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	<title>Phil-Life.net &#187; erzaehlung</title>
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		<title>Allan 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 07:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aber die Ueberraschung, die Allan von seinen Verwandten bekam, sollte nicht die einzige bleiben. Begonnen hatte die &#8220;Pechstraene&#8221; mit Edmarks Weigerung, ihn trotz Vertrages nach Davao zu lassen, was wiederum Allan nicht hinderte trotzdem einen Verkaufsstand im Gaisano in Davao zu eroeffnen, denn Gaisano sah Allans Vertrag und verweigerte seinerseits Edmarks neuem Vertreter den Zugang, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aber die Ueberraschung, die Allan von seinen Verwandten bekam, sollte nicht die einzige bleiben.</p>
<p>Begonnen hatte die &#8220;Pechstraene&#8221; mit Edmarks Weigerung, ihn trotz Vertrages nach Davao zu lassen, was wiederum Allan nicht hinderte trotzdem einen Verkaufsstand im Gaisano in Davao zu eroeffnen, denn Gaisano sah Allans Vertrag und verweigerte seinerseits Edmarks neuem Vertreter den Zugang, der dann in Victoria Plaza taetig wurde. Beide Staende verkauften gut und Edmark haette es darauf beruhen lassen koennen, was sie aber nicht machten. Stattdessen versuchten sie Allan mit Gewalt aus dem Geschaeft zu draengen, der sich natuerlich wehrte und durch einstweilige Verfuegungen das auch erreichte. Edmark lieferte Allan keine Wahre mehr, der diese dann ueber einen Freund, der die Vertretung in Manila hatte, bezog. Es war ein rechter Zirkus und Edmark bekam natuerlich mit, dass ein Freund lieferte, aber der rechnete Allans Verkaeufe mit ab und Allan rechnete nur alte Lagerbestaende von nicht so gaengigen Artikeln ab, so dass Edmark hier ein wenig ins Schleudern kam. <span id="more-2341"></span>Auf die Idee jemanden vor Ort zu schicken und ueberpruefen, was Allan verkaufte, kamen sie anscheinend nicht.</p>
<p>Aber natuerlich kam es noch viel schlimmer. Als Allan von seinem Verkaufsstand in Butuan kam und nach Cagayan de Oro fuhr, lief ihm in Buenavista ein 12jaehriger Junge ins Auto, den er nicht hatte kommen sehen, da der hinter einem geparkten LKW ohne zu schauen auf die Strasse lief und zwei Meter von Allans wagen entfernt auf einmal mitten auf der Strasse war. Allen konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und der Junge wurde schwer verletzt. Er fuhr sofort mit dem Buben ins Krankenhaus, wo ein Schaedelbasisbruch diagnostiziert wurde.  Da das Krankenhaus fuer diese schweren Verletzungen nicht ausgeruestet war, wurde der Bub in das Medical Center nach Cagayan de Oro verlegt.  Dort starb er 10 Tage spaeter ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Allans Versicherung hatte zwar das Krankenhaus bezahlt, obwohl der Betrag ueber die Deckungssumme hinausging und boten den Eltern noch die Beerdigungskosten an, nicht ohne Allan auf moeglichen Regress hinzuweisen. Die Eltern weigerten sich und verlangten 500.000 Pesos als Schadensersatz plus die Beerdigung, die nochmals ueber 100k kosten sollte. Hier spielte nun die Versicherung nicht mehr mit und deshalb kontaktierten die Eltern Allan und sagten, dass sie ihn anzeigen wuerden, wenn er nicht selbst mit der &#8220;Kohle&#8221; rueber kaeme. Soviel Geld hatte Allan nicht, da ihn die Streitereien mit Edmark ja auch zusaetzliche Kosten verursachten fuer den Anwalt und das Gericht. Die Eltern erstatteten Anzeige und nach seiner Gegendarstellung wurde ein Haftbefehl gegen Allan ausgestellt und er sollte gegen eine Kaution von 80.000 Pesos frei kommen. Das Geld hatte er nur teilweise und so sprang ich mit 50k ein und Allan wurde wieder auf freien Fuss gesetzt.</p>
<p>Zwischenzeitlich kam eine Vorladung vom philippinischen Arbeitgericht. Seine Schwaegerin und deren Freund, die uebrigens mittlerweile geheiratet hatten, reichten Klage ein und beschuldigten Allan so ziemlich aller Vergehen gegen das Arbeitsgesetz, die man im Buch fand. Nun hatte Allan aber seine Mitarbeiter nicht nur fair behandelt, sondern sie lagen mit Grundgehalt und Provision nicht unerheblich ueber dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgehalt. Allan hatte zuch Ueberstunden mit Zuschlaegen bezahlt, die SSS abgefuehrt und  Sonntagsarbeit dem Gesetz gemaess bezahlt. Ueber eine halbe Million Pesos forderten seine Schwaegerin und deren Mann von ihm. Bei der ersten Verhandlung machten sie ein &#8220;Friedensangebot von 300k, aber Allan hatte kein Geld und damit wuerde nun in zahlreichen Hearings die echte Sachlage ermittelt werden. Allerdings klagten die beiden bei der DOLE  (Department of Labor and Employment) in Dipolog und so hatte Allan zu jedem Hearing dort hin zu fahren.</p>
<p>Zwischenzeitlich hatte Edmark durch eine einstweilige Verfuegung eines Richter in Manila erwirkt, dass Allan keines ihrer Produkte mehr verkaufen durfte. Der Richter in Cagayan de Oro sah das anders und erklaerte die Verfuegung fuer ungueltig, aber all das half Allan nichts mehr, denn nun hatte Edmark einen &#8220;Geistesblitz&#8221;; alle existierenden Vertraege mit Gebietsvertretern wurden annuliert und das ganze System auf Multilevel Marketing umgestellt. Alle Vertreter wurden als Verkaeufer uebernommen &#8211; auch Allan &#8211; aber nun durften sie nur noch privat nach Kunden suchen und sollten im Stile von Tupper Parties Kunden und Mitarbeiter werben. Die ganzen Gebietsvertreter sprangen ab, auch Allan, denn keiner wollte das dumme Spiel von Edmark mitmachen, aber die Mitarbeiter der Gebietsvertreter waren nur allzu bereit in die Bresche zu springen. Trotzdem fielen Edmarks Verkaeufe ins Bodenlose, was Allan durch einen der Vizepraesidenten erfuhr, der die gesamte Zeit Allan heimlich unterstuetzt und informiert hatte. Ich kann mich noch gut erinnern, als Allan all seine Verkaufstaende in Dipolog, Ozamis, Davao, Butuan, Surigao und Cagayan abholte und zu Hause deponierte immer noch in der Hoffnung, dass ein Gericht Edmark zwingen wuerde, die MLM Geschichte rueckgaengig zu machen. Allan war arbeitslos und hatte mehr Probleme an der Hand als ein Hund Floehe. Edmarks Praesenz ist durch das neue System drastisch gefallen und vor etwa drei Jahren begannen sie wieder mit Staenden in Kaufhaeusern, aber es wurde nie mehr was es mal gewesen war.</p>
<p>In der Unfallsache wurde sich Allan mit den Eltern des Buben einig und es waren 100.000 Pesos als Schadensersatz ausgehandelt worden, die Allan auf Raten abzahlen konnte. Auch wenn Allan nach deutschem Recht keinerlei Schuld am Unfall traf in diesem Land ist ein Autofahrer immer schuld, wenn er einen Fussgaenger anfaehrt.Einige Wochen spaeter bekam ich dann auch meinen Anteil an Allans Kaution zurueck.</p>
<p>Als wieder mal ein Hearing bei der DOLE in Dipolog anstand um die arbeitsrechtlichen Ansprueche der Schwaegerin und dessen Mann zu klaeren, hatte Allan zur gleichen Zeit ein Hearing in seiner Unfallsache gehabt und das Arbeitsgericht schriftlich davon verstaendigt, dass er um Verlegung bitte. Dieses Schreiben war mit LBC geschickt worden, aber es kam nie an und so entschied das Arbeitsgericht gegen Allan, da er nicht anwesend war, was der Labor Arbiter als Mangel an Respekt dem Arbeitsgericht gegenueber ansah und haute Allan mit seiner Entscheidung fuer die vollen geforderten 500K in die Pfanne.</p>
<p>Allan war am Ende.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Allan 1. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 08:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war im Juni 1997 gewesen, und Amway war gerade einmal zwei Monate auf den Philippinen taetig. Ich hatte bei Amway mitgemacht und war sozusagen ein Mitglied der (fast) ersten Stunde, nachdem ich am 9. April 1997, zwei Tage nachdem Amway Philippines aus den Startloechern gekommen war, einen Distributorvertrag unterschrieben hatte. Ich sah im Prinzip [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war im Juni 1997 gewesen, und Amway war gerade einmal zwei Monate auf den Philippinen taetig. Ich hatte bei Amway mitgemacht und war sozusagen ein Mitglied der (fast) ersten Stunde, nachdem ich am 9. April 1997, zwei Tage nachdem Amway Philippines aus den Startloechern gekommen war, einen Distributorvertrag unterschrieben hatte. Ich sah im Prinzip von Amway gute Verdienstmoeglichkeiten, aber es verlangte einem auch Einsatz ab. Im Prinzip ging es ja nur darum, dass jedes Mitglied, neben wohl limitierten Verkaeufen, das Produkt selbst verwendet und dann verdient eben jeder der aktiv ist und sich entsprechende &#8220;Downlines&#8221; aufbaut. Aber es ist nicht einfach, dieses Prinzip zu vermitteln.</p>
