08.März.2011
Beeline 4. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Die Probleme mit Cherry, der Kellnerin, nahmen nun echt ueberhand. Sie fuehlte sich so sicher durch ihr Verhaeltnis mit meinem Partner, dass sie nicht nur Anweisungen von mir ignorierte, sondern sogar begann Anweisungen an andere Angestellte zu geben, die dann haeufig den meinen widersprachen. Das konnte und wollte ich mir natuerlich nicht bieten lassen und so knoepfte ich mir Cherry unter vier Augen vor und sagte klipp und klar, dass es so nicht ginge und ich auf ihren Hinauswurf bestehen wuerde, wenn sie sich nicht zusammen reissen wuerde. Das schien erst einmal zu helfen, aber leider nur fuer wenige Tage. Danach begann sie wieder “Chefin” zu spielen und das Personal herum zu scheuchen. Das ging so weit, dass Susann schon kuendigen wollte. Dieses mal beschranekte ich mich nicht auf ein Gespraech unter vier Augen, sondern widerrief Anordnungen von ihr offen und sagte dazu, dass jeder, der ihre “Befehle” befolgt fliegen wuerde. (weiterlesen…)
Tags: beeline, essen, Mindanao, philippinen, Restaurant06.März.2011
Beeline 3. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Meinem philippinischen Partner gefiel es nun ueberhaupt nicht, dass ich Cherry an die frische Luft gesetzt hatte und wir hatten eine Auseinandersetzung darueber. Meiner Argumentation der Verschwiegenheit wollte er nicht folgen, obwohl er als verheirateter Mann ja nun wirklich kein Kind von Traurigkeit war und gelegentlich auch auf etwas Diskretion angewiesen war um einen grossen Ehekrach zu verhindern. Erst spaeter lernte ich dazu, dass er ein Verhaeltnis mit ihr hatte und sie deswegen unbedingt behalten wollte. Ich gab nach und der erste Bruch war da, denn ich wollte solche Leute nicht einstellen.
Die naechsten Tage entwickelten sich sehr negativ mit Cherry, denn sie liess mich bei jeder Gelegenheit fuehlen, dass sie meinen Partner hinter sich wusste. Ich war auf Dauer aber nicht gewillt mir ihre Frechheiten gefallen zu lassen. Im Moment liess ich es aber darauf beruhen. (weiterlesen…)
Tags: beeline, essen, Mindanao, philippinen, Restaurant08.Februar.2011
Beeline 2. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Die naechsten Tage ging es natuerlich etwas langsamer als am Eroeffnungstag, aber das Geschaeft lief gut und insbesonders nach der Abendessenszeit waren wir fast immer gerammelt voll. Die Band war gut und die Leute kamen. Es wurde viel getrunken und eben meist Wurstgerichte wurden als Pulutan (Snack) bestellt. Daraufhin boten wir auch einen grossen Wurstteller als Pulutan an und alle Wuerste waren auch ohne Beilagen mundgerecht geschnitten erhaeltlich.
Unter anderem hatten wir Bifflamot mit Fingernudeln auf der Karte, und die “Nudeln” mit Weinsosse ohne das Rind entwickelten sich zum Renner. Bifflamot ist nichts weiter als die Bajuwarisierung von Beuf a la Mode und Fingernudeln sind handgeformte bayrische Kroketten. Langsam veraenderte sich die Karte und weniger gut verkaeufliches verschwand, anderes wurde eben etwas “philippinisiert” wie z.B. der Bayrische Wurstsalt mit Chili, wieder anderes wurde in kleineren Portionen als “Merienda” angeboten. (weiterlesen…)
Tags: beeline, essen, Mindanao, philippinen, Restaurant03.Februar.2011
Beeline 1. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Nachdem meine Frau und ich Dinagat wegen der massiven Drohungen verlassen hatten (diese Geschichte kommt etwas spaeter), liessen wir uns erst einmal in Cagayan de Oro nieder. Anfeanglich wussten wir nicht so recht, was wir als naechstes machen wollten. Der Manager von Horizon, Ric Serano – unser Chromerzkaeufer – wollte eigentlich ein Restaurant mit Music Lounge aufmachen, aber etwas was es essensmaessig noch nicht gab. Und so schlug ich vor unter anderem Deutsche Kueche anzubieten. Ric stimmte zu und so machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal.
Nach einigen Tagen fanden wir etwas, was ab Mitte Maerz 1990 verfuegbar sein wuerde. Wir nahmen es! Die Miete betrug fuer das ganze Haus 10.000 Pesos im Monat. Unten war das Restaurant mit etwa 12 Tischen und drei Nischen mit etwas groesseren Tischen. Eine kleine Bar gab es auch und eine zwar lange, aber recht grosse Kueche. Oben im ersten Stock waren sechs Zimmer, die man vermieten konnte. (weiterlesen…)
Tags: beeline, essen, Mindanao, philippinen, Restaurant28.Dezember.2010
Bangus – Der ewige Kampf mit den Graeten
von Kai | Kategorie Allgemein
Die meisten Expats sind eigentlich keine grossen “Fischfreunde” und der Grund ist in den meisten Faellen der Kampf mit den Graeten. Fuer mich war das in all den Jahren der Grund fast ausschliesslich Grossfische zu essen oder eben Filets von Fischen, die nicht mit vielen kleinen Graeten negativ auffielen.
