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	<title>Phil-Life.net &#187; auswanderung</title>
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		<title>Murphy&#8217;s Gesetz a la Philippinen</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 07:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[auswanderung]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder hier ansaessige Deutsche muss mit gewissen Unzulaenglichkeiten leben und damit auch fertig werden. Nicht selten ist dies aber auch, was den Charme dieses Landes ausmacht. Wer will schon in solch einer perfektionierten Welt wie in Deutschland  leben, mit einer Staatsquote am Einkommen von ueber 60% ? Und so mache ich den Versuch, das Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder hier ansaessige Deutsche muss mit gewissen Unzulaenglichkeiten leben und damit auch fertig werden. Nicht selten ist dies aber auch, was den Charme dieses Landes ausmacht.</p>
<p>Wer will schon in solch einer perfektionierten Welt wie in Deutschland  leben, mit einer Staatsquote am Einkommen von ueber 60% ?<br />
Und so mache ich den Versuch, das Leben hier, in Manila, nach Murphy zu beschreiben.</p>
<p>Das ist keine Frustbewaeltigung, dann diese Wort ist mir fremd.</p>
<p>Und nun zu Murphy:<span id="more-1302"></span></p>
<p>Murphys Gesetz lautet: „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen,<br />
und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“<br />
oder, anders formuliert:<br />
<strong>&#8220;Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird dies auch geschehen&#8221;<br />
</strong><br />
Die erste Ableitung dieses Gesetzes:<br />
Auf den Phils wird auch dann etwas schiefgehen, wenn dies normalerweise fuer unmöglich gehalten wird.</p>
<p>Nun mehrere praktische Anwendungen von &#8220;Murphy&#8221; für philippinische Normalverhaeltnisse:</p>
<p>Garantieleistungen werden durch Zahlung des Kaufpreises ungueltig.</p>
<p>Es ist nichts chaotisch genug um gegen die Kreatvitaet der Pilipinos bestehen zu können.  Denen fällt sehr leicht etwas ein, was noch viel chaotischer ist. Obwohl, deiner (unmaßgeblichen) Meinung eine Steigerung völlig unmöglich erschien.</p>
<p>Du hängst Dein Handtuch auf die Garderobe, oder besser, auf den mit Gewalt in die Wand eingetrieben Stahlnagel. Es soll dort trocknen. Wird es aber nicht, da innerhalb kürzester Zeit etwas anderes darueber plaziert wird.</p>
<p>Dein neues Cellphone wird sofort Gemeineigentum und auch ueberaus rege von anderen Familienmitgliedern genutzt.  Das funktioniert aber nur in diese Richtung. Umgekehrt achtet man schon auf den Besitzstand. Eben Kommunismus auf Philippinische Art.</p>
<p>Bei Besuch von Schwimmbädern , Events, neuen Attraktionen wie diese Oceanschau am Ende des Rizal-Parks ect, herrscht sehr schnell stillschweigende Übereinstimmung darin, dass Du, als Foreigner, die Eintrittsgelder und spaeter auch die Erfrischungen und Snacks zu bezahlen hast. Das gilt auch fuer die <span>SODA-Leute</span>,  aus dem weiteren Umkreis der Familie.( SODA = die sind einfach <span>so da</span> ).</p>
<p>Die Summe der Laster eines Menschen ist eine Konstante. D.h. wer saeuft und raucht, wird nicht noch kiffen u.s.w.Das gilt aber nur fuer Europaeer, nicht fuer Pilipinos. Die schaffen es locker die gesamte vorhandene Palette an Lastern voll auszuschoepfen.</p>
<p>Alle horizontalen Flächen, werden binnen kürzester Zeit voll belegt sein. Willst Du etwas ablegen, musst du erst was anderes wegräumen.</p>
<p>Warum ein Butterbrot, wenn es runterfällt, nach &#8220;Murphy&#8221; immer auf die bestrichene Seite fällt,  wirst du auf den Phils, mangels Material, nicht erforschen können. Es gibt dort keine Butterbrote.</p>
<p>Murphy gilt auch fuer Insekten. Moskitos finden garantiert die einzige Stelle, wo Du das &#8220;OFF&#8221; vergessen hast.</p>
<p>Jeder Pilipino hat ein System um reich zu werden, das aber leider nicht funktioniert.</p>
