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	<title>Phil-Life.net &#187; claus</title>
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		<title>Christy</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 04:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Geschichte vom Tod meines Freundes Claus wurde Christy ja schon erwaehnt, aber es gibt viel mehr ueber sie zu erzaehlen, als was dort steht. Zum ersten Mal traf ich Christy 2003. Damals arbeitete sie bei EPCI Bank und sie kam mit einer Kollegin vorbei um uns einen Investmentfond der Bank anzubieten. Esther, meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Geschichte vom Tod meines Freundes Claus wurde Christy ja schon erwaehnt, aber es gibt viel mehr ueber sie zu erzaehlen, als was dort steht.</p>
<p>Zum ersten Mal traf ich Christy 2003. Damals arbeitete sie bei EPCI Bank und sie kam mit einer Kollegin vorbei um uns einen Investmentfond der Bank anzubieten. Esther, meine Bankerin, hatte mich auf ihr Kommen bereits hin gewiesen. Wir hatten allerdings am Fond kein Interesse.</p>
<p>Wir sahen Christy dann fuer einige Zeit nicht, da sie ja in einer anderen Zweigstelle arbeitete und ich immer alles ueber meine abwickelte und Esther sich um alles kuemmerte. Claus war allerdings in Christys Zweigstelle und erwaehnte sie gelegentlich. Irgendwann im Herbst 2004 erwaehnte Claus, dass er Christy Geld geliehen hatte und sie die Zinsen immer sehr unpuenktlich bezahlte. Ich riet ihm, doch das Geld einzufordern, auch ratenweise, denn ich hatte das Gefuehl, dass Claus frueher oder spaeter bei ihr einen groesseren Verlust erleiden wuerde. <span id="more-2688"></span>Claus folgte meinem Rat nicht und so passierte, was zu erwarten war.  Im Juni 2005 verkuendigte Claus dann stolz, dass Christy alles zurueck gezahlt hatte und er ihr kein Geld mehr leihen wuerde. Recht hatte er ja, denn wenn man Geld verleiht, dann eben nur an Menschen, die sich als zuverlaessig erwiesen haben. Christy baute zu der Zeit neben dem neuen Haus von Claus ein Badmintonzentrum mit Restaurant und einigen Shops drin. Das kostete um die 15 Millionen und ich machte mir mal die Muehe eine moegliche Rendite auszurechnen, aber selbst bei bestem Geschaeftsgang wuerde man mit Mueh und Not nur die Kapitalkosten erwirtschaften koennen. Von &#8220;Capital Return&#8221; und &#8220;Gain&#8221; keine Spur. Das war mal wieder eine Unternehmung, die ohne weiteres Nachdenken begonnen worden war.</p>
<p>Finanziert wurde das Ganze nicht mit eigenem Kapital sondern mit Krediten von der Bank und von Privatleuten, wobei alle moeglichen Landtitel als Sicherheiten dienten, denn da hatte sie nach dem Tod ihrer Tante eine ganze Reihe geerbt. Auch das Grundstueck, auf dem Claus gerade sein Haus baute war eines dieser Grundstuecke. Claus hatte das voll bezahlt, aber er war Deutscher und konnte kein Land besitzen. Deswegen machte er mit Christy aus, dass er den Titel erst verlangen wuerde, wenn seine &#8220;Adoptivtochter&#8221; 18 wuerde, und dann koennte man das Ganze auf sie umschreiben. Sicherlich kein schlechter Gedanke, aber nun kommt eben der &#8220;Hammer&#8221;: Es gab keinen Kaufvertrag und keinerlei schriftliche Unterlagen ueber diesen &#8220;Deal&#8221;. Wie ja schon erwaehnt war Claus im Geldverleih taetig und hatte zum Zeitpunkt seines Todes Millionen von Aussenstaenden. Auch ueber diese &#8220;Verleihgeschichten&#8221; gab es keinerlei schriftliche Vertraege. Der sonst ach so &#8220;genaue Claus&#8221;, der von allen Verwandten, Bekannnten und Freunden Genauigkeit verlangte, hatte hier uebelst gepfuscht. Und dieser Pfusch mit dem Grubdstueck sollte am Ende sehr teuer werden.</p>
<p>Im September 2005 laesterte Claus einmal mehr ab, dass Christy ihre Schulden nicht bezahlen wuerde. &#8220;Was&#8221; unterbrach ich ihn, &#8220;du hast doch der nicht etwa wieder Geld geliehen?&#8221; Claus nickte und ich schalt ihn: &#8220;Nachdem du schon Schwierigkeiten beim letzten Mal hattest und dir vor genommen hattest nichts mehr zu geben, leihst du ihr schon wieder was? Wieviel denn?&#8221; &#8220;1,9 Millionen!&#8221; kam kleinlaut die Anywort. &#8220;Du hast sie doch nicht alle&#8221; warf ich ihm an den Kopf, &#8220;die Kohle kannst du dir wohl abschminken, da mir Apple erst vor ein paar Tagen gesagt hatte, dass Christy in Schwierigkeiten stecke.&#8221; &#8220;ich werde ihr dieses Mal aber wirklich nichts mehr geben,&#8221; warf er ein &#8220;vorausgesetzt ich kann diese Aussenstaende kassieren.&#8221; &#8220;Viel Glueck dabei,&#8221; meinte ich lakonisch.</p>
<p>Christy hatte natuerlich alle Titel verpfaendet, und so war auch der Titel von Claus&#8217; Grundstueck als Sicherheit bei der Bank gelandet. Aber oh weh, sie hatte zwei Titel vom selben Grundstueck und der zweite Titel war an eine reiche Familie als Sicherheit vergeben worden. Das wusste Claus damals noch nicht und wir hatten das auch erst nach seinem Tod erfahren.</p>
<p>Am 7. November war Claus gestorben (<a href="http://www.phil-life.net/2011/04/01/der-tod-von-claus-1-teil/" target="_self">siehe hier</a>)  und danach sollte es wirklich chaotisch werden. Wie schon erzaehlt, hatte Christy sich ja schriftlich verpflichtet das Grundstueck samt Haus zu erwerben als sogenannten &#8220;Repurchase&#8221; und die 1,7 Millionen Schulden waren da auch mit drin in diesem Vertrag. (200k hatte sie ja bereits an das Krankenhaus bezahlt gehabt) Aber es kam wie es kommen musste; Christy war in grossen finanziellen Schwierigkeiten und durch das doppelte Vergeben von Titeln verschiedenster Laendereien war sie dermassen ueberbelastet, dass an eine Rueckzahlung ueberhaupt nicht zu denken war. So verstrich auch der Termin zum Rueckkauf von Claus&#8217; Grundstueck und dann passierte es. Christy verschwand! Eines Tages war sie weg samt der Familie und kein Mensch wusste, wo sie abgeblieben war. Die Bank lief Amok und Apple und Esther hielten mich auf dem Laufenden. Als es eine Revision gab, stellte die EPCI Bank fest, dass Christy still liegende Konten gemolken hatte und da bei still liegenden Konten jede Transaktion genehmigt werden musste, unterzeichnete sie das selbst, da sie als Assistant Manager dazu befugt war. Insgesamt ergaunerte sie sich auf diese Art ueber 30 Millionen Pesos. Wenn man dann noch die Bank- und die privaten Schulden dazu zaehlt, hatte sie ueber 80 Millionen Aussenstaende liegen, von denen im besten Fall 20 Millionen durch Sicherheiten abgedeckt waren, aber diese Sicherheiten noch viele Jahre durch Prozesse gebunden sein wuerden.</p>
<p>Eine der Schuldnerinnen schnappte sich in einer Nacht und Nebelaktion das Haus von Claus und mit drei &#8220;Claimants&#8221; konnte das vor Gericht nur chaotisch werden. Es ist auch heute noch chaotisch und die Anwaelte sind kein Stueck weiter gekommen. Besitz ist nun mal 80% des Gesetzes. Die Erben von Claus duerften wohl leer ausgehen.</p>
<p>Christy war angeblich erst in Pampanga, dann in Ilocos, wo sie einen nahmhaften Politiker sehr gut kannte und dann angeblich in Japan. Wo sie wirklich steckt, weiss kein Mensch und bis heute hat sie sich nicht gemeldet. Das wird sie auch schoen bleiben lassen, warten doch ueber 20 Haftbefehle aus den verschiedensten Klagen auf sie.</p>
<p>Wahrscheinlich lebt sie ganz woanders wie die Made im Speck und lacht sich eins ueber die Dummheit ihrer Geldgeber.</p>
<p>The End</p>

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		<title>Der Tod von Claus 4. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 07:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf vom Beerdigungsunternehmer, der wohl entweder mit der Ex oder mit dem Sohn gesprochen hatte, und der teilte mir mit, dass wir in Zukunft &#8220;in charge&#8221; waeren. Ich habe damals natuerlich nicht ausgeschlossen, dass die Bezahlung dabei eine grosse Rolle spielte. Meist kamen die Leute der Ex erst am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf vom Beerdigungsunternehmer, der wohl entweder mit der Ex oder mit dem Sohn gesprochen hatte, und der teilte mir mit, dass wir in Zukunft &#8220;in charge&#8221; waeren. Ich habe damals natuerlich nicht ausgeschlossen, dass die Bezahlung dabei eine grosse Rolle spielte.</p>
