06.September.2010

Ein Ausflug nach San Pablo


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war am Karfreitag 1988, als ich zusammen mit Toto, einem Cousin meiner Frau, einen Trip nach San Pablo machte, da ich Gorio versprach, dass ich vor Ostersonntag Geld fuer die Mitarbeiter bringen wuerde. Meine Frau und ihre gesamte Familie warnten uns, dass wir nicht fahren sollten, da es Karfreitag sei und da wuerde immer etwas passieren und man sollte unter keinen Umstaenden das Haus verlassen, es sei denn, man ginge in die Kirche. Natuerlich lachte ich ueber einen solchen Aberglauben und Toto als junger Mann wollte wohl nicht nachstehen und fuer aberglaeubisch gehalten werden und er lachte mit. Seinem Gesicht sah ich aber an, dass er eher skeptisch war.

Wir bereiteten alles vor, fuellten Benzin nach und checkten den Motor. Normalerweise fuhr Ramon das Pumpboot, aber er war ja auch aberglaeubisch und so oblag es Toto und mir das Ding zu fahren. Kurze Trips hatte ich ja schon oefter gemacht, aber nach San Pablo waren es doch fast drei Stunden. (weiterlesen…)

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03.August.2010

Bild der Woche


von Kai | Kategorie Bild der Woche

Altes Bootgerippe am Ufer von Paniog auf Dinagat

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03.August.2010

Ponyong in Bel-at 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Alle Erklaerungen, dass wir dringend zu einem Verletzten mussten halfen nichts, der Polizeichef bestand darauf und unterstrich seinen Anspruch durch wiederholtes Klopfen auf seine Pistole. Also marschierten wir zum Mayor. Dort geschah das gleiche wie sonst, der Mayor bruellte los was mir denn einfiele noch immer hier zu sein, ich haette schon laengst die Mine auf ihn ueberschreiben sollen. Ich wollte mir das einfach nicht mehr antun und drehte mich um und ging. Er befahl seinem Polizeichef mich festzuhalten, wobei ich mich umdrehte und sagte, dass wir sofort Klage einreichen wuerden wegen “illegal Detention”. Nun kam er erst in Fahrt und drohte zum erstenmal ganz offen,  dass ich wohl bald Haifutter werden wuerde, wenn ich nicht von hier verschwinden wuerde. Nun ich bin ja nicht aufs Kopferl gefallen und hatte mir in weiser Voraussicht ein Diktaphon beim letzten Besuch in Surigao gekauft, das natuerlich die ganze Zeit lief. Das zog ich nun aus der Tasche und winkte damit, wobei ich gleichzeitig meinte, dass ich ja nun alle Beweise haette um ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Zum ersten Mal sah ich ihn sprachlos. (Aber leider war der Beweis voellig nutzlos, da die Aufnahme ohne sein Wissen gemacht wurde. So erklaerte es zumindest mein Anwalt.) (weiterlesen…)

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02.August.2010

Ponyong in Bel-at 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Ich bekam wohl den Schreck meines Lebens als Ponyong ueber die Kante des Pfades rutschte und in die Tiefe  fiel. Sein Schrei gellt heute noch in meinen Ohren, wenn ich daran denke.

Vorsichtig liess ich mich auf die Knie nieder, und schaute hinunter in die Schlucht. Etwa zehn Meter unter mir wuchs ein knorriger kurzer etwa zwei Meter grosser Baum, der an der Spitze abgebrochen war. Die Schlaufe von Ponyongs Umhaengetasche hatte sich dort verfangen und beide Arme fest um die Tasche gepresst hing Ponyong ueber dem Abgrund. Eine falsche Bewegung konnte die Schlaufe zum abrutschen bringen.

“Bist du ok?” rief ich hinunter.

“Ja soweit schon, aber ich weiss nicht wie lange ich mich halten kann” kam es zurueck. (weiterlesen…)

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29.Juli.2010

Ponyong in Bel-at 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am naechsten Morgen verabschiedete ich mich von Ponyong, der nach Bel-at zurueck gehen wuerde um dort seine Arbeit zu machen, und ich fuhr mit Ramon nach San Jose. Dort angekommen erzaehlte ich meiner Frau vom Verhalten des Buergermeisters, und sie meinte nur, dass auch er, wie alle anderen, die schlechtes im Leben machen, eines Tages bezahlen muesse.

