Pandan und Sablayan – Mindoro

Waehrend unserer Rundreise durch die Philippinen waren wir auch auf Mindoro und natuerlich sollte Pandan besucht werden. Sablayan, der Startpunkt nach Pandan duerfte fuer die meisten Touristen weniger interessant sein, es sei denn sie sind wie wir „Naturfreaks“. Denn die Natur innerhalb der Strafkolonie in Sablayan soll sehr schoen sein, aber leider – nun ihr werdet es lesen.

Am Morgen nach unserer Ankunft in Sablayan fuhren wir  zum Markt, um uns dort im Tourism Office ein paar Tips zu holen, allerdings ist das Office nicht am Markt,  sondern in der Gegend der Municipal Hall. (gemaess Auskunft Along Beach Resort, in dem wir uebernachtet hatten ist das Buero am Markt)  Am Markt trafen wir dann einen Deutschen, der uns zu einem anderen Deutschen brachte, dessen Lebensgefaehrtin Tourist Guide in Sablayan ist. (ganz schoen verwirrend) Wir wollten in die Penal Kolonie, in der es einen See mit vielen bluehenden Wasserpflanzen und vielen Voegeln gibt. Ebenso gibt es dort etliche Hektar Regenwald, die – da geschuetzt – sehr viel Leben aufweisen sollen. Und spaeter wollten wir noch zum Parola Park. Die Freundin des Deutschen machte sich auch gleich auf  das Permit, das man fuer die Strafkolonie braucht zu besorgen und kam nach einer Stunde wieder und erzaehlte, dass selbst sie kein Permit bekommen kann, da heute am Nachmittag die Praesidentin Gloria Arroyo nach Sablayan kaeme und alle Permits bis zum Wochenende suspendiert seien. Neue werden nicht vor dem 28.4. ausgegeben. Mist! Das hat uns gerade noch gefehlt und wir aergerten uns doch sehr, da neben den erwaehnten Naturschoenheiten  auch noch anderes innerhalb der Kolonie existiert unter anderem Wasserfaelle und eine Hoehle,  die allerdings nicht sehr gross ist.  Damit gab es fuer heute nur den Parola Park anzusehen, der auf einem Huegel hinter dem Pier liegt.

Wir fuhren also am Nachmittag zum Park hoch. Es war sehr heiss und es ging auch kein Wind, und man kam sehr leicht ins Schwitzen. Oben gibt es eine alte spanische Kanone, einen alten Leuchtturm von der Jahrhundertwende und einen alten Wachturm von dem gerade mal ein paar Steine uebrig sind und den man als solches nicht mehr erkennen kann. Dass er trotzdem vom Tourism Office als Sehenswuerdigkeit erwaehnt wird, verwundert dann doch.  Picknicktische laden zum Verweilen und Grillen ein, viele Baeume spendeten Schatten und viele Blumen und bluehende Baeume waren zur Zeit unseres Besuches zu sehen. Wir verbrachten etwa drei Stunden im Park und fuhren dann wieder in das kleine Restaurant des Deutschen zurueck. (kein deutsches Essen auf der Karte) seine Bestseller sind vegetarische Hamburger, die wirklich wie Fleisch schmecken. Unser Abendessen nahmen wir bei einem anderen Deutschen in dessen Grillrestaurant ein, aber vorsicht!!! Er muss Schuster gewesen sein, das Fleisch war zaeh und trocken wie alte Schuhsohlen. Wir sagtem ihm alle Bescheid, dass er da aber noch kraeftig daran arbeiten muesse, sonst kommt bald keiner mehr zu ihm.  (er hatte erst vor zwei Wochen eroeffnet)

Der Eigentuemer des kleinen Restaurants und der Deutsche, der uns dort hinbrachte trafen sich mit uns am Abend in unserem Resort und dort machten wir uns einen gemuetlichen Skatabend.  Ich dachte nach 21 Jahren habe ich wohl vergessen wie es geht, aber nicht die Bohne – ist wie Radfahren, wenn man es mal kann, verlernt man es nicht wieder.

