<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Phil-Life.net &#187; dinagat</title>
	<atom:link href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.phil-life.net</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Sep 2010 13:01:19 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Ein Ausflug nach San Pablo</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/09/06/ein-ausflug-nach-san-pablo/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/09/06/ein-ausflug-nach-san-pablo/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 03:37:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[boot]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[sturm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=2262</guid>
		<description><![CDATA[Es war am Karfreitag 1988, als ich zusammen mit Toto, einem Cousin meiner Frau, einen Trip nach San Pablo machte, da ich Gorio versprach, dass ich vor Ostersonntag Geld fuer die Mitarbeiter bringen wuerde. Meine Frau und ihre gesamte Familie warnten uns, dass wir nicht fahren sollten, da es Karfreitag sei und da wuerde immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war am Karfreitag 1988, als ich zusammen mit Toto, einem Cousin meiner Frau, einen Trip nach San Pablo machte, da ich Gorio versprach, dass ich vor Ostersonntag Geld fuer die Mitarbeiter bringen wuerde. Meine Frau und ihre gesamte Familie warnten uns, dass wir nicht fahren sollten, da es Karfreitag sei und da wuerde immer etwas passieren und man sollte unter keinen Umstaenden das Haus verlassen, es sei denn, man ginge in die Kirche. Natuerlich lachte ich ueber einen solchen Aberglauben und Toto als junger Mann wollte wohl nicht nachstehen und fuer aberglaeubisch gehalten werden und er lachte mit. Seinem Gesicht sah ich aber an, dass er eher skeptisch war.</p>
<p>Wir bereiteten alles vor, fuellten Benzin nach und checkten den Motor. Normalerweise fuhr Ramon das Pumpboot, aber er war ja auch aberglaeubisch und so oblag es Toto und mir das Ding zu fahren. Kurze Trips hatte ich ja schon oefter gemacht, aber nach San Pablo waren es doch fast drei Stunden.<span id="more-2262"></span></p>
<p>Das Wetter war wunderschoen, die Sonne schien und das Meer war sehr ruhig. Trotz der Proteste, die auch am Anlegesteg weiter gingen, fuhren wir los. Wir umrundeten die kleine Halbinsel am Eingang der Melgar Bay und hatten einen wunderschoenen Blick nach Norden. Ausser einigen Schoenwetterwolken war nichts besonderes am Himmel zu sehen.</p>
<p>Der Weg fuehrte uns an den steilen Kliffs bei Bababuaya vorbei und kurz darauf durchquerten wir die flussaehnliche Passage vor San Roque, die durch eine vorgelagerte Insel gebildet wird.  Kaum kamen wir aus dieser geschuetzten Ecke heraus, als ein Sturm los brach. Innnerhalb von Minuten waren die Wellen 4-6 Meter hoch und der Wind pfiff uns um die Ohren. &#8220;Subasko&#8221; rief Toto und wir begannen mit unserem kleinen Pumpboot die Wellen zu manoevrieren. Wie auf einer Achterbahn ging es rauf und runter, aber bis dahin lief alles noch recht gut trotz der Wellen und des Windes. Diese kleinen Boote sind seetuechtiger als man glaubt. Wir kamen in die Naehe das zweiten Strandes hinter San Roque und wir hatten Glueck, da die Wellen von Norden kamen und wir wunderschoen die Naturgewalten ausreiten konnten. Aber kurz bevor es in die Bucht von San Pablo geht, gibt es eine sehr starke Stroemung und es brachen sich dort sehr hohe Kreuzseen, die wir mit unserem kleinen Boot nie geschafft haetten. Zur rechten hatten wir steile Felsklippen und ob wir es bis zum naechsten Strand schaffen wuerden, war mehr als fraglich. Zudem wuerden wir dann im Falle eines Abbiegens nach recht die Wellen voll von der Seite bekommen. Wir fuhren langsam weiter und naeherten uns der Unterbrechung in der Felswand.  Dann sahen wir rechts den etwa einen Kilometer langen Strand liegen, aber die Wellen waren noch hoeher geworden, so dass an ein Anlaufen des Strandes nicht zu denken war. Immer naeher kamen wir an die Kreuzseen heran, die die Menschen auf Dinagat als &#8220;Sea Witch&#8221; bezeichnen. Ploetzlich trat ein ganz kurzer Stillstand des Windes ein und Toto steuerte das Booot nach rechts und gab Gas. Wir schaukelten bedenklich, aber schon waren wir ueber die Brecher vor dem Strand hinweg und liefen auf das Ufer zu. Ich warf den Anker aus, als dass Boot von einer grossen Welle erfasst wurde und wir wurden auf den Strand geworfen. Das Seil das den Anker hielt riss dabei. Wir sprangen aus dem Boot und zogen es vollends auf den Sand. Toto fiel auf die Knie und sprach eine Dankesgebet.</p>
<p>Anschliessend erklaerte er mir, dass diese ploetzliche Stuerme, die wie aus heiterem Himmel losbrechen, in Surigao haeufig vorkommen koennen und so manches Fischerboot ging dabei verloren. Der einheimische Name fuer diese Stuerme ist Subasko.</p>
<p>Der Gewittersturm tobte noch zirka 30 Minuten weiter und da es regnete wie aus Eimern, waren wir natuerlich pitschnass. Aber selbst als der Sturm sich legte, konnten wir nicht sofort weiterfahren, da die Wellen nach wie vor viel zu hoch waren. Wir mussten etwa drei Stunden warten, bis sich das Meer soweit beruhigt hatte, dass wir losfahren konnten. Wir schoben das Boot zurueck ins Wasser, ich warf den Motor an und wir steuerten aus der Bucht heraus. Die Wellen waren immer noch hoch genug aber machbar. Ploetzlich begann der Motor zu stottern und ich konnte ihn nur mit ach und krach am Laufen halten, allerdings war unsere Geschwindigkeit auf Fussgaengertempo gefallen.</p>
<p>Wir bogen nun rechts ab mit unserem stotternden Motor, und da setzte er ganz aus. Wir waren dreissig Meter von einem hohen Felsen entfernt und dort war ein winziger Strand, kaum groesser als ein Handtuch. Toto sprang ins Wasser und schwamm zu dem kleinen Strand. Dann zog er das Boot am Ankertau zu sich und wir waren an dem kleinen Strand angekommen. Ich begann die Zuendung zu zerlegen und reinigte alle Teile in Benzin. Mit meinem Taschenmesser kratzte ich die Oberflaeche vom &#8220;Contact Point&#8221; blank und baute alles wieder zusammen. Beim ersten Versuch sprang der Motor an, aber sobald ich etwas Gas gab, starb er ab.</p>
<p>Ich wiederholte die Prozedur mit dem gleichen Ergebnis. Langsam wurde es dunkel, die Flut kam herein und wuerde den kleinen Strand ueberspuelen  und so entschlossen wir uns die letzten zwei Kilometer nach San Pablo zu fahren, aber eben nur sehr langsam.  Das Boot kroch nur so dahin, aber sobald ich ein wenig mehr Gas gab, begann der Motor zu stottern, nahm ich das Gas weg, lief er wieder rund.</p>
<p>Gorios Haus war nur etwa 20 Meter vom Anlegesteg weg und hundert Meter vor dem Steg, starb der Motor endgueltig ab. Ich schrie mehrfach &#8220;Gorio, Gorio&#8221; und tatsaechlich, er hoerte uns und kam heraus. Als er unsere Lage erkannte, setzte er sich in sein Baruto, paddelte zu uns und zog uns zum Pier. Letztendlich waren wir in San Pablo angekommen.</p>
<p>Bei Goria gab es dann ein Abendessen und wir mussten unsere Story erzaehlen. Nach einigen Bieren gingen wir dann um elf Uhr schlafen.</p>
<p>The End</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/boot/" title="boot" rel="tag">boot</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/sturm/" title="sturm" rel="tag">sturm</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/09/06/ein-ausflug-nach-san-pablo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/08/03/bild-der-woche-39/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/08/03/bild-der-woche-39/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 09:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[minadano]]></category>
		<category><![CDATA[woche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=2143</guid>