<p>Wie gesagt im Juni traf ich dann Allan. Er hatte im Ororama in Cagayan de Oro einen Stand von Edmark und verkaufte sogenannte Novelty Items, unter anderem einen handbetriebenen Cutter, der mich bei der Vorfuehrung begeisterte und den ich kaufte. Den verwende ich auch heute noch &#8211; dreizehn Jahre spaeter &#8211; und ich muss sagen, das war fuer 500 Pesos ein guter Kauf gewesen. <span id="more-2336"></span>Da ich ja regelmaessig in Ororama war, begann ich Allan Amway schmackhaft zu machen und er unterschrieb. Das war der Beginn einer Freundschaft mit einem Filipino, die auch heute noch besteht.</p>
<p>Allan stammte aus Dipolog und hatte sehr viele Freunde und Verwandte dort und wollte natuerlich, dass ich ihm dort helfe eine Gruppe aufzubauen. Gesagt &#8211; getan, wir fuhren also mit seinem L300 das erste Mal nach Dipolog, wobei er gleichzeitig nach einem Platz suchte, um einen weiteren Edmark Stand zu eroeffnen. Damit will ich dann auch mal kurz auf die Miete eingehen, die Allan in Ororama berappen musste. Fuer seinen vier Quadratmeter grossen Stand musste er 5000 Pesos monatliche Grundmiete bezahlen und zusaetzlich 20% von den Bruttoeinnahmen abliefern. Ororama kassierte in guten Monaten mehr als 100k und ihm blieben in dem gleichen Monat netto weniger als 50.000 Pesos. Die Chinesen, die ja nun wirklich 95% der philippinischen Wirtschaft kontrollieren, wissen schon wie man die dicke Kohle auf dem Ruecken der Filipinos macht. Als wir in Dipolog ankamen, hielten wir gleich am ersten Abend ein Seminar, das von Allans Freunden sehr gut vorbereitet worden war, denn es kamen ueber dreissig Menschen, von denen sich neun nach dem Seminar zum Kauf des Starterkits entschlossen, das damals immerhin 2000 Pesos kostete und nur fuer 900 Pesos Ware enthielt. Der Rest waren Broschueren und Informationsmaterial einschliesslich Videotapes und anderem. Das war der Beginn einer grossen Gruppe, die innerhalb des naechsten Jahres auf ueber 400 Menschen anwachsen sollte. Aber es geht hier ja nicht um Amway sondern um Allan.</p>
<p>Wie gesagt, wir wurden Freunde und an den Wochenenden unternahmen wir oefters gemeinsame Ausfluege mit grillen und was halt bei einem philippinischen Ausflug so dazu gehoert. Allan und seine Frau (er hatte damals zwei Kinder) waren Mormonen und er nahm seinen Glauben sehr ernst und hatte auch zwei Jahre im mittleren Osten als Missionar verbracht. Durch ihn lernte ich auch etwas mehr ueber die Mormonen, einschliesslich deren Geschichte, die zum Teil fuer einen &#8220;normalen&#8221; Christen schon merkwuerdig anmutet. Wichtig dabei ist zu erwaehnen, dass Mormonen keine Kirche, sondern einen Tempel haben und keinerlei Laster froehnen. Also nix mit &#8220;Weibern&#8221; und &#8220;Saufen&#8221;! (Die anfaenglich propagierte &#8220;Vielweiberei&#8221; gab es schon lange nicht mehr)</p>
<p>Allan betrieb sein Geschaeft mit Edmark ernsthaft und verdiente recht gut. Als Hilfe hatte er seine Schwaegerin und deren Freund eingestellt, ebenso andere Verwandte, die die Staende in Ozamis und Dipolog betrieben, wobei aber das Geschaeft am besten lief, wenn Allan persoenlich vor Ort war.</p>
<p>Als wir eines Tages wieder nach Dipolog fuhren, schaute er vorher in Ozamis im Gaisano vorbei, wo er auch einen Stand hatte, und wo die Schwaegerin die Demos machte und den Verkauf leitete. Das Geschaeft dort ging etwas zaeh und so entschlossen wir uns in Ozamis zu uebernachten, und am nachmittag mal den Laden anzukurbeln. Der Unterschied war schon gewaltig. Wenn Allan die Demos machte dann wurden echt nach jeder Demo etliche der Cutter verkauft, wenn man das mit Zahlen verglich, die seine Schwaegerin machte, dann hatte Allan in vier Stunden sieben mal so viel verkauft, wie die Schwaegerin in einer Woche.  Das erboste Allan schon etwas und er ermahnte die beiden, doch bitte etwas positiver und enthusiastischer in den Demos zu sein. Als wir drei Tage spaeter auf dem Rueckweg von Dipolog wieder in Ozamis vorbei schauten, waren die Verkaufszahlen deutlich besser geworden, wenn sie auch immer noch gewaltig hinter Allans Zahlen hinterher hinkten.</p>
<p>Und so verging die Zeit. Meine Amway Gruppe wuchs und ich hatte bereits die erstrebten 21% Provision auf alle Verkaeufe innerhalb meiner Gruppe erreicht. Aber eines der Hauptprobleme war, dass die meisten anderen Mitglieder nie genug Geld hatten, um bestellte Ware auf Anhieb zu bezahlen, sondern immer erst mit einer bis vier Wochen Verspaetung an mich loehnten. Zudem klappte die Bestellung per Versand ueberhaupt nicht, denn ich musste die Ware immer von Cagayan mitbringen, wo es glueckerlicherweise bereits eine Niederlassung gab. Ich machte meinen Leuten klar, dass ich keine Lust hatte mich dauernd abzuschleppen und sie sollten doch bitte das Versandsystem in Anspruch nehmen, was aber auch weiterhin nicht klappte.</p>
<p>Allan hatte zwischenzeitlich auch anderen Novelty Items von Edmark zu verkaufen, die aber nicht so gut liefen, wie der manuelle Cutter. Ich hatte auch festgestellt, dass man mit dem Ruehreinsatz vom Cutter hervorragend Mayonnaise machen konnte, was Allan in den Demos mit aufnahm und was inerhalb von sechs Monaten Standard bei allen Edmark Demos geworden war.</p>
<p>Zu dieser Zeit wollte sich Allan nach Davao erweitern &#8211; in Butuan und Surigao war er ja bereits auch &#8211; was ihm aber von Edmark untersagt wurde, da sie Davao an einen anderen geben wollten, obwohl er einen Vertrag mit Edmark hatte, dass er die Generalvertretung fuer ganz  Mindanao hat und dafuer hatte er damals auch kraeftig bezahlt. Es folgte nun eine Streiterei mit Edmark, bei denen Edmark klar zeigte, dass sie am laengeren Hebel sassen, denn ploetzlich waren Bestellungen verspaetet, was vorher nie vorgekommen war. Und so hatte Allan manchmal eine Woche lang nichts zu verkaufen, was ihn aber Geld kostete, da er ja seine Miete und Angestellten bezahlen musste.</p>
<p>Allan entschloss sich Dipolog und Ozamis aufzugeben, und da seine Schwaegerin nicht gewillt war wo anders zu arbeiten, entliess er sie und ihren Freund.</p>
<p>Das sollte aber ein aeusserst unangenehmes Nachspiel haben.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Percy 1. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 08:24:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als wir damals von 1987 im Dezemeber bis 1990 im Januar in San Jose lebten, hatten wir eine Haushaelterin, die kein Jungspund war und schon hoch in den 30ern gewesen war. Meine Frau schaetzte sie sehr, da sie zuverlaessig war und man ihr nicht immer alles sagen musste. Sie hatte zwei Kinder: eine Tochter die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir damals von 1987 im Dezemeber bis 1990 im Januar in San Jose lebten, hatten wir eine Haushaelterin, die kein Jungspund war und schon hoch in den 30ern gewesen war. Meine Frau schaetzte sie sehr, da sie zuverlaessig war und man ihr nicht immer alles sagen musste. Sie hatte zwei Kinder: eine Tochter die noch sehr klein war und eine zweite im Alter von etwa 8 Jahren. Diese zweite Tochter lebte mit ihr bei uns im Haus und sie war ein eher stilles und zurueckhaltendes Maedchen, das ich persoenlich als sehr &#8220;pflegeleicht&#8221; angesehen hatte. Percy erledigte einfach alles: sie kochte, wusch, hielt die Wohnung sauber, ging zum einkaufen und vor allem sie war gut beim Vorraete kontrollieren. Ueblicherweise wird ja immer erst gekauft, wenn etwas ausgeht, aber sie kaufte schon vorher all die Dinge nach, die man so taeglich brauchte. Und vor allem war sie ehrlich!  Sie war also eine echte Perle.</p>
<p>Aber und das aber hat mich schon sehr erschreckt, als ich es das erstemal mit erleben musste, wie sie ihre Tochter bestrafte. <span id="more-2300"></span>Sie hatte einige seltsame Methoden der Bestrafung fuer ihre Tochter, die ich persoenlich nicht akzeptieren konnte. Meine Frau warnte sie vor meiner Einstellung und das ich Zuechtigung bei Kindern nicht toleriere und sie versprach ihre Tochter nicht zu verhauen, wenn sie mal Mist baute.</p>
