Eine Autofahrt ist lustig, eine Autofahrt ist schoen……

Es war letzten Montag, dass ich einmal mehr nach Panabo gefahren bin und einmal mehr war es eine „spassige“ Sache. Ich fuhr kurz nach acht Uhr am morgen ab, tankte und macht mich auf den Weg. Der erste Stop war Malalag um Jungfische abzuholen. Bis dahin war alles relativ normal verlaufen, aber was man hier verkehrsmaessig als normal bezeichnet, kann sicherlich nicht fuer Deutschland gelten.

In Malalag wurden die Fische in Styroporboxen verpackt und gegen elf Uhr hatte ich 14 Boxen in meinem Delica geladen. Zurueck auf dem Highway begannen dann auch gleich die Baustellen. Davon haben wir auf den 25 Kilometern bis Digos im Moment etwa 20 Kilometer davon, und es ist eine langsame und staubige Angelegenheit. Teilweise ging es nur im besseren Schrittempo vorwaerts. Auf der Umgehungsstrasse bei Digos hatte ich den ersten „Idioten“ vor mir. Die Strasse ist vierspurig und jedesmal wenn ich ueberholen wollte, fuhr der Typ auf beiden Spuren Slalom. Als die Gegenfahrbahn frei war, versuchte ich es dort, aber der Fahrer erweiterte seinen Slalom auch auf diese Spur. Als er dann selbst ein anderes Fahrzeug rechts ueberholte, ging ich auf die linke Spur, gab Vollgas und war vor ihm an dem Wagen vorbei. Er hupte mir „freundlich“ hinterher, wenn man ein Hupkonzert als „freundlich“ bezeichnen will.

Als ich den Highway Cotabato City – Davao erreichte nahm der Verkehr zu und auch hier gibt es anfaenglich noch einige Baustellen. Einige Kilometer vor Santa Cruz passierte es dann. In einer Linkskurve kam mir ein ueberholender Bus entgegen. Die Kurve war so eng, dass ich weniger als 50 Meter zum reagieren hatte. Instinktiv riss ich das Steuer nach rechts um auf die Schulter der Strasse zu kommen und mit etwa 90 km/h raste der Buss unter Aufbruellen seiner Hupe an mir vorbei. Da fehlten nur Zentimeter! Durch das ploetzliche Herumreissen des Steuers und dem Kies auf der „Standspur“ kam der Delica schwer ins Schlingern und Schleudern und ich dachte schon das war es gewesen. Mit Muehe fing ich den Wagen ab und parkte erstmal fuer fuenf Minuten um mich von dem Schrecken zu erholen. Danach ging es weiter und kurz nachdem ich die Kontrollstelle der Task Force Davao passiert hatte, ging es im Schneckentempo weiter. Trycicles ueber Trycicles mit jeder Menge LKWs dazwischen machten das Fahren extrem langsam. Erst als ich das Pepsi Plant in Davao erreichte und die Strasse wieder vierspurig wurde, konnte ich normal weiter fahren. Auf der Umgehungsstrasse von Davao war der Verkehr normal und auch nach Panabo gab es keine weiteren nennenswerten Probleme ausser eben dem ueblichen, alltaeglichen und zum Grossteil regelwidrig fahrenden Verkehr.

In Panabo wurden die Fische ausgeladen und ich fuhr anschliessend ins Distriktkankenhaus nach Carmen, da dort einer meiner Mitarbeiter eingeliefert worden war. Der brauchte Geld fuer Medikamente und ich wollte mit dem Arzt sprechen. Als ich dann zurueck nach Panabo wollte, begann der grose Platzregen in dem Moment in dem ich am Eingang ankam. Es kuebelte! Nachdem ich 20 Minuten gewartet hatte lief ich dann durch den heftigen Regen zum Auto und war natuerlich tropfnass. In Panabo angekommen checkte ich ins Hotel und trocknete mich erstmal ab.

Am naechsten Morgen traf ich mich mit meinem Partner und unseren Mitarbeitern, es wurde noch einiges besprochen und gegen 11 Uhr machte ich mich auf die Rueckfahrt nach Gensan. Aber kurz nachdem ich in Toril durch den Ort gefahren war, traf ich auf stehenden Verkehr. Auch auf der Gegenfahrbahn kamen keinerlei Fahrzeuge und nachdem kurz nacheinander drei Polizeiautos mit laufender Sirene vorbei gerast waren, dachte ich an einen Unfall, der die Strasse blockierte. Ungeduldige Autofahrer draengelten sich nun auf der „Standspur“ und sogar auf der Gegenfahrbahn einschliesslich linker „Standspur“  nach vorne, bis die Strasse ueber vier Spuren (einschliesslich zweier unbefestigten Standspuren) vollkommen blockiert war. Und so stand ich da und wartete. Und wartete. Wartete immer noch. Nichts ging mehr! Nach etwa zwei Stunden kam Bewgung in die Fahrzeug Kolonnen auf den beiden linken Spuren und als die alle weg waren begann auch wieder der Gegenverkehr. Dann kam auch die rechte Standspur in Bewegung und nur wir standen immer noch. Alle die gedraengelt hatten waren eher aus dem Stau heraus, als die, die sich an die Regeln gehalten hatten. Um 3.30 begann so langsam auch unsere Spur zu rollen und 15 Minuten spaeter passierten wir die Kontrollstelle der Task Force Davao. Aber stadtauswaerts wird ja nicht kontrolliert. Innerhalb von einer halben Minute war der Stau aufgeloest und es ging normal weiter. Aber selbst aufmerksamstes Schauen erschloss mir den Grund fuer den Stau nicht. Es gab weder einen Unfall noch lagen Leichen von einer Schiesserei herum. Es war auch keine Bombe explodiert und Schaulustige standen auch nicht herum. Auch keinerlei Baumaschinen waren zu sehen gewesen. Bis heute weiss ich nicht warum ich da ueber 3 Stunden im Stau hing.

Die restliche Fahrt verlief ergebnislos und kurz vor sechs kam ich zu Hause an.

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1 Comment
  • Reply

    Oh Gott, na das ist ja mal gut gegangen! Ich kann solche Situationen überhaupt nicht ab. Da bin ich viel zu nervös am Steuer.
    Tja Stau, eins der Mystrien unsrer Zeit. 😉

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