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	<title>Phil-Life.net &#187; auto</title>
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		<title>Behoerdenaerger zum zweiten&#8230;..</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 03:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun geht die Delica Geschichte also weiter. Patrick von Palawan versuchte taeglich mit der LTO in Puerto Princesa zu reden, aber Erfolg hatte er keinen. Die LTO in Gensan informierte das Headoffice in Manila, hatte aber bis heute auch keinen Erfolg vorzuweisen. Rueckfragen bei der LTO Palawan endeten mit der gleichen Antwort: &#8220;Ich muesse mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun geht die Delica Geschichte also weiter.</p>
<p>Patrick von Palawan versuchte taeglich mit der LTO in Puerto Princesa zu reden, aber Erfolg hatte er keinen. Die LTO in Gensan informierte das Headoffice in Manila, hatte aber bis heute auch keinen Erfolg vorzuweisen. Rueckfragen bei der LTO Palawan endeten mit der gleichen Antwort: &#8220;Ich muesse mit dem Delica vorbei kommen.&#8221; Es wurde vorgeschlagen, dass die LTO in Davao den Check uebernimmt und die Ergebnisse nach Palawan weiterleitet, aber Palawan stellte sich stur.</p>
<p>Wochenlang hingen wir im Limbo. Danny versuchte auch immer wieder etwas zu erreichen und endich Anfang Dezember stimmte der Chef zu uns eine provisorische Zulassung zu geben, wobei es das offiziell ueberhaupt nicht gibt. <span id="more-2806"></span>Wir konnten bezahlen, wir bekamen eine Quittung und wir bekamen die Sticker. Aber das Ganze war eben nicht im Computer. Sollten wir woanders z.B. einen Unfall haben, dann wuerde das natuerlich einer Ueberpruefung nicht standhalten. Deswegen wurde uns auch gesagt, dass wir nur im Raum Gensan &#8211; Davao fahren sollen, dann koennte er es im Falle eines Problemes jederzeit loesen, da er dort eben auch die Chefs sehr gut kannte.</p>
<p>Die endgueltige Zulassung schwebt immer noch. Unser Anwalt hat mittlerweile durch einen Kollegen in Puerto eine Klage auf ein &#8220;Mandamus&#8221; eingereicht. Wenn dieser Klage statt gegeben wird, befiehlt der Richter der Behoerde taetig zu werden und diesen Computereintrag zu entfernen. Vor Ende Januar duerften wir hier aber nix erwarten.</p>
<p>Aber wenigstens koennen wir das Auto nun in der Gegend benutzen.</p>

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		<title>Behoerdenaerger</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 11:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, mir ist heute wieder mal der Kragen geplatzt. Nein nein, ich habe nicht &#8216;rum geschrien,  ich habe auch nicht HB maennchen gespielt, aber ich habe innerlich gekocht! Mein Delica war ja als Mietauto auf Palawan genutzt und die letzte Zulassung war auch dort kurz vor der Ueberfuehrung gemacht worden. Voellig problemlos uebrigens. Aber nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, mir ist heute wieder mal der Kragen geplatzt. Nein nein, ich habe nicht &#8216;rum geschrien,  ich habe auch nicht HB maennchen gespielt, aber ich habe innerlich gekocht!</p>
<p>Mein Delica war ja als Mietauto auf Palawan genutzt und die letzte Zulassung war auch dort kurz vor der Ueberfuehrung gemacht worden. Voellig problemlos uebrigens. Aber nun ist das Auto in General Santos und die Zulassung muss erneuert werden. Also gingen wir letzte Woche schoen zur LTO nachdem wir aber zuerst den Abgastest genacht hatten, der voellig in Ordnung war. Auf der LTO kam dann auch der &#8220;komische&#8221; Inspektor, der mit seinem Bleistift und Tesafilm die Motorennummer und die Chassisnummer abnahm. Danach ging es also an den Schalter und dort wurde folgendes fest gestellt: Gemaess Computer hatte ich fuer 2010/11 noch keinen Sticker erhalten, auch wenn die Zulassung ansonsten in Ordnung war. <span id="more-2793"></span>Patrick, der meine letzte Zulassung auf Palawan gemacht hatte, hatte mir die Sticker etwa drei Wochen  nach der Zulassung geschickt, da die LTO keine Sticker vorraetig hatten, was sie auch brav auf die offizielle Quittung gestempelt haben. Das Problem war hier, dass das System meine Neuregistrierung nicht annahm, da Palawan es bei der Ausgabe versaeumt hatte, die &#8220;nicht ausgebenen Sticker&#8221; zu entfernen, nachdem Patrick sie abgeholt hatte.</p>
<p>Also setzte sich der gute Mann mit Palawan in Verbindung &#8211; man verwendet dafuer heute einen Chat &#8211; und Palawan antwortete nicht. Der Mann schickte uns also erst mal heim und meinte, er wuerde am Ball bleiben. Das war letzten Mittwoch. Auch am Donnerstag schwieg die LTO in Palawan und am Freitag kam die lapidare Nachricht, dass wir uns am Mittwoch melden sollten, es sei schliesslich Wochenende und Allerheiligen und die meisten Mitarbeiter haben den Freitag auch frei genommen. Wir zogen also unverrichteter Dinge unter Absingen haesslicher Lieder (nur in Gedanken natuerlich) wieder ab.</p>
<p>Auch am Mittwoch schwieg die LTO sich mehr oder weniger aus, der Sachbearbeiter sei noch nicht von Kalag-kalag zurueck und morgen waere er da.</p>
