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	<title>Phil-Life.net &#187; erlebnis</title>
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		<title>Orchideensuche</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 06:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir in Bukidnon wohnten, vernarrten wir uns regelrecht in die wilden lokalen Orchideen, die dort ueberall wuchsen und zum Teil wirklich prachtvoll bluehten, auch wenn die Blueten nicht so lange hielten und in keiner Weise so gross wurden, wie die der Hybriden. Aber es gab sehr viele verschiedene Sorten und die wenigen, die ich identifizieren konnte waren die wilden Dendrobium und Phalaenopsis Arten. Und es waren gerade die wilden Phalaenopsis, die es uns angetan hatten. Deren Schoenheit stand den Hybriden in keiner Weise nach. Alle anderen kannte ich nicht und hatte bei National Bookstore damals auch kein Betimmungsbuch gefunden.</p>
<p>Und so sammelten wir anfaenglich bei Nachbarn und anderen Dorfbewohnern alles an wilden Orchideen, was wir bekommen konnten. Etliche Kaffeebaeume waren bereits voll mit den verschiedensten Pflanzen und wir faellten einige alte Kaffeebaueme um mehr Staender fuer Orchideen zu haben, denn wir machten die Erfahrung, dass die Pflanzen dort besonders gut wuchsen. <span id="more-2029"></span> Zudem siedelten sich dort auch Moose und Farne an, so dass das ganze nach ein bis zwei Jahren sehr natuerlich aus sah.</p>
<p>Eines Tages kam Victorino, einer unser Pflanzer, mit einigen Dendrobium Arten an, die er von einem alten gestuerzten Urwaldriesen entfernt  hatte. Die Orchideen hatten viele kleine kraeftige orangefarbige Blueten in dichten Buendeln und waren sehr schoen. Und so entschlossen wir uns auf Orchideensuche zu gehen. Es gab ja ueberall alte Baeume und Felswaende, an denen Orchideen sich besonders gerne niederlassen.</p>
<p>Damals war Otto bei uns und der wollte natuerlich mit gehen. Also zogen wir eines Sonntags Morgen los. Rico, Butchoy, Otto und ich  machten sich also auf Orchideensuche. Am Anfang ueberquerten wir alle unsere Felder, da wir ins Flusstal wollten, denn dort hatten riesige alte Urwaldriesen ueberlebt, die nur auf Grund ihrer Lage noch standen. Etliche von denen waren tot und Orchideen siedeln besonders gerne auf toten, alten Baeumen. Um uns die Kletterei einfacher zu machen, hatten wir meine komplette Abseil- und Aufstiegsausruestung einschliesslich Klemmen dabei.</p>
<p>Als wir dann etwa vier Kilometer weiter den Maagnao River erreichten, gingen wir flussaufwaerts, denn dort standen viele dieser alten Baeume. Zudem brach der Fluss dort durch eine zirka 40 Meter tiefe Schlucht mit steilen Felswaenden. Auch dort sollten einige Orchideen  zu finden sein.</p>
<p>Zuerst kamen wir an die Schlucht und stiegen vor den Felswaenden den steilen Hang hinauf, nachdem wir vorher mit dem Fernglas schon etliche Orchideen ausgemacht hatten und uns ein Landmark oberhalb der Felswand gemerkt hatten. Dort wollten wir hin und uns abseilen um die Pflanzen aus der Felswand zu holen. Nachdem wir oben angekommen waren, befestigte ich das Seil und Butchoy seilte sich ab. Wir hatten das natuerlich vorher mit ihm an unserem Mahagonibaum beim Haus geuebt und es klappte sehr gut. Butchoy hatte einen Sack dabei und sammelte fleissig einige Orchideen ein. Wir hatten ihm die Anweisung gegeben nicht mehr als sechs  Pflanzen einer Art zu nehmen und er hielt sich auch daran. Wir wiederholten das ganze noch an zwei anderen Stellen und hatten insgesamt ueber 40 Pflanzen  in neun verschiedenen Arten. Anschliessend gingen wir den Hang wieder hinunter und durchquerten die etwa 100 Meter lange Schlucht flussaufwaerts. Dabei mussten wir zum Teil ueber grosse Felsen klettern und oefter auch durch das Wasser waten. Etwa zwei Kilometer danach kamen wir zu den besagten alten Baeumen. Unter ihnen war ein echter alter, abgestorbener Riese. An ihm wuchsen hunderte von Orchideen, aber es war so schoen anzusehen, dass ich entschied, wir werden von dort keine Orchideen wegnehmen.  Mittlerweile war es Mittag geworden und wir assen unsere mitgebrachte &#8220;Brotzeit&#8221;;  Reis mit Sardinen aus der Dose, eine wahrhaft lukullische Mahlzeit, aber wir waren hungrig und so schmeckte auch das.</p>
<p>Nach dem Essen stromerten wir in dem &#8220;Wald&#8221; herum &#8211; es duerften nicht mehr als drei oder vier Hektar gewesen sein &#8211; und fanden noch das eine oder andere hier und dort. Gegen vier Uhr machten wir uns dann auf den Heimweg. Wir wollten aber nicht zurueck gehen sondern entschlossen uns den Steilhang hoch zu klettern und von dort weiter zu Rubios Ranch zu laufen. Wir waeren dann etwa zwei Kilometer oberhalb von Maagnao auf die Strasse gestossen und koennten gemuetlich nach Hause laufen. Zumindest dachten wir das. Nachdem wir den Hang erstiegen hatten, kamen wir nach zwei Kilometer an ein reisiges Dornengestruepp, das sich rechts wie links soweit man sehen konnte hin zog. Rico meinte, wir schlagen uns einfach einen Weg mit der Bolo durch das Gestruepp und so begannen wir. Die ersten 200 Meter waren einfach aber dann wurde das Gestruepp immer dichter und wir kamen nur sehr langsam voran. Ehe wir uns versahen begann es dunkel zu werden und die Tropennacht brach herein. Wir konnten nicht zurueck, da wir den Steilhang nicht im Dunkeln herunter klettern konnten und mit nur einer Taschenlampe im Gepaeck war das zu gefaehrlich. Also entschlossen wir uns dort im Gestruepp zu uebernachten. Da wir alle nur ein T-Shirt anhatten, wussten wir genau, dass es eine sehr kalte Nacht werden wuerde. Schliesslich war es Maerz und da sind die Temperaturen nachts noch emmpfindlich kuehl mit zirka 10-12 Grad. Und gerade heute hatten wir einen klaren Himmel, der Kaelte versprach. Wir suchten also im Licht der Taschenlampe alles an altem Holz und vertrockneten Gestruepp zusammen um wenigstens ein Lagerfeuer zu haben. Zu essen hatten wir nichts mehr, aber wenigstens hatten wir noch etwas Wasser.</p>
<p>Es wurde wirklich kalt in der Nacht, kaelter als wir erwarteten oder zumindest bildeten wir uns das ein. Vorne wurden wir vom Feuer gegrillt und hinten froren wir uns den Arsch ab. Schon laengst hatten wir alle unsere Arme innerhalb der T-Shirts versteckt, aber die Nacht war lange. Schlafen konnte keiner und so froren und langweilten wir uns durch die Nacht. Otto meckerte die ganze Zeit, dabei erzaehlte er sonst immer wie &#8220;out door gestaehlt&#8221; er sei seit seinen ausgedehnten Reisen im Norden Luzons. Ich gehe mal davon aus, dass er die Bars in Manila meinte.</p>
<p>Endlich graute der Morgen und wir begannen zu hacken und nach 15 Minuten und 10 Metern dichtestem Gestruepp waren wir durch. Das haetten wir gestern abend auch machen koennen. Wir ueberquerten die ausgedehnten Weiden von Rubios Ranch und kamen kurz darauf auf den Highway. Und 30 Minuten spaeter waren wir zu Hause.</p>