Eine Woche spaeter fuhr ich zurueck nach Loreto und wanderte mit Ramon nach Bel-at. Ich war noch keine zehn Minuten dort, da wurde ich vom Polizeichef von Loreto in unserer Huette abgeholt. Auf meine Frage, was das solle, meinte er, dass der “Mayor” hier sei und mit mir reden wollte. Ich forderte Ponyong auf mich zu begleiten. Der schnappte sich seine M16 und wollte mitkommen, was wiederum der Polizeichef untersagen wollte. Ich meinte, dass ich nicht mitgehen wuerde ohne Ponyong und angesichts der M16 hatte der Chef wohl kaum eine Wahl. (weiterlesen…)

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28.Juli.2010

Ponyong in Bel-at 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Sicher erinnert ihr euch alle noch an Ponyong aus der Geschichte “Der Auftrag”. Damals war er ja sozusagen eine Art “Gegner”, der mich um die Ecke bringen sollte. Spaeter nahm er sich oft frei vom Militaer, was bei seinem Job einfach mit einer “Mission Order” abgedeckt wurde, um sich bei uns ein Zubrot zu verdienen.

Im Februar 1988 waren drei Negritos, die man in Surigao als Kongking bezeichnete,  mit Chromerzproben von Bel-at gekommen und hatten sie zum analysieren da gelassen. Als ich zwei Wochen spaeter das Ergebnis der Analyse bekam, dachte ich mich trifft der Schlag. Solches Erz sollte es eigentlich gar nicht geben. Mit 62-66% Chromgehalt, duerfte es das beste Erz der Welt sein. Wir machten also einen Trip nach Bel-at zusammen mit den Negritos um uns alles anzusehen. Das war zu dieser Jahreszeit nicht einfach, denn der Nordostmonsun blies, und es war unmoeglich mit dem Boot hinzufahren. Wir fuhren also nur bis Loreto und von dort aus war eine achtstuendige Wanderung nach Bel-at angesagt. (weiterlesen…)

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19.Juli.2010

Bild der Woche


von Kai | Kategorie Bild der Woche

Auch Unkraut kann schoen sein

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17.Juni.2010

“Kindermord” und Taktlosigkeit


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Im September 1989 begannen bei meiner Frau voellig ueberraschend die Wehen 2  1/2 Monate zu frueh. Es war morgens gegen elf Uhr, als sie sich ueber ziehende Schmerzen im Unterleib beklagte. Sie identifizierte die Schmerzen nicht sofort als Wehen, da sie anders waren als bei der Geburt unserer Tochter Marion. Meine Schwiegermutter war die erste, die auf Geburtsschmerzen tippte. Leider war das Wetter nicht sehr gut. Zwar regnete es nicht, aber der Habagat (Suedwestmonsun) blies sehr stark und das Meer bildete hohe Wellen. Wir informierten Felipe, der mit seiner grossen Bangka gerade in Sering weilte und waren 20 Minuten spaeter auch schon unterwegs ins Krankenhaus. Die Ueberfahrt nach Surigao City war sehr stuermisch und dauerte 2 Stunden. Wir wurden ganz schoen herum geworfen und fuer meine Frau war das zusaetzlich zu den Schmerzen alles andere als “schoen”.

Endlich kamen wir am Pantalan dos (Anlegestelle zwei) an und mieteten ein Tricycle, mit dem wir sofort ins Surigao Medical Center fuhren. (weiterlesen…)

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09.Juni.2010

Bild der Woche


von Kai | Kategorie Bild der Woche

Strand bei Bababuaya

Traumstrand bei Bababuaya auf Dinagat

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04.Juni.2010

Zum ersten Mal im Krankenhaus


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Damit meine ich selbstverstaendlich ein philippinisches Krankenhaus.

Es war im November 1988 gewesen, waehrend die Taifune Unsang und Yoning in kurzem Abstand nacheinander zuschlugen. Ich hatte mich in den letzten Tagen unwohl gefuehlt, aber dachte, ich haette wohl nur irgendetwas gegessen, was nicht ganz so frisch war, wie es haette sein sollen. Ich hatte keinen Appetit und fuehlte mich auch etwas schlapp. Zwei Tage spaeter kam ein leichtes Fieber dazu, das ich mit Paracetamol bekaempfte. Ich entschloss mich nach Surigao City zu fahren und den Arzt aufzusuchen. Aber am naechsten Moorgen ging kein Passagierboot, da Yoning im Anzug war. Ich dachte, das sei nicht so schlimm, so mies ging es mir ja letzten Endes auch nicht. In dieser Nacht stieg das Fieber gewaltig bis auf 40 Grad und nun war es wohl kein Spass mehr. Draussen tobte Yoning und zerstoerte die Haeuser am Meer, die Unsang noch verschont hatte. Waehrend das Auge ueber San Jose hinweg zog, konnte ich das “Loch” im Taifun gar nicht bewundern. (weiterlesen…)

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