13.März.2010

Walter zieht um…..


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war im Maerz 2009 als Walter einsehen musste, dass das mit dem Internetcafe nun ueberhaupt nichts werden wuerde und dass die Besitzer von Computern wohl weiterhin ihre Geraete nach Surigao bringen wuerden, anstatt zu ihm zu kommen, obwohl er da ja wirklich extrem viel drauf hatte und den meisten Pinoys etwas vormachen konnte. Auch die Sache mit den Bildern “aus alt mach neu” lief nicht und so wurde beratschlagt, was als naechstes moeglich waere.  Geld kam ja aus Deutschland nicht mehr, nachdem die Rentengeschichte vorlaeufig auf Eis lag, zumindest solange bis er sich in Deutschland einer Untersuchung unterzogen hatte, und die Wiedergenehmigung durch ist, aber wie kommt man ohne Geld nach Deutschland? Zum Schwimmen ist dann doch ein wenig zu weit.

Die Loesung hiess Paniog, das Heimatdorf von Helen und auch die Heimat meiner Frau. Ein grosser Umzug waere es ja nicht nur etwa 5 Kilometer ueber die Melgar Bay hinueber und schon war man da. (weiterlesen…)

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22.Dezember.2009

Unsere Bangka 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Im Februar 1988 lebten wir schon zwei Monate auf Dinagat in San Jose und Paniog, dem kleinen Dorf, aus dem meine Frau stammte. Damals gab es dort noch keinerlei Strom von Telefon ganz zu schweigen. Das Leben dort war sehr einfach und das gefiel mir wohl besser als meiner Frau. Die hatte sich durch ihren jahrelangen Aufenthalt in Cebu bereits an das Stadtleben gewoehnt. Wir hatten bereits mit dem Chromerzabbau begeonnen, aber davon soll meine Geschichte nicht erzaehlen.

Damals bekamen wir Besuch von George, der aus dem Nachbarort Melgar stammte und der wegen einer schwerer Erkrankung seiner Frau seine Bangka verkaufte. Das Boot hiess Geosally und war nicht wie die meisten Bangkas aus Sperrholz, sondern der Rumpf war mit soliden Planken auf den Spanten gebaut worden, ebenso das Deck. (weiterlesen…)

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21.Dezember.2009

Unsere Bangka 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Nach knapp 7 Stunden Fahrzeit kamen wir in Cagayan de Oro an. Meine Frau und ich  checkten ins Parkview Hotel ein, das war damals das einzige Mittelklassehotel, das warmes Wasser im Bad hatte. Da es schon dunkel war, konnten wir heute nichts mehr unternehmen und gingen zum Abendessen ins Divisoria Restaurant, das heute leider nicht mehr existiert. Das Essen dort war sehr gut, wer derartiges Essen heute in Cagayan versuchen will, sollte im Orovilla oder im Taipan Restaurant essen, das sind die selben Eigentuemer.

Am naechsten Morgen fuehrte unser Weg zuerst zur Coast Guard und dort schilderten wir die Geschehnisse. Der Coast Guard Kommandant war sehr zuvorkommend und versprach erst einmal alle Coast Guard Stationen von Butuan bis Dipolog City ueber Funk zu befragen, ob etwas ueber den Verbleib des Bootes bakannt waere. Zwichenzeitlich fuhren wir zum Flughafen um uns nach den Kosten fuer ein Sportflugzeug zu erkundigen. (weiterlesen…)

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20.Dezember.2009

Unsere Bangka 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Als das groesste Problem am naechsten Morgen erwies es sich, den Motor vom Hafen in Surigao zum Pantalon Uno zu schaffen, dem Pier an dem die ganzen Pumpboats anlegten. Ich versuchte einen kleinen Lastwagen zu finden, aber das war unmoeglich. Einer der Hafenarbeiter schlug vor, den Motor mit einem Handwagen zum Pantalan Uno zu bringen, aber ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das gemacht werden sollte. Nun damals war ich noch nicht lange genug auf den Philippinen und hatte nur sehr wenig Erfahrung mit dem Improvisationstalent der Filipinos.