<p>Dort hatten sie sich natuerlich grosse Sorgen gemacht und in aller Frueh schon einen &#8220;Suchtrupp&#8221; los geschickt. Die kamen gegen Mittag zurueck und waren ebenso froh uns zu Hause vorzufinden.</p>
<p>Erwaehnen moechte ich dabei noch, dass der Abflug von Elda und Otto scheinbar laenger geplant war, da er schon zwei Wochen zuvor begonnen hatte den schoenen alten Baum mit den vielen Orchideen zu faellen und alle Pflanzen mitgenommen hatte um sie in Cagayan zu verkaufen. Leider erfuhren wir das erst eine Woche nach seiner &#8220;uebersturzten Abreise&#8221;, sonst haetten wir das mit Sicherheit verhindert.</p>

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		<title>Merkwuerdig&#8230;&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 14:31:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon seit Wochen habe ich Probleme mit dem Internet. Ich beziehe das Internet von Bayantel und habe den besseren Plan mit einem &#8220;angegebenen Speed&#8221; von zwei Mpps. Dass ich diese zwei Mpps nicht erreiche duerfte jedem klar sein, allerdings habe ich &#8211; gemaess Speedtests &#8211; 1-1,5 Mpps, aber&#8230;. Schon seit ueber zwei Monaten hatte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit Wochen habe ich Probleme mit dem Internet. Ich beziehe das Internet von Bayantel und habe den besseren Plan mit einem &#8220;angegebenen Speed&#8221; von zwei Mpps. Dass ich diese zwei Mpps nicht erreiche duerfte jedem klar sein, allerdings habe ich &#8211; gemaess Speedtests &#8211; 1-1,5 Mpps, aber&#8230;.</p>
<p>Schon seit ueber zwei Monaten hatte ich besonders in den Abendstunden und am Wochenende Geschwindigkeiten wie frueher mit meiner 384 Kpps Leitung, bevor ich den Upgrade gemacht hatte. Ich reklamierte verschiedentlich und es kam auch immer jemand innerhalb von 24 Stunden  zum checken. Die Herren Techniker versuchten alles moegliche, aber da sie immer tagsueber kamen, konnten sie mein schleichendes Internet nie sehen. <span id="more-1590"></span>Sie wechselten das Modem, ueberprueften x-mal alle Einstellungen, checkten die Leitung zum Haus, checkten die Leitung in unsere Subdivision, aber sie haben nie heraus gefunden, was da nicht so funzte wie es sollte.</p>
<p>Nun seit ich aus Palawan zurueck gekommen war lief mein Internet am Abend wieder mal im Schneckentempo. Also ging ich am letzten Montag zu Bayantel um mal wieder nachzufragen, was da los sein koennte.  Man versprach mir einen Techniker, aber als ich um einen Besuch am Abend bat, meinte die freundliche Dame, dass das leider nicht moeglich sei, da die Techniker nie am Abend arbeiten wuerden. Ich bat um eine Ausnahme und sie meinte sie wuerde mit Manila mal darueber reden. Und tatsaechlich bekam ich heute Nachmittag gegen vier Uhr einen Anruf, dass um sieben Uhr heute Abend ein Techniker vorbei kommen wuerde um sich das anzusehen. Und in der Tat puenktlich um sieben kam er der junge Mann.</p>
<p>Ich liess ihn also ein und nachdem mein Internet den ganzen Abend schon recht lahm gewesen war, hoffte ich dieses Mal auf eine Loesung des Problems. Der junge Mann checkte erst das Modem durch, mass hier etwas und checkte dort etwas, dann schaute er sich die Router Einstellungen an und danach begann er Speedtests zu machen. Und siehe da das Internet raste geradezu. 32 ms nach fuer den Ping nach Davao, 38 ms fuer den Ping nach Manila, 228 ms fuer einen Ping in die USA und ganze 298 ms fuer einen Ping nach Deutschland. Die aufgerufenen Seiten bauten sich in Sekundenschnelle auf und von dem ganzen lahmen Getroedele von vorher war nichts mehr zu sehen. Fast zwei Stunden versuchte der Techniker alles moegliche das Internet zu &#8220;verlangsen&#8221; &#8211; schliesslich war er ja  gekommen ein langsames Internet wieder flott zu machen, aber im Stile der Formel eins raste mein &#8220;Internetschumi&#8221; an diesem abend durch alle Webseiten. Nicht einmal gab es einen der sonst so haeufigen Aussetzer.</p>
<p>Gegen neun Uhr meinte der junge Mann, dass er beim besten Willen nichts finden kann und unter dem Hinweis, dass ich mich melden sollte, wenn das Problem wieder auftauchte, wollte er sich verabschieden. Ich wollte ihm fuer seinen Nachteinsatz noch einen anstaendigen Tip geben, den er aber verweigerte. Ich brachte den jungen Mann zum Tor und er erinnerte mich nochmal anzurufen, wenn wieder etwas sei.</p>
<p>Ich ging zurueck ins Haus und ass mein etwas verspaetetes Abendessen. Danach setzte ich mich an den PC und der Speed war weg. Die Webseiten, die liefen, machten das mit der Geschwindigkeit einer andalusischen Rennschnecke, andere Webseiten verweigerten mir einen Aufruf vollstaendig, mit dem freundlichen Hinweis, dass der Server von XYZ zu langsam sei und nicht antwortet.  Was immer ich versuchte, das Internet war lahmer denn je&#8230;..</p>
<p>Merkwuerdig&#8230;&#8230;.</p>

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		<title>Ein verstauchter Fuss, das war aber erst der Anfang&#8230;..</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war im Januar 1994 und die Trockenzeit hatte begonnen. Das Wetter war sehr schoen, aber wegen der Hoehenlage unserer Farm in Bukidnon war es kuehl und ich spielte mit meinen beiden Kindern im Garten fangen. Natuerlich hatten sie es darauf angelegt, dass ich immer der Faenger war und sie wichen mir oft mit geschickten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war im Januar 1994 und die Trockenzeit hatte begonnen. Das Wetter war sehr schoen, aber wegen der Hoehenlage unserer Farm in Bukidnon war es kuehl und ich spielte mit meinen beiden Kindern im Garten fangen. Natuerlich hatten sie es darauf angelegt, dass ich immer der Faenger war und sie wichen mir oft mit geschickten Haken aus, so dass ich sie oefter verfehlte. Hatte ich dann z. B. meine Tochter erwischt, liess ich mich leicht wieder &#8220;fangen&#8221; da das fuer die beiden Kleinen der groesste Spass war. Unser Gelaechter fiel dabei sogar vorbei gehenden Fussgaengern auf. Solche Spiele machen philippinische Eltern mit ihren Kindern eher selten.</p>
<p>Mein vier-jaehriger Sohn war gerade dran und rannte auf mich zu. Ich wollte mit einem geschickten Schritt zur Seite ausweichen, aber mein linker Fuss war wie fest genagelt am Boden und ich knickte um, wobei mein Fuss fuer einen Augenblick fast im 90 Grad Winkel zum Bein stand. Ich spuerte wie die Sehne ueber den Knoechel rutschte und beim Hinfallen zurueck glitt. <span id="more-1414"></span>Ein stechender Schmerz fuhr durch mein Fussgelenk und ich schrie auf. Meine Frau kam angelaufen und ich stoehnte und verlangte nach Eis um den Knoechel zu kuehlen und eine groessere Schwellung zu verhindern. Das wurde dann auch prompt im Sari Sari Store geholt und ich packte meinen verletzten Fuss in Eis. Das Eis linderte erst mal den groessten Schmerz. So sass ich bestimmt 10 Minuten im Hof auf dem Boden, bis ich dann versuchte aufzustehen und ins Haus zu kommen. Aber an Auftreten war nicht zu denken und so huepfte ich &#8220;einbeinig&#8221; von meiner Frau unterstuetzt nach drinnen. Innerhalb von 30 Minuten war mein Knoechel auf ueber doppelte Groesse angeschwollen, das konnte auch das Eis nicht mehr verhindern. Es pochte und rumorte in meinem Fuss, so dass ich mir ernsthafte Sorgen machte, ob da nicht was kaputt gegangen war. Aber es war nachmittags und da gab es keine Jeepneys mehr um nach Malaybalay ins Krankenhaus zu fahren. Ich beschloss also am naechsten Morgen mit dem ersten Jeep ins Krankenhaus zu fahren.</p>
