22.August.2010

Adams – Apayao


von Kai | Kategorie Luzon

Adams ist ein kleiner Ort im Norden der Kordillieren und kann am besten von der Kueste aus erreicht werden. Bis 1918 liegt die Geschichte des Ortes im Dunkeln, aber wie die Legende erzaehlt, sind die Kuestenbewohner vor “Piraten” in das Landesinnere geflohen und haben dort ein schoenes Tal gefunden, in dem sie sich niederliessen. Da alles wie Wild, Fische und Fruechte im Ueberfluss vorhanden war, nannte man das Tal “Karayan ni Adan”, was soviel wie “der Fluss von Adam” bedeutet in Gedenken an Adam im Paradies. Im Laufe der Jahre wurde der Name zu Adams “verquatscht”. Der Fluss nennt sich heute Bolo River.

Die meissten Einwohner gehoeren ethnischen Minderheiten an; unter ihnen findet man unter anderem auch Apayao, Ifugao und Kankana-ey, sowie andere Igorots. Aber die Ureinwohner – heute in der Minderheit – sind Tinggian und sprechen auch die gleichnamige Sprache. Da es sehr viele verschiedene Sprachen in dieser Ecke gibt, dient Ilocano als Mittelsprache, die von allen auch als zweite Muttersprache angesehen wird. (weiterlesen…)

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27.Juli.2010

Otto’s Adoption


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Als Otto das erstemal zurueck nach Bukidnon kam, wunderte ich mich anfaenglich ueber Eldas Bereitschaft zu ihm zurueck zu gehen, insbesondere auch wegen der Anschuldigungen, die sei gegen ihn gemacht hatte. Nun all das fand spaeter eigentlich eine einfache Erklaerung.

Natuerlich lockte Otto Elda zunaechst einmal mit der Sorge fuer den Sohn, der ja schliesslich auch seiner war. Und dann versprach er ihr auch noch die Heirat. Aber Otto hatte uns ja erzaehlt, dass er mit einer Frau aus Surigao verheiratet sei und getrennt leben wuerde. Die Loesung erschien eigentlich recht einfach; Otto wurde vom Stamm der Tala-andig adoptiert. Von wem die Idee urspruenglich stammte, weiss ich nicht, aber nachdem all die Datus (Haeuptlinge) beraten und zugestimmt hatten, wurde Otto fuer eine Adoption vorbereitet. Dazu musste er natuerlich bestimmte Prozeduren ueber sich ergehen lassen. Eine davon war eine rituelle Beschneidung, die dann auch im Rahmen einer Zermonie vom “Medizinmann” des Stammes durchgefuehrt wurde. (weiterlesen…)

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24.Juli.2010

Mambucal auf der Insel Negros


von Kai | Kategorie Visayas

Als wir vor vier Jahren nach Mambucal wollten, standen wir am Eingang um zu hoeren, dass alles ausgebucht sei. Das fanden wir natuerlich sehr schade, aber wir sollten ja wieder kommen. Und dieses mal im Maerz 2008 war es soweit. Da wir eine Reservierung dank Klaus aus Bacolod hatten, mussten wir nicht unverrichteter Dinge wieder abfahren. Wir waren von Kanlaon aus gekommen und fuhren ueber eine unbefestigte Strasse sozusagen hinten herum nach Salvador Benedicto. Diese Strasse kann ich jedem nur empfehlen, denn es gibt sehr viel zu sehen, wovon ich aber ein andermal berichten werde.

