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	<title>Phil-Life.net &#187; Erlebnisse</title>
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		<title>Es gibt schon Typen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 08:17:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie ich schon einmal erwaehnt hatte, war ich nebenbei zwei Jahre im Multi Level Marketing taetig. Amway ist eine altbekannte Firma mit sehr guten Produkten und sie begannen 1997 auf den Philippinen und ich stiess in den ersten Tagen auch schon zu ihnen. Durch diesen Job lernte ich natuerlich eine Menge Leute kennen und mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich schon einmal erwaehnt hatte, war ich nebenbei zwei Jahre im Multi Level Marketing taetig. Amway ist eine altbekannte Firma mit sehr guten Produkten und sie begannen 1997 auf den Philippinen und ich stiess in den ersten Tagen auch schon zu ihnen.</p>
<p>Durch diesen Job lernte ich natuerlich eine Menge Leute kennen und mit einigen verbindet mich heute noch eine Freundschaft. Unter anderem lernte ich einen Expat in Pagadian kennen, der so typisch Deutsch war, dass es &#8220;deutscher&#8221; eben nicht mehr geht. Laut und rechthaberisch! Andreas hiess er und hier moechte ich mich bei allen, die auch Andreas heissen schon im vorhinein entschuldigen.</p>
<p>Wir hielten mit unserer amerikanischen Upline im Januar 1998 ein Seminar im Camilla Hotel (ich glaube wenigstens, dass es so hiess) und dort traf ich den Andreas zum ersten Mal, der von Filipinos eingeladen worden war. Andreas war ein geselliger Typ Ende 40, der aber eitel genug war, sich die frueh weiss gewordenen Haare schwarz zu faerben. <span id="more-2020"></span>Da er frueher mal blond war, passte das eigentlich gar nicht zu seiner hellen Haut. Er war im Seminar sehr aufmerksam und stellte danach auch die meisten Fragen. Als einziger aller Besucher hatte er ein Handy und so wurde er unsere Nummer eins in Pagadian und wir waren haeufig in Kontakt.</p>
<p>Einmal im Monat machte ich einen Trip nach Pagadian, um ihm beim Aufbau seiner Gruppe zu helfen und sehr bald hatte er ueber hundert Downlines. Allerdings wurden 99% der Arbeit von seiner Frau gemacht und er sass eigentlich meist nur dabei. Nach meiner dritten Fahrt bot er mir an, dass ich bei ihm naechtigen koenne, was ich auch dankend annahm, denn fianziell waren wir damals zwar ok, aber eben nicht auf Rosen gebettet.</p>
<p>Als ich also das naechste Mal wieder kam,  schlief ich wie ausgemacht bei ihm. Am Abend wurde ein Tennismatch im Fernsehen gezeigt mit Nikolas Kiefer und der fuehrte schon mit zwei Saetzen. (Es war, so glaube ich mich zu erinnern die French Open) Leider gab er am Ende das Spiel her und verlor nach ueber 4 Stunden hartem Kampf. Da haettet ihr den Andreas hoeren sollen wie er den &#8220;Scheisskerl&#8221; fuer sein Verlieren beschimpfte und &#8216;runter machte. Damals bemerkte ich zum ersten Mal seine cholerische Ader.</p>
<p>Etwa ein Jahr vorher &#8211; sie waren gerade auf die Philippinen gekommen -  hatten sie die Anteile am  Haus der Eltern von den Geschwistern gekauft und dort eine Baeckerei mit einem kleinen Cafe gemacht. Und auch hier konnte ich Andreas mit dem Personal fast nur am schreien sehen. Ein normaler Tonfall schien fuer ihn nicht zu existieren.</p>
<p>Als ich am naechsten Tag abreiste, war ich dann sehr ueberrascht. Von wegen der gastfreundliche Andreas oder so; nein mir wurde die Rechnung praesentiert und ich musste das gleiche wie im Hotel bezahlen. Nur fuer das Fruehstueck &#8211; das bei mir ja eh nur Kaffee war &#8211; berechnete er nichts. Ich bezahlte, denn ich wollte nicht mit ihm streiten, aber beim naechsten Besuch schlief ich wieder im Hotel, was ihn sehr veraergerte und deshalb liess ich mich breit schlagen, wieder bei ihm im Haus zu naechtigen.</p>
<p>Seine Frau hies Rose und sie klagte mir des oefteren ihr Leid. Der Sohn ging nur auf Zehenspitzen durch das Haus und alle schienen sich vor ihm zu fuerchten. Auf Bitten von Rose versuchte ich dann mal mit ihm zu reden. Aber er meinte nur entruestend schreiend, dass er doch nie &#8220;schreien&#8221; wuerde. Ich gab es auf!</p>
<p>Andreas und Rose hatten sich ein wenig ausserhalb von Pagadian ein sehr schoenes Haus auf einem grossen Grundstueck gebaut. Die Mauer und der Zaun sind noch nicht ganz fertig gewesen und gelegentlich lief eines der Nachbarkinder ueber sein Grundstueck um abzukuerzen. Da die Kinder aber immer ueber den noch ungepflegten Teil des Grundstueckes liefen, entstand keinerlei Schaden. Tagsueber war der Andreas ja fuer gewoehnlich in der Baeckerei und so bekam er das nicht mit. Aber eines Tages war er eben daheim und sah ein etwa 15 jaehriges Maedchen die Abkuerzung nehmen. Er lief sofort in den Garten und beschimpfte das Maedchen auf uebelste Weise in deutscher Sprache. Da sie Moslemin war musste das natuerlich mit in die Schimpferei hinein. Ansagen wie &#8220;Du Moslemfot&#8230;. ich bring dich um,&#8221;  gehoerten noch zum harmlosesten, was er dem Kind verbal um die Ohren haute. Ich hatte die Schnauze voll und packte meine Sachen, was ihn natuerlich entruestete. Ich machte ihm klar, dass ich mit der Amwaygruppe weiter helfen werde, aber mich privat distanzieren moechte, da ich mit seiner Schreierei und Schimpferei nicht zurecht kaeme. Und so zog ich wieder ins Hotel.</p>
<p>Am Abend hatten wir ein Amway Seminar und Andreas benahm sich, als ob nie etwas passiert sei. Nun mir sollte es recht sein, dann konnte sich zumindest der berufliche Teil einigermassen entwickeln.</p>
<p>Am naechsten Morgen noch vor meiner Rueckfahrt nach Cagayan kam Rose ins Hotel um sich wieder mal auszuweinen, denn der Vater des Maedchens hatte gedroht den Andreas abzustechen. Moslems sind ja bekannt fuer ihre Blutfehden und auch wenn dieser Molem zu einer armen Familie gehoerte, den Stolz hatte er trotzdem. Rose fragte um Rat und ich meinte Andreas sollte sich entschuldigen, was er aber nicht machte.</p>
<p>Zwei Wochen spaeter rief Rose mich an und erzaehlte mit weinender Stimme, das der Moslem den Andreas erstochen habe und der sei nun im Hospital und schwebe in Lebensgefahr. Ich hatte fast so etwas erwartet, denn man trampelt nicht auf Dauer auf der Ehre und den Gefuehlen anderer Menschen herum. Aber Mitleid hatte ich ehrlich gesagt keines.</p>
<p>Andreas ueberlebte und tat danach das beste was er tun konnte: Er ging mit seiner Familie zurueck nach Deutschland.</p>
<p>Ich habe seitdem nie mehr von ihm gehoert.</p>

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		<title>Walter und die Maedels</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 12:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr als einmal haette ich in den letzten Monaten seines Aufenthaltes auf den Philippinen &#8220;Mein Gott, Walter&#8221; sagen koennen, denn immer wieder liess er es mehr oder weniger &#8220;krachen&#8221; insbesondere seine Auffassung ein Geschaeft zu gruenden sowie sein Umgang mit den Maedels. Da konnte er nach der Trennung von Helen nicht genug davon bekommen. Nachdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als einmal haette ich in den letzten Monaten seines Aufenthaltes auf den Philippinen &#8220;Mein Gott, Walter&#8221; sagen koennen, denn immer wieder liess er es mehr oder weniger &#8220;krachen&#8221; insbesondere seine Auffassung ein Geschaeft zu gruenden sowie sein Umgang mit den Maedels. Da konnte er nach der Trennung von Helen nicht genug davon bekommen.</p>
<p>Nachdem wir Walter nach seiner Ankunft von Paniog hochgepaeppelt hatten, &#8220;<a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" target="_self">naeheres findet ihr in der Geschichte &#8220;Von einem der auszog um Expat zu werden Teil 1-6</a>&#8221; und ihr solltet diese sechs Teile lesen um die heutige Geschichte besser zu verstehen, begann er ja den sogenannten &#8220;Geschaeftsaufbau fuer seine &#8220;Computer Reparatur&#8221;. Nur lief dieser Aufbau nicht so, wie von mir vorgeschlagen. Er sollte Firmen ansprechen und seine Dienste als &#8220;Home Service&#8221; anbieten. Ich weiss ja nun aus Erfahrung, dass es kaum gute Experten in Gensan gibt und diejenigen die Home Service machten, waren im Prinzip &#8220;Pfeifen&#8221;. <span id="more-1961"></span>Walter war gut und haette sich hier in kurzer Zeit ein gutes Geschaeft aufbauen koennen. Aber leider war er eben auch sehr beratungsresistent! Anstatt nun das Telefonbuch in die Hand zu nehmen, wollte er jemanden haben der ihm den sogenannten &#8220;Aussendienst fuer Kundenwerbung&#8221; abnahm.</p>