		<description><![CDATA[Altes Bootgerippe am Ufer von Paniog auf Dinagat Tags: bild, dinagat, minadano, woche Verwandte Artikel &#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (1) Bild der Woche (0) Bild der Woche (0) Bild der Woche (0) Bild der Woche (0) Bild der Woche (1) Bild der Woche (0) Bild der Woche (0) Bild der Woche (1) Bild der Woche (0)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="sticky_post"><p style="text-align: center;"><a href="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/08/paniog2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2144" title="paniog2" src="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/08/paniog2.jpg" alt="" width="438" height="662" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Altes Bootgerippe am Ufer von Paniog auf Dinagat</p>
</div>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/bild/" title="bild" rel="tag">bild</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/minadano/" title="minadano" rel="tag">minadano</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/woche/" title="woche" rel="tag">woche</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/18/bild-der-woche-2/" title="Bild der Woche (Oktober 18, 2009)">Bild der Woche</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/11/bild-der-woche/" title="Bild der Woche (Oktober 11, 2009)">Bild der Woche</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/25/bild-der-woche-3/" title="Bild der Woche (Oktober 25, 2009)">Bild der Woche</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/bild-der-woche-6/" title="Bild der Woche (November 15, 2009)">Bild der Woche</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/22/bild-der-woche-7/" title="Bild der Woche (November 22, 2009)">Bild der Woche</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/29/bild-der-woche-8/" title="Bild der Woche (November 29, 2009)">Bild der Woche</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/06/bild-der-woche-9/" title="Bild der Woche (Dezember 6, 2009)">Bild der Woche</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/13/bild-der-woche-10/" title="Bild der Woche (Dezember 13, 2009)">Bild der Woche</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/20/bild-der-woche-11/" title="Bild der Woche (Dezember 20, 2009)">Bild der Woche</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/08/03/bild-der-woche-39/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ponyong in Bel-at 4. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/08/03/ponyong-in-bel-at-4-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/08/03/ponyong-in-bel-at-4-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 09:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[ponyong]]></category>
		<category><![CDATA[romerz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=2148</guid>
		<description><![CDATA[Alle Erklaerungen, dass wir dringend zu einem Verletzten mussten halfen nichts, der Polizeichef bestand darauf und unterstrich seinen Anspruch durch wiederholtes Klopfen auf seine Pistole. Also marschierten wir zum Mayor. Dort geschah das gleiche wie sonst, der Mayor bruellte los was mir denn einfiele noch immer hier zu sein, ich haette schon laengst die Mine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Erklaerungen, dass wir dringend zu einem Verletzten mussten halfen nichts, der Polizeichef bestand darauf und unterstrich seinen Anspruch durch wiederholtes Klopfen auf seine Pistole. Also marschierten wir zum Mayor. Dort geschah das gleiche wie sonst, der Mayor bruellte los was mir denn einfiele noch immer hier zu sein, ich haette schon laengst die Mine auf ihn ueberschreiben sollen. Ich wollte mir das einfach nicht mehr antun und drehte mich um und ging. Er befahl seinem Polizeichef mich festzuhalten, wobei ich mich umdrehte und sagte, dass wir sofort Klage einreichen wuerden wegen &#8220;illegal Detention&#8221;. Nun kam er erst in Fahrt und drohte zum erstenmal ganz offen,  dass ich wohl bald Haifutter werden wuerde, wenn ich nicht von hier verschwinden wuerde. Nun ich bin ja nicht aufs Kopferl gefallen und hatte mir in weiser Voraussicht ein Diktaphon beim letzten Besuch in Surigao gekauft, das natuerlich die ganze Zeit lief. Das zog ich nun aus der Tasche und winkte damit, wobei ich gleichzeitig meinte, dass ich ja nun alle Beweise haette um ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Zum ersten Mal sah ich ihn sprachlos. (Aber leider war der Beweis voellig nutzlos, da die Aufnahme ohne sein Wissen gemacht wurde. So erklaerte es zumindest mein Anwalt.)<span id="more-2148"></span></p>
<p>Wir gingen zurueck zu unserer Huette, schnappten uns die Trage und zogen los. Etwa fuenf Stunden mussten wir bei der Dunkelheit laufen und Spass machte das keinen nur beim Licht einer Taschenlampe. Als wir bei Ponyong ankamen schlief der und liess sich durch nichts wecken. Er war sehr bleich und sein Puls sehr schwach. Ich lockerte zuerst den Knebel, da ich ja nicht wusste, ob er das gemacht hatte. Es floss nur noch sehr wenig Blut. Wir luden ihn auf die Bahre und liefen los. An den gefaehrlichen Stellen liefen die anderen voraus und ich leuchtete von hinten den Weg fuer sie. Zum Glueck hatte es aufgehoert zu regnen und es war nicht ganz so rutschig als zu der Zeit des Unfalles.</p>
<p>Vier Stunden spaeter waren wir in Loreto. Es war fast fuenf Uhr morgens, und im Barangay Health Center war natuerlich niemand. So weckten wir die Nachbarn auf, die sich auch sofort anboten nach der Krankenschwester zu schauen. Man muss dazu wissen, dass diese Health Centers nur von Krankenschwestern gefuehrt wurden. Die Schwester kam auch zehn Minuten spaeter und war, nachdem sie Ponyong abhoerte, den Blutdruck gemessen und seine Reflexe kontrolliert hatte, sehr unzufrieden. Er sei sehr schwach meinte sie und er habe sehr viel Blut verloren. Sie setzte also erst einmal eine Infusion an und meinte, er muesse so schnell wie moeglich ins Krankenhaus.</p>
<p>&#8220;Wir haben unser Boot da,&#8221;  entgegenete ich, &#8220;aber wir brauchen mindestens sechs Stunden nach Surigao City.&#8221;</p>
<p>&#8221; OK,&#8221; antwortete sie, &#8220;aber ich komme mit, dann kann ich ihm unterwegs die Infusion erneuern und gegebenfalls staerkende Spritzen geben.&#8221;</p>
<p>So fuhren wir dann 15 Minuten spaeter los und da der Wellengang nicht hoch war, kamen wir sechs Stunden spaeter gegen 11 Uhr am Vormittag in Surigao City an. Ponyong war schwaecher geworden und er atmete sehr flach. Im Krankenhaus bekam er zuallererst einen Schlauch fuer Sauerstoff in die Nase, und die Blutgruppe wurde bestimmt. Waehrend Ramon die drei Liter Blut kaufte, die der Doktor bestellt hatte, wurde die Wunde gereinigt und genaeht, allerdings wurde ein kleiner Schlauch in der Wunde als Drainage belassen.</p>
<p>Danach bekam er im Verlauf von etwa 12 Stunden die drei Liter Blut. Gegen Abend wachte er auf und fuehlte sich etwas besser. Vier Tage musste er im Krankenhaus bleiben und danach ging die Behandlung ambulant weiter. Nach zwei Wochen war er wieder auf dem Damm und ausser einem leichten Hinken war ihm nichts mehr anzumerken, aber das Hinken gab sich auch in den naechsten Wochen. Und er war gierig nach Bel-at zurueck zu gehen, denn er wollte nun aufraeumen, wie er sagte.</p>
<p>So kamen wir drei Wochen nach dem Unfall wieder nach Bel-at. Zwischenzeitlich hatte sich mein Schwager um das Geschaeft gekuemmert und war nun das Objekt der Repressalien des Buergermeisters und seines Polizeichefs geworden.</p>
<p>Wir waren noch keine 15 Minuten in unserer Huette, da tanzte der auch schon an und wollte dass wir wie ueblich zum Mayor kommen. Wir ignorierten ihn zuerst, aber er liess nicht locker. Ich sagte ihm dass sein &#8220;Scheissmayor&#8221; uns alle mal am Arsch lecken koenne. Das sagte ihm wohl nicht viel, denn er schaute mich mit grossen Augen an. Wie ueblich klopfte er auf seine Pistole, aber diesmal sprang Ponyong auf ihn los, drehte ihn im Sprung, schnappte sich seine Pistole und eh ich mich versah, hatte er den Polizeichef mit dem Ruecken zu ihm und dem Unterarm an seiner Kehle. Gleichzeitig hielt er ihm die eigene Knarre an die Schlaefe und sagte: &#8220;Wenn der Scheisskerl was will, dann soll er kommen, aber sag ihm die Haie warten schon auf ihn.&#8221;</p>
