Eine gestresste Reisegruppe

Im Maerz traf ich auf Palawan eine oestereichische Reisegruppe aus dem Burgenland. Sie kamen am Nachmittag gegen zwei Uhr an, warfen schnell ihr Gepaeck in die Zimmer des Resorts und machten sich sofort auf den Weg zum Iwahig Gefaengnis und zur Krokodilsfarm. Gegen sieben am Abend kamen sie wieder und waren total gestresst. Ich unterhielt mich mit einem der Reisenden, der das Cottage neben meinem hatte und er erzaehlte, dass sie eigentlich gar keine offizielle Reisegruppe seien, sondern nur Freunde und Verwandte, die diese Reise zusammen mit einem Freund machten, der mit einer Filipina aus Luzon verheiratet ist. Dieser plante die ganze Reise und nach seiner Meinung hat der viel zu viel in die Reise hinein gepackt. Er meinte sie seien nun 11 Tage unterwegs und hatten keine einzige Stunde tagsueber um auch mal zu entspannen. „Nach diesem Urlaub werde ich wohl eine Kur brauchen,“ meckerte der etwa 45 Jaehrige berechtigerweise.

Er erzaehlte dass sie nach der Ankunft in Cebu City vor kanpp zwei Wochen sofort am naechsten Tag nach Bohol weiter fuhren und dort dann nach ihrer Ankunft am Mittag gleich mal diverse alte Kirchen und so eine „Art Minizoo“ mit grosser Schlange besuchten. Am naechsten Tag gab es denn eine Tour zu den Chocolate Hills und der Tarsier Reservation und danach ging es weiter zu den Mag-aso Faellen und zum Abschluss gab es noch eine Flussfahrt. Der Tag danach fuehrte die Gruppe weiter nach Camiguin, wo sie zwei Tage blieben und dann ueber Cagayan de Oro mit dem Schiff nach Dumaguete fuhren. Dort waren sie zwei Tage und dann ging es auf Negros weiter in den Norden. Danach folgten in aehnlichem Tempo Panay mit Boracay und Mindoro. Anschliessend ging es wieder nach Manila und dann eben hier nach Palawan. Morgen stuende dann der Underground River auf dem Programm. Nach einigen Rum mit Cola ging der gestresste Mann dann in sein Cottage um zu schlafen.

Als ich am naechsten Morgen aufstand, war die Gruppe schon unterwegs. Ich erledigte einiges tagsueber wegen meiner Autos und am fruehen Abend tauchte dann die Gruppe wieder auf. Nach dem Abendessen kam der Mann zu mir und fragte ob er seine Email checken koenne. Ich liess ihm also mein Laptop benutzen und einige Minuten spaeter unterhielten wir uns wieder. Er erzaehlte, dass es um 5 Uhr morgens weiter ginge nach El Nido, aber auch dort wuerden sie nur zwei Tage bleiben, und dann wuerden sie mit dem Schiff weiter fahren nach Coron und von dort dann nach Manila fliegen um dann in 4 Tagen Sagada und die Reisterassen von Banaue anzusehen. Aber er schimpfte dabei und war ueberhaupt nicht gluecklich. Er meinte, dass er sich nach Ankunft in Manila wohl bis zum Abflug von der Gruppe trennen wuerde und sich lieber dann auf Luzon irgendwo an den Strand knallen und dort mit netten Maedels  eine gute Zeit haben wuerde. Ich empfahl ihm nach Puerto Galera zu fahren, da gaebe es Strand und Maedels und man kann schoen Barhopping machen.  Spaeter am Abend meinte er, dass er sich nun sicher sei es mit Puerto Galera zu versuchen. Nach einigen weiteren Rum mit Cola ging der Gestresste schlafen und verabschiedete sich gleich, weil sie ja um fuenf Uhr los fahren wuerden.

Am naechsten Morgen war die Gruppe verschwunden und ich glaubte wohl nie mehr was von ihm zu hoeren. Eine gute Woche spaeter bekam ich dann eine Email von ihm, (die Adresse hatte ich ihm an seinem letzten Abend gegeben) in der er erzaehlte, dass er in Puetro Galera eine tolle Zeit habe und jede Minute bis zur Abreise geniessen wuerde.

Aber eine so stressige Reise wuerde ich auch nicht machen wollen. Man kann eben alles uebertreiben.

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