<p>Wir wissen alle, dass es nicht einfach ist gutes Personal zu finden aber Walter war ueberzeugt, dass er <strong>DIE</strong> Fachkraft in Kuerze finden wuerde. Ich sagte also nichts weiter dazu und Walter machte sich auf die Suche. Nun wie sah eine solche Suche denn aus? Einfach, denn Walter sprach einfach Maedels zwischen 18 und 25 Jahren an und bot seine Stelle an. Natuerlich musste das alles auch privat besprochen werden und so kam das erste Maedel zu uns ins Haus um sich genauer zu informieren. Walter lebte tagsueber in unserem stillgelegten Buero auf dem Grundstueck und dort fand dann die &#8220;sogenannte Einweisung&#8221; in den neuen Job statt. Und eingewiesen hat der Walter wie ein Weltmeister, allerdings nicht in den Belangen der Arbeit, sondern in Angelegenheiten eines beglueckenden Sexuallebens, wobei ich mich frage, ob das fuer die Maedels wirklich so beglueckend war.</p>
<p>Nicht immer kam Walter &#8220;zum Schuss&#8221; und das erste Maedel kam auch nach dem &#8220;beglueckenden Erlebnis&#8221; nicht wieder, aber Walter meinte nur lakonisch, dass es da wo die herkommt noch viele andere gaebe.</p>
<p>Walter war ein &#8220;Lustmolch&#8221; und wenn er anderweitig nicht zum &#8220;Abschuss&#8221; kam dann gelang es ihm oft auch fuer 100-200 Pesos  &#8220;Chicks&#8221; fuer ein oder zwei Stunden aufzureissen. Schoenheiten waren das bei den Preisen sicher keine, aber sie hatten andere Vorzuege. So verpasste ihm eine, als ihm eben mal der Gummi platzte, einen ausgewachsenen Tropentripper, den er einige Wochen durch die Gegend schleppte. Das hat ihn allerdings nicht davon abgehalten weiter kreuz und quer durch die Gegend zu &#8220;begluecken&#8221;, da er ja immer mit Kondom &#8220;arbeitete&#8221; und auf meinen Einwand hin, dass der Gummi ja mal wieder platzen koennte, meinte er nur: &#8220;Pech fuer die Dame!&#8221; Nunja dachte ich mir, dass koennte auch mal Pech fuer ihn sein, wenn dabei zusaetzlich eine Syphilis, Aids oder Hepa B &#8220;rueber kommen. Er musste es wissen, denn schliesslich war er alt genug, oder etwa nicht?</p>
<p>Beim naechsten mal schleppte er ein Maedel an, die unter dem strengen Regime einer Tante litt und in Walter wohl eine Ausbruchsmoeglichkeit gesehen hatte. Nun das ging zwei Wochen gut, aber dann erwies sich die Tante eben doch als staerker und zukuenftige Kontakte beschraenkten sich auf Textmessages. Andere Maedels kamen und gingen, aber nicht eine einzige wollte den Job machen, den er anbot.</p>
<p>Ueber das Internet lernte er dann eine kennen, die ihn nehmen wuerde trotz verheiratet sein und alles, aber die lebte in Bicol und wollte nach ihrer Rueckkehr aus Dubai in zwei Wochen nach Gensan kommen, um Walter kennen zu lernen. Nun ja die Zeit verging aber sein Besuch kam nicht, denn die hatte sich nach ihrer Rueckkehr mit ihrem Exboyfriend versoehnt, der natuerlich gerne die &#8220;Knete&#8221; einer OFW empfing.</p>
<p>Und dann kam eine andere Chat Dame, die angeblich so ganz anders war. Die lebte in Bukidnon und hatte dort anscheinend eine kleine Reisfarm. Nun wie erwartet musste Walter sie besuchen und anfaenglich schien das alles auch ganz in Ordnung. Das Maedel hatte auch einen City Councilor von Valencia in der Verwandtschaft, der Walter versprach bei einem Dauervisum behilflich zu sein. Scheinbar waren keine Bedingungen damit verknuepft, aber wie so oft im Leben nichts ist so, wie es scheint! Denn nach dem dritten Besuch in Valencia tauchte der Wunsch auf nach finanzieller Hilfe fuer die kleine Farm und selbstverstaendlich wuerde er seinen Anteil an der Ernte bekommen. Nun ja Walter hatte kein Geld und was die Mutter schickte war hinten und vorne eh nicht genug. Zumindest wurde er durch den Geldmangel nicht in Versuchung gefuehrt es zum Fenster hinaus zu werfen.</p>
<p>Danach tauchte auch die Kleine mit der strengen Tante wieder auf und wollte eine Freundschaft mit Walter. Der Sex kam Walter recht, am Rest hatte er weniger Interesse und so schlief auch das bald wieder ein, obwohl die Tante dieses Mal nicht am rufen war.</p>
<p>Walter hatte also viele Maedels an der &#8220;Angel&#8221; aber er hatte nicht eine gefunden, die fuer ihn in den Firmen seine Dienste anbieten wuerde. Vielleicht hatte er erwartet, dass ich das auch machen wuerde, aber ich habe ihm die Idee gegeben und war der Meinung, dass auch von ihm was dazu kommen koennte. Ich schlug vor, doch mal nach einem maennlichen Wesen zu schauen, der die Firmen anspricht, wobei Walter meinte, dass er schliesslich nicht schwul sei. Nun ja, Walter scheint das Geschaeftliche wohl unbedingt mit dem Privaten verbinden zu muessen und das geht ja bekanntlich sowieso fast immer schief. Waere Walter ein Geschaeftsmann mit Privatsekraetaerin gewesen, haette er sicher auf die gute alte Stenographie bestanden, um den Witzen &#8220;ueber auf dem Schoss sitzenden Sekretaerinnen&#8221; gerecht zu werden.</p>
<p>Als dann die Computer anrollten und er sehr damit beschaeftigt war, blieb nur das Maedel aus Valencia uebrig, denn fuer mehr war keine Zeit. Und kurz danach kam ja dann auch seine Heimreise, so dass er wohl viele weinende Meadels zurueck gelassen hat. Ob ein kleiner Walter dabei war, weiss ich nicht, wuerde es aber nicht ausschliessen.</p>
<p>Bedauerlicherweise war das die letzte Philippinengeschichte vom Walter. Es kommt noch ein Nachschlag von seinen ersten Monaten in Deutschland und dann muessen wir uns wohl gedulden, bis Walter wieder hier ist, um in philippinische Fettnaepfe zu treten.</p>
<p>Zum Abschluss bleibt dann nur ein herzliches: &#8220;Mein Gott Walter!&#8221;</p>

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		<title>Ein frecher Dieb</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 09:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war im August 2003 gewesen. Eine Woche vorher hatte ich neue Handies fuer alle Familienmitglieder gekauft. Meines Altes war ein uraltes Motorola und meine Frau und Kinder hatten vorher noch keines gehabt. In unserem Haus haben wir Jalusienfenster aus einer Art Milchglas. Jeder Philippinenreisende kennt diese Fenster. Das Glas ist dabei an den Ecken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war im August 2003 gewesen. Eine Woche vorher hatte ich neue Handies fuer alle Familienmitglieder gekauft. Meines Altes war ein uraltes Motorola und meine Frau und Kinder hatten vorher noch keines gehabt.</p>
<p>In unserem Haus haben wir Jalusienfenster aus einer Art Milchglas. Jeder Philippinenreisende kennt diese Fenster. Das Glas ist dabei an den Ecken in einem Aluminiumrahmen befestigt. Diese kleine Erklaerung ist noetig zum besseren Verstaendnis der Geschichte.</p>
<p>Es war ein Freitag abend und wir hatten an diesem Tag sehr viel Arbeit gehabt, da wie ueblich Samstag unser Exportshipment auf die Reise ging. Dementsprechend waren wir mueder als gewoehnlich. Im Verlaufe des Abends hatte meine Frau ihr Handy geladen. Das Handy lag dabei innen auf der Fensterbank, das Fenster war geschlossen. <span id="more-1924"></span>Natuerlich brannte das Licht im Schlafzimmer und wer von draussen geschaut haette, koennte wohl einen Schatten sehen, aber ohne zu wissen was es sein koennte.</p>
<p>Gegen Mitternacht gingen wir zu Bett. Das Bett stand genau unter der Fensterbank mit dem Handy. Das Licht war natuerlich aus. Gegen drei morgen schrie meine Frau: &#8221; Ein Dieb, ein Dieb!&#8221; Ich wachte auf und sah meine Frau wie sie ihr Handy am Fenster festhielt und der Dieb zog von  aussen. Da er das laengere Stueck des Handys in der Hand hatte, gewann er das &#8220;Tauziehen&#8221; und damit das Handy. Ich lief ins Wohnzimmer und  schrie: &#8220;Rico, Jory! Raus aus dem Bett, ein Dieb! Gleichzeitig rannte ich auf den Hof und leuchtete in den hinteren Garten. Rico und Jory kamen dazu und wir sahen den Dieb den Baum hoch klettern, der neben der Mauer zum Nachbargrundstueck stand. An der Mauer hatte der Nachbar ein Gebaeude angebaut und ueber dessen Dach rannte der Dieb davon und sprang in den Garten des Nachbarn. Der hatte Hunde ,aber die bellten merkwuerdigerweise nicht, wo sie sonst bei jeder Gelegenheit los klaefften. Wir rannten auf die Strasse, aber weit und breit war niemand zu sehen. Rico und Jory machten sich auf die Suche und ich ging ins Haus um die Polizei anzurufen. Ich informierte die Herren ueber den dreisten Diebstahl und die versprachen zu kommen. Danach rief ich die Hotline von Globe an und erklaerte den Diebstahl. Ich gab ihnen sowohl die Seriennummer sowie die Rufnummer und damit wurde nun die Nummer und das Telefon gesperrt.</p>