<p>Meist kamen die Leute der Ex erst am Abend und auch die &#8220;Tochter samt Mutter&#8221; tauchte erst spaetnachmittags oder Abends auf. Zumindesr gab es an diesem Abend keinen Streit. Selbst als ich bemaengelte, dass ich Saufen und Karten spielen nicht dulden werde, wurde das stillschweigend befolgt.</p>
<p>Zwei Tage spaeter stand die Ankunft des Sohnes auf dem Programm und ich machte mit ihm aus, dass wir ihn vom Flughafen abholen wuerden. Anhand der Passkopie, die er in Zusammenhang mit der Power of Attorney gefaxt hatte, wusste ich ja wie er aussah. <span id="more-2677"></span>Das Flugzeug landete puenktlich und nun sah ich dass auch die Exfrau zum Abholen gekommen war. Das ergab aber kein Problem, da der Sohn nur kurz mit der Ex sprach und dann mit uns in die Stadt fuhr. In der Stadt quartierte ich ihn erst einmal im Sidney Hotel ein. Spaeter am nachmittag trafen wir uns beim Bestatter, der ganz in der Naehe des Hotels wohnte. Danach fuhren wir mit Apple zum Haus von Claus. Der Sohn gab Apple ein altes Wagenrad, dass Claus als Verzierung im Wohnzimmer hatte. Mir gab er auch einige Kleinigkeiten. Ein alter Tisch und ein Beistellwagen (beides echte Antiquitaeten) wurden vorerst bei mir untergestellt, denn die wollte der Sohn nach Deutschland verschiffen lassen.</p>
<p>Am naechsten Tag stand ein Treffen mit der Ex und der &#8220;Tochter&#8221; beim Anwalt an. Ein extrajudicial Settlement sollte ausgearbeitet werden. Claus hatte noch ein Schliessfach bei der Bank und das konnte ohne das Settlement nicht geoeffnet werden. Auch die Erbschaft konnte nicht verteilt werden ohne dieses Dokument. Man wurde sich beim Anwalt sehr schnell einig und alle unterzeichneten das Dokument. Gesetzlich hatte die Tochter ja keinen Anspruch, da sie nie legal adoptiert worden war, aber der Sohn erlaubte ihr den gesetzlichen Anteil, da sie ja wie eine Tochter behandelt worden war. Da die Ehe in Deutschland geschlossen worden war, betrug der gesetzliche Anteil der Frau 25%, die restlichen 75% teilten der Sohn und die Tochter. Danach gingen alle zur Bank &#8211; ich war bei der ganzen Aktion nicht anwesend &#8211; um in das Schliessfach zu schauen. Die Enttaeuschung war sehr gross, denn im Schliessfach fand sich nur der Reisepass von Claus sonst nichts.</p>
<p>Am folgenden Tag war der Gedenkgottesdienst von Claus angesagt. Da er ein Baptist geworden war, wurde der Gottesdienst auch in deren Kirche abgehalten. Der Sarg war vorne aufgebahrt, der Priester hielt eine ergreifende Rede und die Ex und ich sagten auch ein paar Worte.  Anschliessend blieb der Sohn noch eine Weile in der Kirche alleine um eine letzte Zwiesprache mit seinem Vater zu halten. Danach wurde der Sarg, der nun verschlossen war, zum Bestattungsunternehmer fuer die letzte Totenwache zurueck gebracht.</p>
<p>Am naechsten Morgen gegen 5 Uhr frueh wurde der Sarg, begleitet von Tochter, Sohn und Ex, nach Davao zum Krematorium gebracht, wo der Leichnam verbrannt wurde. Die Asche wurde vorerst von der Tochter &#8220;verwaltet&#8221;, sollte aber die Tage in der Sarangani Bay verstreut werden.</p>
<p>Ich uebernahm nun das Verkaufen der persoenlichen Dinge, die die Erben nicht haben wollte. Davon durfte ich dann alle meine Kosten abziehen und hatte den Rest des Geldes an den gemeinsamen Anwalt zu uebergeben. Der hatte noch einiges zu tun, da der Titel des Grundstueckes nie umgeschrieben worden war und nicht mal ein Kaufvertrag existierte. Also sprach der zu allererst mit Christy, die das Grundstueck an Claus verkauft hatte und die stimmte einem Rueckkauf zu, der dann gleich vertraglich organisiert wurde, da es ansonsten ja keinen Nachweis ueber das Eigentum des Grundstueckes gab. Nun gab es diesen Beweis wenigstens im &#8220;Agreement to Repurchase&#8221;. Zudem versicherte Christy in schriftlicher Form die ausstehenden Krankenhauskosten zu begleichen, was sie am naechsten Tag per Scheck auch machte. Schliesslich hatte Christy ja S noch ausstehende Schulden von 1,7 Millionen.</p>
<p>Zwei Tage spaeter war es soweit und wir fuhren nach Alabel um ein Boot zu mieten und die Asche von Claus in der Bay zu zerstreuen. Wir fanden  auch ein Boot und da die Wellen ziemlich hoch waren, wollte der Eigentuemer 500 Pesos haben. Der Sohn wollte nicht verhandeln und bezahlte den geforderterten Preis und so fuhren wir los. Meine Frau lieb zurueck aber der Sohn, die &#8220;Tochter&#8221; und die Ex waren dabei und mitten in der Bay verstreute das Maedel die Asche im Meer. Die Wellen waren sehr hoch und so kamen wir alle patschnass zum Ufer zurueck Ich musste in Unterhosen nach Hause fahren, da ich mir die Sitze des damals doch neuen Autos nicht versauen wollte.</p>
<p>Damit war Claus endgueltig von uns gegangen, aber die Erbschaftsangelegenheiten insbesonders wegen des Hauses und einiger damit verbundenen Vorkommnisse sollten sich noch lange hin ziehen und da der Sohn mich zu seinem Vertreter bestimmte, hatte ich auch noch lange damit zu tun. Aber das werde ich eines Tages unter dem Thema Christy erzaehlen, denn da war noch sehr viel passiert. Die Gaunereien und Betruegereien, die sich da noch ergaben (die meisten hatten mit Claus nichts zu tun) waren schon jenseits von Gut und Boese. Der Sohn flog am naechsten Tag nach Hause, wir vekauften den Hausrat und etliches an anderen Dingen und bekamen am Ende alle unsere Auslagen fuer Krankenhaus und Beerdigung zurueck und zahlten das uebrige Geld an den Anwalt, der das an die Erben weiter leitete. Waehrend der Verkaufaktion stellte ich fest, dass das noch zu montierende Dach fuer die Garage und den Eingangsbereich fehlte. Spaeter erfuhren wir, dass die Ex das schon abgeholt hatte. Auch die Handpumpe im Garten fehlte.</p>
<p>Claus war tot, aber die &#8220;Nachbeben&#8221; sollten noch lange zu spueren sein.</p>
<p>The End!</p>

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		<title>Der Tod von Claus 3. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 10:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war Montag geworden und nachdem Claus zu Mittag gegessen hatte, kamen am Nachmittag auch Marion und meine Frau ins Krankenhaus. Claus war sehr lebhaft und beim Reden bewegte er seine Arme im altgewohnten &#8220;Windmuehlenstil&#8221;. Claus hatte immer eine sehr ausgepraegte Art mit den Haenden zu reden. Es ging ihm schon recht gut und nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war Montag geworden und nachdem Claus zu Mittag gegessen hatte, kamen am Nachmittag auch Marion und meine Frau ins Krankenhaus. Claus war sehr lebhaft und beim Reden bewegte er seine Arme im altgewohnten &#8220;Windmuehlenstil&#8221;. Claus hatte immer eine sehr ausgepraegte Art mit den Haenden zu reden. Es ging ihm schon recht gut und nach dem Essen hatte die Aerztin gesagt, dass er morgen in ein normales Zimmer kommen sollte. Wir waren alle recht froh, dass die Krise vorbei war und Claus sich auf dem Weg der Besserung befand.</p>
<p>Meine Frau hatte eine sehr angeregte Unterhaltung mit Claus und Marion &#8220;filmte&#8221; das ganze, da sie ja ihr neues Handy bekommen hatte. Es war zum ersten mal, dass sie eine Videofunktion im Handy hatte. Den Film haben wir uns noch Jahre danach immer wieder mal angesehen.</p>
<p>Gegen vier Uhr nachmittags wurde Claus unruhig. Er wollte unbedingt nach Hause, was natuerlich nicht moeglich war. Die Aerztin kam und Claus musste ein Beruhigungsmittel nehmen, da er einfach zu aufgedreht war. <span id="more-2667"></span>Als Claus dann eingeschlafen war, fuhren wir wieder nach Hause.</p>
