Ode an ein angebruetetes Entenei!

Balut

Ein “Fippse” uberred’t mich zu essen

Eine der Pinoy Delikatessen

Balut – ich must’ kotzen

Danach nur noch motzen

Mag das Essen ganz schnell vergessen.

Beliebt bei Bier –und Rumtrinkern im ganzen Land ist es wohl der meist geliebte Pulutan (Snack beim trinken alkoholischer Getraenke) fuer Pinoys, aber eben auch der meist gehasste bei uns Expats. International ist Balut wohl der Inbegriff von kulinarischem Ekel, so dass es sogar in der TV Reality Show “Fear Factor” als “Mutprobe” verwendet worden war. Aber fuer einen Pinoy ist Balut eine der groessten “Koestlichkeiten” des Landes.

Wer kennt sie nicht die Balut Verkauefer im ganzen Land….. ob in Pagudpud im hohen Norden oder in Digos im tiefen Sueden, man hoert sie lange bevor man sie sieht. “Baluuuuuuut” toent es durch die Nacht und meist wird der Ton am Ende noch angehoben. Schlafraubend hoeren wir es manchmal sogar noch nach Mitternacht. (Ein Gesetz sollte den Genuss und Verkauf von Balut nach Mitternacht untersagen . Hier sollte eigentlich ein zwinkender Smilie hin, aber wir haben “Einbauprobleme”)

Aber was ist denn nun genau dieses “wunderbare” und gleichzeitig “ekelerregende” Balut? Nun befruchtete Enteneier werden in speziell dafuer vorgesehenen Behaeltern fuer 18 – 21 Tage angebruetet, so dass das Ei einen vollstaendigen Foetus mit Fuessen, Schnabel und Federn enthaelt. Das Ei wird gekocht und warm gehalten verkauft an die Liebhaber dieser Delikatesse.

Balut richtig zu essen ist eine Kunst. Es beginnt mit dem Wort: Wenn man Balut sagt, beginnt man mit leicht geschlossenen Lippen, die Zunge testet ganz kurz den Gaumen, der Mund oeffnet sich und formt ein O oder U in Vorfreude auf das kommende, und die Zunge beruehrt kurz die Zaehne. In diesen Mundbewegungen alleine ist die Liebe des Filipino zu Balut ausgedrueckt. Danach klopft man das stumpfe Ende des Eies auf, entfernt vorsichtig die Schale bis man eine Oeffnung hat, die in etwa der Groesse einer ein Peso Muenze entspricht. Nun wuerzt man den Saft im Ei mit einem Gewuerz seiner Wahl – meist wird es wohl Salz sein – und schluerft den “Juice” aus dem Ei. Danach wird weiter geschaelt und Stueck fuer Stueck der Entenembryo verspeisst. Ein wenig Calamansi Juice wird von vielen auf das junge Entchen getraeufelt.

Mich schuettelt es schon bei der “Vorstellung” Balut zu essen, bei dieser genauen Beschreibung musste ich mich fast uebergeben. Vielleicht sollte ich mir ein “wasserdichtes” Keyboard zulegen.

Aber fuer Pinoys ist Balut “Food for the Gods”. Ausserdem wird ihm eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt, was fuer den “Macho Pinoy” sicherlich nicht unbedeutend ist.

Wenn ich in das Alter komme, in dem ich um meine Potenz bangen muss, werde ich mich dann lieber an Viagra halten, aber das Balut schoen da lassen, wo es hingehoert – im Behaelter des Verkaeufers –

PS: Fuer den “Fippsen” in dem kleinen Limerick moechte mich entschuldigen, aber es musste ein zweisilbiges Wort sein und zweimal “Pinoy” waere schlechter Stil gewesen.

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