Ein Fisch, der geschmacklich recht nahe am Hering angesiedelt ist, ist der Milchfisch, der im Land eben als Bangus bekannt ist. Er schmeckt ja nun wirklich gut, aber wie der Hering hat er viele kleine Y-Graeten neben dem “Mittelgerippe”. Man verhungert buchstaeblich beim Essen (wegen der Graetensuche) und so stand dieser Fisch bei uns seltenst auf dem Speisezettel.
Geraeucherter Bangus is aehnlich wie Bueckling und schmeckt ja nun wirklich sehr gut. (weiterlesen…)
Tags: essen, fisch, philippinen15.September.2010
Delikatessen oder nicht? Seltsam oder normal?
von Kai | Kategorie Allgemein
Die Frage in der Ueberschrift sagt nicht unbedingt etwas ueber das Thema aus, aber es geht heute mal wieder um eine der Lieblingsbeschaeftigungen der Menschen: Das Essen! Wobei man sich ueber das Wort Delikatessen oder seltsam sicherlich streiten kann, denn Geschmaecker sind verschieden.
Auch hier gibt es einige “Absonderlichkeiten,” aber fuer die Pinoys eben durchaus normales zum essen. Und so manches was wir essen, finden die Pinoys schlicht und einfach ungeniessbar. Ich kann hier sicherlich nicht alles erwaehnen, und dem einen oder anderen moegen auch noch andere Beispiele einfallen, wobei man aber sehen sollte, dass eine solche Betrachtung immer subjektiv sein wird, denn Geschmaecker sind wie gesagt verschieden. (weiterlesen…)
Tags: essen, philippinen22.Juli.2010
Walter in Deutschland
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Ich hatte ja die letzte Geschichte von Walter versprochen und hier ist sie.
Am 10. November 2009 war es soweit. Walter konnte nach 15 Monaten auf den Philippinen endlich nach Hause fliegen und er war sehr froh darueber, da er hier eben mit der Mentalitaet nicht zurecht gekommen war und es ihm wohl auch etwas am Willen zur Anpassung fehlte.
Am Morgen standen wir also sehr frueh auf, tranken noch einen Kaffee zusammen und dann war es auch schon soweit. Die Zeit des Abschieds war gekommen. Ich brachte Walter mit meiner Frau zum Flughafen in General Santos und nach einer langen Verabschiedung verschwand er im Flughafengebaeude mit dem Versprechen aus Manila noch mal zu texten und sich aus Deutschland sobald wie moeglich zu melden.
Tatsaechlich meldete er sich ein paar Stunden spaeter aus Manila. (weiterlesen…)
Tags: essen, Mindanao, philippinen, walter19.Juli.2010
“Skatabend” im Edelweiss
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Es war wohl 1992 gewesen und Lims Saeuberungen in Ermita waren noch ein Weilchen weg. Damals gab es viele europaeische Restaurants in Ermita und die meisten waren an der M.H. Del Pilar Street und deren Nebenstrassen gelegen. Da gab es die Swiss Hut, das Lily Marleen, das Altberlin, den Fischfang und natuerlich das Edelweiss vom Dieter. Dort habe ich eigentlich immer ganz gerne gegessen, obwohl ich gelegentlich auch in den Fischfang ging. Und gelegentlich ging dann auch mal ein Skatabend zusammen.
Begonnen hatte es nach dem Essen mit einem Kleiderschrank von Mann, der auch ueberall taetowiert war und der erzaehlte einige ganz tolle “Schauergeschichten”. Er lebte wie er sagte auf Boracay und hatte dort wohl ein kleines Resort oder Restaurant – so genau weiss ich das jetzt nicht mehr – und er schien sehr viel Aerger mit den Pinoys zu haben. An eine seiner Geschichten kann ich mich noch sehr gut erinnern: (weiterlesen…)
Tags: essen, manila, philippinen, Restaurant26.Mai.2010
Philippinische Kueche
von Kai | Kategorie Allgemein
Heute moechte ich einige Worte zur philippinischen Kueche sagen. Dabei handelt es sich in erster Linie nicht um eine typisch asiatische Kueche die man von Thailand, China oder Indonesien kennt, sondern eher um einen Mischmasch, in dessen Topf fleissig, die Spanier, die Chinesen, die Malayen und die Amerikaner ruehrten. Einige andere Voelker hatten auch ihren Anteil, so ermoeglichten es die Italiener, dass es heute philippinische Spagetthi gibt.
In der alten Zeit bestand die philippinische Kueche aus dem immer gegessenen Reis (der wird dort seit ueber 5000 Jahren gepflamzt) und dazu gab es verschiedene tropische Gemuessearten, Fisch und Wild. So sagen es zumindest die Historiker. Als dann die Spanier kamen, aenderte sich die philippinische Kueche ueber die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg. Viele spanische Gerichte, wie zum Beispiel Aodobo, Estofado, Escabiche und Kalderita – um nur einige zu nennen - fanden ihren Weg in die heimische Kueche. (weiterlesen…)
Tags: bicol, essen, philippinen, reise