<p>Die Nacht verbrachte ich mit starken Schmerzen mehr schlecht als recht und am naechsten Morgen war ich bereits um 6 Uhr fertig, aber eben barfuss, da mein geschwollener Fuss weder in einen Schuh passte ncoh in meine Slipper. Zwei Stunden spaeter war ich im Krankenhaus und mein Knoechel wurde nach laengerem Abtasten durchleuchtet. Das Ergebnis war wenigstens positiv, es war nichts gerissen oder gebrochen, sondern &#8220;nur&#8221; eine Verstauchung der uebelsten Sorte. Ich bekam eine Salbe verschrieben, sowie Tabletten gegen die Schmerzen und elastische Binden und huepfte danach wieder &#8220;einbeinig&#8221; aus dem Krankenhaus zum wartenden Tricycle, das uns zurueck zum Busbahnhof am Markt brachte. Von dort fuhren wir wieder mit dem naechsten Jeepney nach Maagnao zurueck.</p>
<p>Es dauerte sechs Tage bis ich die ersten Gehversuche machte und schwer hinkend mich zumindest wieder selbst fortbewegen konnte. Am zweiten Tag nach meinen ersten Gehversuchen, &#8220;kletterte&#8221;  ich die steile innere Treppe hoch um ins Obergeschoss des Hauses zu kommen. Die einfachere Aussentreppe verwendeten wir fuer gewohnlich nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit, insbesondere auch weil der &#8220;Aerger auf der Farm&#8221;  ja noch nicht zu Ende war. <a href="http://www.phil-life.net/2009/10/12/neidfaktor-oder-%E2%80%9Caerger-auf-der-farm%E2%80%9D-1-teil/" target="_self">Mehr koennt ihr dazu in der Rubrik Erlebnisse lesen</a>. (Es sind vier Teile, aber der Link fuehrt nur zum ersten Teil, von dort aus kommt ihr auch zu den anderen Teilen der Erzaehlung.) Unsere Helferin Lynlyn hatte einige Minuten vorher die Thermoskanne mit kochendem Wasser gefuellt und neben der &#8220;Leiter&#8221; stehen lassen, aber den Deckel nicht zugeschraubt, sondern nur aufgelegt. Beim hoch steigen fiel diese Thermoskanne um und das kochend heisse Wasser ergoss sich ueber meinen verstauchten Fuss. Ich bruellte auf vor Schmerz und fiel prompt die Treppe hinunter. Hart krachte ich mit dem Kopf voraus auf den Beton, was mir zusaetzliche Schmerzen samt einer kraeftigen Beule einbrachte. Ich flucht und schimpfte und gab Lynlyn so ziemlich alle Schimpfnamen, die mir einfielen. Meine Frau rannte in den Laden um Eis zu besorgen (Schon wieder, fragten die dort?) und fuellte einen Eimer mit Wasser und dem Eis, wo ich dann meinen nun mehr doppelt laedierten Fuss hineinstellte. Einmal mehr war ich zum Einbeinigen geworden. Der Schmerz liess im kalten Wasser sofort nach und wenn immer das Eis geschmolzen war wurde neues Eis zugegeben. Ich trank dazu Tanduay mit Cola um mir die noetige Bettschwere zu besorgen, da ich genau wusste,dass ohne Rausch an Schlafen gar nicht zu denken gewesen waere. Diese Nacht verbrachte ich unten im Wohnzimmer auf dem Sofa.</p>
<p>Am naechsten Morgen war ueberall auf dem Rist die Haut abgegangen und wir schickten jemanden nach Malaybalay um antibiotische und Brandsalbe zu besorgen, da sich ja so grossflaechige Wunden sehr leicht entzuenden. Die Verbrennung selbst schmerzte nicht mehr, aber jedesmal wenn die Wunde antrocknete tat die Spannung auf der Haut furchtbar weh. Am naechsten Tag hatte sich Eiter auf der Oberflaeche der Wunde gebildet und einmal mehr war ich auf dem Weg ins Krankenhaus, huepfend &#8211; da ich ja nicht laufen konnte.  Der Arzt verschrieb mir echt teures starkes Zeug und innerhalb weniger Tage bildete sich dann &#8220;gesunder&#8221; Schorf auf der Brandwunde, zumindest glaubte ich das. Aber nach drei Tagen loeste sich der Schorf und darunter eiterte es munter weiter. Also ging es zurueck ins Krankenhaus und da behielten sie mich gleich fuer drei Tage und liessen mich erst gehen, nachdem das Problem mit dem Eitern geloest war.</p>
<p>Danach ging es zurueck in die Berge und als ich dort angekommen war, fand ich einen Brief von meiner Tante vor. Ich ahnte nichts gutes und setzte mich an den Tisch um den Brief zu lesen. Meine Grossmutter war am 21. Januar verstorben stand da,  und da ich ja ohne Eltern aufgewachsen war und einen sehr wichtigen Teil meiner Kindheit und Jugend bei der Oma aufgewachsen war, war der Schock dementsprechend. Ich weinte leise vor mich hin und konnte bestimmt fuer die naechsten dreissig Minuten die Fragen meiner Frau nicht beantworten, bis ich dann endlich unter Schluchzen &#8216;rausbrachte, was passiert war. Die naechsten Tage verflossen ohne konkrete Erinnerung. Ich fuehlte mich wie ein Traumtaenzer und wusste ueberhaupt nicht mehr was los war. So langsam kam ich aber mit der Realitaet zurecht und begann wieder normal zu denken und zu handeln. Eine Woche spaeter war ich dann mit der Hilfe von Kruecken unterwegs nach Deutschland, um dort alles zu regeln was zu regeln war.</p>
<p>Ich blieb einen Monat und auf dem Rueckweg war ich zwar noch heftig am hinken, aber musste die Kruecken nicht mehr benutzen. Nach etwa drei Monaten hinkte ich nur noch leicht, aber es dauerte etwa zwei Jahre bis das Schwaechegefuehl und damit die Angst wieder so umzuknicken vorbei war.</p>

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		<title>Wie alles begann&#8230;.. 1. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 05:34:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich nicht vor auf die Philippinen auszuwandern. Es ging mir nicht schlecht in Deutschland und ich hatte seit July 1986 sozusagen ein &#8220;faules&#8221; Jahr eingelegt. In diesem Jahr wollte ich meiner Zukuenftigen Deutschland naeher bringen und ihr mit Zeit und Zuwendung das Einleben erleichtern. Es war ja doch fuer sie ein grosser Unterschied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich nicht vor auf die Philippinen auszuwandern. Es ging mir nicht schlecht in Deutschland und ich hatte seit July 1986 sozusagen ein &#8220;faules&#8221; Jahr eingelegt. In diesem Jahr wollte ich meiner Zukuenftigen Deutschland naeher bringen und ihr mit Zeit und Zuwendung das Einleben erleichtern. Es war ja doch fuer sie ein grosser Unterschied zu den Philippinen.</p>
