14.Mai.2010

Dolly’s “Entfuehrung” 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am naechsten Morgen schickte meine Frau ein Telegram an ihre Schwester in Dinagat. Wir wussten, dass das mit der manuellen Auslieferung via Pumpboat nach Paniog mindestens 3-4 Tage dauern wuerde, aber es gab keine andere Moeglichkeit, da es kein Telefon dort gab. Danach kamen die Drei zurueck nach Maagnao.

Dort angekommen lief alles normal fuer vier Tage. Dolly hatte Hausarrest und wurde von unserer Maid in die Schule nach Alanib gebracht und dort auch wieder abgeholt. Sie durfte die Schule nicht verlassen, wenn unsere Helferin nicht dabei war. So hatte meine Frau auf dem Heimweg das mit der Schule besprochen.

Am fuenften Tag kam Josef ins Haus und begann erneut von Heirat zu sprechen. Inday und ich weigerten sich mit ihm zu reden, da er ja in Dolly’s “Entfuehrung” involviert war. (weiterlesen…)

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13.Mai.2010

Dolly’s “Entfuehrung” 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Nachdem seit Oktober 1991 alles auf der Farm besser lief, hielten wir nun auch unser Versprechen die 13 jaehrige Dolly, unsere Nichte, auf die High School zu schicken. An Allerheiligen war meine Frau wie jedes Jahr auf Dinagat und auf dem Rueckweg brachte sie Dolly mit.

Anfaenglich konnte sie natuerlich noch nicht in die Schule gehen, da das Schuljahr ja erst im Juni 1992 begann, aber wir regelten bereits alles mit der landwirtschaftlichen High School in Alanib. So half sie in der Zwischenzeit auf der Farm und im Haushalt und wir sparten das meiste des Verdienstes fuer sie, damit sie ausreichend Taschengeld haette, wenn es mit der Schule los ging.

Damals hatten wir neben Bano einen weiteren Stay-in Arbeiter. Junjun war ja nicht wie Bano zurueck gekommen. (weiterlesen…)

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06.Mai.2010

Stromversorgung in Bukidnon


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war im Jahr 1995 als wir endlich auch in Maagnao Strom bekamen. Ich kann mir heute gar nicht mehr so richtig vorstellen, wie ich von 1987 bis 1995 – mit Ausnahme des einen Jahres in Cagayan do Oro – immer ohne Strom leben konnte. Nachts hatten wir immer diese Kerosinlampen am brennen, die ja nun nicht allzuviel Licht geben. Wenn ich lesen wollte, zuendeten wir dazu noch einige Kerzen an. Und am Morgen waren dann die Nasenloecher schwarz vom Russ.

Aber damals war der Strom in Bukidnon nicht sehr stetig und ich will da einiges erzaehlen, was damals so vor gefallen war. (weiterlesen…)

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30.April.2010

Es gruent so gruen…… 10. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am 15. Juni verpflanzten wir unseren Broccoli und Eisbergsalat in das vorbereitete Feld neben dem Haus. Es waren gute 1400 Pflanzen und wir wollten sie gut pflegen, damit wir genug verdienen konnten fuer eine weitere und groessere Pflanzung. Da wir kein Geld fuer Chemikalien hatten, checkten wir jeden Morgen die Broccolipflanzen fuer Larven der Diamondback Moth. Was wir fanden wurde abgenommen und zerdrueckt. Giessen war nicht mehr notwendig, da es regelmaessig regnete. Statt Fungizid spritzten wir Knoblauchbruehe, die angeblich auch gegen Pilze helfen solle. Auf jeden Fall hatten wir keinerlei Pilzerkrankungen.

Die Wochen gingen vorbei und unsere Jungpflanzen wurden groesser und wir schienen Glueck zu haben, denn wir gewannen den “Kampf” gegen die ueble Motte. (weiterlesen…)

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29.April.2010

Es gruent so gruen….. 9. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Wie gesagt kamen noch einige Aufregungen auf uns zu. Da war zuerst die Sache mit dem Fisch. Meine Frau hatte vom Fischauto “frischen” Fisch gekauft, der dieses Praedikat wohl nicht verdiente. Wenige Minuten nach dem Abendessen begann ploetzlich Marions Gesicht nahezu monstroes anzuschwellen. Ich hatte keine Ahnung, was da los sei, und Rico meinte, dass er ploetzlich alles doppelt sehen wuerde. Auch die anderen klagten, dass sie sich nicht wohl fuehlten und da ich der einzige war, der keinen Fisch gegessen hatte, tippte ich sofort auf eine Fischvergiftung. Marions Gesicht schwoll immer weiter an und ich machte mir die groessten Sorgen. Aber wie ins Krankenhaus bringen, es war nachts und es gab keine Jeepneys um diese Zeit. Ich rief den Capatain und der kontaktierte den Krankenwagen in Lantapan, der fuer alles moegliche her genommen wurde aber nur sehr selten fuer Krankentransporte.  (weiterlesen…)

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28.April.2010

Es gruent so gruen….. 8. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

In den naechsten Wochen hatten wir sehr viel Arbeit mit unseren Pflanzen und es gab immer etwas zu ernten, auch wenn die Erloese nicht so meinen Vorstellungen entsprachen. Aber wir konnten vom Einkommen leben und weitere Pflanzungen finanzieren. Allerdings wollten wir uns in erster Linie auf hoeherwertige Feldfruechte spezialisieren und Sachen wie Kohl, Melonen, Bohnen usw. nicht mehr pflanzen. Mitte April saeten wir unseren Broccoli und unseren Eisbergsalat in Baggings. Nicht viel fuers erste Mal, da wir das ganze ja erst testen mussten.

