05.Juli.2010

Orchideensuche


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Als wir in Bukidnon wohnten, vernarrten wir uns regelrecht in die wilden lokalen Orchideen, die dort ueberall wuchsen und zum Teil wirklich prachtvoll bluehten, auch wenn die Blueten nicht so lange hielten und in keiner Weise so gross wurden, wie die der Hybriden. Aber es gab sehr viele verschiedene Sorten und die wenigen, die ich identifizieren konnte waren die wilden Dendrobium und Phalaenopsis Arten. Und es waren gerade die wilden Phalaenopsis, die es uns angetan hatten. Deren Schoenheit stand den Hybriden in keiner Weise nach. Alle anderen kannte ich nicht und hatte bei National Bookstore damals auch kein Betimmungsbuch gefunden.

Und so sammelten wir anfaenglich bei Nachbarn und anderen Dorfbewohnern alles an wilden Orchideen, was wir bekommen konnten. Etliche Kaffeebaeume waren bereits voll mit den verschiedensten Pflanzen und wir faellten einige alte Kaffeebaueme um mehr Staender fuer Orchideen zu haben, denn wir machten die Erfahrung, dass die Pflanzen dort besonders gut wuchsen.  (weiterlesen…)

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07.April.2010

Merkwuerdig……


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Schon seit Wochen habe ich Probleme mit dem Internet. Ich beziehe das Internet von Bayantel und habe den besseren Plan mit einem “angegebenen Speed” von zwei Mpps. Dass ich diese zwei Mpps nicht erreiche duerfte jedem klar sein, allerdings habe ich – gemaess Speedtests – 1-1,5 Mpps, aber….

Schon seit ueber zwei Monaten hatte ich besonders in den Abendstunden und am Wochenende Geschwindigkeiten wie frueher mit meiner 384 Kpps Leitung, bevor ich den Upgrade gemacht hatte. Ich reklamierte verschiedentlich und es kam auch immer jemand innerhalb von 24 Stunden  zum checken. Die Herren Techniker versuchten alles moegliche, aber da sie immer tagsueber kamen, konnten sie mein schleichendes Internet nie sehen. (weiterlesen…)

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08.März.2010

Ein verstauchter Fuss, das war aber erst der Anfang…..


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war im Januar 1994 und die Trockenzeit hatte begonnen. Das Wetter war sehr schoen, aber wegen der Hoehenlage unserer Farm in Bukidnon war es kuehl und ich spielte mit meinen beiden Kindern im Garten fangen. Natuerlich hatten sie es darauf angelegt, dass ich immer der Faenger war und sie wichen mir oft mit geschickten Haken aus, so dass ich sie oefter verfehlte. Hatte ich dann z. B. meine Tochter erwischt, liess ich mich leicht wieder “fangen” da das fuer die beiden Kleinen der groesste Spass war. Unser Gelaechter fiel dabei sogar vorbei gehenden Fussgaengern auf. Solche Spiele machen philippinische Eltern mit ihren Kindern eher selten.

Mein vier-jaehriger Sohn war gerade dran und rannte auf mich zu. Ich wollte mit einem geschickten Schritt zur Seite ausweichen, aber mein linker Fuss war wie fest genagelt am Boden und ich knickte um, wobei mein Fuss fuer einen Augenblick fast im 90 Grad Winkel zum Bein stand. Ich spuerte wie die Sehne ueber den Knoechel rutschte und beim Hinfallen zurueck glitt. (weiterlesen…)

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04.Dezember.2009

Wie alles begann….. 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Eigentlich hatte ich nicht vor auf die Philippinen auszuwandern. Es ging mir nicht schlecht in Deutschland und ich hatte seit July 1986 sozusagen ein “faules” Jahr eingelegt. In diesem Jahr wollte ich meiner Zukuenftigen Deutschland naeher bringen und ihr mit Zeit und Zuwendung das Einleben erleichtern. Es war ja doch fuer sie ein grosser Unterschied zu den Philippinen.

Ende Juli schloss ich die Tueren meines Geschaeftes, da die Rezession neben der Gastronomie eben auch Laeden, die Hobbyartikel verkaufen, als erstes trifft. Daraufhin beschloss ich eben Inday nach Deutschland zu holen und hier zu heiraten. Aber erst machte ich einmal mit meinen Freunden im August und der ersten Septemberhaelfte Urlaub in Jugoslawien. Und es sollte ein schoener Urlaub werden. Wir sind bis ganz in den Sueden gefahren und hatten viele Erlebnisse, einschliesslich eines dreitaegigen unfreiwilligen Aufenthaltes in Albanien. Aber die Details dazu gehoeren nicht in diese Geschichte. (weiterlesen…)