<p>Der Buergermeister kam nicht, aber es war uns natuerlich allen klar, dass das nicht das Ende sein wuerde.</p>
<p>Einige Wochen spaeter war der Nord-Ost Monsun vorbei und man konnte Bel-at mit dem Boot erreichen. Als ich das erste Mal die Nordspitze Dinagats umfuhr, verstand ich auch den Namen des noerdlichen Kaps; es wurde Desolation Point genannt. Es war absolut trostlos dort. Die Landschaft bestand nur aus Felsen ohne jeden Bewuchs. Die Felsen waren aber nicht mit den schoenen Kalksteinkliffs wie in Magsaysay vergleichbar, sondern sie wirkten braun und schmutzig. Aber zumindest mussten wir bis Mitte Oktober nicht mehr laufen.</p>
<p>Der zirka 300 Meter lange Pier wurde gebaut und alle, die Chromerz zu verladen hatten, bezahlten die Arbeit. Das Holz wurde in den umliegenden Waeldern geschlagen und an Ort und Stelle entastet. Weiter wurde es nicht bearbeitet. Alles war nur mit Lianen gebunden worden, kein einziger Nagel hielt diesen &#8220;wacklig ausehenden&#8221; Pier zusammen, der aber trotzdem ueberaschend stabil war. Kurz darauf begannen die verschiedenen Eigentuemer zu laden und alle bezahlten der Town (ohne Quittung) ihren Obolus, auch wir, obwohl uns klar war, dass alles in der Tasche des Buergermeisters landen wuerde. Aber als wir luden hatte der Herr Buergermeister natuerlich eine Ueberraschung fuer uns. Es luden ja alle illegal und niemand bezahlte zum Beispiel den Ad Valorem Tax oder besorgte sich ein Permit to Load (Ladeerlaubnis). Und er hatte jemanden vom Finanzamt und vom Bureau of Mines da, die uns aufhalten sollten. Aber wir kannten unsere Pappenheimer und so hatten wir schon eine Woche vor dem Ladetermin die Steuer bezahlt und die Ladeerlaubnis besorgt. Diese &#8220;legale lange Nase&#8221; drehte ich nun dem Mayor mit Freuden, denn er konnte unser Shipment nicht fest halten, wie er es plante. Seine Stinkwut war ihm deutlich anzusehen, insbesondere da wir alle immer recht freundlich grinsten. Diese Schikane versuchte er auch bei unseren anderen Verladungen, aber es ging immer in die Hosen.</p>
<p>Und so hatten wir bis zum Beginn des Amihan unsere Ruhe. Was 1990 werden wuerde, das musste sich zeigen. Unser Permit war ja im Februar zur Erneuerung faellig. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Ach ja, ein letztes Wort zum Abschluss dieser Geschichte: 1991 wurde der Buergermeister wegen illegalem Holzeinschlag verhaftet und zwei Jahre spaeter zu 15 Jahren Gefaengnis verurteilt. Im Fruehjahr 2003 wurde er entlassen. Vier Wochen nach seiner Entlassung las ich im Inquirer, dass er am Strand von Esparanza erstochen aufgefunden wurde. Wer kann es mir veruebeln, dass ich beim Lesen dieser Nachricht ein begeistertes &#8220;Yesssss&#8221; ausrief.</p>
<p>The End</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/ponyong/" title="ponyong" rel="tag">ponyong</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/romerz/" title="romerz" rel="tag">romerz</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/08/03/ponyong-in-bel-at-4-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ponyong in Bel-at 3. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/08/02/ponyong-in-bel-at-3-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/08/02/ponyong-in-bel-at-3-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 08:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[chromerz]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[ponyong]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=2140</guid>
		<description><![CDATA[Ich bekam wohl den Schreck meines Lebens als Ponyong ueber die Kante des Pfades rutschte und in die Tiefe  fiel. Sein Schrei gellt heute noch in meinen Ohren, wenn ich daran denke. Vorsichtig liess ich mich auf die Knie nieder, und schaute hinunter in die Schlucht. Etwa zehn Meter unter mir wuchs ein knorriger kurzer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bekam wohl den Schreck meines Lebens als Ponyong ueber die Kante des Pfades rutschte und in die Tiefe  fiel. Sein Schrei gellt heute noch in meinen Ohren, wenn ich daran denke.</p>
<p>Vorsichtig liess ich mich auf die Knie nieder, und schaute hinunter in die Schlucht. Etwa zehn Meter unter mir wuchs ein knorriger kurzer etwa zwei Meter grosser Baum, der an der Spitze abgebrochen war. Die Schlaufe von Ponyongs Umhaengetasche hatte sich dort verfangen und beide Arme fest um die Tasche gepresst hing Ponyong ueber dem Abgrund. Eine falsche Bewegung konnte die Schlaufe zum abrutschen bringen.</p>
<p>&#8220;Bist du ok?&#8221; rief ich hinunter.</p>
<p>&#8220;Ja soweit schon, aber ich weiss nicht wie lange ich mich halten kann&#8221; kam es zurueck. <span id="more-2140"></span></p>
<p>&#8220;Versuche die Riemen der Tasche unter deine Achseln zu bringen, dann bekommst du die Haende frei,&#8221; riet ich ihm.</p>
<p>Ponyong begann sich vorsichtig zu bewegen und hielt sich nur mit einem Arm fest. In kurzer Zeit war der Riemen unter der einen Achsel und nun wiederholte er das mit dem anderen Arm. Als er fertig war hatte er ein anderes Dilemma, denn die Tasche presste gegen sein Kinn. Er drehte sich ein wenig und hatte in Kuerze die Tasche vor der Schulter und etwas mehr Bewegungsfreiheit.</p>
<p>&#8220;Jetzt versuch mal ob du den Riemen mit einer Hand bis zur Astgabel verschieben kannst,&#8221; rief ich hinunter. Er hielt sich nun mit einer Hand am Baum fest, machte einen kurzen Klimmzug und verschob den Riemen zur Astgabel. Nun war wenigstens die Gefahr des Abrutschens gebannt. Nun kam es drauf an, dass die Riemen und die Naehte an der Tasche hielten.</p>
<p>&#8220;Ich bin verletzt&#8221; jammerte er. &#8220;Ich habe einen grossen Riss im Oberschenkel.&#8221;</p>
<p>Ich schaute hinunter und konnte das Blut wirklich sehr schnell tropfen sehen. Da es nicht spritzte, war wohl keine Arterie verletzt.</p>
<p>&#8220;Hoer mir&#8221; zu rief ich, &#8220;Bewege dich so wenig wie moeglich, ich versuche was zu finden, woran du hochklettern kannst.&#8221;</p>
<p>Ein Seil hatten wir ja leider nicht dabei und so lief ich vorsichtig bis der Pfad nach rechts abbog und sich von der Schlucht entfernte. Dort wuchsen Baeume und ich hatte bald was geeignetes gefunden, Aber ich hatte keine Machete. Die hatte Ponyong! Hoffentlich ist die beim Sturz nicht runter gefallen, dachte ich mir. Ich lief also zurueck und fragte ihn nach der Bolo.</p>
<p>&#8220;Die haengt noch an meinem Guertel,&#8221; beantwortete er meine Frage. &#8220;Soll ich sie hoch werfen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, wenn ich sie verfehle ist sie weg, und das koennen wir uns nicht leisten,&#8221; antwortete ich. Ich schau mal ob ich eine Liane oder so was aehnliches finde.</p>
<p>Ich fand zwar keine Liane, aber ich fand einen realtiv jungen Bambusbusch, von dem ich mit meinem Taschenmesser zwei lange Ruten abschnitt. Das hiess ich kerbte sie ein und brach sie dann ab. Diese beiden Stangen band ich mit meinem Guertel zusammen und so war die entstandene &#8220;Stange&#8221; hoffentlich lang genug. Ich ging zurueck zu Ponyong und legte mich auf den Bauch. Dann liess ich meine Bambusrute langsam zu ihm hinunter. Es reichte gerade. Ponyong band die Bolo mit der Schnur, die er sonst um die Huefte geschlungen hatte fest und ich zog dann die Machete vorsichtig nach oben. Bald hielt ich das grosse Messer in der Hand und ging zu dem Baum, den ich vorher ausgewaehlt hatte. Ich hackte den Baum um und entastete ihn, wobei ich aber 10-15 cm lange Enden liess zum fest halten. Dann schleppte ich das &#8220;Geraet&#8221; auf den Pfad.</p>
<p>Nun ueberlegte ich krampfhaft, wie ich das zu ihm runter bringe und befestigen konnte. Ein wenig seitwaerts versetzt zu Ponyongs Position sah ich einen etwa 20 Zentimeter tiefen und 10-15 Zentimeter breiten Spalt im Fels. Ich liess den Baum mit der Spalte als Fuehrung langsam nach unten.</p>