Es war bereits in der zweiten Aprilhaelfte als unser Leben ploetzlich empfindlich gestoert wurde. Es war eines abends nach acht Uhr. Wir hatten soeben gegessen und sassen alle noch am Tisch. Ploetzlichte machte es Rumms und es klirrte. Keine fuenf Sekunden spaeter rummste und klirrte es ein zweites mal. Ich rannte zur Hausture hinaus um zu sehen was los war und da sah (weiterlesen…)

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27.April.2010

Es gruent so gruen….. 7. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war soweit. Die Tomaten sollten verpflanzt werden. 20.000 Pflanzen mussten in Schachteln und Kisten nach oben getragen werden. Natuerlich nicht alle auf einmal, aber innerhalb von drei Tagen sollte alles gepflanzt sein. Die Pflanzloecher waren fertig, der Huehnerdung schon vor zwei Wochen gestreut und wir stellten fuer drei Tage zehn Aushilfskraefte ein.

Morgens um sechs fingen wir an, um acht Uhr gab es Fruehstueck und dann wurde bis Mittag weiter gearbeitet. Ab ein Uhr ging es wieder los bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die Bananendeckel machten wir nicht selbst, sondern kauften sie fuer 80 Pesos pro 1000 Stueck. Bei der Trockenheit war das einfach ein Muss. (weiterlesen…)

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26.April.2010

Es gruent so gruen….. 6. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Bis jetzt wuchs und gedieh mit Banos Hilfe alles einfach fabelhaft und wir waren mehr als zufrieden. Wir waren nun in der ersten Maerzwoche und bereiteten die Pflanzloecher fuer die Tomaten vor, denn die sollten naechste Woche verpflanzt werden. Geregnet hatte es immer noch nicht und der Fluss fuehrte weniger Wasser als sonst. So vertieften wir das Flussbett vor dem Einlass und mit Hilfe einiger anderer Farmer auch den Kanal um mehr Wasser zu haben. Wir bauten auch einen kleinen Damm im Fluss um den Wasserstand zu erhoehen, wohl wissend, dass alles beim ersten heftigen Regen weg gewaschen werden wird. Es gab Arbeit praktisch jeden Tag fuer 12 Stunden und mehr und wir hatten mittlerweile auch Luisa am arbeiten und deren Freundin Judith.

Wir ernteten die ersten Zuckererbsen und Bohnen und ich brachte das alles nach Agora. (weiterlesen…)

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25.April.2010

Es gruent so gruen….. 5. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Rico und Inday kamen etwa drei Stunden spaeter zurueck und meinten, dass es wohl kein Wasserproblem mehr geben sollte. Meine Frage, wie sie den Farmer ueberredet haben, blieb aber unbeantwortet. Erst Monate spaeter erfuhr ich wie das ablief. Der Farmer war genauso widerspenstig gegen die Beiden wie vorher. Er hatte einfach keinen Gemeinschaftssinn. Dieser Kanal war von Freiwilligen aus dem Dorf gebaut worden, Freiwillige hielten den Kanal in Ordnung und diese Freiwilligen hatten ein Recht auf das Wasser. Wir hatten ja anfangs auch etliche Reparaturen am Kanal vorgenommen. Erst drohten sie ihm, dass er, da er ja noch nie mit gearbeitet hatte, kein Wasser mehr bekommen wuerde, was ihm egal war, da er sich nehme, wenn immer er Lust dazu habe. Aber meine Frau hatte sich vorher genauer ueber jenen Farmer erkundigt, und dessen Sohn hatte Dreck am Stecken. Er baute naemlich Marihuana an und verkaufte das an die jungen Leute in Malaybalay und Valencia. (weiterlesen…)

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24.April.2010

Es gruent so gruen…… 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Oben hatten wir nun sechs Hektar Land,  fertig zum Pflanzloecher machen, aber wir hatten noch keine Saemlinge. Aber da alles wie gemulcht war, hatte das auch keine ganz so grosse Eile. Die Tomaten sollten um den 15. Februar in die Baggings. Aber wir entschieden uns schon mal den Chinakohl zu saeen. Das ging folgendermassen von statten. Bano “schnitzte”  kleine kurze Stoecklein mit einer Spitze und einem “Absatz”. Wenn man die nun in die Erde der Baggings bis zum “Absatz” steckte, hatte man ein zirka fuenf Millimeter tiefes Loch. Wegen des Absatzes waren alle Loecher gleichmaessig tief. Dort kamen nun die Samenkoerner des Chinakohls hinein und mit einer kurzen Handbewegung wurde das Loch geschlossen. Danach wurde angegossen und alle Samen waren gleichmaessig tief “vergraben”. So bereiteten wir etwa 10.000 Saemlinge vor. Danach machten wir noch 4.000 Saemlinge mit Petersilie. (weiterlesen…)

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