<p>Eines Tages kam ich in die Kueche und in der Ecke kniete die Tochter und weinte zum Gottserbarmen. Percy war nicht da. Ich fragte was los ist und sie oeffnete nur den Mund und der war halb voll mit zerdrueckten Chilischoten. Ich liess sie die Schoten erst einmal ausspucken und gab ihr Brot und Wasser um die Schaerfe zu lindern. Das muss gebrannt haben wie die Hoelle, denn es waren diese kleinen, hoellisch scharfen Chilischoten und nicht die groesseren, die doch wesentlich milder sind. Nach einer Viertelstunde konnte das Maedchen endlich reden und erzaehlte, dass ihre Mutter ihr die Schoten in den Mund geschoben habe zur Bestrafung weil sie eine Tasse zerbrochen hatte. Ich war natuerlich stinksauer und als Percy zurueck kam, las ich ihr die Leviten und machte ihr klar, dass sie sich eine andere Arbeit suchen koenne, wenn das noch einmal vor kaeme. Das arme Maedel konnte bestimmt zwei Wochen nicht richtig schmecken.</p>
<p>Fuer eine Zeit lang ging alles glatt. Eines Nachts gegen elf  Uhr- ich lag schon im Bett -  hoerte ich ein leises Wimmern. Ich lauschte und konnte beim besten Willen nicht sagen, wo es her kam, aber es schien im Haus zu sein. Ich weckte meine Frau und nach einiger Zeit der Anpassung hoerte sie es auch, aber meinte, das sei bestimmt beim Nachbarn. Dem konnte ich nicht zustimmen und ich stand auf und zog mich an, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ich holte mir die Taschenlampe, denn in San Jose gab es damals nur Strom von 6-8 Uhr am Abend. Wir schliefen im ersten Stock und die Treppe war aussen und mir schien es, als ob das Wimmern von unten kaeme. Ich ging also die Treppe runter und versuchte das Wimmern zu lokalisieren, was mir aber nicht gelang. Und so ging ich erst einmal bei den Nachbarhaeusern vorbei und lauschte, hoerte aber nichts. Das Weinen und leise Schluchzen war bei uns vor dem Haus am lautesten. Mittlerweile hatte sich meine Frau auch angezogen und war runter gekommen. Sie hoerte es auch und meinte, das seien bestimmt irgendwelche Geister. &#8220;Schmarrn&#8221; winkte ich ab, &#8220;es gibt keine Geister.&#8221; Der untere Eingang war eine grosse Tuere, da es mal ein Laden gewesen war, und ich holte den Schluessel. Dann sperrte ich auf und das Weinen wurde lauter. Es war also hier. Es war stockdunkel, und der scharfe  Strahl der Taschenlampe gab nur sehr begrenzte Ausleuchtung. Ich leuchtete in alle Ecken, konnte aber nichts finden. Danach gingen wir in die Kueche und suchten dort alles ab, aber auch hier gab es nichts zu sehen. Neben der Kueche waren zwei kleine Zimmer, in der frueher die Angestellten des Ladens geschlafen hatten, aber die Zimmer waren auch leer. In einem Zimmer hing ein Sack von einem Haken in der Decke, in dem Percy Sachen aufbewahrte, um sie vor Ratten zu schuetzen. Wir wiederholten die Suche aber ebenso erfolglos wie zuvor. Wir hoerten das Wimmern sehr unterdrueckt, aber konnten es nicht lokalisieren. Meine Frau wollte weg, da sie sich nun absolut sicher war, dass es Geister sein muessten. Ploetzlich hatte ich einen &#8220;Geistesblitz&#8221; und ich ging zurueck in das Zimmer mit dem Sack. Ich beleuchtete den Sack fuer einige Sekunden und sah dass er sich ganz leicht bewegte. In der Kueche holte ich mir einen Stuhl, ging zurueck ins Zimmer und stieg auf den Stuhl, um den Sack los zu binden. Als ich den Sack oeffnete bot sich mir ein absolutes Bild des Jammers. Drinnen kauerte Lisa, die Tochter von Percy, mit total verweintem und schmutzigen Gesicht. Als wir sie raus geholt hatten, oeffnete sie ihre kleine Faust, die voller zerdrueckter Chilischoten war. Zur Bestrafung hatte ihre Mutter ihr wieder Chilis in den Mund gesteckt und das kleine Maedel im Sack aufgehaengt, wo sie bis in der Fruehe haengen sollte. Sie hatte die Chilis in ihre Hand gespuckt, damit sie die Schoten wieder in den Mund nehmen konnte, wenn die Mutter kam. Mich packte die Wut und ich stuermte nach oben, oeffnete Percy&#8217;s Zimmertuere und begann zu bruellen. Ich wollte, dass sie auf der Stelle ihre Sachen packt und verschwindet. Percy weinte und bat um Verzeihung und meine Frau redete auf mich ein, ihr doch noch eine Chance zu geben, und nach langem hin und her stimmte ich zu, machte aber unmissverstaendlich klar, dass ich bei der naechsten Verfehlung durchgreifen werde und mich nicht mehr breit schlagen lasse.</p>
<p>Das Maedel tat mir echt leid. Diese Misshandlungen waren fuer mich jenseits von gut und boese, aber der Mutter sollte noch etwas ganz anderes einfallen, davon will ich dann morgen erzaehlen.</p>

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		<title>Ottos Schlaganfall</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 05:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Dezember 1999 hoerte ich aus irgendeiner Ecke &#8211; ich weiss beim besten Willen nicht mehr von wem &#8211; dass Otto einen Schlaganfall hatte und im Krankenhaus bei den German Doctors in Valencia liegen wuerde. Da ich ja nun kein nachtragender Mensch bin und ich wusste, dass er niemanden hat, dachte ich, ich ruf mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Dezember 1999 hoerte ich aus irgendeiner Ecke &#8211; ich weiss beim besten Willen nicht mehr von wem &#8211; dass Otto einen Schlaganfall hatte und im Krankenhaus bei den German Doctors in Valencia liegen wuerde. Da ich ja nun kein nachtragender Mensch bin und ich wusste, dass er niemanden hat, dachte ich, ich ruf mal an und dann schauen wir mal, ob wir was machen. Also rief ich in Valencia an und fragte nach dem behandelnden Arzt, der sich als eine Aerztin &#8220;entpuppte&#8221;.  Sie wollte am Anfang nicht so recht mit der Sprache heraus, aber da sie wusste, dass er niemanden hatte &#8211; er war schon fuenf Tage im Krankenhaus und niemand hatte ihn besucht &#8211; bestaetigte sie den Schlaganfall, der zu einer linksseitigen Laehmung gefuehrt hatte. Ich sprach mit meiner Frau darueber und sie meinte er ist immer noch dein Landsmann und in Not. Also  beschloss ich in Valencia vorbei zu fahren, da ich sowieso nach Bukidnon wollte. (Wir lebten damals in Bukidnon und in Cagayan, da die Kinder dort zur Schule gingen.)<span id="more-2276"></span></p>
<p>Am naechsten Tag fuhr ich mit dem Bus nach Valencia und im deutschen Krankenhaus fragte ich nach der Aerztin. Beim persoenlichen Treffen erzaehlte sie etwas mehr ueber den Fall, aber es war halt der typische Schlaganfall mit ueberhoehtem Blutdruck und zuviel Sauferei. Danach brachte sie mich zu Ottos Zimmer, das aber leer war und wir fanden ihn im Rollstul auf dem Flur.</p>
<p>Zuerst war er sehr muerrisch ueber meinen Besuch, da er wohl an die <a href="http://www.phil-life.net/2010/07/13/georg-und-otto-1-teil/#more-2066" target="_self">Geschichte mit Georg</a> dachte und meinte, dass ich deswegen noch sauer sei. Nun ich war zwar nicht sauer, sondern verachtete ihn und seine manchmal echt kriminellen Methoden, aber er war ein Mensch und ich konnte halt nicht da sitzen und gar nichts tun. (Allerdings wuerde ich das heute nicht mehr machen.) Er erzaehlte mir die Geschichte seines Schlaganfalles: &#8220;Ich musste nachts aufstehen, da ich dringend pinkeln musste und erledigte mein Geschaeft im Garten, da wir ja kein Klo haben. Auf dem Rueckweg verlor ich ploetzlich das Gleichgewicht und fiel hin und wurde bewusstlos. Als ich wieder aufwachte schien die Sonne und es muss mindestens elf Uhr morgens gewesen sein. (Bei ihm im Tal kam die Sonne ja sehr spaet ueber den Bergruecken.) Elda war ueber Nacht mit den Kindern (da war das zweite noch ein Saeugling) in Ma-agnao beim Vater geblieben. Die <a href="http://www.phil-life.net/2010/07/17/die-oma-im-schrank/" target="_self">Oma im Schrank</a> war sowieso hilflos und so lag ich bis nach ein Uhr im Dreck. Dann kam Elda und als sie mich sah, versuchte sie zwar mir ins Haus zu helfen, aber ich war zu schwer, und so lief sie ins Dorf um Hilfe zu holen. Es wurde fuenf Uhr bis sie endlich mit einigen Verwandten auftauchte um mich nach Ma-agnao zu tragen. Dort wurde ich dann mit einem Jeepney nach Valencia gebracht, wo ich gegen neun Uhr im Krankenhaus ankam. Ich bin also 18 Stunden ohne Behandlung gewesen und 13 Stunden lag ich im Dreck. Die Verwandtschaft wollte mir erst gar nicht helfen und nur weil Elda sehr aergerlich wurde, halfen sie mich ins Dorf zu tragen.&#8221; Nun mich wunderte das Verhalten der Verwandtschaft ueberhaupt nicht, denn so wie er mit ihnen umging, kann es da keine Achtung fuereinander geben.</p>
<p>Wir unterhielten uns noch eine Weile und ich sprach dann mit der Aerztin und sie meinte die Prognose ist schlecht und er wird wohl nie mehr laufen koennen.</p>