<p>Abends um sieben fuhren wir mit den Kindern zurueck ins Krankenhaus. Am Eingang zum ICU stand Apple. Als ich fragte was los sei, meinte er nur, dass keiner ins ICU duerfe im Moment. Einige Minuten spaeter kam Alan und wir standen mit einigen Leuten vor dem Eingang. Eine Schwester kam und rief mich und Inday nach innen. Als wir in das Abteil kamen, in dem Claus lag, kniete eine Schwester ueber Claus und gab Herzmassage. Claus war wieder intubiert und Dr. Adarna stand da mit den Elektroschockpaddel in der Hand. Die Schwester unterbrach ihre Massage und die Aerztin hielt die Paddel gegen die Brust von Claus und rief: &#8220;Clear!&#8221; Claus&#8217; Koerper huepfte im Bett und die Schwester machte mit der Herzmassage weiter. Fuer etwa 20 Minuten muehte sich das Team ab, unseren Freund wieder zu beleben, dann gaben sie auf. Claus war tot. Die Aerztin meinte, dass nur wenige Minuten bevor wir kamen, ein zweiter Infarkt zum Herzstillstand fuehrte. Ich ging hinaus und liess Apple und Alan kommen. Georgie, eine gemeinsame Freundin von Claus und uns war auch da. Im ICU standen wir alle da wie belaemmert. Traenen flossen und Georgie las etwas aus der Bibel vor. Dann kam die &#8220;Tochter&#8221; von Claus. Sie wirkte fast unbeteiligt, als ob sie nicht verstand, was passiert war. Eine halbe Stunde spaeter wurde Claus in ein weisses &#8220;Bodybag&#8221; gepackt und in das Haeuschen fuer die Toten gebracht. Die Ex von Claus war noch in Hongkong</p>
<p>Am naechten Morgen holte das Beerdigungsinstitut, das wir beauftragt hatten Claus ab, aber erst nachdem Apple dem Krankenhaus die Zahlung aus der Erbschaft versichert hatte. Nachdem Claus im Beerdigungsinstitut war, suchten wir einen Sarg aus und da ich wusste, dass Claus im Falle seines Todes verbrannt werden wollte, bekamen wir dann einen Preis der alles mit einschloss: Das Embalming, der Sarg, Transport nach Davao, Verbrennung und zurueck bringen der Asche in einer Urne.</p>
<p>Am fruehen Nachmittag rief ich dann beim Sohn vom Claus in Deutschland an. Die Nummer fand ich im Handy von Claus. Der Sohn war gerade in den USA geschaeftlich unterwegs, hatte aber sein Handy auf &#8220;roaming&#8221;. Als ich erzaehlte, was passiert war, sagte er zu allererst &#8220;Scheisse, jetzt kommt dieses Risiko bei meinen Risikofaktoren auch noch dazu&#8221;. Ich meinte er solle das nicht so eng sehen, da sein Vater ja schon 64 gewesen war. Ich bat ihm mit eine Power of Attorney zu faxen, damit ich alles bezueglich Beerdigung ein die Wege leiten konnte. Das tat er dann auch einige Stunden spaeter.</p>
<p>Als wir dann am Abend zum Beerdigungsinstitut kamen, war Claus bereits im Sarg aufgebahrt. An diesem Abend war noch niemand aus dem Umfeld seiner Exfrau da und so hatten wir Claus wohl ein letztes mal &#8220;fuer uns&#8221;. Der Beerdigungsunternehmer hatte Claus nett hergerichtet, und da Claus Zeit seines Lebens Brillentraeger war, hatte er ihm diese auch aufgesetzt.</p>
<p>Am naechsten Nachmittag erschien auch seine Ex und hat als erstes die Brille entfernen lassen, die Claus immer getragen hatte. Danach versuchte sie das organisatorische alles an sich zu nehmen mit dem Hinweis, dass sie als Ex die groesseren Rechte habe. (Hat sie ja auch, da die beiden nicht geschieden waren) Und ihre zweite Amtshandlung war uns zu &#8220;entfernen&#8221;. &#8220;In Ordnung&#8221; sagte ich, &#8220;aber dann werde ich auch die Beerdigung nicht bezahlen.&#8221; Ausserdem zeigte ich ihr die Power of Attorney, aber sie weigerte sich auch nur einen Blick drauf zu werfen. Ich informierte den Bestattungsunternehmer, dass wir forthin nicht mehr zustaendig seien, und dass die Ex vom Claus alles uebernehmen wuerde. &#8220;Auch die Bezahlung?&#8221; fragte er. &#8220;Ich werde auf jedenfall nicht bezahlen, da ich hier unerwuenscht bin!&#8221; Sprachs und verschwand mit meiner Frau in Richtung &#8220;Heimat&#8221;.</p>
<p>Zu Hause rief ich dann den Sohn an und informierte ihn ueber die weitere Entwicklung. Der hatte sich mittlerweile entschlossen zu kommen und wuerde zwei Tage vor der Beerdigung ankommen. Er meinte auch, dass er die Ex anrufen wuerde und mit ihr reden, da er nicht wollte, dass sie irgendetwas dort machte. Sie war seit acht Jahren von seinem Vater getrennt und haette wohl keinerlei moralisches Recht die &#8220;trauernde Witwe&#8221; zu spielen.</p>
<p>Am naechsten Tag schauten nur die anderen Freunde bei der &#8220;Totenwache&#8221; vorbei, wir hielten uns fern. Am liebsten waere ich ueberhaupt nicht mehr hin gegangen.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Der Tod von Claus 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 05:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am fruehen Nachmittag kam Apple ins Krankenhaus. Apple erzaehlte mir zuallererst, dass die Ex von Claus auf der Bank war und versuchte 5.000 Euro vom Konto abzuheben. Als Apple ihr klar machte, dass das ohne die Unterschrift von Claus nicht ginge, war sie ziemlich veraergert und beschimpfte unseren Freund, so dass auch andere Leute auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am fruehen Nachmittag kam Apple ins Krankenhaus. Apple erzaehlte mir zuallererst, dass die Ex von Claus auf der Bank war und versuchte 5.000 Euro vom Konto abzuheben. Als Apple ihr klar machte, dass das ohne die Unterschrift von Claus nicht ginge, war sie ziemlich veraergert und beschimpfte unseren Freund, so dass auch andere Leute auf sie aufmerksam wurden. Anschliessend gingen wir zusammen zum ICU. Zum Glueck waren weder die &#8220;Tochter&#8221; noch die Ex anwesend und so konnten wir mit Claus alles sehr schnell klaeren. Apple ging zurueck zur Bank und mein Schwager uebernahm den &#8220;Dienst&#8221; im Krankenhaus. Abends schaute ich wieder bei ihm vorbei und er machte Fortschritte.</p>
<p>Am naechsten Morgen war ich dann wieder im Spital und Claus bat mich die Ex nach dem Geldbeutel zu fragen. Als sie spaeter kam, machte ich das und wurde erwartungsgemaess von ihr angeschnauzt, was mich das angehe. Ich zeigte ihr den Zettel um zu beweisen, dass ich das auf Bitten von Claus machte, aber das beeindruckte sie nicht. <span id="more-2660"></span>Immer wieder betonte sie, dass sie die &#8220;legale Frau&#8221; sei und ich nur ein Freund, den das eigentlich nichts angehe. Sie verwies mich dann aus dem Krankenhaus und verbat sich jede weitere &#8220;Einmischung&#8221;. Zu Hause erzaehlte ich das alles meiner Frau und wir waren uns sehr schnell einig mit unserer Einschaetzung. Es ging ihr nur um die Kohle.</p>
<p>Am naechsten Morgen bekam ich einen Anruf vom Krankenhaus und wurde gebeten zu kommen. Claus wollte uns da haben und der Arzt versprach mit der Ex zu reden, die unsere Gegenwart eben nicht haben wollte. Als die EX am spaeten Nachmittag kam, durfte sie Claus nicht sehen und musste warten, bis der Arzt mit ihr gesprochen hatte, was sie weiter veraergerte. Die Schuld daran gab sie natuerlich uns. Claus koenne ja keine Wuensche aeussern, da er eh nicht &#8220;zurechnungsfaehig&#8221; sei, meinte sie.</p>
<p>Seit acht Jahren lebten die beiden getrennt. Claus hatte wegen ihrer Familie sein ganzes Geld verloren. (Das waren immerhin 280.000 DM, was 1981, als Claus auf die Philippinen kam, eine Menge Geld war, stand der Dollar doch damals auf etwas mehr als 6 Pesos und die Mark bei etwa 3.50.) Seit der Trennung ging es bei den Kontakten nur um die &#8220;adoptierte Tochter&#8221; und sonst nichts. Die Absichten der Frau duerften jedem klar sein, da sie ja schon 50k abgehoben hatte und das auch nur, weil Claus immer noch die gleiche PIN verwendete, wie damals, als sie noch zusammen lebten. Die Kohle lockte und ebenso das neu gebaute, sehr grosse Haus.</p>
<p>Am naechsten Tag eroeffnete Claus&#8217; Ex meiner Frau, dass sie fuer einige Tage nach Hongkong fliegen wuerde, da sie dort von einer alten Freundin eingeladen worden war. Dies sei ihr sehr wichtig und wir kuemmern uns ja um Claus, so dass ihre Gegenwart nicht benoetigt wurde. Mir sollte es recht sein, aber das liess die Absichten natuerlich in noch klarerem Licht erscheinen. Claus ging es deutlich besser. Er war zwar immer noch im ICU, aber es wurde absehbar, wann er in ein normales Zimmer verlegt wurde.</p>