<p>Einige Minuten spaeter kamen Jory und Rico zurueck. Sie erzaehlten, dass sie niemanden weit und breit gesehen haetten. Aber als der Dieb den Baum hoch kletterte und ueber das Dach rannte, hatten sie ihn im Strahl der starken Taschenlampe erkannt. Es war der Sohn des Nachbarn gewesen. Es war also kein Wunder, dass die Hunde nicht gebellt hatten.</p>
<p>An Schlaf war nun nicht mehr zu denken und unsere Maid versorgte uns erst einmal mit Kaffee. Wir unterhielten uns ueber den Fall und kamen zu dem Schluss, dass der Sohn frueher unser Haus beobachtet haben muss und gesehen haben muss, dass da etwas am Fenster lag. Aber was macht man in der Dunkelheit auf dem Dach, wenn man nicht nach Gelegenheiten zum Stehlen sucht.</p>
<p>Einige Minuten spaeter kam auch die Polizei mit zwei Mann angerueckt und wir boten ihnen Kaffee an. Dann erzaehlten wir, was passiert war. Danach sahen sich die Polizisten den Tatort von innen und aussen an und es war klar, was er gemacht hatte. Vermittels der Gartenschere, die auf der Terasse auf dem Tisch lag, hatte er an zwei Ecken den Aluminiumrahmen aufgebogen und die Scheibe verschoben. Dadurch kam er mit jener Schere durch den Schlitz und angelte sich das Kabel vom Ladegeraet, an dem er das Handy nach aussen zog. Waere meine Frau eine Sekunde frueher aufgewacht, dann haette der Dieb das Handy nicht bekommen.</p>
<p>Rico und Jory erzaehlten den Polizisten auch, dass sie den Dieb erkannt hatten. Die Polizisten vermerkten das und baten uns alle um zehn Uhr auf der Polizeiwache in Malakas vorbei zu kommen, damit die Aussagen zu Protokoll genommen werden konnten.</p>
<p>Also gingen wir spaeter auf die auf die Wache und gaben alles zu Protokoll, wobei die Aussagen auch gleich vereidigt wurden. Natuerlich gab es auch den ueblichen Eintrag im Polizeiblotter, einer Art Reportbuch, in dem alles festgehalten wird, was sich auf der Wache so den ganzen Tag ueber ereignet. Die Gartenschere hatten die Polizisten ja mitgenommen und nun bekamen wir sie wieder. Die Fingerabdruecke waren bereits abgenommen worden.</p>
<p>Wieder zu Hause machten wir uns dran den Baum zu entfernen. Faellen konnten wir ihn nicht aus Platzmangel, also wurde er Stueck fuer Stueck zersaegt und auch der Wurzelstock wurde entfernt. Ich lieh mir von Vincio einen Hund, bis wir unseren eigenen &#8220;Klaeffer&#8221; haben wuerden, der dann auch eine Woche spaeter bei uns einzog. Ein schwarzer lokaler Mischling, der aber drei Jahre spaeter geklaut wurde und wohl mit einem philippinischen Kochtopf Bekanntschaft machte.</p>
<p>Das war nun mal der Anfang der Geschichte. Das Ende sollte uns noch sehr veraergern.</p>
<p>Wiederholt erkundigten wir uns nach dem Stand der Dinge. Und nach etwa drei Wochen wurde uns dann mitgeteilt, dass die beiden Zeugenaussagen nicht ausreichen wuerden, eine Klage zu fuehren. Auf meinen Einwand hin, man koennte sich doch die Fingerabdruecke zum Vergleich holen, wurde ich belehrt, das ginge nicht, das muesste ein Richter anordnen, und ohne Klage der Staatsanwaltschaft wuerde der das nicht tun. Hier beisst sich wieder mal die Katze in den Schwanz. Aber wenn wir die Fingerabdruecke bekommen koennten, waere das etwas anderes.</p>
<p>Einige Tage spaeter luden Rico und Jory den schon angetrunkenen Nachbarssohn ein und boten ihm mehr Bier an, was der natuerlich nicht ablehnte. Wer laesst schon gerne &#8220;Freibier&#8221; stehen. Eine der Flaschen brachten wir zur Polizei und siehe da, die Abdruecke stimmten ueberein. Aber der Staatsanwalt wollte nicht weiter machen, da die Abdruecke illegal genommen worden waeren. Ich meinte dazu, wenn er nun die Klage einreichte, wuerde der Richter Fingerabdruecke anordnen, und dann waere alles klar. Er stimmte zwar zu, aber meinte auch, dass der Richter sicherlich 10000 Pesos wollen wuerde, um diese Anordnung auszustellen. Das sah ich nun nicht ein. Fuer ein Handy, das 6000 Pesos wert war 10000 auszugeben.</p>
<p>Wir liessen dann alles auf sich beruhen.</p>
<p>Aber: Drei Wochen spaeter tranken Rico und Jory wieder mal mit ihm vor einem Sari Sari Store und bei der Gelegenheit verpassten sie ihm eine ordentliche Tracht Pruegel.</p>
<p>In Davao City waere er wohl ein Opfer der Davao Death Squad geworden.</p>

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		<title>Kindergeschichten zum ersten</title>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 09:11:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 23 Jahren bin ich nun verheiratet und wir haben zwei Kinder: Den nunmehr 20 jaehrigen Manuel und die 22 jaehrige Marion. Beide studieren noch und Marion wird wohl im naechsten Jahr beginnen als Krankenschwester zu arbeiten. Beim Sohn wird das noch etwas laenger dauern, da er gerne Arzt werden wuerde. In all diesen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 23 Jahren bin ich nun verheiratet und wir haben zwei Kinder: Den nunmehr 20 jaehrigen Manuel und die 22 jaehrige Marion. Beide studieren noch und Marion wird wohl im naechsten Jahr beginnen als Krankenschwester zu arbeiten. Beim Sohn wird das noch etwas laenger dauern, da er gerne Arzt werden wuerde.</p>
<p>In all diesen Jahren erlebt man schon einiges. Viele dieser Erlebnisse reichen fuer eine lange Geschichte. Andere sind gut fuer Kurzgeschichten. Und hier folgen nun einige dieser Stories:</p>
<p><strong>Die Fische</strong></p>
<p>Wir hatten frueher mal ein grosses 2000 Liter Aquarium, das von einer lokalen Glasfirma gebaut worden war. <span id="more-1853"></span>Den Aquariumschrank hatte wiederum ein Moebelschreiner aus General Santos gebaut. Es war eigentlich gute Arbeit, aber das Aquarium leckte am Anfang, so dass die Glasfirma alles noch einmal zerlegte und wieder zusammenbaute. Danach war es dicht. Ich machte mir aber noch Sorgen wegen der Reparatur und checkte bestimmt dreimal am Tag ob alles trocken blieb. Und es leckte nicht mehr, da hatte die Firma im zweiten Anlauf wesentlich bessere Arbeit geleistet.</p>
<p>Eines Abends sass ich nun in meinem Sessel und las. Mein Sohn stuerzte ploetzlich aufgeregt auf mich zu: &#8220;Daddy, Daddy die Fische&#8230;&#8230;! Ich drehte mich um, schaute nach dem Aquarium und fragte erstaunt: &#8220;Was ist mit den Fischen?&#8221; denn beim Schauen hatte ich am Anfang nichts auffaelliges bemerkt. Er schaute mich schelmisch grinsend an: Die schwimmen&#8230;&#8230;</p>
<p>Manuel mache oefter solche Scherze mit seinen Mitmenschen.</p>
<p><strong>Verbrueht!</strong></p>
<p>Als Marion noch ein Baby war &#8211; sie war ein paar Tage vorher 1 Jahr alt geworden &#8211; war sie in einen &#8220;Unfall&#8221; verwickelt. Wir lebten damals im Haus von Remy Rico in San Jose, das wir von ihr gemietet hatten. Unsere Helferin hatte gerade die Thermosflasche mit frischem, kochendem Wasser gefuellt und auf den Tisch gestellt. In dieser Zeit krabbelte sie noch sehr viel, aber richtete sich immer wieder auf und lief ein paar Schritte, bevor sie wieder auf den Hintern fiel. Halb aufgerichtet hielt sie sich an der Tischdecke fest, die gab natuerlich nach und dabei fiel die Thermosflasche um und das kochend heisse Wasser ergoss sich ueber ihren nackten Oberkoerper.  Sie schrie wie am Spiess. Ich rannte sofort zu ihr und sah wie sich die Haut ueberall abloeste und am Rande der grossflaechigen Brandwunde zusaetzlich Blasen bildete. Ich nahm Marion auf den Arm, rief nach meiner Frau und rannte zum Store mit ihr, um die Verletzung mit Eis zu kuehlen. Da es leider nur zwei Stunden jeden Abend Strom gab, war kein Eis mehr vorhanden. Es war ja schon nachmittags.</p>
<p>Elvin kam gelaufen und zerdrueckte vier oder fuenf reife Tomaten auf ihrer Brust. Eine andere Frau wollte Mehl drueber staeuben, eine dritte kam mit dem Schmalztopf gerannt. Jeder wollte helfen und als ich sagte, dass ich mit Marion nach Surigao City ins Krankenhaus will, rannte Elvin sofort zum Anlegensteg und instruierte seinen Operator das Boot fertig zu machen.</p>