<p>Nun sind wir heute also wieder bei der LTO angetanzt und siehe da, es gab eine Antwort. Nachdem der Angestellte das mit dem Boss besprochen hatte &#8211; er kann das ohne Zustimmung von &#8220;oben&#8221; nicht heraus nehmen &#8211; schrieb er zurueck, dass sie die Angaben der Sticker nicht &#8216;raus nehmen koennen. Es habe da wohl in Vergangenheit einmal Probleme gegeben, als Palawan die Hilfe der LTO in Gensan benoetigte, sie aber nicht bekam. Und nun sollte es wohl absoluter &#8220;Dienst nach Vorschrift&#8221; werden, und die Vorschrift wuerde besagen, dass ich mit meinem Delica nach Puerta Princesa kommen muesse und nach Inspektion koenne man dann darueber reden, ob man die Informationen am Computer anpassen koenne.</p>
<p>Die haben echt einen Knall, dachte ich mir und rief Danny, meinen Freund, an, der den neuen Boss sehr gut kannte. Der alte Chef, mit dem ich ein recht gutes Verhaeltnis hatte, war leider nicht mehr da. Also sprachen wir mit dem Boss und der waere ja willig gewesen zu helfen, da er verstand, dass wir keinerlei Schuld daran haben, aber es gibt keinen &#8220;Override&#8221; im System. Noch nicht mal der &#8220;Verkehrsminister&#8221; koennte das raus nehmen, nur Palawan kann es. Ein Override war vom Programmierer einfach nicht vorgesehen, wurde uns erklaert. Ausserdem gaebe es keine Vorschrift, dass ich dann mit dem Auto dort hin fahren muesse, das sei wohl Schikane.</p>
<p>Was nun? Der Boss sah trotz  nicht existierender Vorschrift keinen anderen Weg als nach Palawan zu fahren, was mich mal so auf die Schnelle hin und zurueck 100k kosten wuerde und natuerlich waere ich etliche Tage unterwegs. Alles andere wuerde wesentlich laenger dauern. Da kommt Freude auf.</p>
<p>Nun war ich anschliessend bei meinem Anwalt und der meinte, er koennte ein &#8220;Mandamus&#8221; vor Gericht beantragen, aber das dauert ein paar Monate, wobei er aber sehr zuversichtlich war, dass dem stattgegeben wuerde. Eine Beschwerde bei Mar Roxas koennte fruchten, meinte er noch, aber ich entschloss mich dann erstmal zu versuchen mit Patrick Kontakt aufzunehmen. Der laesst seit vielen Jahren Autos dort bei der LTO zu und koennte vielleicht etwas erreichen. Ueber einen Forumskollegen bekam ich dann auch die Nummer von Patrick und der versprach sich der Sache znzunehmen, konnte aber nicht versprechen, ob es klappen wuerde, schliesslich ist da wohl der Aerger von der LTO Palawan auf unsere im Weg. Ich sagte ihm noch, dass unsere LTO einen neuen Boss habe und vielleicht wuerde das &#8220;seinen&#8221; Boss versoehnlicher stimmen.</p>
<p>Mal sehen was passiert, ich halte euch hier auf dem laufenden.</p>

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		<title>Eine Autofahrt ist lustig, eine Autofahrt ist schoen&#8230;&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 04:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war letzten Montag, dass ich einmal mehr nach Panabo gefahren bin und einmal mehr war es eine &#8220;spassige&#8221; Sache. Ich fuhr kurz nach acht Uhr am morgen ab, tankte und macht mich auf den Weg. Der erste Stop war Malalag um Jungfische abzuholen. Bis dahin war alles relativ normal verlaufen, aber was man hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war letzten Montag, dass ich einmal mehr nach Panabo gefahren bin und einmal mehr war es eine &#8220;spassige&#8221; Sache. Ich fuhr kurz nach acht Uhr am morgen ab, tankte und macht mich auf den Weg. Der erste Stop war Malalag um Jungfische abzuholen. Bis dahin war alles relativ normal verlaufen, aber was man hier verkehrsmaessig als normal bezeichnet, kann sicherlich nicht fuer Deutschland gelten.</p>
<p>In Malalag wurden die Fische in Styroporboxen verpackt und gegen elf Uhr hatte ich 14 Boxen in meinem Delica geladen. Zurueck auf dem Highway begannen dann auch gleich die Baustellen. Davon haben wir auf den 25 Kilometern bis Digos im Moment etwa 20 Kilometer davon, und es ist eine langsame und staubige Angelegenheit. Teilweise ging es nur im besseren Schrittempo vorwaerts. Auf der Umgehungsstrasse bei Digos hatte ich den ersten &#8220;Idioten&#8221; vor mir. Die Strasse ist vierspurig und jedesmal wenn ich ueberholen wollte, fuhr der Typ auf beiden Spuren Slalom. <span id="more-2766"></span>Als die Gegenfahrbahn frei war, versuchte ich es dort, aber der Fahrer erweiterte seinen Slalom auch auf diese Spur. Als er dann selbst ein anderes Fahrzeug rechts ueberholte, ging ich auf die linke Spur, gab Vollgas und war vor ihm an dem Wagen vorbei. Er hupte mir &#8220;freundlich&#8221; hinterher, wenn man ein Hupkonzert als &#8220;freundlich&#8221; bezeichnen will.</p>
<p>Als ich den Highway Cotabato City &#8211; Davao erreichte nahm der Verkehr zu und auch hier gibt es anfaenglich noch einige Baustellen. Einige Kilometer vor Santa Cruz passierte es dann. In einer Linkskurve kam mir ein ueberholender Bus entgegen. Die Kurve war so eng, dass ich weniger als 50 Meter zum reagieren hatte. Instinktiv riss ich das Steuer nach rechts um auf die Schulter der Strasse zu kommen und mit etwa 90 km/h raste der Buss unter Aufbruellen seiner Hupe an mir vorbei. Da fehlten nur Zentimeter! Durch das ploetzliche Herumreissen des Steuers und dem Kies auf der &#8220;Standspur&#8221; kam der Delica schwer ins Schlingern und Schleudern und ich dachte schon das war es gewesen. Mit Muehe fing ich den Wagen ab und parkte erstmal fuer fuenf Minuten um mich von dem Schrecken zu erholen. Danach ging es weiter und kurz nachdem ich die Kontrollstelle der Task Force Davao passiert hatte, ging es im Schneckentempo weiter. Trycicles ueber Trycicles mit jeder Menge LKWs dazwischen machten das Fahren extrem langsam. Erst als ich das Pepsi Plant in Davao erreichte und die Strasse wieder vierspurig wurde, konnte ich normal weiter fahren. Auf der Umgehungsstrasse von Davao war der Verkehr normal und auch nach Panabo gab es keine weiteren nennenswerten Probleme ausser eben dem ueblichen, alltaeglichen und zum Grossteil regelwidrig fahrenden Verkehr.</p>