<p>Nachdem die Frau gegangen war, sprach mich das Krankenhaus auf weitere Zahlungen an. Da ich wusste, dass Claus an Christy ueber 1,8 Millionen verliehen hatte &#8211; ich hatte ihn davor gewarnt, da er bei frueheren Krediten an sie &#8220;Einzugsprobleme&#8221; hatte &#8211; rief ich Christy an und sagte ihr, dass wir dringend 100k fuer das Krankenhaus benoetigten. In der Tat kam Christy dann am spaeten Nachmittag und bezahlte die 100k an das Hospital. Ich war etwas ueberrascht, aber doch recht froh darueber.</p>
<p>Alle Freunde von Claus, neben mir auch Apple und  Alan beteiligten sich am Wachdienst und es war gesichert, dass 24/7 immer jemand da war um im Notfall sofort reagieren zu koennen. Die Apotheke des Krankenhaus war gut bestueckt und so kauften wir nur selten ausserhalb.</p>
<p>Zwei Tage spaeter war es dann so weit; Claus wurde wieder auf Selbstatmung gesetzt und das Rohr entfernt. Als ich ihn besuchte konnte er endlich wieder sprechen, allerdings klang seine Stimme sehr heisser. Das war am Freitag den 2. November gewesen und wir freuten uns alle, dass es mit seiner Gesundheit aufwaerts ging. Selbst die Kinder kamen regelmaessig auf Besuch, da sie in Claus so etwas wie einen vaeterlichen Freund sahen.</p>
<p>Claus aeusserte sich sehr negativ ueber seine Ex, die ihm nicht nur den Geldbeutel geklaut hatte mit 8k drin, sondern auch sofort Geld abhob und versuchte an weiteres Geld zu kommen. Er meinte, dass das nur seine existierende Meinung bestaetigt hatte. Zureck gegeben wurde der Geldbeutel erst sehr viel spaeter, natuerlich leer.</p>
<p>An diesem Freitag sprach auch die Aerztin mit mir und erzaehlte, dass die Lungengeschichte vollkommen in Ordnung sei und dass es ihm schon deutlich besser ginge. Zum ersten mal gab sie eine positive Prognose ab und meinte, dass er wohl am Dienstag oder  Mittwoch in ein normales Zimmer kaeme.</p>
<p>Beim Mittagessen beklagte sich Claus ueber den Frass im Krankenhaus und ich sprach mit der Aerztin, ob wir ihm Essen bringen duerfte und ob ich einen Plan bekommen koennte, was er essen darf und was nicht. Die Aerztin stimmte zu und bereits 30 Minuten spaeter hatte ich eine Liste mit allen &#8220;Nono&#8217;s. Am gleichen Abend bekam Claus dann von uns sein erstes Essen geliefert. Es gab puerierte Huehnerbrust, Risotto und Kamotetops wie Blattspinat zubereitet. Claus ass zwar nicht allzuviel und immer mit Unterbrechungen, aber man konnte sehen, dass es ihm schmeckte.</p>
<p>So kam das Wochenende und Claus begann mehr und mehr zu sprechen. Seine Erholung wurde fuer jeden offensichtlich. Die Ex war in Hongkong und nicht einmal erkundigte sie sich nach dem Ergehen von Claus. Die &#8220;Tochter&#8221; schaute ab und zu herein, blieb aber nie laenger als 30 Minuten.</p>
<p>Am Sonntag vormittag war dann die Ultraschalluntersuchung mit diesem neuen Geraet angesagt. Claus bestand auf meine Gegenwart waehrend der Untersuchung und so war ich von der ersten bis zur letzten Minute dabei. Der Transport zum Untersuchungsraum verlief ereignislos und die Untersuchung &#8211; zwar war sie zeitraubend &#8211; verlief ohne Komplikationen. Eine Stunde spaeter rief mich die Aerztin um mir zu sagen, dass das Herz und die Arterien von Claus schlecht aussehen wuerden, und wenn er sich erholte hatte, muesse er sicher einen vierfachen By-pass haben. Nun ja, Geld hatte er, also sollte das kein allzugrosses Problem sein.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Der Tod von Claus 1. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 07:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war der 28. Oktober 2005 etwa 10 Minuten nach Mitternacht. Ich war noch wach und las. Meine Frau war im Bad um sich fuer das Bett vorzubereiten.  Die Kinder schliefen und auch im Nebengebaeude war alles ruhig. Dort schliefen wie immer einige meiner Mitarbeiter. Ploetzlich ging der Messagealarm an meinem Handy los und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war der 28. Oktober 2005 etwa 10 Minuten nach Mitternacht. Ich war noch wach und las. Meine Frau war im Bad um sich fuer das Bett vorzubereiten.  Die Kinder schliefen und auch im Nebengebaeude war alles ruhig. Dort schliefen wie immer einige meiner Mitarbeiter.</p>
<p>Ploetzlich ging der Messagealarm an meinem Handy los und ich schaute verwundert auf und fragte mich wer wohl zu solch nachtschlafender Zeit texten wuerde. Ich oeffnete die Nachricht und dort stand ein einziges Wort: &#8220;Help!&#8221; Die Nachricht kam von Claus, meinem besten und bis dahin auch einzigen &#8220;auslaendischen&#8221; Freund. Meine anderen Bekannten und Freunde waren alle Pinoys.</p>
<p>Ich dachte kurz nach und wusste, dass ich das ernst nehmen muss, Claus wuerde mit so etwas nie seine Scherze machen. Ich dachte eigentlich zuerst, dass ein Ueberfall oder so etwas stattfinden wuerde, insbesondere da Claus vor zwei Tagen groessere Streitereien mit einem moslemischen Handwerker hatte und die solche Sachen uebel nehmen koennen und eben eine Revanche planen koennten. <span id="more-2654"></span>Ich hatte Claus noch nach dem &#8220;Zusammenstoss&#8221; mit dem Typen gewarnt, dass das ein Nachspiel haben koennte.</p>
<p>Ich weckte meine Mitarbeiter im Nebengebaeude, meine Frau kam aus dem Bad und zog sich sofort wieder an und wir &#8220;bewaffneten&#8221; uns mit einigen Knueppeln fuer den Fall der Faelle.</p>
<p>Innerhalb von fuenf Minuten nach dem Notruf waren wir unterwegs. Claus hatte sein neues Haus zum Glueck ganz in der Naehe gebaut. Es war etwa ein Kilometer zu ihm. Als wir ankamen, brannte ueberall Licht im Haus und die Haustuere war nur angelehnt. Ich rief seinen Namen zur Haustuere hinein, aber bekam keine Antwort. Wir gingen mit den Knueppeln ausgeruestet ins Haus und schauten in jedes Zimmer. Im Bad fanden wir Claus auf dem Boden liegend und stoehnen. Er japste nach Luft und ueberall im Bad waren Faekalien auf dem Boden. Claus war nackt und so wickelten wir ihn in eine Decke und verfrachteten ihn ins Auto, was bei Claus&#8217; Groesse und Gewicht zu Schwerstarbeit wurde. Danach fuhren wir los und ich jagte die drei Kilometer die Aparentestreet mit 140km/h hinunter. Die Warnblinkanlage war in Betrieb und ich hupte fast pausenlos. Auf dem Higway ging die &#8220;Rennfahrt&#8221; weiter und gleich darauf kamen wir vor der Notaufnahme des St. Elizabeth Krankenhauses an. 15 minuten nach dem Notruf waren wir bereits im Krankenhaus.  Claus japste nach Luft und ich hatte echte Angst um ihn. Die Krankenpfleger in der Notaufnahme kamen sofort mit einem Rollbett, verfrachteten Claus auf das Bett und brachten ihn nach innen. Zum Glueck war der Notarzt nicht im Krankenhaus unterwegs und als allerestes intubierte er Claus um die Atemnot zu lindern. Dann wurden alle moeglichen Untersuchungen und Tests in die Wege geleitet. Der Notarzt ratterte seine Anweisungen herunter, Medikamente wurden geholt, eine Infusion wurde gesetzt und eine Schwester telefonierte nach dem Kardiologen und einem Lungenarzt, die dann beide auch zehn Minuten spaeter eintrafen. Claus musste natuerlich im Krankenhaus verbleiben und nun war eine Anzahlung gefragt. Zum Glueck hatte ich meine Kreditkarte in der Tasche und ich bezahlte an der Kasse erst einmal 23.000 Pesos fuer die ersten Behandlungen.</p>
<p>Als ich mit der Bezahlung fertig war, war Claus bereits im ICU (Intensive Care Unit). Ich ging nach oben und etwa 20 Minuten spaeter konnte ich kurz mit dem Kardiologen sprechen. Es meinte, dass neben dem Problem mit der Lunge wohl auch ein Herzinfarkt im Gange sei, er wuerde aber noch die Blutuntersuchungen abwarten. Morgen wuerden wir mehr wissen.</p>