<p>&#8220;Halt&#8221; kam ein Schrei, &#8220;ich kann den Stamm erreichen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Warte&#8221; rief ich zurueck, &#8220;ich muss das Ding noch befestigen.</p>
<p>Mit einem grossen Stein &#8220;haemmerte&#8221; ich den Stamm in die Spalte. Das Holz splitterte recht und links etwas aus, aber der Stamm, der nun noch etwa zwei Meter ueberstand, schien fest zu sitzen. Ich stellte mich mit dem Ruecken zur Felswand und hielt den Stamm an den uebergelassenen &#8220;Griffen&#8221; fest.</p>
<p>&#8220;Ok&#8221; rief ich, &#8220;besser bring ich es nicht hin.&#8221;</p>
<p>Kurz darauf begann der Baum zu wackeln. Ich konnte nicht schauen, da ich ja versuchte den Baum auf mich zu zu ziehen um ihn in der Spalte zu halten. Es dauerte etwa 10 Minuten und obwohl der Baum wackelte, konnte ich ihn halten und endlich sah ich Ponyongs Kopf an der Felskannte erscheinen. Zwei Minuten spaeter lag er ausgepumpt auf dem Weg. Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass es gut ausgegangen war. Zehn Minuten spaeter fuehrte ich Ponyong zum Beginn des Waldes und dort band ich sein Bein mit meinem Guertel ab und wiess ihn an alle 30-40 Minuten den Knebel zu lockern, damit das Blut fliessen kann und danach wieder abbinden. Dann  baute ich ihm aus Zweigen einen provisorischen Regenschutz und machte mich auf den Weg nach Bel-at.</p>
<p>Als ich einige Stunden spaeter in Bel-at ankam, war es bereits am daemmern. Wir wuerden wohl in der Dunkelheit zurueck laufen muessen.</p>
<p>Ich erzaehlte Alex die Geschichte und der trommelte einige Maenner zusammen. Aus zwei Stangen und zwei Reissaecken bauten wir eine provisorische Trage, denn schliesslich mussten wir Ponyong zurueck nach Loreto bringen.</p>
<p>Anschliessend assen wir noch etwas zu abend und packten auch fuer Ponyong und uns alle noch einiges ein.</p>
<p>Als wir uns auf den Weg machen wollten, kam der Polizeichef und teilte uns mit, dass der Buergermeister mich unverzueglich sehen wollte.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/chromerz/" title="chromerz" rel="tag">chromerz</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/ponyong/" title="ponyong" rel="tag">ponyong</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/08/02/ponyong-in-bel-at-3-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ponyong in Bel-at 2. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/07/29/ponyong-in-bel-at-2-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/07/29/ponyong-in-bel-at-2-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 08:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[chromerz]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[ponyong]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=2136</guid>
		<description><![CDATA[Am naechsten Morgen verabschiedete ich mich von Ponyong, der nach Bel-at zurueck gehen wuerde um dort seine Arbeit zu machen, und ich fuhr mit Ramon nach San Jose. Dort angekommen erzaehlte ich meiner Frau vom Verhalten des Buergermeisters, und sie meinte nur, dass auch er, wie alle anderen, die schlechtes im Leben machen, eines Tages [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen verabschiedete ich mich von Ponyong, der nach Bel-at zurueck gehen wuerde um dort seine Arbeit zu machen, und ich fuhr mit Ramon nach San Jose. Dort angekommen erzaehlte ich meiner Frau vom Verhalten des Buergermeisters, und sie meinte nur, dass auch er, wie alle anderen, die schlechtes im Leben machen, eines Tages bezahlen muesse.</p>
<p>Eine Woche spaeter fuhr ich zurueck nach Loreto und wanderte mit Ramon nach Bel-at. Ich war noch keine zehn Minuten dort, da wurde ich vom Polizeichef von Loreto in unserer Huette abgeholt. Auf meine Frage, was das solle, meinte er, dass der &#8220;Mayor&#8221; hier sei und mit mir reden wollte. Ich forderte Ponyong auf mich zu begleiten. Der schnappte sich seine M16 und wollte mitkommen, was wiederum der Polizeichef untersagen wollte. Ich meinte, dass ich nicht mitgehen wuerde ohne Ponyong und angesichts der M16 hatte der Chef wohl kaum eine Wahl.<span id="more-2136"></span></p>
<p>Als ich in der sehr grossen Huette des Buergermeisters ankam, forderte der Buergermeister mich in einem sehr unfreundlichen Ton auf mich zu setzen. Ich bedankte mich und meinte, dass ich lieber stehen wuerde.</p>
<p>&#8220;Lass dir mal eines von mir klar sagen, es passt den Leuten hier ueberhaupt nicht, dass ein Auslaender das grosse Geschaeft macht und die Filipinos leer ausgehen. Ich erwarte daher von dir, dass du umgehend das Small Scale Mining Permit mir ueberschreibst und dann Bel-at verlaesst. Solltest du das nicht tun, werde ich dir das Leben zur Hoelle machen. Deportation ist nur das kleinste Problem, das ich dir bereiten kann&#8221; Der Buergermeister hatte fast schon eine kurze Rede gehalten.</p>
<p>&#8220;Nein Sir,&#8221; antwortete ich, &#8220;das werde ich ganz bestimmt nicht tun. Nicht nur weil wir viel Geld investiert haben, sondern weil ich mit unseren Arbeitern sehr gut auskomme und das Projekt nicht mir, sondern meiner Frau gehoert, die ja Filipina ist. Als Ehemann helfe ich natuerlich tatkraeftig mit und habe dafuer auch eine Arbeitserlaubnis der DOLE (Department of Labor and Employment).&#8221;</p>
<p>Der Buergermeister liess nun eine Hass- und Schimpftirade los vom allerfeinsten. Ich schaute ihn unbeirrt an und erschien voellig gleichgueltig, obwohl ich innerlich kochte in Anbetracht der massiven Beleidigungen. Als er mit der Schreierei fertig war, schaute ich ihn mitleidig und herablassend an und erweckte eine neue Tirade, die sich auf meinen mitleidigen und veraechtlichen Blick konzentrierte. Der Mayor hat bestimmt eine Viertelstunde herum gebloekt, bevor er mich &#8220;gnaedigst&#8221; gehen liess. Die ganze Zeit stand Ponyond wie versteinert da, aber auch er kochte innerlich.</p>
<p>Wir gingen zurueck zu unserer Huette und Ponyong meinte, dass schon heute nacht etwas passieren wuerden.</p>
<p>Gegen sieben Uhr abends kam ein Angestellter vom Buergermeister in Begleitung des Polizeichefs mit einer Mappe zu uns. Darin waren bereits vorbereitet die Papiere zur Abtretung der Mine und die sollte ich nun unterschreiben. Natuerlich weigerte ich mich und wurde dafuer bedroht, aber ich folgte der Aufforderung nicht, mit zum Mayor zu kommen. Als der Polizeichef demonstrativ an seine Pistole am Holster klopfte, machte Ponyong das gleiche mit seiner M16. Die beiden zogen dann unverrichteter Dinge wieder ab.</p>
<p>Wir konnten alle nicht besonders schlafen, obwohl wir wussten, dass Ponyong Wache hielt. Und richtig, gegen drei morgens hoerten wir etwas Laerm, Gekeuche und eine Minute spaeter schleppte Ponyong einen Typen rein, der einen Kanister trug. Ich oeffnete den Kanister und drin war Benzin. Damit war wohl allen klar, was der Typ vor hatte. Ponyong verhoerte ihn und das ging nicht ohne Ohrfeigen ab, bis er gestand vom Buergermeister beauftragt zu sein uns die Bude abzufackeln.</p>
<p>Wir berieten uns kurz und entschlossen uns um fuenf Uhr nach Loreto zu laufen mit dem Typen und ihm diese Aussage beim Notar unterschreiben zu lassen.</p>
<p>Ponyong verpasste dem Typen Plastikfesseln und beim ersten Licht des Tagesanbruches zogen wir los. In Loreto erzaehlte der Mann dann alles haargenau dem Notar, der es mitschrieb und dann abtippen liess. Der Typ unterschrieb, der Notar knallte sein Siegel drauf und wir waren fertig. Das kostete damals 100 Pesos.</p>
<p>Am naechsten Morgen liefen wir ohne den Typen zurueck nach Bel-at &#8211; den hatten wir vorher bei der Polizei abgeliefert, wo er zweifelsohne nicht sehr lange gewesen sein duerfte &#8211; und als wir dort ankamen, nahm ich den Kanister und ging zusammen mit Ponyong zum Mayor. Dort legte ich ihm einen Durchschlag der eidesstattlichen Versicherung wortlos auf den Tisch und stellte den Benzinkanister daneben. Der Mayor schaute verduzt, aber wir drehten uns einfach um und gingen. Er rief uns noch hinterher, was das wohl solle, aber wir gingen schweigend davon. In dieser Nacht war alles friedlich und auch in den naechsten Naechten sollte es so bleiben.</p>
