Igbaras – Panay

Igbaras ist eine kleines verschlafenes Staedtchen im Sueden von Panay zirka 12 Kilometer von der Kueste entfernt. Mit 30000 Einwohnern ist es sicherlich zu den kleineren Municipalities zu rechnen. Allerdings soll es noch NPA (New Peoples Army) in den Bergen von Igbaras geben.  Kein Reisefuehrer kennt es und auslaendische Besucher  sind dort sehr sehr selten, schliesslich gibt es weder einen Strand noch andere touristische Highlights. Aber halt – es gibt doch etwas – aber nur fuer diejenigen, die sich nicht scheuen ein wenig zu wandern.

Und so verlief unser Tagesausflug nach Igbaras:

Gegen 9 Uhr brachen wir auf und fuhren los nach Igbaras. Gehoert hatten wir von diesem Staedtchen vom Koch in einem deutschen Restaurant in Ilo-ilo City. Die Abzweigung, die zu dieser kleinen Town fuehrte,  war nur etwa zwei Kilometer vom Resort entfernt und die Strasse nach Igbaras ist recht ordentlich, was man nicht unbedingt erwarten konnte.

Die Fahrt nach Igbaras fuehrt durch typisches philippisches Tiefland, vorbei an Kokusnuss Plantagen und vielen Reisfeldern. In Igbaras angekommen, fragten wir zwei junge Damen nach dem Tourismus Office und wurden prompt von den beiden ins Municipal Building gebracht und dort den zustaendigen Leuten vorgestellt.  Man ueberschlug sich foermlich vor Freundlichkeit. Der Angestellte sagte dann auch, dass er fuer einen Fuehrer sorgen wuerde mit dem wir dann ausmachen sollten wo genau wir hin wollten.

Wir mussten dann 1 1/2 Stunden warten bis der Angestellte mit einem anderen Mitarbeiter  zurueckkam, der uns zum Guide bringen wuerde, Auch dieser war sehr freundlich. Die Gebuehren?  Einfach nur laecherlich – 150 Pesos fuer den halben Tag und 250 fuer den ganzen Tag.

Wir fuhren dann ueber eine „rough road“ ca. 5 Kilometer zum Haus des Guides und fragten nach den Nadsadjan Faellen sowie den Quellsee dieses Flusses.

Dabei stellte sich heraus, dass fuer einen Trip zu den Hoehlen, aus denen der Fluss kommt zwei Tage benoetigt werden.  Der Fluss „entspringt“ in einem See in dieser Hoehle. Nun darauf waren wir nicht vorbereitet und beschlossen es bei den Faellen zu belassen.  Die Strasse wurde nun deutlich schlechter und sehr bald mussten wir den Allrad zuschalten. Die letzten 500 Meter kletterten wir dann im Gelaendegang bis zur Abzweigung des Fussweges zu den Wasserfaellen.  Von dort aus sind es noch etwa zwei Kilometer zu laufen.  Ohne Allradantrieb oder Motorrad sind es allerdings sechs Kilometer zu laufen.  Der Weg war zuerst sehr einfach, allerdings mit einigen sehr steilen und etwas rutschigen stellen.  Nach einiger Zeit kamen wir dann in die Schlucht in der der Fluss verlaeuft und kletterten ueber Stock und Stein flussaufwaerts.  Dabei ueberquerten wir den Fluss einige male.

Noch bevor man zu den Faellen kommt,  sieht man eine tolle „Wasserrutsche“ und die Landschaft ist grossartig.  Einige Kurven spaeter hatten wir dann einen ersten Blick auf den Wasserfall – ein sehr schoener Fall, der  ca. 25 meter hoch ist.  Etwa hundert Meter vor dem Fall ist ein riesengrosser Balete baum und wir ruhten uns in dessem Schatten etwas aus, schliesslich waren wir durch die Kletterei ganz schoen ins Schwitzen gekommen.  Danach kletterten wir weiter bis zum kleinen Pool am Fuss der Faelle.  Dann sieht man auch erst richtig, dass das Wasser hier nicht frei faellt,  sondern eine glatt geschliffene Felswand hinunter rauscht die etwa 80 grad Neigungswinkel hat.  Nur die letzten fuenf Meter sind freier Fall.  Die Wasserfaelle sind etwas anderes als das, was wir bisher gesehen hatten, aber sehr schoen und beindruckend auch durch die herrliche Landschaft in der Schlucht.  Wir kletterten ueberall herum und schwammen im kristalklaren Wasser des Pools. Allerdings muss man beim Einstieg in den Pool schon aufpassen, da es rutschig ist auf den nassen Felsen.

Nach etwa 1 1/2 Stunden Aufenthalt wanderten wir wieder zurueck zum Auto und lieferten unseren Guide in seinem Haus ab.

Um wartezeiten auf den Guide zu vermeiden, empfiehlt es sich sich einen Tag vorher anzumelden.  Hier mal die Nummern der Municipality:     033 3156002 und 033 5184020 local 104

Dann ist man mit dem Tourist office verbunden und kann Bescheid sagen.

Auf der Webseite www.igbaras.gov.ph findet man weitere Infos.  Auf der Webseite werden auch einige andere touristischen Ziele beschrieben.  Igbaras hat also noch einiges mehr zu bieten.  Es gibt auch ein kleines Hotel in Igbaras, falls man dort uebernachten will.

Wenn man auf Panay Urlaub macht, dann lohnt sich ein Ausflug nach Igbaras allemal. Wir werden uns beim naechsten mal sicherlich die Zeit nehmen und auch den Quellsee des Flusses erwandern.  Nach den Beschreibungen unseres Guides soll es dort wunderschoen sein und die Hoehle fantastisch. Der Quellsee ist kristallklar und man kann mit einem kleinen Auslegerboot darauf herum paddeln. Ich vermute, dass es sich bei der Hoehle um die Lapusan Cave handelt.

Aber bedauerlicherweise plant eine chinesische Firma zwei Wasserkraftwerke zu bauen und man kann nur hoffen, dass die natuerliche Schoenheit der Umgebung von Igbaras nicht zerstoert wird.

http://www.igbaras.com/

Zu den Fotos hier klicken

Kartenausschnitt von Panay

map panay3

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