Zuerst wurden drei grosse Querbalken in der Breite des Handwagens quer aufgelegt und dann wurde der Motor von etwa 12 Leuten Zentimeter fuer Zentimeter auf drei dicken Bohlen seitlich hochgewuchtet, bis er auf Hoehe der vorher aufgelegten Balken war. (weiterlesen…)

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19.Dezember.2009

Unsere Bangka 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Unsere Crew schien aus lauter Strebern zu bestehen, konnten sie es doch kaum erwarten endlich wieder nach Cagayan zu fahren. Wir machten also einen kurzen Trip nach Donna Helene um nach Cargo zu schauen. Wir wollten nicht immer unser Boot fuer die eigene Fracht  verwenden, sondern lieber einen LCT laden, da ging mehr drauf und die Kosten waren pro Tonne nur halb so hoch. Aber es gab genug Chromerz von anderen zu laden, deren Kapital bei weitem nicht so weit reichte um eine “Barge” voll zu bekommen. Vor Ort waren dann auch etliche “Chromberge” fertig zum Transport. Diesmal luden wir das Erz von Lena und das sollte eine interessante Erfahrung werden. Ausserdem gibt es von ihr samt Goettergatten zu einer anderen Zeit mal eine andere Geschichte, die es in sich hat.

Wir luden also das Erz von Lena und diesesmal fuhr ich mit nach Cagayan, was bei der Crew etwas verborgenen Unwillen hervor rief. “Nanu” dachte ich, “warum wollen die denn meine Gegenwart nicht haben?” (weiterlesen…)

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18.Dezember.2009

Unsere Bangka 5. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Wir legten vom Agusan Pier ab und machten uns auf die Reise. Am Anfang innerhalb der Macajalar Bay war die See noch sehr ruhig und wir konnten recht zuegig fahren. Als wir dann an Iligan vorbei waren begegneten wir den ersten grossen Wellen und es wurde etwas stuermisch. Aber die Bayreuth zog stetig ihren Kurs auch wenn sie dabei manchmal sehr heftig rollte und stampfte. Wir passierten den Ausgang der Pangui Bay und mittlerweile war es dunkel geworden. Trotz des hohen Seeganges sahen wir die Lichter zahlreicher Fischerboote, die ihr Glueck versuchten. Ploetzlich zog das Boot abrupt nach rechts. “Was war das denn?” rief ich. “Wir haben uns mit einem Ausleger in einem Netz verhaengt” schrie unser Captain Pedong. Das Boot stoppte und lief langsam rueckwaerts. Trotz des stuermischen Wetters balanzierte Inting auf dem Ausleger nach vorne um uns von dem Netz zu befreien. Endlich hatte er es geloest und als er zurueck wollte fiel er auch prompt ins Wasser. (weiterlesen…)

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17.Dezember.2009

Unsere Bangka 6. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

In der Zwischenzeit hatten wir regelmaessig Chromerz von Dinagat nach Cagayan geschafft und nicht nur von Donna Helene, sondern auch von vielen anderen Orten, an denen Chromit abgebaut wurde. Gelegentlich brachten wir auch mal Holz nach Cebu, aber nur wenn der Shipper alle Papiere hatte. Leider wurde damals viel illegal abgeholzt, aber das ist nun seit etwa 10 Jahren vorbei und die Waelder im Norden von Dinagat in der Gegend um den Mount Redondo stehen noch und ich hoffe das wird so bleiben.

