Lake Taal – Batangas

Eine der sehr bekannten Sehenswuerdigkeiten im Raum Manila ist der Lake Taal mit dem gleichnamigen Vulkan, der auch als einer der boesartigsten und gefaehrlichsten Vulkane der Philippinen gilt.  Er ist zwar nur kanppe 400 Meter hoch, aber er hat bei seinen Ausbruechen immer viele Menschenleben gekostet, zuletzt 1965 als etwa hundert Menschen sterben mussten. Bei einem Ausbruch 1911 forderte er sogar ueber 1000 Opfer. Der Vulkan ist immer noch aktiv und mit weiteren Ausbruechen muss gerechnet werden.

Der Taal Vulkan liegt auf einer Insel im Lake Taal und auf dieser Insel leben etwa 3000 Menschen. Auf der Insel findet man auch einen kleineren Kratersee mit etwa 2 Kilometern Durchmesser und in diesem Kratersee befindet sich wiederum eine Insel. Diese Insel heisst Vulcan Point und ist die groesste Insel vulkanischen Urprungs in einem See auf einer Insel in einem See auf einer Insel im Meer. Der Lake Taal hat einen Durchmesser von 25-30 Kilometern und ist selbst die Kaldera eines riesigen Vulkanes der von einer halben Million Jahren aktiv war.

Die Insel im Lake Taal heist Vulkan Insel und hat eine Flaeche von 23 Quasratkilometern. Auf dieser Insel gibt es sage und schreibe 47 Vulkankegel in allen Groessen. Der zuletzt aktive Kegel mit dem Kratersee ist auch nicht der hoechste Vulkan auf der Insel. Wegen des Tourismus sowie der Fischzucht wollen die Bewohner die Vulkaninsel auch nicht verlassen und trotzten allen Bemuehungen der Regierung. So muss bei einem ploetzlichen Ausbruch mit mehr Toten als in der Vergangenheit gerechnet werden.

Eine Rundreise um den See beginnt man am besten in dem beschaulichen Staedtchen Taal am Suedende des Sees. Dort kann man im Heritage Village alte spanische Kolonialhaeuser bewundern. Aber auch in der Stadt selbst gibt es viele Gebaeude im Kolonialstil einschliesslich etlicher engen Gassen und Straesschen. Den Hoehepunkt bildet dann eine Besichtigung der Taal Basilika, die die groesste Kirche von Suedostasien sein soll und die schoenste Kirchenkuppel aller philippinischen Kirchen aufweist. Diese Basilika wurde dem heiligen Martin geweiht. Nach der ausgiebigen Stadtbesichtigung kann man dann nach Lemery fahren und von dort fuehrt eine unbefestigte Sandstrasse am Westufer des Sees bis nach Talisay. Diese Strecke sollte man unbedingt waehlen, denn man hat entlang der Strasse viele male eine fantastische Aussicht auf den See und die Vulkaninsel. Es gibt auch etliche Sandsteinkliffs entlang dieser Strecke, wo man sehr viele Bee-eater Kolonien sehen kann. Der Bee-eater ist ein tropischer Vogel, der durch seine bunten Farben besticht.

In dem Staedtchen Talisay gibt es am Seeufer viele Pensionen und kleine Resorts zum Uebernachten und wenn man auf die Vulkaninsel will sollte man dort schlafen. Wir suchten uns Gloria Castros Cottages aus und waren mit der Qualitaet der Zimmer sowie dem Service zufrieden. Die Preise fuer eine Uebernachtung sind aber nicht ganz billig.

Den Ausflug zur Vulkan Insel sollte man sehr frueh beginnen, denn die Hitze und der Staub sind nicht sehr angenehm. Aber frueh am morgen ist das kein Problem. Wir machten uns noch vor sechs Uhr auf den Weg. Die Ueberfahrt mit dem Boot dauerte etwa 20 Minuten und dann muss man von der Anlegestelle etwa 50 Minuten laufen. Fuer die ganz Faulen gibt es Pferde zu mieten.  Auf dem Weg nach oben sieht man viele Anzeichen vulkanischer Aktivitaet in Form von Fumarolen und im See selbst gibt es einige Stellen an denen das Wasser kocht und brodelt. Schwimmen im Kratersee sollte man daher tunlichst unterlassen. Das Wasser mit seinen zahreichen gelben Schwefelschlieren ist sowieso nicht sehr einladend. Oben am Berg hat man eine fantastiche Sicht auf den Kratersee und man sieht etliche andere Vulkane um sich herum. Noch bevor die grosse Tageshitze beginnt ist man dann schon wieder auf dem Rueckweg. Tourismus wird gross geschrieben und es gibt zahlreiche Haendler, die einem schon arg laestig sein koennen. Hier sollte man am besten nichts kaufen, da alles sehr ueberteuert ist.

Wieder in Talisay empfiehlt sich die Strasse nach Tagaytay, die einen Hoehenunterschied von ueber 700 metern ueberbrueckt und die Aussicht vom alten Kraterrand ist begeisternd. Die Strecke ist allerdings im unteren Bereich nur einspurig und bei Gegenverkehr muss man manchmal manoevrieren, bis man aneinander vorbei kommt.

Das Taal Vista Hotel empfiehlt sich zum Essen oder fuer einen Nachmittagskaffe mit der besten Aussicht auf den See. Der Ausflug zum Lake Taal kann auch als Tagesausflug von Manila eingeplant werden.

Zu den Fotos:

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1 Comment
  • Speedy
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    Und noch ein Tipp von mir:
    Wer es familiär mag, sollte sich im San Rogue Beach Resort, Talisay, einquartieren (holländischer Besitzer). Auch nicht ganz billig, aber man ist direkt am See mit einmaligem Ausblick, das Essen (philippinisch) ist sehr lecker und reichlich.
    Wir hatte eine Suite für max. 8 Personen zu viert, mit grossem Wohnzimmer und grosser Privatterasse direkt am See, um 3.000 PHP pro Nacht. Zuzüglich Essen und Getränke.
    Die Bootsfahrt zur Insel gibt es von dort incl. Guide für 1.700 PHP pauschal mit dem resorteigenen Boot. Die Schlepper auf der Strasse, die man überall sieht, rufen teilweise absolute Mondpreise auf.

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