<p>Wenn irgendetwas einfach und fehlerfrei aussieht, werden eine Unmenge von Fehlern darin versteckt sein. Das gilt besonders<br />
fuer  pilipinische &#8220;Handwerker&#8221;.</p>
<p>Wichtige Arbeiten werden von Personen ausgefuehrt, die gerade die 1. Sufe der Unfaehigkeit erreicht haben.</p>
<p>Die Summe der Intelligenz gilt als konstant. Die Bevoelkerung waechst aber rasch. Die Folgen sind offensichtlich.</p>
<p>Igor, der 15 Monate benoetigte um an diese weltbewegenden Erkenntnisse zu gelangen.</p>
<p>Ich moechte mich herzlich bei Igor aus dem Philippinenforum Philboards bedanken fuer deine kleine Satire ueber Murphy&#8217;s Law auf den Philippinen.</p>

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		<title>Wie alles begann&#8230;.. 1. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 05:34:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich nicht vor auf die Philippinen auszuwandern. Es ging mir nicht schlecht in Deutschland und ich hatte seit July 1986 sozusagen ein &#8220;faules&#8221; Jahr eingelegt. In diesem Jahr wollte ich meiner Zukuenftigen Deutschland naeher bringen und ihr mit Zeit und Zuwendung das Einleben erleichtern. Es war ja doch fuer sie ein grosser Unterschied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich nicht vor auf die Philippinen auszuwandern. Es ging mir nicht schlecht in Deutschland und ich hatte seit July 1986 sozusagen ein &#8220;faules&#8221; Jahr eingelegt. In diesem Jahr wollte ich meiner Zukuenftigen Deutschland naeher bringen und ihr mit Zeit und Zuwendung das Einleben erleichtern. Es war ja doch fuer sie ein grosser Unterschied zu den Philippinen.</p>
<p>Ende Juli schloss ich die Tueren meines Geschaeftes, da die Rezession neben der Gastronomie eben auch Laeden, die Hobbyartikel verkaufen, als erstes trifft. Daraufhin beschloss ich eben Inday nach Deutschland zu holen und hier zu heiraten. Aber erst machte ich einmal mit meinen Freunden im August und der ersten Septemberhaelfte Urlaub in Jugoslawien. Und es sollte ein schoener Urlaub werden. Wir sind bis ganz in den Sueden gefahren und hatten viele Erlebnisse, einschliesslich eines dreitaegigen unfreiwilligen Aufenthaltes in Albanien. Aber die Details dazu gehoeren nicht in diese Geschichte. <span id="more-864"></span></p>
<p>Mitte Oktober bin ich dann auf die Philippinen geflogen um sie in Cebu zu treffen. Wir machten eine Rundreise mit dem Auto um Cebu herum (meine zweite) und es war recht schoen. Aber die Einzelheiten dieses &#8220;Round Trips&#8221;  werde ich ein anderes mal erzaehlen. Danach folgte unser Trip nach Dinagat (<a href="http://www.phil-life.net/2009/11/08/goldrausch-auf-dinagat-1-teil/" target="_self">siehe Goldrausch auf Dinagat</a>) und am 10. November flogen wir gemeinsam nach Deutschland. (Sie war 1985  ja schon einmal in Deutschland gewesen.) Das war damals alles noch sehr einfach; ein Visum wurde nicht benoetigt fuer die ersten drei Monate. Man musste nur innerhalb der ersten acht Tage eine Kostenuebernahmeverpflichtung bei der Auslaenderbehoerde unterschreiben. Wir kamen in Frankfurt bei typischem Nieselwetter an und ich kaufte ihr zu allererst eine warme Jacke. Dann fuhren wir mit meinem Suzuki &#8220;Jeep&#8221; nach Bayreuth, wo ich damals lebte. Meine Freunde kannten Inday ja schon und freuten sich, sie wieder zu sehen. So erlebte sie zum erstenmal ein deutsches Weihnachtsfest und war doch ein wenig erstaunt ueber die Mischung von Kommerz und Tradition. Wir besuchten an den Feiertagen meine Grossmutter und hatten dort in Wallerstein ein paar schoene Tage. Sylvester verbrachten wir mit den Freunden in Bayreuth.</p>
<p>Es sollte ein kalter und schneereicher Winter werden und wir hatten viel Spass beim Schlitten fahren im Fichtelgebirge und bei etlichen kuerzeren Wanderungen im Schnee. Und jedesmal wurde nach dem &#8220;kalten Spass&#8221; eingekehrt und es folgte etwas &#8220;warmer Spass&#8221; in Form von&#8221; Jagertee&#8221;. Das ist Tee mit viel Rum.  In dieser kalten Jahreszeit hatte sie auch erstenmal im Leben einen Rausch mit einem entsprechenden Kater am naechsten Tag. Seither hat sie niemals wieder etwas getrunken.</p>