<p>Meine Frau kam halb angezogen mit einer Tasche gerannt und fuenf Minuten spaeter legte das Boot ab. Marion schrie und weinte immer noch. Das Boot fuhr so schnell es ging,  Elvin, der mit gekommen war,  forderte seinen Mann auf, das letzte aus der Dieselmaschine raus zu holen. Auf halbem Weg war Marion eingeschlafen und musste Gottseidank nicht mehr leiden. Eine Stunde spaeter waren wir in Surigao angekommen. Die normale Fahrzeit lag eher bei 1  1/2 Stunden.  Vom Pier fuhren wir direkt ins Surigao Medical Center, wo sie auch sofort behandelt wurde.</p>
<p>Drei Tage spaeter durften wir dann wieder nach Hause. Fuer die naechsten fuenf Jahre war Marions Haut auf der Brust sehr fleckig mit vielen weissen Stellen. Aber im Lauf der Jahre verwuchs sich das alles. Heute kann man fast gar nicht mehr sehen und auch nur dann wenn man es weiss.</p>
<p>Aber die Hilfsbereitschaft der Filipinos dort in San Jose war ganz erste Klasse.</p>
<p><strong>Der &#8220;Unterwaeschekrieg&#8221;</strong></p>
<p>Vor drei Jahren ging Marion in das Broken Shire College hier in General Santos City. Im ersten Semester verlief alles problemlos und einfach aber dann einige Wochen in das zweite Semester hinein wurde eine neue Regel gemacht. Maedchen mussten weisse Unterwaesche tragen. Alles an bunter Unterwaesche einschliesslich gebluemter war verboten worden. Marion regte sich furchtbar auf, als sie nach Hause kam und das erzaehlte. Ich war auch sehr &#8220;angesaeuert&#8221;, sah ich doch in dieser Regel einen Eingriff in die Grundrechte des Menschen. Meine Tochter entschloss sich, die Regel zu ignorieren und meine Frau und ich bestaerkten sie darin.</p>
<p>Am naechsten Tag ging Marion wie ueblich in die Schule und kam eine Stunde spaeter nach Hause. Die Schule hielt doch in der Tat am Eingang eine &#8220;Unterwaeschekontrolle&#8221; ab. Alle Maedchen, die nicht reinweisse Unterwaesche anhatten wurden wieder nach Hause geschickt. Man sollte es nicht fuer moeglich halten.</p>
<p>Nach dem Mittagessen fuhr ich mit meiner Tochter in die Schule. Wir verlangten den Prinzipal zu sprechen, der uebrigens weiblich war. Sie hoerte sich die Beschwerde an und meinte dann kurz, dass das nun die Regel sei und solange Marion keine weisse Unterwaesche traegt, darf sie nicht in die Schule gehen. Ich sagte der Schulleiterin, dass ich mich an hoeherer Stelle beschweren werde und gegebenfalls klagen und auch die Medien informieren werde. Sie liess sich nicht beindrucken und von der Schule weg gingen wir direkt zum DECS (Department of Education, Culture and Sport &#8211; das entspricht unserem Kultusministerium) Dort brachte ich unsere Beschwerde vor und wir wurden informiert, dass sie die Schule anschreiben wuerden und deren Stellungnahme abwarten wuerden. Das duerfte etwa drei Wochen dauern. Das war uns echt zu langwierig und ich rief meinen Anwalt an. Der liess uns sofort kommen und alles erklaeren. &#8220;Ich werde heute abend noch eine einstweilige Verfuegung vorbereiten und morgen frueh als erstes vor Gericht einreichen. &#8221; Innerhalb von zwei Tagen werden wir sehen ob der Richter der Verfuegung stattgeben wird.</p>
<p>Am naechsten Tag ging Marion wie gewohnt zur Schule. Natuerlich wurde sie nach Hause geschickt. Mit ihr gingen auch ueber 50 andere Maedchen heim. Mein Anwalt rief mich gegen elf Uhr an und sagte mir, dass der Richter fuer morgen ein Hearing anberaumt hatte und Marion sollte mit zwei oder drei Schulfreundinnen kommen und aussagen.</p>
<p>Das Hearing fand puenktlich statt und bereits nach einer Stunde stellte der Richter die einstweilige Verfuegung aus. Zusammen mit dem Sheriff gingen die Kinder nun zur Schule und wurden natuerlich auf Grund der Verfuegung zum Unterricht zugelassen.</p>
<p>Aber die Schule raechte sich. Man machte meiner Tochter das Leben schwer wo es nur ging. Nach dem Abschluss des Semesters wechselte meine Tochter dann auf eine andere Schule.</p>

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		<title>Jeepney mit Aircon</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 07:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute habe ich im Hotel zum ersten mal einen Jeepney mit Aircon gesehen und das hier auf Palawan. Im Prinzip sieht er aus wie die grossen Jeepneys mit Zwillingsreifen und ist genauso bunt gespritzt und bemalt wie die &#8220;orginalen&#8221; Jeepneys. Auch die Form blieb unveraendert im Owner Type Stil. Mehrere Pferde kroenten die Motorhaube, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich im Hotel zum ersten mal einen Jeepney mit Aircon gesehen und das hier auf Palawan. Im Prinzip sieht er aus wie die grossen Jeepneys mit Zwillingsreifen und ist genauso bunt gespritzt und bemalt wie die &#8220;orginalen&#8221; Jeepneys. Auch die Form blieb unveraendert im Owner Type Stil. Mehrere Pferde kroenten die Motorhaube, so dass man wirklich von einnem echten Jeepney sprechen konnte. Die Fenster sind Schiebefenster und der Jeep hatte Platz fuer 26 Personen. Die Sitze waren wie im Bus angeordnet und nicht mehr laengsweise wie in normalen Jeepneys.</p>
<p>Ich habe mich dann kurz mit dem Fahrer unterhalten, der mir erzaehlte, dass diese Jeepneys in Cavite gebaut wuerden und der Preis bei zirka einer knappen Million laege. Sein Jeep sei allerdings ein Service Vehicle fuer einen Resort. Im Linienbetrieb wuerden auf Palawan keine unterwegs sein, aber sehr viele in Marikina und Makati.</p>
<p>Ich halte das fuer eine sehr gute Idee, bleibt uns doch damit der Jeepney in seiner alten Form erhalten.</p>
<p>Und hier noch ein Link zu einigen Fotos: <a href="http://www.binog.net/2009/07/jeepneys-plus-air-conditioning.html" target="_self" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.binog.net/2009/07/jeepneys-plus-air-conditioning.html?referer=');">Bitte klicken</a></p>

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		<title>Ponyong – Der Auftrag 5. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 09:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir waren etwa 20 Minuten zu Hause als Ponyong zusammen mit einem anderen etwas juengeren Filipino bei uns ankam. E r stellte den juengeren Mann als &#8220;Jun&#8221; vor und meinte, dass dessen Gegenwart sehr wichtig sei. Ich fragte Ponyong nach seiner Waffe und bat ihn diese bis zum Verlassen des Hauses den beiden Polizisten zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren etwa 20 Minuten zu Hause als Ponyong zusammen mit einem anderen etwas juengeren Filipino bei uns ankam. E r stellte den juengeren Mann als &#8220;Jun&#8221; vor und meinte, dass dessen Gegenwart sehr wichtig sei. Ich fragte Ponyong nach seiner Waffe und bat ihn diese bis zum Verlassen des Hauses den beiden Polizisten zu uebergeben, was er auch ohne Widerspruch machte.</p>
<p>Dann begann er zu erzaehlen und kam auch gleich zur Sache: &#8220;Es ist ja allgemein hier bekannt, dass ich auch Auftraege annehme, wenn es darum geht, jemanden zu &#8220;entfernen&#8221;.</p>
<p>&#8220;Was meinst du mit &#8220;entfernen,&#8221; fragte ich und er bat mich ihn erst einmal alles erzaehlen zu lassen und dann zu fragen.<span id="more-1533"></span> Also legte ich mit Papier und Kuli zurecht, da ich ja  am Ende nichts vergessen wollte.</p>
<p>Er begann nochmal und fuegte hinzu: &#8220;Vor etwa sechs Monaten bekam ich den Auftrag dich aus dem Verkehr zu ziehen,&#8221; erzaehlte er, &#8220;und ich nahm diesen Auftrag unter meinen ueblichen Bedingungen an. Ich &#8220;entferne&#8221; niemanden, der das &#8220;Entfernen&#8221; nicht verdient und deswegen recherchiere ich sorgfaeltig, aber in deinem Fall habe ich den Fehler gemacht, nicht genug auf die Familie zu achten, in die du eingeheiratet hattest, denn dann haette sich die Angelegenheit sofort erledigt. Bei Verwandten mache ich das grundsaetzlich nicht! Aber wie schon gesagt, hatte ich da echt geschlafen. Ich kam also nach Dinagat um dich zu beobachten, auch um heraus zu finden, ob es bestmmte Regeln in deinem Leben gaebe, die mir das Entfernen leichter machen wuerde ,aber ausser deinem Streit mit Jesus in Dona Helene (darueber werde ich spaeter mal erzaehlen) gab es nichts was ein &#8220;Entfernen&#8221; rechtfertigen wuerde. Ausserdem hatte Jesus diesen Streit ja provoziert.&#8221;</p>
<p>Ich wollte ihn unterbrechen: &#8220;Aber&#8230;.&#8221;</p>