<p>Otto hatte mir die Nummer seines Bruders gegeben und ich rief ihn an, um ihn von Ottos Schlaganfall zu berichten. Der Bruder war nicht da und ich konnte nur mit der Schwaegerin sprechen, die das ganze aber gar nicht interessierte und sie sagte mir klipp und klar, dass sie mit ihm nichts mehr zu tun haben moechten. Ich wollte natuerlich die Gruende wissen und sie meinte nur, dass er ein ganz abgefeimter Gauner sei.</p>
<p>Drei Tage spaeter rief die Schwaegerin mich kurz an um mir mitzuteilen, dass Ottos Mutter verstorben sei und ich moege ihm das bitte sagen. Als ich das Otto mitteilte, gab es gerade mal ein Schulterzucken von ihm und die Bemerkung, dass sie ja schon alt war. Trauer habe ich keine gesehen.</p>
<p>Einige Tage spaeter kam Otto vom Krankenhaus zurueck und lebte in der kleinen Huette von Elda in Maagnao. Ins Tal konnte er nicht mehr, da er ja nicht laufen konnte.</p>
<p>Ich besuchte ihn, nachdem ich von seiner Rueckkehr hoerte, und als ich ihn so herum turnen sah, tat er mir schon leid. Hier war es sicher ein Vorteil, dass die Huette so klein war. Zu Hause sprach ich dann mit der Familie und wir beschlossen, ihm ein Uebungsgestell zu bauen, in der Hoffnung, dass er doch wenigsten so weit laufen lernt um sich mit Hilfe einer Kruecke zu bewegen.</p>
<p>Am naechsten Morgen schlugen wir Rundhoelzer und Bambus und begannen das Gestell zu bauen. Es war sieben Meter lang und nach dem es stand, machten wir aus Bambus zwei Rundlaeufe um das Gestell herum; einen in Handhoehe und einen ueber Kopf. Hier sollte er nun ueben und er machte auch gleich die ersten Versuche. Anfangs fiel er oefter hin, aber mit der Zeit lernte er es sich mit der funktionierenden rechten Hand festzuhalten. Und innerhalb einiger Tage schleppte er sich am Gestell entlang herum, wobei die Mitarbeit des gelaehmten Beines besser und besser wurde.  Nach zirka drei Monaten &#8211; er uebte jeden Tag eisern 6-8 Stunden &#8211; begann er mit Hilfe einer Ellbogenkruecke zu laufen. Etwa ein Jahr spaeter schaffte er auch schon 10 Meter ohne Kruecke, solange der Boden eben war.</p>
<p>Aber es kam wie es kommen musste, denn kaum konnte er einigermassen laufen, stieg er auch schon wieder den Maedels nach und das Saufen hatte er auch nicht aufgegeben.</p>
<p>Dass er sich nicht einmal bedankt hat, war wohl zu erwarten und das obwohl meine Frau oefter fuer ihn mit kochte, da es bei ihnen eben immer nur Reis und Sayote gab.</p>
<p>The End</p>

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		<title>Ein alter vergessener Traum</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
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		<description><![CDATA[Als ich noch ein Teenager war traeumte ich immer davon ein Cabrio und einen echten Oldtimer zu besitzen. Damals schwebte mir ein MGB oder ein Triumph Spitfire vor und der Oldtimer sollte ein alter Mercedes 170 sein. Aber als Schueler und Student kann man eben nur davon traeumen, leisten kann man es sich nicht. Stattdessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich noch ein Teenager war traeumte ich immer davon ein Cabrio und einen echten Oldtimer zu besitzen. Damals schwebte mir ein MGB oder ein Triumph Spitfire vor und der Oldtimer sollte ein alter Mercedes 170 sein. Aber als Schueler und Student kann man eben nur davon traeumen, leisten kann man es sich nicht.</p>
<p>Stattdessen wurde mein erstes Auto ein alter DKW Junior den ich fuer ganze 80 Mark gekauft habe und spaeter fuhr ich dann einen Fiat 850 Sport. Das ist ein sehr schoenes kleines Coupe, aber eine ganz schlimme Rostlaube.  Als ich dann 1974 einen aelteren Glas 1700GT sah, verkaufte ich den Fiat und leistete mir den Glas, obwohl die Firma schon von BMW aufgekauft worden war. Dann heiratete ich und kaufte mir was &#8220;vernuenftigeres&#8221;: einen Citroen GX. Aber das Geld war irgendwie nie genug und so konnte ich mir eigentlich kaum Luxus leisten mit Ausnahme von Reisen. Aber selbst die wurden billigst per Daumen gemacht soweit das moeglich war, und dabei kam ich immerhin bis in den Iran. <span id="more-2095"></span>Hotels kannte ich nur von aussen, denn ich reiste mit Zelt und Rucksack. Als ich 30 Jahre alt wurde, hatte ich immerhin 43 Laender auf fuenf Kontinenten besucht.</p>
<p>Ein Jahr nach der Scheidung traf ich dann meine heutige Frau und da sie Filipina war, war alles ganz anderes, denn es galt den kulturellen Unterschied zu ueberbruecken. Es war wohl nicht immer leicht, aber wir haben es geschafft. 1987 zogen wir auf die Philippinen und mittlerweile lebe ich seit 23 Jahren hier.</p>
<p>Als ich 2005 in Davao war, sah ich in einer Hotelgarage einen gelben Mazda MX 5 und verliebte mich auf den ersten Blick in diesen kleinen Roadster. Ich besuchte einige Gebrauchtwagenhaendler aber bis auf einen kannten die anderen das Auto nicht einmal. Aber der eine schrieb meine Telefonnummer auf und versprach mich anzurufen.</p>
<p>Es dauerte auch keine zwei Tage und der Anruf kam. Er meinte er haette einen gefunden in schwarz, der aber in recht gutem Zustand sei. Ich fuhr also zurueck nach Davao um mir das gute Stueck anzusehen. Nach der Probefahrt war ich dann auch schon &#8220;suechtig&#8221;. Ich fuhr mit dem Wagen zu Ford, die damals auch Mazda Reparaturen machte, denn die Firma hatte keine Vertretung mehr auf den Philippinen. Die erklaerten das Auto fuer fit mit einigen Ausnahmen, die mir aber auf der Probefahrt schon aufgefallen waren. Nach kurzen Verhandlungen mit dem Verkaeufer hatten wir eine Uebereinkunft und der Miata gehoerte mir.</p>
<p>Das Auto war ein illegaler Import und von Rechts- auf Linkssteuerung umgebaut worden, aber es war gut gemacht worden. Da der Voreigentuemer gute Beziehungen zur LTO (philippinische Zulassungsbehoerde) hatte, war der Wagen auch schon legalisiert worden. So kam ich zu diesem Auto wie die Jungfrau zum Kind, naemlich total unerwartet.</p>
<p>Die Familie hatte keine Ahnung und als ich mit dem Auto nach Hause kam, wollte jeder fahren. Alle waren begeistert ueber die neue Errungenschaft. Und ich fuehlte mich wieder wie 20 als ich mit dem Auto durch die Gegend dueste.</p>
<p>Aber nun kamen als naechstes einige Ausgaben auf mich zu, da das Auto doch einige Maengel hatte, die ich unbedingt beheben lassen wollte. So waren die vorderen Stossdaempfer im Eimer und ein paar Lager in der vorderen Radaufhaengung auch. Aber es gab keine Ersatzteile zu kaufen und so fragte ich einen meiner Kunden in Europa, ob er mir behilflich sein koennte. Ich faxte ihm also die Liste und der Mazdahaendler in seiner Naehe gab ihm die Preise. &#8220;Um Gottes Willen,&#8221; dachte ich mir als ich die Preise sah, &#8220;ich habe doch keinen RollsRoyce gekauft.&#8221; Aber mir blieb nichts anderes uebrig als in den sauren Apfel zu beissen und die Teile zu bestellen.</p>
<p>Drei Wochen spaeter waren die Ersatzteile da und der Wagen wurde repariert. Danach hatte sich das Fahrverhalten drastisch verbessert. Nun wollte ich natuerlich auch noch einige PS mehr unter der Haube und recherchierte im Internet. Dabei entdeckte ich Moss Motors, Flying Miata und den Miataclub der Philippinen. Ich schrieb eine Mail an den Club und es gab zwei Clubmitglieder, die Teile hatten und die alles andere organisieren wuerden. Ich bestellte also alles bei einem und ein paar Wochen spaeter bauten wir einen grossen Turbocharger mit Intercooler ein. Die Kupplung wurde gewechselt und Rennbremsen eingebaut abenso wie eine dem Turbo angepasste Auspuffanlage aus Edelstahl. Verschiedene andere Dinge wurden auch eingebaut und als alles fertig war, hatte ich eine Rakete unter dem Hintern.</p>
<p>Nur die Farbe gefiel mir ueberhaupt nicht. Ich schaute einmal mehr im Internet und es gab da alle moeglichen Ideen, aber nichts sagte mir so richtig zu. Ich stellte dann aus den gefunden Bildern mein eigenes Design zusammen und dann ging es nach Davao zum spritzen. Das war mit 50000 Pesos nicht ganz billig, aber es war sehr viel Arbeit mit der Airbrush involviert.</p>
<p><a href="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/07/miata.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2097" title="miata" src="http://www.phil-life.net/wp-content/uploads/2010/07/miata.jpg" alt="" width="350" height="235" /></a></p>
<p>Einige Kleinigkeiten wie ein anderes Differential fehlten am Anfang noch, aber das Auto war ein echter &#8220;Eye Catcher&#8221; geworden. Und wenn ich das Auto, das ich ja nun schon seit fuenf Jahren habe, fahre dann stoert mich weder das Auspuffgas der Tricycles noch die brennende Sonne.</p>
<p>Ach ja, und einen Oldtimer habe ich auch!</p>

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		<title>Orchideensuche</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 06:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blume]]></category>
