lachten sie erstmal und es war kein Wort aus ihnen herauszubringen. Jedesmal wenn sie anfingen zu erzaehlen, begannen sie zu lachen. Wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen warum.  Nun ja, alles was lustig ist geht mal zu Ende und meine Tochter begann zu erzaehlen: „Wir sind also in Alabel erst mal ein wenig ‚rum gefahren und haben einige Leute gefragt, aber keiner konnte mit dem Namen etwas anfangen. Daher fuhren wir zur Polizeistation um dort zu fragen und auch da sagte man uns, dass es den Familennamen zwar gaebe, aber niemand dort hiesse Maria. Wir liessen uns die Adresse geben und fuhren einfach mal dort hin. Wir riefen ‚Ayo‘ und eine Frau um die 45 herum oeffnete. Wir fragten nach Maria und die Frau schaute einen Moment verdutzt und fragte, ob wir wohl den Mario meinten, ihren Sohn. Nein nein, wir meinen schon Maria, es handelt sich um ein Maedchen. Die Frau begann zu lachen um dann aufklaerend zu bemerken: Mein Sohn ist ein Ladyboy!“

Tja und hier kommt es zum ersten mal in dieser Story: „Mein Gott Walter!

Fortsetzung folgt…..

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1 Comment
  • Reply

    […] wir Walter nach seiner Ankunft von Paniog hochgepaeppelt hatten, “naeheres findet ihr in der Geschichte “Von einem der auszog um Expat zu werden Teil 1-6” und ihr solltet diese sechs Teile lesen um die heutige Geschichte besser zu verstehen, […]

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