<p>Er winkte ab und erzaehlte weiter: &#8220;Der Auftrag kam von namhaften Leuten hier auf der Insel und man wollte dich aus dem Geschaeft haben. Deine geschaeftliche Konkurrenz war auf Grund deiner allgemeinen Beliebtheit bei den Minern unerwuenscht. Ich haette den Auftrag also nicht durchgefuehrt und in jener Nacht, in der ich zu deinem Haus kam, musste ich dringend weg und wollte vorher mit dir sprechen, um dir zu sagen, was abgeht und eben auch, dass ich den Auftrag nicht durchfuehren werde, aber dass nach mir andere kommen duerften. Ich wollte dich also warnen. Bedauerlichweise hattest du natuerlich durch die versuchten Konfrontationen eine vorgefasste Meinung ueber mich und haettest mir wahrscheinlich kein Wort geglaubt, was ich auch verstehen kann. Als ich dann mit bekam, dass du mit meiner Cousine verheiratet bist, musste ich unbedingt los um mit den Auftraggebern zu sprechen und ihnen klar zu machen, sollten sie jemand anderes beauftragen, dann wuerde ich mich persoenlich um sie kuemmern. Das sollte dir eigentlich fuer einige Zeit zumindest den Ruecken frei halten, denn man respektiert mich hier.&#8221;</p>
<p>Hier musste ich den Kopf schuetteln, denn einen &#8220;respektierten Auftragsmoerder&#8221; hatte ich noch nie gesehen und konnte ich mir auch gar nicht vorstellen.</p>
<p>&#8220;Wer waren denn die Auftraggeber?&#8221; fragte ich und er antwortete: &#8220;Das kann ich dir in Gegenwart der beiden Herren leider nicht sagen.&#8221;</p>
<p>Ich schickte die beiden Polizisten in den Garten und Ponyong erzaehlte mir, dass es sich um den momentanen Gouverneur und einen Mayor handeln wuerde. Damit war mir natuerlich voellig klar, wer da hinter mir her war.</p>
<p>&#8220;Und welche Rolle spielt Jun dabei?&#8221; kam meine naechste Frage.</p>
<p>&#8220;Jun wird hier bleiben und als dein Bodyguard auftreten. Es ist bekannt, dass er mit mir assoziiert ist und man wird dich bei seiner Gegenwart wohl eher in Ruhe lassen.&#8221; Ponyong erzaehlte weiter: &#8220;Du solltest wissen, dass sich gewisse Herren auf dieser Insel schon in der Vergangenheit ihrer Konkurrenz &#8211; gleich welcher Art &#8211; auf diese Art entledigt hatten. Nun war ihre normale Kontaktperson schon laenger nicht hier gewesen, da er bei mir auf der Liste steht &#8211; nicht als Auftrag, sondern aus persoenlichen Gruenden &#8211; und er deswegen auch in Zukunft nicht mehr fuer die &#8220;Honoren&#8221; dieser Insel arbeiten kann. Denn wenn ich Cesar erwische, dann ist er ganz schnell weg vom Fenster.&#8221;</p>
<p>&#8220;Was Cesar ist ein Auftragsmoerder?&#8221; fragte ich erstaunt. Ich hatte Cesar vor zwei Jahren in meinen Anfaengen hier kennen gelernt und er war ein netter und sympatischer Mensch. Nicht jedem steht der Gauner halt im Gesicht geschrieben. Zur Ergaenzung hier muss ich sagen, dass Cesar in der Tat nie mehr nach Dinagat kam und etwa ein Jahr spaeter auf Leyte erschossen worden war. Leyte war die Heimatprovinz der Mutter meiner Frau und Ponyong war dort geboren.</p>
<p>Ponyong warnte mich nochmal eindruecklich sehr gut aufzupassen und hatte ein laengeres Gespraech mit Jun, in dem er ihm auch unser Wohlergehen an Herz legte. Er sprach dann noch einige Zeit mit Inday und ich verstand nur sehr wenig, aber es ging wohl um die Anzeige. Danach verabschiedete er sich um noch anzukuendigen, dass er oefter auf Besuch kommen wuerde, damit die Auftraggeber sehen konnten, dass seine Warnung an sie sehr ernst gemeint war.</p>
<p>Wir gingen dann alle zusammen zur Polizei, wo ein &#8220;<a href="http://www.phil-life.net/2009/10/13/begriffserklaerungen/" target="_self">Affidavit of Desistance</a>&#8221; gemacht wurde, damit der Haftbefehl aufgehoben werden konnte.</p>
<p>Ich muss dazu noch erwaehnen, dass der damalige Gouerneur in der Tat versuchte mich nach Ponyongs Drohung deportiert zu bekommen, aber da kam er nicht sehr weit bei der Immigration, da ich mir ja nichts zu schulden hatte kommen lassen. Ein Beamter der Immigration erzaehlte mir das, als ich Mitte 1989 endlich mein ICR (Immigrants Certificate of Residence) in Manila abholen konnte.</p>
<p>An jenem Tag unterhielt ich mich noch sehr lange mit Inday, weil ich einfach nicht verstand, wie ein Auftragsmoerder bei der Polizei bekannt sein kann und trotzdem nicht nur weiter auf freiem Fuss sein durfte, sondern sogar weiterhin seinem &#8220;morbiden Gewerbe&#8221; nachgehen konnte. Das ist mir uebrigens auch heute noch unverstaendlich. Da haben mit 23 Jahre des &#8220;Eingewoehnens&#8221; nicht geholfen.</p>
<p>The End</p>

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		<title>Ponyong – Der Auftrag 4. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 10:14:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
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		<description><![CDATA[Frustriert machte ich mich am naechsten Morgen auf die Rueckfahrt. Das ganze war eine Metzgersfahrt geworden und es haette mich schon interessiert, wie alles zusammenhaengt. Als ich in Surigao City ankam, war es bereits vier Uhr geworden und das letzte Boot nach San Jose war schon weg. Ich musste also in Surigao uebernachten und checkte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frustriert machte ich mich am naechsten Morgen auf die Rueckfahrt. Das ganze war eine Metzgersfahrt geworden und es haette mich schon interessiert, wie alles zusammenhaengt.</p>
<p>Als ich in Surigao City ankam, war es bereits vier Uhr geworden und das letzte Boot nach San Jose war schon weg. Ich musste also in Surigao uebernachten und checkte ins Tavern Hotel. Damals existierte der Bay Walk noch nicht und das Hotel lag direkt am Meer. Das Restaurant war ueber das Wasser gebaut und auch ohne Aircon sehr luftig und angenehm. Das Essen war damals besser als heute. Zwar in erster Linie chinesich, aber es war wenigstens nicht alles suesslich so wie heute.<span id="more-1524"></span></p>
<p>Als ich dann am naechsten Tag in San Jose ankam, musste ich feststellen, dass Ponyong nicht zurueck war, obwohl ich ja drei Tage weg gewesen bin. Ich hatte es aber auch nicht anders erwartet. Zuerst ging ich also nach Hause, aber meine Frau war nicht da. Nachdem ich meine Sachen im Schlafzimmer abgelegt hatte und mir niemand sagen konnte, wo meine Frau sei, ging ich also zur Polizei, um mich dort nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Im Buero vom Chef fand ich dann auch meine Frau, die auch nachfragen gekommen war. Ebenso wie ich wollte sie wissen, ob er Polizeichef irgendeine Nachricht von Ponyong hatte. Nun die hatte er nicht, aber meine Anzeige, die nun auch von meiner Frau unterstuetzt wurde, wollte er nach wie vor noch nicht aufnehmen. Er bat weitere 24 Stunden zu warten. Wir stimmten zu, obwohl es uns gar nicht passte, aber ich machte unmissverstaendlich klar, dass morgen nachmittag um 4 Uhr der Zug abgefahren sei und wir uns nicht mehr vertroesten liessen.</p>
<p>Es kam wie erwartet und auch am naechsten Tag kam Ponyong nicht zurueck. Auf der Polizei war auch keine Nachricht und der Chef nahm nun unsere Anzeige auf, alles wurde ordentlich im Police Blotter eingetragen. Die Angelegenheit wuerde dann am Montag an die Staatsanwalt weiter geleitet werden sobald die Zeugen ihre Aussagen gemacht hatten. Das geschah am naechsten Tag und nun harrten wir der Dinge, die da kommen oder nicht kommen sollten.</p>
<p>Meine Frau war weiterhin nicht gewillt mir den Grund fuer Ponyongs Anwesenheit und Absichten auf Dinagat offen zu legen. Sie war der Meinung, dass er das selbst machen sollte und dass sie darauf bestehen wuerde, dass er mir alles erzaehlt, wenn er zurueck ist. &#8220;Ja&#8221; sagte ich, &#8220;das ist ja alles schoen und gut, aber wenn er nie zurueck kommt, werde ich auch nie erfahren, was los war. &#8220;Ich werde dir alles erzaehlen, wenn er wirklich nicht kommt, was ich aber nicht glaube,&#8221; antwortete sie mir.</p>
<p>Die Wochen vergingen und laengst war die alte Routine wieder eingekehrt. Zwischenzeitlich mussten wir zusammen mit den Zeugen nach Surigao City fahren, um vor dem Staatsanwalt unsere Aussagen zu beschwoeren, damit ein Haftbefehl gegen Ponyong ausgestellt werden konnte. Fuenf Wochen spaeter wurde tatsaechlich ein Haftbefehl ausgestellt und die zustaendige Militaerbehoerde verstaendigt. Dort erfuhr der Fiscal dann, dass Ponyong unterwegs mit einem wichtigen Auftrag waere und wohl erst in weiteren zwei Monaten zurueck kaeme. Gemaess Ponyong Vorgesetzten  wuerde sich dieser dann bei der Staatsanwaltschaft in Surigao City melden.</p>