<p>In Panabo wurden die Fische ausgeladen und ich fuhr anschliessend ins Distriktkankenhaus nach Carmen, da dort einer meiner Mitarbeiter eingeliefert worden war. Der brauchte Geld fuer Medikamente und ich wollte mit dem Arzt sprechen. Als ich dann zurueck nach Panabo wollte, begann der grose Platzregen in dem Moment in dem ich am Eingang ankam. Es kuebelte! Nachdem ich 20 Minuten gewartet hatte lief ich dann durch den heftigen Regen zum Auto und war natuerlich tropfnass. In Panabo angekommen checkte ich ins Hotel und trocknete mich erstmal ab.</p>
<p>Am naechsten Morgen traf ich mich mit meinem Partner und unseren Mitarbeitern, es wurde noch einiges besprochen und gegen 11 Uhr machte ich mich auf die Rueckfahrt nach Gensan. Aber kurz nachdem ich in Toril durch den Ort gefahren war, traf ich auf stehenden Verkehr. Auch auf der Gegenfahrbahn kamen keinerlei Fahrzeuge und nachdem kurz nacheinander drei Polizeiautos mit laufender Sirene vorbei gerast waren, dachte ich an einen Unfall, der die Strasse blockierte. Ungeduldige Autofahrer draengelten sich nun auf der &#8220;Standspur&#8221; und sogar auf der Gegenfahrbahn einschliesslich linker &#8220;Standspur&#8221;  nach vorne, bis die Strasse ueber vier Spuren (einschliesslich zweier unbefestigten Standspuren) vollkommen blockiert war. Und so stand ich da und wartete. Und wartete. Wartete immer noch. Nichts ging mehr! Nach etwa zwei Stunden kam Bewgung in die Fahrzeug Kolonnen auf den beiden linken Spuren und als die alle weg waren begann auch wieder der Gegenverkehr. Dann kam auch die rechte Standspur in Bewegung und nur wir standen immer noch. Alle die gedraengelt hatten waren eher aus dem Stau heraus, als die, die sich an die Regeln gehalten hatten. Um 3.30 begann so langsam auch unsere Spur zu rollen und 15 Minuten spaeter passierten wir die Kontrollstelle der Task Force Davao. Aber stadtauswaerts wird ja nicht kontrolliert. Innerhalb von einer halben Minute war der Stau aufgeloest und es ging normal weiter. Aber selbst aufmerksamstes Schauen erschloss mir den Grund fuer den Stau nicht. Es gab weder einen Unfall noch lagen Leichen von einer Schiesserei herum. Es war auch keine Bombe explodiert und Schaulustige standen auch nicht herum. Auch keinerlei Baumaschinen waren zu sehen gewesen. Bis heute weiss ich nicht warum ich da ueber 3 Stunden im Stau hing.</p>
<p>Die restliche Fahrt verlief ergebnislos und kurz vor sechs kam ich zu Hause an.</p>

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		<title>Der Tod von Claus 4. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 07:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf vom Beerdigungsunternehmer, der wohl entweder mit der Ex oder mit dem Sohn gesprochen hatte, und der teilte mir mit, dass wir in Zukunft &#8220;in charge&#8221; waeren. Ich habe damals natuerlich nicht ausgeschlossen, dass die Bezahlung dabei eine grosse Rolle spielte. Meist kamen die Leute der Ex erst am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf vom Beerdigungsunternehmer, der wohl entweder mit der Ex oder mit dem Sohn gesprochen hatte, und der teilte mir mit, dass wir in Zukunft &#8220;in charge&#8221; waeren. Ich habe damals natuerlich nicht ausgeschlossen, dass die Bezahlung dabei eine grosse Rolle spielte.</p>
<p>Meist kamen die Leute der Ex erst am Abend und auch die &#8220;Tochter samt Mutter&#8221; tauchte erst spaetnachmittags oder Abends auf. Zumindesr gab es an diesem Abend keinen Streit. Selbst als ich bemaengelte, dass ich Saufen und Karten spielen nicht dulden werde, wurde das stillschweigend befolgt.</p>
<p>Zwei Tage spaeter stand die Ankunft des Sohnes auf dem Programm und ich machte mit ihm aus, dass wir ihn vom Flughafen abholen wuerden. Anhand der Passkopie, die er in Zusammenhang mit der Power of Attorney gefaxt hatte, wusste ich ja wie er aussah. <span id="more-2677"></span>Das Flugzeug landete puenktlich und nun sah ich dass auch die Exfrau zum Abholen gekommen war. Das ergab aber kein Problem, da der Sohn nur kurz mit der Ex sprach und dann mit uns in die Stadt fuhr. In der Stadt quartierte ich ihn erst einmal im Sidney Hotel ein. Spaeter am nachmittag trafen wir uns beim Bestatter, der ganz in der Naehe des Hotels wohnte. Danach fuhren wir mit Apple zum Haus von Claus. Der Sohn gab Apple ein altes Wagenrad, dass Claus als Verzierung im Wohnzimmer hatte. Mir gab er auch einige Kleinigkeiten. Ein alter Tisch und ein Beistellwagen (beides echte Antiquitaeten) wurden vorerst bei mir untergestellt, denn die wollte der Sohn nach Deutschland verschiffen lassen.</p>