<p>Einige Tage spaeter erzaehlte mir mein Schwager Alex, dass der Polizeichef ihm gegenueber erwaehnte,  ich solle kraeftigst verpruegelt werden  und es deswegen wohl besser waere, wenn ich Bel-at verlassen wuerde. Das hatte ich aber nicht vor. Ponyong seinerseits suchte nun den Chef auf und redete mit ihm in einer Sprache, die der wohl besser verstand, denn er versicherte Ponyong, dass er nichts mehr gegen mich unternehmen wuerde. Einige Tage spaeter verliess ich Bel-at um nach San Jose zu fahren und Geld zu besorgen. Mit Ponyong, der mich wie immer nach Loreto begleitet hatte, machte ich aus, dass ich ihm Nachricht schicken wuerde, damit er mich in Loreto abholen koenne, wenn ich zurueck kaeme.</p>
<p>Von San Jose aus fuhren fast jeden Tag Boote nach Loreto, da viele Menschen dort arbeiteten, da man durch Mining und die Schlepperei bis zu 400 Pesos pro Tag verdienen konnte, was damals sehr viel Geld war. Mit einem dieser Boote schickte ich eine Nachricht an Ponyong, dass wir uebermorgen kaemen.</p>
<p>Als wir dann zwei Tage spaeter in Loreto ankamen, war er auch dort. Ramon blieb in Loreto und wir wanderten los und nach etwa einer Stunde begann es leicht zu regnen. Zwei Stunden spaeter liefen wir auf dem gefaehrlichsten Stueck des Pfades. Rechts war eine Felswand und links ging es senkrecht etwa 100 Meter hinunter in eine Schlucht, in der ein Fluss war. An den engsten Stellen gingen wir seitwaerts mit dem Ruecken gegen die Wand gepresst und hielten uns selbst an kleinsten Vorspruengen fest. Ponyong ging voraus, ich folgte mit etwa zwei Meter Abstand.</p>
<p>Ploetzlich glitt Ponyong aus und rutschte ueber die Kante. Ich sprang vor und versuchte ihn zu fassen, aber er verschwand und fiel in in die Schlucht.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/chromerz/" title="chromerz" rel="tag">chromerz</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/ponyong/" title="ponyong" rel="tag">ponyong</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/07/29/ponyong-in-bel-at-2-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ponyong in Bel-at 1. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/07/28/ponyong-in-bel-at-1-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/07/28/ponyong-in-bel-at-1-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 11:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[chromerz]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[ponyong]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=2130</guid>
		<description><![CDATA[Sicher erinnert ihr euch alle noch an Ponyong aus der Geschichte &#8220;Der Auftrag&#8221;. Damals war er ja sozusagen eine Art &#8220;Gegner&#8221;, der mich um die Ecke bringen sollte. Spaeter nahm er sich oft frei vom Militaer, was bei seinem Job einfach mit einer &#8220;Mission Order&#8221; abgedeckt wurde, um sich bei uns ein Zubrot zu verdienen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher erinnert ihr euch alle noch an Ponyong aus der Geschichte &#8220;Der Auftrag&#8221;. Damals war er ja sozusagen eine Art &#8220;Gegner&#8221;, der mich um die Ecke bringen sollte. Spaeter nahm er sich oft frei vom Militaer, was bei seinem Job einfach mit einer &#8220;Mission Order&#8221; abgedeckt wurde, um sich bei uns ein Zubrot zu verdienen.</p>
<p>Im Februar 1988 waren drei Negritos, die man in Surigao als Kongking bezeichnete,  mit Chromerzproben von Bel-at gekommen und hatten sie zum analysieren da gelassen. Als ich zwei Wochen spaeter das Ergebnis der Analyse bekam, dachte ich mich trifft der Schlag. Solches Erz sollte es eigentlich gar nicht geben. Mit 62-66% Chromgehalt, duerfte es das beste Erz der Welt sein. Wir machten also einen Trip nach Bel-at zusammen mit den Negritos um uns alles anzusehen. Das war zu dieser Jahreszeit nicht einfach, denn der Nordostmonsun blies, und es war unmoeglich mit dem Boot hinzufahren. Wir fuhren also nur bis Loreto und von dort aus war eine achtstuendige Wanderung nach Bel-at angesagt. <span id="more-2130"></span>Zwischen Loreto und Bel-at lag der Mount Redondo, der hoechste Berg von Dinagat. Wir uebernachteten in Esperanza bei einem Verwandten meiner Frau.</p>
<p>Die Wanderung am naechsten Tag war sehr anstrengend und der Pfad teilweise lebensgefaehrlich. Es ging an etlichen steilen und tiefen Abgruenden vorbei, was bei einer Pfadbreite von 40-50 Zentimetern nicht unbedingt angenehm war. Die Erzlager waren an den oestlichen Haengen des Mount Redondo auf halber Hoehe. Wir besichtigten alles, nahmen weitere Proben und wanderten dann zum Ufer des Meeres. Dort war alles Felskueste und selbst in der Bucht von Bel-at, das es damals als Dorf gar nicht gab denn es gab nur eine Huette der Negritos, donnerten die Wellen gegen die Felsen. Rechts und links von der Bucht war eine 30-50 Meter hohe Steilkueste.</p>
<p>Wir uebernachteten bei den Negritos und machten uns am naechsten Morgen auf den Heimweg. Acht Stunden spaeter waren wir in Loreto und fuhren mit dem Boot zurueck und kamen abends gegen zehn Uhr in San Jose an.</p>
<p>Auch die von mir selbst gesammelten Proben zeigten die gleichen Resultate und wir fuhren darauf hin nach Surigao City um im dortigen Bureau of Mines ein Small Scale Mining Permit zu beantragen. Das wurde auch innerhalb von zwei Wochen genehmigt. (war sehr viel unbuerokratischer als heute)</p>
<p>Nach der Genehmigung hatten wir innerhalb kuerzester Zeit genug Leute zusammen um mit dem Abbau zu beginnen. Es dauerte auch gar nicht lange und die anderen Chromaufkaeufer bekamen das mit und brachten auch ihre Leute nach Bel-at. Wir hatten dort unsere 16 Hektar sorgfaeltig abgesteckt, aber es gab auch jede Menge Erz ausserhalb, wenn es auch mit 58% geringfuegig niedriger im Chromgehalt lag, aber trotzdem als aeusserst hochwertig anzusehen war.</p>
<p>Im Verlaufe des Sommers 1988 verschifften wir 5 LCTs mit hochwertigem Erz und verdienten sehr gutes Geld. Wir kauften zwei LKWs und einen Payloader um in Donna Helene den Abbau und Transport zu mechanisieren. In Bel-at war daran nicht zu denken, denn es gab ja keine befahrbaren Strassen. Da wurde alles getragen.</p>
<p>Im Januar 1989 kam Ponyong nach San Jose und hatte mal wieder viel Zeit zur Verfuegung. Sein Freund Jun war immer noch bei uns als Bodyguard und begleitete mich auf fast all meinen Trips. Und so entschlossen wir uns Ponyong die Aufsicht in Bel-at zu uebertragen. Er war Feuer und Flamme und meinte nur, dass er alle drei Monate mal nach Ozamis City muesste, um dort seine MO (Mission Order) zu erneuern.</p>
<p>Und so fuhren wir beim naechsten Mal zusammen nach Bel-at. Dort gab es einige Probleme mit Chromerz Dieben, und die wollten wir loesen. Die Wanderung nach Bel-at war fuer Ponyong kein Problem und er bewegte sich sicher an den gefaehrlichen Stellen der Pfade.</p>
<p>In Bel-at hatten wir eine Huette aus jungen Baeumen gebaut (auf den Philippinen round post genannt) und auch der Boden war aus ungezimmerten runden Pfosten und nur die ueblichen Matten lagen darauf zum schlafen. Das war natuerlich sehr unbequem und am naechsten Morgen fuehlte man sich wie geraedert. Aber etwas Rum mit Cola machte das Einschlafen auch auf diesem Untergrund moeglich.</p>
<p>Am morgen sprachen wir mit Alex meinem Schwager, der die Lieferscheine ausstellte und das ganze dort ueberwachte. Ponyongs Job war dabei nur zu helfen, aber ansonsten eben den Sicherheitsaspekt in die Hand zu nehmen. Natuerlich hatte er seine vom Militaer zur Verfuegung gestellte M16 dabei und machte damit auch Eindruck. Als wir die verschiedenen Leute wegen der Diebstaehle befragten, gab es zwar keine unmittelbaren Ergebnisse, aber die Befragten zeigten Furcht. Alle waren ja von der Insel und Ponyong hatte einen &#8220;gewissen Ruf&#8221; dort und so genoss man ihn mit Vorsicht, denn er sparte auch nicht mit Drohungen. Nach den &#8220;Interviews&#8221; meinte Ponyong, dass wir nun etwa 2-3 Tage warten muessten und dann wuerden die ersten &#8220;schwach&#8221; werden und reden, denn selbstverstaendlich setzte er die &#8220;uebelsten Geruechte&#8221; in die Welt, was er alles mit den Dieben und allen die sie deckten, machen wuerde.</p>