<p>Nun ja, daran glaubte ich ehrlich gesagt nicht so recht. Auch wenn die Kommunikationsmoeglichkeiten um ein vielfaches schlechter waren damals, haette doch eine kurze Nachricht gereicht, damit wir wussten was ablaeuft.</p>
<p>Drei Wochen spaeter wachte ich mitten in der Nacht auf. (Das kenne ich doch schon, oder?) Dieses Mal hatten wir keine Guards und ich lauschte angestrengt, ob ich den Grund meines ploetzlichen Aufwachen feststellen konnte. Ich hoerte etwas vor der Tuere, aber die war aus massivem Holz und mit einem grossen Balken gesichert, so dass hier wohl keiner rein kommt. Dann hoerte ich leise Schritte und ich schnappte mir den Baseballschlaeger, der sich hervorragend eignet, jemanden eins auf die Nuss zu geben. Unter unserem Schlafzimmerfenster hoerte ich dann Fluestern und eine leise Stimme &#8220;rief&#8221;: &#8220;Inday!&#8221; Das wiederholte sich drei oder viermal und meine Frau wachte auf.  Sie war erstaunt, dass ich wach war. Ich legte meinen Finger auf den Mund um sie zum Schweigen veranlassen und fluessterte, dass draussen jemand sei.  Sie lauschte und da kam wieder der leise Ruf: &#8220;Inday!&#8221; &#8220;Ich glaube das ist Ponyong&#8221; wisperte sie. &#8220;Ich mach aber nicht auf,&#8221; fluesterte ich zurueck. &#8220;Was will der Arsch denn um vier morgens. Beim letztenmal hatte er sogar eine Knarre dabei. Warum sollte das dieses Mal anders sein.&#8221;</p>
<p>Ich ging zur Haustuere und rief ganz laut: &#8220;Fuck off you Asshole! Ich habe eine Waffe und werde mich nicht scheuen, sie auch zu benutzen.&#8221;</p>
<p>Es herrschte Schweigen draussen und dann kam die Stimme von Ponyong, dass er unbedingt mit uns reden muesse. &#8220;Ja&#8221; rief ich, &#8220;aber erst in der Frueh bei Tageslicht und in Gegenwart der Polizei. Dir traue ich nicht mehr ueber den Weg.&#8221;</p>
<p>Draussen wurde nun wieder gefluesstert, was ich diesmal ganz deulich hoerte &#8211; womit bewiesen waere, dass Ponyong nicht alleine war &#8211; und dann kam eine seine Stimme, etwas lauter: &#8220;Ok, wir kommen gegen acht Uhr wieder.&#8221;</p>
<p>Danach hoerten wir, dass sich mindestens zwei Personen wieder entfernten.  Nun, einmal mehr waren wir um unseren Schlaf gekommen. Ich schaute auf die Uhr, sah dass es vier Uhr morgens war und ging in die Kueche um Wasser fuer Kaffee aufzusetzen. Meine Frau kam auch und wir machten uns zusammen einen Kaffee und assen einige Marmeladentoasts dazu. Wir unterhielten uns dann ueber Ponyongs erneuten &#8220;Mitten-in-der-Nacht-Besuch&#8221;.</p>
<p>Um sieben Uhr war ich dann schon gestiefelt und gespornt und ging zur Polizei. Als ich dort mit dem Chef sprach &#8211; der musste natuerlich erst gerufen werden, denn so frueh war der nicht im Dienst &#8211; meinte er, dass er mir doch sagte, dass Ponyong wieder kaeme. &#8220;Ja aber mit  drei Monaten Verspaetung  und wieder mitten in der Nacht,&#8221; entgegnete ich ihm.</p>
<p>Dann sagte ich ihm, dass ich zwei Leute wollte, die zugegen sein sollten, wenn Ponyong mit uns reden wuerde. Der Chef stimmte zu, erteilte zwei Mitarbeitern den Auftrag mit uns zu gehen und gab ihnen den Haftbefehl mit.</p>
<p>Zusammen gingen wir dann zu unserem Haus und kamen kurz vor acht Uhr dort an.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Ponyong – Der Auftrag 3. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 13:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ponyong schaute auf, sah Inday und rief ueberrascht: &#8220;Was hast du denn mit ihm zu schaffen?&#8221; &#8220;Das ist mein Mann,&#8221; antwortete Inday &#8220;und ich moechte wissen, warum du ihn verfolgst und heute Nacht hier aufgetaucht bist?&#8221; &#8220;Was? Dein Mann? Meinst du das im Ernst?&#8221; kam Ponyongs Gegenfrage. Ich unterbrach und fragte: &#8220;Wer ist das denn?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ponyong schaute auf, sah Inday und rief ueberrascht: &#8220;Was hast du denn mit ihm zu schaffen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Das ist mein Mann,&#8221; antwortete Inday &#8220;und ich moechte wissen, warum du ihn verfolgst und heute Nacht hier aufgetaucht bist?&#8221;</p>
<p>&#8220;Was? Dein Mann? Meinst du das im Ernst?&#8221; kam Ponyongs Gegenfrage.</p>
<p>Ich unterbrach und fragte: &#8220;Wer ist das denn?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ein Cousin von der Seite meiner Mutter,&#8221; kam die Antwort.<span id="more-1513"></span></p>
<p>&#8220;Aber dann versteh ich gar nichts mehr. Er hat mich mit Alex in Bel-at gesehen und mit Pedro auf dem Boot; er hatte sich erkundigt ueber mich und da soll er nicht gewusst haben, dass wir verheiratet sind? Das mag glauben wer will, ich sicherlich nicht.&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber ich wusste es wirklich nicht,&#8221; kam die Antwort von Ponyong.</p>
<p>&#8220;Dann bist du aber ein lausiger Detektiv und im uebrigen wuerde ich an deiner Stelle mal schoen die Schnauze halten, die Polizei wird sicher etliche Fragen an dich spaeter haben,&#8221; entgegnete ich und war sehr wuetend und nicht gerade leise mit meiner Antwort.</p>
<p>&#8220;Moment&#8221; unterbrach Ponyong, &#8220;ich muss dringend weg und etwas regeln.&#8221;</p>
<p>&#8220;Kommt ueberhaupt nicht in Frage&#8221; entgegnete ich, &#8220;du bleibst schoen brav hier bis die Polizei dich eingesackt hat. Cousin oder nicht ist mir ehrlich gesagt scheissegal.  Und ich will wissen, was du von mir wolltest?&#8221;</p>
<p>Ponyong unterhielt sich nun mit meiner Frau in Visaya und ich verstand nur sehr wenig, da ich damals nur einige Woerter der Sprache kannte. Meine Frau erschien wuetend und schimpfte kraeftig auf ihn ein und mehrfach hoerte ich sie &#8220;dili, dili&#8221; sagen. Das heisst nein, nein.</p>
<p>Dann sprach sie mich an: &#8220;Es scheint er muss wirklich weg und etwas regeln, sonst koennte es boese ausgehen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Warum das denn und was wollte er ueberhaupt?&#8217; frage ich.</p>
<p>&#8220;Das kann ich jetzt nicht sagen,&#8221; meinte sie, &#8220;aber er kommt in zwei Tagen zurueck und dann wird er dir alles erzaehlen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich glaube nicht, dass ich das machen kann, er wird der Polizei uebergeben; schiesslich wurde er auf frischer Tat bei einem versuchten Einbruch ertappt. Bewaffnet war er auch, also kommt da einiges auf ihn zu.&#8221;</p>
<p>Meine Frau bettelte nun, ich solle ihn gehen lassen, da es wirklich sehr wichtig war, aber ich hatte meine Meinung und der Scheisskerl sollte in den Knast. Da gehoerte er naemlich hin. Basta!</p>
<p>Einer der Body Guards ging auf meine Bitte hin auch zur Polizeistation in San Jose und es dauerte etwa 10 Minuten und er kam mit zwei Polizisten zurueck. Ich war erstaunt, als die Polizisten Ponyong  freundlich mit Vornamen begruessten und dann fragten, was los gewesen sei. Ich erzahlte die Story und die beiden Maenner von Elvin bestaetigten die Geschichte. Der Polizist sagte zu Ponyong, dass er ihn mitnehmen muesse, da ich auf Anzeige bestuende und er ging widerwillig mit den beiden Uniformierten mit.</p>
<p>Inday weinte und ich fragte was los sei, bekam aber keine vernuenftige Antwort. &#8220;Ponyong muesste unbedingt los um etwas zu regeln, weil es sonst schlimme Konsequenzen gaebe.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das ist mir wurscht, was es fuer Konsequenzen gibt, er hat sich da rein geritten,&#8221; bekraeftigte ich und damit war das Thema vorlaeufig vom Tisch.</p>
<p>Mit Schlafen war nun nichts mehr und wir tranken Kaffee aber unterhielten uns ueber andere Dinge, da meine Frau ausweichend reagierte und ich zu diesen fruehen Morgenstunden keinen Streit wollte. Aber fuer mich war das nicht vorbei und ich wuerde rausfinden, was die beiden geredet hatten. Da sollte ich mich aber gewaltig getaeuscht haben, denn am Ende war es Ponyong, der mir alles erzaehlte, das sollte aber noch ein Weilchen dauern.</p>