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		<description><![CDATA[Als wir in Bukidnon wohnten, vernarrten wir uns regelrecht in die wilden lokalen Orchideen, die dort ueberall wuchsen und zum Teil wirklich prachtvoll bluehten, auch wenn die Blueten nicht so lange hielten und in keiner Weise so gross wurden, wie die der Hybriden. Aber es gab sehr viele verschiedene Sorten und die wenigen, die ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir in Bukidnon wohnten, vernarrten wir uns regelrecht in die wilden lokalen Orchideen, die dort ueberall wuchsen und zum Teil wirklich prachtvoll bluehten, auch wenn die Blueten nicht so lange hielten und in keiner Weise so gross wurden, wie die der Hybriden. Aber es gab sehr viele verschiedene Sorten und die wenigen, die ich identifizieren konnte waren die wilden Dendrobium und Phalaenopsis Arten. Und es waren gerade die wilden Phalaenopsis, die es uns angetan hatten. Deren Schoenheit stand den Hybriden in keiner Weise nach. Alle anderen kannte ich nicht und hatte bei National Bookstore damals auch kein Betimmungsbuch gefunden.</p>
<p>Und so sammelten wir anfaenglich bei Nachbarn und anderen Dorfbewohnern alles an wilden Orchideen, was wir bekommen konnten. Etliche Kaffeebaeume waren bereits voll mit den verschiedensten Pflanzen und wir faellten einige alte Kaffeebaueme um mehr Staender fuer Orchideen zu haben, denn wir machten die Erfahrung, dass die Pflanzen dort besonders gut wuchsen. <span id="more-2029"></span> Zudem siedelten sich dort auch Moose und Farne an, so dass das ganze nach ein bis zwei Jahren sehr natuerlich aus sah.</p>
<p>Eines Tages kam Victorino, einer unser Pflanzer, mit einigen Dendrobium Arten an, die er von einem alten gestuerzten Urwaldriesen entfernt  hatte. Die Orchideen hatten viele kleine kraeftige orangefarbige Blueten in dichten Buendeln und waren sehr schoen. Und so entschlossen wir uns auf Orchideensuche zu gehen. Es gab ja ueberall alte Baeume und Felswaende, an denen Orchideen sich besonders gerne niederlassen.</p>
<p>Damals war Otto bei uns und der wollte natuerlich mit gehen. Also zogen wir eines Sonntags Morgen los. Rico, Butchoy, Otto und ich  machten sich also auf Orchideensuche. Am Anfang ueberquerten wir alle unsere Felder, da wir ins Flusstal wollten, denn dort hatten riesige alte Urwaldriesen ueberlebt, die nur auf Grund ihrer Lage noch standen. Etliche von denen waren tot und Orchideen siedeln besonders gerne auf toten, alten Baeumen. Um uns die Kletterei einfacher zu machen, hatten wir meine komplette Abseil- und Aufstiegsausruestung einschliesslich Klemmen dabei.</p>
<p>Als wir dann etwa vier Kilometer weiter den Maagnao River erreichten, gingen wir flussaufwaerts, denn dort standen viele dieser alten Baeume. Zudem brach der Fluss dort durch eine zirka 40 Meter tiefe Schlucht mit steilen Felswaenden. Auch dort sollten einige Orchideen  zu finden sein.</p>
<p>Zuerst kamen wir an die Schlucht und stiegen vor den Felswaenden den steilen Hang hinauf, nachdem wir vorher mit dem Fernglas schon etliche Orchideen ausgemacht hatten und uns ein Landmark oberhalb der Felswand gemerkt hatten. Dort wollten wir hin und uns abseilen um die Pflanzen aus der Felswand zu holen. Nachdem wir oben angekommen waren, befestigte ich das Seil und Butchoy seilte sich ab. Wir hatten das natuerlich vorher mit ihm an unserem Mahagonibaum beim Haus geuebt und es klappte sehr gut. Butchoy hatte einen Sack dabei und sammelte fleissig einige Orchideen ein. Wir hatten ihm die Anweisung gegeben nicht mehr als sechs  Pflanzen einer Art zu nehmen und er hielt sich auch daran. Wir wiederholten das ganze noch an zwei anderen Stellen und hatten insgesamt ueber 40 Pflanzen  in neun verschiedenen Arten. Anschliessend gingen wir den Hang wieder hinunter und durchquerten die etwa 100 Meter lange Schlucht flussaufwaerts. Dabei mussten wir zum Teil ueber grosse Felsen klettern und oefter auch durch das Wasser waten. Etwa zwei Kilometer danach kamen wir zu den besagten alten Baeumen. Unter ihnen war ein echter alter, abgestorbener Riese. An ihm wuchsen hunderte von Orchideen, aber es war so schoen anzusehen, dass ich entschied, wir werden von dort keine Orchideen wegnehmen.  Mittlerweile war es Mittag geworden und wir assen unsere mitgebrachte &#8220;Brotzeit&#8221;;  Reis mit Sardinen aus der Dose, eine wahrhaft lukullische Mahlzeit, aber wir waren hungrig und so schmeckte auch das.</p>
<p>Nach dem Essen stromerten wir in dem &#8220;Wald&#8221; herum &#8211; es duerften nicht mehr als drei oder vier Hektar gewesen sein &#8211; und fanden noch das eine oder andere hier und dort. Gegen vier Uhr machten wir uns dann auf den Heimweg. Wir wollten aber nicht zurueck gehen sondern entschlossen uns den Steilhang hoch zu klettern und von dort weiter zu Rubios Ranch zu laufen. Wir waeren dann etwa zwei Kilometer oberhalb von Maagnao auf die Strasse gestossen und koennten gemuetlich nach Hause laufen. Zumindest dachten wir das. Nachdem wir den Hang erstiegen hatten, kamen wir nach zwei Kilometer an ein reisiges Dornengestruepp, das sich rechts wie links soweit man sehen konnte hin zog. Rico meinte, wir schlagen uns einfach einen Weg mit der Bolo durch das Gestruepp und so begannen wir. Die ersten 200 Meter waren einfach aber dann wurde das Gestruepp immer dichter und wir kamen nur sehr langsam voran. Ehe wir uns versahen begann es dunkel zu werden und die Tropennacht brach herein. Wir konnten nicht zurueck, da wir den Steilhang nicht im Dunkeln herunter klettern konnten und mit nur einer Taschenlampe im Gepaeck war das zu gefaehrlich. Also entschlossen wir uns dort im Gestruepp zu uebernachten. Da wir alle nur ein T-Shirt anhatten, wussten wir genau, dass es eine sehr kalte Nacht werden wuerde. Schliesslich war es Maerz und da sind die Temperaturen nachts noch emmpfindlich kuehl mit zirka 10-12 Grad. Und gerade heute hatten wir einen klaren Himmel, der Kaelte versprach. Wir suchten also im Licht der Taschenlampe alles an altem Holz und vertrockneten Gestruepp zusammen um wenigstens ein Lagerfeuer zu haben. Zu essen hatten wir nichts mehr, aber wenigstens hatten wir noch etwas Wasser.</p>
<p>Es wurde wirklich kalt in der Nacht, kaelter als wir erwarteten oder zumindest bildeten wir uns das ein. Vorne wurden wir vom Feuer gegrillt und hinten froren wir uns den Arsch ab. Schon laengst hatten wir alle unsere Arme innerhalb der T-Shirts versteckt, aber die Nacht war lange. Schlafen konnte keiner und so froren und langweilten wir uns durch die Nacht. Otto meckerte die ganze Zeit, dabei erzaehlte er sonst immer wie &#8220;out door gestaehlt&#8221; er sei seit seinen ausgedehnten Reisen im Norden Luzons. Ich gehe mal davon aus, dass er die Bars in Manila meinte.</p>
<p>Endlich graute der Morgen und wir begannen zu hacken und nach 15 Minuten und 10 Metern dichtestem Gestruepp waren wir durch. Das haetten wir gestern abend auch machen koennen. Wir ueberquerten die ausgedehnten Weiden von Rubios Ranch und kamen kurz darauf auf den Highway. Und 30 Minuten spaeter waren wir zu Hause.</p>
<p>Dort hatten sie sich natuerlich grosse Sorgen gemacht und in aller Frueh schon einen &#8220;Suchtrupp&#8221; los geschickt. Die kamen gegen Mittag zurueck und waren ebenso froh uns zu Hause vorzufinden.</p>
<p>Erwaehnen moechte ich dabei noch, dass der Abflug von Elda und Otto scheinbar laenger geplant war, da er schon zwei Wochen zuvor begonnen hatte den schoenen alten Baum mit den vielen Orchideen zu faellen und alle Pflanzen mitgenommen hatte um sie in Cagayan zu verkaufen. Leider erfuhren wir das erst eine Woche nach seiner &#8220;uebersturzten Abreise&#8221;, sonst haetten wir das mit Sicherheit verhindert.</p>

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		<title>Wie eine Made im Speck&#8230;.. 1. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 07:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<category><![CDATA[OFW]]></category>
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		<description><![CDATA[Overseas Foreign Workers (OFW) sind ja wohl definitiv ein wirtschaftliches Rueckgrat fuer die Philippinen. Sie gehen ins Ausland um dort zu arbeiten, sind jahrelang von der Familie getrennt, sehen ihre Kinder oftmals nur alle zwei Jahre fuer einen Monat, leben und arbeiten in vielen Faellen unter unwuerdigen Bedingungen und sind meist sehr einsam dort in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Overseas Foreign Workers (OFW) sind ja wohl definitiv ein wirtschaftliches Rueckgrat fuer die Philippinen. Sie gehen ins Ausland um dort zu arbeiten, sind jahrelang von der Familie getrennt, sehen ihre Kinder oftmals nur alle zwei Jahre fuer einen Monat, leben und arbeiten in vielen Faellen unter unwuerdigen Bedingungen und sind meist sehr einsam dort in der Ferne.</p>