<p>Wir begannen uns nun auch um die Papiere zu kuemmern, denn wir hatten ja eine Verlaengerung ihres Aufenthaltes zum Zweck der Heirat beantragt. NSO Urkunden gab es damals noch nicht und das letzte Formular benoetigte eine Beglaubigung mit dem goldenen Siegel, ohne das eine Heirat nicht moeglich ist. Nun konnte die nur in Manila gemacht werden und Geld fuer einen Flug dorthin wollten wir eigentlich nicht ausgeben. Ich schlug vor das ganze an Bekannte von ihr zu schicken und Inday winkte ab mit der Begruendung dass es ewig dauern wuerde, bis wir die Papiere zurueck bekaemen, falls wir sie ueberhaupt erhalten wuerden. Ich besprach das ganze mit DHL und die erkundigten sich ihrerseits bei DHL in Manila und Manila stimmte zu das Ganze fuer uns zu erledigen. Wir schickten also die Papiere mit der Firma einschliesslich englischer Vollmacht nach Manila. Es dauerte 10! Tage und wir hatten die Papiere mit dem Siegel zurueck bekommen. 600 Mark hatte der Spass gekostet, also wesentlich billiger als hin zu fliegen.</p>
<p>Nun wurde das Aufgebot bestellt und die Hochzeitsfeier vorbereitet, die im kleinen Kreis stattfinden sollte mit meinen Freunden. Meine Grossmutter wollte nicht teilnehemen. Eine Auslaenderin zur Freundin zu haben war fuer sie ja noch ok, aber heiraten&#8230;.nie. Am sechsten Mai war es dann soweit. Wir erschienen mit unseren Freunden auf dem Standesamt; Doris durfte uebersetzen, so dass wir uns einen amtlichen Uebersetzer sparen konnten. Der Standesbeamte fand einige ruehrende Worte und 15 Minuten spaeter war alles vorbei und wir waren verheiratet. Das Mittagessen folgte in einem guten Restaurant und anschliessend fuhren wir zusammen nach Stein oder Rot bei Nuernberg in ein neues grosses Hallenbad mit Wellen und Rutschen und allem moeglichen, dass Spass macht. (Den Namen und genauen Ort habe ich leider vergessen, aber vielleicht kann mir ein Leser da aushelfen.  Ein Leser hat mir nun ausgeholfen, es handelt sich um das Palm Beach in Stein bei Nuernberg.) Und Spass hatten wir jede Menge.</p>
<p>Am 10. Mai wurde meine Frau ins Krankenhaus eingewiesen. Sie hatte in den letzten Monaten sehr abgenommen, aber meine besorgten Fragen immer mit einem &#8220;I am fine&#8221; abgetan. Bei der Einlieferung wog sie noch 37 Kilo und ich machte mir ernsthafte Sorgen.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie alles begann….. 2. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 08:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach den Untersuchungen und Labortests sprach ich mit dem Arzt. &#8220;Ihrer Frau fehlt physisch ueberhaupt nichts. Sie leidet an entsetzlichem Heimweh und ist zu einem Leben in diesem Land nicht geeignet. Wie ihr damit umgeht und muesst ihr beide wohl selbst entscheiden. Aber so kann es nicht weiter gehen. Ausserdem ist sie schwanger und duerfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den Untersuchungen und Labortests sprach ich mit dem Arzt. &#8220;Ihrer Frau fehlt physisch ueberhaupt nichts. Sie leidet an entsetzlichem Heimweh und ist zu einem Leben in diesem Land nicht geeignet. Wie ihr damit umgeht und muesst ihr beide wohl selbst entscheiden. Aber so kann es nicht weiter gehen. Ausserdem ist sie schwanger und duerfte um den 16/18. April herum empfangen haben. Das Kind sollte in der ersten Januarwoche geboren werden.&#8221;  Das Ultraschallbild der damaligen Untersuchung haben wir uebrigens heute noch. Ich bedankte mich und als Inday drei Tage spaeter aus dem Spital entlassen wurde, hatten wir einige ernsthafte Unterhaltungen. Die Schlussfolgerung war klar: Entweder wir trennen uns und sie geht zurueck oder wir gehen gemeinsam auf die Philippinen. Ich war ja nun schon zweimal auf den Philippinen, aber konnte mir eigentlich ein dauerhaftes Leben dort nicht so recht vorstellen. Wie auch immer, ich wollte keine Trennung, sie auch nicht und das war die Entscheidung.</p>