<p>Ende Juli schloss ich die Tueren meines Geschaeftes, da die Rezession neben der Gastronomie eben auch Laeden, die Hobbyartikel verkaufen, als erstes trifft. Daraufhin beschloss ich eben Inday nach Deutschland zu holen und hier zu heiraten. Aber erst machte ich einmal mit meinen Freunden im August und der ersten Septemberhaelfte Urlaub in Jugoslawien. Und es sollte ein schoener Urlaub werden. Wir sind bis ganz in den Sueden gefahren und hatten viele Erlebnisse, einschliesslich eines dreitaegigen unfreiwilligen Aufenthaltes in Albanien. Aber die Details dazu gehoeren nicht in diese Geschichte. <span id="more-864"></span></p>
<p>Mitte Oktober bin ich dann auf die Philippinen geflogen um sie in Cebu zu treffen. Wir machten eine Rundreise mit dem Auto um Cebu herum (meine zweite) und es war recht schoen. Aber die Einzelheiten dieses &#8220;Round Trips&#8221;  werde ich ein anderes mal erzaehlen. Danach folgte unser Trip nach Dinagat (<a href="http://www.phil-life.net/2009/11/08/goldrausch-auf-dinagat-1-teil/" target="_self">siehe Goldrausch auf Dinagat</a>) und am 10. November flogen wir gemeinsam nach Deutschland. (Sie war 1985  ja schon einmal in Deutschland gewesen.) Das war damals alles noch sehr einfach; ein Visum wurde nicht benoetigt fuer die ersten drei Monate. Man musste nur innerhalb der ersten acht Tage eine Kostenuebernahmeverpflichtung bei der Auslaenderbehoerde unterschreiben. Wir kamen in Frankfurt bei typischem Nieselwetter an und ich kaufte ihr zu allererst eine warme Jacke. Dann fuhren wir mit meinem Suzuki &#8220;Jeep&#8221; nach Bayreuth, wo ich damals lebte. Meine Freunde kannten Inday ja schon und freuten sich, sie wieder zu sehen. So erlebte sie zum erstenmal ein deutsches Weihnachtsfest und war doch ein wenig erstaunt ueber die Mischung von Kommerz und Tradition. Wir besuchten an den Feiertagen meine Grossmutter und hatten dort in Wallerstein ein paar schoene Tage. Sylvester verbrachten wir mit den Freunden in Bayreuth.</p>
<p>Es sollte ein kalter und schneereicher Winter werden und wir hatten viel Spass beim Schlitten fahren im Fichtelgebirge und bei etlichen kuerzeren Wanderungen im Schnee. Und jedesmal wurde nach dem &#8220;kalten Spass&#8221; eingekehrt und es folgte etwas &#8220;warmer Spass&#8221; in Form von&#8221; Jagertee&#8221;. Das ist Tee mit viel Rum.  In dieser kalten Jahreszeit hatte sie auch erstenmal im Leben einen Rausch mit einem entsprechenden Kater am naechsten Tag. Seither hat sie niemals wieder etwas getrunken.</p>
<p>Wir begannen uns nun auch um die Papiere zu kuemmern, denn wir hatten ja eine Verlaengerung ihres Aufenthaltes zum Zweck der Heirat beantragt. NSO Urkunden gab es damals noch nicht und das letzte Formular benoetigte eine Beglaubigung mit dem goldenen Siegel, ohne das eine Heirat nicht moeglich ist. Nun konnte die nur in Manila gemacht werden und Geld fuer einen Flug dorthin wollten wir eigentlich nicht ausgeben. Ich schlug vor das ganze an Bekannte von ihr zu schicken und Inday winkte ab mit der Begruendung dass es ewig dauern wuerde, bis wir die Papiere zurueck bekaemen, falls wir sie ueberhaupt erhalten wuerden. Ich besprach das ganze mit DHL und die erkundigten sich ihrerseits bei DHL in Manila und Manila stimmte zu das Ganze fuer uns zu erledigen. Wir schickten also die Papiere mit der Firma einschliesslich englischer Vollmacht nach Manila. Es dauerte 10! Tage und wir hatten die Papiere mit dem Siegel zurueck bekommen. 600 Mark hatte der Spass gekostet, also wesentlich billiger als hin zu fliegen.</p>
<p>Nun wurde das Aufgebot bestellt und die Hochzeitsfeier vorbereitet, die im kleinen Kreis stattfinden sollte mit meinen Freunden. Meine Grossmutter wollte nicht teilnehemen. Eine Auslaenderin zur Freundin zu haben war fuer sie ja noch ok, aber heiraten&#8230;.nie. Am sechsten Mai war es dann soweit. Wir erschienen mit unseren Freunden auf dem Standesamt; Doris durfte uebersetzen, so dass wir uns einen amtlichen Uebersetzer sparen konnten. Der Standesbeamte fand einige ruehrende Worte und 15 Minuten spaeter war alles vorbei und wir waren verheiratet. Das Mittagessen folgte in einem guten Restaurant und anschliessend fuhren wir zusammen nach Stein oder Rot bei Nuernberg in ein neues grosses Hallenbad mit Wellen und Rutschen und allem moeglichen, dass Spass macht. (Den Namen und genauen Ort habe ich leider vergessen, aber vielleicht kann mir ein Leser da aushelfen.  Ein Leser hat mir nun ausgeholfen, es handelt sich um das Palm Beach in Stein bei Nuernberg.) Und Spass hatten wir jede Menge.</p>
<p>Am 10. Mai wurde meine Frau ins Krankenhaus eingewiesen. Sie hatte in den letzten Monaten sehr abgenommen, aber meine besorgten Fragen immer mit einem &#8220;I am fine&#8221; abgetan. Bei der Einlieferung wog sie noch 37 Kilo und ich machte mir ernsthafte Sorgen.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie alles begann….. 2. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 08:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach den Untersuchungen und Labortests sprach ich mit dem Arzt. &#8220;Ihrer Frau fehlt physisch ueberhaupt nichts. Sie leidet an entsetzlichem Heimweh und ist zu einem Leben in diesem Land nicht geeignet. Wie ihr damit umgeht und muesst ihr beide wohl selbst entscheiden. Aber so kann es nicht weiter gehen. Ausserdem ist sie schwanger und duerfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den Untersuchungen und Labortests sprach ich mit dem Arzt. &#8220;Ihrer Frau fehlt physisch ueberhaupt nichts. Sie leidet an entsetzlichem Heimweh und ist zu einem Leben in diesem Land nicht geeignet. Wie ihr damit umgeht und muesst ihr beide wohl selbst entscheiden. Aber so kann es nicht weiter gehen. Ausserdem ist sie schwanger und duerfte um den 16/18. April herum empfangen haben. Das Kind sollte in der ersten Januarwoche geboren werden.&#8221;  Das Ultraschallbild der damaligen Untersuchung haben wir uebrigens heute noch. Ich bedankte mich und als Inday drei Tage spaeter aus dem Spital entlassen wurde, hatten wir einige ernsthafte Unterhaltungen. Die Schlussfolgerung war klar: Entweder wir trennen uns und sie geht zurueck oder wir gehen gemeinsam auf die Philippinen. Ich war ja nun schon zweimal auf den Philippinen, aber konnte mir eigentlich ein dauerhaftes Leben dort nicht so recht vorstellen. Wie auch immer, ich wollte keine Trennung, sie auch nicht und das war die Entscheidung.</p>
<p>Am naechsten Tag rief ich auf der philippinischen Botschaft in Bonn an und erkundigte mich. Die Auskunft war klar, eigentlich alles sehr einfach. Ich benoetigte eine Geburtsurkunde, Auszug aus dem Familienstammbuch der Eltern, Taufurkunde, Fuehrungszeugnis und Reisepass und zu allem die entsprechende englische Uebersetzung.  Also beantragte ich zuerst das Fuehrungszeugnis, was etwa 3-4 Tage dauern sollte. In der Zwischenzeit unterrichtete ich meine Freunde und meine Grossmutter von unserem Entschluss.<span id="more-875"></span>Die waren alle entsetzt und meinten ich spinne. Jeder bot seine Hilfe an und meinte, dass wir ihr zusammen das Heimweh schon &#8220;austreiben&#8221; koennten. Diese Meinung teilte ich nicht und der Arzt, den ich sicherheitshalber nochmal befragte, teilte sie auch nicht.</p>