<p>Viele dieser OFWs sind fuer die Familie wichtige  &#8220;Geld Verdiener&#8221; und es ist oftmals so, dass die Familie in Armut versinken wuerde ohne die Hilfe dieser &#8220;anonymen Helden und Heldinnen&#8221;. Und in vielen Faellen wird die Hilfsbereitschaft dieses Familienmitglieds hemmungslos ausgenutzt.</p>
<p>Ich moechte hier von einem Fall erzaehlen, in dem die negative Seite aufgezeigt werden soll, moechte aber gleichzeitig jetzt und hier feststellen, dass die Mehrzahl der Familien wohl nicht so &#8220;gierig&#8221; sind.<span id="more-1134"></span></p>
<p>Im Dezember 1999 flog  Jay Jay Gonzales nach Dubai, da ihr von einer ehemaligen Klassenkameradin ein Job besorgt worden war. Sie sollte in einer Boutique als Verkaueferin arbeiten. Da sie gut aussah und fliessendes Englisch sprach hatte der Besitzer zugestimmt es mit ihr zu versuchen. Anfangsgehalt war 22.000 Pesos. Sicherlich nicht viel fuer Dubai aber ein kleines Vermoegen fuer die Familie, die zu Hause zurueck blieb. Das Geld sollte in erster Linie dazu verwendet werden um die Geschwister studieren zu lassen. Nach einem Monat Arbeit begann Jay Jay Geld nach Hause zu schicken. Jeden Monat gab es 15.000 Pesos fuer die Schule der Geschwister und am Anfang klappte das auch ganz gut fuer einige Monate. Dann entschieden die Eltern allerdings, dass sie sich wohl auch einige Annehmlichkeiten verdient haetten und sie begannen das Geld anderweitig auszugeben. Da wurden einige Sachen gekauft wie ein neuer Fernseher, eine Karaoke und fast jeden Abend floss der Tanduay in Stroemen. Fuer die Geschwister hiess das einmal mehr eine schulische Auszeit zu nehmen. Der Familienvater hatte eh Zeit seines Lebens nie etwas vernuenftiges gearbeitet, und die Mutter hatte durch waschen und putzen das Geld verdient, das natuerlich hinten und vorne nie gereicht hatte. Durch borgen bekamm man gelegentlich etwas Geld fuer die Schule zusammen. Die Schule der Aeltesten, die nun in Dubai schuftete war von einer Verwandten bezahlt worden, die mit einem Amerikaner verheiratet war.</p>
<p>Die Geschwister, die gehofft hatten endlich ihre Ausbildung machen zu koennen, wendeten sich an die &#8220;grosse Schwester&#8221; und klagten ihr Leid. Diese widerum fragte die Eltern, die natuerlich alles verneinten und von &#8220;Notfaellen&#8221; erzaehlten, fuer die das Geld verwendet worden war. (Kommt das nicht einigen Lesern bekannt vor?) Das Maedel glaubte ihren Eltern, als diese versicherten, dass die &#8220;Notfaelle&#8221; ja vorbei seien und das Geld wieder der eigentlichen Bestimmung zufliessen wuerde und schickte weiterhin jeden Monat 15000 Pesos.</p>
<p>Im Januar 2002 kam Jay Jay zum ersten mal auf Urlaub nach Hause. Auf dem Flughafen in Cagayan de Oro wurde sie von der gesamten Familie abgeholt und als erste &#8220;Amthandlung&#8221; uebergab die Tochter der Mutter ihr gesamtes Gespartes in Hoehe von knapp 80000 Pesos mit der Auflage, davon ein kleines Geschaeft aufzubauen. Ihre Geschwister erzahlten ihr aber am Abend, dass sie statt 4 Semester weiter zu sein gerade einmal ein Semster fertig hatten und fuer das andere habe das Geld nie gereicht. Jay Jay besuchte uns in Bulua und klagte ihr Leid und fragte was sie tun koenne. Wir rieten ihr mit den zwei Schulen, die ihre Geschwister besuchten, zu reden und die Zahlungen direkt an die Schule zu machen. Fuer das Taschengeld und fuer die Projekte sollte sie den Geschwistern ein Konto einrichten und das Geld dort einzahlen, das diese dann mittels ATM Karte abheben konnten. Was sie dann noch den Eltern schicken wollte oder koennte, bliebe dann ihr ueberlassen. Jay Jay arrangierte alles nach diesem Vorschlag und flog einen Monat spaeter wieder nach Dubai zurueck. Dort sollte sie nun in der gleichen Boutique den Job der Kassiererin uebernehmen, da ihr Boss sie schaetzte und ihr vertraute. Ihr Gehalt stieg auf 45000 Pesos und zum ersten mal floss nicht alles auf die Philippinen zurueck. Die Schule wurde nun immer gleich pro Semester von Jay Jay im voraus bezahlt, die Geschwister hatten ihr Taschengeld und Geld fuer Schulprojekte, aber die Eltern bekamen nur noch 5000 Pesos pro Monat. Den Rest sollten sie sich mit Hilfe des kleinen Geschaeftes selbst dazu verdienen, schliesslich waren die beiden erst in den fruehen Fuenzigern. Nur war das Geld schon laengst ausgegeben worden und die Eltern waren sehr veraergert. Man machte nun Druck auf die zurueck gebliebenen Geschwister, dass die zumindest Teile ihres Taschengeldes ablieferten. Man musste etwas sparsamer leben, aber es wurde bereits ein Plan entwickelt, wie man das alles aendern koenne, damit man spaeter ein wirklich gutes Leben haben koennte.</p>
<p>Es vergingen drei Jahre bevor  Jay Jay wieder nach Hause kam. Ihre Schwester war mit dem Studium fertig geworden und die anderen drei naeherten sich dem Ende. Sie war gluecklich, dass es dieses mal geklappt hatte, aber die Eltern machten ihr bittere Vorwuerfe, dass sie nicht genug haetten und dieses Leben als Eltern einer OFW ein unwuerdiges sei. Das mit dem Geschaeft habe ja nur deswegen nicht geklappt, weil wieder medizinische &#8220;Notfaelle&#8221; anstanden und man Krankenhaus und Medikamente benoetigte.  Jay Jay war leider so vertrauenswuerdig und uebergab einmal mehr der Mutter das ganze Ersparte, das diesemal mehr als doppelt so viel war. Sie erteilte aber die Auflage, da sie ja vier Monate bleiben wolle, 20000 Pesos fuer ein Ticket nach Dubai aufzubewahren. Die Mutter versprach ihr gleich morgen ein Konto zu eroeffnen und die 20k dort zu deponieren, damit ihr Rueckflug gesichert sei. Das wurde auch gemacht und Jay Jay verliess Cagayan um nach Dinagat zu fahren, weil sei auch all die andere Verwandtschaft besuchen wollte. Wir lebten mittlerweile bereits in General Santos und sie kam auch fuer einen Monat auf Besuch zu uns.</p>
<p>Die Zeit verging wie im Flug und der Abreisetermin fuer Jay Jay naeherte sich. Ihre Eltern wollten sie nun fuer ihren Plan erwaermen und trafen Vorbereitungen um das Maedel in gute Laune zu versetzen.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie eine Made im Speck….. 2. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 07:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aber bevor sich die Eltern bei Jay Jay &#8220;beliebt&#8221; machen konnten, mussten sie sie erst mal kraeftig veraergern, denn sie hatten &#8211; oder wisst ihr es alle schon &#8211; die 20000 Pesos fuer den Rueckflug von Jay Jay verbraten. Und das musste nun zuerst eingestanden werden.  Und so gestanden sie,   ganz wie arme  Suender im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aber bevor sich die Eltern bei Jay Jay &#8220;beliebt&#8221; machen konnten, mussten sie sie erst mal kraeftig veraergern, denn sie hatten &#8211; oder wisst ihr es alle schon &#8211; die 20000 Pesos fuer den Rueckflug von Jay Jay verbraten. Und das musste nun zuerst eingestanden werden.  Und so gestanden sie,   ganz wie arme  Suender im japanischen Stil mit Sumimasen ohne Ende. Jay Jay war zwar sauer, aber bei sovielen Bitten um Vergebung konnte sie nicht laenger ueber die Eltern  veraergert sein und sie vergab, hatte sie ja schliesslich als Tochter sowieso &#8220;lebenslangen <a href="http://www.phil-life.net/2009/10/13/begriffserklaerungen/" target="_self">Utang na Loob</a>&#8221; und konnte deswegen nicht anders.</p>
<p>Am darauf folgenden Tag bereiteten die Eltern ein nettes Dinner vor mit einigen engen Verwandten und Freunden um ihren Plan, sich den Lebensunterhalt zu sichern weiter zu verfolgen und zur Durchfuehrungsreife zu bringen. Nach dem Dinner und einigem Trinken mit dem ueblichen Karaoke Gesang, der bei eingen mit zusaetzlichem Tanduay Genuss immer schauerlicher wurde, kam man dann zur Sache:<span id="more-1142"></span> &#8220;Jay Jay, wie waere es denn, wenn du deiner Schwester einen Job in Dubai besorgen wuerde, dann wuerdet ihr beide verdienen und uns allen hier wuerde es wieder etwas besser gehen?&#8221; &#8220;Hmmm,&#8221; meinte Jay Jay, &#8220;das sollte schon gehen, aber zuerst muss ich Geld auftreiben fuer den Flug.&#8221; Sie hatte naemlich ihre alte Stelle gekuendigt, da ihr die nationale Telefongesellschaft von Duabai einen sehr gut bezahlten Job angeboten hatte und nur deshalb konnte sie dieses mal laenger bleiben, musste aber vor Ablauf von sechs Monaten wieder in Dubai sein, da sonst ihr Visum verfallen waere.</p>
