Lake Mainit – Caraga Region

Lake Mainit ist der viertgroesste See der Philippinen und liegt zum Teil in Agusan del Norte und zum Teil in Surigao del Norte.

Der See hat eine Flaeche von immerhin 173 qkm und ist an der tiefsten Stelle 223m tief. Dies  macht ihn zum tiefsten See der Philippinen.

So hat der See 28 Zufluesse und der Abfluss heisst Kalinawan River im Sueden des Sees. Es gibt dort verschiedene Fischarten, die die Lebensgrundlage der Fischer entlang der Seeküste darstellen. Unter anderem sind folgende Arten  im Lake Mainit zu finden: Neochanna, Grundeln, Tilapia, Katzenwels, Karpfen, Milchfische, Kletterfische und Buschfische. Neben den erwaehnten Fischsorten spielt Aal eine sehr grosse Rolle. Zudem beherbergt der See Suesswassershrimps (panaceus rosenbergii), die fischwirtschaftlich gesehen das wichtigste Produkt sind. Man kann waehrend der Sommermonate viele Tonnen dieser Shrimps zum trocknen auf den Strassen sehen. Auch Guramis kann man im See haeufig begegnen.

Vor einiger Zeit war ich wieder mal am See und habe einen halben Tag dort verbracht. Meine Frau und ich nahmen uns vor beim naechsten Trip nach Surigao dort einige Tage zu verweilen. Einen Resort gibt es ja nun am See.  Sieht man wenn man nach Surigao faehrt auf der linken Seite direkt am See gelegen. Der Almont Resort hat 6 Zimmer mit Seeblick und 3  Raeume zur Strasse hin. Allerdings sind die seeseitigen Zimmer waehrend der Regenzeit von November bis Maerz regelmaessig ueberschwemmt. Aber es wird jedesmal nach dem grossen Regen renoviert und es bleiben keinerlei Schaeden zurueck. Man kann sich dort auch Kajaks leihen und den See und die Inseln erkunden. Es gibt ein Restaurant im Resort, das aber nur geoeffnet hat, wenn Leute da sind. Leider hat ein Sturm vor kurzem den Bootssteg im Resort zerstoert.

Kommt man von Butuan und ist an Cabadbaran vorbei gefahren, taucht dann bald das Suedende des Sees auf der linken Seite auf. Man faehrt dann fuer etliche Kilometer (etwa 30) am See entlang, wobei man die meiste Zeit in Ufernaehe ist. Nach einigen Kilometern kommt dann ein Anstieg und von dort hat man mit die beste Sicht auf den See.

Nach dem Anstieg kommt man in die kleine Town von Tubod und dort biegt eine Strasse links ab, die nach Mainit fuehrt. Auf dem ganzen Weg entlang des Sees sieht man sehr viele Reisfelder, die mit Wasser aus dem See bewaessert werden. Mainit ist eine kleine Stadt, deren Einwohner ihr Geld ueberwiegend mit Fischerei und Reisanbau verdienen. Die Town macht wirtschaftlich einen gesunden Eindruck, obwohl Tourismus noch keinerlei Impakt hat und das erste Resort am See meist halb leer steht.

Der See ist landschaftlich wunderschoen gelegen und es soll angeblich eine Strasse um den See herum fuehren. Diese Strasse kenne ich noch nicht, aber sie wird demnaechst wohl auf meinem Programm stehen und dann werde ich hier darueber schreiben.

Es gibt auch einige interessante Legenden ueber die Entstehung des Sees. Hier ist der Link:

Legenden ueber Lake Mainit

Einer der ganz grossen Vorteile an diesem See ist die Tatsache, dass keine Tilapia Zucht betrieben wird und das Wasser des Sees ist kristall klar. Viele anderen Seen auf den Philippinen haben wegen intensiver Fischzucht ernsthafte Probleme mit der Wasserqualitaet. Auf Grund des klaren Wassers ist auch Schistosomiasis und Bilharziose nicht im See verbreitet, da der Zwischenwirt fehlt. Allerdings sollte man in Bewaesserungskanaelen und Baechen ab einer Entfernung von 100 Meter vom Seeufer weg doch Vorsicht walten lassen. Ab dieser Entfernung koennen die genannten Parasiten auftreten.

Jeder der im noerdlichen Mindanao Urlaub macht,  sollte die Gelegenheit nutzen und mal den See besuchen; es lohnt sich auf alle Faelle.

Zu den Fotos:

Lake Mainit - Karte

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