<p>Am naechsten Tag stand ein Treffen mit der Ex und der &#8220;Tochter&#8221; beim Anwalt an. Ein extrajudicial Settlement sollte ausgearbeitet werden. Claus hatte noch ein Schliessfach bei der Bank und das konnte ohne das Settlement nicht geoeffnet werden. Auch die Erbschaft konnte nicht verteilt werden ohne dieses Dokument. Man wurde sich beim Anwalt sehr schnell einig und alle unterzeichneten das Dokument. Gesetzlich hatte die Tochter ja keinen Anspruch, da sie nie legal adoptiert worden war, aber der Sohn erlaubte ihr den gesetzlichen Anteil, da sie ja wie eine Tochter behandelt worden war. Da die Ehe in Deutschland geschlossen worden war, betrug der gesetzliche Anteil der Frau 25%, die restlichen 75% teilten der Sohn und die Tochter. Danach gingen alle zur Bank &#8211; ich war bei der ganzen Aktion nicht anwesend &#8211; um in das Schliessfach zu schauen. Die Enttaeuschung war sehr gross, denn im Schliessfach fand sich nur der Reisepass von Claus sonst nichts.</p>
<p>Am folgenden Tag war der Gedenkgottesdienst von Claus angesagt. Da er ein Baptist geworden war, wurde der Gottesdienst auch in deren Kirche abgehalten. Der Sarg war vorne aufgebahrt, der Priester hielt eine ergreifende Rede und die Ex und ich sagten auch ein paar Worte.  Anschliessend blieb der Sohn noch eine Weile in der Kirche alleine um eine letzte Zwiesprache mit seinem Vater zu halten. Danach wurde der Sarg, der nun verschlossen war, zum Bestattungsunternehmer fuer die letzte Totenwache zurueck gebracht.</p>
<p>Am naechsten Morgen gegen 5 Uhr frueh wurde der Sarg, begleitet von Tochter, Sohn und Ex, nach Davao zum Krematorium gebracht, wo der Leichnam verbrannt wurde. Die Asche wurde vorerst von der Tochter &#8220;verwaltet&#8221;, sollte aber die Tage in der Sarangani Bay verstreut werden.</p>
<p>Ich uebernahm nun das Verkaufen der persoenlichen Dinge, die die Erben nicht haben wollte. Davon durfte ich dann alle meine Kosten abziehen und hatte den Rest des Geldes an den gemeinsamen Anwalt zu uebergeben. Der hatte noch einiges zu tun, da der Titel des Grundstueckes nie umgeschrieben worden war und nicht mal ein Kaufvertrag existierte. Also sprach der zu allererst mit Christy, die das Grundstueck an Claus verkauft hatte und die stimmte einem Rueckkauf zu, der dann gleich vertraglich organisiert wurde, da es ansonsten ja keinen Nachweis ueber das Eigentum des Grundstueckes gab. Nun gab es diesen Beweis wenigstens im &#8220;Agreement to Repurchase&#8221;. Zudem versicherte Christy in schriftlicher Form die ausstehenden Krankenhauskosten zu begleichen, was sie am naechsten Tag per Scheck auch machte. Schliesslich hatte Christy ja S noch ausstehende Schulden von 1,7 Millionen.</p>
<p>Zwei Tage spaeter war es soweit und wir fuhren nach Alabel um ein Boot zu mieten und die Asche von Claus in der Bay zu zerstreuen. Wir fanden  auch ein Boot und da die Wellen ziemlich hoch waren, wollte der Eigentuemer 500 Pesos haben. Der Sohn wollte nicht verhandeln und bezahlte den geforderterten Preis und so fuhren wir los. Meine Frau lieb zurueck aber der Sohn, die &#8220;Tochter&#8221; und die Ex waren dabei und mitten in der Bay verstreute das Maedel die Asche im Meer. Die Wellen waren sehr hoch und so kamen wir alle patschnass zum Ufer zurueck Ich musste in Unterhosen nach Hause fahren, da ich mir die Sitze des damals doch neuen Autos nicht versauen wollte.</p>
<p>Damit war Claus endgueltig von uns gegangen, aber die Erbschaftsangelegenheiten insbesonders wegen des Hauses und einiger damit verbundenen Vorkommnisse sollten sich noch lange hin ziehen und da der Sohn mich zu seinem Vertreter bestimmte, hatte ich auch noch lange damit zu tun. Aber das werde ich eines Tages unter dem Thema Christy erzaehlen, denn da war noch sehr viel passiert. Die Gaunereien und Betruegereien, die sich da noch ergaben (die meisten hatten mit Claus nichts zu tun) waren schon jenseits von Gut und Boese. Der Sohn flog am naechsten Tag nach Hause, wir vekauften den Hausrat und etliches an anderen Dingen und bekamen am Ende alle unsere Auslagen fuer Krankenhaus und Beerdigung zurueck und zahlten das uebrige Geld an den Anwalt, der das an die Erben weiter leitete. Waehrend der Verkaufaktion stellte ich fest, dass das noch zu montierende Dach fuer die Garage und den Eingangsbereich fehlte. Spaeter erfuhren wir, dass die Ex das schon abgeholt hatte. Auch die Handpumpe im Garten fehlte.</p>
<p>Claus war tot, aber die &#8220;Nachbeben&#8221; sollten noch lange zu spueren sein.</p>
<p>The End!</p>

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		<title>Der Tod von Claus 3. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 10:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war Montag geworden und nachdem Claus zu Mittag gegessen hatte, kamen am Nachmittag auch Marion und meine Frau ins Krankenhaus. Claus war sehr lebhaft und beim Reden bewegte er seine Arme im altgewohnten &#8220;Windmuehlenstil&#8221;. Claus hatte immer eine sehr ausgepraegte Art mit den Haenden zu reden. Es ging ihm schon recht gut und nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war Montag geworden und nachdem Claus zu Mittag gegessen hatte, kamen am Nachmittag auch Marion und meine Frau ins Krankenhaus. Claus war sehr lebhaft und beim Reden bewegte er seine Arme im altgewohnten &#8220;Windmuehlenstil&#8221;. Claus hatte immer eine sehr ausgepraegte Art mit den Haenden zu reden. Es ging ihm schon recht gut und nach dem Essen hatte die Aerztin gesagt, dass er morgen in ein normales Zimmer kommen sollte. Wir waren alle recht froh, dass die Krise vorbei war und Claus sich auf dem Weg der Besserung befand.</p>
