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„Boese Geister“ in Davao

Zwanzig Schuelerinnen von der Crossing Bayabas National High School waren angeblich von „boesen Geistern“ besessen.  Am Montag den 10.9.  um 8.45 wurde ein neues Gebaeude jener High School eingeweiht und ploetzlich begannen die besagten Schuelerinnen zu kreischen und zu toben. Lehrer und nicht betroffene Mitschueler versuchten die histerischen Maedels festzuhalten, aber die wehrten sich erbittert.  Als erstes erschienen einige religoese „Leader“ aus der Gegend und beteten;  kurz darauf kamen auch einige „Schamanen und Quacks“ die mit Kraeutern und geheimnisvollen Oelen versuchten die Histerie zu stoppen.

Die Lehrer sowie einige Eltern glaubten, da drei,  vermutlich von Geistern bewohnte Balete Baeume gefaellt worden waren, um das neue Gebaeude zu errichten,  dass eben diese Geister in die Koerper der Maedchen „gefahren“ waeren und die „Besessenheit“  ausloesten.

Gegen 11.30 beruehigten sich die Maedels und wurden mit ihren Eltern nach Hause geschickt.  Ein Psychologe meinte es waere wohl Stress gewesen,  der die Massenhisterie ausgeloest hatte,  aber die Lehrer, Eltern und Anwohner glauben fest an die „Boesen Geister“.

Gerade in laendlichen Gebieten ist der Aberglaube der Menschen immer noch sehr sehr ausgepraegt.  Daran hat auch die moderne Zeit nichts geaendert.

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Unfall mit dem Bus

Es war 1992 gewesen, und ich war auf dem Weg von Cagayan de Oro nach Bukidnon zu unserer Farm. Ich bestieg im Agora Busbahnhof am fruehen nachmittag den Bus nach Malaybalay und wir rollten so gegen 14 Uhr los.  Der Busfahrer ging recht forsch zu werke, aber das machen ja die meisten – auch heute noch. Bereits 45 Minuten spaeter erreichten wir Manolo Fortich und kamen in das Gebiet, vor dem ich am einen echten Respekt habe, dem Mangima River Canyon. Es handelt sich um eine tiefe Schlucht mit einem Hoehenunterschied of zirka 400m zum daruebergelegenen Hochplateu, in das der Mangima River im Laufe von einigen Milllionen Jahren eine tiefe Schlucht eingekerbt hat. Um eine Bruecke zu bauen ist der Canyon mit einigen Kilometern Breite dann doch zu breit, und so windet sich die Strasse in etlichen Haarnadelkurven von Manolo kommend in die Tiefe.

Wie ueblich bretterte der Bus viel zu schnell bergab und einige Mitfahrer beschwerten sich, so dass der Fahrer etwas langsamer fuhr. Unterwegs ging die Musik aus und der „Pilot“ begann die Kasette zu wechseln. Als wir auf die letzte Kurve zuschossen – viel zu schnell – war der Fahrer mit dem Wechseln beschaeftigt. Ich sah den Unfall kommen, denn wir schossen geradewegs auf die 160 Grad Kurve zu und wuerden mit Sicherheit in den Canyon fallen.

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Der Diebstahl

Anfang Mai hatten sich meine Kinder entschlossen zu Hause auszuziehen und gemeinsam ein Apartment zu nehmen. In Deutschland ist das ganz normal, aber hier auf den Philippinen haben alle Bekannten erst mal vermutet, dass es Aerger gegeben haette.  Den gab es zwar nicht, aber es war fast unmoeglich denen das klar zu machen. Auf den Philippinen leben naemlich oft auch „aeltere Kinder“ bei den Eltern.

Der Monat Mai stand also voll im Zeichen des Umzugs und seit Anfang Juni leben sie nun im eigenen Apartment, aber nur fuenf Minuten zu Fuss von unserem Haus entfernt.  Marion hat oefter Termine und musste Mitte des Monats nach Manila fuer ein paar Fotoshoots. Vor der Abreise uebergab sie Ihrem Bruder 150k Pesos mit der Bitte diese doch gleich auf der Bank einzuzahlen.  Mein Sohn nahm das Geld aber mit ins Apartment. Auch am naechsten Tag ging er nicht auf die Bank und nachmittags war er dann mit seiner Freundin zum einkaufen in einer Mall unterwegs.

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