<p>Ueblicherweise ist ja auf den Philippinen immer mindestens eine Person der Familie anwesend im Krankenzimmer, aber auf dem ICU musste die Person in einem extra Zimmer mit andern Angehoerigen anderer ICU Patienten warten um im Notfall eben Medikamente zu kaufen oder anderes fuer den Kranken zu erledigen. Meine Frau entschied sich dort zu bleiben und wir anderen fuhren dann wieder nach Hause.</p>
<p>Am naechsten Morgen textete meine Frau, dass es Claus ein wenig besser ginge und gegen neun Uhr war ich dann bereits im Krankenhaus. Mittlerweile war auch seine Exfrau und seine &#8220;inoffizielle&#8221; Adoptivtochter eingetroffen. Ich kannte die Tochter, die Ex hatte ich zum erstenmal gesehen. Die erste Unterhaltung mit der Ex war sehr unterkuehlt. Spaeter stellte sich heraus, dass sie sauer war, weil wir uns als erste um Claus kuemmerten und er uns getextet hatte und nicht ihr.</p>
<p>Da der Kardiologe nicht vom St. Elizabeth Krankenhaus war, war an diesem ersten Tag nach der ersten Notfallbehandlung eine Kardiologin &#8211; Dr. Adarna &#8211; zustaendig, die mir mitteilte, dass es Claus wohl nicht sehr gut ginge und dass in der Tat ein Infarkt im Gange war und sie nicht sagen konnte, inwieweit der schon fortgeschritten war, da Claus nicht zur neuesten Ultraschalluntersuchung gebracht werden konnte, bis sein Zustand etwas stabiler war.</p>
<p>Danach durfte ich zu Claus ins ICU und er lag da im Bett und sah nicht sehr gut aus. Er war sehr blass und seine Gesichtszuege wirkten eingefallen. Aber er war bei Bewusstsein und versuchte zu laecheln, wobei er aber von dem Beatmungsrohr in seiner Lunge behindert wurde. Zudem wurde alle 30 Minuten Fluessigkeit aus seiner Lunge gesaugt, was ihn jedesmal sehr erschoepfte. Mit Gesten gab er mir zu verstehen, ich sollte nach seinem Geldbeutel schauen, er wollte, dass ich von seinem ATM Konto abhebe fuer die Kosten hier. Ich fand den Geldbeutel aber nicht und sagte ihm das. Er verdrehte nur die die Augen und verlangte etwas zu schreiben. Muehevoll schrieb er &#8220;meine Ex&#8221; und ich wusste, er meinte, dass sie den Geldbeutel an sich genommen hatte. Dann schrieb er noch &#8220;Apple&#8221; und &#8220;Sparbuch&#8221; und ich verstand sofort was er meinte. Danach verabschiedete ich mich und fuhr zuerst in sein Haus &#8211; den Schluessel hatte ich ja in der Nacht zuvor an mich genommen &#8211; und sicherte erst mal seine drei Sparbuecher. Anschliessend fuhr ich zur EPCI Bank und sprach mit Apple. Der checkte sofort die Konten und stellte fest, dass zwei Stunden zuvor 50k abgehoben worden waren ueber den ATM. Ich bat ihn das Konto zu sperren und sagte ihm er solle ins Krankenhaus gehen um sich mit Claus abzusprechen. Ich bat ihn auch ueber die Abhebung vorerst zu schweigen, damit Claus sich nicht aufregen wuerde.</p>
<p>Wie ihr euch vorstellen koennt, hat das Finanzielle noch zu einigen Problemen gefuehrt.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten&#8230;. 1. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 07:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein verstorbener Freund Claus erzaehlte mir vor etlichen Jahren eine Geschichte, die sich absolut unglaublich anhoerte. Ich konnte den Wahrheitsgehalt  der Story aber von einigen Reportern bestaetigt bekommen und so wie es hier geschrieben wird, ist es tatsaechlich geschehen. Irgendwann mitte der achtziger Jahre (1986?) war ein deutsches Ehepaar auf den Philippinen angekommen und war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein verstorbener Freund Claus erzaehlte mir vor etlichen Jahren eine Geschichte, die sich absolut unglaublich anhoerte. Ich konnte den Wahrheitsgehalt  der Story aber von einigen Reportern bestaetigt bekommen und so wie es hier geschrieben wird, ist es tatsaechlich geschehen.</p>
<p>Irgendwann mitte der achtziger Jahre (1986?) war ein deutsches Ehepaar auf den Philippinen angekommen und war in den Sueden Mindanaos gereist. Sie hatten eine vierjaehrige Tochter namens Nicole, zudem war die Frau &#8211; sie hiess uebrigens Monika &#8211; schwanger. Der Ehemann &#8211; Helmut genannt &#8211; war in Deutschland kaufmaennischer Angestellter gewesen, Monika hatte bis zur Entbindung als Kellnerin gearbeitet und war danach &#8211; zumindest voruebergehend &#8211; Hausfrau und Mutter.<span id="more-406"></span>Die beiden hatten einen Traum, den man im Prinzip nur als idiotisch bezeichnen konnte; sie wollten  in den Urwaeldern von South Cotabato wie Adam und Eva leben und sind nach ihrer Ankunft in General Santos City auch gleich in die Provinz weiter gereist und in den Bergwaeldern verschwunden.</p>
<p>Claus hoerte zum erstenmal von den beiden, als eine Radiostation in GenSan von den beiden &#8220;Kanos&#8221; berichtete, die scheinbar voellig mittellos in der Naehe des Marktes gesehen worden waren und dort nach essbarem im Muell wuehlten. Die Reporter vermuteten, dass die Auslaender ausgeraubt worden waren, denn die wahre Geschichte kannte keiner und konnte sich auch keiner vorstellen. Das war kurz nach Weihnachten 1986 gewesen. Natuerlich hatte Claus die Nachrichten nicht weiter beachtet und sie fuer eine &#8220;Uebertreibung&#8221; der Reporter gehalten. Diese Nachrichten wurden auch von Linda gehoert. Linda war die Frau eines Freundes von Claus. (Ich hatte Linda erst nach dem Tod von Claus kennengelernt. Sie hat die Geschichte auch bestaetigt.) Linda ueberredete nun ihren Mann Fritz doch mal in der Naehe des Marktes nachzusehen, moeglicherweise koennten das ja sogar deutsche Landsleute sein. Fritz und Linda fuhren dann gemeinsam von Polomolok &#8211; ihrem Wohnort &#8211; nach GenSan und begannen ihre Suche. Nach einigen Fragen wurde die &#8220;Urwaldfamilie&#8221; auch von den beiden gefunden. Es waren tatsaechlich Deutsche. Die waren gerade bei einer Radiostation gewesen und hatten dort ein paar Pesos als Spende bekommen. Anfaenglich waren die &#8220;Gefundenen&#8221; nicht sehr gespraechig und zeigten sogar Widerstand irgend etwas zu sagen. Da Fritz Mitleid mit den Kindern hatte &#8211; das Baby war zwischenzeitlich auch auf die Welt gekommen &#8211; lud er sie zu sich nach Hause ein. Nach einigem Zoegern stimmten Helmut und Monika zu und dann fuhr man zusammen los um die Sachen der Deutschen aus einer Huette am Strand zu holen, in der die Familie nach ihrer Rueckkehr aus den Waeldern gehaust hatte. Allerdings flehten sie Fritz an nur ja nichts der Immigration zu melden. In der Huette angekommen traf Fritz fast der Schlag. Das innere der Huette glich einem Schuttabladeplatz. Verschmutzte Klamotten, verschimmelte Essensreste ja sogar blutige T-Shirts lagen am Boden &#8216;rum und es stank.  Fritz fuehlte sich nun ueberfordert und beschloss sich an Claus zu wenden. So fuhren die Muellers &#8211; so wollen wir Monika, Helmut und die Kinder der Einfachheit nennen &#8211; zusammen mit Linda und Fritz zum Haus von Claus.</p>
<p>Als Claus die Muellers sah, schlug er die Haende ueber dem Kopf zusammen und fragte was um Gottes Willen denn passiert war, denn die Muellers waren nicht nur abgemagert sondern offensichtlich auch krank. Helmut schien an Gelbsucht zu leiden, Monika hatte eine boese, vereiterte Fussverletzung und auch die Kinder waren krank, insbesondere das Baby. Klaus lud also erstmal die Muellers zu sich ein und stellte ihnen ein Zimmer in seinem Haus zur Verfuegung. Wieder baten die Muellers doch der Immigration nichts zu sagen, aber Claus meinte, dass sie wohl nichts zu befuerchten haetten, da der Chef des Immigrationbueros ein guter Freund sei. So zogen die Muellers nun bei Claus ein und mein Freund hatte keine Vorstellung, was er sich da aufgeladen hatte. Er der ordnungliebende penible Mann mit diesem &#8220;Sauhaufen&#8221;, das sollte noch was geben.</p>
