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	<title>Phil-Life.net &#187; boot</title>
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		<title>Das Balangay kommt nach Hause</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 05:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen wird das Balangay &#8220;Diwata ng Lahi” zusammen mit seinen beiden Begleitern in Manila einlaufen.  Fuenfzehn Monate fuhr das Boot durch Suedostasien, wobei es erst die Philippinen durchquerte und dann nach Indonesien, Malaysien, Thailand und Kambodscha weiterfuhr. Auf Grund des schlechten Wetters war der letzte Teil der Reise nach Vietnam abgebrochen worden und die Boote [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen wird das Balangay &#8220;Diwata ng Lahi” zusammen mit seinen beiden Begleitern in Manila einlaufen.  Fuenfzehn Monate fuhr das Boot durch Suedostasien, wobei es erst die Philippinen durchquerte und dann nach Indonesien, Malaysien, Thailand und Kambodscha weiterfuhr. Auf Grund des schlechten Wetters war der letzte Teil der Reise nach Vietnam abgebrochen worden und die Boote fuhren zurueck.</p>
<p>Mit dieser Reise wurde bewiesen, dass Balangays hochseetauglich waren und durchaus waehrend der Einwanderungswellen auf die Philippinen als &#8220;Boot der Wahl&#8221; gedient haben koennten.</p>

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		<title>Das Balangay im Ausland</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 06:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem das nachgebaute Balangay “Diwata ng Lahi”ja nun doch schon durch die Philippinen gesegelt war und das auch noch sehr erfolgreich, indem es einigen Stuermen und Taifunen trotzte, ging es nun in internationale Gewaesser. Am 27. Juni 2009 war das philippinische Segelboot, das nach dem Orginal Balangay aus Butuan gebaut worden war, auf seine grosse Fahrt aufgebrochen. Am 15. Maerz begann die letzte Etappe durch philippinische Gewaesser im Sueden Mindanaos, bevor man sich auf den Weg nach Malaysien machen wollte.</p>
<p>Nach einem kurzen Stopover auf Sulu setzte das Balangay seine Fahrtdurch das  suedchinesischen Meer fort und meisterte einmal mehr einge Stuerme, bevor das Balangay am 25. 9. in Singapur einlief. Dort wurde die Crew sehr freundlich begruesst und hatte einen kurzen Aufenthalt, bevor die Reise nach Malaisien weiter ging. Gestern kam das Boot dann in Terengganu in Pahang, dem traditionellen Schiffsbauzentrum von Malaysien an, wo es sich im Moment auch aufhaelt. <span id="more-2323"></span><!--more--></p>
<p>Valdez, der Fuehrer der Expedition, erklaerte, dass man die Reise nun nach Thailand, Kambodscha und Vietnam fortsetzen will, wo unter anderem ein Besuch der Staedte Hanoi und Da Nang auf dem Progtamm steht. Zudem aeusserte Valdez die Hoffnung dort auf Praesident Noynoy Aquino zu treffen, der sich zu dieser Zeit in Vietnam aufhalten wird. Valdez erklaerte auch, dass man nun sozusagen &#8220;die halbe Miete&#8221; eingefahren haette.  Von Danang aus geht es zurueck durch das suedchinesische Meer nach Palawan, wo unter anderem auch ein Trip zum Tubbataha Reef auf dem Programm steht. Man hofft im November in Palawan anzukommen.</p>
<p>Anschliessend geht es weiter nach Panay und von dort zurueck nach Luzon, wo man allerdings bei den beruehmten 100 Islands in Pangasinan ankommen moechte und nicht in der Manila Bay, wo die Reise 2009 begonnen hatte.</p>
<p>Bis jetzt war die Reise ein voller Erfolg und hat die Seetuechtigkeit des Bootes schon laengst bewiesen. Damit darf man also auch die Vorfahren der Filipinos den grossen Seefahrernationen in Asien zurechnen.</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/balangay/" title="balangay" rel="tag">balangay</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/boot/" title="boot" rel="tag">boot</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/reise/" title="reise" rel="tag">reise</a><br />
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		<title>Ein Ausflug nach San Pablo</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 03:37:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war am Karfreitag 1988, als ich zusammen mit Toto, einem Cousin meiner Frau, einen Trip nach San Pablo machte, da ich Gorio versprach, dass ich vor Ostersonntag Geld fuer die Mitarbeiter bringen wuerde. Meine Frau und ihre gesamte Familie warnten uns, dass wir nicht fahren sollten, da es Karfreitag sei und da wuerde immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war am Karfreitag 1988, als ich zusammen mit Toto, einem Cousin meiner Frau, einen Trip nach San Pablo machte, da ich Gorio versprach, dass ich vor Ostersonntag Geld fuer die Mitarbeiter bringen wuerde. Meine Frau und ihre gesamte Familie warnten uns, dass wir nicht fahren sollten, da es Karfreitag sei und da wuerde immer etwas passieren und man sollte unter keinen Umstaenden das Haus verlassen, es sei denn, man ginge in die Kirche. Natuerlich lachte ich ueber einen solchen Aberglauben und Toto als junger Mann wollte wohl nicht nachstehen und fuer aberglaeubisch gehalten werden und er lachte mit. Seinem Gesicht sah ich aber an, dass er eher skeptisch war.</p>
<p>Wir bereiteten alles vor, fuellten Benzin nach und checkten den Motor. Normalerweise fuhr Ramon das Pumpboot, aber er war ja auch aberglaeubisch und so oblag es Toto und mir das Ding zu fahren. Kurze Trips hatte ich ja schon oefter gemacht, aber nach San Pablo waren es doch fast drei Stunden.<span id="more-2262"></span></p>
<p>Das Wetter war wunderschoen, die Sonne schien und das Meer war sehr ruhig. Trotz der Proteste, die auch am Anlegesteg weiter gingen, fuhren wir los. Wir umrundeten die kleine Halbinsel am Eingang der Melgar Bay und hatten einen wunderschoenen Blick nach Norden. Ausser einigen Schoenwetterwolken war nichts besonderes am Himmel zu sehen.</p>