Nachdem man in der Naehe von Salvador Benedicto auf den Highway von San Carlos nach Bacolod stoesst, geht es weiter mit den schoenen Aussichten, denn auf der rechten Seite ist ein tiefes Flusstal mit Reisterassen und Wasserfaellen. Der Talos River ist wirklich sehenswert. Auf der anderen Seite wird man vom Mount Kanlaon begleitet, der aber nur bei klarem Wetter sichtbar ist. (weiterlesen…)

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10.Juli.2010

Bacolod und Umgebung


von Kai | Kategorie Visayas

Als wir Anfang April in Mambucal auf Negros gewesen sind, stand auch ein Ausflug nach Bacolod auf dem Programm. Klaus, der uns ja in Mambucal besuchte, wollte uns Bacolod und die naehere Umgebung zeigen. Ausserdem wollten wir von Bacolod aus weiter nach Panay reisen.

Mambucal mit seinen Wasserfaellen, Schlamm- und Schwefelquellen, dem Schmetterlingspark, den Pools und natuerlich den abertausenden von Flughunden hatte uns sehr gut gefallen und so gingen wir nicht sehr gerne, aber wir mussten ja weiter.

Nach dem Mittagessen verliessen wir Mambucal um nach Bacolod zu fahren. Dort wollten wir uns mit Klaus treffen, der auch schon ein Zimmer fuer uns reserviert hatte. (weiterlesen…)

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25.Mai.2010

Baguio City und die Kennon Road – Luzon


von Kai | Kategorie Luzon

Am 8. Mai 2008 sind wir in von Rosario abgefahren, wo wir die Nacht zuvor im Aloha Hotel, uebrigens dem einzigen Haus am Platze,  uebernachtet hatten. Wir fuhren also Richtung Baguio und kamen auch nach kurzer Fahrt an der Mautstelle der Kenon Road an. Die Mautgebuehr betrug “stolze” 15 Pesos.

Die Kennon Road wurde zwischen 1901 und 1903 erbaut von dem amerikanischen Armee Oberst Luman Kennon mit einheimischen und etlichen japanischen Arbeitern. Ursprueenglich hiess sie Benguet Road und wurde spaeter umbenannt. Es ist die kuerzeste der drei Verbindungsstrassen nach Baguio, aber sicherlich nicht die schnellste. Die Strasse ist aber mit Abstand die schoenste, und jeder Baguio Besucher sollte ueber die Kennon Road anreisen. (weiterlesen…)

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24.Mai.2010

Gold, Gold, Gold……


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war im Juli 1987 gewesen, als eine entfernte Verwandte meiner Frau aufkreuzte und bevor jemand sagt: “Aha!” will ich gleich anmerken, dass sie kein Geld wollte.  Sie erzaehlte von den Goldfeldern in Toledo und den niedrigen Preisen, die dort bezahlt werden. Das Gold habe ueber 800 Feingehalt aber die Haendler dort wuerden nur 140 Pesos pro Gramm bezahlen und das obwohl der Goldpreis bei den Haendlern in der Stadt doch bei 250 Pesos liegen wuerde.

“Warum bringen sie das Gold denn dann nicht in die Stadt?” fragte ich.

“Naja” meinte sie, “das laege an der langen Anreise und dem langen Marsch zum Highway.”

Sie wollte, dass wir dort auch Gold kaufen wuerden um die Haendler zu zwingen die Preise zu erhoehen. (weiterlesen…)

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05.April.2010

Cebu – Der Suedosten


von Kai | Kategorie Visayas

Nachdem Sven und ich ja urspruengllich planten ueber Dapitan und durch Mindanao nach General Santos zu fahren, aenderten wir unesere Meinung, da Sven sehr an Bohol interessiert war und fuhren ueber Cebu, Bohol und Camiguin zurueck nach Mindanao. Wir verliessen Dumaguete nach einem guten Fruehstueck im Why Not und fuhren nach Tampe. Auf dem Weg nach Tampe hielten wir bei den Habal Habal Fahrern an der Abzweigung zu den Twin Lakes, da ich die noch auf eine Grundstuecksuche, die ich dort fuer einen Bekannten machte, anspitzen wollte. (Bis jetzt wurden mir per Text fuenf Grundstuecke in der Ecke angeboten, aber mit Preisvorstellungen jenseits von gut und boese.)