<p>Am naechsten Tag rief ich auf der philippinischen Botschaft in Bonn an und erkundigte mich. Die Auskunft war klar, eigentlich alles sehr einfach. Ich benoetigte eine Geburtsurkunde, Auszug aus dem Familienstammbuch der Eltern, Taufurkunde, Fuehrungszeugnis und Reisepass und zu allem die entsprechende englische Uebersetzung.  Also beantragte ich zuerst das Fuehrungszeugnis, was etwa 3-4 Tage dauern sollte. In der Zwischenzeit unterrichtete ich meine Freunde und meine Grossmutter von unserem Entschluss.<span id="more-875"></span>Die waren alle entsetzt und meinten ich spinne. Jeder bot seine Hilfe an und meinte, dass wir ihr zusammen das Heimweh schon &#8220;austreiben&#8221; koennten. Diese Meinung teilte ich nicht und der Arzt, den ich sicherheitshalber nochmal befragte, teilte sie auch nicht.</p>
<p>Ich setzte nun Kleinanzeigen in die Wochenzeitung und wir begannen alles zusammen zu packen was wir auf die Philippinen schicken wollten. Zahlreiche Buecher, CDs, Platten und meine Hoehlenausruestung, sowie alles persoenliche wurde verpackt. Am Ende hatten wir 9 grosse Kartons (etwa Balikbayan Box Groesse) und ich liess mir Preisangebote von verschiedenen Speditionen kommen. Am preiswertesten war eine Nuernberger Spedition und ich gab denen schon mal vorab Bescheid, aber meinte auch, dass die endgueltige Buchung und Abholung erst nach der Erteilung des Visums erfolgen sollte. Die Verkaeufe liefen gut und die Wohnung wurde so langsam leerer. Etliche Mitglieder des Bayreuther und Nuernberger Cichlidenvereins leerten meine Aquarien (ich hatte 38 Aquarien mit insgesamt 8400 Litern Inhalt) und das Geld, das mitgenommen werden konnte stieg so langsam an. Endlich kam das Fuehrungszeugnis und ich brachte alle Dokumente zu einer vereidigten Uebersetzerin, die mir auch versprach alles ueber das Wochenende fertig zu machen. Am Sonntag waren wir auf einem Flohmarkt um jede Menge Kleinkram dort zu verkaufen. Die Besucher und Kaeufer gaben sich auch in meiner Wohnung die Klinke in die Hand und fast jeder kaufte etwas. Fuer meine Highend Stereoanlage hatte ich aber noch niemand. Am Montag konnte ich dann die uebersetzten Unterlagen abholen und bezahlte fuer alles 325 Mark. Am Nachmittag buchte ich dann einen Flug fuer uns beide von Nuernberg nach Bonn, der am Mittwochmorgen gehen sollte. Den Rueckflug buchten wir dann fuer den spaeten Nachmittag.</p>
<p>Am Mittwoch brachen wir um 4.30 am Morgen auf und fuhren nach Nuernberg. Der Flug sollte um 7 Uhr gehen. Die zwei-motorige Fokker Friendship hob auch puenktlich ab und wir hatten einen sehr unruhigen Flug nach Bonn. In Bonn angekommen fuhren wir mit einem Taxi zur Botschaft, die aber noch geschlossen war. Wir tranken in einem Cafe unweit der Botschaft eine Tasse Kaffee und puenktlich um 9 Uhr wurden wir dann eingelassen. Ausser uns waren noch keine &#8220;Kunden&#8221; in der Botschaft. Zu allererst musste meine Frau ihre Einkommenssteuererklaerung abgeben. Danach wurde Ihr Pass umgeschrieben auf den neuen Familiennamen und dann wurde mein Antrag fuer ein Einwanderungsvisum unter Sektion 13A bearbeitet. Dann wurde ich vom Konsul zu einem Interview gerufen, der die Gruende der Auswanderung wissen wollte. Wohlweisslich hatte ich mir vom behandelten Arzt ein Attest geben lassen und das auch mit uebersetzen lassen. Die Gruende waren ihm natuerlich sofort klar und es gab keinerlei weitere Fragen mehr. Ich wurde zur Kasse geschickt und musste dort 40 Mark fuer mein Visum bezahlen. Einige Minuten spaeter bekam ich meinen Pass geschmueckt von einem einseitigen Einwanderungsvisum fuer die Philippinen. Wir verliessen die Botschaft kurz nach 11 Uhr morgens und gingen erstmal auf die Suche nach einem Gasthaus. Wir waren hungrig.  Am Nachmittag fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen und kehrten puenktlich mit &#8220;unserer&#8221; Fokker nach Nuernberg zurueck. Um 7 Uhr am Abend waren wir wieder in Bayreuth. Das war am 20. Mai 1987 gewesen. Acht Tage hatte es gedauert von der Beantragung des Fuehrungszeugnis bis zum Visum.</p>