<p>Der Weg fuehrte uns an den steilen Kliffs bei Bababuaya vorbei und kurz darauf durchquerten wir die flussaehnliche Passage vor San Roque, die durch eine vorgelagerte Insel gebildet wird.  Kaum kamen wir aus dieser geschuetzten Ecke heraus, als ein Sturm los brach. Innnerhalb von Minuten waren die Wellen 4-6 Meter hoch und der Wind pfiff uns um die Ohren. &#8220;Subasko&#8221; rief Toto und wir begannen mit unserem kleinen Pumpboot die Wellen zu manoevrieren. Wie auf einer Achterbahn ging es rauf und runter, aber bis dahin lief alles noch recht gut trotz der Wellen und des Windes. Diese kleinen Boote sind seetuechtiger als man glaubt. Wir kamen in die Naehe das zweiten Strandes hinter San Roque und wir hatten Glueck, da die Wellen von Norden kamen und wir wunderschoen die Naturgewalten ausreiten konnten. Aber kurz bevor es in die Bucht von San Pablo geht, gibt es eine sehr starke Stroemung und es brachen sich dort sehr hohe Kreuzseen, die wir mit unserem kleinen Boot nie geschafft haetten. Zur rechten hatten wir steile Felsklippen und ob wir es bis zum naechsten Strand schaffen wuerden, war mehr als fraglich. Zudem wuerden wir dann im Falle eines Abbiegens nach recht die Wellen voll von der Seite bekommen. Wir fuhren langsam weiter und naeherten uns der Unterbrechung in der Felswand.  Dann sahen wir rechts den etwa einen Kilometer langen Strand liegen, aber die Wellen waren noch hoeher geworden, so dass an ein Anlaufen des Strandes nicht zu denken war. Immer naeher kamen wir an die Kreuzseen heran, die die Menschen auf Dinagat als &#8220;Sea Witch&#8221; bezeichnen. Ploetzlich trat ein ganz kurzer Stillstand des Windes ein und Toto steuerte das Booot nach rechts und gab Gas. Wir schaukelten bedenklich, aber schon waren wir ueber die Brecher vor dem Strand hinweg und liefen auf das Ufer zu. Ich warf den Anker aus, als dass Boot von einer grossen Welle erfasst wurde und wir wurden auf den Strand geworfen. Das Seil das den Anker hielt riss dabei. Wir sprangen aus dem Boot und zogen es vollends auf den Sand. Toto fiel auf die Knie und sprach eine Dankesgebet.</p>
<p>Anschliessend erklaerte er mir, dass diese ploetzliche Stuerme, die wie aus heiterem Himmel losbrechen, in Surigao haeufig vorkommen koennen und so manches Fischerboot ging dabei verloren. Der einheimische Name fuer diese Stuerme ist Subasko.</p>
<p>Der Gewittersturm tobte noch zirka 30 Minuten weiter und da es regnete wie aus Eimern, waren wir natuerlich pitschnass. Aber selbst als der Sturm sich legte, konnten wir nicht sofort weiterfahren, da die Wellen nach wie vor viel zu hoch waren. Wir mussten etwa drei Stunden warten, bis sich das Meer soweit beruhigt hatte, dass wir losfahren konnten. Wir schoben das Boot zurueck ins Wasser, ich warf den Motor an und wir steuerten aus der Bucht heraus. Die Wellen waren immer noch hoch genug aber machbar. Ploetzlich begann der Motor zu stottern und ich konnte ihn nur mit ach und krach am Laufen halten, allerdings war unsere Geschwindigkeit auf Fussgaengertempo gefallen.</p>
<p>Wir bogen nun rechts ab mit unserem stotternden Motor, und da setzte er ganz aus. Wir waren dreissig Meter von einem hohen Felsen entfernt und dort war ein winziger Strand, kaum groesser als ein Handtuch. Toto sprang ins Wasser und schwamm zu dem kleinen Strand. Dann zog er das Boot am Ankertau zu sich und wir waren an dem kleinen Strand angekommen. Ich begann die Zuendung zu zerlegen und reinigte alle Teile in Benzin. Mit meinem Taschenmesser kratzte ich die Oberflaeche vom &#8220;Contact Point&#8221; blank und baute alles wieder zusammen. Beim ersten Versuch sprang der Motor an, aber sobald ich etwas Gas gab, starb er ab.</p>
<p>Ich wiederholte die Prozedur mit dem gleichen Ergebnis. Langsam wurde es dunkel, die Flut kam herein und wuerde den kleinen Strand ueberspuelen  und so entschlossen wir uns die letzten zwei Kilometer nach San Pablo zu fahren, aber eben nur sehr langsam.  Das Boot kroch nur so dahin, aber sobald ich ein wenig mehr Gas gab, begann der Motor zu stottern, nahm ich das Gas weg, lief er wieder rund.</p>
<p>Gorios Haus war nur etwa 20 Meter vom Anlegesteg weg und hundert Meter vor dem Steg, starb der Motor endgueltig ab. Ich schrie mehrfach &#8220;Gorio, Gorio&#8221; und tatsaechlich, er hoerte uns und kam heraus. Als er unsere Lage erkannte, setzte er sich in sein Baruto, paddelte zu uns und zog uns zum Pier. Letztendlich waren wir in San Pablo angekommen.</p>
<p>Bei Goria gab es dann ein Abendessen und wir mussten unsere Story erzaehlen. Nach einigen Bieren gingen wir dann um elf Uhr schlafen.</p>
<p>The End</p>

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		<title>General Santos zum Zweiten&#8230;..</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 07:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder zu Hause angekommen, verbrachte ich in den naechsten Tagen und Wochen viel Zeit im Internet Cafe um Kunden zu finden. Ich setzte Anzeigen auf einigen Webseiten und suchte, nach Importeuren  was das Zeug hielt um Angebote zu machen. Meine Augen waren auf dem besten Weg rechteckig zu werden. Und nach etwa zwei Wochen wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder zu Hause angekommen, verbrachte ich in den naechsten Tagen und Wochen viel Zeit im Internet Cafe um Kunden zu finden. Ich setzte Anzeigen auf einigen Webseiten und suchte, nach Importeuren  was das Zeug hielt um Angebote zu machen. Meine Augen waren auf dem besten Weg rechteckig zu werden. Und nach etwa zwei Wochen wurde ich fuendig. Eine Firma in Miami wollte Thunfisch zu den angebotenen Preisen erwerben. Zuerst erkundigte ich mich nach den Transportmoeglichkeiten, um dem Kunden mitzuteilen, wie es mit den Frachtkosten ausgehen wuerde. DHL machte mir das beste Angebot und ich informierte den Kunden, der die Frachtpreise absegnete. Bezahlung vereinbarten wir uber Letter of Credit. Der kam dann auch in der Tat eine Woche spaeter bei meiner Bank an und die erklaerte die LC fuer gut, nachdem sie geprueft worden war. <span id="more-1286"></span></p>
<p>Ich hatte ja Vincio gleich nach Auftragserteilung angerufen und ihm davon erzaehlt. Er hielt sich an sein Versprechen und war weiterhin gewillt den Deal vorzufinanzieren. Also mache ich mich erneut auf den Weg nach GenSan. Dort  angekommen rief ich dann den Kunden in Miami an um noch einmal die Qualitaet zu bestaetigen. Er wollte Sushi/Sashimi Qualitaet haben, also das beste.</p>
<p>Wir bereiteten die Sendung puenktlich zum ausgemachten Termin vor. China Airlines sollte die Fracht befoerdern und als Ankunftstag war uns der Sonntag Nachmittag (lokale Zeit in Miami) genannt worden. Wir schickten die Ware, insgesamt 14 Kartons mit 1021kg netto am Samstag Morgen um 9.10 auf die Reise. Das Flugzeug startete um 10 Uhr. Der Weiterflug nach Taipeh war nach 5 Uhr am Nachmittag und am gleichen Abend sollte es von Taipeh nach Miami weiter gehen.</p>
<p>Ich entschloss mich bis zur Ankunft der Ware in General Santos zu bleiben. Am Samstagabend wollte ich Seafood essen und mir wurde ein kleines Grillrestaurant empfohlen, dass alle moeglichen Arten von Seafood ausgestellt hatte. Ich bestellte fuenf Stueck Scampi und ein Siri Steak- auch als Guindara bekannt &#8211; das mir sehr empfohlen wurde. Es schmeckte traumhaft und ich ass noch ein zweites Siri Filet hinterher. Es war einer der besten Fische, die ich je gegessen habe. Aber wenig wusste ich ueber diesen Fisch und sollte die ueppige Mahlzeit noch bereuen.</p>
