Santo Tomas – Davao del Norte

Santo Tomas liegt in der Tiefebene von Davao del Norte etwa 50 Kilometer noerdlich von Davao City am Fuss der Berge Zentral Mindanaos. Es ist eigentlich kein Urlaubsort und „Tourismus“ ist ueberwiegend lokal. Aber wer in der Gegend von Davao City verweilt,  sollte einen Besuch in Santo Tomas in Erwaegung ziehen, die Bananenplantagen sind beindruckend und das Vorbereiten und Packen der Bananen sicherlich fuer die meisten recht interessant.

Santo Tomas ist ein netter, wachsender Ort,  der seinen Wohlstand dem Bananen Export verdankt.

Auf ueber 34000  Hektar werden dort Cavendish Bananen fuer den Export gepflanzt und grosse bekannte Firmen wie Senorita und Chiquita sind dort genauso vertreten,  wie kleinere lokale Betriebe.

Zirka 1000 Kuehlcontainer gehen jede Woche nach Davao City, um von dort aus ihren Weg nach China, Japan, Europa und dem mittleren Osten anzutreten. Schon laengst steht Santo Tomas auf den Karten der Fruchtimporteure rot unterstrichen auf den Landkarten.

Die Zufahrt nach Santo Tomas biegt wenige Kilometer hinter Panabo vom National Highway links ab und fuehrt fast bolzengerade mit sehr wenigen Kurven nach Santo Tomas. Bereits nach wenigen Kilometern sieht man rechts und links neben der Strasse nur noch Bananen Plantagen. Kilometerweit bedecken die Bananenstauden das Land und praegen die Landschaft. Gelegentlich kommt einem ein Container Truck entgegen und man erwartet doch eigentlich mehr, aber die meisten fahren nachts nach Davao City. Das entlastet auch den Verkehr in den Vororten noerdlich von Davao.

Bei meinem ersten Besuch in Santo Tomas im Februar dieses Jahres kamen wir erst gegen 4 Uhr in Santo Tomas an und checkten erst mal in das einzige Resort am Ort ein. Das Aloha Resort liegt etwa 4 Kilometer suedlich von Santo Tomas direkt am Highway. Die Zimmer sind gut und kosten mit Klima, TV und warmem Wasser in den Badezimmern 750 pesos pro Nacht. Das Resort ist gross und geraeumig mit eigenen Parkplaetzen und einem grossen Pool. Es gibt zwar ein Restaurant im Resort, aber meist ist es nicht in Betrieb. Man faehrt also in den Ort um zu essen. Auch im Ort gibt es nur ein normales Restaurant mit philippinisch – chinesischer Kueche und ansonsten noch zwei reine Grill Restaurants. Es fahren genug Tricycles auf dem Highway,  so dass man auch abends um 11 noch zurueck ins Resort kommt.

Was das Night Life angeht gibt es einige Karaoke Bars auch mit „chicks“ und ansonsten wird in Santo Tomas um 10 Uhr abends der „Buergersteig hoch geklappt“.

Wie schon erwaehnt, hat das Aloha Resort in Santo Tomas recht gute Zimmer, aber leider ist der Handy Empfang fuer Smart und  Globe nicht sehr begeisternd, fuer das Texten reicht es aber fuer Internet oder zum telefonieren sollte man schon in der Town sein.

Was mich begeisterte im Aloha Resort ist der riesengrosse Pool. Hierzu werde ich ein paar Bilder zeigen. Das Resort ist auch sehr schoen bepflanzt und macht auch optisch einen guten Eindruck. Ich kann es also guten Gewissens empfehlen.

Am naechsten Tag schauten wir uns einige Bananenplantagen an und besuchten einige Packing Houses, wo die bananen fuer den Export verpackt werden, denn Santo Tomas lebt und atmet Bananen.

Eigentlich ist die Prozedur recht einfach. Die Bananen werden nach der Ernte mit „Banana Trains“ von den Plantagen zu den Packing Haeusern gebracht. Dort werden von den Stauden die „Haende“ abgeschnitten und dann werden die Bananen in grossen Bottichen gewaschen, abgetropft, mit Stickern versehen, nach Groesse sortiert und in Plastikbeutel und einen Karton verpackt. Mit Hilfe eines Staubsaugers wird ein leichtes Vacuum im Beutel erzeugt. Zwischen die einzelnen „Finger“ kommt noch eine Art Schaumstoff um zu verhindern, dass die schwarzen harten Enden der Bananen die Haut beschaedigen.

Verpackt wird in zwei Arten von Kartons: Die kleineren, die 13.5kg netto beinhalten und die grossen (18.14kg) die fuer die EU bestimmt sind.

Wir wanderten auch ein wenig in den Plantagen herum und dabei lernte ich auch wie man am „Baum“ bereits die zu erwartende Qualitaet beurteilen kann. Unter fuenf gruenen Blaettern gilt der Baum als krank und die Bananen werden zurueck gewiesen. Um das festzustellen hat jede Firma einen QI in der Farm, der bestimmt welche Stauden fuer seinen Qualitaetsbedarf angenommen werden.

Zusaetzlich werden die Bananen in Handelsklassen eingeteilt:

1. A grosse Haende 4,5,6
2. A kleine Haende 7,8,9
3. B grosse Haende 4,5,6
4 B kleine Haende 7,8,9

Die Klasse bestimmt auch den Preis pro Box,  der von 50 – 170 pesos reichen kann. (fuer die 13.5 kg Box)

Unbrauchbare Bananen werden getrocknet und zu Chips verarbeitet um als Schweinefutter verkauft zu werden.

Nach der Besichtigung einiger Plantagen assen wir im einzigen Restaurant vor Ort zu mittag.  (leider habe ich den Namen vergessen) Wenn man nach Santo Tomas reinkommt,  muss man mitten im Ort rechts abbiegen und dann sind es noch etwa 250 Meter zum Restaurant.

Das Essen dort ist recht gut, die Portionen gross und die Preisse maessig.

Am Nachmittag kehrten wir dann wieder nach Davao zurueck,  um am folgenden Tag nach Hause zu fahren.

Zu den Fotos: Hier klicken

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