<p>Am Donnerstag buchte ich dann unsere Fluege auf die Philippinen. Einfach! Das Ticket kostete knappe 1000 Mark pro Stueck mit Philippine Airlines und unser Flug sollte am 27. Mai um 7.30 am Abend  abgehen.Ich verstaendigte nun auch die Spedition, damit die neun Boxen abgeholt werden und auf die Philippinen verschifft werden konnten. Bereits am naechsten Tag waren die Kartons unterwegs.</p>
<p>Am gleichen Tag ging es auch mit dem Verkaufen weiter. Ich hatte nun auch die ersten Interessenten fuer mein Auto ein Suzuki &#8220;Jeep&#8221; SJ413. Da der Wagen erst ein halbes Jahr alt war und nur 13000 Kilometer drauf hatte, gab es einige Interessenten und am Freitag war der Kauf perfekt gemacht. Der Kaeufer zahlte 20% an und am Montag sollte das Auto uebergeben werden. Am Sonntag fuhren wir mit meinen Freunden ein letztes mal in die fraenkische Schweiz, besuchten Pottenstein und fuhren an der Wiesent entlang nach Waischenfeld und Breitenlesau um ein letztes mal im Gasthof Krug zu essen und das beste Bier Deutschlands zu geniessen.Es war ein sentimentaler Tag, wussten wir doch alle, dass ein langer Abschied vor uns lag.</p>
<p>Montags kam der Kaeufer und bezahlte den Rest des Autos und nahm es gleich mit. Ich war ein wenig traurig, den ich liebte diese Kiste, war es doch das einzige Auto mit dem ich direkt zum Garten vom Thomas fahren konnte und nach Durchquerung des roten Mains im Garten parken, wo wir auch einen Fischteich mit Forellen hatten.</p>
<p>Es waren nur noch zwei Tage bis zum Abflug.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie alles begann….. 3. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 11:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Dienstag Vormittag kam dann ein Kaeufer fuer meine Stereoanlage, nachdem ich sie am Wochenende nochmal in der Zeitung angeboten hatte. Ich bekam zwar durch den Eilverkauf 500 Mark weniger als ich wollte, aber 4500 Mark waren besser als nichts. Am Nachmittag reservierte ich einen Leihwagen und anschliessend packten wir alles, was noch nicht gepackt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag Vormittag kam dann ein Kaeufer fuer meine Stereoanlage, nachdem ich sie am Wochenende nochmal in der Zeitung angeboten hatte. Ich bekam zwar durch den Eilverkauf 500 Mark weniger als ich wollte, aber 4500 Mark waren besser als nichts. Am Nachmittag reservierte ich einen Leihwagen und anschliessend packten wir alles, was noch nicht gepackt war. Am Abend kamen alle meine Freunde zum Verabschieden. So manche Traene floss dabei, denn es waren ja wirklich gute und enge Freunde gewesen. Mangels Sitzgelegenheiten, denn die waren ja alle schon verkauft, sassen wir auf dem Teppichboden und tranken noch ein wenig Wein und unterhielten uns ueber &#8220;was auch immer die Zukunft bringen mag&#8221;. Inday musste dabei noch etwas mehr ueber das Land erzaehlen, da einige doch ziemlich viele Fragen hatten. Gegen 10 Uhr verabschiedeten sich meine Freunde und ich wurde schon etwas wehmuetig. In weniger als 24 Stunden sollten wir in der Luft sein.<span id="more-884"></span></p>
<p>Nachts um drei klingelte das Telefon und ich bekam einen Anruf, in dem mir die Freundin meines ehemaligen Geschaeftspartner mitteilte, dass dieser heute Nacht verstorben war. Er war erst 33 und litt seit Februar 1987 an Problemen mit der Bauchspeicheldruese, war schon zweimal operiert worden, aber leider ohne Erfolg. An Schlaf war deshalb fuer den Rest der Nacht nicht mehr zu denken.</p>