<p>Meine Frau hatte eine sehr angeregte Unterhaltung mit Claus und Marion &#8220;filmte&#8221; das ganze, da sie ja ihr neues Handy bekommen hatte. Es war zum ersten mal, dass sie eine Videofunktion im Handy hatte. Den Film haben wir uns noch Jahre danach immer wieder mal angesehen.</p>
<p>Gegen vier Uhr nachmittags wurde Claus unruhig. Er wollte unbedingt nach Hause, was natuerlich nicht moeglich war. Die Aerztin kam und Claus musste ein Beruhigungsmittel nehmen, da er einfach zu aufgedreht war. <span id="more-2667"></span>Als Claus dann eingeschlafen war, fuhren wir wieder nach Hause.</p>
<p>Abends um sieben fuhren wir mit den Kindern zurueck ins Krankenhaus. Am Eingang zum ICU stand Apple. Als ich fragte was los sei, meinte er nur, dass keiner ins ICU duerfe im Moment. Einige Minuten spaeter kam Alan und wir standen mit einigen Leuten vor dem Eingang. Eine Schwester kam und rief mich und Inday nach innen. Als wir in das Abteil kamen, in dem Claus lag, kniete eine Schwester ueber Claus und gab Herzmassage. Claus war wieder intubiert und Dr. Adarna stand da mit den Elektroschockpaddel in der Hand. Die Schwester unterbrach ihre Massage und die Aerztin hielt die Paddel gegen die Brust von Claus und rief: &#8220;Clear!&#8221; Claus&#8217; Koerper huepfte im Bett und die Schwester machte mit der Herzmassage weiter. Fuer etwa 20 Minuten muehte sich das Team ab, unseren Freund wieder zu beleben, dann gaben sie auf. Claus war tot. Die Aerztin meinte, dass nur wenige Minuten bevor wir kamen, ein zweiter Infarkt zum Herzstillstand fuehrte. Ich ging hinaus und liess Apple und Alan kommen. Georgie, eine gemeinsame Freundin von Claus und uns war auch da. Im ICU standen wir alle da wie belaemmert. Traenen flossen und Georgie las etwas aus der Bibel vor. Dann kam die &#8220;Tochter&#8221; von Claus. Sie wirkte fast unbeteiligt, als ob sie nicht verstand, was passiert war. Eine halbe Stunde spaeter wurde Claus in ein weisses &#8220;Bodybag&#8221; gepackt und in das Haeuschen fuer die Toten gebracht. Die Ex von Claus war noch in Hongkong</p>
<p>Am naechten Morgen holte das Beerdigungsinstitut, das wir beauftragt hatten Claus ab, aber erst nachdem Apple dem Krankenhaus die Zahlung aus der Erbschaft versichert hatte. Nachdem Claus im Beerdigungsinstitut war, suchten wir einen Sarg aus und da ich wusste, dass Claus im Falle seines Todes verbrannt werden wollte, bekamen wir dann einen Preis der alles mit einschloss: Das Embalming, der Sarg, Transport nach Davao, Verbrennung und zurueck bringen der Asche in einer Urne.</p>
<p>Am fruehen Nachmittag rief ich dann beim Sohn vom Claus in Deutschland an. Die Nummer fand ich im Handy von Claus. Der Sohn war gerade in den USA geschaeftlich unterwegs, hatte aber sein Handy auf &#8220;roaming&#8221;. Als ich erzaehlte, was passiert war, sagte er zu allererst &#8220;Scheisse, jetzt kommt dieses Risiko bei meinen Risikofaktoren auch noch dazu&#8221;. Ich meinte er solle das nicht so eng sehen, da sein Vater ja schon 64 gewesen war. Ich bat ihm mit eine Power of Attorney zu faxen, damit ich alles bezueglich Beerdigung ein die Wege leiten konnte. Das tat er dann auch einige Stunden spaeter.</p>
<p>Als wir dann am Abend zum Beerdigungsinstitut kamen, war Claus bereits im Sarg aufgebahrt. An diesem Abend war noch niemand aus dem Umfeld seiner Exfrau da und so hatten wir Claus wohl ein letztes mal &#8220;fuer uns&#8221;. Der Beerdigungsunternehmer hatte Claus nett hergerichtet, und da Claus Zeit seines Lebens Brillentraeger war, hatte er ihm diese auch aufgesetzt.</p>
<p>Am naechsten Nachmittag erschien auch seine Ex und hat als erstes die Brille entfernen lassen, die Claus immer getragen hatte. Danach versuchte sie das organisatorische alles an sich zu nehmen mit dem Hinweis, dass sie als Ex die groesseren Rechte habe. (Hat sie ja auch, da die beiden nicht geschieden waren) Und ihre zweite Amtshandlung war uns zu &#8220;entfernen&#8221;. &#8220;In Ordnung&#8221; sagte ich, &#8220;aber dann werde ich auch die Beerdigung nicht bezahlen.&#8221; Ausserdem zeigte ich ihr die Power of Attorney, aber sie weigerte sich auch nur einen Blick drauf zu werfen. Ich informierte den Bestattungsunternehmer, dass wir forthin nicht mehr zustaendig seien, und dass die Ex vom Claus alles uebernehmen wuerde. &#8220;Auch die Bezahlung?&#8221; fragte er. &#8220;Ich werde auf jedenfall nicht bezahlen, da ich hier unerwuenscht bin!&#8221; Sprachs und verschwand mit meiner Frau in Richtung &#8220;Heimat&#8221;.</p>
<p>Zu Hause rief ich dann den Sohn an und informierte ihn ueber die weitere Entwicklung. Der hatte sich mittlerweile entschlossen zu kommen und wuerde zwei Tage vor der Beerdigung ankommen. Er meinte auch, dass er die Ex anrufen wuerde und mit ihr reden, da er nicht wollte, dass sie irgendetwas dort machte. Sie war seit acht Jahren von seinem Vater getrennt und haette wohl keinerlei moralisches Recht die &#8220;trauernde Witwe&#8221; zu spielen.</p>
