Rundreise um Cebu herum….. 2. Teil

Am naechsten Morgen machten wir uns auf die Socken weiter Richtung Sueden. Moalboal war unser Ziel und von dort stammte auch Dodongs Familie. Die Fahrt nach Moalboal fuehrte durch viele kleine Ortschaften und die Strasse war damals zum groessten Teil noch unbefestigt. In Moalboal angekommen checkte ich in Pacitas Nipa Huts ein, wo die Ciottages damals noch fuer den Preis von 120 Pesos zu haben waren. Dodong verabschiedete sich fuer eine Weile, da er seine Grossmutter besuchen wollte.Ich lief ein wenig in Panagsama herum – das ist der Touristenortsteil von Moalboal – und es gab jede Menge Restaurants und Pensionen. Von richtigen Hotels konnte man weniger sprechen. Es gab auch noch sehr viel Sand am Panagsama Beach, der spaeter vom Taifun Ruping 1990 ausgewaschen worden war. Abendessen gab es in einem der zahlreichen Restaurants am Strand. Da es nicht Saison war, war nicht viel los und ich war der einzige Gast in dem Seafoodrestaurant am Meer.

Am naechsten Morgen kam Dodong recht frueh, da wir verschiedenes ansehen wollten. Zuerst fuhren wir Richtung White Beach, aber die Strasse ging noch nicht sehr weit und wir mussten ein ganzes Stueck laufen. Der White Beach war wunderschoen, aber noch total unerschlossen. Es gab keine Resorts; ja noch nicht mal die sonst so haeufigen Picknikhuetten, die man oft an schoenen Straenden findet. Mir war es klar, dass dieser Strand eines Tages  Resorts und Touristen beheimaten wuerde. Danach fuhren wir in den Ort und von dort aus ueber eine sehr schmale und ungeteerte Strasse in die Berge. Etwa 500 Meter vom Ort aus gesehen kam das letzte Haus. Es ging von dort aus bestimmt noch 10 Kilometer in die Berge von Cebu und wir bogen einige Male vom Hauptweg ab. Dann parkten wir den Jeep und liefen etwa 200 Meter am Fusse einer senkrechten Felswand entlang, die bestimmt etwa 50 Meter aufragte und zum Teil ueberhing. Es war typisches Karstgebiet. Spaeter hoerte die Felswand auf und vom Ende liefen wir etwa 100 Meter Richtung Osten und standen vor einer riesigen Doline, die etwa 30-40 Meter tief war und einen Durschmesser von mindestens 60 Meter aufwies. Unten am Grund waren viele runter gerollten Steinbloecke, aber die eine Seite war frei von Geroell und dort konnte man einen groesseren Hoehleneingang sehen. Die Doline war schon sehr beindruckend und ich als alter Spelunker waere am liebsten abgestiegen, aber ich hatte keinerlei Ausruestung dabei und ohne Seile ging da gar nichts. Alleine sowieso nicht. Ich fand das schon sehr bedauerlich.

Nach der Rueckfahrt zur Kueste ging es weiter zu den Kawasan Falls in Badian. Wir parkten das Auto bei der Kirche und liefen von dort Richtung Wasserfaelle. Weit und breit gab es keine Huette und keine Menschen. Als wir an den Faellen ankamen, badeten wir im kristallklaren Wasser. Hinter den Faellen gab es eine Hoehle und natuerlich schwammen wir hinein und setzten uns auf die Felsen hinter dem Wasserfall. Wir waren total alleine und es war wunderschoen. Anschliessend stiegen wir einen Pfad an der Seite des Wasserfalles nach oben. Dort gab es eine Art ausgewaschenen Kanal zwischen den einzelnen kleineren Faellen und wir rutschten den Kanal wie bei einer Art Wildwassersurfing herunter, immer darauf bedacht nicht zu nahe an den grossen unteren Fall zu kommen, denn sonst waeren wir hinab gerauscht. Das wollten wir nicht.

Auch auf dem Rueckweg begegnete uns kein Mensch. Die naechste Nacht verbrachten wir bei der Grossmutter in Alegria, bei der Dodong schon die vorige Nacht gewesen war. Die Grossmutter war ueberaus freundlich und bewirtete uns mit sehr gutem Seafood.

Am naechsten Morgen ging es weiter entlang der Ostkueste Richtung Sueden. Dieser Teil der Kueste ist wunderschoen und man hat eine tolle Aussicht nach Negros hinueber, das immer naeher zu kommen schien, je weiter wir nach Sueden fuhren. In Santander assen wir in einer kleinen Carenderia zu mittag und fuhren dann an der Westkueste wieder hoch nach Norden. Dieses Mal uebernachteten wir im Argao Beach Club, den es damals noch gab und der zu den Luxusresorts im Lande zaehlte. Dementsprechend teuer war er dann auch. Nach der Edsa Revolution war der Beach Club geschlossen worden. Als ich 2010 dort vorbei kam, wurde der Beach Club wieder her gerichtet.Das Essen dort war auf jeden fall ausgezeichnet und abends sassen wir an der Bar mit Blick auf das Meer.

Leider ging es am naechsten Tag dann zurueck nach Cebu und unsere Inselrundfahrt war viel zu schnell zu ende gegangen.

 

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