<p>Am Morgen holte ich den Leihwagen &#8211; einen Ford Fiesta &#8211; von Avis ab und wir beluden das Auto. Unser Handgepaeck war schon sehr umfangreich und wir hofften keine Probleme mit der Fluglinie zu bekommen. Dann tranken wir oben noch Kaffee und ich uebergab die Schluessel meinem Nachbar, mit der Bitte diesen an die Hausherrin zu uebergeben. Meine Kaution hatte ich ja schon einige Tage vorher erhalten.  Kurz nach 10 Uhr kam der Postbote und es waren zwei Schecks in der Post. Gottseidank war der eine Scheck noch angekommen, der haette eigentlich am Dienstag schon da sein sollen. Der zweite Scheck war eine Ueberraschung; wir waren im Dezember von einem Deutschen um 1200 Mark betrogen worden, und der hatte den Scheck geschickt in der Hoffnung auf Straferleichterung. (Er hatte ueber 50 Leute beschissen und wie ich spaeter hoerte alle bezahlt und kam deswegen wohl auch mit Bewaehrung davon) Einloesen konnte ich die Schecks eh nicht mehr und wuerde sie auf den Philippinen auf ein Bankkonto einzahlen muessen.</p>
<p>Anschliessend fuhren wir los nach Frankfurt. Der Verkehr war sehr maessig und wir kamen gut voran. Wir fuhren ueber Bamberg, Wuerzburg und Aschaffenburg nach Frankfurt. Am Flughafen angekommen gab ich den Leihwagen zurueck und wir schleppten unsere Siebensachen in die Abflughalle. Nach dem Einchecken bei Philippine Airlines &#8211; die hatten unser umfangreiches Handgepaeck anstandslos akzeptiert &#8211; hatten wir noch fast drei Stunden bis zum Abflug und setzten uns in eines der zahlreichen Coffee Shops. Zum letztenmal fuer laengere Zeite ass ich ein Stueck Torte zum Kaffee. Unser Flug wurde puenktlich aufgerufen und wir stiegen in den Flieger. Eine halbe Stunde spaeter waren wir in der Luft und eine knappe Stunde spaeter gab es auch schon das Abendessen. Anschliessend doesten wir vor uns hin bis der Flieger gegen 2 Uhr Morgen in Dubai landete. Dort ergaenzten wir im Duty Free Shop unser Handgepaeck mit einer Sony Kompakt Stereo Anlage. Die zweite Zwischenlandung war in Bangkok und dort kauften wir bei den Souvenir Haendlern ein paar Kleinigkeiten, wobei wir den Aufruf ueberhoerten und erst reagierten, als wir namentlich gerufen wurden. Na da haetten wir beinahe den Anschluss verpasst.</p>
<p>Wir landeten kurz nach acht in Manila und hatten bei Der Immigration auch prompt das erste Problem, denn der Beamte stempelte mir einen 21 Tage Aufenthalt in den Pass. Erst als ich reklamierte und auf das Einwanderungsvisum hinwies wurde der Status in 13A geaendert mit dem Hinweis, dass ich innerhalb von drei Wochen bei der Immigration in Manila vorsprechen und registrieren muesse. Nun hatten wir knappe zwei Stunden um unseren Anschlussflug nach Cebu zu erwischen.  Wir schnappten uns mit der Hilfe von zwei Gepaecktraegern unsere Sachen und  fuhren mit dem Taxi zum Domestic Airport. Dort checkten wir alles ein und da wir von einem internationalen Flug kamen mussten wir auch kein Uebergepaeck bezahlen. Der Flieger nach Cebu war ein Airbus und wir starteten erstaunlicherweise puenktlich. Aber nach zirka 20 Minuten ging das Flugzeug in den Sinkflug und ich wunderte mich schon etwas. Dann kurvte der Flieger und meinem Gefuehl nach war das eine volle 180 Grad Schleife. Kurz danach kam eine Durchsage, dass wir wegen hydraulischer Probleme nach Manila zurueck fliegen wuerden. Keiner wusste was da nicht funktionierte, von den Stewardessen war nichts konkretes zu erfahren und die ganzen Pinoys an Bord begannen zu beten. Meine Frau war sehr aengstlich und ich strahlte wohl auch nicht gerade Zuversicht aus. Kurze Zeit spaeter landete der Flieger in Manila und zwei andere Auslaender und ich klatschten ob der geglueckten &#8220;Landung in Distress&#8221;. Die Filipinos im Flieger schauten uns an, als ob wir vom Mond kaemen. Dann stiegen wir alle aus und mussten uns wieder in die haessliche Wartehalle setzen und auf einen Ersatzflieger warten. Etwa eine Stunde nach Mitternacht wurden wir dann aufgerufen und bestiegen jetztl eine alte BAC 1-11. Diesesmal ging alles glatt und gegen 2.30 am Morgen landeten wir auf Mactan.</p>
<p>Indays Bruder hatte geduldig gewartet und so hatten wir wenigstens keine Probleme mit dem Gepaeck. Er hatte sich von seiner Firma &#8211; damals arbeitete er bei La Tondena &#8211; einen Ford Fiera geliehen, ein kantiges merkwuerdiges Fahrzeug mit seitlichen Sitzbaenken und offenen Fenstern fast schon wie ein kleiner Jeepney ohne die bunten und verchromten Verzierungen.</p>