<p>Am naechsten Tag schauten nur die anderen Freunde bei der &#8220;Totenwache&#8221; vorbei, wir hielten uns fern. Am liebsten waere ich ueberhaupt nicht mehr hin gegangen.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Unterwegs</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 02:25:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 8. Februar bin ich unterwegs und komme nicht zum Schreiben. Dafuer werde ich nach meiner Rueckkehr Anfang Maerz umso fleissiger sein, wobei aber im Maerz noch ein weiterer Trip ansteht, der aber nur einige Tage dauern sollte. Bis bald! Tags: auto]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 8. Februar bin ich unterwegs und komme nicht zum Schreiben. Dafuer werde ich nach meiner Rueckkehr Anfang Maerz umso fleissiger sein, wobei aber im Maerz noch ein weiterer Trip ansteht, der aber nur einige Tage dauern sollte.</p>
<p>Bis bald!</p>

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		<title>support</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 13:40:42 +0000</pubDate>
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		<title>Bild der Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 07:32:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verkehrsbehinderung auf &#8220;philippinisch&#8221; Tags: auto, bild, Mindanao, philippinen, woche]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="sticky_post"><p><a href="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2011/01/ziegen-sarangani1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2529" title="ziegen sarangani" src="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2011/01/ziegen-sarangani1.jpg" alt="" width="538" height="376" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Verkehrsbehinderung auf &#8220;philippinisch&#8221;</p>
</div>

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		<title>Filipinos und Strassenverkehr</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 08:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hab ich es mal wieder so dick erlebt, dass ich einfach mal ueber dieses Thema &#8220;Dampf&#8221; ablassen muss. Dass Filipinos Auto fahren koennen, will keiner bestreiten. Sie wissen, wie man lenkt, auch Kupplung und Bremse sind keine Fremdwoerter fuer sie, aber damit duerften sich die Kenntnisse der Pinoys beim fahren auch schon erschoepfen. Wozu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hab ich es mal wieder so dick erlebt, dass ich einfach mal ueber dieses Thema &#8220;Dampf&#8221; ablassen muss. Dass Filipinos Auto fahren koennen, will keiner bestreiten. Sie wissen, wie man lenkt, auch Kupplung und Bremse sind keine Fremdwoerter fuer sie, aber damit duerften sich die Kenntnisse der Pinoys beim fahren auch schon erschoepfen.</p>
<p>Wozu Spiegel dienen scheint ihnen nicht klar zu sein, denn Spuren werden gewechselt nach Gutduenken,wobei natuerlich nicht gecheckt wird, ob sich jemand neben ihnen auf der anderen Spur befindet. Und auf die Idee zu blinken kommen sie beim Spurwechsel auch nur selten, wobei es scheint, dass der Blinker automatisch die Erlaubnis zum Wechseln darstellt und wer sich nun auf der anderen Spur befindet, hat gefaelligst zu bremsen. Selbst bei vorsichtiger Fahrweise wird man wohl oefters taeglich deswegen bremsen muessen. <span id="more-2490"></span></p>
<p>Vorfahrtsregeln gibt es zwar, aber es scheint den Pinoys nicht ganz klar zu sein, wozu die dienen, denn da wird die Vorfahrt genommen auf Teufel komm raus. Schilder gibt es selten und wenn es welche gibt, dann werden diese &#8220;dekorativen Dinger&#8221; geflissentlich ignoriert. Rechts vor links gilt hier auch, aber wahrscheinlich wissen die meisten nicht, wo rechts oder links ist. Bei Ausfahrten empfielt es sich ganz besonders langsam zu fahren, denn da kommt sicherlich einer raus nach dem &#8220;Hoppla jetzt komm ich Verfahren&#8221;. Selbst rote Ampeln werden des oefteren ignoriert wenn es scheint dass gerade keiner kommt und gelb heisst bei den Filipinos &#8220;Gas geben&#8221; vielleicht kommen wir bei Gelb noch durch, wobei es meist rot geworden ist. Man sollte sich also auch bei gruener Ampel nicht darauf verlassen, dass keiner kommt.</p>
<p>Gurtpflicht ist mittlerweile auch hier eingefuehrt worden und wird vor allem in Staedten kontrolliert und so sieht man viele, die sich den Gurt einfach umhaengen ohne ihn einzustecken. Man tut das nicht wegen der Sicherheit, sondern weil es eben beachtet werden muss. Ebnesoviele Motorradfahrer haben den Helm an den Unterarm gehaengt, weil dabei haben scheinbar genug ist, wozu also das umstaendliche Ding auch noch aufsetzen.</p>
<p>Und dann die Motorradfahrer; manchmal schleichen sie durch die Gegend, dass man sich wundert, wieso das Motorrad ohne Staender nicht umfaellt. Ueberhaupt fahren die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer eher langsam und extrem untertourig, weil man so naemlich sehr viel Sprit sparen kann. Dass es eine oekonomische Drehzahl gibt ist ihnen nicht bekannt. Und dass der Motor unter diesen niedrigen Drehzahlen leidet, scheint sie auch nicht weiter zu stoeren.</p>
<p>Ein anderes Kapitel ist das Einschalten des Lichtes. In der Daemmerung sieht man ja genug und so fahren wirklich 90% aller Verkehrsteilnehmer bei Daemmerung ohne Licht. Einige ganz schlaue schalten das Standlicht ein um Strom zu sparen, wo man dann erstaunt sagt beim naeher kommen des Fahrzeugs: &#8220;Ach das Licht hat er ja auch eingeschaltet! Wow!!!&#8221; Manchmal habe ich das Gefuehl, dass Pinoys glauben, der Stromverbrauch des Fahrzeuges taucht auf der Monatsrechnung der Stromgesellschaft auf.</p>