<p>In der Tat, es dauerte noch nicht mal zwei Tage, kam einer der Arbeiter auf Ponyong zu und hatte eine laengere Unterredug mit ihm. Dabei nannte er die Diebe beim Namen. Es handelte sich um Angestellte des damaligen Buergermeisters von Loreto, die das gestolene Erz als Lieferungen verbuchten und damit die Bezahlung fuer das Erz kassierten. Wir nahmen uns vor auf dem Rueckweg mit dem Buergermeister zu sprechen.</p>
<p>Am naechsten Tag wanderte ich mit Ramon , unserem Pumpboat Operator nach Loreto und Ponyong begleitete uns. Wir uebernachteten in Esparanza um am naechsten Morgen mit dem Buergermeister zu sprechen. Als wir unsere Geschichte vorgetragen hatten, wurde der Buergermeister richtig boese und schrie insbesondere mich an, dass seine Leute so etwas nie tun wuerden, und was ich &#8220;Scheissauslaender&#8221; mir raus nehmen wuerde unschuldige Filipinos zu beschuldigen. Ich solle mich doch gefaelligst wieder nach Deutschland scheren und er werde sich drum kuemmern, dass ich deportiert werden wuerde. Das war mein erster Zusammenstoss mit dem dem Buergermeister, dem noch etliche folgen sollten. Der Geschaeftsneid hatte zugeschlagen, da er natuerlich nur wenige Wochen nach uns auch begann dort Erz aufzukaufen. Zum Glueck konnte er keine Geschaeftserlaubnis entziehen, da Small Scale Mining unter dem Bureau of Mines war und die Towns damit nichts zu tun hatten. Das aenderte sich erst, als der &#8220;Local Government Code&#8221; in Kraft trat.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/chromerz/" title="chromerz" rel="tag">chromerz</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/ponyong/" title="ponyong" rel="tag">ponyong</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/07/28/ponyong-in-bel-at-1-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/07/19/bild-der-woche-37/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/07/19/bild-der-woche-37/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 12:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[woche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=2082</guid>
		<description><![CDATA[Auch Unkraut kann schoen sein Tags: bild, dinagat, Mindanao, philippinen, woche Verwandte Artikel Die Science-Lehrerin 2. Teil (0) Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (1) &#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (0) &#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (1) &#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (0) &#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (0) &#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (0) &#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (1) 3 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="sticky_post"><p style="text-align: center;"><a href="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/07/Unkraut.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2083" title="Unkraut" src="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/07/Unkraut.jpg" alt="" width="428" height="594" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Auch Unkraut kann schoen sein</p>
</div>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/bild/" title="bild" rel="tag">bild</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/woche/" title="woche" rel="tag">woche</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/07/19/bild-der-woche-37/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 02:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=1973</guid>
		<description><![CDATA[Im September begannen bei meiner Frau voellig ueberraschend die Wehen 2  1/2 Monate zu frueh. Es war morgens gegen elf Uhr, als sie sich ueber ziehende Schmerzen im Unterleib beklagte. Sie identifizierte die Schmerzen nicht sofort als Wehen, da sie anders waren als bei der Geburt unserer Tochter Marion. Meine Schwiegermutter war die erste, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im September begannen bei meiner Frau voellig ueberraschend die Wehen 2  1/2 Monate zu frueh. Es war morgens gegen elf Uhr, als sie sich ueber ziehende Schmerzen im Unterleib beklagte. Sie identifizierte die Schmerzen nicht sofort als Wehen, da sie anders waren als bei der Geburt unserer Tochter Marion. Meine Schwiegermutter war die erste, die auf Geburtsschmerzen tippte. Leider war das Wetter nicht sehr gut. Zwar regnete es nicht, aber der Habagat (Suedwestmonsun) blies sehr stark und das Meer bildete hohe Wellen. Wir informierten Felipe, der mit seiner grossen Bangka gerade in Sering weilte und waren 20 Minuten spaeter auch schon unterwegs ins Krankenhaus. Die Ueberfahrt nach Surigao City war sehr stuermisch und dauerte 2 Stunden. Wir wurden ganz schoen herum geworfen und fuer meine Frau war das zusaetzlich zu den Schmerzen alles andere als &#8220;schoen&#8221;.</p>
<p>Endlich kamen wir am Pantalan dos (Anlegestelle zwei) an und mieteten ein Tricycle, mit dem wir sofort ins Surigao Medical Center fuhren. <span id="more-1973"></span>Dort angekommen mussten wir 30 Minuten auf die Fachaerztin warten, da der Notarzt von Frauenkrankheiten und Gebrechen keine Ahnung hatte. Als die Aerztin kam identifizierte sie die die Schmerzen sofort als Wehen und meinte, dass die Geburt nicht mehr aufzuhalten war.</p>
<p>Von zwei bis sieben Uhr Abend waelzte sich meine Frau in Geburtschmerzen hin und her ohne dass auch nur der kleinste Fortschritt bezueglich oeffnen des Muttermundes feststellen liess. Dann hoerten die Schmerzen ploetzlich auf und der ganze Geburtsvorgang war gestoppt. Beim untersuchen des Babies schien alles in Ordnung zu sein. Allerdings sollte meine Frau fuer wenigstens zwei Tage weiter in der Klinik bleiben.</p>
<p>Die Nacht und der Grossteil des folgenden Tages verliefen ohne Ereignisse. Meine Frau schlief viel und wir dachten, dass wir nochmal Glueck gehabt haetten.</p>
<p>Aber gegen vier Uhr nachmittags kamen die Wehen zurueck und zwar mit einer Vehemenz, wie sie meine Frau nicht einmal bei ihrer ersten Entbindung hatte. Gegen sieben Uhr war der Muttermund immer noch geschlossen und da die Herztoene des Kindes schwaecher geworden waren, entschied sich die Aerztin fuer einen Kaiserschnitt. Damals machte man auf den Philippinen noch den haesslichen Schnitt quer zum Muskel, was die philippinische Frau im nachhinein als &#8220;Centiped&#8221; bezeichnet, da die Narbe in der Tat einem solchen Hundertfuessler aehnelt. Meine Frau wollte aber den sogenannten &#8220;Bikinischnitt&#8221; haben, der in anderen Laendern schon seit vielen Jahren ueblich war. Also versuchte sich die Aerztin zum ersten Mal an einem solchen Schnitt.</p>
<p>Anfaenglich verlief alles normal und ich stand hinter der Glasscheibe im Beobachtungsraum und schaute zu. Ploetzlich war der Strom weg und wir standen alle im Dunkeln. Mein Pulsschlag sprang auf 200 als einige Kerzen und Kerosinlampen im OP angezuendet wurden. Eine Schwester beruhigte mich und meinte, dass der Generator jede Sekunde anspringen wuerde. Die Minuten tickten dahin, aber der Generator kam nicht online. Zusammen mit einer Schwester liefen wir zum Generatorraum, um dort gesagt zu bekommen, dass die Batterie leer sei und sie den Generator nicht starten koennten. Mittlerweile wurde es fuer meine Frau und das Ungeborene immer gefaehrlicher. Ich rannte auf die Strasse und winkte jedem groesseren Fahrzeug doch mit ihrer Batterie auszuhelfen. Alle meinten, dass ihre Batterie bestimmt zu klein sei und keiner wollte es versuchen. Endlich hielt ein groesserer Lastwagen und stimmte sofort zu, mit seinem Truck auszuhelfen. Er bugsierte das Fahrzeug rueckwaerts langsam an den Generatorraum und wir wollten nun die Batterie des Lastwagens ausbauen. Natuerlich war die gegen Diebstahl gesichert mit einem Schloss und der Fahrer hatte keinen Schluessel dazu. Starterkabel war natuerlich auch keines vorhanden. Also wurde aus dem Lager des Krankenhauses ein normales dickeres Stromkabel geholt, abisoliert und mit der Batterie des LKW verbunden. Aber obwohl der Starter des Generators orgelte, sprang dieser nicht an. &#8220;Scheisse&#8221;, bruellte ich und der fuer den Generator zustaendige &#8220;Maintainance Man&#8221; meinte, dass es keine &#8220;Funds&#8221; gaebe um den Generator ordnungsgemaess instand zu halten. Ueber eine halbe Stunde war seit dem Beginn des Stromausfalles vergangen.</p>
