20.April.2011

Christy


von Kai | Kategorie Erlebnisse

In der Geschichte vom Tod meines Freundes Claus wurde Christy ja schon erwaehnt, aber es gibt viel mehr ueber sie zu erzaehlen, als was dort steht.

Zum ersten Mal traf ich Christy 2003. Damals arbeitete sie bei EPCI Bank und sie kam mit einer Kollegin vorbei um uns einen Investmentfond der Bank anzubieten. Esther, meine Bankerin, hatte mich auf ihr Kommen bereits hin gewiesen. Wir hatten allerdings am Fond kein Interesse.

Wir sahen Christy dann fuer einige Zeit nicht, da sie ja in einer anderen Zweigstelle arbeitete und ich immer alles ueber meine abwickelte und Esther sich um alles kuemmerte. Claus war allerdings in Christys Zweigstelle und erwaehnte sie gelegentlich. Irgendwann im Herbst 2004 erwaehnte Claus, dass er Christy Geld geliehen hatte und sie die Zinsen immer sehr unpuenktlich bezahlte. Ich riet ihm, doch das Geld einzufordern, auch ratenweise, denn ich hatte das Gefuehl, dass Claus frueher oder spaeter bei ihr einen groesseren Verlust erleiden wuerde. (weiterlesen…)

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07.April.2011

Der Tod von Claus 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf vom Beerdigungsunternehmer, der wohl entweder mit der Ex oder mit dem Sohn gesprochen hatte, und der teilte mir mit, dass wir in Zukunft “in charge” waeren. Ich habe damals natuerlich nicht ausgeschlossen, dass die Bezahlung dabei eine grosse Rolle spielte.

Meist kamen die Leute der Ex erst am Abend und auch die “Tochter samt Mutter” tauchte erst spaetnachmittags oder Abends auf. Zumindesr gab es an diesem Abend keinen Streit. Selbst als ich bemaengelte, dass ich Saufen und Karten spielen nicht dulden werde, wurde das stillschweigend befolgt.

Zwei Tage spaeter stand die Ankunft des Sohnes auf dem Programm und ich machte mit ihm aus, dass wir ihn vom Flughafen abholen wuerden. Anhand der Passkopie, die er in Zusammenhang mit der Power of Attorney gefaxt hatte, wusste ich ja wie er aussah. (weiterlesen…)

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05.April.2011

Der Tod von Claus 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war Montag geworden und nachdem Claus zu Mittag gegessen hatte, kamen am Nachmittag auch Marion und meine Frau ins Krankenhaus. Claus war sehr lebhaft und beim Reden bewegte er seine Arme im altgewohnten “Windmuehlenstil”. Claus hatte immer eine sehr ausgepraegte Art mit den Haenden zu reden. Es ging ihm schon recht gut und nach dem Essen hatte die Aerztin gesagt, dass er morgen in ein normales Zimmer kommen sollte. Wir waren alle recht froh, dass die Krise vorbei war und Claus sich auf dem Weg der Besserung befand.

Meine Frau hatte eine sehr angeregte Unterhaltung mit Claus und Marion “filmte” das ganze, da sie ja ihr neues Handy bekommen hatte. Es war zum ersten mal, dass sie eine Videofunktion im Handy hatte. Den Film haben wir uns noch Jahre danach immer wieder mal angesehen.

Gegen vier Uhr nachmittags wurde Claus unruhig. Er wollte unbedingt nach Hause, was natuerlich nicht moeglich war. Die Aerztin kam und Claus musste ein Beruhigungsmittel nehmen, da er einfach zu aufgedreht war. (weiterlesen…)

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03.April.2011

Der Tod von Claus 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am fruehen Nachmittag kam Apple ins Krankenhaus. Apple erzaehlte mir zuallererst, dass die Ex von Claus auf der Bank war und versuchte 5.000 Euro vom Konto abzuheben. Als Apple ihr klar machte, dass das ohne die Unterschrift von Claus nicht ginge, war sie ziemlich veraergert und beschimpfte unseren Freund, so dass auch andere Leute auf sie aufmerksam wurden. Anschliessend gingen wir zusammen zum ICU. Zum Glueck waren weder die “Tochter” noch die Ex anwesend und so konnten wir mit Claus alles sehr schnell klaeren. Apple ging zurueck zur Bank und mein Schwager uebernahm den “Dienst” im Krankenhaus. Abends schaute ich wieder bei ihm vorbei und er machte Fortschritte.

Am naechsten Morgen war ich dann wieder im Spital und Claus bat mich die Ex nach dem Geldbeutel zu fragen. Als sie spaeter kam, machte ich das und wurde erwartungsgemaess von ihr angeschnauzt, was mich das angehe. Ich zeigte ihr den Zettel um zu beweisen, dass ich das auf Bitten von Claus machte, aber das beeindruckte sie nicht. (weiterlesen…)

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01.April.2011

Der Tod von Claus 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war der 28. Oktober 2005 etwa 10 Minuten nach Mitternacht. Ich war noch wach und las. Meine Frau war im Bad um sich fuer das Bett vorzubereiten.  Die Kinder schliefen und auch im Nebengebaeude war alles ruhig. Dort schliefen wie immer einige meiner Mitarbeiter.