Es war ein netter Abend mit einigen Bierchen und gegen Mitternacht gingen wir dann alle schlafen.

Am morgen hatte sich bei meiner Frau die Erkaeltung, die sich am vorabend schon angekuendigt hatte, festgesetzt und ich besorgte erstmal einige Medikamente. Auf dem Programm stand Pandan Island und sie wollte nicht mit. Alleine hatte ich eigentlich auch keinen so rechten Bock und so fuhr ich schnell beim Hubsi vorbei, der uns zusammen mit dem anderen Deutschen zum Gulasch essen am abend eingeladen hatte. Wir ratschten eine Weile und Hubsi erklaerte sich bereit mitzukommen. Also zogen wir los und gingen erstmal zum „Pier“ um ein Boot zu finden. Das war nicht schwierig und bald sassen wir in einem Boot, das uns fuer 150 Pesos rueber nach Pandan fuhr. Die Fahrt dauerte gerade mal 15 Minuten und das Meer war sehr ruhig.

Pandan Island ist echt wunderschoen -traumhafter weisser Sand, kristallklares Wasser und fantastisch zum Schnorcheln – wie die vielen Schnorchler dort spaeter auch erzaehlten. Wir wanderten am Strand entlang und machten einige Fotos, bis wir am Ende an einigen Felsen ankamen und dort auf einem Weg in den Wald abbogen. Wir folgtem dem Weg einige Zeit und ich sah einen Eisvogel auf einem Baum. Allerdings nicht so wunderschoen blau, wie der den ich in Anini-y auf Panay belauert hatte. Im Wald war die Luftfeuchtigkeit sehr hoch und es wehte kein Lueftchen und wir kamen ganz schoen ins Schwitzen. Ploetzlich hoerte der Weg auf und wir mussten umkehren, es gab ohne Machete kein Durchkommen.
Auf dem Rueckweg flog uns ein knallroter „Kaefer“ ueber den Weg. Er liess sich unweit von uns nieder und ich machte einige Aufnahmen. Der rote Koerper des Kaefers, der ihn beim Fliegen total auffaellig macht, ist im sitzen nicht ganz so gut zu sehen.  Die Faerbung und Zeichnung des Insektes ist sehr auffaellig so nach dem Motto „friss mich und du wirst schon sehen”

Wir liefen dann zum Resort zurueck und liessen uns in der Strandbar nieder bei einem kalten  SMB, das mit 45 Pesos eigentlich noch recht moderat ausgepreist war. Dabei hatte ich dann auch ein laengeres Telefonat mit einem Freund, der gerade aus Deutschland angekommen war, und den wir einige Tage spaeter in Manila treffen wollten.

Zu den Besitzern waere da noch etwas zu erzahelen: Dominique, einer der beiden Besitzer war vor einigen Wochen angeschossen worden in Manila. Die Kugel drang im Ruecken ein und kam vorne wieder heraus und er ist immer noch in Manila im Krankenhaus.  Gottseidank ist er auf dem Weg der Besserung. Man vermutet einen angeheuerten Killer, ist sich aber ueber die Gruende nicht im klaren. Der Vertrag auf Pandan laeuft in drei Jahren aus – wohl einer der Gruende dass die Bungalows zum Teil in nicht ganz so gutem Zustand waren – und der Anschlag koennte damit zusammenhaengen, da Pandan als Stueckwerk verkauft werden soll.

Das Boot hatte auf uns gewartet – viel war ja nicht los, da die Saison dort schon so gut wie zu ende war – und brachte uns wieder zurueck.  Gegen fuenf Uhr nachmittags waren wir wieder in Sablayan….

Ach ja, bevor ich es vergesse, am Tag unserer Ankunft in Sablayan, hatte ein Filipino meiner Frau einen Teil Pandans zum Verkauf angeboten ein: ein halber Hektar Land mit 50 Meter Strand fuer zwei Millionen Pesos.

Am Abend assen wir dann gutes Gulasch und um 10 Uhr war ich dann wieder im Resort….

Zu den Fotos hier klicken

Karte von Mindoro

maps mindoro 0001

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