<p>Claus kuemmerte sich nun erstmal um die Familie, waehrend Fritz  und Helmut schnell zum einkaufen fuhren. Nicole jammerte wie hungrig und durstig sie sei und Monika sagte ueberhaupt nichts, beantwortete keinerlei Fragen von Claus. Allerdings sollte Claus die ganze Geschichte noch erfahren. Offensichtlich war,  dass alle dringend medizinischer Versorgung bedurften und Claus rief einen Freund an, der Arzt war. Der kam auch bald und kuemmerte sich erstmal um das Baby, das einen schlimmen Durchfall hatte, danach wurde Nicole versorgt, die eigentlich ok war nur eben unterernaehrt. Monikas Wunde wurde versorgt und nach der Rueckkehr von Fritz und Helmut kam auch der an die Reihe. Nachdem das noetigste getan war, hatte die Frau von Claus zusammen mit Linda aus dem eingekauften ein Essen gemacht und nun sollte gegessen werden. Da kam dann aber schon ein Protest von den Muellers, die meinten, dass sie normalerweise so etwas nicht essen wuerden. Auf die Frage, was denn &#8220;genehm&#8221; waere, gab es aber keine Antwort. Nicole ass mit sichtlichem Appetit, aber die beiden Erwachsenen stocherten erst nur so &#8216;rum im Essen,  aber als Monika doch der Hunger uebermannte begann auch Helmut zu essen aber mit weniger Gusto.</p>
<p>Danach zog sich Helmut mit Frau und Kindern in das Zimmer zurueck, waehrend sich die Freunde noch ueber den Fall unterhielten. Sie raetselten hin und her, konnten sich aber beim besten Willen nicht vorstellen, was da passiert war und wie die Muellers in diese Lage gekommen waren. Auf die Wahrheit kam keiner, wie sollten sie auch unwahrscheinlich wie diese klang, aber die sollten sie noch frueh genug erfahren.</p>
<p>Zum Abschluss versprachen Fritz und Linda regelmaessig vorbei zu schauen und auch Obst und Gemuese von der Farm mitzubringen. Dann verabschiedeten sich die beiden und fuhren zurueck nach Polomolok. Claus schaute ihnen nach. Er hatte ja keine Ahnung, was er sich da aufgehalst hatte.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten…. 2. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 09:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Morgen bereitete die Frau von Claus das Fruehstueck und rief die Muellers aus ihrem Zimmer, aber als die sahen, was auf dem Tisch stand, dankten sie und meinten, sie wuerden wohl doch lieber das essen, an das sie alle gewohnt seien. Sie warteten also, bis die anderen Familienmitglieder alle gegessen hatten, und machten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen bereitete die Frau von Claus das Fruehstueck und rief die Muellers aus ihrem Zimmer, aber als die sahen, was auf dem Tisch stand, dankten sie und meinten, sie wuerden wohl doch lieber das essen, an das sie alle gewohnt seien. Sie warteten also, bis die anderen Familienmitglieder alle gegessen hatten, und machten sich dann auf dem Kuechentisch breit. Gemuese, Fleisch, Fisch, Obst und allerlei anderes wurde aus Tueten genommen und auf dem Tisch ausgebreitet. Davon wurde aber nichts gekocht oder gar gewaschen. Alles wurde roh gegessen und nur mit den Haenden, wobei die aber vorher auch nicht gewaschen worden waren. <span id="more-413"></span>Als die Familie mit dem Essen fertig war, standen sie auf und liessen alles so stehen wie sie es ausgebreitet hatten mit der Bemerkung, dass sich ein Abraeumen ja nicht lohne, da man in wenigen Stunden  wieder essen wuerde. Da gab es aber zuerst einmal ein Donnerwetter vom Claus, da er damit natuerlich nicht einverstanden war. Unmuetig raeumten die Muellers also ihren &#8220;Verhau&#8221; weg und fuellten alles wieder in Plastiktueten.</p>
<p>Etwas spaeter kam der Chef vom Immigration  Office vorbei und erkundigte sich nach dem Wohlergehen der neuen Gaeste von Claus.  Mit ihm war ein Reporter gekommen, der wohl dachte er koennte  einmal in seinem Leben  <strong>&#8220;DIE STORY</strong>&#8220;  schreiben. Der Chef der Immigration war sehr freundlich zu den Muellers, aber der Reporter belaestigte sie mit Fragen, so dass die sich immer tiefer in ihr Schneckenhaus zurueck zogen und gar nichts mehr von ihnen zu erfahren war. Claus bat nun den Immigration Chef um Aufschub und versprach ihm naechste Woche, wenn es der Familie besser ginge mit ihnen im Buero vorbei zu kommen. Der stimmte zu und ging, waehrend der Reporter nun wirklich mit Claus sprechen wollte. Er fragte ihn direkt, ob er gehoert habe, dass die Muellers ihre beiden Kinder verkaufen wollten. Das verneinte Claus natuerlich und warf den Reporter kurzerhand aus dem Haus, aber nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es rechtliche Konsequenzen haben wuerde, sollte er seine &#8220;Raeuberpistole&#8221; veroeffentlichen.</p>
<p>Spaeter am fruehen Nachmittag brach Monika mit hohem Fieber zusammen und Claus plaedierte, dass sie unbedingt ins Krankenhaus muesse. Das wurde von Helmut abgelehnt, der meinte, dass sie im Normalfall immer auf Krankenhaeuser und Aerzte verzichten wuerden, weil sie keinerlei &#8220;chemische Medikamente&#8221; nehmen wuerden, sondern nur Naturheilmittel vertrauten. Aber er stimmte immerhin zu, dass ein &#8220;Herbalero&#8221; geholt wurde, der sich die Familie mal ansehen sollte. Der kam dann auch und &#8220;verschrieb&#8221; nach der Untersuchung allerlei Kraeuter nicht ohne Vicky &#8211; die Frau von Claus &#8211; darauf  hinzuweisen, dass Monika unbedingt einen richtigen Arzt sehen sollte, da er da mit seinen Kraeutern nicht viel ausrichten koenne. Er stellte auch fest, dass die gesamte Familie von Wuermern befallen war. Da die Widerstandskraft der Muellers durch das Erlebte der letzten Wochen nicht die Beste war, verabreichte der &#8220;Herbalero&#8221; auch staerkende Kraeuter, die wohl wichtige Vitamine enthielten. Und er &#8220;verordnete&#8221; der ganzen Familie ein Bad, da es um deren Hygiene schlecht bestellt war. Fuer Monika kam aber nur ein Waschen im Bett in Frage. Das Bad der Muellers &#8220;bestand&#8221; aus einem Abspritzem mit dem Gartenschlauch ohne Seife und Shampoo, da das ja nun auch wieder &#8220;chemisch&#8221; war und nach dem Abtrocknen wurden die schmutzigen Klamotten einfach wieder angezogen.  Zwischenzeitlich hatte  Vicky Monika gewaschen und dabei festgestellt, dass diese keine Unterwaesche trug und auf erstauntes Fragen hin von ihr bestaetigt bekam, dass das bei ihnen so ueblich sei. Auch der Saeugling war gebadet worden und trug zum erstenmal in seinem jungen Leben richtige Windeln, von denen die Muellers ansonsten auch nichts hielten.</p>
<p>Nach dem Abendessen, das fuer die Muellers in gewohntem Rahmen ablief,  begann Claus nun doch etwas zu bohren und meinte sie muessten schon erzaehlen, was sie in den letzten Wochen und Monaten gemacht hatten, da er dem Immigration Chef ja was sagen muesste in den naechsten Tagen. Helmut begann zu erzaehlen. Nachdem sie Gensan letztes Jahr verlassen hatten, fuhren sie bis nach Surallah und wanderten von dort in die Berge. Von weitem sahen sie einen groesseren See mit einer kleinen Ortschaft und da sie ohne Zivilisation leben wollten, machten sie einen grossen Bogen um den See. (vermutlich Lake Sebu) Sie waren dann immer bergan gelaufen und kamen am zweiten Tag ihrer Wanderung an einen kleinen Bergsee in dessen Umgebung sie sich niederliessen. Da sie kein Zelt hatten, wurde aus Astwerk und Blaettern erst einmal eine Art &#8220;Huette&#8221; gebaut in der man schlafen konnte. Grass und Laub bildeten die Matratze. Dort oben hatten sie gutes Trinkwasser, es gab Fische im See und mit Hilfe von Schlingen gelang es ihnen gelegentlich auch Kleinwild zu fangen. So lebten sie dort einige Monate mehr recht als schlecht bis bei Monika die Wehen begannen. Nun Eva hatte ihre Kinder ohne Aerzte zur Welt gebracht also konnten sie das auch. Sie hatten Glueck, dass die Geburt ohne weitere Komplikationen verlaufen war, und Monika gebar ein gesundes Maedchen. Sie nannten das Baby Simone. Drei Wochen nach der Geburt wurde die Muttermilch weniger und reichte nicht mehr fuer das Baby. Sie waren nun gezwungen etwas zu tun und Helmut zog los um unten in dem Ort am See um Hilfe zu bitten. Der Buergermeister fackelte nicht lange und schickte einige Maenner zum Lake Maugham hoch &#8211; so hiess der See an dem die Muellers gelebt hatten &#8211; um den Rest der Familie abzuholen. Am naechsten Tag wurden sie nach Surallah gebracht und fuhren von dort mit dem Jeepney nach GenSan. Dort mieteten sie sich in der anfangs erwaehnten Huette am Strand ein, bis eben die Nachrichten ueber sie durch die Radiostationen zu geistern begannen.</p>