<p>Ich setzte nun Kleinanzeigen in die Wochenzeitung und wir begannen alles zusammen zu packen was wir auf die Philippinen schicken wollten. Zahlreiche Buecher, CDs, Platten und meine Hoehlenausruestung, sowie alles persoenliche wurde verpackt. Am Ende hatten wir 9 grosse Kartons (etwa Balikbayan Box Groesse) und ich liess mir Preisangebote von verschiedenen Speditionen kommen. Am preiswertesten war eine Nuernberger Spedition und ich gab denen schon mal vorab Bescheid, aber meinte auch, dass die endgueltige Buchung und Abholung erst nach der Erteilung des Visums erfolgen sollte. Die Verkaeufe liefen gut und die Wohnung wurde so langsam leerer. Etliche Mitglieder des Bayreuther und Nuernberger Cichlidenvereins leerten meine Aquarien (ich hatte 38 Aquarien mit insgesamt 8400 Litern Inhalt) und das Geld, das mitgenommen werden konnte stieg so langsam an. Endlich kam das Fuehrungszeugnis und ich brachte alle Dokumente zu einer vereidigten Uebersetzerin, die mir auch versprach alles ueber das Wochenende fertig zu machen. Am Sonntag waren wir auf einem Flohmarkt um jede Menge Kleinkram dort zu verkaufen. Die Besucher und Kaeufer gaben sich auch in meiner Wohnung die Klinke in die Hand und fast jeder kaufte etwas. Fuer meine Highend Stereoanlage hatte ich aber noch niemand. Am Montag konnte ich dann die uebersetzten Unterlagen abholen und bezahlte fuer alles 325 Mark. Am Nachmittag buchte ich dann einen Flug fuer uns beide von Nuernberg nach Bonn, der am Mittwochmorgen gehen sollte. Den Rueckflug buchten wir dann fuer den spaeten Nachmittag.</p>
<p>Am Mittwoch brachen wir um 4.30 am Morgen auf und fuhren nach Nuernberg. Der Flug sollte um 7 Uhr gehen. Die zwei-motorige Fokker Friendship hob auch puenktlich ab und wir hatten einen sehr unruhigen Flug nach Bonn. In Bonn angekommen fuhren wir mit einem Taxi zur Botschaft, die aber noch geschlossen war. Wir tranken in einem Cafe unweit der Botschaft eine Tasse Kaffee und puenktlich um 9 Uhr wurden wir dann eingelassen. Ausser uns waren noch keine &#8220;Kunden&#8221; in der Botschaft. Zu allererst musste meine Frau ihre Einkommenssteuererklaerung abgeben. Danach wurde Ihr Pass umgeschrieben auf den neuen Familiennamen und dann wurde mein Antrag fuer ein Einwanderungsvisum unter Sektion 13A bearbeitet. Dann wurde ich vom Konsul zu einem Interview gerufen, der die Gruende der Auswanderung wissen wollte. Wohlweisslich hatte ich mir vom behandelten Arzt ein Attest geben lassen und das auch mit uebersetzen lassen. Die Gruende waren ihm natuerlich sofort klar und es gab keinerlei weitere Fragen mehr. Ich wurde zur Kasse geschickt und musste dort 40 Mark fuer mein Visum bezahlen. Einige Minuten spaeter bekam ich meinen Pass geschmueckt von einem einseitigen Einwanderungsvisum fuer die Philippinen. Wir verliessen die Botschaft kurz nach 11 Uhr morgens und gingen erstmal auf die Suche nach einem Gasthaus. Wir waren hungrig.  Am Nachmittag fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen und kehrten puenktlich mit &#8220;unserer&#8221; Fokker nach Nuernberg zurueck. Um 7 Uhr am Abend waren wir wieder in Bayreuth. Das war am 20. Mai 1987 gewesen. Acht Tage hatte es gedauert von der Beantragung des Fuehrungszeugnis bis zum Visum.</p>
<p>Am Donnerstag buchte ich dann unsere Fluege auf die Philippinen. Einfach! Das Ticket kostete knappe 1000 Mark pro Stueck mit Philippine Airlines und unser Flug sollte am 27. Mai um 7.30 am Abend  abgehen.Ich verstaendigte nun auch die Spedition, damit die neun Boxen abgeholt werden und auf die Philippinen verschifft werden konnten. Bereits am naechsten Tag waren die Kartons unterwegs.</p>
<p>Am gleichen Tag ging es auch mit dem Verkaufen weiter. Ich hatte nun auch die ersten Interessenten fuer mein Auto ein Suzuki &#8220;Jeep&#8221; SJ413. Da der Wagen erst ein halbes Jahr alt war und nur 13000 Kilometer drauf hatte, gab es einige Interessenten und am Freitag war der Kauf perfekt gemacht. Der Kaeufer zahlte 20% an und am Montag sollte das Auto uebergeben werden. Am Sonntag fuhren wir mit meinen Freunden ein letztes mal in die fraenkische Schweiz, besuchten Pottenstein und fuhren an der Wiesent entlang nach Waischenfeld und Breitenlesau um ein letztes mal im Gasthof Krug zu essen und das beste Bier Deutschlands zu geniessen.Es war ein sentimentaler Tag, wussten wir doch alle, dass ein langer Abschied vor uns lag.</p>
<p>Montags kam der Kaeufer und bezahlte den Rest des Autos und nahm es gleich mit. Ich war ein wenig traurig, den ich liebte diese Kiste, war es doch das einzige Auto mit dem ich direkt zum Garten vom Thomas fahren konnte und nach Durchquerung des roten Mains im Garten parken, wo wir auch einen Fischteich mit Forellen hatten.</p>
<p>Es waren nur noch zwei Tage bis zum Abflug.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie alles begann….. 3. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 11:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag Vormittag kam dann ein Kaeufer fuer meine Stereoanlage, nachdem ich sie am Wochenende nochmal in der Zeitung angeboten hatte. Ich bekam zwar durch den Eilverkauf 500 Mark weniger als ich wollte, aber 4500 Mark waren besser als nichts. Am Nachmittag reservierte ich einen Leihwagen und anschliessend packten wir alles, was noch nicht gepackt war. Am Abend kamen alle meine Freunde zum Verabschieden. So manche Traene floss dabei, denn es waren ja wirklich gute und enge Freunde gewesen. Mangels Sitzgelegenheiten, denn die waren ja alle schon verkauft, sassen wir auf dem Teppichboden und tranken noch ein wenig Wein und unterhielten uns ueber &#8220;was auch immer die Zukunft bringen mag&#8221;. Inday musste dabei noch etwas mehr ueber das Land erzaehlen, da einige doch ziemlich viele Fragen hatten. Gegen 10 Uhr verabschiedeten sich meine Freunde und ich wurde schon etwas wehmuetig. In weniger als 24 Stunden sollten wir in der Luft sein.<span id="more-884"></span></p>
<p>Nachts um drei klingelte das Telefon und ich bekam einen Anruf, in dem mir die Freundin meines ehemaligen Geschaeftspartner mitteilte, dass dieser heute Nacht verstorben war. Er war erst 33 und litt seit Februar 1987 an Problemen mit der Bauchspeicheldruese, war schon zweimal operiert worden, aber leider ohne Erfolg. An Schlaf war deshalb fuer den Rest der Nacht nicht mehr zu denken.</p>
<p>Am Morgen holte ich den Leihwagen &#8211; einen Ford Fiesta &#8211; von Avis ab und wir beluden das Auto. Unser Handgepaeck war schon sehr umfangreich und wir hofften keine Probleme mit der Fluglinie zu bekommen. Dann tranken wir oben noch Kaffee und ich uebergab die Schluessel meinem Nachbar, mit der Bitte diesen an die Hausherrin zu uebergeben. Meine Kaution hatte ich ja schon einige Tage vorher erhalten.  Kurz nach 10 Uhr kam der Postbote und es waren zwei Schecks in der Post. Gottseidank war der eine Scheck noch angekommen, der haette eigentlich am Dienstag schon da sein sollen. Der zweite Scheck war eine Ueberraschung; wir waren im Dezember von einem Deutschen um 1200 Mark betrogen worden, und der hatte den Scheck geschickt in der Hoffnung auf Straferleichterung. (Er hatte ueber 50 Leute beschissen und wie ich spaeter hoerte alle bezahlt und kam deswegen wohl auch mit Bewaehrung davon) Einloesen konnte ich die Schecks eh nicht mehr und wuerde sie auf den Philippinen auf ein Bankkonto einzahlen muessen.</p>