<p>Also kam Jay Jay noch einmal nach General Santos um sich von uns das Geld zu leihen. Ich verneinte ihr Bares zu geben, denn falls die Eltern ihre Griffel dran kriegten, waere es weg gewesen und schlug ihr vor, das Ticket direkt zu kaufen. Sie stimmte zu und am naechsten Tag besorgten wir das Ticket. Zu Jay Jays Ehrenrettung muss ich hier sagen, dass sie zwei Monate spaeter alles zurueck zahlte.</p>
<p>Jay Jay flog dann einige Tage spaeter nach Dubai und es dauerte etwa 3 Monate, bis ihre Schwester nachkommen konnte um auch dort zu arbeiten. Sie uebernahm den alten Job von Jay Jay. Nun hatten die Eltern zwei Eisen im Feuer und das zahlte sich aus, hatten sie doch nun auch das Einkommen von Dolly. Und die Schule fuer die anderen drei wurde auch bezahlt. So liess sich das schon leben.</p>
<p>Es kam wie es kommen musste; neun Monate spaeter folgte der dritte nach Dubai, weitere zwei Monate spaeter der vierte und ein Jahr darauf der letzte. So liess es sich leben und mit diesem Einkommen wurde nun natuerlich ein Grundstueck in Cagayan gekauft und bald darauf begann der Bau eines eigenen Hauses. Es ist schon toll wie die OFWs die Wirtschaft ankurbeln und die zurueck gebliebenen Familien begluecken.</p>
<p>Ein halbes Jahr spaeter lebte man bereits im eigenem Haus und fuehlte sich &#8220;sauwohl&#8221;. Dass die Kinder in der Ferne schufteten und sich aufopferten war nicht so wichtig. Als naechstes folgte ein Auto &#8211; natuerlich auf Raten gekauft &#8211; und man war jemand in der Gemeinde geworden. Ploetzlich hatte man sehr viele Freunde, entfernte Verwandte von der Insel kamen auch in die Stadt, weil ein jeder ja etwas vom grossen Kuchen abhaben will. Bei zirka 100.000 Pesos, die jeden Monat geschickt wurden, ist das ja auch ein ganz schoen grosser Kuchen. Und so lebte die Familie wie die Maden im Speck. Die Rechnung war aufgegangen.</p>
<p>War sie das wirklich? Natuerlich kam immer wieder einer der fuenf auf Urlaub und berichtete nach der Rueckkehr  vom ausschweifenden Leben der Eltern auf den Philippinen. Die Phantasie kam dazu und die Kinder dachten sich, das ist zuviel was wir schicken. Wir sollten doch endlich mal auch fuer uns sparen und auf den Philippinen ein Business aufmachen. Also wunderten sich die Eltern beim naechsten mal, denn es kamen nur 30000 Pesos an. Das war natuerlich nicht genug um alle Raten zu zahlen und das Protestgeheul der Eltern konnte man bis Dubai hoeren. Ihnen wurde vorgehalten, dass sie ja Utang na Loob haetten und das nicht bringen koennten, dass die Eltern nun alles verlieren wuerden. Man stimmte ab und einigte sich das Haus direkt weiter an die Bank zu zahlen, aber nicht das Auto. So wurde dieses einige Monate spaeter von der Bank wieder abgeholt. Oh wie war das peinlich, die schadenfrohen Blicke der Nachbarn sagten alles. Aber sie wussten ja, dass ein Geschaeft aufgebaut werden soll und da sie hier waren und die Kinder dort, wuerden sie das Geschaeft leiten und alles ginge weiter wie zuvor. Man musste sich nur etwas gedulden bis die lieben Kinderlein genug gespart hatten.</p>
<p>Ein gutes Jahr spaeter war es soweit. Drei der fuenf Geschwister kamen zusammen nach Hause. Sie hatten sich zwei Monate Urlaub genommen um ihr Projekt &#8220;anzuleiern&#8221;. Sie wollten professionelle Money Lender werden, nicht <a href="http://www.phil-life.net/2009/10/13/begriffserklaerungen/" target="_self">fuenf/sechs</a> wie es von vielen Indern betrieben wurde, sondern eben richtig mit Sicherheiten und wie sich das gehoert. Ein Anwalt half ihnen beim Aufbau der Firma und erledigte die Aufteilung der Firma mit der Security und Exchange Commission. Die Eltern wurden nicht Teilhaber, aber sie sollten das Geschaeft in Abwesenheit der fleissig arbeitenden Kinder fuehren. Der nun sichtbare warme Regen liess die Eltern so richtig wohlig ums Herz fuehlen. Ach die lieben Kinderchen sorgen so gut fuer uns. Zehn haetten wir haben sollen nicht nur fuenf, dachten sie sich.Und das Startkapital konnte sich schon sehen lassen: 1,5 Millionen Pesos und mehr sollte folgen. Das Leben kann so schoen sein.</p>
<p>Die Firma wurde eroeffnet und nach ein paar Wochen reisten die Kinder zurueck nach Dubai. Sie mussten ja weiter Kohle ranschaffen, damit die Eltern leben konnten.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Wie eine Made im Speck….. 3. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 10:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So vergingen die Monate mit dem neuen Geschaeft und die Kinder erhoehten das Kapital um weiter 800.000 Pesos auf insgesamt 2,3 Millionen. Zusaetzliche 700.000 Pesos wurden in eine grosse Piggery (Schweinezucht) auf Dinagat investiert und die Berichte der Eltern waren sehr positiv. Das Geschaeft bluehe an beiden Enden und die Gewinne wuerden regelmaessig wieder investiert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So vergingen die Monate mit dem neuen Geschaeft und die Kinder erhoehten das Kapital um weiter 800.000 Pesos auf insgesamt 2,3 Millionen. Zusaetzliche 700.000 Pesos wurden in eine grosse Piggery (Schweinezucht) auf Dinagat investiert und die Berichte der Eltern waren sehr positiv. Das Geschaeft bluehe an beiden Enden und die Gewinne wuerden regelmaessig wieder investiert. Fuer sich selbst wuerden sie nur die 30.000 Pesos monatlich entnehmen, die ausgemacht waren.</p>
<p>Im Augsut 2009, die Gehaelter von allen Geschwistern waren wegen der internationalen Wirtschaftskrise gekuerzt worden, bekam meine Frau einen Anruf von Jay Jay. Sie war sehr bedrueckt und wollte dass Inday mit einem Steuerpruefer die beiden Firmen aus checkt. Jay Jay hatte wohl eine anonyme Nachricht bekommen, dass die Firmen mehr oder weniger kurz vor der Pleite stuenden. Wir berieten uns und ich sprach mit Anny unsere Steuerberaterin. <span id="more-1156"></span>Die gab uns einen Namen und Adresse samt Telefonnummer in Cagayan und wir informierten uns ueber das Telefon und erzaehlten von den Bedenken von Jay Jay. Man machte ein Treffen aus und meine Frau fuhr nach Cagayan. Dort ging sie zusammen mit der Steuerberaterin und einer Power auf Attorney, die Jay Jay geschickt hatte und die von allen Geschwistern unterschrieben worden war zum Haus der Eltern. Das Gezeter war riesengross, als die Eltern hoerten, warum die beiden gekommen waren. Sie verweigerten die Pruefung und die Steuerberaterin beschwerte sich beim Barangay Captain, der wiederum die Eltern vorladen liess. Nach langen Verhandlungen sahen die Eltern ein, dass das wohl das gute Recht der Kinder war, nachdem die Firmen ja unter deren Namen als Corporation bei der SEC  (Security and Exchange Comission) eingetragen war.</p>
<p>Die Pruefung begann und schon am ersten Tag zeigten sich massive Geldverleihe ohne Sicherheiten an Leute, die scheinbar nicht exisitierten.  Der naechste Schritt war nun die Existenz aller Kunden zu checken, wobei die Kunden mit kleineren Summen existierten und die anderen Friedhofsadressen waren. Einige Tage spaeter war die Pruefung beendet und der Nettowert der Verleihfirma betrug gerade mal 238.000 Pesos, wovon 90% noch zu kassieren waren und der Rest auf dem Konto lag. Nicht viel von einem Gesamtkapital von 2,3 Millionen, von Zinseinkuenften mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Danach fuhren die beiden nach Dinagat um dort nach der Schweinezucht zu schauen. Als sie in Nazareth angekommen waren, bekamen sie einen Schrecken. Die sogenannte Schweinezucht war nicht anderes als eine &#8220;Back Yard Operation&#8221; mit einigen Staellen aus Bambus ueber dem Meer, einem Eber, fuenf Mutterschweinen und 11 Ferkeln in einem Gesamtwert von vielleicht 90.000 Pesos.</p>
<p>Danach fuhren meine Frau und die Steuerberaterin zurueck nach Cagayan wo die beiden nochmal die Eltern aufsuchten und fragten, was mit dem ganzen Unternehmen passiert sei und wo die ganzen fehlenden Gelder hin gekommen seien. Die Ausreden der Eltern waren ebenso voluminoes wie mannigfaltig und absurd, aber offensichtlich von vorne bis hinten gelogen. Die Steuerberaterin machte einen Bericht und meine Frau fuhr nach Hause zurueck. Von hier rief sie Jay Jay an um zu erzaehlen, was sie raus gefunden hatte.  Jay Jay war natuerlich zutiefst betroffen und weinte. Fast das  ganze Geld war weg. Wir faxten danach noch den Bericht nach Dubai und unterhielten uns natuerlich ueber die diebischen Eltern. Meine Kinder regten sich furchtbar auf, wie Eltern das ihren Kindern antun konnten.</p>