<p>Claus war ueber soviel Naivitaet sein Leben fuehren zu wollen erst einmal geschockt und sprachlos.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten…. 3. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2009/10/26/als-zwei-adam-und-eva-spielten%e2%80%a6-3-teil/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 07:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ueblich machten die Muellers aus jeder Mahlzeit einen riesigen Verhau und ab dem zweiten Tag entschloss sich Vicky bei ihren Geschwistern im anderen Haus zu essen. Claus konnte sich nicht an die Schlampereien gewoehnen, aber weder zureden noch schelten half etwas. Am dritten Tag begann es im Haus zu stinken und Claus ging der Sache nach. Im Zimmer der Muellers lag wie vorher alles auf dem Fussboden herum und mitten in dem Tohuwabohu lagen einige &#8220;Kackhaufen&#8221;. Nun wurde Claus echt sauer und verpasste Helmut einen ordentlichen Anschiss und forderte ihn auf  in den Schweinestall zu kacken, wenn er schon keine Toilette benutzen mochte. <span id="more-422"></span></p>
<p>Einige Tage spaeter ging Claus zur Immigration und erzaehlte dem Leiter des Bueros wo die Muellers seit ihrer Einreise gewesen waren. Zudem bat er ihn doch vorerst keinen Druck zu machen, da die Muellers wirklich verwirrt erschienen und Monika sowieso nicht reisefaehig sei. Der Chef der Immigration bat Claus lediglich ihn auf dem laufenden zu halten, ansonsten wuerde er gelegentlich unverbindlich anrufen um sich zu erkundigen. Er schlug auch vor sich doch mit der deutschen Botschaft in Verbindung zu setzen. Die koenne vielleicht helfen in einem so extremen Fall.</p>
<p>Monika ging es von Tag zu Tag schlechter und Claus entschied sie ins Krankenhaus zu bringen. Erwartungsgemaess opponierte Helmut, aber keiner kuemmerte sich um seine verbalen Attacken. Im Krankenhaus wurde Monika erst einmal an einen Tropf gehaengt und zahlreiche Laboruntersuchungen eingeleitet. Da Helmut sich nun um seine Frau kuemmern musste, lieh Claus ihm ein Fahrrad, damit er leicht zwischen Haus und Klinik hin und her fahren konnte. Simone brachte Claus bei Vickys Schwester unter und Nicole blieb bei Claus im Haus. Die Zeit wurde nun erstmal genutzt die Schweinerei der Muellers zu entfernen und alles zu saeubern und zu desinifizieren.</p>
<p>Monika entpuppte sich als sehr schwierige Patientin. Einige Tage nach der Einlieferung begann sie jede Kooperation zu verweigern. Obwohl sie  Gelbsucht hatte, wollte sie keine Medikamente nehmen;  zudem hatte sie verschiedene Wuermer, die auch dringend der Behandlung bedurften. Auf Antrag der Immigration entschied dann ein Richter, dass Monika zeitweise entmuendigt wurde und die Entscheidungsgewalt war nun in den Haenden des behandelten Arztes.  Von da an ging es aufwaerts mit Monikas Gesundheit.</p>
<p>Zwischenzeitlich gab es einen Riesenkrach mit Helmut, da er nicht erlauben wollte, dass Nicole die Medikamente zum Entwurmen nahm. Claus drohte nun dem Helmut Pruegel an, wenn er nicht endlich zustimmen wuerde. Eingeschuechtert gab er nun seine Erlaubnis, aber behauptete immer, dass er das mit seinen Kraeutern wohl auch haette heilen koennen.</p>
<p>Wenn Claus Monika im Krankenhaus besuchte, erzaehlte die ein wenig aus dem Leben in Deutschland unter anderem eben auch, dass die Idee im Urwald zu leben auf dem Mist von Helmut gewachsen war. Sie selbst habe nur mitgespielt weil sie ihn eben liebte und dort oben im Wald war es fuer sie schon schwierig gewesen, insbesondere in den letzten Wochen vor der Entbindung. Claus sah das Auftauen von Monika als positive Entwicklung an, aber wie sehr er sich doch taeuschen sollte.  Die Geschehnisse sollten sich in Kuerze ueberschlagen.</p>
<p>Im Gegensatz dazu wurde Helmut immer verstockter und sturer und wollte in keiner Weise von seinen Plaenen lassen. Unter anderem konfrontierte ihn Claus nun mit der Behauptung des Reporters das Baby verkaufen zu wollen und erstaunlicherweise leugnete Helmut dies nicht ab.  &#8220;Wir dachten es waere leichter ohne das Baby und etwas Geld zu haben waere sicherlich nicht das schlechteste gewesen.&#8221;  Das war alles was er zu diesem Thema zu sagen hatte.</p>
<p>Einige Tage spaeter gab es erneut wegen des total verschmutzten Zimmers Streit zwischen Claus und Helmut in dessem Verlauf Helmut den Wunsch aeusserte,  sobald wie moeglich weiter zu ziehen. Claus konnte dem natuerlich wegen seines Versprechens dem Chef der Immigration gegenueber nicht zustimmen, aber sagte  erstmal nichts weiter,  sondern entschloss sich die Entwicklung  zu beobachten. Die Streitereien mit Helmut stiessen ihm langsam sauer auf. Der war wirklich ein Sturkopf der ersten Klasse.</p>
<p>Einige Tage spaeter war Helmut mit Nicole verschwunden.  Nachfragen ergaben, dass auch das Baby nicht mehr im Haus der Schwester verblieben war und von Helmut abgeholt worden war.  Claus und Vicky fuhren ins Krankenhaus zu Monika, aber auch die war weg. Die Rechnung war natuerlich unbezahlt geblieben. Die beiden hatten keine Ahnung wo die Muellers haetten sein koennen. Am Abend bekam Claus dann einen Anruf von Fritz, der ihm erzaehlte, dass seine Frau Linda die Uebersiedlung der Muellers heimlich in die Wege geleitet haette, da Helmut sich bei Fritz beschwert haette,  dass Claus  hinter seinem Geld her sei und er haette ihn ausserdem einmal zusammen geschlagen. Nun war es an Claus wuetend zu werden ob der Luegen, die Helmut verbreitet hatte. &#8220;Der hat doch ueberhaupt kein Geld&#8221;, schrie er wuetend, &#8220;der wollte doch sogar das Baby verkaufen.&#8221; Nach langem Hin und Her meinte Claus, dass er morgen den Boss vom Immigration Office ueber den &#8220;Umzug&#8221; von den Muellers nach Polomolok verstaendigen wuerde. Claus erzaehlte dann noch von den merkwuerdigen Angewohnheiten der Muellers und wuenschte Fritz viel Spass mit seinen neuen Hausgaesten.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhr Claus als erstes zur Immigration um dort Bescheid zu sagen, denn er wollte auf keinen Fall irgendwelche Nachteile erleiden, weil die Muellers sich abgesetzt hatten. Zum Glueck hatte das Immigration Office in GenSan auch Polomolok unter sich und der Boss meinte, man wuerde heute oder morgen dort hin fahren und dann wohl Naegel mit Koepfen machen, schliesslich haetten die Muellers kein gueltiges Visum. Am Nachmittag bekam Claus einen Anruf und wurde von den Leuten im Immigration Buero gefragt, ob er denn mitfahren wolllte um die Muellers abzuholen. Claus verneinte und so fuhren die Beamten ohne ihn los.</p>
<p>Um sechs Uhr abends kamen die Beamten bei Claus in der Wohnung vorbei. &#8220;Die Muellers sind verschwunden, die ganze Familie ist weg und sie haben etliche Gebrauchsgegenstaende geklaut und mitgenommen&#8221;, wurde ihm aufgeregt erzaehlt. &#8220;Niemand hat etwas gesehen und gehoert, aber wir haben sie nun offiziell zur Fahndung ausgeschrieben.&#8221;</p>
<p>Fortetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten…. 4. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 09:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Claus schwieg nach dieser Eroeffnung erst mal verbluefft fuer einen Moment um dann &#8216;rauszuplatzen, dass die Muellers wohl wieder in die Waelder gezogen sind.  Die Beamten vom Immigration Buero schauten unglaeubig, weil sich wohl keiner so recht vorstellen konnte, wie jemand freiwillig im Urwald leben wollte.  &#8220;Schaut doch mal und denkt logisch,&#8221; sagte Claus, &#8220;der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Claus schwieg nach dieser Eroeffnung erst mal verbluefft fuer einen Moment um dann &#8216;rauszuplatzen, dass die Muellers wohl wieder in die Waelder gezogen sind.  Die Beamten vom Immigration Buero schauten unglaeubig, weil sich wohl keiner so recht vorstellen konnte, wie jemand freiwillig im Urwald leben wollte.  &#8220;Schaut doch mal und denkt logisch,&#8221; sagte Claus, &#8220;der Helmut hatte mir ja mitgeteilt, dass er in die Berge  zurueck wolle und die geklauten Gebrauchsgegenstaende deuten auch darauf hin&#8221;.  Die Frage war nur, wohin sie diesesmal gewandert sind. Damals war der Sueden von Mindanao noch voller Waelder und es gab viele Moeglichkeiten sich darin zu verlieren.  <span id="more-429"></span>Man vertagte sich erst einmal und wollte sich dann am naechsten Morgen im Office treffen, um zu beraten was man tun koenne.</p>