<p>Anschliessend fuhren wir los nach Frankfurt. Der Verkehr war sehr maessig und wir kamen gut voran. Wir fuhren ueber Bamberg, Wuerzburg und Aschaffenburg nach Frankfurt. Am Flughafen angekommen gab ich den Leihwagen zurueck und wir schleppten unsere Siebensachen in die Abflughalle. Nach dem Einchecken bei Philippine Airlines &#8211; die hatten unser umfangreiches Handgepaeck anstandslos akzeptiert &#8211; hatten wir noch fast drei Stunden bis zum Abflug und setzten uns in eines der zahlreichen Coffee Shops. Zum letztenmal fuer laengere Zeite ass ich ein Stueck Torte zum Kaffee. Unser Flug wurde puenktlich aufgerufen und wir stiegen in den Flieger. Eine halbe Stunde spaeter waren wir in der Luft und eine knappe Stunde spaeter gab es auch schon das Abendessen. Anschliessend doesten wir vor uns hin bis der Flieger gegen 2 Uhr Morgen in Dubai landete. Dort ergaenzten wir im Duty Free Shop unser Handgepaeck mit einer Sony Kompakt Stereo Anlage. Die zweite Zwischenlandung war in Bangkok und dort kauften wir bei den Souvenir Haendlern ein paar Kleinigkeiten, wobei wir den Aufruf ueberhoerten und erst reagierten, als wir namentlich gerufen wurden. Na da haetten wir beinahe den Anschluss verpasst.</p>
<p>Wir landeten kurz nach acht in Manila und hatten bei Der Immigration auch prompt das erste Problem, denn der Beamte stempelte mir einen 21 Tage Aufenthalt in den Pass. Erst als ich reklamierte und auf das Einwanderungsvisum hinwies wurde der Status in 13A geaendert mit dem Hinweis, dass ich innerhalb von drei Wochen bei der Immigration in Manila vorsprechen und registrieren muesse. Nun hatten wir knappe zwei Stunden um unseren Anschlussflug nach Cebu zu erwischen.  Wir schnappten uns mit der Hilfe von zwei Gepaecktraegern unsere Sachen und  fuhren mit dem Taxi zum Domestic Airport. Dort checkten wir alles ein und da wir von einem internationalen Flug kamen mussten wir auch kein Uebergepaeck bezahlen. Der Flieger nach Cebu war ein Airbus und wir starteten erstaunlicherweise puenktlich. Aber nach zirka 20 Minuten ging das Flugzeug in den Sinkflug und ich wunderte mich schon etwas. Dann kurvte der Flieger und meinem Gefuehl nach war das eine volle 180 Grad Schleife. Kurz danach kam eine Durchsage, dass wir wegen hydraulischer Probleme nach Manila zurueck fliegen wuerden. Keiner wusste was da nicht funktionierte, von den Stewardessen war nichts konkretes zu erfahren und die ganzen Pinoys an Bord begannen zu beten. Meine Frau war sehr aengstlich und ich strahlte wohl auch nicht gerade Zuversicht aus. Kurze Zeit spaeter landete der Flieger in Manila und zwei andere Auslaender und ich klatschten ob der geglueckten &#8220;Landung in Distress&#8221;. Die Filipinos im Flieger schauten uns an, als ob wir vom Mond kaemen. Dann stiegen wir alle aus und mussten uns wieder in die haessliche Wartehalle setzen und auf einen Ersatzflieger warten. Etwa eine Stunde nach Mitternacht wurden wir dann aufgerufen und bestiegen jetztl eine alte BAC 1-11. Diesesmal ging alles glatt und gegen 2.30 am Morgen landeten wir auf Mactan.</p>
<p>Indays Bruder hatte geduldig gewartet und so hatten wir wenigstens keine Probleme mit dem Gepaeck. Er hatte sich von seiner Firma &#8211; damals arbeitete er bei La Tondena &#8211; einen Ford Fiera geliehen, ein kantiges merkwuerdiges Fahrzeug mit seitlichen Sitzbaenken und offenen Fenstern fast schon wie ein kleiner Jeepney ohne die bunten und verchromten Verzierungen.</p>
<p>Etwa 40 Minuten spaeter waren wir im Boarding House meines Schwagers angekommen. An schlafen war nicht mehr zu denken und so unterhielten wir uns bei einer Tasse Neskaffee bis zum Morgengrauen.</p>
<p>Wir waren da!</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie alles begann….. 4. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 07:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am ersten Tag liessen wir es sehr geruhsam angehen. Wir mussten natuerlich mit fast allen Nachbarn reden, die schon sehr neugierig waren und meine Frau freundete sich mit einer Lehrerin aus der Nachbarschaft an. Gleichzeitig liessen wir alle Nachbarn wissen, dass wir ein Appartment oder Haus zu mieten suchen. Allerdings wollten wir das nicht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am ersten Tag liessen wir es sehr geruhsam angehen. Wir mussten natuerlich mit fast allen Nachbarn reden, die schon sehr neugierig waren und meine Frau freundete sich mit einer Lehrerin aus der Nachbarschaft an. Gleichzeitig liessen wir alle Nachbarn wissen, dass wir ein Appartment oder Haus zu mieten suchen. Allerdings wollten wir das nicht in Hayco haben, denn das war eine Squattersiedlung. Zwar war es im Stil einer Subdivision, aber eben doch auf illegal besetztem Land und der Eigentuemer hatte einige Monate vorher Klage eingereicht. (Diese Klage wurde im uebrigen erst 2008 entschieden durch das Supreme Court, aber die Menschen leben noch immer dort.) Wir hatten ja schon vorher beschlossen voruebergehend in Cebu zu bleiben und erst mal schauen, was wir ueberhaupt dort machen wollten. Wir hatten naemlich noch keinerlei konkrete Vorstellungen und die Idee meiner Frau mit Jeepneys oder Taxis den Lebensunterhalt zu verdienen schmeckte mir ueberhaupt nicht.</p>
<p>Am naechsten Tag zogen wir dann los nach Moebel und Elektrogeraeten zu schauen. Das war natuerlich zuerst mal informativ und zum Preisvergleich gedacht, kaufen wollten wir erst, wenn wir eine Wohnung haben. <span id="more-891"></span></p>
<p>Am Sonntag kam dann ein Nachbar und meinte in der Sotero Cabahog Street waere ein Appartment frei und wir sollten uns dort mal erkundigen. Diese Strasse lag nur etwa 100 Meter ausserhalb von Hayco in Mabolo und das gefiel natuerlich meiner Frau, denn sie kannte ja ein paar Leute in Hayco und ausserdem lebte ihr Bruder dort. Leider war der Eigentuemer uebers Wochenende weg gefahren.</p>
<p>Am Nachmittag borgte sich dann mein Schwager 1000 Pesos von mir und wollte sie mir eigentlich am Abend zurueck geben. Als ich ihn nach dem Abendessen danach fragte, meinte er nur, dass er beim Wetten im Cockpit leider verloren habe. &#8220;Cockpit?&#8221; fragte ich und er erklaerte mir, dass man die Arena fuer Hahnenkaempfe so nennt.  Ich wusste zwar, dass Hahnenkaempfe sehr beliebt waren im Land, aber die Bezeichnung war mir dann doch neu. Damals gab es eben noch kein Internet in dem man sich vorab informieren konnte und man musste alle seine Erfahrungen selbst machen. Und die 1000 Pesos waren damals sehr viel mehr Geld als heute. Ein Kilo Reis kostete 6 Pesos, der Liter Diesel auch 6 Pesos und ein Kilo Fleisch, egal welches, kostete 35 Pesos. Aber er versprach immerhin am naechsten Zahltag die 1000 Pesos zurueck zu geben.</p>