<p>Zwei Wochen spaeter kam von DHL ein Brief mit Vollmacht an meine Frau. Sie sollte  das Haus zu verkaufen, und das Geld auf ein neues, noch zu eroeffnendes Konto, einzahlen wenn es verkauft ist. Da der Preis vernuenftig angesetzt war fand sich auch schnell ein Kaeufer, der die Bank bezahlte und den Rest meiner Frau uebergab, die diesen auf besagtes Konto einzahlte, das Jay Jay hatte einrichten lassen, da ihre beste Freundin gerade auf den Philippinen weilte und das fuer sie uebernahm.</p>
<p>Die Eltern schimpften wie die Rohrspatzen, als sie ausziehen mussten und verfluchten ihre Kinder, wie die so etwas tun konnten,, hatten sie doch immer alles fuer ihre Kinder gegeben und sich ihr Leben lang aufgeopfert.</p>
<p>Vorbei war das fette Leben und die Eltern waren nun voellig auf sich selbst gestellt, denn von den Kindern gab es nichts mehr, nicht einmal das Schwarze unter dem Fingernagel. Die Beiden leben nun in einer kleinen Huette in der Naehe von Cagayan und fristen ihr Leben mehr schlecht als recht. Von den Kindern haben sie seitdem nichts mehr gehoert.</p>
<p>Jay Jay und einer ihrer Brueder haben uns im Dezember 2009 besucht und erzaehlt, dass die Idee eines Geschaeftes auf den Philippinen weiter lebt, aber man wolle die naechsten zehn Jahre in Dubai bleiben und fleissig sparen, um das noetige Kapital zu bekommen und was immer das Geschaeft  werden sollte, sie wuerden es nach ihrer Rueckkehr aus Dubai gemeinsam betreiben. Vertrauen koennten sie in Geldangelegenheiten der Familie nicht mehr.</p>
<p>Ob sich das Verhaeltnis zu den Eltern jemals bessern wuerde bezweiflte sie zwar, lies aber eine moegliche Versoehnung offen. Allerdings wuerde es nie mehr auch nur einen Centavo fuer die Eltern geben.</p>
<p>The End</p>

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		<title>Der Tag danach &#8230; (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 06:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stevaros World]]></category>
		<category><![CDATA[cebu]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; und dann kam der Tag nach meinem Zwischenfazit! Es sollte eine nüchterne Bestandaufnahme sein, ein Abwägen aller Pro&#8217;s und Contras, schlicht eine Empfehlung für das echte Fazit, wie in der Schule das Zwischenzeugnis. Damals schrieb ich (liegt nun ein paar Monate zurück): Heute ist ein Tag der sich nahtlos an mein Vorabresumee von gestern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und dann kam der Tag nach meinem Zwischenfazit! Es sollte eine nüchterne Bestandaufnahme sein, ein Abwägen aller Pro&#8217;s und Contras, schlicht eine Empfehlung für das echte Fazit, wie in der Schule das Zwischenzeugnis. Damals schrieb ich (liegt nun ein paar Monate zurück):</p>
<p>Heute ist ein Tag der sich nahtlos an mein Vorabresumee von gestern anschließt, welches besagt, dass die Philippinen ein herrliches Klima für die Gesundheit haben und eine schöne Natur zur Erholung, Du aber besser einen großen Bogen um den größten Teil der hier lebenden Menschen machen musst, um keine bleibenden Gesundheitsschäden zu erhalten!<span id="more-374"></span></p>
<p>1. Der Fahrer und das Moped seines Sohnes<br />
Es beginnt mit dem Frühstück: meine Frau sagt mir, dass das Land unsicherer wird und sie deshalb versteht, warum eine uns bekannte Familie in Kürze den Rückzug nach Deutschland antreten wird. Sie meint, dass auch die Kriminalität spürbarer wird. Beim Duschen bemerkt sie ausserdem (nein, das ist keine künstlich herbeigefuehrte Steigerung), dass das Wasser nicht richtig läuft und bittet mich zu schauen, ob unser Fahrer das Auto wäscht, da manchmal dann durch den Druckabfall das Duschen leidet. Nö &#8211; Auto putzt der nicht &#8211; sondern das Motorrad seines Sohnes! Der fragt nicht ob er das darf, sondern macht das einfach. Nicht dass es mir ums Wasser ginge, aber wenn er schon mit unseren Materialien für andere Leute was tut, dann soll er gefälligst fragen! Und sofort ärgerst Du Dich über das fehlende Rechtsbewusstsein der Leute und hätten wir nichts gesagt, sondern das geduldet, wäre sofort eine Anspruchshaltung daraus entstanden, das immer tun zu dürfen. Aber irgendwie muß ja ein Tag beginnen und einer wie dieser braucht einen &#8220;guten&#8221; Start!</p>
<p>2. Schule: Arztbescheinigung<br />
3. Büchereierfahrung<br />
Kurz nach 11 kommen die Kinder zum Mittagessen. Unsere Tochter hat einen Zettel mit dem Vermerk, dass ein bei der Schulanmeldung geforderter Gesundheitsbogen bis 17 Uhr heute, von einem Arzt unterschrieben, abzugeben sei. Auch unser ältester Sohn hat eine Strafe von der Schulbücherei erhalten, wo er wegen der verspäteten Buchrückgabe zunächst 1000 und jetzt zumindest 500 <a href="http://www.bsp.gov.ph/bspnotes/brief_evo.asp" target="_blank"><img src="http://www.philippinenforum.net/alink.gif" border="0" alt="" /></a><acronym title="Der Philippische Peso ist das gesetzliche Zahlungsmittel der Philippinen"> Peso</acronym> zahlen soll, wobei das Buch um das es sich handelt nur 390 Pesos kostet. Da ich merke ich sollte hier eingreifen, fahre ich nach dem Essen mit zur Schule.</p>
<p>Als erstes erkläre ich der Dame im Sekretariat, dass die Arztbescheinigung für meine Tochter heute nicht abgegeben werden kann und verlange einen Aufschub. Desweiteren sage ich ihr, dass es mich schon sehr wundert, dass bei der Anmeldung keiner die Bescheinigung haben wollte, jetzt wir aber innerhalb von 6 Stunden das unterschriebene Papier bringen sollten! Ein freundliches Lächeln war die einzige Reaktion und ich merke, die ist total überfordert und hat nichts kapiert. Sie meint ich möge etwas warten und holt einen Kollegen. Ich erkläre ihm das gleiche und er meint, ich soll mich doch bitte hinsetzen. Warum nur können die alle kein Englisch mehr, wenn es unangenehm wird!</p>
<p>Da ich aber lieber Unruhe verbreite und das Geschehen im Blick behalten möchte, bleibe ich stehen. Der Kollege kommt nach wenigen Minuten zurück und fragt nochmal, dass ich merke er hat überhaupt nichts verstanden. Ich erkläre es nochmal und er bittet mich wieder zu warten. Diesmal sage ich ihm, dass in 3 Minuten die Bücherei geschlossen wird und ich mit meinem Sohn noch was dort erledigen sollte, aber in 5 Minuten sei ich zurück. Er meint &#8220;kein Problem&#8221; und ab gehts zur Bücherei.</p>
<p>Dort sitzen die Frau die wir suchen mit ihren Kollegen bereits beim Mittagessen, was mich aber nicht hindert mein Anliegen vorzutragen. Ich erkläre ihr, dass ich nicht willens bin die Strafe zu zahlen, da mein Sohn darüber nicht im Vorfeld aufgeklärt worden ist und ein komplett neues Buch weniger als die Strafe kostet. Hätte er es nicht abgegeben weil er es verloren hätte, müsste er ja auch nur das Buch bezahlen. Aber die Frau schaltet jetzt auf &#8220;total stur&#8221; und beharrt auf dem Betrag. &#8220;Blöde Kuh!&#8221; denke ich noch. Da aber der Strafbetrag nur 110 <a href="http://www.bsp.gov.ph/bspnotes/brief_evo.asp" target="_blank"><img src="http://www.philippinenforum.net/alink.gif" border="0" alt="" /></a><acronym title="Der Philippische Peso ist das gesetzliche Zahlungsmittel der Philippinen"> Peso</acronym> über dem Buchpreis lag (den ich eigentlich bezahlen wollte und wohl rechtens ist), dachte ich mir, ich spare mir wegen umgerechnet 2 Euro die Aufregung und die Zeit ein und kümmere mich lieber um die Arztbescheinigung für meine Tochter.</p>
<p>Also gab ich meinem Sohn Bescheid das mit dem Buch so zu erledigen, sich eine Quittung geben zu lassen und ging zurück. Mein Gesprächspartner kam zurück und wusste wieder nicht, um was es eigentlich ging. Ich wollte schon explodieren, aber mit dem letzten Rest von Fassung fragte ich ihn dann ganz ruhig, ob es in Ordung wäre, das Resultat im Laufe des nächsten Tages nachzureichen. Wieder bat er mich zu warten. &#8220;Lieber Gott, schenke ihm Hirn oder mir zumindest einen vernünftigen Gesprächspartner!&#8221; Mein Flehen findet Gehör: denn er kehr mit dem Ergebnis zurück, dass es wohl geht.</p>
<p>Da denkst Du dass an einer internationalen Schule mit Ruf wenigstens Leute mit Bildung, Sprach- und Sachkenntnissen, sowie Umgangsformen arbeiten sollten. Aber nach etwas Überlegung wird es auch mir klar &#8211; wo sollen die denn diese Leute hernehmen?<br />
(Fortsetzung folgt)</p>

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