<p>Am fruehen Morgen wachte ich auf, weil es so komisch roch. Ich checkte und fand dass meine Unterhosen feucht waren. Ich hatte mir scheinbar im Schlaf in die Hosen &#8220;gekackt&#8221;, aber es war nur Feuchtigkeit da und kein &#8220;Material&#8221;. Ich wunderte mich und duschte erst einmal, dann wusch ich die Unterhosen und zog mich ein. Nach einigen Minuten verspuerte ich ein &#8220;Ruehren&#8221; und liess einen fahren. prompt waren die Unterhosen wieder feucht. Ich ging auf die Toilette um mein Geschaeft zu verrichten, aber ausser streng riechendem Oel, das auf der Oberflaeche des Wassers schwamm, kam nichts. Ich wunderte mich echt ueber das Oel und rief Sara an. Sie kapierte im ersten Moment nicht was ich wollte und kam einfach in der Pension vorbei. Dort schaute sie sich die &#8220;Bescherung&#8221; an und begann schallend zu lachen. Sie fragte mich was ich zu Abend gegessen hatte und ich erzehlte es ihr. Danach klaerte sie mich auf: &#8221; Siri enthaelt sehr viel Oel, dass der Koerper nicht verdauen kann und das unauffaellig aus dem Anus heraus fliesst ohne dass man etwas merkt. Man sollte nie mehr als 50 Gramm davon essen.&#8221; Und ich Depp hatte mir unwissenderweise ja gleich zwei Steaks &#8216;rein gezogen. Siri ist uebrigens international auch als Oelfisch bekannt.Obwohl er ein traumhafter Speisefisch ist wird er wegen der unangenehmen Konsequenzen kaum angeboten.</p>
<p>Ich verbrachte also einen Grossteil meiner Zeit am Sonntag im Hotel und gegen Abend hatte sich dann die ganze Sache in &#8220;Wohlgefallen&#8221; aufgeloest und ich konnte wieder ausgehen. Am Abend hielt ich mich dann aber an Fleisch.</p>
<p>Am Montag Morgen ging ich dann in Vincios Buero um in Miami anzurufen und nach der Sendung zu fragen. Der Thunfisch  war nicht angekommen. Ich verstaendigte DHL und war nun gar nicht gluecklich, dass es gleich beim erstenmal Probleme gab. DHL versprach der Sache sofort nachzugehen, und rief eine Stunde spaeter zurueck um uns zu informieren, dass die Sendung in Taipeh liegen geblieben war. Die hatten zu viel Fracht und deswegen unsere ausgeladen, obwohl einiges nicht Verderbliches nach Miamia geschickt wurde. Nun DHL riet uns einen Claim gegen China Airlines zu machen. Am Montag erhielten wir dann Nachricht von den USA, dass der Fisch angekommen sei, aber das Trockeneis war verdampft, der Fisch zu warm und deswegen passte die Qualitaet bei den meisten Fischen nicht mehr.</p>
<p>Nachdem ja die Sendung ueber LC bezahlt worden war, traten wir unseren Claim gegen China Airlines an den Kunden ab. Wir hatten etwa 38000 Pesos Nettogewinn gemacht und Vincio zahlte mir 19000 Pesos aus. Aber der Kunde wartete fast ein Jahr bis die Airline bezahlte und hatte trotzdem auch keinen Verlust gemacht, da er den Fisch ja noch zu wesentlich niedrigeren Preisen verkauft hatte.</p>
<p>Es ergab sich aber aus dieser Reise noch ein interessanter Nebenaspekt. Im Fischport hatte ich am Samstag einen Schweizer kennen gelernt, der sehr an Sushi Lieferungen interessiert war und wollte dass wir ihn erst mal mit Thunfisch und Marlin Filets versorgten, aber da musste ich zuerst mit dem Bureau of Fisheries reden, denn fuer Export nach Europa galten ganz andere Bestimmungen. Das ist aber eine andere Geschichte.</p>

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		<title>General Santos zum Ersten&#8230;.</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 09:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem unser Gemuese -und Fischgeschaeft ja nicht mehr am Laufen war &#8211; diese Geschichte werde ich ein anderen Mal erzaehlen &#8211; hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung wie es finanziell weiter gehen soll. Im November 2000 hatten die Kinder des bisherigen Management in Gaisano und Ororama in Cagayan alle Lieferanten im &#8220;wet market&#8221; durch Neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem unser Gemuese -und Fischgeschaeft ja nicht mehr am Laufen war &#8211; diese Geschichte werde ich ein anderen Mal erzaehlen &#8211; hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung wie es finanziell weiter gehen soll. Im November 2000 hatten die Kinder des bisherigen Management in Gaisano und Ororama in Cagayan alle Lieferanten im &#8220;<a href="http://www.phil-life.net/2009/10/13/begriffserklaerungen/" target="_self">wet market</a>&#8221; durch Neue ersetzt und wir waren seitdem &#8220;arbeitslos&#8221;. Mir wollte in den ersten Wochen absolut nichts einfallen wie es weiter gehen sollte und wir ueberlegten uns nicht nur ernsthaft nach Deutschland zurueck zu gehen, sondern meine Frau war im Janauar 2001 sogar auf der deutschen Botschaft in Manila um ein Visum zu beantragen. Sie wollte voraus fliegen und dort alles vorbereiten fuer den grossen Umzug. Warum sie und nicht ich? Nun ein Freund war Manager in einem McDonalds und meine Frau haette von ihm sofort einen Job bekommen. Ich mit meinen 50 Jahren sah keine grossen Chancen auf die schnelle dort Arbeit zu finden. <span id="more-1279"></span></p>
<p>Das Visum war beantragt, aber es war Mai geworden und wir hatten trotz einiger Nachfragen nichts mehr von der Botschaft gehoert. Es musste etwas geschehen und ich beschloss mich mal in General Santos wegen Fisch zu erkundigen. Vielleicht ging da geschaeftlich etwas zusammen.</p>
<p>Ich fuhr also im Mai 2001 nach General Santos. Gewagt, da ich ja keine Menschenseele dort kannte mit der Ausnahme einer Frau, die ich vor zwei Jahren bei einem Amway Seminar getroffen hatte. Ich hatte ihre Telefonnummer und Adresse und hoffte, dass beides noch existierte.</p>
<p>In GenSan angekommen checkte ich in Leahs Pension House ein, da es dort gute und saubere Zimmer zu erschwinglichen Preisen gab. Geld hatten wir ja nun wirklich nicht mehr viel. Am naechsten Morgen kontaktierte ich Sarah und die Nummer war tatsaechlich noch gueltig. Wir trafen uns eine Stunde spaeter am Eingang vom Gaisano und gingen zusammen in ein Coffee Shop, wo wir uns unterhielten und ich ihr meine Plaene bezueglich Fisch erklaerte. Sie erzaehlte, dass sie da einen Haendler kannte, der ehrlich und zuverlaessig sei und fragte mich ob sie mich vorstellen solle. Ich bejahte und sie meinte, dass das am Nachmittag am besten waere, denn vormittags seien die alle im Fisch Port. Wir verabredeten uns fuer zwei Uhr und wollten ohne Voranmeldung hingehen. Sarah ging dann nach Hause und ich selbst bummelte ein wenig in GenSan herum. Mittagessen gab es in einer Carenderia und dabei fiel mir auf, dass hier sehr viel mit Zucker gekocht wurde.</p>
<p>Um zwei Uhr traf ich mich dann mit Sarah und wir fuhren zusammen zum Buero des  Haendlers in der Aparente Street. Wir mussten nur wenige Minuten warten, und wurden in das Buero gebeten. Dort traf ich zum erstenmal Vincio, der in meinem zukuenftigen Leben noch eine sehr wichtige Rolle spielen sollte. Vincio begruesste uns sehr freundlich und wir unterhielten uns ueber moegliche Geschaefte und ich machte eine Liste, was er liefern koennte. Spaeter sagte er mir, dass wohl auch Export eine Alternative waere und wenn ich Kunden finden koennte, wuerde er die Lieferungen finanzieren und der Gewinn wuerde geteilt werden. Zudem verabredeten wir uns fuer den naechsten Morgen um 5.00 bei seinem Buero. Er wuerde mich dann mit zum Fish Port nehmen und mir zeigen, was da so alles in General Santos ablief.</p>