<p>Ploetzlich kam das Licht wieder, der Strom war zurueck. Ich rannte sofort zum OP. Dort arbeiteten mittlerweile drei Aerzte an meiner Frau. Sie war inzwischen intubiert worden und in Lebensgefahr. Das Kind &#8211; ein Junge &#8211; war tot. Vier Stunden spaeter, es war bereits nach Mitternacht wurde meine Frau in ihr Zimmer gerollt. Wir hatten alle die ganze Zeit wie im Fieber gewartet und die Pinoys hatten ununterbrochen gebetet. Einige Male hatte ich auch mitgebetet. Sie war nun ausser Lebensgefahr.</p>
<p>Am naechsten Morgen, meine Frau war gerade aufgewacht, brachte eine Krankenschwester einen Schuhkarton ins Zimmer. Ich fragte was das sei und sie meinte, da sei unser Sohn drinnen. Das empfnd ich nun als den absoluten Gipfel der Geschmacklosigkeit. Ich bruellte sie an und fragte ob sie wahnsinnig sei. Da macht meine Frau alles durch, ueberlebt mit Ach und Krach und dann bringt man das tote Kind in einem alten Karton und reisst alle Wunden auf. Ich warf die Schwester mitsamt dem Karton aus dem Zimmer. Mein Schwager kuemmerte sich dann um das tote Kind und veranlasste, dass es nach Paniog gebracht wird um dort beerdigt zu werden. Der dortige Priester taufte das tote Kind auf den Namen Jose. An der Beerdigung nahmen wir nicht teil, da meine Frau noch im Krankenhaus war.</p>
<p>Bei der Entlassung meiner Frau eine Woche spaeter wurde uns dann die dicke Rechnung praesentiert. Ich weigerte mich zu bezahlen, da das Krankenhaus am Tod des Kindes schuld sei und fast meine Frau auch noch &#8220;ermordet&#8221; haette. Das gefiel der Administration zwar gar nicht, aber was konnten sie machen. Uns erschiessen wenn wir die Klinik verliessen? Ich drohte dem Administrator noch mit der grossen Klage, was ihm noch viel weniger gefiel.</p>
<p>Drei Wochen spaeter reichten wir die Klage vor Gericht ein: Eine strafrechtliche Klage fuer &#8220;Homicide with reckless Imprudence&#8221; (ruecksichtloser Totschlag) und eine zivilrechtliche fuer Schadenersatz. Zwei Wochen spater bat mich das Krankenhaus um eine Unterredung. Die Publicity wuerde das Ende der Klinik bedeuten, da es eine Privatklinik sei und zudem die einzige in Surigao City. Mir ging es nicht um Geld, aber ich wollte, dass so etwas nie mehr geschieht. Wir einigten uns also wie folgt: Das Krankenhaus wuerde in den naechsten fuenf Jahren 50 Millionen Pesos in die Modernisierung stecken, wobei ich Wuensche aessern durfte, was ich als wichtig ansehen wuerde. Klar, dass ich  natuerlich entsprechende Funds fuer Maintainance verlangte und etliches an moderner Ausruestung wie neues digitales X-ray und vieles andere. Mein Anwalt sollte das ueberwachen und die Klinik auch seine Kosten ubernehmen.</p>
<p>So wurde es dann auch gemacht und das Krankenhaus war ausruestungsmaessig sehr modern geworden. Es dauerte auch keine fuenf Jahre sondern nur knappe drei, bis alles investiert war.</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/krankenhaus/" title="krankenhaus" rel="tag">krankenhaus</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/04/06/abu-sayyaf-entfuehrt-schweizer/" title="Abu Sayyaf entfuehrt Schweizer (April 6, 2010)">Abu Sayyaf entfuehrt Schweizer</a> (2)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/06/09/bild-der-woche-32/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/06/09/bild-der-woche-32/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 02:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[woche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=1916</guid>
		<description><![CDATA[Traumstrand bei Bababuaya auf Dinagat Tags: bild, dinagat, philippinen, woche Verwandte Artikel Die Science-Lehrerin 2. Teil (0) Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (1) &#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (0) &#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (1) &#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (0) &#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (0) &#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (0) &#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (1) 3 Tote [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="sticky_post"><p style="text-align: center;"><a href="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/06/Dinagat-Traumstrand.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1915" title="Dinagat-Traumstrand" src="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/06/Dinagat-Traumstrand.jpg" alt="Strand bei Bababuaya" width="538" height="362" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Traumstrand bei Bababuaya auf Dinagat</p>
</div>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/bild/" title="bild" rel="tag">bild</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/woche/" title="woche" rel="tag">woche</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/06/09/bild-der-woche-32/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zum ersten Mal im Krankenhaus</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2010/06/04/zum-ersten-mal-im-krankenhaus/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2010/06/04/zum-ersten-mal-im-krankenhaus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 04:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[reisebericht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=1906</guid>
		<description><![CDATA[Damit meine ich selbstverstaendlich ein philippinisches Krankenhaus. Es war im November 1988 gewesen, waehrend die Taifune Unsang und Yoning in kurzem Abstand nacheinander zuschlugen. Ich hatte mich in den letzten Tagen unwohl gefuehlt, aber dachte, ich haette wohl nur irgendetwas gegessen, was nicht ganz so frisch war, wie es haette sein sollen. Ich hatte keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit meine ich selbstverstaendlich ein philippinisches Krankenhaus.</p>
<p>Es war im November 1988 gewesen, waehrend die Taifune Unsang und Yoning in kurzem Abstand nacheinander zuschlugen. Ich hatte mich in den letzten Tagen unwohl gefuehlt, aber dachte, ich haette wohl nur irgendetwas gegessen, was nicht ganz so frisch war, wie es haette sein sollen. Ich hatte keinen Appetit und fuehlte mich auch etwas schlapp. Zwei Tage spaeter kam ein leichtes Fieber dazu, das ich mit Paracetamol bekaempfte. Ich entschloss mich nach Surigao City zu fahren und den Arzt aufzusuchen. Aber am naechsten Moorgen ging kein Passagierboot, da Yoning im Anzug war. Ich dachte, das sei nicht so schlimm, so mies ging es mir ja letzten Endes auch nicht. In dieser Nacht stieg das Fieber gewaltig bis auf 40 Grad und nun war es wohl kein Spass mehr. Draussen tobte Yoning und zerstoerte die Haeuser am Meer, die Unsang noch verschont hatte. Waehrend das Auge ueber San Jose hinweg zog, konnte ich das &#8220;Loch&#8221; im Taifun gar nicht bewundern. <span id="more-1906"></span>Ich sah nur, dass draussen die Sonne schien. Aber nur 20 Minuten spaeter war der Sturm wieder da, nur kam der Wind nun aus der entgegengesetzten Richtung. Ich musste noch weitere 36 Stunden warten, bis der Wellengang soweit zurueck gegangen war, dass sich ein groesseres Boot bereit erklaerte, zum &#8220;Festland&#8221; zu fahren. (Dazu sollte man wissen, dass Mindanao zwar auch eine Insel ist, aber fuer die Menschen,, die von kleineren Inseln kommen ist es das &#8220;Mainland&#8221;)</p>