<p>Am Montag ging ich dann auf die City Bank um ein Konto zu eroeffnen und die beiden Schecks einzuzahlen. Das ganze war damals wesentlich unkomplizierter als heute. Ein Ausweis genuegte, nach einer Aufenthaltserlaubnis wurde nicht gefragt. Ich hatte ja das meisste meiner 66000 Mark in Dollar Reiseschecks gewechselt und mir 5000 Mark in Bar behalten. Dazu kamen noch die beiden Schecks fuer insgesamt etwas ueber 6000 Mark, so dass wir insgesamt gute 72000 Mark hatten. Als ich die beiden Schecks einzahlte, wurde mir gesagt, dass diese Schecks 42 Banktage braeuchten, bis sie gut geschrieben werden koennen. Das war schon sehr lange. Das Konto, das wir eroeffneten war natuerlich ein Dollar Konto und wir machten auch noch ein Peso Konto auf fuer den taeglichen Bedarf. City Bank hatte uebrigens schon einen ATM und so konnten wir jederzeit auch am Wochenende abheben.Damals war uebrigens die 100 Peso Note die groesste und das Geld nahm schon Volumen an, wenn man zum Shoppen ging.</p>
<p>Auf dem Rueckweg zeigte mir Inday dann noch die beruehmte San Carlos Universitaet und ich entdeckte  dann ein deutsches Restaurant in der Naehe am Osmena Boulevard gegenueber den Militaer Baracken. Wir kehrten im Frankfurter Hof &#8211; so hiess das Restaurant -  ein und ich lernte den Michael und den Karl Heinz kennen, die dieses Restaurant zwar gemeinsam betrieben, aber Karl Heinz war der Eigentuemer. Michael lebt heute noch auf den Philippinen und der Karl Heinz kam gegen 2006 wieder auf die Philippinen zurueck, nachdem er Ende 1987 das Land verlassen hatte und nach Deutschland zurueck ging. Nach dem Essen fuhren wir mit dem Jeepney nach Mabolo. Nur einen Peso musste man damals fuer eine Fahrt nach Mabolo bezahlen.</p>
<p>Anschliessend schauten wir nach dem Eigentuemer des Appartment. Er war zu Hause und war nur zu willig das Appartment zu vermieten. Es war zwar nicht gross, etwa 80qm aber fuer unsere Zwecke genuegte es vollkommen. Die Miete sollte 1000 Pesos betragen und wir nahmen es. Zusaetzlich zur ersten Miete mussten wir einen Monat Kaution bezahlen. Der Eigentuemer &#8211; uebrigens ein Rechtsanwalt &#8211; hatte bereits vorgedruckte Mietvertraege im Haus und so unterschrieben wir, bezahlten und hatten nun ein &#8220;eigenes&#8221; Dach ueber dem Kopf.</p>
<p>Am folgenden Tag ging es los mit dem Einkaufen.  Zunaechst kauften wir in einem Appliance Center einen Kuehlschrank und einen Gasherd. Danach erwarben wir in einer &#8220;Art Moebelhaus&#8221; einen Esstisch mit sechs Stuehlen, eine Couchgarnitur mit Sofa und zwei Sesseln und natuerlich ein Bett. Anschliessend &#8220;tobte&#8221; sich Inday noch im White Gold aus und kaufte Toepfe, Pfannen, Teller und anderes Geschirr. Insgesamt gaben wir knappe 30000 Pesos aus fur unsere &#8220;Erstausstattung&#8221;. Auf einen Fernseher verzichtete ich in Anbetracht des absolut beschissenen Fernsehprogramm. Was ich da in den ersten Tagen gesehen hatte, kann einem die Lust aufs Fernsehen nehmen. Zudem war die Uebertragungsqualitaet einfach nur miserabel. Eine Waschmaschine wollte Inday nicht haben, denn eine &#8220;Labandera&#8221; sei ja viel billiger.</p>
<p>Am naechsten Morgen wurde alles geliefert und wir richteten uns erst mal haeusslich ein. Ich kramte mein Brotbackbuch aus dem Gepaeck und backte zum erstenmal selbst Brot, was mir auch ganz gut gelang. Meine Frau schickte ein Telegramm nach Dinagat, denn nun braeuchte man ja eine &#8220;Maid&#8221;. Bei einem Monatsgehalt von 300 Pesos anfaenglich und 500 Pesos spaeter hatte ich auch nichts dagegen einzuwenden.</p>
<p>Als naechstes wollte ich mir ein Auto kaufen, aber die Preise fuer Gebrauchtwagen erschienen mir z.T. schon sehr hoch. So sollte &#8220;mein Suzuki&#8221; knapp zwei Jahre alt fast eine Viertelmillion kosten. So viel wollte ich nicht ausgeben. Am Ende erwarben wir einen lokal hergestellten &#8220;Jeep&#8221; Renegade, der mir sehr gut gefiel, und der mit 65000 Pesos auch nicht so teuer war.</p>
<p>Einige Tage spaeter kam dann die Maid aus Dinagat und mit ihr kam auch meine Schwiegermutter. Und sie wuerde ziemlich lange bleiben. Zum erstenmal machte ich nun mit philippinischem &#8220;Grossfamilienleben&#8221; Bekanntschaft. Meine Schweigermutter war aber eine sehr umgaengliche Frau, die sich aus allem raus hielt und somit hatten ich auch keinerlei Probleme mit ihr. Anderenfalls haette ich sie wohl schnell wieder nach Hause geschickt.</p>
<p>In den naechsten Tagen unterhielten wir uns oft, was wir machen wollten. Meine Frau begann Geld im Markt von Mabolo zu verleihen und ich war geschockt wegen der hohen Zinsen. Aber das Zinseinkommen war genug, so dass wir davon schon leben konnten, wenn man nicht jeden Tag ins Restaurant geht.</p>
<p>So vergingen die ersten Wochen wie im Flug und wir gewoehnten uns an unser Leben auf den Philippinen. Vieles sollte noch passieren in den naechsten Monaten, Jahren und Jahrzehnten, aber das sind andere Geschichten, die will ich ein anderes mal erzaehlen.</p>
<p>The End</p>

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		<title>Nachbarn</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 04:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als wir vor rund einem halben Jahr den Mietvertrag für unser Haus unterschrieben, sagte uns der Verwalter, dass unsere Nachbarn Amerikaner seien. Dies verwunderte uns, da kein Amerikaner zu sehen war, dafür aber viele philippinische Leute. Nun gut &#8211; auch ok. Ich vermutete zunächst, dass der Amerikaner als Pflegefall in der Besenkammer vegetiert oder man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir vor rund einem halben Jahr den Mietvertrag für unser Haus unterschrieben, sagte uns der Verwalter, dass unsere Nachbarn Amerikaner seien. Dies verwunderte uns, da kein Amerikaner zu sehen war, dafür aber viele philippinische Leute. Nun gut &#8211; auch ok. Ich vermutete zunächst, dass der Amerikaner als Pflegefall in der Besenkammer vegetiert oder man ihn gemeuchelt und verscharrt hat. <span id="more-133"></span>Aber eigentlich war&#8217;s mir egal, willst Du mir nix &#8211; tu ich Dir nix. Jedoch fragten wir uns, wo nehmen normale Pinoys, die täglich die Guards, die Maids und die Fahrer der Nachbarn verköstigen, all dieses Geld her? Denn arbeiten taten die nichts &#8230; ausser Zocken.</p>