<p>Etwa 40 Minuten spaeter waren wir im Boarding House meines Schwagers angekommen. An schlafen war nicht mehr zu denken und so unterhielten wir uns bei einer Tasse Neskaffee bis zum Morgengrauen.</p>
<p>Wir waren da!</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie alles begann….. 4. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 07:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am ersten Tag liessen wir es sehr geruhsam angehen. Wir mussten natuerlich mit fast allen Nachbarn reden, die schon sehr neugierig waren und meine Frau freundete sich mit einer Lehrerin aus der Nachbarschaft an. Gleichzeitig liessen wir alle Nachbarn wissen, dass wir ein Appartment oder Haus zu mieten suchen. Allerdings wollten wir das nicht in Hayco haben, denn das war eine Squattersiedlung. Zwar war es im Stil einer Subdivision, aber eben doch auf illegal besetztem Land und der Eigentuemer hatte einige Monate vorher Klage eingereicht. (Diese Klage wurde im uebrigen erst 2008 entschieden durch das Supreme Court, aber die Menschen leben noch immer dort.) Wir hatten ja schon vorher beschlossen voruebergehend in Cebu zu bleiben und erst mal schauen, was wir ueberhaupt dort machen wollten. Wir hatten naemlich noch keinerlei konkrete Vorstellungen und die Idee meiner Frau mit Jeepneys oder Taxis den Lebensunterhalt zu verdienen schmeckte mir ueberhaupt nicht.</p>
<p>Am naechsten Tag zogen wir dann los nach Moebel und Elektrogeraeten zu schauen. Das war natuerlich zuerst mal informativ und zum Preisvergleich gedacht, kaufen wollten wir erst, wenn wir eine Wohnung haben. <span id="more-891"></span></p>
<p>Am Sonntag kam dann ein Nachbar und meinte in der Sotero Cabahog Street waere ein Appartment frei und wir sollten uns dort mal erkundigen. Diese Strasse lag nur etwa 100 Meter ausserhalb von Hayco in Mabolo und das gefiel natuerlich meiner Frau, denn sie kannte ja ein paar Leute in Hayco und ausserdem lebte ihr Bruder dort. Leider war der Eigentuemer uebers Wochenende weg gefahren.</p>
<p>Am Nachmittag borgte sich dann mein Schwager 1000 Pesos von mir und wollte sie mir eigentlich am Abend zurueck geben. Als ich ihn nach dem Abendessen danach fragte, meinte er nur, dass er beim Wetten im Cockpit leider verloren habe. &#8220;Cockpit?&#8221; fragte ich und er erklaerte mir, dass man die Arena fuer Hahnenkaempfe so nennt.  Ich wusste zwar, dass Hahnenkaempfe sehr beliebt waren im Land, aber die Bezeichnung war mir dann doch neu. Damals gab es eben noch kein Internet in dem man sich vorab informieren konnte und man musste alle seine Erfahrungen selbst machen. Und die 1000 Pesos waren damals sehr viel mehr Geld als heute. Ein Kilo Reis kostete 6 Pesos, der Liter Diesel auch 6 Pesos und ein Kilo Fleisch, egal welches, kostete 35 Pesos. Aber er versprach immerhin am naechsten Zahltag die 1000 Pesos zurueck zu geben.</p>
<p>Am Montag ging ich dann auf die City Bank um ein Konto zu eroeffnen und die beiden Schecks einzuzahlen. Das ganze war damals wesentlich unkomplizierter als heute. Ein Ausweis genuegte, nach einer Aufenthaltserlaubnis wurde nicht gefragt. Ich hatte ja das meisste meiner 66000 Mark in Dollar Reiseschecks gewechselt und mir 5000 Mark in Bar behalten. Dazu kamen noch die beiden Schecks fuer insgesamt etwas ueber 6000 Mark, so dass wir insgesamt gute 72000 Mark hatten. Als ich die beiden Schecks einzahlte, wurde mir gesagt, dass diese Schecks 42 Banktage braeuchten, bis sie gut geschrieben werden koennen. Das war schon sehr lange. Das Konto, das wir eroeffneten war natuerlich ein Dollar Konto und wir machten auch noch ein Peso Konto auf fuer den taeglichen Bedarf. City Bank hatte uebrigens schon einen ATM und so konnten wir jederzeit auch am Wochenende abheben.Damals war uebrigens die 100 Peso Note die groesste und das Geld nahm schon Volumen an, wenn man zum Shoppen ging.</p>