<p>Als wir gingen war ich sehr zufrieden mit dem Gespraech und war neugierig, was der morgige Tag bringen wuerde. Ich bedankte mich bei Sarah fuer ihre Hilfe und wir verabredeten uns fuer den morgigen Tag. Wir wollten zusammen abend essen und weiteres besprechen, je nach dem wie die weiteren Gespraeche mit Vincio laufen wuerden.</p>
<p>Am naechsten Morgen tanzte ich puenktlich in Vincios Buero an und wir fuhren zusammen zum Fish Port, der etwa 12 Kilometer entfernt von General Santos in Tambler zu finden war. Man erreicht ihn, wenn man von GenSan aus in Richtung Maitum &#8211; Kiamba faehrt.</p>
<p>Der Fish Port war riesig. Am Eingang bekam ich von der Security Guard eine Visitors ID und  durfte nun das &#8220;Allerheiligste&#8221; von GenSans &#8220;Fishing Industry&#8221; betreten. Da wir frueh dran waren, zeigte mir Vincio erst einmal den ganzen Komplex, der da auf 32 Hektar erbeut worden  und 1999 in Betrieb genommen worden war. Es gab vier riesige Markthallen in denen man fischmaessig alles kaufen konnte, was das Meer um die Philippinen herum so zu bieten hatte. In drei Hallen herrschte bereits ein mordsmaessiger Umtrieb und ueberall wurde gehandelt, gekauft und verkauft. Ich war beeindruckt! In der vierten Halle wurde nur mit grossem Thunfisch gehandelt und das war wohl das Herzstueck der Aktivitaet. Ueberall waren die grossen Fische ausgestellt und hier sah ich auch zum erstenmal, wie von diesen &#8220;Riesen&#8221; Proben gezogen wurden, um die Qualitaet des Fleisches zu beurteilen. Vincio war mittendrin im Gewuehl und ich war erstaunt wie flink sich der sonst so behaebige Mann bewegte und hier verhandelte, dort Proben von angelieferten Fischen zog, hueben die Beladung eines grossen Lastwagen ueberwachte und drueben das Wiegen kontrollierte. Trotzdem fand er zwischendurch Zeit mir dies und jenes zu erklaeren.</p>
<p>Gegen 10 Uhr liess die Aktivitaet nach und man machte sich ans Aufraeumen. Unverkaufte Fische wurden nun in grossen Eisboxen verstaut, alles wurde sauber abgespritzt und die ersten Leute machten sich auf den Heimweg.</p>
<p>Als wir wegfuhren zeigte mir Vincio noch eine Stelle im Fish Port, an der eine Woche vorher eine Bombe explodiert war aber den Handel im Port nicht beeintraechtigt hatte. Auf dem Rueckweg kehrten wir in einer Carenderia ein um ein sehr verspaetetes Fruehstueck zu uns zu nehmen. Im Buero gab mir Vincio dann noch einen Tuna Sampler als Geschenk und wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen zusammen etwas zu machen.</p>
<p>Am naechsten Tag machte ich mich dann auf die Heimreise, nicht wissend, dass ich sehr bald zurueckkehren sollte.</p>

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		<title>Mit dem Balangay unterwegs</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 08:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[balangay]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem das Balangay fuer 100 Tage unterwegs war, ueber 800 nautische Meilen zurueckgelegt hat, acht Taifune gemeistert hat, ist wohl zur Genuege bewiesen, dass das Balanagay Voyage Team den Spruch &#8220;Yes the Filipino can&#8221; umgesetzt hatte. &#8220;Wir sind hier um den Geist des na Kaya ng Pinoy zu zeigen,&#8221; sagte Art Valdez, der Gruneder der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem das Balangay fuer 100 Tage unterwegs war, ueber 800 nautische Meilen zurueckgelegt hat, acht Taifune gemeistert hat, ist wohl zur Genuege bewiesen, dass das Balanagay Voyage Team den Spruch &#8220;Yes the Filipino can&#8221; umgesetzt hatte.</p>
<p>&#8220;Wir sind hier um den Geist des na Kaya ng Pinoy zu zeigen,&#8221; sagte Art Valdez, der Gruneder der Kaya ng Pinoy Bewegung und der Leiter der ersten philippinischen Mount Everest Expedition.</p>
<p>&#8220;Die Reise ist wirklich ein Ausflug in die Geschichte. Unsere glorreiche Geschichte sollte unseren Kindern aufgezeigt werden. Wenn man zurueck schaut sieht man vieles auf das wir unheimlich stolz sein koennen. Das ist aeusserst wichtig fuer die Jugend, weil sie sich daran festhalten  und Selbstvertrauen entwickeln koennen,&#8221; fuegte Valdez hinzu.<span id="more-1204"></span></p>
<p>Das Team, das von Luzon in die Visayas gesegelt war, hat vor die Reise um Mindanao am 15. Maerz 2010 fertig zu stellen zusammen mit einem anderen Balangay aus Butuan.</p>
<p>Valdez, zusammen mit dem Philippine Everest Team, Leo Oracion, Erwin Pastour Emata, Noelle Wenceslao, Carina Dayondon, Janet Belarmino-Sardena, Dr. Ted Esguerra, Fred Jamili und Dr. Voltaire Velasco segelten mit dam Balangay “Diwata ng Lahi” am 27. Juni 2009 in Manila los.</p>
<p>Das Balangay ist ein altes Boot, das in vorspanischen Zeiten von Austronesiern in Handel und Migration verwendet worden war.</p>
<p>Am 6. Dezember hatte die &#8220;Diwata ng Lahi&#8221; Butuan City erreicht und ist im Moment fuer Reparaturen im Trockendock, da die Planken des Bootes von Bohrmuscheln durchsetzt sind.</p>
<p>Obwohl wir, wie unsere Vorfahren, alles orginalgetreu gebaut haben, beweisen moderne Zeiten, dass das Boot in der Manila Bay wegen Verschmutzung auf laengere Sicht nicht ueberleben koennte.</p>
<p>Das Balangay war aus Apitong Holz gebaut worden. Das Holz wurde nicht behandelt um so orginalgetreu wie moeglich zu sein.</p>
<p>Am 15. Januar 2010 wird die &#8220;Diwata ng Lahi&#8221; zusammen mit dem Butuan Balangay wieder in See stechen um weitere 38 Haefen zu besuchen und 2136 nautische Meilen in philippinischen Gewaessern zurueckzulegen.</p>
<p>Der Bau des zweiten Balangay sollte gegen Jahresende fertig sein. Es ist 15 Fuss laenger und kann bis zu 18 Seeleute mitfuehren.</p>
<p>&#8220;Es ist wirklich eine Herausforderung fuer die beiden Boote, da die ja aufeinander aufpassen sollen. Wir benoetigen nun ein Funkgeraet um mit dem anderen Balangay kommunizieren zu koennen,&#8221; sagte Valdez.</p>
<p>Der sechste Abschnitt der Reise beginnt in Butuan City, wo das orginale Balangay von Archaeologen ausgegraben worden war und endet im Hafen von Ozamis City. Weitere Haefen, die besucht werden sollen sind Zamboanga del Norte, Zamboanga City, Zamboanga del Sur, Cotaboto City, Sultan Kudarat, South Cotabato, General Santos City, Davao del Sur, Davao City, Sarangani Island und Tawi-Tawi.</p>
<p>Eine Herausforderung wird die Reise von Davao nach Bongao, Tawi Tawi werden. Dort werden wir 10-14 Tage kein Land sehen. Keinerlei Inseln koennen als &#8220;Stopover&#8221; dienen.</p>