<p>Ich fuhr dann spaeter mit dem Boot nach Nazareth und anschliessend nach Campo 12 um die Produktion zu checken und zu bezahlen. Am spaeten Nachmittag kehrte ich zurueck und erkundigte mich bei der Polizei nach dem Stand der Dinge. Ich wurde sofort zum Chef geschickt, die beiden Polizisten, die Ponyong mitgenommen hatten, waren nicht da. Da sollte ich aber eine grosse Ueberraschung erleben, denn der Polzeichef erklaerte mir, dass er Ponyong habe gehen lassen.</p>
<p>&#8220;Was soll das denn?&#8221; fragte ich erbost, &#8220;der Mann ist ein Krimineller und nun wird er laufen gelassen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja das war notwendig,&#8221; entgenete der Chef, &#8220;da er wichtiges zu erledigen hatte, aber in zwei Tagen wieder kommen wird.&#8221;</p>
<p>Ich lachte und meinte,  &#8220;klar wird er wieder kommen, jetzt wo er weiss, dass eine Anzeige gegen ihn laeuft. Ich werde mich morgen beim Polizeichef der Region X beschweren.&#8221; Damals gab es die Caraga Region noch nicht, zu der Surigao heute gehoert. Der Polizeichef meinte ich solle tun, was ich fuer richtig halte. Er habe in meinem Interesse gehandelt, indem er ihn laufen liess. Nun musste ich aber echt lachen und sagte ihm, dass  er wohl von seinen Vorgesetzten hoeren werde.</p>
<p>Zu Hause erzaehlte ich alles meiner Frau und sie sagte nichts weiter dagegen, weil sie wohl wusste, dass sie mich nicht umstimmen konnte. Aber nach wie vor rueckte sie nicht mit der Sprache heraus, was Ponyong wollte und was da so dringend zu regeln gewesen sei.</p>
<p>Aber sie erzaehlte mir, dass Ponyong seit elf Jahren beim Militaer sei und dort einer Spionageorganisation angehoerte. Deswegen wuerde wohl auch nichts passieren, aber die Erfahrung muesse ich selbst machen. Ich war nun schon ueberrascht und fragte mich umsomehr, was ein &#8220;Spion&#8221; von mir wolle. Eingefallen ist mir die Loesung aber nicht. Ich war aber doch ueber meine Frau veraergert, dass sie mir nichts sagen wollte.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhr ich mit dem ersten Trip nach Surigao City. Gegen acht uhr kamen wir dort an und ich begab mich zum Busterminal um nach Cagayan de Oro zu fahren, denn dort war das Hauptquartier der Region X.  Ponyongs richtigen Namen hatte ich auch von meiner Frau bekommen, die zu wissen schien, was da auf mich zukam.</p>
<p>Gegen vier Uhr am Nachmittag kam ich in Cagayan an und begab mich zum Polizeihauptquartier, das man im Camp Vicente Alagar finden konnte. Bedauerlicherweise konnte ich den Chef nicht mehr erwischen. Der kaeme erst am Morgen wieder wurde mir gesagt.</p>
<p>Ich checkte ins Philtown Hotel, das damals noch ganz neu war und auch  relativ preiswert, aber wenigstens einiges an Luxus bot.</p>
<p>Am naechsten Morgen ging ich zurueck zur Polzei und wurde innerhalb weniger Minuten zum regionalen Chef der PC (Philippine Constabulary) gebracht. (Damals war die Polzei noch zweigeteilt mit der PC und der INP  &#8211; Integrated National Police &#8211; und die PNP &#8211; Philippine National Police &#8211; musste bis Dezember 1990 noch auf ihre Gruendung warten.)</p>
<p>Ich war sehr ueberrascht, dass der Chef Bescheid wusste und mir sagte, ich solle doch auf die Rueckkehr von Ponyong warten. Er kenne ihn und er wuerde ganz sicher zurueck kommen.</p>
<p>Gott ich war wuetend! Nichts hatte ich erreicht, weil da scheinbar alle unter einer Decke stecken. Ich ging dann zu einem Anwalt, weil mir das ganze gewaltig stank.  Attorney Rabanes (Der hatte uns spaeter  auch beim &#8220;Aerger auf der Farm vertreten) war mit vom Hotel empfohlen worden. Der war erst seit wenigen Jahren privater Anwalt, aber sehr erfahren, da er ueber 20 Jahre lang Staatsanwalt  &#8211; auch Fiscal genannt &#8211; gewesen war. Wie war ich ueberrascht, als der mir riet doch zuerst mal auf die Rueckkehr von Ponyong zu warten.</p>
<p>Hatte sich denn die ganze Welt gegen mich verschworen?</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Ponyong – Der Auftrag 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 07:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<category><![CDATA[dinagat]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wochenende war vorbei und wir fuhren diesesmal mit dem Boot nach Boa, wo wir an der Pazifikkueste ebenfalls Chromerz produzierten. Der Tag verlief ohne weitere Zwischenfaelle, aber auf dem Rueckweg trafen wir unterwegs ein Pumpboot, auf dem der Unbekannte war und schnell sein Gesicht mit einem Tuch verbarg. Da ich ihn ja schon gesehen hatte, vermutete ich, dass er sich vor Pedro versteckte. Ich schloss nun daraus, dass es jemand war, der auf Dinagat zumindest manchen Leuten bekannt war.</p>
<p>Am naechsten Tag ging es dann zurueck nach Dona Helene, da dort eine groessere Lieferung eingetroffen war aus den Bergen und bezahlt werden musste. Unser Manager dort hatte nicht mehr genug Bargeld. <span id="more-1494"></span>Als wir dort eintrafen ging ich ins Dorf zur &#8220;Plaza&#8221;, wo die ganzen Chromerzhaufen der verschiedenen Kaeufer gelagert waren, und dort sah ich dann auch den Unbekannten wieder. Pedro war im Boot geblieben und so versteckte er sich auch nicht und mussterte mich interessiert. Ich entschloss mich den Mann zu konfrontieren und ging auf ihn zu. Als er sah dass ich kam, stand er auf, schwang sich auf ein wartendes <a href="http://www.phil-life.net/2009/10/13/begriffserklaerungen/" target="_self">Habal Habal,</a> fuhr weg und lachte dabei. &#8220;So ein komischer Vogel,&#8221; dachte ich mir, &#8220;den erwische ich schon noch, und dann gibt es Stunk!&#8221; Denn so langsam fing der Typ an mir auf die Nerven zu gehen.</p>
<p>Bei der naechsten Fahrt nach Magsaysay konnte Pedro nicht mitkommen, da er von seinem Broetchengeber benoetigt wurde und ich fuhr alleine nur mit dem Operator vom Boot. Da ich nicht ohne Begleitung nach Kahayag laufen wollte, ging Roy, der Operator, mit mir mit. Und dort im Ort sah ich den Mann wieder und ging schnurstracks auf ihn zu. Diesesmal war kein wartendes Motorrad da und ich fuhr ihn an und fragte, warum er mir ueberall hin folgte. Er grinste verlegen, sagte aber kein Wort. &#8220;Cat got your tongue?&#8221; wollte ich wissen, aber er blieb schweigsam. Ich machte ihm unmissverstaendlich klar, dass es Pruegel gibt, wenn er mir weiter folgen wuerde. Er ueberlegte einen Moment und ging dann schweigend zum Strand, stieg in sein Boot und fuhr davon. Ich war nun wirklich sehr veraergert und nahm mir vor nur noch mit Bolo unterwegs zu sein, da ich dem Burschen nicht von 12 Uhr bis zum Mittagslaeuten traute.</p>
<p>In Kahayag erzaehlte mir Tata, dass einer da gewesen sei und sich ueber mich erkundigt haette, er aber nichts gesagt habe, weil das den Fremden ja wohl nichts anginge. Der Beschreibung nach war es &#8220;unser Mann&#8221; gewesen. Ich lobte Tata und wir sprachen eine Weile ueber das Geschaeft. Wie so oft blieb ich ueber Nacht, denn am naechsten Tag wollten wir die Leute bezahlen, die das Erz schon nach Magsaysay geschafft hatten. Am Abend hatten wir einen kleinen Umtrunk mit Gitarrenmusik und Gesang &#8211; es gab noch keinen Strom auf Dinagat &#8211; und hatten recht viel Spass.</p>
<p>Am Morgen stand ich auf und fand einen &#8220;Brief&#8221; &#8211; es war nur ein gefalteter Zettel, der mit Tesa verklebt war &#8211; und in dem stand, dass ich sehr vorsichtig sein solle, es sei jemand hinter mir her. Nun wunderte ich mich schon wer diese Warnung geschrieben hatte und verdaechtigte natuerlich gleich den Fremden, der mir so hartnaeckig folgte, aber ansonsten aus dem Weg ging, als den Boesewicht. Nur er konnte damit gemeint sein. Ich erkundigte mich beim Barangay Captain, aber der wusste nichts &#8211; die Offiziellen hier wissen ja nie was &#8211; und auch andere Leute aus der Nachbarschaft hatten nichts gesehen oder gehoert.</p>
<p>Nachdem wir alles bezahlt hatten, machten wir uns auf den Rueckweg. Wir fuhren los und waren wohl keinen Kilometer unterwegs gewesen als hinter den Felsen zwischen Magsaysay und San Pablo ein Boot hervor kam und drin sass der Fremde. Nun zahlte es sich aus, dass unser Boot im Vergleich zu den normalen lokalen Booten uebermotorisiert war. Der Operator gab Gas und unser Boot schoss davon und innerhalb von Minuten war das andere Boot fast nicht mehr zu sehen. Ich wollte eigentlich noch in San Pablo vorbei fahren, aber entschloss mich, das zu lassen, da mir die ganze Sache immer unheimlicher wurde und ich &#8216;raus finden wollte, was die ganze Scheisse soll. Als ich San Jose ankam, ging ich sofort zu Elvin, der einer von zwei Ecleos war, zu denen ich ein herzliches Verhaeltnis hatte und die mit der &#8220;Familienpolitik&#8221; nicht so ganz einverstanden waren. Ich erzaehlte ihm die Geschichte und wir vereinbarten, dass zwei seiner Leute mir ueberall hin folgten und auch des Nachts unser Haus bewachen wuerden. Ich sollte halt fuer den anfallenden Zeitraum ihre Gehaelter bezahlen, was ich auch gerne tun wollte.</p>