<p>In der Fruehe wurden im Buero der Immigration erst einmal ueberall Karten ausgebreitet und lang und breit diskutiert, wo die Muellers sich hin gefluechtet haben koennten.  Moeglichkeiten gab es viele z.B. von Polomolok zurueck nach GenSan und dann in die Berge suedlich von General Santos, oder oestlich davon, ebenso waere die Gegend um den Mount Apo von Kidapawan aus gesehen eine Moeglichkeit. Es haette aber auch zurueck Richtung Allah Valley gehen koennen, ja sogar das suedliche Bukidnon kaeme in Frage. &#8220;Also so kommen wir nicht weiter,&#8221; meinte Claus, &#8221; die koennten praktisch ueberall sein und wir sollten zuerst einmal die Jeepney Fahrer in Polomolok befragen und heraus finden, wer die gestern mitgenommen hat und wohin, das gaebe dann zumindest einen Anhaltspunkt.&#8221; Man einigte sich auf diese Variante und fuhr also los nach Polomolok. Dort an den Jeepney Haltestellen wurde man auch schnell fuendig, und es gab einige, die sich an die Muellers erinnern konnten. Als Langnase faellt man halt doch mehr auf. Allerdings wussten sie nur zu sagen mit welchem Jeepney die Muellers abgefahren waeren, aber nicht wo sie ausgestiegen waren und der Fahrer, der sie mitgenommen hatte, war unterwegs, sollte aber in 2-3 Stunden wieder in Polomolok sein. Da blieb nichts anderes als warten.</p>
<p>In der Tat kam der erwartete Fahrer nach weniger als drei Stunden in Polomolok an, war allerdings keine grosse Hilfe, da sie mit ihm nur zurueck nach General Santos gefahren waren. Da seien sie ausgestiegen und weiter wusste der Fahrer nichts zu berichten. Also fuhr die ganze Truppe von Immigration Beamten zusammen mit Claus zurueck und begannen nun in GenSan an den Jeepney Haltestellen und den Bus Terminals zu fragen. Auch hier liess der Erfolg nicht lange auf sich warten. Die Muellers waren in einen Bus nach Davao gestiegen. Zum Glueck war jener Bus auf dem Weg nach GenSan und wieder musste man warten, aber warten gehoert auf den Philippinen einfach dazu. Als der Bus ankam, erinnerte sich der Kondukteur nur all zu gut an die Familie Mueller und erzaehlte, dass die in Davao an der Kreuzung nach Bukidnon ausgestiegen seien. Damit ergaben sich nun zwei Moeglichkeiten. Entweder die Waelder im Hochland um Buda herum, oder eben weiter noerdlich, wobei es hier wieder schwieriger wurde, denn da gab es zuviele Moeglichkeiten. Man entschloss sich also in Buda zu suchen. Da das Immigration Buero kein Geld fuer solche Aktionen hatte, blieben die ganzen Kosten wie Sprit und Essen und vielleicht sogar Uebernachtungen an Claus haengen.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhren Claus, der Boss der Immigration und ein Mitarbeiter mit dem Auto von Claus in Richtung Davao und Buda. Auch hier waren sie in der Lage schnell wieder auf eine Spur der Muellers zu stossen, waren sie doch in einer Carenderia gewesen und dort aufgefallen, weil sie rohes, mitgebrachtes Gemuese verzehrt hatten. Allerdings verlor sich nun die Spur, denn keiner konnte sich erinnern wo sie nach dem Essen hingegangen waeren.  Eine Umfrage im Ort erbrachte nichts und auch die oertliche Polizei hatte keine Ahnung, versprach aber die Augen aufzuhalten. Unseren &#8220;Detektiven&#8221; blieb nichts anderes uebrig, als unverichteter Dinge wieder zurueck zu fahren.</p>
<p>Die Wochen vergingen und man hoerte nichts mehr von den Muellers und obwohl es die Mitarbeiter der Immigration anfaenglich beschaeftigt hatte, geriet es nun ein wenig in Vergessenheit, denn anderes, neueres und damit wichtigeres fiel an. Bis eines Tages eine Nachricht der Polizei aus  Buda auf den Tisch der Immigration flatterte.  Die hatte angeblich von Mitgliedern der NPA gehoert, dass in den Bergen von Davao del Norte ein paar verrueckte Auslaender mit Kindern campen wuerden.  Es war zwar eine Spur, aber eine sehr duenne. Diese Ecke war nicht besiedelt und nur vereinzelte Tribes hielten sich dort auf und es gab einige Lager der NPA dort. Eine Suche ohne genauere Angaben erschien sinnlos. Man bat die Polizei in Buda den genaueren Aufenthaltsort heraus zu finden.  Wieder herrschte wochenlanges Schweigen und die naechsten Nachrichten ueber die Muellers kamen dann aus einer ganz unerwarteten Ecke. Es schien so, als ob sich die Muellers nicht mehr bestaendig an einem Ort aufhielten sondern alle paar Tage weiterzogen. Vielleicht hatten sie Angst erwischt zu werden und sind deshalb mobil geblieben. Auf jeden Fall kamen nun die neuesten Nachrichten  aus der Gegend um San Fernando in Bukidnon. Hier wollte nun absolut niemand nachforschen, denn das war damals eine  Hochburg der NPA. Dort hatten die ihr Hauptquartier fuer das zentrale Mindanao.</p>
<p>Claus dachte lange nach und beschloss nach Valencia in Bukidnon zu fahren. San Fernando war nur etwa 30 Kilometer entfernt und er hatte einen guten Bekannten in Valencia, der dort Kagawad war. Moeglicherweise kannte der jemanden, der Beziehungen zur NPA hatte. In Valencia angekommen suchte Claus seinen Bekannten auf und erzaehlte ihm die ganze Geschichte.  Der meinte, dass er eine Menge Leute kenne, die Beziehungen haetten und sicherlich helfen koennten, die Muellers zu finden. Nach einigen Tagen begannen auch schon die Neuigkeiten einzutrudeln und aus denen ergab sich der Aufenthaltsort der Muellers nur zu genau. Die Mueller handelten mit einigen NPA Mitgliedern und bezahlten mit Reiseschecks, was bedeutete, dass sie nicht so mittellos waren, wie sie das den Menschen in GenSan  glauben machten. Claus bekam ein Angebot von einem Bekannten des Kagawad gegen eine &#8220;Eintrittsgebuehr&#8221; von 2000 Pesos an den Aufenthaltsort der Muellers gebracht zu werden. Er stimmte zu und zwei Tage spaeter waren sie in einem alten Jeep unterwegs in die Waelder. Die letzten zehn Kilometer mussten sie laufen. Der Guide der &#8220;Expedition&#8221; hatte zwei bewaffnete Maenner dabei, die den Marsch der Gruppe absicherten, da man sich ja mitten in NPA Gebiet befand. Als die Gruppe im &#8220;Camp&#8221; der Muellers ankamen, war die Ueberraschung riesengross. Helmut hatte sich nicht traeumen lassen dass sie gefunden wuerden, und er flehte Claus an, sie doch in den Waeldern zu lassen. Claus verneinte und so wurden die Muellers von den Bewaffneten gezwungen mit zurueck  zu kommen. Die Habseligkeiten der Muellers waren schnell gepackt und die Gruppe marschierte zurueck zum Jeep. Ohne weitere Zwischenfaelle kamen sie dort an und fuhren zurueck nach Valencia. Von dort rief er in der Immigration in GenSan an und die bestimmte,  die Muellers erstmals in die Obhut der Polizei zu uebergeben. Dort wurden dann bei der Durchsuchung der Familie ueber 10000 US Dollar in Reiseschecks gefunden. Claus fuhr dann nach General Santos zurueck.</p>
<p>Einige Tage spaeter wurden dann die Muellers zurueck nach GenSan gebracht und dort hatten die Medien einen &#8220;Field Day&#8221;. Helmut wurde befragt und der erzaehlte nun bereitwillig die ganze Geschichte. Am Ende des Interview sagte Helmut noch, dass er Claus  das &#8220;Zusammenschlagen&#8221; schon laengst vergeben haette.</p>
<p>Einige Tage spaeter waren die Muellers auf dem Rueckweg nach Deutschland.</p>

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