<p>Gemaess Valdez wird die philippinische Marine fuer Sicherheit in den Gewaessern vor den Moslemprovinzen sorgen.</p>
<p>Valdez hofft, dass die Expedition maritmes Umweltbewusstsein wecken wird und auch eine Werbung fuer den Toruismus im Land werden wird.</p>
<p>&#8220;Wir leben im Paradies. Unser Land ist wunderschoen und durch die Fotos auf unserer Webseite wollen wir die Schoenheit der Philippinen der ganzen Welt zeigen,&#8221; sagte Valdez.</p>
<p>Nachdem die Philippinen Rundreise des Balangay beendet ist, sollern andere Haefen in Suedostasien aufgesucht werden.</p>
<p>Sabah Malaysien, Brunei, Kalimantan, Indonesien, Singapur, Malaysien Peninsula, Thailand, Kabodscha, Vietnam, China und Taiwan sollen besucht werden.</p>
<p>&#8220;Wir erwarten dafuer vier Monate unterwegs zu sein. Wir werden weniger Stops haben als bei unserem Segeltoern durch die Philippinen und in erster Linie Orte besuchen, an denen viele Filipinos leben,&#8221; sagte Valdez zum Abschluss.</p>
<p>Nach einem Artikel im Philippine Daily Inquirer</p>

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		<title>Unsere Bangka 1. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 10:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Februar 1988 lebten wir schon zwei Monate auf Dinagat in San Jose und Paniog, dem kleinen Dorf, aus dem meine Frau stammte. Damals gab es dort noch keinerlei Strom von Telefon ganz zu schweigen. Das Leben dort war sehr einfach und das gefiel mir wohl besser als meiner Frau. Die hatte sich durch ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Februar 1988 lebten wir schon zwei Monate auf Dinagat in San Jose und Paniog, dem kleinen Dorf, aus dem meine Frau stammte. Damals gab es dort noch keinerlei Strom von Telefon ganz zu schweigen. Das Leben dort war sehr einfach und das gefiel mir wohl besser als meiner Frau. Die hatte sich durch ihren jahrelangen Aufenthalt in Cebu bereits an das Stadtleben gewoehnt. Wir hatten bereits mit dem Chromerzabbau begeonnen, aber davon soll meine Geschichte nicht erzaehlen.</p>
<p>Damals bekamen wir Besuch von George, der aus dem Nachbarort Melgar stammte und der wegen einer schwerer Erkrankung seiner Frau seine Bangka verkaufte. Das Boot hiess Geosally und war nicht wie die meisten Bangkas aus Sperrholz, sondern der Rumpf war mit soliden Planken auf den Spanten gebaut worden, ebenso das Deck. <span id="more-959"></span>Lediglich fuer die Aufbauten war Marinesperrholz verwendet worden. Der orange und rote Anstrich entsprach aber nicht meinem Geschmack. Das Boot war 33 Meter lang mit grossen soliden Auslegern. Es war fuer 155 Passagiere zugelassen oder 35 Tonnen Fracht und sollte 200.000 Pesos kosten. Eigentlich nicht zu teuer, wenn man bedenkt, dass das Boot erst ein Jahr alt war. Nach einigen Stunden der Verhandlungen unterbrochen von normalen Gespraechen einigten wir uns auf 175.000 Pesos. Da das Boot in Maasin auf Leyte zugelassen war, mussten wir mit George und dem Boot dort hinfahren um den Titel fuer das Boot umzuschreiben.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhren wir los mit dem Boot. Die Fahrt dauerte knappe drei Stunden bis wir am Pier von Maasin anlegten. Damals war Maasin noch ein echtes Provinzkaff. Als ich 2008 das letztemal dort war, hatte sich doch sehr viel veraendert gegenueber 1988. Das Umschreiben der Papiere bei der Coast Guard ging sehr schnell. Anschliessend wurde das Boot inspiziert und der einzige Mangel war das Fehlen zweier Rettungswesten. Nach der Inspektion assen wir in einer Karenderia zu Mittag und anschliessend fuhren wir mit George nach Surigao City um das Boot zu bezahlen. Als wir dort ankamen war es fast 5 Uhr und die Bank geschlossen. Meine Frau und ich nahmen uns ein Zimmer im Tavern Hotel. Das Abendessen gab es im Restaurant ueber dem Meer. Es war durch die angenehme Brise vom Meer ein sehr schoener Aufenthaltsort. Leider ist das heute nicht mehr so. Das Ufer wurde aufgeschuettet und dort ist heute ein langer Boulevard und das Tavern Hotel liegt nun 20 oder 30 Meter vom Meer weg.</p>
<p>Am naechsten Morgen ging ich auf die Bank um Geld fuer die Bezahlung des Bootes abzuheben. Leider hatte die Bank nicht genug Geld da und wir mussten ueber drei Stunden warten bis Nachschub eingetroffen war. Dann zahlten wir den Kaufpreis an George, der nun in der Lage war, seine kranke Frau nach Cebu zu bringen. Wir selbst fuhren nach Paniog zurueck. Dort unterhielten wir uns, welche Route wir mit dem Boot befahren wollten. Am besten erschien es uns Chromerz von Dinagat nach Cagayan de Oro zu bringen. Mit 35 Tonnen Zuladung wuerden wir pro Trip etwas ueber 12000 Pesos brutto verdienen. Einen Tag zur Hinfahrt einen Tag zur Rueckfahrt plus 4 Tage Pause sollten wir 13 Trips pro Monat haben. Unser Nettogewinn waeren etwa 4000 pro Trip, was sich recht ordentlich anhoerte. Damals kostete ein Liter Diesel 6 Pesos und ein Sack Reis 275 Pesos.</p>
<p>Der Purser auf dem Boot hiess Raffi und arbeite schon jahrelang fuer George, daher entschlossen wir uns ihn zu behalten. Auch den Captain behielten wir und dessen Sohn Jory, der dann viele Jahre bei uns war, um uns am Ende zu enttaeuschen.  Allerdings wollte Inday, dass ihr Bruder Rico und ihr Schwager Boy auf dem Boot arbeiten koennen. Ich hatte nichts dagegen und bereits am naechsten Morgen fuhren wir nach Donna Helene, da dort sehr viel Chrom abgebaut wurde und wir auch unser eigenes Erz dort hatten und das ebenso verschiffen koennten. Bereits am Nachmittag war das Boot beladen und kurz vor Einbruch der Dunkelheit fuhren sie ab nach Cagayan. Wir selbst fuhren mit dem Motorrad nach San Jose, da wir dort ja auch eine Wohnung gemietet hatten.</p>
<p>Am uebernaechsten Morgen begannen wir Ausschau nach dem Boot zu halten. Von unserem Schlafzimmerfenster konnte man die ganze Melgar Bay ueberblicken und wir wuerden die Bangka sehen, sobald sie um Unib Island herum gefahren war. Gegen 10 Uhr sahen wir dann das Boot kommen. Es legte aber nicht in San Jose an, sondern fuhr sofort tiefer in die Bay, um nach Donna Helene zu gelangen. Wir fuhren mit einem der zahlreichen Habal Habal auch dorthin. Dort trafen wir Raffi, der schon kassiert und mit der Crew abgerechnet hatte. Er uebergab uns knappe 5000 Pesos als unseren Anteil. Am Nachmittag war das Boot dann bereit fuer einen weiteren Trip.</p>
<p>So ging das fuer etwa 10 Tage und wir freuten uns das alles so gut lief. Nach 10 Tagen wurde ein Tag Pause eingelegt fuer einige notwendige Instandhaltungsarbeiten wie Oelwechsel usw. Danach ging es im nun schon gewohnten Trott weiter.</p>