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03.Dezember.2009

Wie alles begann….. 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Nach den Untersuchungen und Labortests sprach ich mit dem Arzt. “Ihrer Frau fehlt physisch ueberhaupt nichts. Sie leidet an entsetzlichem Heimweh und ist zu einem Leben in diesem Land nicht geeignet. Wie ihr damit umgeht und muesst ihr beide wohl selbst entscheiden. Aber so kann es nicht weiter gehen. Ausserdem ist sie schwanger und duerfte um den 16/18. April herum empfangen haben. Das Kind sollte in der ersten Januarwoche geboren werden.”  Das Ultraschallbild der damaligen Untersuchung haben wir uebrigens heute noch. Ich bedankte mich und als Inday drei Tage spaeter aus dem Spital entlassen wurde, hatten wir einige ernsthafte Unterhaltungen. Die Schlussfolgerung war klar: Entweder wir trennen uns und sie geht zurueck oder wir gehen gemeinsam auf die Philippinen. Ich war ja nun schon zweimal auf den Philippinen, aber konnte mir eigentlich ein dauerhaftes Leben dort nicht so recht vorstellen. Wie auch immer, ich wollte keine Trennung, sie auch nicht und das war die Entscheidung.

Am naechsten Tag rief ich auf der philippinischen Botschaft in Bonn an und erkundigte mich. Die Auskunft war klar, eigentlich alles sehr einfach. Ich benoetigte eine Geburtsurkunde, Auszug aus dem Familienstammbuch der Eltern, Taufurkunde, Fuehrungszeugnis und Reisepass und zu allem die entsprechende englische Uebersetzung.  Also beantragte ich zuerst das Fuehrungszeugnis, was etwa 3-4 Tage dauern sollte. In der Zwischenzeit unterrichtete ich meine Freunde und meine Grossmutter von unserem Entschluss. (weiterlesen…)

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02.Dezember.2009

Wie alles begann….. 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am Dienstag Vormittag kam dann ein Kaeufer fuer meine Stereoanlage, nachdem ich sie am Wochenende nochmal in der Zeitung angeboten hatte. Ich bekam zwar durch den Eilverkauf 500 Mark weniger als ich wollte, aber 4500 Mark waren besser als nichts. Am Nachmittag reservierte ich einen Leihwagen und anschliessend packten wir alles, was noch nicht gepackt war. Am Abend kamen alle meine Freunde zum Verabschieden. So manche Traene floss dabei, denn es waren ja wirklich gute und enge Freunde gewesen. Mangels Sitzgelegenheiten, denn die waren ja alle schon verkauft, sassen wir auf dem Teppichboden und tranken noch ein wenig Wein und unterhielten uns ueber “was auch immer die Zukunft bringen mag”. Inday musste dabei noch etwas mehr ueber das Land erzaehlen, da einige doch ziemlich viele Fragen hatten. Gegen 10 Uhr verabschiedeten sich meine Freunde und ich wurde schon etwas wehmuetig. In weniger als 24 Stunden sollten wir in der Luft sein. (weiterlesen…)

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01.Dezember.2009

Wie alles begann….. 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am ersten Tag liessen wir es sehr geruhsam angehen. Wir mussten natuerlich mit fast allen Nachbarn reden, die schon sehr neugierig waren und meine Frau freundete sich mit einer Lehrerin aus der Nachbarschaft an. Gleichzeitig liessen wir alle Nachbarn wissen, dass wir ein Appartment oder Haus zu mieten suchen. Allerdings wollten wir das nicht in Hayco haben, denn das war eine Squattersiedlung. Zwar war es im Stil einer Subdivision, aber eben doch auf illegal besetztem Land und der Eigentuemer hatte einige Monate vorher Klage eingereicht. (Diese Klage wurde im uebrigen erst 2008 entschieden durch das Supreme Court, aber die Menschen leben noch immer dort.) Wir hatten ja schon vorher beschlossen voruebergehend in Cebu zu bleiben und erst mal schauen, was wir ueberhaupt dort machen wollten. Wir hatten naemlich noch keinerlei konkrete Vorstellungen und die Idee meiner Frau mit Jeepneys oder Taxis den Lebensunterhalt zu verdienen schmeckte mir ueberhaupt nicht.

Am naechsten Tag zogen wir dann los nach Moebel und Elektrogeraeten zu schauen. Das war natuerlich zuerst mal informativ und zum Preisvergleich gedacht, kaufen wollten wir erst, wenn wir eine Wohnung haben. (weiterlesen…)

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07.Oktober.2009

Nachbarn


von Kai | Kategorie Stevaros World

Als wir vor rund einem halben Jahr den Mietvertrag für unser Haus unterschrieben, sagte uns der Verwalter, dass unsere Nachbarn Amerikaner seien. Dies verwunderte uns, da kein Amerikaner zu sehen war, dafür aber viele philippinische Leute. Nun gut – auch ok. Ich vermutete zunächst, dass der Amerikaner als Pflegefall in der Besenkammer vegetiert oder man ihn gemeuchelt und verscharrt hat. (weiterlesen…)

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