<p>Auf dem Rueckweg zeigte mir Inday dann noch die beruehmte San Carlos Universitaet und ich entdeckte  dann ein deutsches Restaurant in der Naehe am Osmena Boulevard gegenueber den Militaer Baracken. Wir kehrten im Frankfurter Hof &#8211; so hiess das Restaurant -  ein und ich lernte den Michael und den Karl Heinz kennen, die dieses Restaurant zwar gemeinsam betrieben, aber Karl Heinz war der Eigentuemer. Michael lebt heute noch auf den Philippinen und der Karl Heinz kam gegen 2006 wieder auf die Philippinen zurueck, nachdem er Ende 1987 das Land verlassen hatte und nach Deutschland zurueck ging. Nach dem Essen fuhren wir mit dem Jeepney nach Mabolo. Nur einen Peso musste man damals fuer eine Fahrt nach Mabolo bezahlen.</p>
<p>Anschliessend schauten wir nach dem Eigentuemer des Appartment. Er war zu Hause und war nur zu willig das Appartment zu vermieten. Es war zwar nicht gross, etwa 80qm aber fuer unsere Zwecke genuegte es vollkommen. Die Miete sollte 1000 Pesos betragen und wir nahmen es. Zusaetzlich zur ersten Miete mussten wir einen Monat Kaution bezahlen. Der Eigentuemer &#8211; uebrigens ein Rechtsanwalt &#8211; hatte bereits vorgedruckte Mietvertraege im Haus und so unterschrieben wir, bezahlten und hatten nun ein &#8220;eigenes&#8221; Dach ueber dem Kopf.</p>
<p>Am folgenden Tag ging es los mit dem Einkaufen.  Zunaechst kauften wir in einem Appliance Center einen Kuehlschrank und einen Gasherd. Danach erwarben wir in einer &#8220;Art Moebelhaus&#8221; einen Esstisch mit sechs Stuehlen, eine Couchgarnitur mit Sofa und zwei Sesseln und natuerlich ein Bett. Anschliessend &#8220;tobte&#8221; sich Inday noch im White Gold aus und kaufte Toepfe, Pfannen, Teller und anderes Geschirr. Insgesamt gaben wir knappe 30000 Pesos aus fur unsere &#8220;Erstausstattung&#8221;. Auf einen Fernseher verzichtete ich in Anbetracht des absolut beschissenen Fernsehprogramm. Was ich da in den ersten Tagen gesehen hatte, kann einem die Lust aufs Fernsehen nehmen. Zudem war die Uebertragungsqualitaet einfach nur miserabel. Eine Waschmaschine wollte Inday nicht haben, denn eine &#8220;Labandera&#8221; sei ja viel billiger.</p>
<p>Am naechsten Morgen wurde alles geliefert und wir richteten uns erst mal haeusslich ein. Ich kramte mein Brotbackbuch aus dem Gepaeck und backte zum erstenmal selbst Brot, was mir auch ganz gut gelang. Meine Frau schickte ein Telegramm nach Dinagat, denn nun braeuchte man ja eine &#8220;Maid&#8221;. Bei einem Monatsgehalt von 300 Pesos anfaenglich und 500 Pesos spaeter hatte ich auch nichts dagegen einzuwenden.</p>
<p>Als naechstes wollte ich mir ein Auto kaufen, aber die Preise fuer Gebrauchtwagen erschienen mir z.T. schon sehr hoch. So sollte &#8220;mein Suzuki&#8221; knapp zwei Jahre alt fast eine Viertelmillion kosten. So viel wollte ich nicht ausgeben. Am Ende erwarben wir einen lokal hergestellten &#8220;Jeep&#8221; Renegade, der mir sehr gut gefiel, und der mit 65000 Pesos auch nicht so teuer war.</p>
<p>Einige Tage spaeter kam dann die Maid aus Dinagat und mit ihr kam auch meine Schwiegermutter. Und sie wuerde ziemlich lange bleiben. Zum erstenmal machte ich nun mit philippinischem &#8220;Grossfamilienleben&#8221; Bekanntschaft. Meine Schweigermutter war aber eine sehr umgaengliche Frau, die sich aus allem raus hielt und somit hatten ich auch keinerlei Probleme mit ihr. Anderenfalls haette ich sie wohl schnell wieder nach Hause geschickt.</p>
<p>In den naechsten Tagen unterhielten wir uns oft, was wir machen wollten. Meine Frau begann Geld im Markt von Mabolo zu verleihen und ich war geschockt wegen der hohen Zinsen. Aber das Zinseinkommen war genug, so dass wir davon schon leben konnten, wenn man nicht jeden Tag ins Restaurant geht.</p>
<p>So vergingen die ersten Wochen wie im Flug und wir gewoehnten uns an unser Leben auf den Philippinen. Vieles sollte noch passieren in den naechsten Monaten, Jahren und Jahrzehnten, aber das sind andere Geschichten, die will ich ein anderes mal erzaehlen.</p>
<p>The End</p>

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