<p>Im April 1988 war das Boot bei der Rueckkehr ueberfaellig. Wir dachten uns zuerst, dass die Crew in Cagayan vesumpft waere, schliesslich gab es da Kneipen und Maedels aber als das Boot zwei Tage spaeter immer noch nicht zurueck war begannen wir uns Sorgen zu machen. Am naechsten Tag fuhren wir dann mit unserem privaten kleinen Pumpboot los um die Strecke in Richtung Bohol abzusuchen und vielleicht konnten wir das Boot mit dem Fernglas entdecken. Das Wetter war ja immer gut gewesen die letzten Tage und wir vermuteten irgendwelche technischen Probleme. Wir fuhren nach Anda und dann Richtung Camiguin und zurueck nach Dinagat. Wir hatten das Boot weder gesehen noch etwas gefunden. Am naechsten Tag fuhren wir dann nach Surigao City und wir wollten weiter nach Cagayan de Oro um dann dort ein Sportflugzeug zu mieten und das Boot zu suchen.</p>
<p>Was war mit unserer Bangka passiert?</p>

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		<title>Unsere Bangka 2. Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 06:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach knapp 7 Stunden Fahrzeit kamen wir in Cagayan de Oro an. Meine Frau und ich  checkten ins Parkview Hotel ein, das war damals das einzige Mittelklassehotel, das warmes Wasser im Bad hatte. Da es schon dunkel war, konnten wir heute nichts mehr unternehmen und gingen zum Abendessen ins Divisoria Restaurant, das heute leider nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach knapp 7 Stunden Fahrzeit kamen wir in Cagayan de Oro an. Meine Frau und ich  checkten ins Parkview Hotel ein, das war damals das einzige Mittelklassehotel, das warmes Wasser im Bad hatte. Da es schon dunkel war, konnten wir heute nichts mehr unternehmen und gingen zum Abendessen ins Divisoria Restaurant, das heute leider nicht mehr existiert. Das Essen dort war sehr gut, wer derartiges Essen heute in Cagayan versuchen will, sollte im Orovilla oder im Taipan Restaurant essen, das sind die selben Eigentuemer.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuehrte unser Weg zuerst zur Coast Guard und dort schilderten wir die Geschehnisse. Der Coast Guard Kommandant war sehr zuvorkommend und versprach erst einmal alle Coast Guard Stationen von Butuan bis Dipolog City ueber Funk zu befragen, ob etwas ueber den Verbleib des Bootes bakannt waere. Zwichenzeitlich fuhren wir zum Flughafen um uns nach den Kosten fuer ein Sportflugzeug zu erkundigen.<span id="more-966"></span> Dort angekommen sahen wir nur eine kleine einmotorige Sportmaschine, einen Charter Service gab es nicht, aber wir bekamen vom Airport Manager die Addresse und Telefonnummer des Eigentuemers, ein Amerikaner, der auch gelegentlich Auftraege  annahm. Anschliessend ging es zurueck zur Coast Guard.</p>
<p>Dort erlebten wir eine positive Ueberraschung.  Die Coast Guard in Iligan hatte berichtet, dass unser Boot von einer Faehre der William Lines gefunden worden war und im Schlepp Richtung Iligan ist, wo es im Verlauf des Nachmittags eintreffen wuerde. Wir bedankten uns fuer die Hilfe, spendierten 300 Pesos fuer zwei Kisten Bier und machten uns auf die Socken zum Busbahnhof. Mit dem naechsten Bus fuhren wir dann nach Iligan und kamen auch knappe 2 Stunden spaeter dort an. Am Hafen gingen wir zur Coast Guard um dort zu warten. Etwa eine Stunde spaeter kam das Schiff der William Lines an und schon beim Einlaufen sahen wir die Geosally hinten im Schlepp. Als die Faehre angelegt hatten wurde unser Boot dann manuell von einigen Arbeitern im Hafen an den Pier gezogen. Die Crew war sehr ueberrascht uns zu sehen und wir wollten natuerlich wissen, was geschehen war, aber zuerst waren wir uebergluecklich Mannschaft und Boot intakt zu sehen.</p>
<p>Mein Schwager erzaehlte was passiert war: &#8220;Kurz nachdem wir die Meerenge zwischen Camiguin und Balingasac passiert hatten, fiel der Motor aus und wir trieben. Eman (der Maschinist) versuchte alles, den Motor wieder in Gang zu setzen, aber da hatte ein Kolben gefressen und es ging gar nichts. Wir trieben also und hofften, die Stroemung wuerde uns Richtung Macajalar Bay treiben, aber leider trieben wir zwischen Camiguin und der Bay Richtung Siquijor, wo wir auch sehr hohe Wellen hatten. Uns blieb nichts anderes uebrig, als etwa 5 Tonnen Chromerz ins Meer zu werfen um das steuerlose Boot einigermassen zu stabilisieren. Wir sahen einige Fischerboote, aber keines reagierte auf unser Hilfe Signal. Wir machten dann aus einem weissen T-Shirt eine Behelfsflagge auf das wir mit Altoel SOS schrieben. Wir trieben schon fast 5 Tage und waren schon an Siquijor vorbei auf dem Weg in die Sulu See, als wir das Passagierschiff sahen. Wir winkten mit der Flagge, wir schrien und als wir sahen, dass das Boot nicht reagiert, sprang ich zusammen mit Inting ins Wasser und wir versuchten Richtung Schiff zu schwimmen. Dabei wedelten wir ununterbrochen mit der SOS Flagge. Endlich reagierten einige Passagiere, schrien und deuteten auf uns. Das Schiff stoppte und lief langsam auf uns zu. Kurz darauf kamen zwei Rettungsringe geflogen und wir wurden an Bord gezogen. Die Geosally wurde dann abgeschleppt gegen eine Gebuehr von 3000 Pesos. So sind wir doch noch gerettet worden, bevor wir in die Sulu See trieben.&#8221;</p>
<p>Gottseidank war alles gut ausgegangen. Wir schliefen mit der Crew auf dem Boot und am naechsten Morgen suchten wir ein Boot, das uns nach Cagayan schleppen konnte. Wir wurden auch bald fuendig und ein mittleres Fischerboot stimmte zu uns fuer 2000 Pesos plus Sprit nach Cagayan zu bringen. Die Schlepperei war sehr langsam und es war Nacht, als wir in Cugman bei Horizon (dem Chromerzkaeufer) ankamen. Wir nahmen uns eines der zalreichen Minicas (ein kleines Taxi) um zum Hotel zu gelangen, aus dem wir ja noch nicht ausgecheckt waren.</p>
<p>Nach einem guten Fruehstueck am folgenden Tag verhandelten wir mit einem anderen Pumpboat &#8211; der Rosan &#8211; das auch Chromerz angeliefert hatte, damit die uns nach Dinagat zurueck schleppen. Die wollten nur den Diesel von uns, da beim naechstenmal sie vielleicht von uns Hilfe braeuchten. Ich entschloss mich nach Cebu weiter zu fahren um einen neuen Motor zu organisieren. Ich gab den Auftrag das Boot hoch auf den Strand zu schieben, um es fuer die Ueberholung und einen Neuanstrich vorzubereiten.</p>
<p>Am Abend fuhr ich dann mit einer Faehre der Transasia Lines nach Cebu. Dort angekommen, nahm ich mir erst einmal ein Zimmer im Hope Pension House und besuchte dann spaeter meinen Schwager in La Tondena. &#8220;Ben ich brauche einen erfahrenen Mechaniker, der mir beim Kaufen eines Motors hilft.&#8221; Ben nahm sich kurzerhand frei und zusammen fuhren wir dann nach Mabolo, wo er einen verlaesslichen Mechaniker kannte. Zusammen mit diesem fuhren wir dann bei verschiedenen Surplus Haendlern vorbei und schauten uns verschiedenes an. Der Mechaniker checkte jeden Motor, mass die Kompression bei allen Zylindern und hoerte sich jede Maschine mindestens 30 Minuten an beim Laufen. Am Abend hatten wir bestimmt 15 Motoren gecheckt. Pedong &#8211; der Captain des Bootes &#8211; wollte eine staerkere Maschine haben als die alte. Sie sollte 6 &#8211; 8 Zylinder haben und wenigstens 250PS. Nun in dieser Groesse waren nur zwei Motoren dabei gewesen und er meinte er wolle sie morgen noch genauer checken. Ich schlief bei meinem Schwager diese Nacht.</p>