<p>Seit Handies auf den Philippinen sich derart zum Statussymbol entwickelt haben, hat fast jeder Pinoy ein oder mehrere Cell Phones. Dass man die auch benutzen muss ist ja wohl klar, und dass jede SMS sofort beantwortet werden muss ist auch klar, und so wird waehrend des Fahrens auch munter getextet. Selbst Motorradfahrer tun das und so mancher Unfall basiert auf dem eifrigen Texten waehrend des Fahrens.</p>
<p>Ueberhaupt leben die Motorradfahrer am gefaehrlichsten, denn ueberall schlaengeln sie sich durch, biegen direkt vor dem Auto ab und verlassen sich drauf, dass der andere schon bremsen wird. Nur sind viele Fahrzeuge technisch in miserablen Zustand und so funktioniert die Bremse oft nicht und dann: Friede seiner Asche!</p>
<p>Mehrspurige Strassen laden zum links fahren ein und das tun die Pinoys auch eifrig. An Ueberholen ist dann nicht zu denken es sei denn man ueberholt unter kraeftigem Hupen auf der rechten Spur, was uebrigens bedingt erlaubt ist.  Notfalls wird eben auf der Standspur ueberholt, denn dafuer ist die ja da, oder? Selbst wenn ueberall steht: Langsame Fahrzeuge muessen die rechte Spur benutzen, dann scheint sich jeder einzubilden, dass 20 km/h ja nicht langsam ist und demzufolge darf ich links fahren. Auf der rechten Spur ist oft kilometerweit kein einziges Fahrzeug. Aber einige nehmen die rechte Spur zum Parken her, denn eine Spur reicht ja dem Verkehr und da die Standspur oft nicht betoniert ist wuerde ich mir ja die Schuhe schmutzig machen beim Aussteigen. Ausserdem brauchen die Kinder  Platz zum spielen auf der Standspur.</p>
<p>Ach ja, da war doch noch was mit rechts und links. Wir haben ja Rechtsverkehr hier, aber das heisst nicht, dass einem nicht auf der eigenen Strassenseite auf einmal Fahrzeuge entgegenkommen. Motorradfahrer und Fahrradfahrer tun sich da besonders hervor. Aber auch vor Strassenkuppen und Kurven passiert das oefter, da Filipinos jede Moeglichkeit nutzen an solchen Stellen zu ueberholen. Wenn man keinen kommen sieht, dann kommt auch keiner, also kann man ueberholen. So einfach ist das.Und wenn es dann mal kracht war sowieso der andere Schuld. Wieso faehrt er da wo ich fahre?</p>
<p>Ach ja das Ueberholen ist auch so eine Sache. Wenn die Strasse frei zu sein scheint, ueberlegt man sich dann doch eine geraume Zeit soll ich oder soll ich nicht. Naja wenn dann einer kommt entscheidet man sich blitzschnell fuer das soll ich und ueberholt, wobei es den Entgegenkommenden oft zu Brems- und Ausweichmanoevern zwingt. Da kommt dann so richtig Freude auf. Und nach einem abgeschlossenen Ueberholmanoever &#8211; das dreimal so lange dauert wie in Europa, da Gas geben Geld kostet &#8211; faehrt man genauso langsam oder schnell wie das ueberholte Fahrzeug weiter. Einem Pinoy beim ueberholen zu folgen ist selbstmoerderisch, denn es kann ohne weiteres dazu fuehren, dass man nicht auf die rechte Spur zurueck kommt, da der Ueberholende ja nun wieder schoen langsam weiter zockelt.</p>
<p>Fussgaenger gehen auch ueberall ueber die Strasse wo sie wollen und das Auto wird mit einer Handbewegung zum Anhalten gezwungen. Punkt! Und selbst ein Kind an der Hand macht da keinen Unterschied so nach dem Motto: &#8220;Die koennen nicht frueh genug lernen, dass das Leben gefaehrlich ist.</p>
<p>Es gaebe noch viel mehr ueber dieses Thema abzulaestern, aber ich habe genug Dampf abgelassen. Ich kann nur jeden Erstfahrer auf den Philippinen warnen und ihm ein &#8220;Erwarte das Unerwartete&#8221; mit auf den Weg geben.</p>

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		<title>Unser Stock Yard in Wilson und Ben 5. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 06:34:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
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		<category><![CDATA[chromerz]]></category>
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		<description><![CDATA[Und dann kamen sie! Und alle wollten Geld! Zuerst kam der Buergermeister von Dona Helene wieder angetanzt, dem wir die gleichen Argumente an den Kopf warfen wie beim erstenmal. Aber dieses Mal hatte er drei Polizisten dabei, die sollten den LCT bewachen und verhindern, dass er abfuhr. Eine richterliche Anordnung hatte er nicht. Danach kam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann kamen sie! Und alle wollten Geld! Zuerst kam der Buergermeister von Dona Helene wieder angetanzt, dem wir die gleichen Argumente an den Kopf warfen wie beim erstenmal. Aber dieses Mal hatte er drei Polizisten dabei, die sollten den LCT bewachen und verhindern, dass er abfuhr. Eine richterliche Anordnung hatte er nicht. Danach kam der Barangay Captain von San Jose und der brachte gleich <strong>acht </strong>Polizisten mit, die bis auf die Zaehne bewaffnet waren. Die sollten uns wohl einschuechtern. Die Argumente waren die gleichen, aber dieses Mal wollte er gleich zwei Anteile haben. Einen fuer sich selbst und einen fuer die Gemeinde. Wir waren nicht gewillt zu zahlen und daher blockierten &#8220;seine Polizisten&#8221; unsere Ladeaktion. Tio war in heftige Diskussionen verstrickt mit den verschiedenen Leuten, aber ohne jedes greifbare Resultat, denn man gab sich stur.</p>