Ploetzlich ging der Messagealarm an meinem Handy los und ich schaute verwundert auf und fragte mich wer wohl zu solch nachtschlafender Zeit texten wuerde. Ich oeffnete die Nachricht und dort stand ein einziges Wort: “Help!” Die Nachricht kam von Claus, meinem besten und bis dahin auch einzigen “auslaendischen” Freund. Meine anderen Bekannten und Freunde waren alle Pinoys.

Ich dachte kurz nach und wusste, dass ich das ernst nehmen muss, Claus wuerde mit so etwas nie seine Scherze machen. Ich dachte eigentlich zuerst, dass ein Ueberfall oder so etwas stattfinden wuerde, insbesondere da Claus vor zwei Tagen groessere Streitereien mit einem moslemischen Handwerker hatte und die solche Sachen uebel nehmen koennen und eben eine Revanche planen koennten. (weiterlesen…)

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28.Oktober.2009

Als zwei Adam und Eva spielten…. 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Mein verstorbener Freund Claus erzaehlte mir vor etlichen Jahren eine Geschichte, die sich absolut unglaublich anhoerte. Ich konnte den Wahrheitsgehalt  der Story aber von einigen Reportern bestaetigt bekommen und so wie es hier geschrieben wird, ist es tatsaechlich geschehen.

Irgendwann mitte der achtziger Jahre (1986?) war ein deutsches Ehepaar auf den Philippinen angekommen und war in den Sueden Mindanaos gereist. Sie hatten eine vierjaehrige Tochter namens Nicole, zudem war die Frau – sie hiess uebrigens Monika – schwanger. Der Ehemann – Helmut genannt – war in Deutschland kaufmaennischer Angestellter gewesen, Monika hatte bis zur Entbindung als Kellnerin gearbeitet und war danach – zumindest voruebergehend – Hausfrau und Mutter. (weiterlesen…)

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27.Oktober.2009

Als zwei Adam und Eva spielten…. 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am naechsten Morgen bereitete die Frau von Claus das Fruehstueck und rief die Muellers aus ihrem Zimmer, aber als die sahen, was auf dem Tisch stand, dankten sie und meinten, sie wuerden wohl doch lieber das essen, an das sie alle gewohnt seien. Sie warteten also, bis die anderen Familienmitglieder alle gegessen hatten, und machten sich dann auf dem Kuechentisch breit. Gemuese, Fleisch, Fisch, Obst und allerlei anderes wurde aus Tueten genommen und auf dem Tisch ausgebreitet. Davon wurde aber nichts gekocht oder gar gewaschen. Alles wurde roh gegessen und nur mit den Haenden, wobei die aber vorher auch nicht gewaschen worden waren. (weiterlesen…)

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26.Oktober.2009

Als zwei Adam und Eva spielten…. 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Wie ueblich machten die Muellers aus jeder Mahlzeit einen riesigen Verhau und ab dem zweiten Tag entschloss sich Vicky bei ihren Geschwistern im anderen Haus zu essen. Claus konnte sich nicht an die Schlampereien gewoehnen, aber weder zureden noch schelten half etwas. Am dritten Tag begann es im Haus zu stinken und Claus ging der Sache nach. Im Zimmer der Muellers lag wie vorher alles auf dem Fussboden herum und mitten in dem Tohuwabohu lagen einige “Kackhaufen”. Nun wurde Claus echt sauer und verpasste Helmut einen ordentlichen Anschiss und forderte ihn auf  in den Schweinestall zu kacken, wenn er schon keine Toilette benutzen mochte. (weiterlesen…)

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25.Oktober.2009

Als zwei Adam und Eva spielten…. 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Claus schwieg nach dieser Eroeffnung erst mal verbluefft fuer einen Moment um dann ‘rauszuplatzen, dass die Muellers wohl wieder in die Waelder gezogen sind.  Die Beamten vom Immigration Buero schauten unglaeubig, weil sich wohl keiner so recht vorstellen konnte, wie jemand freiwillig im Urwald leben wollte.  “Schaut doch mal und denkt logisch,” sagte Claus, “der Helmut hatte mir ja mitgeteilt, dass er in die Berge  zurueck wolle und die geklauten Gebrauchsgegenstaende deuten auch darauf hin”.  Die Frage war nur, wohin sie diesesmal gewandert sind. Damals war der Sueden von Mindanao noch voller Waelder und es gab viele Moeglichkeiten sich darin zu verlieren.  (weiterlesen…)

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