<p>Zu Hause erzaehlte ich alles meiner Frau und auch sie wurde langsam nervoes und war ueber meine Vereinbarung mit Elvin sehr froh. Die beiden Waechter gingen dann nach dem Abendessen in unseren Waiting Shed, um dort die Nacht zu verbringen.</p>
<p>Es duerfte gegen drei Uhr morgens gewesen sein, als ich Geschrei hoerte und deswegen aufwachte. Ich hoerte die Geraeusche einer Rauferei und Rufen und hoerte schnelle Fusstritte und dann fiel ein Schuss. Ich schnappte mir die Taschenlampe und leuchtete durch das Fenster nach draussen. Dort stand der Fremde mit erhobenen Haenden, denn nach dem Warnschuss unserer Waechter hatte er wohl Angst, dass der naechste Schuss treffen koennte. Die beiden Guards hielten ihn mit der Waffe in Schach. Ich sagte ihnen, sie sollen den Mann nach Waffen durchsuchen und dann ins Haus bringen. Sie fanden einen Revolver in seiner Tasche, kassierten ihn ein und brachten den Mann nach drinnen. Er setzte sich schweigend hin und dann kam meine Frau aus dem Schlafzimmer, sah die zwei Waechter stehen, die einen Mann auf dem Sofa mit der Waffe bedrohten und fragte: &#8220;Was ist denn hier los?&#8221; Die Guards begannen zu erklaeren, als sie zum erstenmal den Mann genauer sah und erstaunt fragte: &#8220;Ponyong, was machst du denn hier?&#8221;</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Ponyong &#8211; Der Auftrag 1. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 11:32:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war im September 1988 gewesen, als mir ein Mann auffiel, der mir zu folgen schien. Damals waren wir heftig im Chromerzbergbau aktiv und hatten 14 Plaetze auf Dinagat Island, an denen wir von eigenen sowie freien Bergleuten, das Erz kauften, lagerten und bei entsprechenden Mengen nach Cagayan de Oro an Horizon Trading lieferten, die das Erz dann exportierten. Das erste Mal machte mich Gorio in San   Pablo auf den Mann aufmerksam, mir war er damals noch nicht aufgefallen. Ich dachte mir nur, dass wird wohl ein Beauftragter eines Konkurrenten sein, der sich nach neuen Plaetzen zum Erz einkaufen umschaut. Beauftragt war er schon, aber auf eine ganz andere Art und Weise, als ich es mir vorstellen konnte. Aber ich will der Geschichte hier ja nicht vorgreifen&#8230;..<span id="more-1486"></span></p>
<p>Als Gorio mich auf den Mann aufmerksam gemacht hatte, schaute ich mir den Typen etwas genauer an. Er war etwa 1.65 Meter gross, sehr muskuloes und staemmig und etwa 33 Jahre alt. Er hatte sehr kurze Haare und machte einen disziplinierten und organisierten Eindruck, wie er auf dem Tisch in der Carenderia mit seinem Papieren umging und sich eben Notizen machte. Ich kuemmerte mch nicht weiter darum und machte die Auflistungen des Wiegens der Erzsaecke fertig und Gorio gab mir auch seine Prognose fuer die folgende Woche. Eine neue &#8220;Washing Area&#8221; fuer sandiges Chromerz war eroeffnet worden, und wir erhofften uns davon eine Produktionsteigerung von etwa 60% in San Pablo. Nach dem Mittagessen fuhren wir dann los nach Magsaysay, wo ich mich mit Tata treffen wollte, der dort den Abbau und die Produktion ueberwachte. In Magsaysay angekommen machte ich mich auf den knapp einstuendigen Fussweg nach Kahayag, wo unsere Waschanlage war. Dort traf ich auch Tata und sah, dass die Produktion dieses sehr hochwertigen Erzes (48%) dort in vollem Gange war und er erzaehlte, dass sie naechste Woche beginnen wuerden, das Erz nach Magsaysay zu  bringen und ich dafuer sorgen sollte, dass genug Geld da sei, um die Leute mit ihren Carabaos zu bezahlen. An diesem Tag schlief ich in Kahayag, da es fuer den Rueckweg zu spaet geworden war.</p>
<p>Am naechsten Morgen wanderte ich mit meinen beiden Begleitern nach Magsaysay zurueck und dort kehrten wir in die einzige Carenderia am Ort ein. Zu meinem Erstaunen sah ich den gleichen Mann wieder, den ich schon in San Pablo gesehen hatte. Er war wieder mit seinen Papieren zugange und machte sich Notizen.</p>
<p>Nach dem Fruehstueck machten wir uns auf den Weg zurueck nach San Jose. Dort angekommen erzaehlte ich meiner Frau von &#8220;meinem Schatten&#8221; und sie teilte meine Meinung, dass es wohl Konkurrenz waere.</p>
<p>Am naechsten Tag kontrollierte ich die Produktion in Dona Helene und Nazareth, aber den Mann hatte ich an beiden Orten nicht gesehen.</p>
<p>Da es nun Wochenende geworden war, planten wir fuer den Sonntag einen Ausflug zum Lalaking Bukid &#8211; der &#8220;Maennerberg&#8221; &#8211; einer der Melgar Bay vorgelagerten Insel mit fantastischen weissen Straenden und sehr schoenen Ecken zum Schnorcheln. Wir hatten viel Spass am Sonntag und der Tag verging wie im Flug.</p>
<p>Fuer den Montag war ein Trip nach Bel-at geplant, wo wir das neue Erz von Bel-at Gagmay besichtigen wollten. Der Operator unseres Service Pumpbootes bereitete alles von und wir luden noch 10 Saecke Reis ins Boot, als ich ploetzlich den komischen Typen wieder sah. Er stand vor dem Stevedoring Office und unterhielt sich mit einem der Ecleos, denen die Stevedoring Firma gehoerte. So langsam kam mir der Mann schon komisch vor. Wir fuhren ab und 6 Stunden spaeter kamen wir in Bel-at an. Der Reis wurde entladen und wir gingen zu unserer Huette, die wir dort gebaut hatten und in der mein Schwager lebte. Dem erzaehlte ich natuerlich auch von dem Mann, aber er hatte ausser Konkurrenz auch keine bessere Idee.</p>
<p>Am naechsten Tag ging ich mit meinem Schwager nach Bel-at Gagmay um dort die Produktion zu sehen und den Transport zum Meer in die Wege zu leiten, da wir ja noch unbedingt vor Beginn des Amihan (Nordostmonsun) laden mussten, denn in Bel-at kann waehrend der Zeit des Nordostmonsuns kein Erz geladen werden. Der Pier, der etwa 300 Meter ins Meer ragte, wurde immer schon in den ersten Tagen des Monsuns zerstoert, denn die Wellen, die vom offenen Pazifik kamen waren nicht ohne. Alles was bis zum Monsunanfang nicht geladen war, musste bis zum naechsten Jahr warten.</p>
<p>Die Qualitaet des Erzes dort gehoerte zu den besten der Welt mit einer Chrom Konzentration von 62-66%, also am Maximum dessen, was man finden kann. Es lief alles sehr gut und etwa 600 Tonnen warteten darauf zum Meer transportiert zu werden. Das wird alles von Leuten auf dem Ruecken getragen und ein Sack Erz kostete 40 Pesos. Das wahr sehr hoch, da es ja immerhin 4 Kilometer waren und der Weg zum Teil sehr gefaehrlich war.</p>
<p>Als wir zurueck nach Bel-at kamen, sah ich den Mann erneut und machte meinen Schwager drauf aufmerksam. Als er sah, dass mein Schwager schaute, verdrueckte er sich ganz schnell um die Ecke eines Hauses. Ich fragte meinen Schwager, ob er den schon mal gesehen haette und er meinte nur, dass er ihn ja nur ganz kurz aus der Entfernung gesehen haette, aber dass er ihm sehr bekannt vorkaeme. Aber er kam nicht drauf, wer das gewesen sein koennte.</p>
<p>An diesem Nachmittag liefen wir ziemlich viel herum, da wir hofften den Mann zu sehen und mein Schwager ihn vielleicht identifizieren koennte, aber wir sahen ihn nirgendwo. Wir fragten nach ihm herum, aber das brachte uns leider auch nicht weiter.</p>
<p>Auch waehrend der naechsten Tage dort in Bel-at konnten wir ihn nicht erblicken, obwohl wir immer sehr gut aufpassten. Einige Male gab es falschen Alarm, aber es war dann eben doch nicht der besagte Typ.</p>
<p>Als wir am Freitag nach San Jose zurueckfuhren, erzaehlte ich alles meiner Frau und sie meinte, es waere wohl besser, wenn ich in den naechsten Tagen und Wochen den Pedro mitnehmen wuerde. Pedro war ein Body Guard mit abgesaegter Schrotflinte, der fuer den Onkel meiner Frau arbeitete. Ich stimmte zu und danach planten wir unser Wochenende, aber die ganze Zeit ging uns der &#8220;unheimliche Fremde&#8221; nicht aus dem Sinn.</p>
<p>Wer war der Unbekannte?</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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