Goldrausch auf Dinagat 4. Teil

Abschied

Am naechsten Morgen standen wir sehr frueh auf, weil wir uns auf den Weg nach Hause machen wollten. Zuerst assen wir ein ausgiebiges Fruehstueck und auf Grund der bevorstehenden Wanderung beteiligte ich mich. Nach dem Fruehstueck packten wir zusammen und uebergaben unsere Huette an einen Neuankoemmling mit Familie, die hier auch ihr Glueck versuchen wollten. Wir verabschiedeten uns von unseren Nachbarn und machten uns an den Abstieg, der schwieriger war als der Aufstieg, da das ganze ja extrem steil war. Wir kamen auch einige male ins Rutschen, aber wegen der vielen Baeume konnte man sich recht leicht wieder fangen.

Unten angekommen schauten wir nach einem Boot. Wir sahen auch gleich, dass das Boot, mit dem wir her gekommen waren am Pier lag. Der Eigentuemer sass in einer Carenderia und wir handelten einen Preis mit ihm aus. Am Ende war es genau der gleiche Betrag wie bei der Anfahrt.  Wir wurden dann den ganzen Weg nach Imelda zurueck gepaddelt, aber die Rueckfahrt dauerte etwas laenger wegen der ausfliessenden Ebbe. In Imelda angekommen schauten wir zuerst nach dem Verwandten mit dem vereiterteten Daumen und siehe da, der Daumen hatte zu heilen begonnen und sah sehr gut aus. Seine Frau lobte wiederholt unsere „Heilkuenste“. Dann machten wir uns  auf den Rueckmarsch und hielten unterwegs an dem gleichen Sari Sari Store, wo wir schon auf dem Hinweg Rast gemacht hatten. Wir zogen danach weiter und gegen drei Uhr nachmittags waren wir oberhalb von Sering angekommen und sahen nun die Melgar Bay vor uns liegen. Der Ausblick vom Berg oberhalb von Sering ist aeusserst beeindruckend.

Eine gute Stunde spaeter waren wir in Paniog angekommen und zu Hause wurden wir dann mit Fragen bestuermt und mussten alles ganz genau erzaehlen. Und so erzaehlten wir unsere Geschichte, wobei besonders der Fund des grossen Nuggets auf Interesse stiess. In den naechsten Tagen sind dann auch einige Leute von Paniog nach Malinao gegangen um von dem grossen „Kuchen“ auch ein Stueck zu bekommen. Aber keiner von denen ist dort reich geworden.

Die Goldfelder von Malinao gibt es nicht mehr, da ist alles aus dem Boden geholt worden, was man mit den vorhandenen Mitteln herausholen konnte. Aber den Ort gibt es nach wie vor und die verbliebenen Menschen leben nun von der Landwirtschaft und der Fischerei.

Vor zwei Jahren machte mal das Wort die Runde, dass eine australische Firma dort maschinellen Abbau machen wollte, aber daraus ist nichts geworden. Wahrscheinlich aus den gleichen Gruenden wie mit dem Chromerz Abbau. Die dort „herschende“ Familie war wohl zu gierig und wollte zu viel abhaben. Deswegen wurde ja auch der Erzabau fuer Chrom und Nickel von dem zwei Firmen, die sich hier engagieren wollten, abgesagt. Nur im Norden der Insel, wo diese Familie keinen Einfluss hat gibt es Bergbau.

Vor etlichen Jahren habe ich dann gehoert, dass Chris bei einem Motorrad Unfall in Cebu City ums Leben gekommen sein soll. Vielleicht weiss einer der Leser hier mehr darueber.

Ende

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