<p>Morgens fuhren wir dann wieder zu den Surplus Haendlern und der Mechaniker untersuchte die beiden Motoren noch genauer und oeffnete was zu oeffnen war, um alles auf Herz und Nieren zu pruefen. Danach entschieden wir uns fuer einen 8 Zylinder Diesel mit 265PS. Wir verhandelten mit dem Haendler bestimmt eine Stunde bis wir uns auf 33.000 Pesos einigten. Dafuer wuerde der Motor noch beim Schiff angeliefert werden. Am gleichen Abend fuhren der Motor und ich auf der Sweet Home &#8211; einer Faehre der Sweet Lines &#8211; nach Surigao City.</p>

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		<title>Unsere Bangka 3. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 10:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als das groesste Problem am naechsten Morgen erwies es sich, den Motor vom Hafen in Surigao zum Pantalon Uno zu schaffen, dem Pier an dem die ganzen Pumpboats anlegten. Ich versuchte einen kleinen Lastwagen zu finden, aber das war unmoeglich. Einer der Hafenarbeiter schlug vor, den Motor mit einem Handwagen zum Pantalan Uno zu bringen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als das groesste Problem am naechsten Morgen erwies es sich, den Motor vom Hafen in Surigao zum Pantalon Uno zu schaffen, dem Pier an dem die ganzen Pumpboats anlegten. Ich versuchte einen kleinen Lastwagen zu finden, aber das war unmoeglich. Einer der Hafenarbeiter schlug vor, den Motor mit einem Handwagen zum Pantalan Uno zu bringen, aber ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das gemacht werden sollte. Nun damals war ich noch nicht lange genug auf den Philippinen und hatte nur sehr wenig Erfahrung mit dem Improvisationstalent der Filipinos.</p>
<p>Zuerst wurden drei grosse Querbalken in der Breite des Handwagens quer aufgelegt und dann wurde der Motor von etwa 12 Leuten Zentimeter fuer Zentimeter auf drei dicken Bohlen seitlich hochgewuchtet, bis er auf Hoehe der vorher aufgelegten Balken war. <span id="more-984"></span>Nun galt es den Motor seitlich auf den Wagen zu schieben, was etwa 20 zusaetzliche Leute veranlasste, sich mit ihrem ganzen Gewicht auf der anderen Seite des Handwagen aufzulehnen. Es dauerte etwa eine Stunde vom ersten Anpacken bis der Motor auf dem Handwagen war.</p>
<p>Nun wurde das Pushcart von zirka 10 Maennern langsam die knappen zwei Kilometer zum Pier geschoben, wo die Bangka, die nach Paniog fuhr, schon informiert war und warten wuerde bis die Fracht angekommen war. Eine knappe Stunde spaeter waren wir angekommen und nun begann das Verladen auf das Boot. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie das mit den schmalen Gangways gemacht werden sollte. Aber einmal mehr lernte ich, wie die Filipinos mit schwierigen Arbeiten fertig werden. Vom Handwagen musste der Motor zuerst auf eine ca 70 Zentimeter hohe Mauer geschafft werden, die auf der Krone hoechsten 30 Zentimeter breit war. Nach etwa 30 Minuten war der Motor oben und nun wurde er angehoben, um auf zwei dicke Bohlen geschoben zu werden, die auf das Pumpboat fuehrten und auf dem Boot mit dicken Seilen gesichert waren. Langsam glitt der Motor von Seilen gehalten nach unten, als er ploetzlich nach rechts rutschte und fast ins Wasser fiel. Aber die Filipinos auf der anderen Seite schrien und legten sich in die Seile bis der Motor wieder einigermassen mittig auf den beiden Bohlen auflag. Die ganze Zeit bewegten sich diese Bohlen wegen des leichten Seegangs auf und ab.  Wie die Seiltaenzer balanzierten die Pinoys auf den Bohlen rauf und runter und nur an der Seite des Motors machten sie einen Schritt mit einem Bein auf ein parallel gespanntes Seil und waren am Motor vorbei. Es war faszinierend dieser primitiven, aber wirksamen Arbeitsweise zuzusehen. Endlich war der Motor verladen und ich entlohnte die Arbeiter mit 800 Pesos fuer ihre knochenbrechende und schweisstreibende Arbeit.</p>
<p>Gegen vier Uhr nachmittags fuhr das Boot ab und um etwa 6.30 kamen wir in Paniog an, da das Boot vorher noch einiges in Melgar auszuladen hatte. Es war bereits dunkel geworden und da es am naechsten Tag keinen Trip nach Surigao gab, sollte der Motor erst am Morgen ausgeladen werden.</p>
<p>An diesem Abend war ich sehr muede und schlief recht frueh. Dementsprechend frueh wachte ich auch am naechsten Morgen auf. Als ich nach dem Kaffee trinken an den Pier wanderte, waren eine Gruppe Arbeiter schon beim Ausladen. Die gleiche Methode wie in Surigao City wurde verwendet. Aber die See war spiegelglatt und so fielen zumindest die Auf -und Abwaertsbewegungen der Bohlen weg. Nach dem Abladen wurde der Motor auch mit einem Handwagen zu unserem Haus gebracht und voruebergehend auf unserer Terasse gelagert.</p>
<p>Wir hatten uns entschlossen, das Boot komplett neu zu streichen, da es ja hoch auf dem Strand lag. weil man die ueblichen Arbeiten am Unterwasserrumpf gemacht hatte. Als Farben waehlten wir weiss und gruen. Der nunmehr gruene Unterwasserrumpf kontrastierte schoen mit den weissen Aufbauten. Auch die Ausleger waren gruen gestrichen worden und die Fenster, die man zuschieben konnte, zeigten die deutschen Farben wenn sie geschlossen waren.</p>
<p>Anschliessend wurde der der neue Motor eingebaut. Der alte war schon waehrend meines Einkaufstrips nach Cebu City entfernt worden. Aber hierfuer hatte  eine Art ueberdimensionalen Dreifuss mit Flaschenzug konstruiert, und so war diese Arbeit wesentlich einfacher. Es waren noch zwei Fahrten nach Surigao City noetig um den Propellerschaft leicht zu verkuerzen, sowie den Propeller zu vergroessern, da wir ja nun einen wesentlich staerkeren Motor eingebaut hatten. Endlich war das Boot fahrbereit und wir machten eine Probefahrt. Fuer die 5 Kilometer nach San Jose ueber die Bucht benotigten wir gerade mal gute 6 Minuten. Das Boot ging ab wie die Feuerwehr insbesondere ohne Ladung.</p>
<p>Zusaetzlich hatten wir ein kleines Pumpboot mit etwa 7 Meter Laenge und einem 10 PS starken Briggs &amp; Stratton Motor bauen lassen, damit in Zukunft bei solchen Zwischenfaellen wie beim letzten Trip leicht Hilfe geholt werden konnte. Dieses Boot wurde auf das Oberdeck gezurrt und damit waren wir die erste Bangka in Surigao, die ein &#8220;Rettungsboot&#8221; dabei hatten. Eine grosse SOS Fahne wurde genaeht und in rot beschriftet, damit Seenot fuer jedes vorbei fahrende Schiff gleich sichtbar wuerde. Der Name wurde gaendert und es standen zwei Namen zur Auswahl: MB Tegernsee oder MB Bayreuth. Wir losten und Bayreuth gewann. Somit wurde nun der Name MB Bayreuth in schoener Schrift auf beide Seiten und auch auf das Heck des Bootes gepinselt.</p>