<p>Allerdings machten sich diese Nachbarn durch nächtliche Rücksichtslosigkeit bemerkbar, indem sie öfters früh morgens um 2 oder 3 Uhr mit dem Auto ankamen und hupten oder mit viel Geschrei wegfuhren, nächtliche Streitereien hatten, Türen knallten. Ruhe bewahren und Gelassenheit war jedenfalls nicht deren Stärke. Das nervt zwar, lag aber noch im &#8220;erweiterten&#8221; Toleranzbereich, nach dem Motto &#8220;wir bemühen uns anzupassen&#8221;, jetzt weniger im Geräuschpegel, als mehr in Sachen &#8220;Leidensfähigkeit&#8221;. Immerhin hören wir das Hupen tagsüber im Viertel, den allabendlich schreienden Balutverkäufer oder die &#8220;musikalischen&#8221; Eis- und Gebäckverkäufer schon gar nicht mehr.</p>
<p>Vor ein paar Wochen nun wachten wir um 3 Uhr nachts auf: ein Geschrei, Heulen, Gepoltere etc. Ja was ist jetzt los? Wir dachten unsere Kinder seien aus dem Etagenbett gefallen, doch nichts dergleichen. Wie sich später zeigen soll, haben unsere Nachbarn, sich mit Gegenständen beworfen, das Bad klein gehauen und deren Kinder schrien vor Angst. Tags darauf wurde eifrig das Bad renoviert, mit welchem Geld auch immer. Kurze Zeit danach hatte deren Tochter Geburtstag, wozu sie unsere Kinder einlud, wie sich später zeigen wird nicht ganz uneigennützig, denn die Feier sollte laut werden und wenn die Nachbarskinder dabei sind, wird unsere Toleranzschwelle eher steigen! Naja morgens kamen der Cateringservice und stellte vorm Haus eine Partybewirtung auf. Die riesige Karaokebox darf dabei nicht fehlen, denn im Laufe des Tages wird die intensivst genutzt. Bis zum Abend steigt der Alkoholpegel der Nachbarn, im gleichen Mass wie die Gesangsqualität sinkt. Die anderen Nachbarn (Koreaner) haben die Nase voll und beschweren sich über den inzwischen ganztägigen Gesangslärm. Sofort wird die Nachbarin extrem laut und aggressiv, zieht aber doch langsam den Gesang zurück.</p>
<p>Am Folgetag erfahren wir dann die Wahrheit über unsere &#8220;amerikanischen&#8221; Nachbarn: also die Nachbarin (ursprünglich eine Prostituierte aus Manila) hat einen amerikanischen Freund, der zuhause verheiratet ist. Normalerweise kommt der für eine Woche im Jahr nach Cebu und fliegt dann wieder zurück. Weshalb der ihr die Miete, das Auto, Nahrung und Schule ihrer zwei Kinder bezahlt, werden wir wohl nicht erfahren. Da der aber in wenigen Tagen sich angemeldet hat, steht sie nun vorm Problem, den philippinischen Hausfreund ausquartieren zu müssen. Irgendwie schafft sie es, dass der Freund zumindest für 1 Woche auszieht und sie ihr Spiel weiterführen kann. Der Ami kommt und passt sich perfekt in die nächtlichen Ruhestörungen ein. Weil in der Nacht das Auto nicht anspringen mag, randaliert er auf der Straße, mit dem Ergebnis, dass meine Nachtruhe beim Teufel ist. Am Folgetag ist es dann wieder ruhiger und wir hören, dass sie es nicht ganz ohne den philippinischen Freund aushält und übers Wochenende zu ihm fährt. Der Ami glaubt, dass sie zu einer Freundin sei &#8211; Dummheit kennt wohl keine Grenzen! Nach 2 weiteren Tagen reist der Ami wieder ab und der Hausfreund zieht wieder ein. Tags darauf stehen wieder vorm Haus zerstörte Möbelteile. Wie sich herausstellt, hat der Hausfreund diesmal nur das Bett klein gehauen.</p>
<p>Ein paar Tage später wachen wir mitten in der Nacht auf. Ein Geschrei, Türenschlagen und ein Blick aus dem Fenster zeigt: der Hausfreund schlägt das Auto seiner Freundin klein, welches der Ami finanziert. Im Guardhaus brennt Licht und kurz darauf erscheint die Polizei mit Signal. Kurzerhand packt die Polizei die Nachbarin samt Hausfreund ins Auto, um die Nachbarin 2 Stunden später wieder mit dem Taxi heimzuschicken, wie ich unfreiwillig mitbekam, da meine Nachtruhe nicht mehr zurück kam. Um 8 Uhr morgens steht ein Mechaniker am Auto und beginnt bereits mit der Reparatur. Wenigstens hat sie Organisationstalent! Am Abend haut es mir dann aber doch den Vogel raus: unser Knastologe kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, nachdem ihn die Frau bei der Polizei abholte. Dieser versoffene, nichtsnutzige, arbeitscheue Drogensüchtige und stets finster dreinschauende Macho hat es ja voll im Griff! Am nächsten Tag kommandiert er schon wieder den Mechaniker bei der Reparatur des Autos seiner Freundin herum, als hätte er Jahre lang für das Auto gespart und gearbeitet.</p>
<p>Wiederum ein paar Tage später, muß der Wohnzimmerschrank ersetzt werden. Naja das Opfer ist klar, nur wer war der Täter? Ehrlich gesagt ist es mir lang wie breit. Dieses *****ENPACK, in der Hölle sollen sie schmoren! Da überlegst Du Dir wie geht denn sowas weiter? Wir rechneten schon damit, da die Gewaltausbrüche in immer kürzeren Zeitabständen aufeinander folgten damit, dass in absehbarer Zeit eine Bluttat das Trauerspiel beendet. Es stand zu befürchten, dass diese abartige Beziehung keinen Kurswechsel mehr zulässt &#8230;</p>
<p>Doch dann kam noch eine Steigerung der unrühmlichen Höhepunkte: kurz nach 0 Uhr wache ich bereits auf. Der gewalttätige Nachbar steht aussen vorm verschlossenen Tor und rüttelt es kräftig durch, da der Guard ihn nicht einlässt. Nachdem am Vorabend bereits der Typ laut geschrien hat und Stühle in der Einfahrt rumwarf, war damit zu rechnen. Doch nach dem er auf die Straße ausgesperrt war, griff er plötzlich nach Steinen und warf die in Richtung Schlafzimmerbalkon, wo seine Freundin war. Dies hatte wohl zur Folge, dass irgend jemand wieder die Polizei rief. Der Guard ging dann zu ihm raus auf die Straße und lief ein paar Meter zum Nachbaranwesen, welches im Moment unbewohnt ist, um ihn dort zu verstecken. Kurz darauf war die Polizei da und sprach mit dem Guard. Irgendwie einigte man sich auf die Version, dass der Typ nicht mehr da sei. Da dies direkt vor unserem Schlafzimmerfenster stattfand, hörten wir das genau. Es machten sich Zweifel am Verstand des Guards bei uns breit &#8230;</p>
<p>Heute kurz vor 1 Uhr nachmittags, sehe ich die Nachbarin mit ihrem Auto zurück kommen, der Beifahrer? Richtig, Mr. Boyfriend. Habe langsam die Schnauze voll mit deren nächtlichen Eskapaden. Hoffentlich beenden die das Trauerspiel, egal wie &#8230;<br />
Doch da kommt meine Frau gerade vom Einkauf zurück mit den neuesten Nachrichten: SIE ZIEHEN AUS !!! Hallelujah, Feiertag !!!<br />
Dieser Ami war wohl dumm, sogar dümmer als die Polizei erlaubt! Aber er hat das Geld gestrichen. Ich glaub ich vermiß die Ratten jetzt schon &#8230;</p>
<p>Jetzt verstehe ich auch wieso der Guard den Junky versteckte. Hätte er es nicht getan, hätte er sich wegen ein paar Tagen bis zu deren Umzug nur unnötig in Gefahr begeben. Pinoys können aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen ihr Gesicht verlieren. Drogenabhängige Pinoys sind darüber hinaus unberechenbar. Täglich flimmern in den Nachrichten Meldungen, wo Shabu-Konsumenten durchknallen, da deren Gehirn wohl sehr schnell Schaden nimmt &#8230;</p>
<p>Übrigens wird im Moment das Haus wieder neu bezogen, von ?<br />
&#8230; Philippinos, die angeblich ausreichend Geld verdienen, da sie auch ein neues Auto hätten. Mir scheint die Wirtschaftskrise verstärkt sich &#8230;</p>

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