<p>Die Fahrt war sehr unangenehm. Die Wellen waren immer noch relativ hoch, und das Boot wurde ganz schoen herum geworfen. So manches Mal dachte ich, wir wuerden kentern. Meine Frau nahm die Fahrt sehr viel gelassener als ich. Endlich kamen wir nach Surigao und ich wurde mit einem Tricycle ins Surigao Medical Center gebracht. In der Notfallaufnahme musste ich auch nicht lange warten bis ein Arzt kam. Der untersuchte mich und wies mich ein. Ich wurde an einen Tropf gehaengt, da ich dehydriert war und mir wurde bereits nach meiner ersten Mahlzeit, die ich vollstaendig wieder auskotzte, das Essen verboten. NPO stand nun an der Tuere des Zimmers. Das hies &#8220;Nothing per Oral&#8221;.</p>
<p>Der urspruengliche Verdacht war eine Lebergeschichte, aber die Laboruntersuchungen zeigten normale Leberwerte. Dann wurde die &#8220;boese Gallenblase&#8221; verdaechtigt und dazu musste ich ins Provinzkrankenhaus, da nur die die noetigen Roentgenanlagen hatten. Dort musste ich so komische kleine weisse Perlen essen, die ein wenig groesser waren als die in Deutschland bekannten &#8220;Liebesperlen&#8221;. Die prickelten in meinem Mund wie Brause, aber ich schluckte gehorsam alles runter. Es dauerte keine zwei Minuten &#8211; ich war noch nicht geroengt &#8211; da kam alles wieder hoch. Die Aufnahmen von meiner Gallenblase wurden trotzdem gemacht und es zeigte sich, dass bereits genug Kontrastmittel in meinem Koerper vorhanden war, um ein brauchbares Bild zu bekommen, das aber zeigte, dass die Gallenblase normal war. Als naechstes nahmen die Aerzte sich den Magen &#8211; Darmtrackt vor und ich musste den beruechtigten Bariumbrei &#8220;trinken&#8221;. Diesesmal war ich schon vor dem ersten Schluck vor dem Schirm und eine Aufnahme nach der anderen wurde &#8220;geschossen&#8221;. Kaum waren die die Aerzte fertig, kam der Brei auch wieder hoch. Anschliessend wurde ich in mein Krankenhaus zurueck gebracht.</p>
<p>Natuerlich hatte in der Zwischenzeit meine Frau &#8220;gehandelt&#8221;. Als echte Filipina waren Aerzte fuer sie nicht unbedingt das Non plus ultra und sie hatte ihren Onkel nach Leyte geschickt um Rudi zu holen. Rudi war ein Quackdocktor und hatte einen sehr guten Ruf als Heiler. Was nicht unbedingt etwas heissen mag. Und der wuerde also morgen frueh dann kommen um mich zu &#8220;heilen&#8221;.</p>
<p>Zwei Stunden nach meiner Rueckkehr in Medical Center kam der Arzt und erklaerte mir, was sie gefunden haben. Ich hatte einen Abszess im Duenndarm und der hatte den Darm so abgeknickt, dass absolut nichts mehr durch ging. So wie man halt einen Gartenschlauch knickt, damit kein Wasser mehr kommt. Das hiess ich hatte einen Darmverschluss, der von dem Abszess verursacht wurde. Der Doc meinte, er wuerde mir Antibiotika gegen das Abszess geben und wenn es nicht in drei Tagen weg waere, dann muesste er operieren. Diese Vorstellung schmeckte mir natuerlich gar nicht.</p>
<p>Am naechsten Morgen kam der Onkel mit dem Quackdocktor. Ich war sehr neugierig. Nun der &#8220;untersuchte&#8221; mich auf seine Art. Erst schaute er mir tief in die Augen. Dann holte er einen &#8220;Wedel&#8221; aus seiner Tasche und strich mit dem ueber meinen Koerper. Er murmelte unverstaendliches vor sich hin, waehrend der &#8220;Wedel&#8221; fuer bestimmt 15 Minuten auf meinen Koerper &#8220;rauf und runter &#8220;wanderte&#8221;. Als er damit fertig war, setzte er sich an einen Tisch und legte Kugelschreiber und Papier vor sich hin. Danach versetzte er sich in eine Art Trance. Er sass da und reagierte auf nichts was um ihn herum geschah. Ploetzlich beugte er sich vor und begann wie wild zu schreiben. Dieser &#8220;Schreibanfall&#8221; dauerte etwa fuenf Minuten. Anschliessend machte er kochendes Wasser in der Kueche, die zum Zimmer gehoerte. In diesem Wasser kochte er das beschriebene Papier aus. Die Fluessigkeit wurde nun in eine Tasse geschuettet und ich sollte das trinken. Da ich NPO war weigerte ich mich und meinte, dass ich ja nichts zu mir nehmen darf. &#8220;Das bisserl Wasser schadet nicht es wird dir helfen,&#8221; meinte meine Frau und ich trank, da ich schwach war um zu argumentieren. Anschliessend breitete Rudi das &#8220;gekochte Papier&#8221; zum trocknen auf. Dann setzte er sich an mein Bett und naehte einen kleinen Beutel aus Stoff eines meiner T-Shirts. Teile des getrockneten Papiers wurden dann in den kleinen Beutel gestopft und der Beutel wurde zugenaeht. Dann musste ich mir den Beutel um den Hals haengen. &#8220;Das ist ein Anting Anting,&#8221; erklaerte er mir in Englisch. (philippinischer Talisman) Das wuerde mich beschuetzen. Und damit war Rudis Behandlung beendet.</p>
<p>Ich wuerde weiter verarztet von den Docs, bekam meine Medikamente und drei Tage spaeter wurde ich wieder in das Provinzkrankenhaus zum Roentgen gebracht. Diesesmal spuckte ich den Brei trotz der &#8220;Eilprozedur&#8221; nicht mehr aus und spaeter im Krankenhaus meinte der Docktor, dass mein Darm wieder offen, aber an jener Stelle etwas verengt sei.</p>
<p>Ich blieb noch drei weitere Tage im Krankenhaus und konnte dann nach Hause gehen.</p>
<p>Bis heute schwoert meine Frau drauf, dass Rudi mich geheilt hat. Ich bin der Meinung, dass es die Medikamente waren. Aber manchmal zweifle ich auch&#8230;&#8230;</p>
<p>The End</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/dinagat/" title="dinagat" rel="tag">dinagat</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/mindanao/" title="Mindanao" rel="tag">Mindanao</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/reisebericht/" title="reisebericht" rel="tag">reisebericht</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/05/08/die-science-lehrerin-2-teil/" title="Die Science-Lehrerin 2. Teil (Mai 8, 2010)">Die Science-Lehrerin 2. Teil</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" title="Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil (Oktober 21, 2009)">Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/03/29/fussballweltmeister-philippinen/" title="&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen (März 29, 2010)">&#8220;Fussballweltmeister&#8221; Philippinen</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/06/17/kindermord-und-taktlosigkeit/" title="&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit (Juni 17, 2010)">&#8220;Kindermord&#8221; und Taktlosigkeit</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/08/10/schutzengel-geschichten/" title="&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten (August 10, 2010)">&#8220;Schutzengel&#8221; Geschichten</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/07/19/skatabend-im-edelweiss/" title="&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss (Juli 19, 2010)">&#8220;Skatabend&#8221; im Edelweiss</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/07/vegetarischer-besuch/" title="&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch (Dezember 7, 2009)">&#8220;Vegetarischer&#8221; Besuch</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/11/15/utang-na-loob-a-la-conrado/" title="&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1) (November 15, 2009)">&#8216;Utang na Loob&#8217; a la Conrado (Teil 1)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2009/12/25/3-tote-in-gensan-durch-feuer-im-kracherladen/" title="3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221; (Dezember 25, 2009)">3 Tote in Gensan durch Feuer im &#8220;Kracherladen&#8221;</a> (0)</li>
	<li><a href="http://www.phil-life.net/2010/02/03/abstimmung-beim-besucher-award/" title="Abstimmung beim Besucher-Award (Februar 3, 2010)">Abstimmung beim Besucher-Award</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2010/06/04/zum-ersten-mal-im-krankenhaus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
