Lake Pinatubo – Zambales

Im allgemeinen glaubt man, wenn vom Lake Pinatubo gesprochen wird, dass es sich nur um dem Kratersee des Vulkans handelt, aber in diesem Fall handelt es sich um einen anderen See, der sich nach dem Ausbruch gebildet hatte, und der durch die Aufschuettung von Lahar und anderem „Ausbruchsmaterial“ aufgestaut wurde und an der Westflanke des Vulkans gelegen ist und von Subic oder Olangapu City aus angefahren werden kann. Die einheimischen Aetas bezeichnen ihn als „Lake Pinatubo“. Auf einer Landkarte wird er als „new lake“ bezeichnet. Wenn man googelt findet man nichts, das heisst, ich habe auf den ersten 15 Seiten nichts gefunden. Aber dieser See ist wunderschoen und hat seine Reize, auch wenn kaum Touristen dort hin kommen. Die sind alle auf der anderen Seite und Wandern vom Parkplatz oberhalb des „skyways“ zum Kratersee.

Wir kamen 2008 im May von Olangapu City und fuhren nach Norden, um eben jenen „neuen See“ zu suchen, den ich auf der Karte entdeckt hatte. Die erste Sehenswuerdigkeit nur wenige Kilometer noerdlich von Olangapu war ein sehr schoener Friedhof direkt am Hang entlang der Strasse gelegen mit den typischen „Haeuschengraebern“.  Vom Friedhof aus hat man einen spektakulaeren Ausblick auf die Subic Bay, nicht dass es die Toten sonderlich interessieren duerfte, aber fuer die Teilnehmer an den ueblichen Allerseelenfeiern ist der schoene Ausblick sicherlich eine angenehme Zugabe zum Essen und Trinken. Wir waren noch keine fuenf Minuten auf dem Friedhof, da wurden wir von Einheimischen informiert, dass sehr viele Amerikaner dort begraben seien. Weiss zu sein, heisst halt auch heute noch ein „Joe“ zu sein, wie die Pinoys die Amerikaner immer genannt haben.

In Barrio Baretto wollten wir dann im „Pumpernickel“ fruehstuecken, aber niemand konnte uns sagen, wo das Restaurant liegt. Wie wir dann spaeter erfahren haben, gibt es das Restaurant nicht mehr.

In San Marcelino, unserem naechsten Stop suchten wir nach der Abzweigung zum Pinatubo See. Wie so oft, wusste niemand wovon wir sprachen und alle meinten, der sei in der Naehe von Iba. Aber so schnell waren wir nicht bereit aufzugeben und suchten ‚rum bis wir ein Schild gleich hinter dem Markt fanden auf dem stand – Pinatubo Temple and Shrine – und wir folgten diesem Zeichen, da es auf meiner Nelles Karte als in der Naehe des Sees gelegen, eingezeichnet war. Nach zirka zwei Kilometern fragten wir einen Passanten, der uns bestaetigte, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Wir fuhren nun auf der Krone des Lahardeiches flussaufwaerts  und hatten einen sehr schoenen Blick ueber das, von der Lahar verwuestete Flusstal. Etliche Barangays mussten umsiedeln;  der Passant, der uns auch um Mitfahrt bat, war ein Pastor einer dubiosen amerikanischen Sekte, der aber seit zwanzig Jahren dort lebte und uns viel ueber die damaligen Umsiedlungen, die den zahlreichen Laharstroemen folgten,  erzaehlen konnte.

Fuer eine Strecke von etwa sechs Kilometern fuhren wir nun auf der Deichkrone bis wir an den Fuss der Berge kamen und der Weg nun zum Teil recht steil anstieg. In der Ferne hingen schon wieder schwere Regenwolken ueber den Bergen und nach nicht allzulanger Zeit fing es an zu troepfeln. Fuer zirka elf Kilometer folgten wir der kurvenreichen ungeteerten Strasse und wurden zwischendurch immer wieder mit guten Aussichten ins Flusstal belohnt. Mittlerweile regnete es ziemlich stark und als wir in dem Dorf am See ankamen, blieben wir erstmal einen Weile im Auto sitzen. Nach einiger Zeit liess der Regen nach und wir stiegen aus. Die Landschaft um den See herum war fantastisch – ein Platz zum verlieben – und trotz des Wetters erschien der See in einem leichten blaugruenen Schimmer. Die umgebenden Berge haben zum Teil fantastisch anmutende Formen und im See ragen zum Teil Baumstuempfe und halbe Kronen aus dem Wasser. Ungluecklicherweise konnten wir keine Bootsfahrt um den See herum machen, wie wir eigentlich vorgehabt hatten, aber wer immer dort oben angekommen ist und angenehmes Wetter hat, sollte das auf keinen Fall versaeumen, da der See sehr „verfjordet “ ist und zahlreiche Seitenarme und Inseln aufweisst.

Als der Regen wieder starker wurde, setzten wir uns wieder ins Auto und warteten in der Hoffnung, dass auf Regen Sonnenschein folgen wuerde. Bedauerlicherweise traf das nicht zu. Auf dem Weg aus dem Dorf sahen wir ein Schild „Barangay Office“ und unterhielten uns dort ein Weilchen mit dem Barangay Captain. Dieser bedauerte, dass es kein Resort oder eben nur eine einfache Unterkunft am See gab. Wir haetten sicherlich dort uebernachtet.

Wir fuhren dann am gleichen Tag noch bis nach Iba, wo wir am fruehen Abend im Frasiere „Fishpond“ Resort eincheckten. Der Zimmerpreis war mit 1000 Pesos einschliesslich heissem Wasser, Fernseher und Klimaanlage recht ordentlich. Die Zimmer waren gut, aber zum Essen musste man in die Stadt fahren.

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