<p>Die Buergermeister verzogen sich wieder, aber ihre Polizisten blieben da. <span id="more-2447"></span>Danach kam auch wie ueblich die INP und die PC, aber wir machten denen unverbluemt klar, dass es ohne Abfahrt keine Kohle gaebe. Die waren dann sauer auf ihre &#8220;Kollegen&#8221; die das Laden und die Abfahrt verhindern sollten. Es wurde diskutiert und herum geschrien, dass es eine wahre Freude war. Zwei der Polizisten begannen eine Schlaegerei und die anderen gingen dazwischen um die Kampfhaehne zu trennen. Tio und ich standen an der Seite des Platzes und grinsten uns eins. Es war ein einziges Chaos.</p>
<p>Nach dem Mittagessen gelang es Tio, die Polizisten an einen Tisch zu bringen und es wurde palavert und diskutiert auf Teufel komm raus. Nur leider kam nichts dabei &#8216;raus und die Polizisten bestanden stur auf die Bezahlung.</p>
<p>Nun fragte ich Tio, wie es denn mit einer einstweiligen Verfuegung aussaehe, da die Forderungen ja keinerlei gesetzliche Basis hatten. Tio meinte, dass es einen Versuch wert waere und fuhr nach Rizal, der zustaendigen Municipality. Drei Stunden spaeter war er wieder da mit einer einstweiligen Verfuegung, die uns das Laden erlaubte sowie die Abfahrt ohne jede weitere Bezahlung, da die Steuern ja ordnungsgemaess bezahlt worden waren und keinerlei Gesetz die &#8220;Ansprueche&#8221; der Barangays regelten.  Das brachte die Polizisten in Bewegung und sie fuhren auf ihren Mopeds zu ihren &#8220;Herren&#8221; um Bericht zu erstatten, die natuerlich prompt zurueck kamen und erneut begannen Verhandlungen.  Man wollte uns aber weder weiter laden lassen noch abfahren. Die Verfuegung wurde ignoriert. Das gefiel nun &#8220;unseren&#8221; Polizisten nicht, die sich nun auf die Seite des Gesetzes stellten und die Polizisten aus Dona Helene und San Jose mit ihren Waffen bedrohten und ihnen die Knarren abnahmen. Selbst die beiden Barangay Captains wurden entwaffnet. (Damals war eine Bolo (Machete) das Minimum an Waffen, was so ein Captain bei sich trug. Heute ist das natuerlich nicht mehr erlaubt.)</p>
<p>Das Laden ging weiter. Die Entwaffneten wurden von drei Maennern in Schach gehalten und zwar so lange, bis der LCT fertig beladen war. Die Coast Guard kam, bekam ihren Obulus und stellte die &#8220;Clearance&#8221; zur Abfahrt aus. Der LCT legte ab und &#8220;unsere&#8221; Polizisten wurden nun entlohnt mit dem gleichen Betrag wie sonst auch. Das geschah in Sichtweite der &#8220;gegnerischen&#8221; Polizisten, denen fast die Augen &#8216;raus fielen, als sie sahen dass es da Kohle gab.</p>
<p>Damit war der Zauber fuer heute erst einmal beendet. Die Polizisten fuhren mit ihren Herren heim.</p>
<p>Bereits zwei Tage spaeter tauchten die beiden Barangay Captains zeitgleich bei uns auf. Sie hatten sich wohl abgesprochen und legten jeweils eine Municipal Ordinance (Gemeindegesetz) vor, in denen die Ansprueche legalisiert worden waren. Nur waren die Ansprueche der Gemeinden nicht begruendet, das Erz wurde weder auf ihrem Gemeindegebiet gefoerdert noch wurde das Erz dort gelagert. Mit Wilson hatten wir ja unseren Vertrag und die bekammen auch ihren Anteil jedesmal nach dem Laden. Ich machte den Herren meinen Standpunkt klar und fragte womit dieses Gesetz, das in Tat vom Gemeinderat so beschlossen worden war, denn begruendet werden solle. Das zog verblueffte Gesichter nach sich.</p>
<p>Zwei Tage spaeter war Tio beim Richter in Rizal (heute Basilisa), der die beiden Gemeindegesetze fuer ungesetzlich erklaerte und sogar einen Text aufsetzte, der den Gemeinden Einkommen versprach, aber eben nur, wenn das Erz entweder bei ihnen gelagert, abgebaut oder verschifft wurde. Nun ja, die &#8220;hohen Herren&#8221; scheinen nicht sehr intelligent gewesen sein, denn am naechsten Tag kamen sie wieder und &#8220;schlugen&#8221; mir den geaenderten Gesetztestext &#8220;um die Ohren&#8221;. Ich nickte und sagte nur immer jaja und liess mir natuerlich jeweils eine Kopie geben.</p>
<p>Der naechste Ladetag kam und die beiden Herren kammen siegesischer zum kassieren. Ich schuettelte mit einer &#8220;Leichenbittermiene&#8221; bedauernd den Kopf mit einem Hinweis auf den Gesetzestext, der ja eindeutig besagte, dass das Erz eben entweder in der Gemeinde abgebaut worden war, oder eben dort gelagert und verschifft wurde. Da das weder fuer Dona Helene noch fuer San Jose zu traf, machten die beiden sehr lange Gesichter. Denn es gab nichts zu holen fuer sie und dieses mal sogar verbrieft und besiegelt und das vom Gemeinderat. LOL</p>
<p>Und dieses mal setzten sich die beiden mit uns an einen Tisch &#8211; der LCT war ohne Verzoegerung geladen worden und bereits abgefahren &#8211; um eine Moeglichkeit zu finden, damit diese Gemeinden eben auch ein Einkommen haben koennten. Dafuer gab es nur eine Moeglichkeit. Sie muessten eben Chromerz auf dem Gemeindegebiet finden und das dann an uns liefern, dann wuerden wir fuer das Erz den vereinbarten Betrag pro Tonne an die Gemeinden abfuehren.</p>
<p>In der Tat wurde dann beim naeheren Untersuchen des Gemeindelandes Erz gefunden, das an uns geliefert beziehungsweise von uns abgeholt wurde und dafuer gab es dann schon Geld beim abholen oder liefern und nicht erst beim laden.</p>
<p>Seitdem hatten wir keine Probleme mehr mit den Vertretern der Gemeinden.</p>
<p>Dafuer sollten wir spaeter Probleme mit Ben bekommen auf grund seiner Sauferei, aber das ist eine andere Geschichte, die ich ein anderes mal erzaehlen werde.</p>
<p>The End</p>

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