Murphy’s Gesetz a la Philippinen

Jeder hier ansaessige Deutsche muss mit gewissen Unzulaenglichkeiten leben und damit auch fertig werden. Nicht selten ist dies aber auch, was den Charme dieses Landes ausmacht.

Wer will schon in solch einer perfektionierten Welt wie in Deutschland  leben, mit einer Staatsquote am Einkommen von ueber 60% ?
Und so mache ich den Versuch, das Leben hier, in Manila, nach Murphy zu beschreiben.

Das ist keine Frustbewaeltigung, dann diese Wort ist mir fremd.

Und nun zu Murphy:

Murphys Gesetz lautet: „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen,
und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“
oder, anders formuliert:
„Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird dies auch geschehen“

Die erste Ableitung dieses Gesetzes:
Auf den Phils wird auch dann etwas schiefgehen, wenn dies normalerweise fuer unmöglich gehalten wird.

Nun mehrere praktische Anwendungen von „Murphy“ für philippinische Normalverhaeltnisse:

Garantieleistungen werden durch Zahlung des Kaufpreises ungueltig.

Es ist nichts chaotisch genug um gegen die Kreatvitaet der Pilipinos bestehen zu können.  Denen fällt sehr leicht etwas ein, was noch viel chaotischer ist. Obwohl, deiner (unmaßgeblichen) Meinung eine Steigerung völlig unmöglich erschien.

Du hängst Dein Handtuch auf die Garderobe, oder besser, auf den mit Gewalt in die Wand eingetrieben Stahlnagel. Es soll dort trocknen. Wird es aber nicht, da innerhalb kürzester Zeit etwas anderes darueber plaziert wird.

Dein neues Cellphone wird sofort Gemeineigentum und auch ueberaus rege von anderen Familienmitgliedern genutzt.  Das funktioniert aber nur in diese Richtung. Umgekehrt achtet man schon auf den Besitzstand. Eben Kommunismus auf Philippinische Art.

Bei Besuch von Schwimmbädern , Events, neuen Attraktionen wie diese Oceanschau am Ende des Rizal-Parks ect, herrscht sehr schnell stillschweigende Übereinstimmung darin, dass Du, als Foreigner, die Eintrittsgelder und spaeter auch die Erfrischungen und Snacks zu bezahlen hast. Das gilt auch fuer die SODA-Leute,  aus dem weiteren Umkreis der Familie.( SODA = die sind einfach so da ).

Die Summe der Laster eines Menschen ist eine Konstante. D.h. wer saeuft und raucht, wird nicht noch kiffen u.s.w.Das gilt aber nur fuer Europaeer, nicht fuer Pilipinos. Die schaffen es locker die gesamte vorhandene Palette an Lastern voll auszuschoepfen.

Alle horizontalen Flächen, werden binnen kürzester Zeit voll belegt sein. Willst Du etwas ablegen, musst du erst was anderes wegräumen.

Warum ein Butterbrot, wenn es runterfällt, nach „Murphy“ immer auf die bestrichene Seite fällt,  wirst du auf den Phils, mangels Material, nicht erforschen können. Es gibt dort keine Butterbrote.

Murphy gilt auch fuer Insekten. Moskitos finden garantiert die einzige Stelle, wo Du das „OFF“ vergessen hast.

Jeder Pilipino hat ein System um reich zu werden, das aber leider nicht funktioniert.

Wenn irgendetwas einfach und fehlerfrei aussieht, werden eine Unmenge von Fehlern darin versteckt sein. Das gilt besonders
fuer pilipinische „Handwerker“.

Wichtige Arbeiten werden von Personen ausgefuehrt, die gerade die 1. Sufe der Unfaehigkeit erreicht haben.

Die Summe der Intelligenz gilt als konstant. Die Bevoelkerung waechst aber rasch. Die Folgen sind offensichtlich.

Igor, der 15 Monate benoetigte um an diese weltbewegenden Erkenntnisse zu gelangen.

Ich moechte mich herzlich bei Igor aus dem Philippinenforum Philboards bedanken fuer deine kleine Satire ueber Murphy’s Law auf den Philippinen.

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