<p>Wir waren geruestet fuer die naechsten Fahrten mit unserer Bangka.</p>

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		<title>Unsere Bangka 4. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 09:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Crew schien aus lauter Strebern zu bestehen, konnten sie es doch kaum erwarten endlich wieder nach Cagayan zu fahren. Wir machten also einen kurzen Trip nach Donna Helene um nach Cargo zu schauen. Wir wollten nicht immer unser Boot fuer die eigene Fracht  verwenden, sondern lieber einen LCT laden, da ging mehr drauf und die Kosten waren pro Tonne nur halb so hoch. Aber es gab genug Chromerz von anderen zu laden, deren Kapital bei weitem nicht so weit reichte um eine &#8220;Barge&#8221; voll zu bekommen. Vor Ort waren dann auch etliche &#8220;Chromberge&#8221; fertig zum Transport. Diesmal luden wir das Erz von Lena und das sollte eine interessante Erfahrung werden. Ausserdem gibt es von ihr samt Goettergatten zu einer anderen Zeit mal eine andere Geschichte, die es in sich hat.</p>
<p>Wir luden also das Erz von Lena und diesesmal fuhr ich mit nach Cagayan, was bei der Crew etwas verborgenen Unwillen hervor rief. &#8220;Nanu&#8221; dachte ich, &#8220;warum wollen die denn meine Gegenwart nicht haben?&#8221;<span id="more-994"></span> Das wuerde interessant werden, deren &#8220;Geheimnisse&#8221; zu ergrunden, oder wollten die einfach nur den &#8220;Boss&#8221; nicht dabei haben? Nun es wuerde sich zeigen.</p>
<p>Am naechsten Morgen kamen wir in Cagayan gegen 6 Uhr an und ich ging nach dem anlegen erst mal in die Carenderia gegenueber vom Stock Yard der Firma Horizon, die frueher mal Philipp Brothers hiess, um einen vernuenftigen Kaffee zu trinken &#8211; wobei man Nescafe wohl nicht als vernuenftigen Kaffee bezeichnen konnte aber verglichen mit dem &#8220;Muckefug&#8221; den die Crew so liebte, ist es ein &#8220;Goettertrank&#8221;.</p>
<p>Danach beobachtete ich das Entladen des Erzes, das ja nur in leere Zementsaecke gefuellt war, die vom Boot heruntergetragen wurden und in die Schaufel eines Schaufelladers geschuettet wurden und dann eben an einem getrennten Platz vom Hof aufgeschuettet wurde, bis die Proben gezogen waren. Dann wurde alles zu grossen Halden zusammen geschoben mit der Raupe. Das Entnehmen der Proben gestaltete sich sehr interessant; der zustaendige Mitarbeiter sollte eigentlich aus jeder Schaufel eine Probe ziehen, die dann gut durchgemischt werden und auf einer Flaeche von zirka einem Quadratmeter ausgebreitet wurde. Dieser Quadratmeter wurde in 16  &#8220;Kaestchen&#8221; geteilt, und aus jedem &#8220;Kaestchen&#8221; sollte dann  je eine kleine Probe entnommen werden, die dann zusammen den durchschnittlichen Chromgehalt bei der Analyse ergeben wuerden. Zumindest war es bei uns so gemacht worden. Aber Lena schien einen Sonderstatus zu haben, denn bei ihr wurde das anders gemacht. Der Mitarbeiter holte einfach einige Proben von einer anderen Halde mit wesentlich hoeherem Chromgehalt, lies es durch den &#8220;Crusher&#8221; laufen und verpackte das als Probe. &#8220;Oha, was laeuft denn da ab?&#8221; fragte ich mich und beschloss der Sache auf den Grund zu gehen. Aber dazu spaeter.</p>
<p>Nach dem Entladen des Erzes wurden dann von der Tankstelle 600 Liter Diesel bestellt, die genug fuer eine Rundfahrt nach Dinagat waren. Anschliessend ruhte sich die Crew aus um sich dann gegen 19 Uhr &#8220;landfein&#8221; zu machen und einige Girlie Bars zu besuchen. Raffi nahm mich auf die Seite und bat mich nichts zu erzaehlen in Paniog, das gehoere nun mal zum Seemannsleben und ich solle doch mitkommen. Das lehnte ich dankend ab und fragte ihn, ob er mal auf die Bar verzichten koenne und mir helfen wuerde das Geheimnis von Lenas Sonderstatus zu ergruenden. Er stimmte zu und wir fuhren mit einer Motorela zur Pension in der Lena uebernachtete. Dort unterhielten wir uns mit den Roomboys und die bestaetigten uns, dass Lena bei jeder Uebernachtung auch regelmaessig Besuch bekam. Es war immer der gleiche &#8220;Gentleman&#8221; der da aufkreuzte und der erschien immer gegen 9 Uhr abends. Wir setzten uns in das kleine Restaurant von dem man eine gute Uebersicht ueber die Treppe hatte, die zu den Stockwerken (es waren nur zwei) mit den Zimmern fuehrte. Und siehe da puenktlich um 9 Uhr erschien der Mitarbeiter von Horizon und begab sich auf das Zimmer von Lena. Dort blieb er im allgemeinen fuer etwa 2 Stunden um anschliessend zu Weib und Kindern zurueckzukehren. Na dass auf dem Zimmer nicht gebetet wurde, duerfte jedem klar sein und nun war auch klar, warum sie immer besonders hochwertiges Erz hatte. Solche &#8220;Naturalien&#8221; konnte ich natuerlich nicht anbieten und das ganze auf eine &#8220;Bestechungsebene&#8221;  stellen wollte ich sowiesso nicht. Allerdings konnte deses Wissen durchaus spaeter mal Vorteile liefern, wer weiss.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhren wir dann zurueck nach Dinagat. Dort ging es weiter mit laden,  nur fuhr ich die naechsten paar male nicht mit. Das Geschaeft mit dem Boot lief gut weiter und gegen Mitte des Jahres bekam ich einen Brief vom Barangay Captain von Agusan in Cagayan de Oro, der ueber die Bangka angeliefert wurde. Den hatte ich bei einem meiner Trips kennengelernt und der meinte, dass Pepsi verzweifelt nach Transportmoeglichkeiten ihrer Produkte fuer Dipolog suchen, denn beim Trucking hatten sie eine Bruchrate in der Gegend von 25% und das war zu hoch. Klar die Strassen nach Dipolog waren damals noch Piste und schlechte Piste dazu. Ich fuhr dann also bei der naechsten Erzlieferung mit nach Cagayan um mit dem guten Mann zu sprechen. Gemeinsam gingen wir zu Pepsi um mit den zustaendigen Leuten zu verhandeln. Sie boten 18 Pesos pro Kiste und wir stimmten zu eine Testfahrt zu machen.</p>
<p>Nach der naechsten Erzlieferung sollten wir also Pepsi laden und so geschah es dann auch. Wir waren am Pier in Agusan und ein Trailer Truck wartete darauf in unserem Boot zu verschwinden. Wir luden die 16 Paletten und hatten immer noch Platz und ein zweiter Trailer kam um auch in unser Boot geladen zu werden. Ingesamt brachten wir 28 Paletten (1756 Kisten) unter und das Boot war damit voll bis zum Limit.</p>
<p>Wir waren neugierig, wie wir finanziel aus der Sache &#8216;rauskaemen, denn die 18 Pesos pro Kiste waren einschliesslich be -und entladen.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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