In Tampe waren wir schon etwas erstaunt, weil keiner da war um Tickets zu verkaufen. Aber die Faehren nach Bato gingen und so fuhren wir eine halbe Stunde nach unserer Ankunft auf die Faehre. Die See war glatt und so hatten wir eine ruhige Fahrt. (weiterlesen…)

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25.Januar.2010

Eduardo Masferre – Der Vater philippinischer Photographie 1.Teil


von Kai | Kategorie Allgemein

1. Teil

Kaum jemand kennt diesen Namen und die ihn kennen sind meist Insider wie ernsthafte Hobbyfotografen, Ethnologen oder Antropologen. Masferre ist massgeblich dafuer verantwortlich, dass uns viele Fotos der Igorots erhalten sind, die das Leben in den 30er bis 50er Jahren zeigen und eine fantastische Dokumentation dieser Staemme darstellen, die doch in vielem von den anderen Staemmen der Ebenen abweichen.

Eduardo Masferre wurde am 18. April 1909 in Sagada geboren. Sein Vater, Jaime Masferre war Spanier und seine Mutter, Mercedes Langkew eine Einheimische aus Sagada. Urspruenglich war Jaime ein spanischer Soldat, der zum Bauern wurde und insbesondere Zitrusfruechte und Kaffee anbaute. Noch vor Eduardos Geburt kamen episkopalische Missionare nach Sagada, die Jaime in seiner Residenz aufnahm und die das Wort Gottes unter den Einheimischen verbreiteten. (weiterlesen…)

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24.Januar.2010

Eduardo Masferre – Der Vater philippinischer Photographie 2. Teil


von Kai | Kategorie Allgemein

2. Teil

Nach der Hochzeit half Nena im Studio, insbesondere zeichnete sie etliche Fotos mit Farbe aus. (Hand Coloring) Eduardo begann die Farm seines Vater wieder zu bewirtschaften und pflanzte fast alles neu. Neben den Obstbaeumen zuechtete er Gefluegel und Kaninchen um seine wachsende Familie zu unterstuetzen. Die beiden hatten insgesamt sechs Kinder und anfaenglich kam das Fotografieren etwas zu kurz, aber bald nahm er seine Wanderungen zu den verschiedenen Staemmen in den Kordilleren wieder auf.

Seine Fotos blieben lange Zeit in den Philippinen ohne jede Anerkennung, aber im Ausland wurden einige Spezialisten auf seine Arbeiten aufmerksam. Hier im Land dauerte es bis in die spaeten 80er Jahre um das Talent Masferre als solches anzuerkennen. (weiterlesen…)

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21.Januar.2010

Mount Pinatubo – eine unvollstaendige “Besteigung” 1. Teil


von Kai | Kategorie Luzon

Auf unserer Rundreise 2008 planten wir auch  von Angeles City aus eine Fahrt ins Pinatubo Gebiet samt “Besteigung” dieses Vulkans zu machen. Der Pinatubo war am 15. Juni 1991 mit einer massiven Explosion  ausgebrochen.  Seit 611 Jahren hatte der Vulkan geruht und er galt eigentlich als erloschen. Der Ausbruch kostete 875 Menschen das Leben. Das umgebende Land wurde durch pyroklastische Stroeme, Aschefall und Lahare verwuestet, die noch jahrelang nach dem Ausbruch zu massiven Umweltschaeden fuehrten und die Wirtschaft des Landes belasteten.

Waehrend der Eroberung der Philippinen durch die Spanier diente der Berg als Versteck fuer die Aetas, die auch zur Zeit des Ausbruchs in der Gegend lebten.

Diesen Berg wollten wir also heute “besteigen”. Wir fuhren also direkt ueber Capas und Santa Juliana zum Pinatubo Eco Tourism Park. Der Verkehr war extrem dicht gewesen und wir brauchten fuer ein Teilstueck von neun Kilometern 40 Minuten. (weiterlesen…)

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