Im spaeten Oktober sollten wir fuer einen Bekannten Holz in Boa laden und fuhren dazu auf die Pazifik Seite der Insel. Um diese Jahreszeit blies der Amihan (Nordostmonsun) schon kraeftig und die Wellenbildung war recht hoch, aber das war fuer die Bayreuth kein groesseres Problem. Mittlerweile hatten wir auch Funk an Bord und wir hoerten in den Nachrichten, dass ein Taifun im Anzug war. Iim allgemeinen ziehen die spaeten Taifune suedlicher und Dinagat war dann regelmaessig betroffen. (weiterlesen…)

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11.November.2009

Goldrausch auf Dinagat 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Der Anmarsch

Im November 1986 waren meine Frau und ich auf Dinagat um, wie es hier ueblich ist, am All Saints und All Souls Day am Gedenken der Toten teilzunehmen. Chris, ein Bekannter von mir aus der Schweiz, war zusammen mit seiner Freundin mit uns gekommen. Wir kamen am 31. Oktober an und es war bereits dunkel als das Boot landete.  Fuer mich war das mein erster Besuch im Heimatdorf meiner Frau und ich fuehlte mich etwas unwohl als ich ins Wohnzimmer gesetzt wurde. Meine Frau verschwand mit ihrer Mutter im Schlafzimmer und ich war im nu umringt von …zig Kindern. Ohne Chris waere mir wohl mulmiger gewesen in dieser fuer mich fremden Situation. (weiterlesen…)

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10.November.2009

Goldrausch auf Dinagat 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Auf den Goldfeldern

Am naechsten Morgen wachten wir sehr frueh auf, denn selbst in dieser einsamen Ecke hatten viele Filpinos ihre Kampfhaehne dabei und dazu wurden auch von einigen Huehner gehalten, denn “Tinolang Manok” gehoert zu den favorisierten Mahlzeiten der Menschen in den Visayas.

Wir fruestueckten zuerst einmal, wobei mein Fruehstueck nur aus Kaffee bestand wie meistens. Die anderen assen Reis mit Spiegeleiern. Danach schauten wir uns um, denn gestern hatten wir nicht mehr all zu viel gesehen, da wir ja spaet angekommen waren. Ueberall wurde gebuddelt und gegraben und die Erde sorgfaeltig eingesackt. Also war klar, dass es sich um ein alluviales Goldlager handelte. Das Gold war vor Tausenden oder Millionen von Jahren vom Muttergestein ausgewaschen worden und hatte sich insbesondere an Hindernissen abgelagert. Das alte Flussbett (besser Bachbett) war an einigen Stellen noch deutlich zu erkennen und in dessem Verlauf konzentrierte sich die Buddelei. Die Leute waren sehr fleissig bei der Arbeit und das Wasser wurde vom neuen Bachverlauf zum alten Bett geleitet. Dort hatten sich die meisten so nahe wie moeglich kleine Gruben ausgehoben in denen das Wasser zum Auswaschen des Goldes “gelagert” wurde. Alles wurde mit Handarbeit gemacht und man sah keinerlei Bull Mills, obwohl etwa ein Jahr spaeter auch die Lagerstaette gefunden wurde aus der das Gold ausgewaschen war. (weiterlesen…)

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10.November.2009

Goldrausch auf Dinagat 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Ein gluecklicher Fund

Am Morgen standen wir sehr frueh auf, weil Chris unbedingt selbst Gold waschen wollte und er hatte ja schon am Vorabend eine Vereinbarung mit unseren Nachbarn getroffen, damit er auf dessen “Claim” mitarbeiten konnte und was immer Chris faende wuerde geteilt werden. Nach dem Fruehstueck zogen wir los und suchten eine geeignete Stelle zum graben. Ich selbst arbeitete nicht mit, da ich koerperlich harte Arbeit nicht mag und zudem die Saecke wegen meiner Bandscheibenprobleme nicht tragen konnte.

Ich  schaute Chris eine Zeitlang beim buddeln zu und ich wunderte mich, dass er die Saecke selbst zur “Waschanlage” genauso auf dem Ruecken trug wie die einheimischen Filipinos. (weiterlesen…)

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