Maddela – Quirino

Es gibt zwei Moeglichkeiten nach Maddela zu reisen; einmal von Echague ueber Jones und San Agustin und die andere Route fuehrt von Cordon ueber Aglipay nach Maddela. Wir hatten die erste Route gewaehlt. Die Strasse von Echague ist in sehr gutem Zustand und man ueberquert bei Jones eine neue Bruecke ueber den Cagayan River, der hier nicht wie im Norden schlammig braun aussah,  sondern schoen gruen war. In der Ferne konnten wir bereits die Berge  der Sierra Madre sehen. Hinter Jones wurde die Strasse zur Piste,war aber sehr gut instand gehalten, so dass man immer noch 50-60 kmh fahren konnte.

In San Agustin kam nun ein ernsthaftes Hindernis; die neue Bruecke war noch nicht fertig und die Umleitung, die nur eine kleine Bruecke hatte, war nicht fahrbar, da die kleine Bruecke am morgen zusammen gebrochen war. Man hatte fuer die Tricycles einige Planken hingelegt, aber fuer uns war das nicht benutzbar. Es gab eine alte Rampe hinunter in das fast trockene Flussbett, aber die war sehr steil und stark beschaedigt und ausserdem an den Raendern schon stark abgebrochen und wohl kaum befahrbar. Wir versuchten es trotzdem und hingen in einem fast schon bedenklichen, extremen Winkel nach vorne. Einige Leute waren dabei die groessten Steine aus dem Weg zu raeumen und schliesslich standen wir im alten Flussbett. Das mit Sand gemischte grobe Geroell gab unter den Raedern nach und das vorwaerts Kommen war sehr schwierig. Die Auffahrtsrampe auf der anderen Seite war abgebrochen, aber hier legte einer nun zwei Planken hin und mit Schwung fuhren wir die Planken hoch und waren drueben. Allerdings hatte die Unterseite meines Overrider/Bumpers doch zwei Kratzer abbekommen.

Von hier bis nach Maddela, das bereits in Quirino liegt, gab es dann keine weiteren Zwischenfaelle mehr.

In Maddela gibt es zwei Unterkuenfte – Villa Caridad ein sehr schoenes Resort Hotel mit verschiedenen Zimmern ab 1000 Pesos mit Aircon. Das andere „Resort“ sind zwei Cottages bei den Maddela Wasserfaellen, die fuer 200 Pesos zu haben sind. Allerdings wird man die in der Nacht kaum finden koennen und es war ja schon bei Anbruch der Dunkelheit gewesen als wir in Maddela angekommen waren.

Abendessen gab es im Sizzling Restaurant unweit vom Caridad Resort.  Dort gab es sehr gute und sehr preiswerte sizzling Platters. Die Wildente ist ganz besonders empfehlenswert.

Am naechsten Morgen gingen wir erst einmal in die Town Hall um naeheres ueber die touristischen Sehenswuerdigkeiten zu erfragen und uns ueber die Strassen zu erkundigen. Nachdem in Maddela Fiesta anstand wurden wir erstmal um eine Spende in Form einer Anzeige fuer deren Fiesta Magazin gebeten. (fast schon genoetigt) Naja wir zahlten dann eine Anzeige und dafuer bekamen wir einen Guide umsonst. (offizielle Guides gibt es eh keine, es waren zwei Angestellte der Town)

Zuerst fuhren wir zu den Governors Rapids. (Die liegen etwa 5 Kilometer in Richtung San Agustin und dann muss man in einem Sitio in einer Linkskurve rechts abbiegen, den Rest muss man laufen; es sind aber nur 20 Minuten. Am besten fragt man,  da die Abzweigung sehr leicht uebersehen werden kann) Die Governers Rapids sind eine Engstelle des Cagayan River, durch die der sehr breite Fluss durch fliessen muss, was  schoene Stromschnellen entstehen laesst. Leider hatte der Fluss wegen  der Trockenzeit an der Ostkueste Niedrigwasser und die Schnellen waren bei weitem nicht so beeindruckend wie von Oktober bis Februar, der dortigen Regenzeit. Trotzdem ist die ganze Ecke dort sehr schoen, auch weil  sich der Fluss sehr verbreitert nach den Stromschnellen und fast wie ein ruhiger gruener See wirkt. An einer Felswand entlang fliesst er dann normal aus den Engstellen wieder ‚raus.

Von dort fuhren wir dann zum Maddela Wasserfall. An der Strasse nach Abbag/Nagtipunan muss man nach etwa einem Kilometer rechts abbiegen (ist gut ausgeschildert) und einfach den Schildern folgen. Man kommt dann an eine Ansammlung von Huetten und dort beginnt der Fussweg zum Wasserfall. Dort kann man auch uebernachten, aber es gibt kein Restaurant. (nur einen Sari Sari Store) In etwa 15 Minuten ist man bei den Wasserfaellen und – naja – sie sind eigentlich nichts besonderes. Ganz nett zu sehen, aber die Umgebung oberhalb des Falles und der Weg hin durch den Urwald sind wegen  der z.t. seltenen oder zumindest mir unbekannten Pflanzen sehr viel interessanter. So haben wir eine Pflanze gesehen, (kommt nur in einer Ecke am Anfang des Weges mehrfach vor) die keiner kannte und auch unser Guide konnte nichts darueber sagen, da er sie auch zum erstenmal sah.  Wir sahen auch  bluehenden Jade Wein, der nun auch nicht gerade haeufig ist. Schmetterlinge gab es in allen Farben und Groessen.

Auf dem Weg zurueck in die Town erzaehlte uns einer der Angestellten der Town, dass man auch auf einer “neuen Strasse” (oh was fuer eine Uebertreibung) nach Casiguran fahren kann und somit die Sierra Madre durchqueren. Aber die Strasse sei nur bis zum Fluss „neu“, nach der Durchquerung des Cagayan Rivers sei es nur eine alte Holzfaellerstrasse, die eigentlich so gut wie nie befahren wird. Fuer uns war das interessant und wir beschlossen, diese Strasse zu fahren. Darueber werde ich demnaechst in einem anderen Artikel berichten.

Zu den Fotos:

28je2kj

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